Tata

Tata

Hardback
4.715

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Description

»Welch bewegende Geschichte – halb Spannungsroman, halb Familienroman« Le Figaro

»Colette ist wieder gestorben. Dieses Wort existiert nirgendwo. Wiedersterben. Das gibt es nicht.«

2010 – Die Polizei kontaktiert Agnès: Ihre Tante Colette Septembre sei soeben verstorben. Doch Colette, ihre Tata, ist bereits seit drei Jahren tot. Agnès kehrt in das kleine Städtchen im Burgund zurück, um die ominöse Tote zu identifizieren – eine Frau, die ihr einen Koffer voller Audiokassetten hinterlassen hat. Wer ist sie? Und wer wurde drei Jahr zuvor beerdigt?
Die unscheinbare Tante entpuppt sich als zentrale Figur in einem Geflecht aus Geheimnissen und Sehnsüchten.
Kunstvoll zeichnet die gefeierte internationale Bestsellerautorin Valérie Perrin unvergessliche Figuren voller Zartheit und Tiefe. Ein außergewöhnlicher Triumph der Erzählkunst – Tata wird die Leserinnen und Leser bis zur letzten Seite nicht loslassen.


Bei Fragen zur Produktsicherheit, wenden Sie sich bitte an: [email protected]

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
624
Price
24.70 €

Author Description

Valérie Perrin ist eine der größten lebenden Schriftstellerinnen Frankreichs. Ihre Romane wurden von der Presse hochgelobt, erhielten Dutzende von Auszeichnungen und begeisterten schon mehr als 10 Millionen Lesende weltweit in über 40 Sprachen. Valérie Perrin ist mit dem Regisseur Claude Lelouch verheiratet, für den sie mehrere Drehbücher verfasste. Sie wuchs in Gueugnon im Burgund auf, dem Schauplatz ihrer Romane, wo sie inzwischen wieder ein Haus besitzt. Ihr Vater spielte im örtlichen Fußballverein als Profi. Ihr zweiter Roman Violette oder frisches Wasser für die Blumen wird von Jean-Pierre Jeunet (Amélie, Alien) verfilmt und kommt 2026 in die Kinos.

Posts

7
All
5

"Ich bin das Kind verschiedener Geschichten. Und in diesen Geschichten liegt eine Kraft. Ich bin es mir schuldig, sie weiterzuerzählen." Agnès Tante Colette ist gestorben. Zum zweiten mal. Welch originelle Ausgangslage für diesen Familienroman. Und so nehmen mich die ersten Seiten gleich gefangen. Agnès, eine bekannte französische Regisseurin, die mit Tochter Ana in Paris lebt, kommt nach dieser Nachricht sofort in den kleinen französischen Ort, in dem sie immer ihre Sommerferien bei Tante Colette verbrachte. Sofort werden bei ihr alle Erinnerungen wach, sie trifft alte Freunde und versucht eine Spur ins Leben ihrer - vor drei Jahren oder soeben - verstorbenen Tante zu finden. Ebenso ist es auch gleichzeitig die Geschichte von Trennungen, von Freudschaften, Familien und vieles mehr. Themen werden angesprochen und im Laufe der Geschichte verfolgt. Und nicht zuletzt spielt Fußball eine Rolle. Und eigentlich sind es viele Geschichten in einer, die sich ergänzend und vertiefend miteinander verbinden und vermischen. Die Autorin nimmt uns mit ins französische Landleben. Flüssig und anschaulich beschreibt sie Land und Leute. Es liest sich leicht und harmonisch. Mal humorvoll, mal berichtend baut sie eine angenehme Spannung auf. In zwei Zeitebenen wird die Geschichte erzählt. Heute und die Ereignisse der Vergangenheit, mit abwechselnden Erzählstimmen, die zum jeweiligen aktuellen Geschehen passend eingefügt sind. Trotzdem verliert man nie den Überblick. Mir hat das sehr gut gefallen. Die Gegend und die Personen konnte ich mir bildlich vorstellen. Aber auch Gefühle vermittelt die Autorin glaubhaft und authentisch. Die Frage nach Schuld und berechtigter Rache taucht ebenso auf wie Suchtprobleme. Und für alles werden nachvollziehbare Lösungen beschrieben. Die Wurzeln reichen weit in die Vergangenheit. Nicht perfekt, aber passend, authentisch, nachvollziehbar. Die Charaktere sind glaubhaft, nachvollziehbar, echt und lebensnah beschrieben. Viele kamen mir sehr nahe, einige waren gewollt abstoßend. »Wenn ein Roman richtig gut ist, findet man darin auch Licht, Bilder, Worte und Gefühle. Und die Charaktere werden real, weil man eine Bindung zu ihnen aufbaut.« Dem kann ich nur zustimmen. Dieser Roman war richtig gut. Vielleicht hätte man ihn etwas straffen können, doch wozu? Ich hätte nichts missen mögen, denn ich hatte eine sehr gute Lesezeit in Frankreich mit all diesen Charakteren und ihren Geheimnissen.

