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Degrowth-Kommunismus oder Barbarei 🚩
Wie absolut notwendig es ist, sich mit dem Marxismus nicht nur oberflächlich oder historisch interessiert auseinanderzusetzen, sondern ihn als das zu begreifen, was er ist: eine wissenschaftliche Methode, die es erlaubt, unsere Gesellschaft in ihrer Gänze zu analysieren, Marx‘ Theorien in die Moderne zu übertragen und Perspektiven für ihre Veränderung zu entwickeln - genau das zeigt „Systemsturz“ von Kohei Saito. Im Zentrum steht die fundierte Analyse, dass eine tatsächliche Alternative zur gegenwärtigen ökonomischen und ökologischen Krise nur auf Grundlage marxistischer Theorie und Praxis möglich ist. Reformversuche innerhalb des kapitalistischen Rahmens, so zeigt das Buch eindrücklich, sind zum Scheitern verurteilt. Saito reißt damit nicht nur die Tür zur marxistischen Tradition wieder auf, er aktualisiert sie. Vor allem mit den Notizen des späten Marx löst er die Kritik am marxschen Eurozentrismus und Produktivismus fundiert und belegbar auf. Er verbindet Marx mit Klimakrise, postkolonialer Theorie, feministischer Kritik und mit den Realitäten des 21. Jahrhunderts und beweist, dass Marxismus kein Dogma ist, sondern eine lebendige Wissenschaft, die sich immer wieder an der Realität und Moderne messen lassen kann und ihr sogar überlegen ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die klare und zwingende Distanzierung von den autoritären Regimen, die sich im 20. Jahrhundert als „marxistisch“ bezeichneten, insbesondere vom Stalinismus. Saito geht in seiner Analyse detailliert darauf ein, warum der Stalinismus, die DDR oder die Sowjetunion nichts mit dem Marxismus zu tun haben. Diese Regime basierten nicht auf den von Marx entwickelten Theorien, sondern auf einer verzerrten, autoritären Interpretation, die Marx‘ Ideen vollkommen verfehlte. Die Schlussfolgerung ist also eindeutig: Die multiplen Krisen unserer Zeit, von ökologischer Zerstörung zur sozialen Spaltung bis hin zu geopolitischen Eskalationen lassen sich im Rahmen kapitalistischer Logiken nicht lösen. Wir brauchen keine linke Verwaltung dieser Ordnung, wir müssen sie überwinden. Für mich ein wichtiges Buch, was mein Wissen vertieft und mich in meiner politischen Haltung bestätigt hat.
Apr 13, 2025
Degrowth-Kommunismus oder Barbarei 🚩
Wie absolut notwendig es ist, sich mit dem Marxismus nicht nur oberflächlich oder historisch interessiert auseinanderzusetzen, sondern ihn als das zu begreifen, was er ist: eine wissenschaftliche Methode, die es erlaubt, unsere Gesellschaft in ihrer Gänze zu analysieren, Marx‘ Theorien in die Moderne zu übertragen und Perspektiven für ihre Veränderung zu entwickeln - genau das zeigt „Systemsturz“ von Kohei Saito. Im Zentrum steht die fundierte Analyse, dass eine tatsächliche Alternative zur gegenwärtigen ökonomischen und ökologischen Krise nur auf Grundlage marxistischer Theorie und Praxis möglich ist. Reformversuche innerhalb des kapitalistischen Rahmens, so zeigt das Buch eindrücklich, sind zum Scheitern verurteilt. Saito reißt damit nicht nur die Tür zur marxistischen Tradition wieder auf, er aktualisiert sie. Vor allem mit den Notizen des späten Marx löst er die Kritik am marxschen Eurozentrismus und Produktivismus fundiert und belegbar auf. Er verbindet Marx mit Klimakrise, postkolonialer Theorie, feministischer Kritik und mit den Realitäten des 21. Jahrhunderts und beweist, dass Marxismus kein Dogma ist, sondern eine lebendige Wissenschaft, die sich immer wieder an der Realität und Moderne messen lassen kann und ihr sogar überlegen ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die klare und zwingende Distanzierung von den autoritären Regimen, die sich im 20. Jahrhundert als „marxistisch“ bezeichneten, insbesondere vom Stalinismus. Saito geht in seiner Analyse detailliert darauf ein, warum der Stalinismus, die DDR oder die Sowjetunion nichts mit dem Marxismus zu tun haben. Diese Regime basierten nicht auf den von Marx entwickelten Theorien, sondern auf einer verzerrten, autoritären Interpretation, die Marx‘ Ideen vollkommen verfehlte. Die Schlussfolgerung ist also eindeutig: Die multiplen Krisen unserer Zeit, von ökologischer Zerstörung zur sozialen Spaltung bis hin zu geopolitischen Eskalationen lassen sich im Rahmen kapitalistischer Logiken nicht lösen. Wir brauchen keine linke Verwaltung dieser Ordnung, wir müssen sie überwinden. Für mich ein wichtiges Buch, was mein Wissen vertieft und mich in meiner politischen Haltung bestätigt hat.
Apr 13, 2025






