Kleine Stadt der großen Träume
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Description
In Björnstadt halten die Menschen zusammen. Ihre Devise ist: hart arbeiten, nicht beschweren und dem Rest der Welt zeigen, woher wir kommen. Das Leben hier war noch nie leicht, aber nun steht die Zukunft auf dem Spiel. Alle Hoffnungen liegen auf den Schultern ein paar junger Leute. Da geschieht in einer eiskalten Nacht etwas, was kaum jemand glauben mag. Etwas, was für Björnstadt alles verändert. Frauen und Männer, Mädchen und Jungen, Familien und Nachbarn – jeder muss für sich entscheiden, auf welcher Seite er steht.
Ein hoch spannendes und zutiefst berührendes Buch, das die wichtigen Fragen unserer Zeit stellt: Wie können wir Liebe und Familie bewahren? Was bedeutet Heimat? Was hält uns zusammen? Wem können wir glauben? Und für wen würden wir lügen?
»Backmans Meisterwerk: gefühlvoll und zutiefst menschlich.« New York Journal of Books
Vom international gefeierten Bestseller-Autor aus Schweden, Fredrik Backman.
Book Information
Author Description
Fredrik Backman ist mit über 12 Millionen verkauften Büchern einer der erfolgreichsten Schriftsteller Schwedens. Sein erster Roman ›Ein Mann namens Ove‹ wurde zu einem internationalen Phänomen; die Verfilmung mit Rolf Lassgård war für zwei Oscars nominiert, ein Remake mit Tom Hanks ist in Planung. Auch Fredrik Backmans folgende Romane eroberten die obersten Ränge der Bestsellerlisten in Deutschland, Schweden, den USA und vielen anderen Ländern; sein Werk wird in 40 Sprachen übersetzt. Backmans Roman ›Britt-Marie war hier‹ wurde ebenfalls fürs Kino verfilmt. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Solna bei Stockholm.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
"Heute ist Samstag, und heute wird alles auf einmal passieren. Das Allerbeste und das Allerschlimmste."
Voran... man muss kein Eishockeyfan sein, ich bin es auch nicht, um dieses Buch zu mögen. Ich habe in meinem Leben ein einziges Spiel gesehen und konnte mich damals trotzdem von der Begeisterung meiner Begleitung anstecken lassen. Vielleicht ist es mit diesem Buch ähnlich. - Fredrik Backman schreibt sich mir mitten ins Herz. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Schon Ove, Britt-Marie, Oma und Elsa hat Backman mir tief ins Herz geschrieben. Seine Art zu schreiben treibt mir beim Lesen, nicht nur einmal, Tränen der Rührung und Ergriffenheit in die Augen. Dabei bin ich gar nicht so sonderlich nah am Wasser gebaut. Es ist diese Mischung aus zärtlich platzierten Wiederholungen, melancholischer Tiefe, demaskierender Ehrlichkeit und trotzdem stattfindendem Wortwitz, der mir irgendwie unter die Haut schleicht. Er hält wohl jedem/ jeder Lerser:in den Spiegel vor und so erkenne auch ich mich wieder, in der ein oder anderen Figur. Denn was bedeutet >Loyalität< für jeden Einzelnen? Ich empfinde seine Gesellschaftskritik jedoch nicht als anklagend, er lässt den Menschen etwas menschliches, auch in seinen tiefen Abgründen. Ich gebe meine klare Leseempfehlung, möchte aber auf den verarbeiteten Inhalt von >sexualisierter Gewalt< aufmerksam machen. Ich bin sehr gespannt, wie es in Björnstadt weitergeht und werde die Nachfolger definitiv lesen. Ich habe etliche Textpassagen für mich markiert, hier nur ein kleiner Auszug. "Überall sind Menschen, die gemeinsam mit Freunden aus Kindertagen, Klassenkameraden, Eltern, Geschwistern, Verwandten, oder Nachbarn auf dem Eis herumrutschen, hinfallen, lachen, jubeln und weinen. Wie lange wird sich die Stadt daran erinnern? Nicht besonders lange. Einfach für immer." "Wenn die Familie schon schläft, geht Mira noch einmal durchs Haus und zählt ihre Kinder. Miras Mutter hat dies mit ihren Kindern getan und Mira und ihre fünf Geschwister jede Nacht gezählt. Ihre Mutter sagte immer, dass sie sich nicht vorstellen könnte, es nicht zu tun, und fragte sich, wie man leben konnte, ohne jeden Augenblick fürchten zu müssen, sie zu verlieren. >Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs<, hörte Mira sie flüstern durchs Haus gehen, während jedes Kind mit geschlossenen Augen, behütet in seinem Bett lag und Beachtung und Bestätigung erfuhr. Das ist eine ihrer schönsten Kindheitserinnerungen." "Wie jeden Tag bricht auch heute ein neuer Morgen an. Die Zeit vergeht immer gleich schnell, wir empfinden es nur unterschiedlich. Jeden Tag vergeht ein ganzes Leben oder nur ein Herzschlag - je nachdem, mit wem wir diese Zeit verbringen." "Man hat nie wieder Freunde wie mit fünfzehn. Aber manchmal bekommt man sie zurück." " Es gibt wenige Begriffe innerhalb des Mannschaftssports, die schwieriger zu erklären sind als das wort >Loyalität<. Loyalität wird immer als positiver Charakterzug gewertet, weil viele der Auffassung sind, dass ausschließlich gutes Handeln auf Loyalität beruht. Das Problem ist nur, dass so viele schlimme Taten ebenfalls darauf beruhen."

Es fällt mir hier irgendwie nicht leicht das Buch zu bewerten. Ich fand letztendlich die Themen super, die behandelt wurden. Auch in der Geschichte gut umgesetzt. Am Anfang fand ich den Schreibstil gut. Konnte sogar ganz viel Schmunzeln. Aber dann war es doch irgendwie anstrengend. Die ganzen Perspektivwechsel innerhalb eines Kapitels. Ich mag Perspektivwechsel, aber nicht so häufig wie in diesem Buch. Das fiel mir manchmal schwer an den Charakteren dran zu bleiben. Es ist auch gerade zu Beginn des Buches ziemlich viel Eishockey. Habe mich manchmal gefragt, was es wohl am Ende überhaupt für eine Story wird. Das nahm dann aber nachher irgendwann mehr Fahrt auf. Es sind ziemlich viele Protagonisten, was es mir dann auch ein bisschen schwer gemacht hat, durchzublicken. Dennoch ist die Geschichte an sich gut und behandelt eben wichtige Themen, wie Frauenbilder, Sportpolitik, Vergewaltigung, Homosexualität.
Dieses Buch hat es mir anfangs nicht leicht gemacht. Viele Perspektivwechsel mit vielen Protagonisten. Die ersten 150 Seiten passiert trotzdem nicht sehr viel. Aber sobald die Sache passiert, die den Ort dann erschüttert, konnte ich das Buch nur noch schwer weglegen. Frederik Backman schreibt dann sehr gut über Wut, Machtlosigkeit, Vorverurteilung, Patriachat und Loyalität. Ich werde die Reihe auf alle Fälle weiterlesen.
Mehr als Eishockey: Eine Geschichte über Mut, Schuld und Menschlichkeit
Björnstadt ist ein leises, zugleich erschütterndes Buch über eine kleine schwedische Stadt, deren ganzes Selbstverständnis auf dem Eishockey ruht. Backman erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern viele: die der Spieler, der Eltern, der Trainer, der Kinder und einer Tat, die alles verändert. Was als Hoffnung auf sportlichen Erfolg beginnt, wird zu einer schonungslosen Auseinandersetzung mit Schuld, Loyalität, Schweigen und der Frage, auf wessen Seite man steht, wenn es unbequem wird. Besonders beeindruckend ist, wie nah man den Figuren kommt. Backman beschreibt Gedanken, Gefühle und innere Konflikte so feinfühlig, dass Schmerz, Hilflosigkeit und Verzweiflung fast körperlich spürbar werden. Nichts wirkt konstruiert oder wie ein dramatischer Zufall, im Gegenteil: Genau so passieren solche Dinge leider viel zu oft in der Realität. Björnstadt rüttelt auf, macht wütend, traurig und nachdenklich und bleibt noch lange im Kopf. Ein eindringlicher, emotionaler Roman, den man nicht einfach „wegliest“, sondern erlebt. Absolut empfehlenswert, auch (und gerade) für Jugendliche, weil er wichtige Themen offen, ehrlich und ohne einfache Antworten behandelt.
!! Großartig !! ⛸️🏑
Der 1. Satz des Buches: "An einem späten Abend Ende März nahm ein Teenager eine doppelläufige Schrotflinte in die Hand, ging damit geradewegs in den Wald, richtete die Waffe gegen die Stirn eines anderen Menschen und drückte ab." Und ich war drin: Willkommen in Björnstadt, einer Stadt mitten im skandinavischen Nirgendwo. Eine Stadt, die scheinbar vergessen wurde, die jetzt aber zeigen kann: hier sind wir! Denn die Juniorenmannschaft des Eishockeyteams steht im nationalen Halbfinale. Die Jugendlichen werden gepusht, es entwickelt sich eine Gruppendynamik und dann kommt es zu einem tragischen Ereignis. Nun liegt es an den Bewohnern der Stadt: Wer hält zu wem? Wer sagt die Wahrheit? Was ist richtig? Mir hat die ruhige Erzählweise sehr gefallen. Björnstadt und seine Einwohner gab es für mich wirklich, so real wurde alles beschrieben. Man geht zum Training, sitzt mit im Unterricht und überall liegt so eine leichte knisterne Spannung in der Luft und noch weiß man selbst nicht warum. Ich hatte mit einer ganz anderen fröhlichen Geschichte gerechnet. Das Buch hat so viele gesellschaftliche Themen angesprochen und ich glaub, es wird noch lange in mir nachwirken.
Also ich weiß nicht, ob sich mein Herz davon jemals wieder erholen kann … Ein grandioser Roman mit so einem wichtigen Thema, was mich sehr berührt hat und somit bei manchen üblen Szenen an den Rand der Verzweiflung gebracht hat 😭 Backman schreibt hier ganz wichtige Szenen über Rassismus, Outing, Loyalität, Mut und Freundschaft. Ich hatte ungelogen fast beim Lesen des ganzen Buches Tränen in den Augen. Zum Schreibstil braucht man nicht viel sagen: bei ihm könnte man jeden zweiten Satz zitieren. Ich bin fassungslos wie gut das war und habe nun richtig Angst vor dem zweiten Band wie es mit einigen Charakteren weitergeht. Ganz klare Leseempfehlung: über dieses Thema wird viel zu oft geschwiegen, Entschuldigungen werden gefunden … und letztendlich wird einfach nur weitergemacht … aber wie er alle Seiten auf seine einzigartige Weise beleuchtet ist einfach nur grandios. 🤧
5 Sterne. Und wenn ich könnte, würde ich noch mehr Sterne geben. Nur manchmal finde ich Bücher, die ich so liebe und die mich so bewege, dass ich zwischenzeitlich ihre Seiten streicheln muss. Das ist hier auch passiert. Kein Autor schafft es so ruhig so viele Emotionen weiterzugeben. Ich bin nachhaltig bewegt. Danke.
Wenn ich könnte würde ich 1.000 Sterne geben!
Was für ein Buch! Eine Geschichte, die für immer in meinen Herzen sein wird. Ein Jahreshighlight!! Das was der Autor geschaffen hat, ist so wunderbar und toll! LEST DIESES BUCH! Der Anfang ist sicherlich schwer, da viele Charaktere und Geschichten erzählt werden, die aber wichtig sind um alles zu verstehen. Dann geht es los und man wird so in diese Geschichte hineingezogen, dass man nicht aufhören kann. So viele wichtige Themen, wie Zusammenhalt, Loyalität, Freundschaft aber auch die Frage von Richtig oder Falsch oder besser gesagt von Gut und Böse ist einfach grandios! Selten, dass ich nach Ende eines Buches dachte, direkt den nächsten, aber so ist es! Ich liebe dieses Buch und Fredrik Backman für seine Art zu schreiben und Dinge wie Schmerz, Leid und Wut so zart auszudrücken. Einfach toll!
Wow, was ein Roman! Dass ich als Person ohne jegliches Interesse an Eishockey von Anfang an total im Buch versunken bin, spricht sehr für den Schreibstil des Autors. Durch die sehr kurzen Passagen, in denen die Sicht immer wieder zwischen den Figuren wechselt, kommt noch mehr Spannung auf. Durch die vielen Protagonist:innen bin ich allerdings nur durchgestiegen, weil ich mir eine Liste mit den Namen angefertigt habe, an der ich mich immer wieder orientieren musste. Allerdings hat mir wirklich eine Triggerwarnung zu Beginn gefehlt, da die Geschichte mir teilweise emotional zu schwer wurde und ich darauf nicht vorbereitet war.
Abbruch nach 140 Seiten
Ich habe es mit „Kleine Stadt der großen Träume“ von Fredrik Backman versucht, doch leider hat mich das Buch nicht so gefesselt, wie ich es mir erhofft hatte. Nach 140 Seiten habe ich mich entschieden, es abzubrechen, auch wenn ich damit sicherlich vielen das Herz breche. Björnstad ist eine kleine Stadt irgendwo im hohen Norden, umgeben von dichten Wäldern. Es ist eine typische Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und wo Eishockey das zentrale Thema ist, das die Menschen verbindet – oder auch entzweit. Die Handlung dreht sich stark um die Juniorenmannschaft, auf deren Schultern alle Träume und Hoffnungen der Stadt lasten. Die Beschreibungen von Backman sind bildhaft und stimmungsvoll, und man spürt, dass unter der Oberfläche etwas Großes und Bedrohliches brodelt. Eines der Merkmale dieses Romans ist die Vielzahl an Protagonisten. Backman führt uns in die Leben der Bewohner von Björnstad ein – ob jung oder alt, alle sind irgendwie durch den Eishockeysport miteinander verbunden. Diese Vielzahl an Figuren machte es mir jedoch schwer, einen festen Bezugspunkt in der Geschichte zu finden. Es schien, als würde ständig eine neue Perspektive eingeführt, was den Erzählfluss für mich stark verlangsamt hat. Vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, da ich so viel Gutes über diese Reihe gehört habe. Der schöne Schreibstil von Backman konnte mich zwar begeistern, aber dennoch konnte mich die Geschichte selbst nicht packen. Besonders die ersten 140 Seiten ziehen sich sehr, und obwohl es Andeutungen auf ein bevorstehendes, großes Ereignis gibt, fehlte mir die Spannung, um weiterzulesen. Es war einfach zu viel Aufbau, zu viele Hinweise auf das, was noch kommen soll, ohne dass tatsächlich etwas Entscheidendes passiert. Die Erzählung war mir zu langatmig, und die Einführung der vielen Charaktere ermüdete mich, anstatt mich zu fesseln. Vielleicht entwickelt sich die Geschichte nach dem Viertelfinalspiel der Juniorenmannschaft in ein packenderes Drama, aber da ich nach 140 Seiten noch immer nicht richtig in die Handlung hineingefunden hatte, entschied ich mich, das Buch abzubrechen, bevor es mich in eine Leseflaute zieht. Schade, denn das Potenzial war definitiv vorhanden.