4

Komplexe Geschichte, die mich sehr berührt hat ❤️

Der Beginn gestaltete sich für mich schwierig (musste sehr konzentriert lesen). Danach hat mich dieser Roman vereinnahmt und berührt ❤️ ET: 30.04.2026 (deshalb meine Meinung nur in Kürze)

5

TATA – ODER DAS GEHEIMNIS MEINER TANTE COLETTE Valérie Perrin ET: 30.04.26 Als die Polizei Agnès kontaktiert um ihr den Tod ihrer Tante Colette mitzuteilen, ist sie überzeugt, dass es sich um einen Irrtum handeln muss. Schließlich wurde Colette bereits vor drei Jahren beerdigt und liegt seitdem auf dem Friedhof eines kleinen Ortes im Burgund. Doch schnell wird klar: Die Tote ist tatsächlich ihre Tante. Aber wer wurde dann damals beerdigt? Und warum hat Colette drei Jahre lang ihren Tod vorgetäuscht, obwohl die beiden immer ein inniges Verhältnis hatten? Agnès reist in das kleine Städtchen zurück, in dem Colette ihr Leben lang als Schuhmacherin gearbeitet hat und in dem Agnès als Kind jede Ferien verbracht hat. Dort entdeckt sie in ihrem alten Zimmer einen Koffer voller Kassetten. Auf den Tonbändern erzählt Colette Stück für Stück die Wahrheit — über die unbekannte Tote, die vor drei Jahren an ihrer Stelle beerdigt wurde, über Schuld, Schweigen und über ein Leben voller Geheimnisse. Dabei öffnet sich nach und nach ein Geflecht aus Familiengeschichten, schmerzhaften Erfahrungen und verdrängten Wahrheiten, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. Valérie Perrin hat mit diesem Roman ein beeindruckendes, vielschichtiges Werk geschaffen, das man nicht einfach nur „wegliest“. Nach und nach entfaltet sich ein dichtes Netz aus Schicksalen und Geschichten, die kunstvoll miteinander verwoben sind. Die Themen sind dabei alles andere als leicht: häusliche Gewalt, Mord, pädophile Übergriffe, Verlust, Angst — aber auch Liebe, Hoffnung und Neuanfänge spielen eine große Rolle. Besonders gefallen hat mir die multiperspektivische Erzählweise. Obwohl die Handlung nicht chronologisch aufgebaut ist, fiel es mir nie schwer, der Geschichte zu folgen. Dennoch glaube ich, dass man dieses Buch möglichst ohne allzu lange Pausen lesen sollte, da man sonst leicht einzelne Zusammenhänge verlieren könnte. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Das Ende war mir persönlich etwas zu überladen — hier wäre für mich weniger mehr gewesen. Aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau. 5/5

