Some Desperate Glory
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Description
**SHORTLISTED FOR THE ARTHUR C. CLARKE AWARD**
** SHORTLISTED FOR THE URSULA K. LE GUIN PRIZE**
**SHORTLISTED FOR THE LOCUS AWARD FOR BEST FIRST NOVEL**
'An instant classic' Guardian
'An outstanding novel . . . one of the debuts of the year' Locus
'Deserves a space on shelves alongside genre titans like Ursula K. Le Guin and Octavia Butler'
Publishers Weekly
A thrillingly told space opera about the wreckage of war, the family you find, and the path you must forge when every choice is stripped from you. Some Desperate Glory is the highly anticipated debut novel from Astounding Award and World Fantasy Award-Winner, Emily Tesh.
All her life, Kyr has trained for the day she can avenge the destruction of planet Earth. Raised on Gaea Station alongside the last scraps of humanity, she is one of the best warriors of her generation, the sword of a dead planet.
Then Command assigns her brother to certain death and relegates her to the nursery to bear sons, and she knows she must take humanity's revenge into her own hands. Alongside her brother's brilliant but seditious friend and a lonely, captive alien, Kyr must escape from everything she's ever known. If she succeeds, she will find a universe far more complicated than she was taught and far more wondrous than she could ever have imagined
'Masterful, audacious storytelling'
Tamsyn Muir, New York Times-bestselling author of Gideon the Ninth
'A profoundly humane and brilliantly constructed space opera that will have you cheering, swearing, laughing, and ugly-crying. It's perfect' Alix E. Harrow, New York Times-bestselling author of The Once and Future Witches
'This book is astoundingly good. An explosive and extraordinary story that I couldn't stop reading and will never forget' Everina Maxwell, author of Winter's Orbit
'This book has earned a permanent place on my favorites shelf' V. E. Schwab, author of The Invisible Life of Addie LaRue
Five star reader reviews:
'Worth every page, every tear, every late night staying up to finish it. I hope you love this book as much as I do'
'For the life of me I could. not. put. it. down'
'As brilliantly plotted as Ann Leckie's Ancillary Justice, with characters as vivid as Martha Wells' Murderbot'
'I am legitimately not exaggerating when I say this may be my favourite book I've read in the last ten years'
'HOLY MOTHER OF GOD I WAS NOT AT ALL PREPARED AND I AM ETERNALLY OBSESSED'
Book Information
Posts
Als ‚Some Desperate Glory‘ von Emily Tesh Teil der Illumicrate im April 2023 war, habe ich die Box ausgelassen. Heute frage ich mich: Warum?? Immerhin kam ich so in den Genuss der deutschen Übersetzung von ‚Die letzte Heldin‘ durch Nina Lieke. Neben der spannenden Ausgangslage, konnte mich vor allem die Protagonistin überzeugen: Nicht durchwegs nett, um nicht zu sagen ziemlich unsympathisch, aber mit großem Entwicklungspotential. Nachdem die Erde von den Majoda mithilfe ihrer Wunderwaffe ‚Weisheit‘ komplett ausgelöscht wurde, existieren nur noch wenige Menschen. Diese befinden sich auf einer Station namens Gaia, die von oben bis unten durchgetaktet und durchgeplant ist. So werden die Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt bestimmten Bereichen zugeteilt, je nach Eignung: Einige werden Kämpfer*innen, andere bekommen die zweifelhafte Ehre, für Nachwuchs zu sorgen, wieder andere sind für Nahrungsmittel zuständig. Freier Wille? Fehlanzeige. Protagonistin Kyr ist eine Kampfmaschine und freut sich schon, an den Majoda Rache dafür zu üben, dass sie ihren Planeten zerstört haben. Denn dass sie der Kampftruppe zugeordnet wird, ist klar. Sie ist der Obrigkeit auf Gaia hörig, ehrgeizig, narzisstisch, von sich selbst überzeugt und stellt nichts in Frage. Bis ein Ereignis ihr Leben auf den Kopf stellt.. Die Entwicklung, die Kyr dabei durchläuft, fand ich unglaublich nachvollziehbar. Zu Beginn ihre absolute Loyalität, auch durch ihre familiären Bande bis hin zu den Leuten, die Gaias Geschicke leiten. Dann ein vermeintlicher Irrtum, der alles ins Rollen bringt. Im weiteren Verlauf führt die Entdeckung vieler Kleinigkeiten, die zusammengenommen kein stimmiges Bild mehr geben, dazu, dass sie weiter misstrauisch wird. Dabei spielen auch einige Nebenfiguren eine große Rolle. Solche Menschen, die nicht so privilegiert sind wie Kyr und die Gaia und die Situation der Menschheit realistischer sehen, und die vor allem die Werte, die auf Gaia vermittelt werden, erkennen: Sexismus, Rassismus, der Hass auf die außerirdischen Völker. Die erkennen, dass es auf Gaia nur um Indoktrination geht, dass der freie Wille nicht existiert. Ein Twist in der Mitte des Buchs kam total überraschend, hat mir persönlich aber gut gefallen. Durch die Gegebenheiten war es etwas herausfordernd, gedanklich mitzukommen, aber ich mochte die Möglichkeiten, die sich durch den Twist entwickelt hatten, sehr. Allerdings hat es die Story an sich auch ein bisschen verwässert, ich denke, die moralischen Fragen hätten noch ein bisschen besser aufgearbeitet werden können. Ich empfehle ‚Die letzte Heldin‘ all jenen, die keine sympathische Figur brauchen, um bei einer Geschichte mitfiebern zu können, die Adult Science Fiction lesen, die gerne ethischen Fragestellungen gegenüberstehen und die Twists mögen, die den Lauf einer Geschichte ändern.

Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust, dieses Buch zu lesen. Was ich zuvor darüber gelesen hatte, der Klappentext und das faschistoid anmutende Coverbild ließen mich eine düdtere Dystopie erwarten - und für so etwas bin ich momentan nicht so wirklich in Stimmung. Die ersten paar Seiten lesen sich noch wie eine Kreuzung aus Ender's Game und Der Report der Magd - ohne an beide ranzukommen. Doch dann wird es ziemlich schnell zu einem Jugend-Abenteuerroman. Jugend- nicht nur wegen der jugendlichen Protagonisten, sondern auch, weil das letzte Bisschen Tiefe fehlt. Zuerst war ich davon dann wirklich enttäuscht - aber irgendwie hat es das Buch dann doch geschafft mich zu packen, daher auch die letztlich gute Bewertung. Vor allem zwei Punkte kann man dem Buch zu Gute halten: Es folgt nie gängigen Handlungsschemata, sondern schafft es immer, zu überraschen. Vor allem mochte ich aber, dass die Charaktere so herrlich ambivalent sind. Niemand, am wenigsten die Protagonistin, ist wirklich gut, alle haben ihre Fehler und Macken und können auch mal vollkommen falsch handeln. In ihrer Danksagung nennt die Autorin ihre zwei Vorbilder: J. R. R. Tolkien und Ursula leGuin. Ich hoffe sehr, dass sie es in ihrem nächsten Buch schafft, sich noch ein bisschen stärker an LeGuin zu orientieren - die Tolkien-Komponente bekommt sie schon recht gut hin...
Manchmal bisschen verwirrend, aber gut für zwischendurch, wenn man Lust auf SciFi hat.
Obwohl ich ja Menschen auf Covern nicht so mag, wollte ich bei dem Buch unbedingt schauen, worum es geht. Der Schreibstil der Autorin war angenehm und ich kam schnell in die Geschichte rein. Im Mittelpunkt steht Valkyr, eine junge Frau, die auf einem Raumschiff aufwächst und für den Kampf ums Überleben trainiert wird. Dabei ist sie zu Beginn tatsächlich gar nicht so sehr eine Sympathie Trägerin, aber das muss sie auch gar nicht sein. Veränderungen fallen ihr schwer, doch sie schafft es sich ihren Gegebenheiten anzupassen, kann Stärke und Mut zeigen. Gegen Ende hin, hat sie es trotzdem geschafft, sich etwas Sympathie zu erarbeiten. Nach und nach werden immer mehr Fragen aufgeworfen und Twist aufgedeckt, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Den nichts scheint so zu sein, wie es Valkyr kennt und was sie immer geglaubt hat, ist nicht immer die Wahrheit. Jedoch würde die Geschichte, für mich, an einigen Stellen auch sehr verwirrend, als Paralleluniversen ebenfalls eine Rolle spielten. Irgendwann hatte ich tatsächlich gar nicht mehr den Anspruch, alles verstehen zu müssen und das war okay für mich. Zwar ging dadurch vielleicht hier und da Spannung verloren, aber manchmal ist das leider so. Trotzdem konnte mich das Buch unterhalten und wenn man SciFi mag, könnte das Buch einem gefallen. 3,5/5💫
Hugo Award Winner über Ethik und die Wirkung von Indoktrination
„Die letzte Heldin“ von Emily Tesh (übersetzt von Nina Lieke) hat vorgestern den diesjährigen Hugo Award in der Kategorie Best Novel gewonnen. Durchaus zurecht. Die Raumstation Gaia ist eine der letzten Enklaven der Menschheit. Die Erde wurde von den feindlichen Majo zerstört. Valkyr, genannt Kyr, ist eine der gezüchteten Supersoldat:innen, die auf der Station ausgebildet werden, um Rache für die Menschheit zu üben. Jeder Mensch auf Gaia wird einer speziellen Lebensaufgabe zugeteilt – eine freie Wahl existiert nicht. Kyr stellt im Training regelmäßig neue Rekorde auf und rechnet fest damit, in eine der Elitetruppen aufgenommen zu werden, um für ihr Volk kämpfen zu dürfen. Doch sie wird der Krippe zugeteilt: Anstatt zu kämpfen, soll sie Kinder gebären. Zunächst glaubt sie, das Oberkommando habe einen Fehler gemacht. Doch als ihr Bruder verschwindet und sie dahinterkommt, dass er einem Selbstmordkommando zugeteilt wurde, flieht sie von der Station, um ihn zu retten. Als sie mehr und mehr über die Galaxie erfährt, glaubt sie zunächst, dass dies alles nur Lügen seien. Doch nach und nach gerät ihr Weltbild ins Wanken … Kyr ist die mit Abstand unsympathischste „Heldin“, die ich je begleitet habe. Zumindest am Anfang. Sie hat die Indoktrinierung des Oberkommandos vollkommen verinnerlicht, lebt für die Rache und hat nur Verachtung für die „Verräter“ übrig, die auf den Welten der Majo leben und mit dem Feind gemeinsame Sache machen. Auch ihre Schwester verließ vor vielen Jahren die Raumstation und anstelle sich zu fragen, was der Grund dafür sein könnte, suhlt Kyr sich in ihrem Hass. Sie behandelt vermeintlich Schwache von oben herab, tyrannisiert ihr Unterstellte und schreckt auch vor Misshandlungen nicht zurück. Ihre Selbstgerechtigkeit ist zum Teil nur schwer zu ertragen. Sie ist mit Rassismus, Sexismus und Xenophobie aufgewachsen und lebt diese „Werte“ ganz selbstverständlich. Im Laufe der Handlung wandelt sich Kyr jedoch und das zum Glück durchaus glaubhaft. Sie beginnt, die Lehren Gaias zu hinterfragen und stößt immer mehr auf Ungereimtheiten. Ihre Charakterentwicklung hat mir sehr gut gefallen, auch, wie die Wirkung von Indoktrinierung anschaulich gezeigt wurde. Jedoch blieb bei mir immer eine gewisse Distanz zu den Charakteren bestehen, was dafür sorgte, dass ich nicht so richtig mitfiebern konnte. In der Mitte gibt es eine Wendung, die für mich unerwartet kam und der Geschichte eine neue Richtung gibt, die mir nicht so gut gefallen hat. Es macht zwar alles Sinn, wurde aber doch zwischenzeitlich verwirrend. Das macht es für mich auch schwer, das Buch zu bewerten. Die Idee an sich ist toll, in der Umsetzung hat die Autorin mich aber etwas verloren. Die genderneutrale Sprache (mit Sternchen) hat für mich den Lesefluss überhaupt nicht gestört. In Romanen habe ich dies hier zum ersten Mal ausprobieren können und muss sagen: Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich dem Thema positiv gegenüberstehe. Das Buch ist lesenswert für alle, die Sci-Fi lesen möchten, bei der ethische Fragen im Vordergrund stehen und die mit einer zu Anfang unsympathischen Protagonistin leben können. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Ganz nettes Heldenepos
Der Einstieg war gut und die Geschichte hatte immer wieder spannende Phasen und Twists. Allerdings ist die Hauptperson eben doch eine 17 Jährige deren heldenhaftigkeit mich auf Dauer etwas genervt hat. Für meinen Geschmack passiert zu wenig mit den Charakteren aber die Story ist schon spannend und gut.