„Es sind nur ein paar vereinzelte Augenblicke. Das ist alles. Aber was macht das Leben sonst aus?“ 🥹✨😭💙
Ich lese nie Klappentexte oder Inhaltsangaben, deshalb war ich zuerst enttäuscht, als ich gemerkt habe, dass es um Eishockey geht. Eigentlich interessiert mich das gar nicht. Aber der Schreibstil hat mich total reingezogen. Klar, direkt, aber trotzdem irgendwie poetisch. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt die Geschichte spannend und lebendig. Was mich am meisten überrascht hat: Wie sehr mich das Buch berührt hat. Ich war wütend, traurig, habe mitgefühlt und oft nur den Kopf geschüttelt, weil mich alles so mitgenommen hat. Es geht um Schuld, Freundschaft, Loyalität und Verrat. Ich hab das Buch verschlungen und freue mich jetzt schon auf die nächsten Teile.
"Kleine Stadt der großen Träume" ist ein fesselnder Roman, der die tiefen, oft schmerzhaften Realitäten einer kleinen Stadt in den Fokus rückt, die von einem Verbrechen erschüttert wird. Fredrik Backman gelingt es meisterhaft, die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen und die Dynamik innerhalb der Gemeinschaft darzustellen. Während das Buch durch die langsame Erzählweise jedoch manchmal schwerfällig wirken kann und dies die Spannung hin und wieder dämpft, macht die emotionale Tiefe und das unerschütterliche Engagement für die Charakterentwicklung es zu einem lohnenden Leseerlebnis. Die Charaktere sind außerdem gut ausgearbeitet und die Themen relevant und zeitgemäß. Besonders beeindruckend ist Backmans Fähigkeit, die menschlichen Schwächen und Stärken gleichermaßen zu beleuchten. Das Buch regt zum Nachdenken an und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Der Mann kann schreiben!
Worum geht's? Björnstadt ist eine Stadt mitten in den Wäldern - und hier dreht sich alles, wirklich alles, um Eishockey. Die Junioren stehen kurz vor einem großen Finalspiel, als plötzlich alles anders ist. Selten hat es mir ein Buch so schwer gemacht. Die ersten 150 Seiten waren echt Arbeit. Wir lernen gefühlt jeden Einwohner Björnstadts kennen, und ganz ehrlich: ich fand eigentlich keinen einzigen sympathisch. Einzig Backmans Schreibstil, den ich sehr besonders finde, hielt mich bei der Stange. Ab Seite 150 nimmt die Geschichte allerdings Fahrt auf und bald war ich auch gefühlsmäßig voll dabei. Mit der minutiösen Schilderung der Ereignisse beleuchtet Backman die Strukturen einer Kleinstadt ebenso wie den Mut einzelner Personen, die über sich hinauswachsen. Von meiner anfänglichen 2-Sterne-Skepsis bin ich tatsächlich weit abgekommen. Fazit: manchmal lohnt es sich, durchzuhalten!
Ein besonderes Buch. Eines, das ich kaum aus der Hand legen konnte (und das ich mir deswegen zusätzlich als Hörbuch angeschafft habe um auch weiterlesen zu können, wenn ich gerade die Hände nicht frei hatte), ohne dass ich sagen könnte WARUM genau das Buch so einen seltsamen Sog auf mich ausgeübt hat. Ich nehme an, dass es einerseits die Thematik war - eine Straftat in einer Kleinstadt mitten im verschneiten Niemandsland, ein Eishockeyteam, das für das Ansehen und die Wirtschaft des Ortes von existentieller Bedeutung ist und vielen verschiedene Personen, mit ganz unterschiedlichen Rollen und Charakterzügen, die allesamt mehr oder weniger mit dem Fall verbunden sind. Und andererseits der besondere Stil des Buches. Der Autor wählt nicht nur eine oder zwei Figuren, aus deren Sicht er das geschehen schildert, sondern sehr sehr viele. Und jede Figur bekommt den Raum, der angemessen ist. So werden unendlich viele verschiedene Facetten des Lebens, der Figuren und des Ortes beleuchtet und trotz des ruhigen Sprachstils und des gemessenen Tempos in dem erzählt wird, wird das Buch nicht langweilig. Das Ende hat mich trotz seiner trügerischen Ruhe richtig in Atem gehalten. Ich nehme an, dass das Buch nicht für jeden Leser ein Highlight wäre. Man muss ein ruhiges Erzähltempo und die vielen Sprünge zwischen den Erzählebenen schon mögen um das Buch genießen zu können. Allerdings muss man kein Fan von Sport oder Eishockey sein um zu spüren, wie gewaltig diese Geschichte wirken kann. Definitiv zu empfehlen.

BÄHM!!!! Mitten in mein Herz ❤! Nachdem ich ein anderes Buch des Autoren nur okay fand, hat dieses voll auf die 12 getroffen. Dieses Buch hatte von allem genug und die richtige Dosis, um mich zu begeistern. Spannende, nachvollziehbare Protagonisten, einen richtig tollen Plot und ein außergewöhnliches Setting. Ich freue mich schon auf Teil 2
Ein Lesehighlight!!!!!!! Ich habe rein gar nichts an der Leistung des Schriftstellers auszusetzen. Die Charaktere sind alle unheimlich fein und tiefgründig gezeichnet wurden. Es geht um Loyalität, Gemeinschaft, Mut, Stärke, Machtstrukturen, Moral, Zusammenhalt, Familie und Freundschaft und sooooo soooooo viel mehr. Der 2. Teil für mich persönlich ein MUSS!!!!! Habe das Buch in einer kleinen Leserunde ( zu zweit) gelesen und es tat so gut, über das Gelesene zu reflektieren und sich auszutauschen. Sorry Christina für die wahnsinnig langen WhatsApp- Sprachnachrichten
Die Geschichte fängt sehr harmonisch und leicht an. Eine Eishockey-Verrückte Kleinstadt mit ihren Einwohnern wird vorgestellt und ich wusste lange nicht, wohin die Story mich führen wird. Doch dann passiert etwas schlimmes und die Geschichte nimmt eine krasse Wendung. Dieses Buch ist so, so wichtig, weil es ein sehr passendes Bild unserer Gesellschaft zeigt. Ich liebe die menschlichen Protagonisten. Die Story ist grandios. Ein perfektes Buch mit ernstem Hintergrund.
Björnstadt ist eine Eishockeystadt und sie ist sehr klein und liegt mitten im Nirgendwo in Schweden. Das Leben in Björnstadt dreht sich nur um Eishockey, Eishockey, Eishockey. Ok soweit hört sich der Inhalt des Buches jetzt nicht so prickelnd an, aber das täuscht. Eishockey ist zwar der Aufhänger, aber in Wirklichkeit geht es nicht um Eishockey. Fredrik Backman hat mit Björnstadt ein Buch geschrieben, dass ich gar nicht wirklich mit Worten greifbar machen kann. Es ist einfach so unglaublich gut und so unglaublich gefühlsgeladen. Es ist schwierig eine Hauptperson zu nennen. Ein weiterer Grund, warum das Buch so einmalig ist, ist, weil alle Bewohner der Stadt wichtige Handlungspersonen sind. Die Anzahl der Protagonisten lässt sich nicht mit zwei Händen abzählen und dennoch macht es das Handlungsgeschehen nicht kompliziert. Es werden viele verschiedene gesellschaftliche Themen angesprochen und verkörpert: es gibt Familien aus armen und reichen Verhältnissen, häusliche Gewalt, Migrationshintergrund, Homosexualität, Homophobie, Verlust eines Kindes, Alleinerziehende Eltern, Alkohlabhängigheit, Vernachlässigung, Gruppenzwang etc. "Es ist nicht schwer, zu kämpfen. Und dennoch ist es mitunter das Schwerste, was es gibt. Abhängig davon, auf welcher Seite der Haut es geschieht." TW: Mobbing, Suizid, Tod, sexueller Missbrauch, Victim-Blaming Das Buch hat einige Stellen, die ich emotional schwer zu ertragen fand. Aber genau dadurch macht es die Thematik so real. Und sie ist auch real, sie ist alltäglich. Bei knapp 300 der 500 Seiten habe ich nach jeden Kapitel ein kleines "Uff" oder "Oh mein Gott" ausstoßen müssen. Manchmal hatte ich Freudentränen in den Augen, manchmal Tränen voller Traurigkeit und Mitgefühl. Manchmal habe ich freudig applaudiert. Manchmal wäre ich auch gerne ins Buch gesprungen und hätte den ein oder anderen gerne geohrfeigt oder angeschrien. Das Buch hat mich echt zerrissen. Ganz unabhängig davon wie gut ich persönlich das Buch fand, sollte es jeder mal gelesen haben. Denn der Inhalt des Buches ist so so wichtig. (Aber mehr kann ich darüber nicht sagen, da ich sonst alles spoiler)
Eigentlich kann man nur eins machen so weit draußen am Arsch der Welt in Björnstadt, wo die Wintermonate länger sind als der Sommer, Eishockey spielen. Und darauf begründet sich auch der ganze Stolz der Stadt, die aufstrebende Jugendmannschaft. Sie sollen dem kleinen Städtchen wieder den Glanz alter Tage verleihen, denn wenn sie gewinnen, kann ein Leistungszentrum erbaut werden, Investoren kommen zurück und neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Aber dann wird der strahlende Star der Eishockeymannschaft verhaftet, weil er auf einer Party die Tochter des Sportdirektors vergewaltigt hat. Es beginnt eine Hexenjagd, aber nicht gegen den Täter sondern gegen das Opfer, denn ihr Geständnis kostete die Stadt den Sieg und damit ihre Zukunft. Es hat lange gedauert, ehe ich mich mit dem Thema Eishockey und damit dem Buch anfreunden konnte, denn am Anfang geht es um nichts anderes. Zumal ich kein wirklicher Wintersportfan bin. Aber dann irgendwann gingen mir die Bewohner Björnstadts unter die Haut. Alle mit ihren kleinen und großen Sorgen und Nöten, die irgendwie in diesem Sport verwurzelt sind. Die einen träumen davon, dieses Kaff endlich zu verlassen, die anderen wiederrum ihm seine alte Bedeutung wieder zu geben. Der Autor fasst so viele soziale heiße Themen an und verpackt sie in Einzelschicksalen und das verbindende Element ist Eishockey, so dass letztendlich eine runde Geschichte daraus wird, die mich tief berührt hat. Der Einwandererjunge, der sich über den Sport integriert, die Diskriminierung von Mädchen, die gern auch aktiv spielen würden, aber eher die Bewunderinnen mimen, die Vergewaltigung, in der das Opfer stigmatisiert wird, weil es nicht ins Weltbild passt, dem Star die Schuld zu geben, aber auch Vernachlässigung und Leistungsdruck, um nur einige zu nennen. Manchmal konnte ich nicht schnell genug umblättern, um zu wissen wie es weiterging und dann wieder wollte ich dass dieses Buch nie endet. Ein anderes Mal blieb mir die Luft vor Empörung über das Verhalten der Leute weg, und dann wieder schossen mir Tränen in die Augen, weil ich so viel Mitleid hatte. Meine Lieblingsfigur war Benji, der früh seinen Vater verlor und von seinen drei Schwestern und seiner Mutter großgezogen wird. Er kämpft auch noch mit einem gebrochenen Knöchel wie ein Berserker um den Sieg und doch hat er eine sanfte Seite, die niemand vermutet und ein dunkles Geheimnis, das hoffentlich nie in diesem Männerdominierten Sport ans Tageslicht kommt. Eine einzige Geschichte die so viele Emotionen hervorrufen kann, kommt nicht oft vor und dieses Buch, macht für mich Herrn Backmann zu einem wirklich großartigen Autor. Ich hoffe er schreibt noch viele solcher Bücher, denn die Welt braucht einfach mehr davon. Literatur die unterhält und dabei den Blickwinkel verändert.