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5

Tatá oder das Geheimnis meiner Tante Colette von Valérie Perrin ist ein komplexes und vielseitiges Meisterwerk über das ereignis- und wendungsreiche Leben von zwei Familien in Frankreich im Zeitraum zwischen 1940 und 2011. Die in Frankreich sehr bekannte Autorin hat auch mehrere Drehbücher geschrieben. Sie wuchs in Gueugnon in der Bourgogne auf, dem Schauplatz ihres Romans. Paris, 2010: Agnès erfährt von der Polizei, dass ihre Tante Colette gestorben sei. Dabei wurde Colette doch bereits vor drei Jahren beerdigt. Agnès fährt in Colettes Wohnort im Burgund, wo sie als Kind und Jugendliche ihre Ferien verbracht hatte. Colette hat Agnès hundert Audiokassetten hinterlassen, die sie in willkürlicher Reihenfolge abhört. Dabei erlangt sie Erkenntnisse über ihre Tante, die sie sich nicht hat träumen lassen. Agnès‘ Vater Jean war Colettes kleiner Bruder. Die beiden wuchsen im Schatten des Schlosses von Gueugnon auf, in dem ihre Mutter Haushälterin war. Colette war mit Blaise, dem Sohn des Schlossherren befreundet. Auf dem Klavier, das von ehemaligen deutschen Besatzern ins Schloss gebracht wurde, lernte der vierjährige Jean das Klavierspielen. Später sorgten Colette und Blaise dafür, dass er aufs Konservatorium in Paris kam. Colette spricht über ihre Freundin Blanche. Diese stammte aus einer Zirkusfamilie. Ihr Vater, der Zirkusdirektor, war gewalttätig und brutal, Blanche hatte sich ihr Leben lang vor ihm gefürchtet. Nach dem Verkauf des Zirkus führte er ein Leben unter falscher Identität, getrieben von Hass und Mordlust und immer auf der Suche nach Blanches Mutter, nachdem diese es geschafft hatte, ihm zu entkommen. Colette erzählt auf den Kassetten aus ihrem Leben, von ihrer unglücklichen Kindheit mit einer kaltherzigen Mutter, ihrer Ausbildung zur Schuhmacherin ab dem Jahr 1959 und dem legendären Sieg ihres Lieblingsvereins FC Gueugnon gegen Paris Saint Germain im April 2000 – dem Tag, an dem ihr Leben eine neue Wendung genommen hatte. „Als dein Vater ging, um in Lyon bei David Levitan zu studieren, war ich glücklich. Als ich seine erste Chopin-Aufnahme auf einer Schallplatte hörte, war ich glücklich. Als ich dich und später Ana im Arm hielt, war ich glücklich. Als ich deinen ersten Film sah, war ich glücklich. Aber niemals war ich so glücklich wie am 19. Juli 1976.“ (S. 301) Neben Colette steht Agnès im Mittelpunkt des Romans. Sie ist Regisseurin und hat eine fünfzehnjährige Tochter. Ihr Mann Pierre hat sie verlassen und lebt jetzt mit einer bekannten Schauspielerin zusammen. Die bereits drei Jahre zurückliegende Trennung hat sie noch nicht verwunden. In Gueugnon trifft sie ihre Kindheitsfreunde wieder und erfährt, dass einer von ihnen als Kind von seinem Fußballtrainer missbraucht wurde. Der Täter, der mittlerweile in Cannes lebt, wurde nie verurteilt. Die Autorin vereint sechshundert Seiten sehr viele Themen: Familie, Herkunft, Liebe, Freundschaft, Ehe, Trennung, Homophobie, Aids, Kindesmissbrauch, Fußball, Musik, Zirkus, den Holocaust und sogar die Jagd nach einem Serienmörder. Einige Kapitel bestehen aus dem Drehbuch, das Agnès über ihre Mutter Hannah Ruben geschrieben hat, deren Eltern in Ausschwitz vergast wurden. An vielen Stellen werden französische Songtexte zitiert, die so perfekt zum Kontext passen, dass sie sich auch ohne eine Übersetzung ins Deutsche erschließen. Einige der Ereignisse und Wendungen haben mich überrascht und auf die falsche Fährte geführt. Der Roman ist komplex und spannungsgeladen, er zählt zu meinen Jahreshighlights. Von mir eine große Leseempfehlung und fünf Sterne.

5

Wundervoll

Zitat:“Wenn ein Roman richtig gut ist, findet man darin auch Licht, Bilder, Worte und Gefühle. Und die Charaktere werden real, weil man eine Bindung zu ihnen aufbaut.“ Treffender und schöner kann ich es nicht ausdrücken ♥️