Mein erstes SciFi Buch seit Jahren. Ja doch hat mich abgeholt. Die erste Hälfte hat mich etwas am Buch zweifeln lassen aber dann ist etwas passiert und alles hat sich verändert. I was shocked. Ich war kurz davor einfach los zu weinen. Das Ende ganz am Schluss ist mir aber doch etwas zu unausführlich und offen gewesen aber hat meiner Bewertung keinen Abzug gegeben.
Eine dystopische Space-Opera voller Hoffnung
Bei Science Fiction oder Dystopie gibt es bei mir nur zwei Lage: Either I love it or I hate it. Und „Some Desperate Glory“ ist große Liebe 😍 Warum❓❔ 🌌 Die Welt Gaea die so schrecklich (die Triggerwarnungen am Anfang des Buches lassen wenig aus) ist, wird grandios sachlich beschrieben. Vor allem bekommt man als Leser immer nur den Blickwinkel von Valkyr der Protagonistin, bzw. die Welt nur so schrecklich beschrieben, wie sie bereit ist sie wahrzunehmen. Das hat die Atmosphäre in diesem Buch für mich wirklich einzigartig gemacht. 🌌 Die Charakterentwicklung (ich liebe gute Entwicklung von Charakteren 😍) von Valkyr ist für mich grandios. Und das obwohl ich anfangs aufgrund von Valkyrs Alter (17) skeptisch war, da Bücher mit so jungen Charakteren mich oft nicht überzeugen - vielleicht bin ich zu alt 🤷♀️ 🌌 Die Themen und Fragen, die in diesem Buch gestellt und behandelt werden. Was macht eine „Person“ aus? Welche Auswirkungen hat Macht? Was tut man für Anerkennung? Gibt es ein perfektes Zusammenleben und ein gutes Ende für alle? Das sind vielleicht alles keine neuen Fragen, doch die Herangehensweise des Buches hat mich überzeugt und zum Nachdenken 🤔 angeregt! Schon beim Lesen und auch jetzt danach. 🌌 Der Plot und der Schreibstil. Die Geschichte hat mich oft überrascht. Sie ist spannend, teilweise dramatisch und emotional und dabei bleibt der Stil klar, fast schon sachlich und gerade durch diese Gegensätzlichkeit konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Klar 5/5 für mich 🤩 Ich kann es sehr empfehlen.
Way before I was a fantasy nerd, I was a serious sci-fi nerd (think early Star Trek and stuff). So I was really happy to receive a sci-fi book with a unique story and wildly interesting characters. The story starts out with Valkyr living in a dystopian space world, having the sole goal of revenging Earth's destruction by an alien race. This is what she's been born for, raised for, trained for. She thinks she has it all figured out. But when her brother disappears, her whole world gets turned upside down.
Even though you might think you can figure out where the story will evolve from this, believe me you can't. When you've finished about 50% of the book, your - the reader's - world will be turned upside down as well. And if you've had trouble rooting for Valkyr up until now (you probably will), then everything is about to change and the rest of the book will be a wild space ride. And even though Valkyr is tall as hell, what she's about to face is bigger than her alone. As every good sci-fi story, there are observations and lessons about real life. About humanity and society. And there is a lot to take away and unpack from this story, showing humanity at its worst and at its best. Its content will stay with me for a long while after closing the book. The only critisicm I have is that the nature, technology and goal of Wisdom and shadowengines remain mostly in the dark. However, the author herself has pointed this out in her acknowledgement, saying that it's running on purest narrativium. And I'm okay with that. 5/5 stars Thank you so much @netgalley and @littlebroenbookgroup_uk for the eARC
Wow, was für ein wilder Ritt durchs Weltall!
Der Anfang ist typische dystopische Sci-Fi: die Menschheit hat einen intergalaktischen Krieg nicht überlebt und muss sich nun stark dezimiert neu organisieren. Wir folgen dabei Kyr, die am Ende ihrer Ausbildung steht und folglich einer Berufsgruppe ihrer Akademie zugeordnet wird, um dort für den Rest ihres Lebens zu arbeiten und die Menschheit nicht aussterben zu lassen. Gerade wenn man denkt "ha, ich weiß genau in welche Richtung es geht!" schmeißt einen das Buch in eine komplett andere Richtung. Das ist ein Buch über die Menschheit, ihre Fehler und Laster. Über menschliches Verhalten und unsere Entscheidungen. Über Liebe, Freundschaft und Suizid. Über alternative Realitäten und künstliche Intelligenz. Über Ehre, Pflichtgefühl und die eigene Rolle in einem großen Gefüge.
This was an absolutly wilde ride through space and I loved almost everything about it. This is fast paced with huge character development and some really good action. In the middle of the book it could have used a few pages more because some twists happened quite fast. Be aware that this book deserves the trigger warnings it has.