Leider wieder kein guter Griff Die Grundidee ist nicht schlecht, die Umsetzung dafür umso mehr Sprache und Stil haben mir überhaupt nicht gefallen Dauernde Wiederholungen, die die Bedeutung von Dingen betonen sollen, aber irgendwann nur noch nerven und die wenigen Wiederholungen, die wirklich sinnvoll und gehaltvoll wären, total untergehen lassen Teilweise unglaublich klischeehafte Figuren nach einem einfachen 0815 Strickmuster Immer wieder kitschige Kalenderweisheiten und Mottos, die an Glückskekssprüche erinnern und viel zu oft einfache Küchenpsychologie ohne echte Tiefe Man merkt, das Buch hat mir nicht besonders gut gefallen
Es gibt immer irgendwann einen Punkt im Leben, an dem man sich entscheiden muss auf wessen Seite man sich stellt und ob man der Mensch ist, der man sein will. Dieses Buch handelt von diesen Entscheidungen. Ich muss zugeben das mich dieses Buch regelrecht überrollt hat. Ich hätte nicht gedacht, das es mich so erwischen würde. Es gibt Themen die mir persönlich sehr am Herzen liegen und gerade dann bin ich besonders kritisch.* Ich finde das Backman mit so vielem sehr einfühlsam umgegangen ist. Gleichzeitig gelingt es ihm auch, realistische Figuren zu zeichnen. Es ist an vielen Stellen dadurch keine ganz einfache Lektüre für mich gewesen, weil ich sehr wütend wurde. Auch weil mir klar ist, das es gerade auch im Sport immer wieder genau solche Ereignisse gibt. Die Menschen in Björnstadt könnten in jeder Nachbarschaft wohnen, ihre Reaktionen und auch weshalb sich Menschen für die ein oder andere Seite entscheiden waren extrem realistisch. Vielen davon geht es um die eigene Stellung, die eigene Position innerhalb dieses Geflechts, das sich rund um den Eishockeysport gesponnen hat. Wie sich einzelne Figuren darin positionieren, zeigt sehr genau auf, das die Einschätzung von Wahrheit und Gerechtigkeit allzu oft an den Menschen hängt, die davon profitieren, wenn sie selbst diese so auslegen, wie es ihnen selbst am besten von Nutzen ist. Das eigene Moralempfinden wird davon all zu oft überlagert und plötzlich ist man sehr schnell dabei, sich der Meinung anzuschließen, die einem selbst am wenigsten weh tut. Unabhängig davon, ob die Person die diese Meinung vertritt die Wahrheit sagt oder nicht. Einige der Figuren haben mich dabei sehr beeindruckt, vor allem weil sie beschließen für andere einzustehen und sie nicht im Stich zu lassen. Und sogar ihre Freundschaften hinterfragen, selbst wenn es bedeutet das der beste Freund keiner mehr ist. Andere haben mich mit am Ende ziemlich enttäuscht, auch weil sie mir im Grunde sympathisch erschienen waren. Aber auch das ist Teil der Realität. Menschen die man mochte, können einen enttäuschen. Das heißt nicht automatisch das sie zutiefst schlechte Menschen wären, das bedeutet oft einfach, das sie Entscheidungen treffen, die man selbst nicht mittragen kann. Was mich an diesem Roman aber am meisten beeindruckt hat, ist das ich mich trotz der harten Thematik oft extrem wohl mit der Lektüre gefühlt habe. Man kann tief in die Handlung eintauchen, ich war im Grunde in Björnstadt und vieles hat mich so berührt, das ich mich heute Nachmittag lange beruhigen musste, weil ich immer noch so wütend war. Trotzdem gibt es Menschen die Haltung zeigen und das hinterlässt dieses hoffnungsvolle Gefühl, dass das Buch trotz allem so positiv macht. Für mich definitiv ein Highlight!
Eine kleine Stadt in Schweden namens Björnstadt. Die Stadt der Bären. In dieser Stadt dreht sich alles um Hockey und die Bewohner setzen ihre ganzen Hoffnung in den Sport der 17 Jährigen, sodass die Stadt bekannter wird und dadurch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Sieg der Juniorenmannschaft könnte dafür sorgen, dass weniger junge Menschen wegziehen. Jedoch geschieht etwas in dieser Gemeinde, was alles verändern wird und wo sich die Bewohner entscheiden müssen auf welcher Seite sie stehen. Ich hatte einen sehr schwierigen Einstieg mit diesem Buch und war schon super genervt. Ich hatte sogar überlegt dieses Buch abzubrechen, da ich einfach nicht rein gekommen bin und die Thematik Club bzw. Sportverein und Hockey mir nicht wirklich zusagen. Glücklicherweise habe ich weitergelesen und es geht um so viel mehr als Eishockey. Es geht um Loyalität, Mut, Feigheit, Einsamkeit, Teamgeist etc. Mich hat diese Geschichte mit ihren verschiedenen Facetten so berührt, dass ich sogar angefangen habe zu weinen. Die Geschichte konnte mein Herz erreichen und es auch berühren. Definitiv eine Leseempfehlung meinerseits!
“Never trust people who don't have something in their lives that they love beyond all reason.” My first buddy read, yay :D It was a pleasure to discover this novel with you, Darcey !! <3 Well, I never thought I'd enjoy a story about ice hockey that much. In which 'enjoy' is a relative term. This novel broke my goddamn heart. Thanks for that, Backman. :D This man doesn't hesitate to euphemize reality. His characters aren't purely good or evil, they all have good character traits and flaws. They make both, right and wrong decisions. But that's what makes them show up human. They are more reachable for the readers. I admire that in Backman's novel. Reading this was just barnstorming. And one of the main topics (I won't spoiler here, no worries) came out of nowhere for me. I wasn't expecting that at all. And it was so hard to read about it. But it was so important. I am very glad that I was able to share all my thoughts with Darcey, and getting hers as well. I couldn't have wished for a better reading experience. Thank you, love <3 To those who have this book on their TBR-pile: read this book. NOW!
Wow was für ein Buch. Zu Beginn hat man keine Ahnung, wo die Reise hingeht. Ein Buch über Eishockey? Okay, ich mag Eishockey. Aber wer das nicht mag, wird enttäuscht sein, da das nirgendwo vorher erwähnt wird. Aber man sollte unbedingt dran bleiben, Eishockey ist hier nur der Aufhänger. Ab ca. der Häfte des Buches ändert sich alles... Der Schreibstil und die Sprache von Backman gefällt mir richtig richtig gut. Bin von nun an Backman-Fan! Dieses Buch ist etwas witzig, sehr emotional, und mega aufwühlend
Ein extrem überraschendes Jahreshighlight! Ich habe das Hörbuch aufgrund einer Empfehlung gekauft, aber gezweifelt, ob es mir wirklich gefällt, da ich mit Eishockey so gar nichts anfangen kann. Was für ein Irrtum! Ich habe mich in Björnstad richtig wohlgefühlt und hatte nach kurzer Zeit schon den Eindruck, ich kenne die Bewohner schon lange. Ein Buch über Freundschaft, Loyalität innerhalb eines Sportvereins, das richtige Handeln nach einem schlimmen Ereignis und wie Personen an diesem traumatischen Erlebnis daran wachsen. Das Buch braucht eine Inhaltswarnung! Allerdings möchte ich hier ungern spoilern. Bitte daher vorher im Internet über das Erlebnis, dass im Buch geschildert wird informieren, wenn ihr das Buch lesen wollt! Trotzdem für mich ein herausragend gutes Buch, was auch wichtige Themen wie Rassismus und Homophobie anspricht! Auch der Sprecher Heikko Deutschmann hat mir sehr gut gefallen! Ich werde auf jeden Fall Teil 2 auch hören!
Björnstadt, ein fast vergessener Ort in Schweden, der einzig und allein durch seine Liebe zum Eishockey stattfindet. Die Junioren Mannschaft kämpft um einen Titel. Angespornt vom Ehrgeiz der Erwachsenen, der sich auf ihre noch jugendlichen Seelen überträgt, kämpfen Sie, in nahezu brutaler Gemeinschaft, für das Erreichen ihres Ziels. Und der ganze Ort macht mit! Die Liebe zum Sport wirkt sich nicht gerade positiv auf die Charaktere im Buch aus. Dann entscheidet sich eine Figur zu einer ungeheuerlichen Tat. Danach ist nichts mehr wie vorher. Wie in einem Kaleidoskop tragen die Mitbürger dieser kleinen Stadt in Form von Schweigen, Blut, Angst, Schweiß, Tränen, Sorgen und Stolz sowie großer Schuld dazu bei, dass Unglück auf einzelne Protagonisten - in der Summe aber auf den ganzen Ort- nieder schneit. Dieses Buch ist auch ein Ringen zwischen Jung und Alt, die parallel dazu im Gleichschritt übers Eis gleiten. Hört sich widersprüchlich an? Ist es aber nicht! Die ganze Zeit hatte ich ein ungutes Gefühl beim Lesen. Wen wundert‘s, fängt es doch schon mit einem prophetischen Satz an, der einen nichts Gutes ahnen lässt. Ab der Mitte des Buches war es dann so spannend, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Ein richtig guter Page Turner. Wer so wie ich, mit Eishockey nichts zu tun hat (oder generell Sport nicht so toll findet) ist hier trotzdem gut aufgehoben. Der ganz besondere Singsang von Frederik Backman ließ mir die Grausamkeiten in diesem Buch bis weilen poetisch erscheinen. Manche Wiederholung ging mir mit der Zeit auf die Nerven, auch dass sich in diesem Buch ständig erbrochen wird ist überflüssig. Das sind aber nur kleine Minuspunkte. Ein absolut tolles und empfehlenswertes Buch!
Ein Meisterwerk des Storytelling
Ich glaube ich habe selten so emotional auf ein Buch reagiert. Ich würde bei dem Buch aufjeden Fall empfehlen die Triggerwarnungen auszuchecken, wenn es Inhalte gibt, über die Ihr nicht lesen wollt. Backman behandelt sehr viele, sehr sensibele Themen in diesem Buch. Er schreckt vor nichts zurück, verschönigt nichts, erzählt aber dennoch mit sehr viel Sensibilität und Menschlichkeit.
Ich brauche wohl noch eine ganze Weile, um dieses Buch zu verdauen. So ganz anders als die anderen Backmans. Ich konnte es nur in kleinen Stücken lesen. Es ist traurig, melancholisch, zeigt Abgründe auf, aber gleichzeitig ist es so wahr, so tief menschlich, so normal. Gesellschaftskritisch, ohne direkt anzuklagen.
Dies war mein erstes Buch des Autors. Aber nach dem, was ich zuvor über seine Bücher gehört hatte, und nach dem, was der Klappentext suggeriert, habe ich eine heitere, aufbauende Geschichte erwartet, in der kleine Außenseiter zu ganz großen Helden werden. Ein Wohlfühlbuch, das man mit einem Lächeln zuklappt und vielleicht seiner Mutter zum nächsten Geburtstag schenkt. Bekommen habe ich stattdessen eine dramatische, aufwühlende Geschichte, in der sich in einer kleinen Stadt ganz große Abgründe auftun. Die Menschen von Björnstadt projizieren all ihre Hoffnungen und Leidenschaft auf die Junioren-Eishockeymannschaft, und das grenzt nicht nur an Fanatismus, das hat schon lange das Land des gesunden Menschenverstandes verlassen. Der Sport bewirkt viel Gutes im Leben der Kinder, denn er gibt ihnen Ziele, ein Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit, Träume und Zukunftsperspektiven. Aber der Leser lernt auch die Schattenseiten kennen: Eltern nehmen in Kauf, dass ihre Kinder beim Training verletzt und gedemütigt werden. Sponsoren sehen diese sogar nur als Produkte, die ihnen Geld bringen sollen. Und den Jugendlichen selber wird suggeriert, dass das Eishockey sie zu Helden macht, denen eine Sonderbehandlung zusteht und die sich alles erlauben können. Jedenfalls den Jungen, denn von den Mädchen wird zwar erwartet, dass sie Eishockey lieben, aber bitte nur in der Rolle des anhimmelnden Fans – das jedoch nicht zu sehr, sonst sind sie [ hier denke man sich bitte ein negativ besetztes Wort für ein Mädchen, das angeblich "leicht zu haben" ist ]. Backman zeichnet mit subtilen und einfühlsamen Worten das Psychogramm einer Stadt, in der Eishockey nicht so wichtig ist – 'es ist einfach nur alles'. Da kreischen Mütter beim Spiel "Bist du schwul, oder was?!" Da führen Väter genau Buch über die Erfolge des Sohnes, können sich aber nicht überwinden, ihm mal anerkennend die Hand auf die Schulter zu legen. Und da passieren Dinge, wo ich das Buch erst einmal zur Seite legen musste, bis Blutdruck und Herzschlag wieder auf ein vertretbares Level gesunken waren. Hier wird so unglaublich viel angesprochen, Positives und Negatives. Nicht nur der Fanatismus, die absurd übersteigerte Leistungskultur, die Mauer des Schweigens, wenn etwas diese Leistungskultur bedroht... Ganz nebenbei geht es um Vorurteile und soziale Ausgrenzung, um moralische Prinzipien und deren Korruption – aber auch um Loyalität und Freundschaft und die Tatsache, dass beides seine Grenzen hat und haben muss. Obwohl das Buch nicht das war, was ich erwartet hatte: es ist ein großartiges Buch mit einer bewegenden Geschichte, und es ist wirklich gekonnt und einzigartig geschrieben. Die Geschehnisse sind mal herzerwärmend, mal schockierend, mal tragisch, mal lustig, aber was auch immer sie vermitteln: man muss mitfühlen, mitfiebern, mitleiden, mitlachen und kann sich nicht einfach berieseln lassen. Es ist ein Buch voller schwerer, ernsthafter Themen, aber der Schreibstil hat trotzdem immer eine gewisse Leichtigkeit, viel Wortwitz und einen feinen Humor. Der Autor hat ein wunderbares Gespür für das Zwischenmenschliche, und so wirken all seine Charaktere wie direkt aus dem Leben gegriffen. Man kann und muss nicht jeden davon mögen – aber wenigstens verstehen. Fredrik Backman ist kein Autor, der einem Pauschalurteile ermöglicht, und das ist auch gut so. Zusammenfassung und Fazit: Das Buch war nicht einmal annähernd das, was ich erwartet hatte: statt einer lustigen Geschichte über jugendliche Außenseiter, die ihre Kleinstadt ganz groß rausbringen, bekam ich eine Geschichte, die die volle Bandbreite der Emotionen abdeckt, inklusive der schlechten. Manchmal wollte ich das Buch gegen die Wand pfeffern oder aus dem Fenster schmeißen, bin aber froh, es nicht getan zu haben. Hier geht es nicht nur um Eishockey, aber Eishockey ist das, wofür diese kleine Stadt lebt und kämpft und betrügt und verrät... Die Menschen zeigen sich von ihrer besten und ihrer schlechtesten Seite, und schließlich passiert etwas, das sowohl das Gute als auch das Schlechte auf die Spitze treibt. Es gibt wunderbare Szenen, wo einem das Herz aufgeht, aber es werden ebenso ernste, traurige, schwierige Dinge angesprochen, die der Autor mit ruhiger Sorgfalt und tiefer Einsicht in das Gefühlsleben seiner Charaktere vor dem Leser ausbreitet. Dennoch liest sich das Buch unterhaltsam, oft sogar witzig – aber manchmal eben auch das genaue Gegenteil. Lohnen tut es sich aber in meinen Augen durchweg.