5

Sternebewertung fiktiv

Tata oder das Geheimnis meiner Tante Colette von Valérie Perrin, übersetzt von Hanna Reinhardt, war für mich genau die Mischung aus Familienroman, Geheimnis und emotionaler Spurensuche, die man kaum aus der Hand legen kann. Und irgendwie begann dieses Buch für mich tatsächlich parallel zu einem Fußballspiel Bayern gegen Paris Saint Germain. Klingt erstmal nebensächlich, ist es aber gar nicht, denn Fußball spielt in diesem Roman eine viel größere Rolle, als ich anfangs erwartet hätte. Die Geschichte beginnt 2010 mit einem Anruf der Polizei. Agnès erfährt, dass ihre Tante Colette gestorben ist. Das Problem daran: Colette ist eigentlich schon längst tot. Allein dieser Einstieg hat mich sofort gepackt. Agnès reist daraufhin in den Ort ihrer Tante zurück und betritt deren Wohnung. Dort wartet nicht nur die Erinnerung an einen geliebten Menschen auf sie, sondern auch ein Koffer voller Kassetten, die Colette für sie besprochen hat. Und genau darüber entfaltet sich die eigentliche Geschichte. Die Erzählung springt nicht streng chronologisch durch die Zeit, sondern folgt eher den Erinnerungen, Emotionen und Gedanken von Agnès. Dadurch entsteht beim Lesen etwas sehr Besonderes: Man setzt die Geschichte Stück für Stück zusammen, fast wie ein Puzzle. Immer wenn die Spannung gerade ihren Höhepunkt erreicht, führt uns Perrin wieder zurück in die Vergangenheit, in Kindheitserinnerungen oder in andere Lebensabschnitte. Und genau das hat mich komplett in die Geschichte hineingezogen. Der Roman ist multiperspektivisch erzählt und begleitet nicht nur Colette, deren Leben in den 50er Jahren beginnt, sondern zeigt gleichzeitig auch Agnès’ eigenes Leben und ihre Familiengeschichte. Nach und nach tauchen immer mehr Figuren auf, Geheimnisse werden sichtbar und plötzlich merkt man, dass dieser Roman viel mehr ist als nur eine Familiengeschichte. Valérie Perrin verbindet hier Familienroman und Krimielemente unglaublich geschickt miteinander. Es geht um Verlust, Liebe, Erinnerung und Herkunft, aber auch um sexuelle Gewalt, verdrängte Wahrheiten und die Frage, wie sehr die Vergangenheit unser ganzes Leben beeinflusst. Besonders gefallen hat mir dieser typisch französische Erzählstil. Alles wirkt gleichzeitig gemütlich und spannend. Warm und melancholisch, aber nie kitschig. Perrin nimmt sich Zeit für ihre Figuren, für ihre Eigenheiten und ihre Geschichten. Dadurch fühlen sich selbst Nebencharaktere lebendig an. Und dann gibt es da noch diese blauen Schuhe. Warum sie wichtig werden und ob Colette tatsächlich zweimal gestorben ist, sollte man wirklich selbst entdecken. Für mich war das ein atmosphärischer, emotionaler und gleichzeitig unglaublich spannender Roman, der mich immer wieder überrascht hat. Und spätestens nach diesem Buch habe ich große Lust auf den nächsten Roman von Valérie Perrin bekommen. „Ein Bild ist , was es ist. Eine Stimme bleibt für die Ewigkeit und erfindet das zugehörige Gsicht noch einmal neu.“ Seite 578

Sternebewertung fiktiv
4

Ein Roman, der einen weiten Bogen spannt. Eine Geschichte, die mehrere schwergewichtige Themen aufgreift, ohne überladen

Es ging recht schnell und ich war tief versunken in die Geschichte von Agnes und ihrer verstorbenen Tante Colette. Der Erzählton ist so wunderbar bildhaft, dass ich oft filmreife Bilder im Kopf hatte. Und wer hätte gedacht, dass ich einmal ein Buch lesen und mögen würde, in dem Fußball eine nicht unwesentliche Rolle spielt? Ich mochte die Erzählstimmen sehr, mit denen die Autorin arbeitet. Da ist zunächst Agnes, die als Ich-Erzählerin im Jahr 2010 nicht nur versucht das Geheimnis ihrer Tante Colette zu lösen sondern auch auf ihr eigenes Leben zurückblickt. Parallel wird das Leben von Colette beginnend im Jahr 1956 erzählt. Ergänzt wird das ganze durch Sprachnachrichten, die Colette für Agnes auf Kassetten aufgenommen hat. In der zweiten Hälfte kommt noch eine weitere Erzählweise hinzu, die nicht weniger geschickt eingeflochten wird, über die ich aber nicht mehr verrate. Vordergründig wir hier zunächst ein großes Familiengeheimnisses erzählt. Aber nicht nur das Geheimnis wiegt schwer, auch die gut eingearbeitete Nebenstränge greifen schwergewichtige Themen auf. Ein zentrales Motiv ist Gewalt und Machtausübung durch Männer, daneben wird noch weiteren Themenfelder durchaus reichlich Raum gegeben. Genauer kann ich das nicht ausführen, ohne zu viel zu Spoilern. Das klingt nach sehr viel und nach Schwere, ist dabei aber nicht schwermütig erzählt. Manchmal war ich zu Tränen gerührt, aber es fühlte sich nie niederdrückend an. Am Ende waren die über 600 Seiten bei aller Fülle und Ernsthaftigkeit gleichzeitig leicht zu lesen. Für den Roman gibt von mir eine Leseempfehlung für alle, die Familiengeschichten mit gut ausgearbeiteten historischen Hintergründen mögen.

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