Wow, ich glaube, das ist ein neuer Rekord. Abgebrochen nach neun Seiten. Neun. Gut, bereits als ich die Zusammenfassung des Buches las, wusste ich, dass das nichts für mich ist. ABER - dieser Name kam mir bekannt vor... Tatsächlich habe ich beide Novellen der Autorin gelesen und gemocht. Also entschied ich mich dazu, ihrem Buch auch eine Chance zu geben. Hätte ich es doch gelassen. Ich glaube, dies ist die Enttäuschung des Jahres 2023. Ich lese immer mal wieder YA und kann bei einigen Tropes auch mal ein Auge zudrücken. Hier hat es nicht einmal mit beiden Augen zusammenkneifen geklappt. Obwohl ich es wirklich versucht habe. Mehrfach. Vergessen wir nicht - wir sprechen von zehn Seiten. Wenn ich ein Buch lese, dann möchte ich Figuren, die zumindest teilweise lebensecht wirken. Die zumindest irgendwie greifbar sind. Vielleicht sogar die Möglichkeit bieten, sich mit ihnen zu identifizieren. Auf gerade mal acht oder neun Seiten muss uns Emily Tesh aber immer wieder und immer wieder und immer wieder darauf hinweisen, worin ihre Hauptfigur die beste ist. Und das scheint so ziemlich alles zu sein. Die beste, die grösste, die schnellste von allen. Ürks. Will ich 400 Seiten oder so mit einer Person verbringen, die einfach alles kann? Nein. Weil sie ja eben alles kann, wird sie auch die Aufgabe problemlos meistern, vor die sie gestellt wird. Ende. Und überhaupt - wie alt ist das Mädel? 17? Auch eine Erklärung wie computergenerierte Fähigkeiten ist für mich ungenügend. Selbst wenn - diese Perfektion macht einen Charakter sterbenslangweilig. Zumindest für mich. Emily Tesh ist damit definitiv von meinem Leseradar runter. Schade, lieber hätte ich sie mit den durchaus gelungenen Novellen in Erinnerung behalten.
Kyr lebt in der letzten Enklave der Menschen. Aliens – die Majoda – haben die Erde zerstört und nun ist es an den Menschen der Raumstation Gaea, Rache zu nehmen. Kyr wurde zur Supersoldatin ausgebildet und sie stellt beim Training immer wieder Rekorde für ihren Jahrgang auf. Doch dann soll sie nicht in den Einsatz, sondern auf die Kinderstation versetzt werden, wo sie für den Rest ihres Lebens Babys bekommen soll. Ihr Bruder wird gleichzeitig auf eine Selbstmordmission geschickt. Kyr glaubt an einen Fehler des Oberkommandos und flieht, um ihren Bruder zu retten und seine Mission selbst auszuführen. Doch dabei lernt sie mehr über die Galaxie um sie herum und ihr Weltbild gerät ins Wanken. Dieses Buch zu bewerten, fiel mir wirklich schwer. Einige Aspekte der Geschichte hätten ohne Frage mehr als die vollen fünf Sterne verdient – andere dagegen haben mich ziemlich enttäuscht. Zu Beginn war ich mir sicher, hier ein Highlight gefunden zu haben und auch wenn ich das Buch bis zum Ende hin gut fand, habe ich doch insgesamt ein wenig ambivalente Gefühle. Aber fangen wir beim Guten an! Kyr gehörte zu den interessantesten Charakteren, die ich in diesem Jahr kennengelernt habe. Dabei war sie alles andere als sympathisch. Gaea ist eine militaristische Raumstation, auf der allen Menschen von Geburt an gewisse Werte indoktriniert werden. Gender Essentialismus und damit verbundener Sexismus, Rassismus, Xenophobie… und Kyr hat all dies verinnerlicht. Sie glaubt an Gaeas Ziel und tut alles, um selbst Teil davon zu sein. Dabei blendet sie Ungerechtigkeiten um sich herum genauso aus, wie die Gefühle ihrer Mitmenschen. Kyr zu ertragen war manchmal nicht einfach, doch als umso spannender habe ich ihren Weg und ihre Entwicklung empfunden. Auch das Worldbuilding hat mir sehr gut gefallen. Gaea zeigte auf eindrückliche Weise, wie leicht es ist, Menschen zu indoktrinieren. Auf der anderen Seite gab es die Majoda, welche mir sehr gut gefallen haben. Ich hätte mir fast gewünscht, über diese noch mehr zu erfahren, aber alle Elemente passten hier zu der erzählten Geschichte. Etwa um die Hälfte des Buches herum nahm die Geschichte plötzlich eine Wendung, die ich absolut nicht habe kommen sehen. Hier wurde ein Element eingeführt, von dem ich im Rahmen der Geschichte nicht besonders begeistert war, doch die Autorin hat es geschafft mich zu überraschen und dieses zunächst sinnvoll eingesetzt. Generell ging es um viele ethische Fragen und dabei schreckte die Autorin auch nicht davor zurück, schreckliche Szenarien gegenüber zu stellen und Charaktere wie Lesende dazu zu zwingen, sich für eines davon zu entscheiden. Gerade dieser Aspekt hat mir lange das Gefühl gegeben, hier ein Highlight gefunden zu haben. Doch genau das hat dann auch dazu geführt, dass ich am Ende doch auch ein wenig enttäuscht war. In Verbindung mit dem Element, welches etwa zur Hälfte des Buches eingeführt wurde, kam es im späteren Verlauf des Buches zu einigen seltsamen Entscheidungen, welche für mich nur bedingt nachvollziehbar waren. Dadurch wurden genau diese ethischen Konflikte meiner Meinung nach sehr vereinfacht und nicht mehr mit der Komplexität gehandhabt, welche ich mir von Sci-Fi für Erwachsene wünsche. Es wirkte, als ob das Buch in dieser Hinsicht stark in den YA-Bereich wechseln würde. Insgesamt ist dies dennoch eine Geschichte, welche ich gerne weiterempfehlen möchte und zwar insbesondere Menschen, welche gerne Sci-Fi lesen, soziale Kritik in Büchern mögen und sich nicht von unsympathischen Charakteren abschrecken lassen. Fazit: „Die letzte Heldin“ ist eine spannende, dystopische Space Opera, welche sich insbesondere mit ethischen Fragestellungen und sozialer Kritik beschäftigt. Auch wenn gerade der ethische Aspekt gegen Ende nicht ganz abliefern konnte, war die Geschichte insgesamt sehr empfehlenswert!