Am liebsten würde ich an dieser Stelle das ganze Buch nacherzählen, weil man nur dann nachvollziehen kann, was es so besonders macht. Es geht um Björnstadt, seine Bewohner, Eishockey und die Frage, auf welcher Seite man stehen will, wenn alles droht, in sich zusammenzustürzen. Entscheidet man sich für die Einwohner dieser Stadt oder für Eishockey? Ist der Sport wichtiger als das Leben eines jungen Menschen? Ich finde, dass das Buch unbedingt eine Triggerwarnung enthalten müsste, verstehe aber auch, dass diese einiges vorweg nehmen würde. Ich warne an dieser Stelle trotzdem: Das Buch thematisiert sexualisierte Gewalt. Lest dieses Buch unbedingt, wenn ihr gefühlvolle Geschichten mögt und bereit seid, euch das Herz brechen zu lassen. Wenn ich etwas kritisieren würde, dann, dass es mir am Anfang, und zum Teil auch später noch, zu viele Figuren waren. Es war ein bisschen schwierig durchzublicken, wer wer ist. Trotzdem hat Backman es geschafft, jeden einzelnen Charakter so in die Geschichte einzubinden, dass alles gepasst hat und niemand „zu viel“ war. Ein, zwei Figuren weniger wären auch okay gewesen; dennoch sind diese so vielfältig ausgearbeitet, dass sie eine riesige Bereicherung für die Geschichte sind. Ich fand es großartig, wie er Figuren, die einem von Anfang an sympathisch sind, plötzlich so hat handeln lassen, dass man als Leser*in unglaublich wütend und enttäuscht von deren Verhalten ist. So als würde man diese Leute persönlich kennen. Genauso wächst einem die ein oder andere unsympathische Figuren richtig ans Herz. Fredrik Backman schreibt so unglaublich gut und die Geschichte sowie die Persönlichkeiten der Figuren können einfach niemanden kalt lassen.
5⭐️
Ich kann nicht weniger als fünf Sterne geben. Der Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber sobald ich drin war mochte ich alles so so so gerne. Die Geschichte ist so nah am echten Leben, Emotionen so passend vermittelt, die Figuren so vielfältig, es hat mich richtig umgehauen. Ich habe viel geweint, viel mitgefiebert und viel mitgehofft. Trigger sollten auf jeden Fall beachtet werden, ich wusste vorher nicht, wie tragisch und ernst das Buch sein würde, und wurde davon überrascht. Eine ganz klare Empfehlung für alle, die keine Angst vor starken Empfindungen beim lesen haben.
Sehr gemischte Gefühle. Der Großteil des Buchs ist tatsächlich Einführung und die vielen Charaktere vorstellen und beschreiben. Es wurde irgendwann sehr langatmig und ich war oft davor abzubrechen. Ein Krampf. Nichtsdestotrotz denke ich, dass das letzte Viertel ohne das ganze bei weiten nicht so emotional und intensiv geworden wär. Für eine Fortsetzung reicht es für mich trotzdem nicht.
Inhalt Björnstadt ist nur eine kleine Stadt, die nicht viel zu bieten hat. Aber Björnstadt ist eine Eishockey-Stadt und ihr Juniorenteam spielt bald das Halbfinale. Sie haben viele junge Talente und glauben fest daran, dass sie gewinnen können. Ein Sieg würde der ganzen Stadt helfen und vermutlich neue Arbeitsplätze schaffen. Die Hoffnungen der gesamten Stadt liegen auf den Schultern dieser Jugendlichen, sie sind die Stars der Stadt Keiner hätte erwarten können, wie viel eine Nacht verändern kann ... Cover und Titel Ich finde das Cover wirklich gut. Blau- sowie Grün-töne und alles dazwischen mag ich sehr gerne und den Farbverlauf mag ich ebenfalls. Da der Himmel den größten Platz beansprucht, wirkt das Land und somit auch Björnstadt kleiner und dadurch irgendwie trauriger. Aber so, als wäre es ein friedlicher Ort mit netten Menschen. Ich finde, der Titel passt auch perfekt, weil es eben eine kleine Stadt mit großen Träumen ist, das kann wohl niemand bestreiten. Die weiße Schrift passt auch gut zum Rest des Covers. Und ich finde es toll, dass der Verweis zu "Ein Mann namens Ove" nicht draufgedruckt ist, sondern mit der Folie weg war :D Charaktere Dieses Buch hat wirklich viele Charaktere und alle haben eine Geschichte. Sie alle haben miteinander zu tun und sie spielen auch alle eine Rolle. Ich konnte mir die ganzen Namen erstaunlich gut merken, denn jeder Charakter wird dem Leser gründlich vorgestellt und wenn man ihre meist berührenden Geschichten kennt, dann kann man sie gar nicht mehr vergessen. Das fand ich großartig, wie einem einfach jeder gute Charakter ans Herz wächst und wie man ihre Handlungen und ihre Entwicklungen betrachten kann. Ich möchte mal auf meine Lieblinge eingehen, die mir auch als besonders wichtig erscheinen. Protagonisten Peter war ein Star in Björnstadt und wurde Eishockey Profi in Kanada. Nach einer Verletzung und schrecklichen Schicksalschlägen kehrte er mit seiner Familie zurück und wurde Sportdirektor. Er ist ein schüchterner Typ, der seine Frau Mira und seine Kinder Maya und Leo sehr liebt und alles für sie tun würde. Eishockey ist nach wie vor seine Leidenschaft und der Klub ist ihm wichtig. Er setzt sich für die Spieler ein und ist ein loyaler Typ. Mira ist nicht auf den Mund gefallen und ist von den beiden die Auffälligere. Sie ist nicht so Eishockeybegeistert wie ihr Mann, aber sie liebt ihn und lebt für ihn in Björnstadt, auch wenn ihr Job sie unterfordert. Sie sorgt sich um ihre Kinder und schützt die, die sie liebt, wie eine Löwin. Peter und Mira gehören zu meinen Lieblingscharakteren und daher musste ich auch ihre Kinder mögen. Benji ist der beste Freund von dem talentierten Kevin. Außerhalb vom Eis sind sie beste Freunde und auf dem Eis hält Benji Kevin den Rücken frei. Sie sind die besten Spieler im Team und eine Menge Druck lastet auf ihnen. Benji wirkt wie ein harter Kerl, der in den Mädchen den Wunsch weckt, ihn zu zähmen, aber im Inneren hat er einen weichen Kern. Amat ist jünger als die Junioren, doch er ist schnell, darum kommt er kurz vorm Halbfinale noch in die Mannschaft. Seine Mutter putzt in der Eishalle die Büros und Umkleideräume, sie kämpft mit starken Rückenschmerzen, aber sie muss für sich und für ihren Sohn weiterarbeiten. Sie möchte unbedingt, dass er seine Träume verwirklichen kann. Sie ist auch stolz und braucht nicht die Unterstützung anderer. Amat liebt seine Mutter und er spielt Eishockey um der Leidenschaft willen. Er möchte nur einmal so viel verdienen, dass seine Mutter nie wieder arbeiten muss. Handlung und Schreibstil Ich habe mich eigentlich nur für dieses Buch beworben, weil ich auf LovelyBooks ein Abzeichen bekommen wollte. Als ich gewonnen hatte, habe ich mich sogar geärgert, dass ich es nun lesen musste. Ich hätte dieses Buch nie von mir aus gelesen, daher bin ich sehr froh, dass mein Glück es gut mit mir gemeint hat. Denn ich bin absolut begeistert von dem Buch! Der Schreibstil gefiel mir gut, es gab immer wieder Sätze, die eine große Bedeutung haben und an manchen Sätzen hat der Autor festgehalten, sie an den richtigen Stellen wiederholt und dadurch einen roten Faden geschaffen. Daran konnte man auch erkennen, was in dieser Stadt von Bedeutung ist. Die Gefühle konnte ich meist nachvollziehen und durch Mut, Entschlossenheit und Stolz konnten mir die Bewohner der Stadt immer wieder Tränen in die Augen treiben.Also, das Buch hat mich wirklich berührt und konnte vermutlich alle Emotionen auslösen, die ausgelöst werden sollten! Ich war stolz, wenn eine Mutter stolz auf ihren Sohn war, ich war erzürnt, wenn die Bewohner den Sieg über das Wohl der Jugendlichen stellten und ich war begeistert, wenn die Jungen in ihrer Leidenschaft zueinander hielten. Es gab wunderbare Freundschaften und Familien, die durch dick und dünn gingen und alle Probleme gemeinsam bewältigen wollten, und ich liebte sie alle. Vorhersagen und Andeutungen auf zukünftige Geschehnisse haben mir nicht so gefallen. Die hätten von mir aus auch wegbleiben können, denn nun kenne ich ein paar Dinge aus der Zukunft, die aktuelle Dinge irgendwie verderben und so etwas finde ich oft sehr schade. Aber diese Dinge gehören auch zur Handlung und sind wohl wichtig. Das ist jedenfalls das Einzige, was ich an diesem Buch nicht mochte. Die Handlung ist an sich abgeschlossen, aber ich möchte die Fortsetzungen trotzdem lesen, wenn sie erscheinen, denn Björnstadt und ihre Bewohner, die nicht vom Sieg besessen sind, sind mir ans Herz gewachsen und ich bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht! Fazit "Kleine Stadt der großen Träume" hat mir entgegen aller Erwartungen sehr gut gefallen! Die Charaktere waren alle sehr authentisch und die meisten auch sehr sympathisch. E war eine Achterbahn der Gefühle und ich freue mich auf mehr aus Björnstadt!
Es geht nicht nur um Eishockey… Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich habe den zweiten Teil erhalten und wollte nicht starten ohne den ersten Teil zu kennen. Cover: Das eisige Cover finde ich cool. Man sieht direkt, dass es um ein nördlicheres Land bzw. Stadt geht. Inhalt: Als ihre Jugendmannschaft ins Halbfinale einzieht, setzt die Kleinstadt Björnstadt viel auf die Eishockey-Mannschaft. Der Einzug ins Finale könnte für die kleine Stadt einen großen Aufschwung bedeuten. Eigentlich stand die Stadt immer für Zusammenhalt und Gemeinschaft. Dies ändert sich jedoch in einer einzigen Nacht gravierend. Handlung und Thematik: Zu Beginn ist die Handlung sehr Eishockey-lastig. Das konnte man aus dem Klappentext nicht wirklich rauslesen. Da Eishockey alles andere als interessant für mich ist, fiel mir der Einstieg doch etwas schwerer. Dennoch war mir das kleine Städtchen bald sehr sympathisch. Es wirkte alles ein wenig wie in „Die Arena“ von Stephen King. Es plätscherte anfangs auch ein wenig dahin, dann nahm die Handlung plötzlich Fahrt auf. Ich wurde dann total mitgerissen und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Es ging plötzlich um Vertrauen, Zusammenhalt und darum, den Blick für das wirklich Wichtige nicht zu verlieren. Die Menschen verloren sich im Hype des Eishockeys und Verschlossen ihren Blick dafür, Straftaten zu erkennen und zu ahnden. Am Schluss will man eigentlich nur noch wissen, wie das ganze weitergeht. Charaktere: In diesem Buch kommen wahnsinnig viele Charaktere aus Björnstadt vor. Man erlebt die Geschichte aus super vielen Perspektiven. Die Schicksale und Handlungen sind eng miteinander verwoben, was der Autor super gut rübergebracht hat. Ich will eigentlich gar nicht auf einzelne Personen eingehen, da ich jeden für sich authentisch und gut fand. Es kommen einfach super viele Menschen mit verschiedenen Hintergründen vor, vom rücksichtlosen Geschäftsführer bis hin zur liebenden Mutter. Schreibstil: Fredrik Backman hat eine tolle Art, Personen und Situationen zu beschreiben. Er schafft es, dass man sich so fühlt, als wäre man mit dabei. Seine Charaktere sind sehr authentisch und die Perspektivenwechsel gelungen. Leider brauchte ich allerdings ein wenig, dies zu erkennen. Anfangs war die Story sehr langweilig für mich, da ich mich der Sport Eishockey absolut nicht interessiert. Als dann später die tiefgründigeren Themen wie Zusammenhalt, Verrat und eine zerstörte Gemeinschaftsdynamik ins Spiel kamen, war ich Feuer und Flamme. Ich kämpfte mit mehreren Emotionen und war begeistert, wie sehr es mich mitgerissen hat. Ich bin mir nicht sicher, ob er dies auch geschafft hätte, wenn der Anfang nicht der gewesen wäre, der er war. Persönliche Gesamtbewertung: Anfangs bereute ich es, das Buch angefangen zu haben, da mich Eishockey langweilt, aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Sehr bewegendes Buch! Eine vielfältige Stadt mit einer Erzählweise und Personenvielfalt wie ich sie bisher nur aus „Die Arena“ von Stephen King kannte.
5 Sterne. Etwas Besseres habe ich dieses Jahr nicht gelesen! In der kleinen schwedischen Stadt Björnstadt dreht sich alles um Eishockey. Viel mehr Spannendes gibt es dort ohnehin nicht. Alle Hoffnung ruht auf der Jugendmannschaft. Das Buch öffnet damit, dass später ein Teenager ein Gewehr auf einen anderen richten und abdrücken wird. Wie konnte es dazu kommen? - Inhaltswarnungen am Ende meiner Rezension - Nach dem ersten Abschnitt dachte ich, okay, das wird anregend für den Kopf. Die vielen Perspektiven haben mich erst auf Abstand gehalten. - Dann ging’s rund! WOW. Mit wenigen Pinselstrichen erschafft Fredrik Backman echte, komplizierte Figuren, die mich mehr oder weniger alle berührt haben. Teilweise habe ich über mehrere Seiten vor mich hin geflennt. - Thematisch geht es viel um angelerntes Verhalten und wie Zusammenhalt giftig werden kann. - Eishockey wird zwar miterzählt, aber die Szenen sind auch für Laien verständlich, passen bestens in den Erzählfluss und helfen dem Plot voran. - ungewöhnliche sprachliche Bilder für herkömmliche Dinge; wiederkehrende Sätze, die ihre Bedeutung verändern; Gänsehautformulierungen. - Inhaltswarnungen: sexuelle Gewalt, Victim Blaming, Homophobie
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
In Björnstadt halten die Menschen zusammen. Ihre Devise ist: hart arbeiten, nicht beschweren und dem Rest der Welt zeigen, woher wir kommen. Das Leben hier war noch nie leicht, aber nun steht die Zukunft auf dem Spiel. Alle Hoffnungen liegen auf den Schultern ein paar junger Leute. Da geschieht in einer eiskalten Nacht etwas, was kaum jemand glauben mag. Etwas, was für Björnstadt alles verändert. Frauen und Männer, Mädchen und Jungen, Familien und Nachbarn – jeder muss für sich entscheiden, auf welcher Seite er steht.
