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Hardback
3.64
GesellschaftskritikSozialkritikBuch Zum FilmElite

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Description

Die neuen Sklaven sind da Eine 'provokante Petitesse zum selbstgefälligen Amusement' - so nennt Claus seiner Frau gegenüber seine Annonce für die neue Putzfrau. Zu ihrer Überraschung melden sich auf die Anzeige dann tatsächlich Menschen, die sich ernsthaft als 'Sklave ' bewerben. Als sich Claus für Bartos, einen promovierten Altphilologen, und dessen Frau Svetlana entscheidet, ahnt er nicht, wie schnell er von seinen 'Subs' abhängig werden soll. Bald bieten immer mehr Sklaven ihre Dienste an. Die Rechtsanwältin Evelyn und ihr Mann Claus, ein Schönheitschirurg, führen ein sorgenfreies Leben in einer schmucken Villa in Grunewald. Der Alltag der beiden gerät durcheinander, als die polnische Haushaltshilfe spurlos verschwindet und sich auf Claus' augenzwinkernd gemeinte Stellenanzeige plötzlich Langzeitarbeitslose, Asylanten und überqualifizierte Akademiker ernsthaft als 'Sklaven' bewerben. Zunächst sind sie überrascht und schockiert, doch warum sollten sie auf die Annehmlichkeiten verzichten? Sie haben das nötige Geld, und in der liberalen Spaß-Gesellschaft der Hauptstadt ist das 'erlaubt, was man sich leisten kann'. Also entscheiden sie sich für Bartos, einen promovierten Altphilologen, und dessen Frau Svetlana. Eines Tages regt Bartos den Bau eines Schwimmbads auf dem ungenutzten Rasen vor der Villa an, ein teures Vorhaben, das durch den Einsatz von illegalen Arbeitskräften bewältigt werden soll. Und so rücken eines Nachts weitere Familien an, die seit Jahren ein Leben in selbstgewählter Sklaverei führen. Doch bald kommt es zu ersten Unstimmigkeiten in der 'Solidargemeinschaft nach römischem Vorbild'.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
448
Price
20.60 €

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Die Gesellschaftskritik ist hier wirklich gut umgesetzt, aber das Buch zieht sich so

Auch in der heutigen Zeit gibt es keine vollkommene Gleichberechtigung in der Gesellschaft. Schon alleine die Schere zwischen Arm und Reich zeigt diese Diskrepanz. Kunkel zeigt diese Ungleichheit und treibt dies massiv auf die Spitze in der er im Berliner Grunewald das Römische Reich mit seiner Slavenhaltung wieder auferstehen lässt. Im Mittelpunkt stehen Claus und Evelyn, gehobene Mittelschicht, und Bartos und Lana, ihre Sklaven. Ich finde die Gesellschaftskritik, die Kunkel hier erzählt, wirklich gut und sie regt auch zum nachdenken an. Er geht auf Ausbeutung, sexuellen Missbrauch, Kindesmisshandlung, rechtliche Ungleichheit und Machtmissbrauch ein. Es ist also kein leichter Stoff den man hier wegsnacken könnte. ABER: Die Geschichte zieht sich so massiv. Das kommt vor allem durch die "philosophischen" Diskurse, der die Figuren hier oft in Monologen oder Dialogen nachgehen. Das macht das Buch massiv langatmig. Weniger wäre da mehr gewesen. Mein Fazit: Die Plotidee war echt gut, aber an der gut lesbaren Umsetzung hat es gemangelt.

Die Gesellschaftskritik ist hier wirklich gut umgesetzt, aber das Buch zieht sich so
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