Description
**SHORTLISTED FOR THE ARTHUR C. CLARKE AWARD**
** SHORTLISTED FOR THE URSULA K. LE GUIN PRIZE**
**SHORTLISTED FOR THE LOCUS AWARD FOR BEST FIRST NOVEL**
'An instant classic' Guardian
'An outstanding novel . . . one of the debuts of the year' Locus
'Deserves a space on shelves alongside genre titans like Ursula K. Le Guin and Octavia Butler'
Publishers Weekly
A thrillingly told space opera about the wreckage of war, the family you find, and the path you must forge when every choice is stripped from you. Some Desperate Glory is the highly anticipated debut novel from Astounding Award and World Fantasy Award-Winner, Emily Tesh.
All her life, Kyr has trained for the day she can avenge the destruction of planet Earth. Raised on Gaea Station alongside the last scraps of humanity, she is one of the best warriors of her generation, the sword of a dead planet.
Then Command assigns her brother to certain death and relegates her to the nursery to bear sons, and she knows she must take humanity's revenge into her own hands. Alongside her brother's brilliant but seditious friend and a lonely, captive alien, Kyr must escape from everything she's ever known. If she succeeds, she will find a universe far more complicated than she was taught and far more wondrous than she could ever have imagined
'Masterful, audacious storytelling'
Tamsyn Muir, New York Times-bestselling author of Gideon the Ninth
'A profoundly humane and brilliantly constructed space opera that will have you cheering, swearing, laughing, and ugly-crying. It's perfect' Alix E. Harrow, New York Times-bestselling author of The Once and Future Witches
'This book is astoundingly good. An explosive and extraordinary story that I couldn't stop reading and will never forget' Everina Maxwell, author of Winter's Orbit
'This book has earned a permanent place on my favorites shelf' V. E. Schwab, author of The Invisible Life of Addie LaRue
Five star reader reviews:
'Worth every page, every tear, every late night staying up to finish it. I hope you love this book as much as I do'
'For the life of me I could. not. put. it. down'
'As brilliantly plotted as Ann Leckie's Ancillary Justice, with characters as vivid as Martha Wells' Murderbot'
'I am legitimately not exaggerating when I say this may be my favourite book I've read in the last ten years'
'HOLY MOTHER OF GOD I WAS NOT AT ALL PREPARED AND I AM ETERNALLY OBSESSED'
Book Information
Posts
Als ‚Some Desperate Glory‘ von Emily Tesh Teil der Illumicrate im April 2023 war, habe ich die Box ausgelassen. Heute frage ich mich: Warum?? Immerhin kam ich so in den Genuss der deutschen Übersetzung von ‚Die letzte Heldin‘ durch Nina Lieke. Neben der spannenden Ausgangslage, konnte mich vor allem die Protagonistin überzeugen: Nicht durchwegs nett, um nicht zu sagen ziemlich unsympathisch, aber mit großem Entwicklungspotential. Nachdem die Erde von den Majoda mithilfe ihrer Wunderwaffe ‚Weisheit‘ komplett ausgelöscht wurde, existieren nur noch wenige Menschen. Diese befinden sich auf einer Station namens Gaia, die von oben bis unten durchgetaktet und durchgeplant ist. So werden die Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt bestimmten Bereichen zugeteilt, je nach Eignung: Einige werden Kämpfer*innen, andere bekommen die zweifelhafte Ehre, für Nachwuchs zu sorgen, wieder andere sind für Nahrungsmittel zuständig. Freier Wille? Fehlanzeige. Protagonistin Kyr ist eine Kampfmaschine und freut sich schon, an den Majoda Rache dafür zu üben, dass sie ihren Planeten zerstört haben. Denn dass sie der Kampftruppe zugeordnet wird, ist klar. Sie ist der Obrigkeit auf Gaia hörig, ehrgeizig, narzisstisch, von sich selbst überzeugt und stellt nichts in Frage. Bis ein Ereignis ihr Leben auf den Kopf stellt.. Die Entwicklung, die Kyr dabei durchläuft, fand ich unglaublich nachvollziehbar. Zu Beginn ihre absolute Loyalität, auch durch ihre familiären Bande bis hin zu den Leuten, die Gaias Geschicke leiten. Dann ein vermeintlicher Irrtum, der alles ins Rollen bringt. Im weiteren Verlauf führt die Entdeckung vieler Kleinigkeiten, die zusammengenommen kein stimmiges Bild mehr geben, dazu, dass sie weiter misstrauisch wird. Dabei spielen auch einige Nebenfiguren eine große Rolle. Solche Menschen, die nicht so privilegiert sind wie Kyr und die Gaia und die Situation der Menschheit realistischer sehen, und die vor allem die Werte, die auf Gaia vermittelt werden, erkennen: Sexismus, Rassismus, der Hass auf die außerirdischen Völker. Die erkennen, dass es auf Gaia nur um Indoktrination geht, dass der freie Wille nicht existiert. Ein Twist in der Mitte des Buchs kam total überraschend, hat mir persönlich aber gut gefallen. Durch die Gegebenheiten war es etwas herausfordernd, gedanklich mitzukommen, aber ich mochte die Möglichkeiten, die sich durch den Twist entwickelt hatten, sehr. Allerdings hat es die Story an sich auch ein bisschen verwässert, ich denke, die moralischen Fragen hätten noch ein bisschen besser aufgearbeitet werden können. Ich empfehle ‚Die letzte Heldin‘ all jenen, die keine sympathische Figur brauchen, um bei einer Geschichte mitfiebern zu können, die Adult Science Fiction lesen, die gerne ethischen Fragestellungen gegenüberstehen und die Twists mögen, die den Lauf einer Geschichte ändern.

Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust, dieses Buch zu lesen. Was ich zuvor darüber gelesen hatte, der Klappentext und das faschistoid anmutende Coverbild ließen mich eine düdtere Dystopie erwarten - und für so etwas bin ich momentan nicht so wirklich in Stimmung. Die ersten paar Seiten lesen sich noch wie eine Kreuzung aus Ender's Game und Der Report der Magd - ohne an beide ranzukommen. Doch dann wird es ziemlich schnell zu einem Jugend-Abenteuerroman. Jugend- nicht nur wegen der jugendlichen Protagonisten, sondern auch, weil das letzte Bisschen Tiefe fehlt. Zuerst war ich davon dann wirklich enttäuscht - aber irgendwie hat es das Buch dann doch geschafft mich zu packen, daher auch die letztlich gute Bewertung. Vor allem zwei Punkte kann man dem Buch zu Gute halten: Es folgt nie gängigen Handlungsschemata, sondern schafft es immer, zu überraschen. Vor allem mochte ich aber, dass die Charaktere so herrlich ambivalent sind. Niemand, am wenigsten die Protagonistin, ist wirklich gut, alle haben ihre Fehler und Macken und können auch mal vollkommen falsch handeln. In ihrer Danksagung nennt die Autorin ihre zwei Vorbilder: J. R. R. Tolkien und Ursula leGuin. Ich hoffe sehr, dass sie es in ihrem nächsten Buch schafft, sich noch ein bisschen stärker an LeGuin zu orientieren - die Tolkien-Komponente bekommt sie schon recht gut hin...
Manchmal bisschen verwirrend, aber gut für zwischendurch, wenn man Lust auf SciFi hat.
Obwohl ich ja Menschen auf Covern nicht so mag, wollte ich bei dem Buch unbedingt schauen, worum es geht. Der Schreibstil der Autorin war angenehm und ich kam schnell in die Geschichte rein. Im Mittelpunkt steht Valkyr, eine junge Frau, die auf einem Raumschiff aufwächst und für den Kampf ums Überleben trainiert wird. Dabei ist sie zu Beginn tatsächlich gar nicht so sehr eine Sympathie Trägerin, aber das muss sie auch gar nicht sein. Veränderungen fallen ihr schwer, doch sie schafft es sich ihren Gegebenheiten anzupassen, kann Stärke und Mut zeigen. Gegen Ende hin, hat sie es trotzdem geschafft, sich etwas Sympathie zu erarbeiten. Nach und nach werden immer mehr Fragen aufgeworfen und Twist aufgedeckt, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Den nichts scheint so zu sein, wie es Valkyr kennt und was sie immer geglaubt hat, ist nicht immer die Wahrheit. Jedoch würde die Geschichte, für mich, an einigen Stellen auch sehr verwirrend, als Paralleluniversen ebenfalls eine Rolle spielten. Irgendwann hatte ich tatsächlich gar nicht mehr den Anspruch, alles verstehen zu müssen und das war okay für mich. Zwar ging dadurch vielleicht hier und da Spannung verloren, aber manchmal ist das leider so. Trotzdem konnte mich das Buch unterhalten und wenn man SciFi mag, könnte das Buch einem gefallen. 3,5/5💫
Hugo Award Winner über Ethik und die Wirkung von Indoktrination
„Die letzte Heldin“ von Emily Tesh (übersetzt von Nina Lieke) hat vorgestern den diesjährigen Hugo Award in der Kategorie Best Novel gewonnen. Durchaus zurecht. Die Raumstation Gaia ist eine der letzten Enklaven der Menschheit. Die Erde wurde von den feindlichen Majo zerstört. Valkyr, genannt Kyr, ist eine der gezüchteten Supersoldat:innen, die auf der Station ausgebildet werden, um Rache für die Menschheit zu üben. Jeder Mensch auf Gaia wird einer speziellen Lebensaufgabe zugeteilt – eine freie Wahl existiert nicht. Kyr stellt im Training regelmäßig neue Rekorde auf und rechnet fest damit, in eine der Elitetruppen aufgenommen zu werden, um für ihr Volk kämpfen zu dürfen. Doch sie wird der Krippe zugeteilt: Anstatt zu kämpfen, soll sie Kinder gebären. Zunächst glaubt sie, das Oberkommando habe einen Fehler gemacht. Doch als ihr Bruder verschwindet und sie dahinterkommt, dass er einem Selbstmordkommando zugeteilt wurde, flieht sie von der Station, um ihn zu retten. Als sie mehr und mehr über die Galaxie erfährt, glaubt sie zunächst, dass dies alles nur Lügen seien. Doch nach und nach gerät ihr Weltbild ins Wanken … Kyr ist die mit Abstand unsympathischste „Heldin“, die ich je begleitet habe. Zumindest am Anfang. Sie hat die Indoktrinierung des Oberkommandos vollkommen verinnerlicht, lebt für die Rache und hat nur Verachtung für die „Verräter“ übrig, die auf den Welten der Majo leben und mit dem Feind gemeinsame Sache machen. Auch ihre Schwester verließ vor vielen Jahren die Raumstation und anstelle sich zu fragen, was der Grund dafür sein könnte, suhlt Kyr sich in ihrem Hass. Sie behandelt vermeintlich Schwache von oben herab, tyrannisiert ihr Unterstellte und schreckt auch vor Misshandlungen nicht zurück. Ihre Selbstgerechtigkeit ist zum Teil nur schwer zu ertragen. Sie ist mit Rassismus, Sexismus und Xenophobie aufgewachsen und lebt diese „Werte“ ganz selbstverständlich. Im Laufe der Handlung wandelt sich Kyr jedoch und das zum Glück durchaus glaubhaft. Sie beginnt, die Lehren Gaias zu hinterfragen und stößt immer mehr auf Ungereimtheiten. Ihre Charakterentwicklung hat mir sehr gut gefallen, auch, wie die Wirkung von Indoktrinierung anschaulich gezeigt wurde. Jedoch blieb bei mir immer eine gewisse Distanz zu den Charakteren bestehen, was dafür sorgte, dass ich nicht so richtig mitfiebern konnte. In der Mitte gibt es eine Wendung, die für mich unerwartet kam und der Geschichte eine neue Richtung gibt, die mir nicht so gut gefallen hat. Es macht zwar alles Sinn, wurde aber doch zwischenzeitlich verwirrend. Das macht es für mich auch schwer, das Buch zu bewerten. Die Idee an sich ist toll, in der Umsetzung hat die Autorin mich aber etwas verloren. Die genderneutrale Sprache (mit Sternchen) hat für mich den Lesefluss überhaupt nicht gestört. In Romanen habe ich dies hier zum ersten Mal ausprobieren können und muss sagen: Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich dem Thema positiv gegenüberstehe. Das Buch ist lesenswert für alle, die Sci-Fi lesen möchten, bei der ethische Fragen im Vordergrund stehen und die mit einer zu Anfang unsympathischen Protagonistin leben können. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Ganz nettes Heldenepos
Der Einstieg war gut und die Geschichte hatte immer wieder spannende Phasen und Twists. Allerdings ist die Hauptperson eben doch eine 17 Jährige deren heldenhaftigkeit mich auf Dauer etwas genervt hat. Für meinen Geschmack passiert zu wenig mit den Charakteren aber die Story ist schon spannend und gut.