Ein hoch spannendes und zutiefst berührendes Buch, das die wichtigen Fragen unserer Zeit stellt: Wie können wir Liebe und Familie bewahren? Was bedeutet Heimat? Was hält uns zusammen? Wem können wir glauben? Und für wen würden wir lügen?
»Backmans Meisterwerk: gefühlvoll und zutiefst menschlich.« New York Journal of Books
Vom international gefeierten Bestseller-Autor aus Schweden, Fredrik Backman.
Book Information
Author Description
Fredrik Backman ist mit über 12 Millionen verkauften Büchern einer der erfolgreichsten Schriftsteller Schwedens. Sein erster Roman ›Ein Mann namens Ove‹ wurde zu einem internationalen Phänomen; die Verfilmung mit Rolf Lassgård war für zwei Oscars nominiert, ein Remake mit Tom Hanks ist in Planung. Auch Fredrik Backmans folgende Romane eroberten die obersten Ränge der Bestsellerlisten in Deutschland, Schweden, den USA und vielen anderen Ländern; sein Werk wird in 40 Sprachen übersetzt. Backmans Roman ›Britt-Marie war hier‹ wurde ebenfalls fürs Kino verfilmt. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Solna bei Stockholm.
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"Heute ist Samstag, und heute wird alles auf einmal passieren. Das Allerbeste und das Allerschlimmste."
Voran... man muss kein Eishockeyfan sein, ich bin es auch nicht, um dieses Buch zu mögen. Ich habe in meinem Leben ein einziges Spiel gesehen und konnte mich damals trotzdem von der Begeisterung meiner Begleitung anstecken lassen. Vielleicht ist es mit diesem Buch ähnlich. - Fredrik Backman schreibt sich mir mitten ins Herz. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Schon Ove, Britt-Marie, Oma und Elsa hat Backman mir tief ins Herz geschrieben. Seine Art zu schreiben treibt mir beim Lesen, nicht nur einmal, Tränen der Rührung und Ergriffenheit in die Augen. Dabei bin ich gar nicht so sonderlich nah am Wasser gebaut. Es ist diese Mischung aus zärtlich platzierten Wiederholungen, melancholischer Tiefe, demaskierender Ehrlichkeit und trotzdem stattfindendem Wortwitz, der mir irgendwie unter die Haut schleicht. Er hält wohl jedem/ jeder Lerser:in den Spiegel vor und so erkenne auch ich mich wieder, in der ein oder anderen Figur. Denn was bedeutet >Loyalität< für jeden Einzelnen? Ich empfinde seine Gesellschaftskritik jedoch nicht als anklagend, er lässt den Menschen etwas menschliches, auch in seinen tiefen Abgründen. Ich gebe meine klare Leseempfehlung, möchte aber auf den verarbeiteten Inhalt von >sexualisierter Gewalt< aufmerksam machen. Ich bin sehr gespannt, wie es in Björnstadt weitergeht und werde die Nachfolger definitiv lesen. Ich habe etliche Textpassagen für mich markiert, hier nur ein kleiner Auszug. "Überall sind Menschen, die gemeinsam mit Freunden aus Kindertagen, Klassenkameraden, Eltern, Geschwistern, Verwandten, oder Nachbarn auf dem Eis herumrutschen, hinfallen, lachen, jubeln und weinen. Wie lange wird sich die Stadt daran erinnern? Nicht besonders lange. Einfach für immer." "Wenn die Familie schon schläft, geht Mira noch einmal durchs Haus und zählt ihre Kinder. Miras Mutter hat dies mit ihren Kindern getan und Mira und ihre fünf Geschwister jede Nacht gezählt. Ihre Mutter sagte immer, dass sie sich nicht vorstellen könnte, es nicht zu tun, und fragte sich, wie man leben konnte, ohne jeden Augenblick fürchten zu müssen, sie zu verlieren. >Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs<, hörte Mira sie flüstern durchs Haus gehen, während jedes Kind mit geschlossenen Augen, behütet in seinem Bett lag und Beachtung und Bestätigung erfuhr. Das ist eine ihrer schönsten Kindheitserinnerungen." "Wie jeden Tag bricht auch heute ein neuer Morgen an. Die Zeit vergeht immer gleich schnell, wir empfinden es nur unterschiedlich. Jeden Tag vergeht ein ganzes Leben oder nur ein Herzschlag - je nachdem, mit wem wir diese Zeit verbringen." "Man hat nie wieder Freunde wie mit fünfzehn. Aber manchmal bekommt man sie zurück." " Es gibt wenige Begriffe innerhalb des Mannschaftssports, die schwieriger zu erklären sind als das wort >Loyalität<. Loyalität wird immer als positiver Charakterzug gewertet, weil viele der Auffassung sind, dass ausschließlich gutes Handeln auf Loyalität beruht. Das Problem ist nur, dass so viele schlimme Taten ebenfalls darauf beruhen."

Es fällt mir hier irgendwie nicht leicht das Buch zu bewerten. Ich fand letztendlich die Themen super, die behandelt wurden. Auch in der Geschichte gut umgesetzt. Am Anfang fand ich den Schreibstil gut. Konnte sogar ganz viel Schmunzeln. Aber dann war es doch irgendwie anstrengend. Die ganzen Perspektivwechsel innerhalb eines Kapitels. Ich mag Perspektivwechsel, aber nicht so häufig wie in diesem Buch. Das fiel mir manchmal schwer an den Charakteren dran zu bleiben. Es ist auch gerade zu Beginn des Buches ziemlich viel Eishockey. Habe mich manchmal gefragt, was es wohl am Ende überhaupt für eine Story wird. Das nahm dann aber nachher irgendwann mehr Fahrt auf. Es sind ziemlich viele Protagonisten, was es mir dann auch ein bisschen schwer gemacht hat, durchzublicken. Dennoch ist die Geschichte an sich gut und behandelt eben wichtige Themen, wie Frauenbilder, Sportpolitik, Vergewaltigung, Homosexualität.
Dieses Buch hat es mir anfangs nicht leicht gemacht. Viele Perspektivwechsel mit vielen Protagonisten. Die ersten 150 Seiten passiert trotzdem nicht sehr viel. Aber sobald die Sache passiert, die den Ort dann erschüttert, konnte ich das Buch nur noch schwer weglegen. Frederik Backman schreibt dann sehr gut über Wut, Machtlosigkeit, Vorverurteilung, Patriachat und Loyalität. Ich werde die Reihe auf alle Fälle weiterlesen.
Mehr als Eishockey: Eine Geschichte über Mut, Schuld und Menschlichkeit
Björnstadt ist ein leises, zugleich erschütterndes Buch über eine kleine schwedische Stadt, deren ganzes Selbstverständnis auf dem Eishockey ruht. Backman erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern viele: die der Spieler, der Eltern, der Trainer, der Kinder und einer Tat, die alles verändert. Was als Hoffnung auf sportlichen Erfolg beginnt, wird zu einer schonungslosen Auseinandersetzung mit Schuld, Loyalität, Schweigen und der Frage, auf wessen Seite man steht, wenn es unbequem wird. Besonders beeindruckend ist, wie nah man den Figuren kommt. Backman beschreibt Gedanken, Gefühle und innere Konflikte so feinfühlig, dass Schmerz, Hilflosigkeit und Verzweiflung fast körperlich spürbar werden. Nichts wirkt konstruiert oder wie ein dramatischer Zufall, im Gegenteil: Genau so passieren solche Dinge leider viel zu oft in der Realität. Björnstadt rüttelt auf, macht wütend, traurig und nachdenklich und bleibt noch lange im Kopf. Ein eindringlicher, emotionaler Roman, den man nicht einfach „wegliest“, sondern erlebt. Absolut empfehlenswert, auch (und gerade) für Jugendliche, weil er wichtige Themen offen, ehrlich und ohne einfache Antworten behandelt.
!! Großartig !! ⛸️🏑
Der 1. Satz des Buches: "An einem späten Abend Ende März nahm ein Teenager eine doppelläufige Schrotflinte in die Hand, ging damit geradewegs in den Wald, richtete die Waffe gegen die Stirn eines anderen Menschen und drückte ab." Und ich war drin: Willkommen in Björnstadt, einer Stadt mitten im skandinavischen Nirgendwo. Eine Stadt, die scheinbar vergessen wurde, die jetzt aber zeigen kann: hier sind wir! Denn die Juniorenmannschaft des Eishockeyteams steht im nationalen Halbfinale. Die Jugendlichen werden gepusht, es entwickelt sich eine Gruppendynamik und dann kommt es zu einem tragischen Ereignis. Nun liegt es an den Bewohnern der Stadt: Wer hält zu wem? Wer sagt die Wahrheit? Was ist richtig? Mir hat die ruhige Erzählweise sehr gefallen. Björnstadt und seine Einwohner gab es für mich wirklich, so real wurde alles beschrieben. Man geht zum Training, sitzt mit im Unterricht und überall liegt so eine leichte knisterne Spannung in der Luft und noch weiß man selbst nicht warum. Ich hatte mit einer ganz anderen fröhlichen Geschichte gerechnet. Das Buch hat so viele gesellschaftliche Themen angesprochen und ich glaub, es wird noch lange in mir nachwirken.
Also ich weiß nicht, ob sich mein Herz davon jemals wieder erholen kann … Ein grandioser Roman mit so einem wichtigen Thema, was mich sehr berührt hat und somit bei manchen üblen Szenen an den Rand der Verzweiflung gebracht hat 😭 Backman schreibt hier ganz wichtige Szenen über Rassismus, Outing, Loyalität, Mut und Freundschaft. Ich hatte ungelogen fast beim Lesen des ganzen Buches Tränen in den Augen. Zum Schreibstil braucht man nicht viel sagen: bei ihm könnte man jeden zweiten Satz zitieren. Ich bin fassungslos wie gut das war und habe nun richtig Angst vor dem zweiten Band wie es mit einigen Charakteren weitergeht. Ganz klare Leseempfehlung: über dieses Thema wird viel zu oft geschwiegen, Entschuldigungen werden gefunden … und letztendlich wird einfach nur weitergemacht … aber wie er alle Seiten auf seine einzigartige Weise beleuchtet ist einfach nur grandios. 🤧
5 Sterne. Und wenn ich könnte, würde ich noch mehr Sterne geben. Nur manchmal finde ich Bücher, die ich so liebe und die mich so bewege, dass ich zwischenzeitlich ihre Seiten streicheln muss. Das ist hier auch passiert. Kein Autor schafft es so ruhig so viele Emotionen weiterzugeben. Ich bin nachhaltig bewegt. Danke.
Wenn ich könnte würde ich 1.000 Sterne geben!
Was für ein Buch! Eine Geschichte, die für immer in meinen Herzen sein wird. Ein Jahreshighlight!! Das was der Autor geschaffen hat, ist so wunderbar und toll! LEST DIESES BUCH! Der Anfang ist sicherlich schwer, da viele Charaktere und Geschichten erzählt werden, die aber wichtig sind um alles zu verstehen. Dann geht es los und man wird so in diese Geschichte hineingezogen, dass man nicht aufhören kann. So viele wichtige Themen, wie Zusammenhalt, Loyalität, Freundschaft aber auch die Frage von Richtig oder Falsch oder besser gesagt von Gut und Böse ist einfach grandios! Selten, dass ich nach Ende eines Buches dachte, direkt den nächsten, aber so ist es! Ich liebe dieses Buch und Fredrik Backman für seine Art zu schreiben und Dinge wie Schmerz, Leid und Wut so zart auszudrücken. Einfach toll!
Wow, was ein Roman! Dass ich als Person ohne jegliches Interesse an Eishockey von Anfang an total im Buch versunken bin, spricht sehr für den Schreibstil des Autors. Durch die sehr kurzen Passagen, in denen die Sicht immer wieder zwischen den Figuren wechselt, kommt noch mehr Spannung auf. Durch die vielen Protagonist:innen bin ich allerdings nur durchgestiegen, weil ich mir eine Liste mit den Namen angefertigt habe, an der ich mich immer wieder orientieren musste. Allerdings hat mir wirklich eine Triggerwarnung zu Beginn gefehlt, da die Geschichte mir teilweise emotional zu schwer wurde und ich darauf nicht vorbereitet war.
Abbruch nach 140 Seiten
Ich habe es mit „Kleine Stadt der großen Träume“ von Fredrik Backman versucht, doch leider hat mich das Buch nicht so gefesselt, wie ich es mir erhofft hatte. Nach 140 Seiten habe ich mich entschieden, es abzubrechen, auch wenn ich damit sicherlich vielen das Herz breche. Björnstad ist eine kleine Stadt irgendwo im hohen Norden, umgeben von dichten Wäldern. Es ist eine typische Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und wo Eishockey das zentrale Thema ist, das die Menschen verbindet – oder auch entzweit. Die Handlung dreht sich stark um die Juniorenmannschaft, auf deren Schultern alle Träume und Hoffnungen der Stadt lasten. Die Beschreibungen von Backman sind bildhaft und stimmungsvoll, und man spürt, dass unter der Oberfläche etwas Großes und Bedrohliches brodelt. Eines der Merkmale dieses Romans ist die Vielzahl an Protagonisten. Backman führt uns in die Leben der Bewohner von Björnstad ein – ob jung oder alt, alle sind irgendwie durch den Eishockeysport miteinander verbunden. Diese Vielzahl an Figuren machte es mir jedoch schwer, einen festen Bezugspunkt in der Geschichte zu finden. Es schien, als würde ständig eine neue Perspektive eingeführt, was den Erzählfluss für mich stark verlangsamt hat. Vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, da ich so viel Gutes über diese Reihe gehört habe. Der schöne Schreibstil von Backman konnte mich zwar begeistern, aber dennoch konnte mich die Geschichte selbst nicht packen. Besonders die ersten 140 Seiten ziehen sich sehr, und obwohl es Andeutungen auf ein bevorstehendes, großes Ereignis gibt, fehlte mir die Spannung, um weiterzulesen. Es war einfach zu viel Aufbau, zu viele Hinweise auf das, was noch kommen soll, ohne dass tatsächlich etwas Entscheidendes passiert. Die Erzählung war mir zu langatmig, und die Einführung der vielen Charaktere ermüdete mich, anstatt mich zu fesseln. Vielleicht entwickelt sich die Geschichte nach dem Viertelfinalspiel der Juniorenmannschaft in ein packenderes Drama, aber da ich nach 140 Seiten noch immer nicht richtig in die Handlung hineingefunden hatte, entschied ich mich, das Buch abzubrechen, bevor es mich in eine Leseflaute zieht. Schade, denn das Potenzial war definitiv vorhanden.