Mein erstes SciFi Buch seit Jahren. Ja doch hat mich abgeholt. Die erste Hälfte hat mich etwas am Buch zweifeln lassen aber dann ist etwas passiert und alles hat sich verändert. I was shocked. Ich war kurz davor einfach los zu weinen. Das Ende ganz am Schluss ist mir aber doch etwas zu unausführlich und offen gewesen aber hat meiner Bewertung keinen Abzug gegeben.
Eine dystopische Space-Opera voller Hoffnung
Bei Science Fiction oder Dystopie gibt es bei mir nur zwei Lage: Either I love it or I hate it. Und „Some Desperate Glory“ ist große Liebe 😍 Warum❓❔ 🌌 Die Welt Gaea die so schrecklich (die Triggerwarnungen am Anfang des Buches lassen wenig aus) ist, wird grandios sachlich beschrieben. Vor allem bekommt man als Leser immer nur den Blickwinkel von Valkyr der Protagonistin, bzw. die Welt nur so schrecklich beschrieben, wie sie bereit ist sie wahrzunehmen. Das hat die Atmosphäre in diesem Buch für mich wirklich einzigartig gemacht. 🌌 Die Charakterentwicklung (ich liebe gute Entwicklung von Charakteren 😍) von Valkyr ist für mich grandios. Und das obwohl ich anfangs aufgrund von Valkyrs Alter (17) skeptisch war, da Bücher mit so jungen Charakteren mich oft nicht überzeugen - vielleicht bin ich zu alt 🤷♀️ 🌌 Die Themen und Fragen, die in diesem Buch gestellt und behandelt werden. Was macht eine „Person“ aus? Welche Auswirkungen hat Macht? Was tut man für Anerkennung? Gibt es ein perfektes Zusammenleben und ein gutes Ende für alle? Das sind vielleicht alles keine neuen Fragen, doch die Herangehensweise des Buches hat mich überzeugt und zum Nachdenken 🤔 angeregt! Schon beim Lesen und auch jetzt danach. 🌌 Der Plot und der Schreibstil. Die Geschichte hat mich oft überrascht. Sie ist spannend, teilweise dramatisch und emotional und dabei bleibt der Stil klar, fast schon sachlich und gerade durch diese Gegensätzlichkeit konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Klar 5/5 für mich 🤩 Ich kann es sehr empfehlen.
Way before I was a fantasy nerd, I was a serious sci-fi nerd (think early Star Trek and stuff). So I was really happy to receive a sci-fi book with a unique story and wildly interesting characters. The story starts out with Valkyr living in a dystopian space world, having the sole goal of revenging Earth's destruction by an alien race. This is what she's been born for, raised for, trained for. She thinks she has it all figured out. But when her brother disappears, her whole world gets turned upside down.
Even though you might think you can figure out where the story will evolve from this, believe me you can't. When you've finished about 50% of the book, your - the reader's - world will be turned upside down as well. And if you've had trouble rooting for Valkyr up until now (you probably will), then everything is about to change and the rest of the book will be a wild space ride. And even though Valkyr is tall as hell, what she's about to face is bigger than her alone. As every good sci-fi story, there are observations and lessons about real life. About humanity and society. And there is a lot to take away and unpack from this story, showing humanity at its worst and at its best. Its content will stay with me for a long while after closing the book. The only critisicm I have is that the nature, technology and goal of Wisdom and shadowengines remain mostly in the dark. However, the author herself has pointed this out in her acknowledgement, saying that it's running on purest narrativium. And I'm okay with that. 5/5 stars Thank you so much @netgalley and @littlebroenbookgroup_uk for the eARC
Wow, was für ein wilder Ritt durchs Weltall!
Der Anfang ist typische dystopische Sci-Fi: die Menschheit hat einen intergalaktischen Krieg nicht überlebt und muss sich nun stark dezimiert neu organisieren. Wir folgen dabei Kyr, die am Ende ihrer Ausbildung steht und folglich einer Berufsgruppe ihrer Akademie zugeordnet wird, um dort für den Rest ihres Lebens zu arbeiten und die Menschheit nicht aussterben zu lassen. Gerade wenn man denkt "ha, ich weiß genau in welche Richtung es geht!" schmeißt einen das Buch in eine komplett andere Richtung. Das ist ein Buch über die Menschheit, ihre Fehler und Laster. Über menschliches Verhalten und unsere Entscheidungen. Über Liebe, Freundschaft und Suizid. Über alternative Realitäten und künstliche Intelligenz. Über Ehre, Pflichtgefühl und die eigene Rolle in einem großen Gefüge.
This was an absolutly wilde ride through space and I loved almost everything about it. This is fast paced with huge character development and some really good action. In the middle of the book it could have used a few pages more because some twists happened quite fast. Be aware that this book deserves the trigger warnings it has.
Wow, ich glaube, das ist ein neuer Rekord. Abgebrochen nach neun Seiten. Neun. Gut, bereits als ich die Zusammenfassung des Buches las, wusste ich, dass das nichts für mich ist. ABER - dieser Name kam mir bekannt vor... Tatsächlich habe ich beide Novellen der Autorin gelesen und gemocht. Also entschied ich mich dazu, ihrem Buch auch eine Chance zu geben. Hätte ich es doch gelassen. Ich glaube, dies ist die Enttäuschung des Jahres 2023. Ich lese immer mal wieder YA und kann bei einigen Tropes auch mal ein Auge zudrücken. Hier hat es nicht einmal mit beiden Augen zusammenkneifen geklappt. Obwohl ich es wirklich versucht habe. Mehrfach. Vergessen wir nicht - wir sprechen von zehn Seiten. Wenn ich ein Buch lese, dann möchte ich Figuren, die zumindest teilweise lebensecht wirken. Die zumindest irgendwie greifbar sind. Vielleicht sogar die Möglichkeit bieten, sich mit ihnen zu identifizieren. Auf gerade mal acht oder neun Seiten muss uns Emily Tesh aber immer wieder und immer wieder und immer wieder darauf hinweisen, worin ihre Hauptfigur die beste ist. Und das scheint so ziemlich alles zu sein. Die beste, die grösste, die schnellste von allen. Ürks. Will ich 400 Seiten oder so mit einer Person verbringen, die einfach alles kann? Nein. Weil sie ja eben alles kann, wird sie auch die Aufgabe problemlos meistern, vor die sie gestellt wird. Ende. Und überhaupt - wie alt ist das Mädel? 17? Auch eine Erklärung wie computergenerierte Fähigkeiten ist für mich ungenügend. Selbst wenn - diese Perfektion macht einen Charakter sterbenslangweilig. Zumindest für mich. Emily Tesh ist damit definitiv von meinem Leseradar runter. Schade, lieber hätte ich sie mit den durchaus gelungenen Novellen in Erinnerung behalten.
Kyr lebt in der letzten Enklave der Menschen. Aliens – die Majoda – haben die Erde zerstört und nun ist es an den Menschen der Raumstation Gaea, Rache zu nehmen. Kyr wurde zur Supersoldatin ausgebildet und sie stellt beim Training immer wieder Rekorde für ihren Jahrgang auf. Doch dann soll sie nicht in den Einsatz, sondern auf die Kinderstation versetzt werden, wo sie für den Rest ihres Lebens Babys bekommen soll. Ihr Bruder wird gleichzeitig auf eine Selbstmordmission geschickt. Kyr glaubt an einen Fehler des Oberkommandos und flieht, um ihren Bruder zu retten und seine Mission selbst auszuführen. Doch dabei lernt sie mehr über die Galaxie um sie herum und ihr Weltbild gerät ins Wanken. Dieses Buch zu bewerten, fiel mir wirklich schwer. Einige Aspekte der Geschichte hätten ohne Frage mehr als die vollen fünf Sterne verdient – andere dagegen haben mich ziemlich enttäuscht. Zu Beginn war ich mir sicher, hier ein Highlight gefunden zu haben und auch wenn ich das Buch bis zum Ende hin gut fand, habe ich doch insgesamt ein wenig ambivalente Gefühle. Aber fangen wir beim Guten an! Kyr gehörte zu den interessantesten Charakteren, die ich in diesem Jahr kennengelernt habe. Dabei war sie alles andere als sympathisch. Gaea ist eine militaristische Raumstation, auf der allen Menschen von Geburt an gewisse Werte indoktriniert werden. Gender Essentialismus und damit verbundener Sexismus, Rassismus, Xenophobie… und Kyr hat all dies verinnerlicht. Sie glaubt an Gaeas Ziel und tut alles, um selbst Teil davon zu sein. Dabei blendet sie Ungerechtigkeiten um sich herum genauso aus, wie die Gefühle ihrer Mitmenschen. Kyr zu ertragen war manchmal nicht einfach, doch als umso spannender habe ich ihren Weg und ihre Entwicklung empfunden. Auch das Worldbuilding hat mir sehr gut gefallen. Gaea zeigte auf eindrückliche Weise, wie leicht es ist, Menschen zu indoktrinieren. Auf der anderen Seite gab es die Majoda, welche mir sehr gut gefallen haben. Ich hätte mir fast gewünscht, über diese noch mehr zu erfahren, aber alle Elemente passten hier zu der erzählten Geschichte. Etwa um die Hälfte des Buches herum nahm die Geschichte plötzlich eine Wendung, die ich absolut nicht habe kommen sehen. Hier wurde ein Element eingeführt, von dem ich im Rahmen der Geschichte nicht besonders begeistert war, doch die Autorin hat es geschafft mich zu überraschen und dieses zunächst sinnvoll eingesetzt. Generell ging es um viele ethische Fragen und dabei schreckte die Autorin auch nicht davor zurück, schreckliche Szenarien gegenüber zu stellen und Charaktere wie Lesende dazu zu zwingen, sich für eines davon zu entscheiden. Gerade dieser Aspekt hat mir lange das Gefühl gegeben, hier ein Highlight gefunden zu haben. Doch genau das hat dann auch dazu geführt, dass ich am Ende doch auch ein wenig enttäuscht war. In Verbindung mit dem Element, welches etwa zur Hälfte des Buches eingeführt wurde, kam es im späteren Verlauf des Buches zu einigen seltsamen Entscheidungen, welche für mich nur bedingt nachvollziehbar waren. Dadurch wurden genau diese ethischen Konflikte meiner Meinung nach sehr vereinfacht und nicht mehr mit der Komplexität gehandhabt, welche ich mir von Sci-Fi für Erwachsene wünsche. Es wirkte, als ob das Buch in dieser Hinsicht stark in den YA-Bereich wechseln würde. Insgesamt ist dies dennoch eine Geschichte, welche ich gerne weiterempfehlen möchte und zwar insbesondere Menschen, welche gerne Sci-Fi lesen, soziale Kritik in Büchern mögen und sich nicht von unsympathischen Charakteren abschrecken lassen. Fazit: „Die letzte Heldin“ ist eine spannende, dystopische Space Opera, welche sich insbesondere mit ethischen Fragestellungen und sozialer Kritik beschäftigt. Auch wenn gerade der ethische Aspekt gegen Ende nicht ganz abliefern konnte, war die Geschichte insgesamt sehr empfehlenswert!






