„Es sind nur ein paar vereinzelte Augenblicke. Das ist alles. Aber was macht das Leben sonst aus?“ 🥹✨😭💙
Ich lese nie Klappentexte oder Inhaltsangaben, deshalb war ich zuerst enttäuscht, als ich gemerkt habe, dass es um Eishockey geht. Eigentlich interessiert mich das gar nicht. Aber der Schreibstil hat mich total reingezogen. Klar, direkt, aber trotzdem irgendwie poetisch. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt die Geschichte spannend und lebendig. Was mich am meisten überrascht hat: Wie sehr mich das Buch berührt hat. Ich war wütend, traurig, habe mitgefühlt und oft nur den Kopf geschüttelt, weil mich alles so mitgenommen hat. Es geht um Schuld, Freundschaft, Loyalität und Verrat. Ich hab das Buch verschlungen und freue mich jetzt schon auf die nächsten Teile.
"Kleine Stadt der großen Träume" ist ein fesselnder Roman, der die tiefen, oft schmerzhaften Realitäten einer kleinen Stadt in den Fokus rückt, die von einem Verbrechen erschüttert wird. Fredrik Backman gelingt es meisterhaft, die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen und die Dynamik innerhalb der Gemeinschaft darzustellen. Während das Buch durch die langsame Erzählweise jedoch manchmal schwerfällig wirken kann und dies die Spannung hin und wieder dämpft, macht die emotionale Tiefe und das unerschütterliche Engagement für die Charakterentwicklung es zu einem lohnenden Leseerlebnis. Die Charaktere sind außerdem gut ausgearbeitet und die Themen relevant und zeitgemäß. Besonders beeindruckend ist Backmans Fähigkeit, die menschlichen Schwächen und Stärken gleichermaßen zu beleuchten. Das Buch regt zum Nachdenken an und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Der Mann kann schreiben!
Worum geht's? Björnstadt ist eine Stadt mitten in den Wäldern - und hier dreht sich alles, wirklich alles, um Eishockey. Die Junioren stehen kurz vor einem großen Finalspiel, als plötzlich alles anders ist. Selten hat es mir ein Buch so schwer gemacht. Die ersten 150 Seiten waren echt Arbeit. Wir lernen gefühlt jeden Einwohner Björnstadts kennen, und ganz ehrlich: ich fand eigentlich keinen einzigen sympathisch. Einzig Backmans Schreibstil, den ich sehr besonders finde, hielt mich bei der Stange. Ab Seite 150 nimmt die Geschichte allerdings Fahrt auf und bald war ich auch gefühlsmäßig voll dabei. Mit der minutiösen Schilderung der Ereignisse beleuchtet Backman die Strukturen einer Kleinstadt ebenso wie den Mut einzelner Personen, die über sich hinauswachsen. Von meiner anfänglichen 2-Sterne-Skepsis bin ich tatsächlich weit abgekommen. Fazit: manchmal lohnt es sich, durchzuhalten!
Ein besonderes Buch. Eines, das ich kaum aus der Hand legen konnte (und das ich mir deswegen zusätzlich als Hörbuch angeschafft habe um auch weiterlesen zu können, wenn ich gerade die Hände nicht frei hatte), ohne dass ich sagen könnte WARUM genau das Buch so einen seltsamen Sog auf mich ausgeübt hat. Ich nehme an, dass es einerseits die Thematik war - eine Straftat in einer Kleinstadt mitten im verschneiten Niemandsland, ein Eishockeyteam, das für das Ansehen und die Wirtschaft des Ortes von existentieller Bedeutung ist und vielen verschiedene Personen, mit ganz unterschiedlichen Rollen und Charakterzügen, die allesamt mehr oder weniger mit dem Fall verbunden sind. Und andererseits der besondere Stil des Buches. Der Autor wählt nicht nur eine oder zwei Figuren, aus deren Sicht er das geschehen schildert, sondern sehr sehr viele. Und jede Figur bekommt den Raum, der angemessen ist. So werden unendlich viele verschiedene Facetten des Lebens, der Figuren und des Ortes beleuchtet und trotz des ruhigen Sprachstils und des gemessenen Tempos in dem erzählt wird, wird das Buch nicht langweilig. Das Ende hat mich trotz seiner trügerischen Ruhe richtig in Atem gehalten. Ich nehme an, dass das Buch nicht für jeden Leser ein Highlight wäre. Man muss ein ruhiges Erzähltempo und die vielen Sprünge zwischen den Erzählebenen schon mögen um das Buch genießen zu können. Allerdings muss man kein Fan von Sport oder Eishockey sein um zu spüren, wie gewaltig diese Geschichte wirken kann. Definitiv zu empfehlen.

BÄHM!!!! Mitten in mein Herz ❤! Nachdem ich ein anderes Buch des Autoren nur okay fand, hat dieses voll auf die 12 getroffen. Dieses Buch hatte von allem genug und die richtige Dosis, um mich zu begeistern. Spannende, nachvollziehbare Protagonisten, einen richtig tollen Plot und ein außergewöhnliches Setting. Ich freue mich schon auf Teil 2
Ein Lesehighlight!!!!!!! Ich habe rein gar nichts an der Leistung des Schriftstellers auszusetzen. Die Charaktere sind alle unheimlich fein und tiefgründig gezeichnet wurden. Es geht um Loyalität, Gemeinschaft, Mut, Stärke, Machtstrukturen, Moral, Zusammenhalt, Familie und Freundschaft und sooooo soooooo viel mehr. Der 2. Teil für mich persönlich ein MUSS!!!!! Habe das Buch in einer kleinen Leserunde ( zu zweit) gelesen und es tat so gut, über das Gelesene zu reflektieren und sich auszutauschen. Sorry Christina für die wahnsinnig langen WhatsApp- Sprachnachrichten
Die Geschichte fängt sehr harmonisch und leicht an. Eine Eishockey-Verrückte Kleinstadt mit ihren Einwohnern wird vorgestellt und ich wusste lange nicht, wohin die Story mich führen wird. Doch dann passiert etwas schlimmes und die Geschichte nimmt eine krasse Wendung. Dieses Buch ist so, so wichtig, weil es ein sehr passendes Bild unserer Gesellschaft zeigt. Ich liebe die menschlichen Protagonisten. Die Story ist grandios. Ein perfektes Buch mit ernstem Hintergrund.
Björnstadt ist eine Eishockeystadt und sie ist sehr klein und liegt mitten im Nirgendwo in Schweden. Das Leben in Björnstadt dreht sich nur um Eishockey, Eishockey, Eishockey. Ok soweit hört sich der Inhalt des Buches jetzt nicht so prickelnd an, aber das täuscht. Eishockey ist zwar der Aufhänger, aber in Wirklichkeit geht es nicht um Eishockey. Fredrik Backman hat mit Björnstadt ein Buch geschrieben, dass ich gar nicht wirklich mit Worten greifbar machen kann. Es ist einfach so unglaublich gut und so unglaublich gefühlsgeladen. Es ist schwierig eine Hauptperson zu nennen. Ein weiterer Grund, warum das Buch so einmalig ist, ist, weil alle Bewohner der Stadt wichtige Handlungspersonen sind. Die Anzahl der Protagonisten lässt sich nicht mit zwei Händen abzählen und dennoch macht es das Handlungsgeschehen nicht kompliziert. Es werden viele verschiedene gesellschaftliche Themen angesprochen und verkörpert: es gibt Familien aus armen und reichen Verhältnissen, häusliche Gewalt, Migrationshintergrund, Homosexualität, Homophobie, Verlust eines Kindes, Alleinerziehende Eltern, Alkohlabhängigheit, Vernachlässigung, Gruppenzwang etc. "Es ist nicht schwer, zu kämpfen. Und dennoch ist es mitunter das Schwerste, was es gibt. Abhängig davon, auf welcher Seite der Haut es geschieht." TW: Mobbing, Suizid, Tod, sexueller Missbrauch, Victim-Blaming Das Buch hat einige Stellen, die ich emotional schwer zu ertragen fand. Aber genau dadurch macht es die Thematik so real. Und sie ist auch real, sie ist alltäglich. Bei knapp 300 der 500 Seiten habe ich nach jeden Kapitel ein kleines "Uff" oder "Oh mein Gott" ausstoßen müssen. Manchmal hatte ich Freudentränen in den Augen, manchmal Tränen voller Traurigkeit und Mitgefühl. Manchmal habe ich freudig applaudiert. Manchmal wäre ich auch gerne ins Buch gesprungen und hätte den ein oder anderen gerne geohrfeigt oder angeschrien. Das Buch hat mich echt zerrissen. Ganz unabhängig davon wie gut ich persönlich das Buch fand, sollte es jeder mal gelesen haben. Denn der Inhalt des Buches ist so so wichtig. (Aber mehr kann ich darüber nicht sagen, da ich sonst alles spoiler)
Eigentlich kann man nur eins machen so weit draußen am Arsch der Welt in Björnstadt, wo die Wintermonate länger sind als der Sommer, Eishockey spielen. Und darauf begründet sich auch der ganze Stolz der Stadt, die aufstrebende Jugendmannschaft. Sie sollen dem kleinen Städtchen wieder den Glanz alter Tage verleihen, denn wenn sie gewinnen, kann ein Leistungszentrum erbaut werden, Investoren kommen zurück und neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Aber dann wird der strahlende Star der Eishockeymannschaft verhaftet, weil er auf einer Party die Tochter des Sportdirektors vergewaltigt hat. Es beginnt eine Hexenjagd, aber nicht gegen den Täter sondern gegen das Opfer, denn ihr Geständnis kostete die Stadt den Sieg und damit ihre Zukunft. Es hat lange gedauert, ehe ich mich mit dem Thema Eishockey und damit dem Buch anfreunden konnte, denn am Anfang geht es um nichts anderes. Zumal ich kein wirklicher Wintersportfan bin. Aber dann irgendwann gingen mir die Bewohner Björnstadts unter die Haut. Alle mit ihren kleinen und großen Sorgen und Nöten, die irgendwie in diesem Sport verwurzelt sind. Die einen träumen davon, dieses Kaff endlich zu verlassen, die anderen wiederrum ihm seine alte Bedeutung wieder zu geben. Der Autor fasst so viele soziale heiße Themen an und verpackt sie in Einzelschicksalen und das verbindende Element ist Eishockey, so dass letztendlich eine runde Geschichte daraus wird, die mich tief berührt hat. Der Einwandererjunge, der sich über den Sport integriert, die Diskriminierung von Mädchen, die gern auch aktiv spielen würden, aber eher die Bewunderinnen mimen, die Vergewaltigung, in der das Opfer stigmatisiert wird, weil es nicht ins Weltbild passt, dem Star die Schuld zu geben, aber auch Vernachlässigung und Leistungsdruck, um nur einige zu nennen. Manchmal konnte ich nicht schnell genug umblättern, um zu wissen wie es weiterging und dann wieder wollte ich dass dieses Buch nie endet. Ein anderes Mal blieb mir die Luft vor Empörung über das Verhalten der Leute weg, und dann wieder schossen mir Tränen in die Augen, weil ich so viel Mitleid hatte. Meine Lieblingsfigur war Benji, der früh seinen Vater verlor und von seinen drei Schwestern und seiner Mutter großgezogen wird. Er kämpft auch noch mit einem gebrochenen Knöchel wie ein Berserker um den Sieg und doch hat er eine sanfte Seite, die niemand vermutet und ein dunkles Geheimnis, das hoffentlich nie in diesem Männerdominierten Sport ans Tageslicht kommt. Eine einzige Geschichte die so viele Emotionen hervorrufen kann, kommt nicht oft vor und dieses Buch, macht für mich Herrn Backmann zu einem wirklich großartigen Autor. Ich hoffe er schreibt noch viele solcher Bücher, denn die Welt braucht einfach mehr davon. Literatur die unterhält und dabei den Blickwinkel verändert.
Leider wieder kein guter Griff Die Grundidee ist nicht schlecht, die Umsetzung dafür umso mehr Sprache und Stil haben mir überhaupt nicht gefallen Dauernde Wiederholungen, die die Bedeutung von Dingen betonen sollen, aber irgendwann nur noch nerven und die wenigen Wiederholungen, die wirklich sinnvoll und gehaltvoll wären, total untergehen lassen Teilweise unglaublich klischeehafte Figuren nach einem einfachen 0815 Strickmuster Immer wieder kitschige Kalenderweisheiten und Mottos, die an Glückskekssprüche erinnern und viel zu oft einfache Küchenpsychologie ohne echte Tiefe Man merkt, das Buch hat mir nicht besonders gut gefallen
Es gibt immer irgendwann einen Punkt im Leben, an dem man sich entscheiden muss auf wessen Seite man sich stellt und ob man der Mensch ist, der man sein will. Dieses Buch handelt von diesen Entscheidungen. Ich muss zugeben das mich dieses Buch regelrecht überrollt hat. Ich hätte nicht gedacht, das es mich so erwischen würde. Es gibt Themen die mir persönlich sehr am Herzen liegen und gerade dann bin ich besonders kritisch.* Ich finde das Backman mit so vielem sehr einfühlsam umgegangen ist. Gleichzeitig gelingt es ihm auch, realistische Figuren zu zeichnen. Es ist an vielen Stellen dadurch keine ganz einfache Lektüre für mich gewesen, weil ich sehr wütend wurde. Auch weil mir klar ist, das es gerade auch im Sport immer wieder genau solche Ereignisse gibt. Die Menschen in Björnstadt könnten in jeder Nachbarschaft wohnen, ihre Reaktionen und auch weshalb sich Menschen für die ein oder andere Seite entscheiden waren extrem realistisch. Vielen davon geht es um die eigene Stellung, die eigene Position innerhalb dieses Geflechts, das sich rund um den Eishockeysport gesponnen hat. Wie sich einzelne Figuren darin positionieren, zeigt sehr genau auf, das die Einschätzung von Wahrheit und Gerechtigkeit allzu oft an den Menschen hängt, die davon profitieren, wenn sie selbst diese so auslegen, wie es ihnen selbst am besten von Nutzen ist. Das eigene Moralempfinden wird davon all zu oft überlagert und plötzlich ist man sehr schnell dabei, sich der Meinung anzuschließen, die einem selbst am wenigsten weh tut. Unabhängig davon, ob die Person die diese Meinung vertritt die Wahrheit sagt oder nicht. Einige der Figuren haben mich dabei sehr beeindruckt, vor allem weil sie beschließen für andere einzustehen und sie nicht im Stich zu lassen. Und sogar ihre Freundschaften hinterfragen, selbst wenn es bedeutet das der beste Freund keiner mehr ist. Andere haben mich mit am Ende ziemlich enttäuscht, auch weil sie mir im Grunde sympathisch erschienen waren. Aber auch das ist Teil der Realität. Menschen die man mochte, können einen enttäuschen. Das heißt nicht automatisch das sie zutiefst schlechte Menschen wären, das bedeutet oft einfach, das sie Entscheidungen treffen, die man selbst nicht mittragen kann. Was mich an diesem Roman aber am meisten beeindruckt hat, ist das ich mich trotz der harten Thematik oft extrem wohl mit der Lektüre gefühlt habe. Man kann tief in die Handlung eintauchen, ich war im Grunde in Björnstadt und vieles hat mich so berührt, das ich mich heute Nachmittag lange beruhigen musste, weil ich immer noch so wütend war. Trotzdem gibt es Menschen die Haltung zeigen und das hinterlässt dieses hoffnungsvolle Gefühl, dass das Buch trotz allem so positiv macht. Für mich definitiv ein Highlight!
Eine kleine Stadt in Schweden namens Björnstadt. Die Stadt der Bären. In dieser Stadt dreht sich alles um Hockey und die Bewohner setzen ihre ganzen Hoffnung in den Sport der 17 Jährigen, sodass die Stadt bekannter wird und dadurch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Sieg der Juniorenmannschaft könnte dafür sorgen, dass weniger junge Menschen wegziehen. Jedoch geschieht etwas in dieser Gemeinde, was alles verändern wird und wo sich die Bewohner entscheiden müssen auf welcher Seite sie stehen. Ich hatte einen sehr schwierigen Einstieg mit diesem Buch und war schon super genervt. Ich hatte sogar überlegt dieses Buch abzubrechen, da ich einfach nicht rein gekommen bin und die Thematik Club bzw. Sportverein und Hockey mir nicht wirklich zusagen. Glücklicherweise habe ich weitergelesen und es geht um so viel mehr als Eishockey. Es geht um Loyalität, Mut, Feigheit, Einsamkeit, Teamgeist etc. Mich hat diese Geschichte mit ihren verschiedenen Facetten so berührt, dass ich sogar angefangen habe zu weinen. Die Geschichte konnte mein Herz erreichen und es auch berühren. Definitiv eine Leseempfehlung meinerseits!
“Never trust people who don't have something in their lives that they love beyond all reason.” My first buddy read, yay :D It was a pleasure to discover this novel with you, Darcey !! <3 Well, I never thought I'd enjoy a story about ice hockey that much. In which 'enjoy' is a relative term. This novel broke my goddamn heart. Thanks for that, Backman. :D This man doesn't hesitate to euphemize reality. His characters aren't purely good or evil, they all have good character traits and flaws. They make both, right and wrong decisions. But that's what makes them show up human. They are more reachable for the readers. I admire that in Backman's novel. Reading this was just barnstorming. And one of the main topics (I won't spoiler here, no worries) came out of nowhere for me. I wasn't expecting that at all. And it was so hard to read about it. But it was so important. I am very glad that I was able to share all my thoughts with Darcey, and getting hers as well. I couldn't have wished for a better reading experience. Thank you, love <3 To those who have this book on their TBR-pile: read this book. NOW!
Wow was für ein Buch. Zu Beginn hat man keine Ahnung, wo die Reise hingeht. Ein Buch über Eishockey? Okay, ich mag Eishockey. Aber wer das nicht mag, wird enttäuscht sein, da das nirgendwo vorher erwähnt wird. Aber man sollte unbedingt dran bleiben, Eishockey ist hier nur der Aufhänger. Ab ca. der Häfte des Buches ändert sich alles... Der Schreibstil und die Sprache von Backman gefällt mir richtig richtig gut. Bin von nun an Backman-Fan! Dieses Buch ist etwas witzig, sehr emotional, und mega aufwühlend
Ein extrem überraschendes Jahreshighlight! Ich habe das Hörbuch aufgrund einer Empfehlung gekauft, aber gezweifelt, ob es mir wirklich gefällt, da ich mit Eishockey so gar nichts anfangen kann. Was für ein Irrtum! Ich habe mich in Björnstad richtig wohlgefühlt und hatte nach kurzer Zeit schon den Eindruck, ich kenne die Bewohner schon lange. Ein Buch über Freundschaft, Loyalität innerhalb eines Sportvereins, das richtige Handeln nach einem schlimmen Ereignis und wie Personen an diesem traumatischen Erlebnis daran wachsen. Das Buch braucht eine Inhaltswarnung! Allerdings möchte ich hier ungern spoilern. Bitte daher vorher im Internet über das Erlebnis, dass im Buch geschildert wird informieren, wenn ihr das Buch lesen wollt! Trotzdem für mich ein herausragend gutes Buch, was auch wichtige Themen wie Rassismus und Homophobie anspricht! Auch der Sprecher Heikko Deutschmann hat mir sehr gut gefallen! Ich werde auf jeden Fall Teil 2 auch hören!
Björnstadt, ein fast vergessener Ort in Schweden, der einzig und allein durch seine Liebe zum Eishockey stattfindet. Die Junioren Mannschaft kämpft um einen Titel. Angespornt vom Ehrgeiz der Erwachsenen, der sich auf ihre noch jugendlichen Seelen überträgt, kämpfen Sie, in nahezu brutaler Gemeinschaft, für das Erreichen ihres Ziels. Und der ganze Ort macht mit! Die Liebe zum Sport wirkt sich nicht gerade positiv auf die Charaktere im Buch aus. Dann entscheidet sich eine Figur zu einer ungeheuerlichen Tat. Danach ist nichts mehr wie vorher. Wie in einem Kaleidoskop tragen die Mitbürger dieser kleinen Stadt in Form von Schweigen, Blut, Angst, Schweiß, Tränen, Sorgen und Stolz sowie großer Schuld dazu bei, dass Unglück auf einzelne Protagonisten - in der Summe aber auf den ganzen Ort- nieder schneit. Dieses Buch ist auch ein Ringen zwischen Jung und Alt, die parallel dazu im Gleichschritt übers Eis gleiten. Hört sich widersprüchlich an? Ist es aber nicht! Die ganze Zeit hatte ich ein ungutes Gefühl beim Lesen. Wen wundert‘s, fängt es doch schon mit einem prophetischen Satz an, der einen nichts Gutes ahnen lässt. Ab der Mitte des Buches war es dann so spannend, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Ein richtig guter Page Turner. Wer so wie ich, mit Eishockey nichts zu tun hat (oder generell Sport nicht so toll findet) ist hier trotzdem gut aufgehoben. Der ganz besondere Singsang von Frederik Backman ließ mir die Grausamkeiten in diesem Buch bis weilen poetisch erscheinen. Manche Wiederholung ging mir mit der Zeit auf die Nerven, auch dass sich in diesem Buch ständig erbrochen wird ist überflüssig. Das sind aber nur kleine Minuspunkte. Ein absolut tolles und empfehlenswertes Buch!
Ein Meisterwerk des Storytelling
Ich glaube ich habe selten so emotional auf ein Buch reagiert. Ich würde bei dem Buch aufjeden Fall empfehlen die Triggerwarnungen auszuchecken, wenn es Inhalte gibt, über die Ihr nicht lesen wollt. Backman behandelt sehr viele, sehr sensibele Themen in diesem Buch. Er schreckt vor nichts zurück, verschönigt nichts, erzählt aber dennoch mit sehr viel Sensibilität und Menschlichkeit.
Ich brauche wohl noch eine ganze Weile, um dieses Buch zu verdauen. So ganz anders als die anderen Backmans. Ich konnte es nur in kleinen Stücken lesen. Es ist traurig, melancholisch, zeigt Abgründe auf, aber gleichzeitig ist es so wahr, so tief menschlich, so normal. Gesellschaftskritisch, ohne direkt anzuklagen.
Dies war mein erstes Buch des Autors. Aber nach dem, was ich zuvor über seine Bücher gehört hatte, und nach dem, was der Klappentext suggeriert, habe ich eine heitere, aufbauende Geschichte erwartet, in der kleine Außenseiter zu ganz großen Helden werden. Ein Wohlfühlbuch, das man mit einem Lächeln zuklappt und vielleicht seiner Mutter zum nächsten Geburtstag schenkt. Bekommen habe ich stattdessen eine dramatische, aufwühlende Geschichte, in der sich in einer kleinen Stadt ganz große Abgründe auftun. Die Menschen von Björnstadt projizieren all ihre Hoffnungen und Leidenschaft auf die Junioren-Eishockeymannschaft, und das grenzt nicht nur an Fanatismus, das hat schon lange das Land des gesunden Menschenverstandes verlassen. Der Sport bewirkt viel Gutes im Leben der Kinder, denn er gibt ihnen Ziele, ein Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit, Träume und Zukunftsperspektiven. Aber der Leser lernt auch die Schattenseiten kennen: Eltern nehmen in Kauf, dass ihre Kinder beim Training verletzt und gedemütigt werden. Sponsoren sehen diese sogar nur als Produkte, die ihnen Geld bringen sollen. Und den Jugendlichen selber wird suggeriert, dass das Eishockey sie zu Helden macht, denen eine Sonderbehandlung zusteht und die sich alles erlauben können. Jedenfalls den Jungen, denn von den Mädchen wird zwar erwartet, dass sie Eishockey lieben, aber bitte nur in der Rolle des anhimmelnden Fans – das jedoch nicht zu sehr, sonst sind sie [ hier denke man sich bitte ein negativ besetztes Wort für ein Mädchen, das angeblich "leicht zu haben" ist ]. Backman zeichnet mit subtilen und einfühlsamen Worten das Psychogramm einer Stadt, in der Eishockey nicht so wichtig ist – 'es ist einfach nur alles'. Da kreischen Mütter beim Spiel "Bist du schwul, oder was?!" Da führen Väter genau Buch über die Erfolge des Sohnes, können sich aber nicht überwinden, ihm mal anerkennend die Hand auf die Schulter zu legen. Und da passieren Dinge, wo ich das Buch erst einmal zur Seite legen musste, bis Blutdruck und Herzschlag wieder auf ein vertretbares Level gesunken waren. Hier wird so unglaublich viel angesprochen, Positives und Negatives. Nicht nur der Fanatismus, die absurd übersteigerte Leistungskultur, die Mauer des Schweigens, wenn etwas diese Leistungskultur bedroht... Ganz nebenbei geht es um Vorurteile und soziale Ausgrenzung, um moralische Prinzipien und deren Korruption – aber auch um Loyalität und Freundschaft und die Tatsache, dass beides seine Grenzen hat und haben muss. Obwohl das Buch nicht das war, was ich erwartet hatte: es ist ein großartiges Buch mit einer bewegenden Geschichte, und es ist wirklich gekonnt und einzigartig geschrieben. Die Geschehnisse sind mal herzerwärmend, mal schockierend, mal tragisch, mal lustig, aber was auch immer sie vermitteln: man muss mitfühlen, mitfiebern, mitleiden, mitlachen und kann sich nicht einfach berieseln lassen. Es ist ein Buch voller schwerer, ernsthafter Themen, aber der Schreibstil hat trotzdem immer eine gewisse Leichtigkeit, viel Wortwitz und einen feinen Humor. Der Autor hat ein wunderbares Gespür für das Zwischenmenschliche, und so wirken all seine Charaktere wie direkt aus dem Leben gegriffen. Man kann und muss nicht jeden davon mögen – aber wenigstens verstehen. Fredrik Backman ist kein Autor, der einem Pauschalurteile ermöglicht, und das ist auch gut so. Zusammenfassung und Fazit: Das Buch war nicht einmal annähernd das, was ich erwartet hatte: statt einer lustigen Geschichte über jugendliche Außenseiter, die ihre Kleinstadt ganz groß rausbringen, bekam ich eine Geschichte, die die volle Bandbreite der Emotionen abdeckt, inklusive der schlechten. Manchmal wollte ich das Buch gegen die Wand pfeffern oder aus dem Fenster schmeißen, bin aber froh, es nicht getan zu haben. Hier geht es nicht nur um Eishockey, aber Eishockey ist das, wofür diese kleine Stadt lebt und kämpft und betrügt und verrät... Die Menschen zeigen sich von ihrer besten und ihrer schlechtesten Seite, und schließlich passiert etwas, das sowohl das Gute als auch das Schlechte auf die Spitze treibt. Es gibt wunderbare Szenen, wo einem das Herz aufgeht, aber es werden ebenso ernste, traurige, schwierige Dinge angesprochen, die der Autor mit ruhiger Sorgfalt und tiefer Einsicht in das Gefühlsleben seiner Charaktere vor dem Leser ausbreitet. Dennoch liest sich das Buch unterhaltsam, oft sogar witzig – aber manchmal eben auch das genaue Gegenteil. Lohnen tut es sich aber in meinen Augen durchweg.
Am liebsten würde ich an dieser Stelle das ganze Buch nacherzählen, weil man nur dann nachvollziehen kann, was es so besonders macht. Es geht um Björnstadt, seine Bewohner, Eishockey und die Frage, auf welcher Seite man stehen will, wenn alles droht, in sich zusammenzustürzen. Entscheidet man sich für die Einwohner dieser Stadt oder für Eishockey? Ist der Sport wichtiger als das Leben eines jungen Menschen? Ich finde, dass das Buch unbedingt eine Triggerwarnung enthalten müsste, verstehe aber auch, dass diese einiges vorweg nehmen würde. Ich warne an dieser Stelle trotzdem: Das Buch thematisiert sexualisierte Gewalt. Lest dieses Buch unbedingt, wenn ihr gefühlvolle Geschichten mögt und bereit seid, euch das Herz brechen zu lassen. Wenn ich etwas kritisieren würde, dann, dass es mir am Anfang, und zum Teil auch später noch, zu viele Figuren waren. Es war ein bisschen schwierig durchzublicken, wer wer ist. Trotzdem hat Backman es geschafft, jeden einzelnen Charakter so in die Geschichte einzubinden, dass alles gepasst hat und niemand „zu viel“ war. Ein, zwei Figuren weniger wären auch okay gewesen; dennoch sind diese so vielfältig ausgearbeitet, dass sie eine riesige Bereicherung für die Geschichte sind. Ich fand es großartig, wie er Figuren, die einem von Anfang an sympathisch sind, plötzlich so hat handeln lassen, dass man als Leser*in unglaublich wütend und enttäuscht von deren Verhalten ist. So als würde man diese Leute persönlich kennen. Genauso wächst einem die ein oder andere unsympathische Figuren richtig ans Herz. Fredrik Backman schreibt so unglaublich gut und die Geschichte sowie die Persönlichkeiten der Figuren können einfach niemanden kalt lassen.
5⭐️
Ich kann nicht weniger als fünf Sterne geben. Der Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber sobald ich drin war mochte ich alles so so so gerne. Die Geschichte ist so nah am echten Leben, Emotionen so passend vermittelt, die Figuren so vielfältig, es hat mich richtig umgehauen. Ich habe viel geweint, viel mitgefiebert und viel mitgehofft. Trigger sollten auf jeden Fall beachtet werden, ich wusste vorher nicht, wie tragisch und ernst das Buch sein würde, und wurde davon überrascht. Eine ganz klare Empfehlung für alle, die keine Angst vor starken Empfindungen beim lesen haben.
Sehr gemischte Gefühle. Der Großteil des Buchs ist tatsächlich Einführung und die vielen Charaktere vorstellen und beschreiben. Es wurde irgendwann sehr langatmig und ich war oft davor abzubrechen. Ein Krampf. Nichtsdestotrotz denke ich, dass das letzte Viertel ohne das ganze bei weiten nicht so emotional und intensiv geworden wär. Für eine Fortsetzung reicht es für mich trotzdem nicht.
Inhalt Björnstadt ist nur eine kleine Stadt, die nicht viel zu bieten hat. Aber Björnstadt ist eine Eishockey-Stadt und ihr Juniorenteam spielt bald das Halbfinale. Sie haben viele junge Talente und glauben fest daran, dass sie gewinnen können. Ein Sieg würde der ganzen Stadt helfen und vermutlich neue Arbeitsplätze schaffen. Die Hoffnungen der gesamten Stadt liegen auf den Schultern dieser Jugendlichen, sie sind die Stars der Stadt Keiner hätte erwarten können, wie viel eine Nacht verändern kann ... Cover und Titel Ich finde das Cover wirklich gut. Blau- sowie Grün-töne und alles dazwischen mag ich sehr gerne und den Farbverlauf mag ich ebenfalls. Da der Himmel den größten Platz beansprucht, wirkt das Land und somit auch Björnstadt kleiner und dadurch irgendwie trauriger. Aber so, als wäre es ein friedlicher Ort mit netten Menschen. Ich finde, der Titel passt auch perfekt, weil es eben eine kleine Stadt mit großen Träumen ist, das kann wohl niemand bestreiten. Die weiße Schrift passt auch gut zum Rest des Covers. Und ich finde es toll, dass der Verweis zu "Ein Mann namens Ove" nicht draufgedruckt ist, sondern mit der Folie weg war :D Charaktere Dieses Buch hat wirklich viele Charaktere und alle haben eine Geschichte. Sie alle haben miteinander zu tun und sie spielen auch alle eine Rolle. Ich konnte mir die ganzen Namen erstaunlich gut merken, denn jeder Charakter wird dem Leser gründlich vorgestellt und wenn man ihre meist berührenden Geschichten kennt, dann kann man sie gar nicht mehr vergessen. Das fand ich großartig, wie einem einfach jeder gute Charakter ans Herz wächst und wie man ihre Handlungen und ihre Entwicklungen betrachten kann. Ich möchte mal auf meine Lieblinge eingehen, die mir auch als besonders wichtig erscheinen. Protagonisten Peter war ein Star in Björnstadt und wurde Eishockey Profi in Kanada. Nach einer Verletzung und schrecklichen Schicksalschlägen kehrte er mit seiner Familie zurück und wurde Sportdirektor. Er ist ein schüchterner Typ, der seine Frau Mira und seine Kinder Maya und Leo sehr liebt und alles für sie tun würde. Eishockey ist nach wie vor seine Leidenschaft und der Klub ist ihm wichtig. Er setzt sich für die Spieler ein und ist ein loyaler Typ. Mira ist nicht auf den Mund gefallen und ist von den beiden die Auffälligere. Sie ist nicht so Eishockeybegeistert wie ihr Mann, aber sie liebt ihn und lebt für ihn in Björnstadt, auch wenn ihr Job sie unterfordert. Sie sorgt sich um ihre Kinder und schützt die, die sie liebt, wie eine Löwin. Peter und Mira gehören zu meinen Lieblingscharakteren und daher musste ich auch ihre Kinder mögen. Benji ist der beste Freund von dem talentierten Kevin. Außerhalb vom Eis sind sie beste Freunde und auf dem Eis hält Benji Kevin den Rücken frei. Sie sind die besten Spieler im Team und eine Menge Druck lastet auf ihnen. Benji wirkt wie ein harter Kerl, der in den Mädchen den Wunsch weckt, ihn zu zähmen, aber im Inneren hat er einen weichen Kern. Amat ist jünger als die Junioren, doch er ist schnell, darum kommt er kurz vorm Halbfinale noch in die Mannschaft. Seine Mutter putzt in der Eishalle die Büros und Umkleideräume, sie kämpft mit starken Rückenschmerzen, aber sie muss für sich und für ihren Sohn weiterarbeiten. Sie möchte unbedingt, dass er seine Träume verwirklichen kann. Sie ist auch stolz und braucht nicht die Unterstützung anderer. Amat liebt seine Mutter und er spielt Eishockey um der Leidenschaft willen. Er möchte nur einmal so viel verdienen, dass seine Mutter nie wieder arbeiten muss. Handlung und Schreibstil Ich habe mich eigentlich nur für dieses Buch beworben, weil ich auf LovelyBooks ein Abzeichen bekommen wollte. Als ich gewonnen hatte, habe ich mich sogar geärgert, dass ich es nun lesen musste. Ich hätte dieses Buch nie von mir aus gelesen, daher bin ich sehr froh, dass mein Glück es gut mit mir gemeint hat. Denn ich bin absolut begeistert von dem Buch! Der Schreibstil gefiel mir gut, es gab immer wieder Sätze, die eine große Bedeutung haben und an manchen Sätzen hat der Autor festgehalten, sie an den richtigen Stellen wiederholt und dadurch einen roten Faden geschaffen. Daran konnte man auch erkennen, was in dieser Stadt von Bedeutung ist. Die Gefühle konnte ich meist nachvollziehen und durch Mut, Entschlossenheit und Stolz konnten mir die Bewohner der Stadt immer wieder Tränen in die Augen treiben.Also, das Buch hat mich wirklich berührt und konnte vermutlich alle Emotionen auslösen, die ausgelöst werden sollten! Ich war stolz, wenn eine Mutter stolz auf ihren Sohn war, ich war erzürnt, wenn die Bewohner den Sieg über das Wohl der Jugendlichen stellten und ich war begeistert, wenn die Jungen in ihrer Leidenschaft zueinander hielten. Es gab wunderbare Freundschaften und Familien, die durch dick und dünn gingen und alle Probleme gemeinsam bewältigen wollten, und ich liebte sie alle. Vorhersagen und Andeutungen auf zukünftige Geschehnisse haben mir nicht so gefallen. Die hätten von mir aus auch wegbleiben können, denn nun kenne ich ein paar Dinge aus der Zukunft, die aktuelle Dinge irgendwie verderben und so etwas finde ich oft sehr schade. Aber diese Dinge gehören auch zur Handlung und sind wohl wichtig. Das ist jedenfalls das Einzige, was ich an diesem Buch nicht mochte. Die Handlung ist an sich abgeschlossen, aber ich möchte die Fortsetzungen trotzdem lesen, wenn sie erscheinen, denn Björnstadt und ihre Bewohner, die nicht vom Sieg besessen sind, sind mir ans Herz gewachsen und ich bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht! Fazit "Kleine Stadt der großen Träume" hat mir entgegen aller Erwartungen sehr gut gefallen! Die Charaktere waren alle sehr authentisch und die meisten auch sehr sympathisch. E war eine Achterbahn der Gefühle und ich freue mich auf mehr aus Björnstadt!
Es geht nicht nur um Eishockey… Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich habe den zweiten Teil erhalten und wollte nicht starten ohne den ersten Teil zu kennen. Cover: Das eisige Cover finde ich cool. Man sieht direkt, dass es um ein nördlicheres Land bzw. Stadt geht. Inhalt: Als ihre Jugendmannschaft ins Halbfinale einzieht, setzt die Kleinstadt Björnstadt viel auf die Eishockey-Mannschaft. Der Einzug ins Finale könnte für die kleine Stadt einen großen Aufschwung bedeuten. Eigentlich stand die Stadt immer für Zusammenhalt und Gemeinschaft. Dies ändert sich jedoch in einer einzigen Nacht gravierend. Handlung und Thematik: Zu Beginn ist die Handlung sehr Eishockey-lastig. Das konnte man aus dem Klappentext nicht wirklich rauslesen. Da Eishockey alles andere als interessant für mich ist, fiel mir der Einstieg doch etwas schwerer. Dennoch war mir das kleine Städtchen bald sehr sympathisch. Es wirkte alles ein wenig wie in „Die Arena“ von Stephen King. Es plätscherte anfangs auch ein wenig dahin, dann nahm die Handlung plötzlich Fahrt auf. Ich wurde dann total mitgerissen und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Es ging plötzlich um Vertrauen, Zusammenhalt und darum, den Blick für das wirklich Wichtige nicht zu verlieren. Die Menschen verloren sich im Hype des Eishockeys und Verschlossen ihren Blick dafür, Straftaten zu erkennen und zu ahnden. Am Schluss will man eigentlich nur noch wissen, wie das ganze weitergeht. Charaktere: In diesem Buch kommen wahnsinnig viele Charaktere aus Björnstadt vor. Man erlebt die Geschichte aus super vielen Perspektiven. Die Schicksale und Handlungen sind eng miteinander verwoben, was der Autor super gut rübergebracht hat. Ich will eigentlich gar nicht auf einzelne Personen eingehen, da ich jeden für sich authentisch und gut fand. Es kommen einfach super viele Menschen mit verschiedenen Hintergründen vor, vom rücksichtlosen Geschäftsführer bis hin zur liebenden Mutter. Schreibstil: Fredrik Backman hat eine tolle Art, Personen und Situationen zu beschreiben. Er schafft es, dass man sich so fühlt, als wäre man mit dabei. Seine Charaktere sind sehr authentisch und die Perspektivenwechsel gelungen. Leider brauchte ich allerdings ein wenig, dies zu erkennen. Anfangs war die Story sehr langweilig für mich, da ich mich der Sport Eishockey absolut nicht interessiert. Als dann später die tiefgründigeren Themen wie Zusammenhalt, Verrat und eine zerstörte Gemeinschaftsdynamik ins Spiel kamen, war ich Feuer und Flamme. Ich kämpfte mit mehreren Emotionen und war begeistert, wie sehr es mich mitgerissen hat. Ich bin mir nicht sicher, ob er dies auch geschafft hätte, wenn der Anfang nicht der gewesen wäre, der er war. Persönliche Gesamtbewertung: Anfangs bereute ich es, das Buch angefangen zu haben, da mich Eishockey langweilt, aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Sehr bewegendes Buch! Eine vielfältige Stadt mit einer Erzählweise und Personenvielfalt wie ich sie bisher nur aus „Die Arena“ von Stephen King kannte.
5 Sterne. Etwas Besseres habe ich dieses Jahr nicht gelesen! In der kleinen schwedischen Stadt Björnstadt dreht sich alles um Eishockey. Viel mehr Spannendes gibt es dort ohnehin nicht. Alle Hoffnung ruht auf der Jugendmannschaft. Das Buch öffnet damit, dass später ein Teenager ein Gewehr auf einen anderen richten und abdrücken wird. Wie konnte es dazu kommen? - Inhaltswarnungen am Ende meiner Rezension - Nach dem ersten Abschnitt dachte ich, okay, das wird anregend für den Kopf. Die vielen Perspektiven haben mich erst auf Abstand gehalten. - Dann ging’s rund! WOW. Mit wenigen Pinselstrichen erschafft Fredrik Backman echte, komplizierte Figuren, die mich mehr oder weniger alle berührt haben. Teilweise habe ich über mehrere Seiten vor mich hin geflennt. - Thematisch geht es viel um angelerntes Verhalten und wie Zusammenhalt giftig werden kann. - Eishockey wird zwar miterzählt, aber die Szenen sind auch für Laien verständlich, passen bestens in den Erzählfluss und helfen dem Plot voran. - ungewöhnliche sprachliche Bilder für herkömmliche Dinge; wiederkehrende Sätze, die ihre Bedeutung verändern; Gänsehautformulierungen. - Inhaltswarnungen: sexuelle Gewalt, Victim Blaming, Homophobie




















































