'Small g' eine Sommeridylle
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Posts
›Small g‹ eine Sommeridylle ist ein unprätentiöser, stiller Roman der zeigt, wie wertvoll Freundschaft, Liebe und Solidarität sind. Als Film wäre ›Small g‹ ein Feel-Good-Movie, das man sich immer wieder anschauen würde. Wer einen Thriller oder eine haarsträubende Kriminalgeschichte erwartet, wird enttäuscht. Empfehlenswert! _____
Patricia Highsmith vollendete ihren letzten Roman ›Small g‹ eine Sommeridylle nur wenige Monate vor ihrem Tod am 2. Februar 1995. Zentraler Ort der Handlung ist die Szenenkneipe Jakob im Zürcher Stadtteil Aussersihl, die als ›Small g‹ bekannt ist. Das kleingeschriebene „g“ steht für gemischtes, nicht ausschließlich queeres Publikum. Die Geschichte beginnt mit einem grausamen Mord: Der junge homosexuelle Petey wird nachts auf dem Heimweg in einer dunklen Gasse hinterrücks erstochen. Doch es folgt weder eine Täterjagd noch eine Serie weiterer Morde oder ein anderer für Patricia Highsmith typischer Plot. Stattdessen lernen wir den Werbegrafiker Rickie kennen, der auf die vierzig zugeht, mit dem Älterwerden hadert und nach dem schrecklichen Tod seines Freundes Petey versucht wieder auf die Beine zu kommen und ohne ihn weiterzuleben. Da ist außerdem Luisa, Anfang zwanzig und in der Ausbildung zur Schneiderin. Ihre Chefin Renate, klumpfüßig, homophob und zugleich ihre Wirtin, hat sich ihrer angenommen, überwacht sie wie eine eifersüchtige Glucke und macht ihr das Leben zunehmend schwer. Hinzu kommen Teddy, ein attraktiver heterosexueller junger Mann aus gutbetuchtem Hause, Fredy, ein bisexueller Verkehrspolizist, und Dorrie, eine junge Lesbe und Freundin von Rickie, die sich in Luisa verliebt. Die Reviews damals zu ›Small g‹ waren sehr unterschiedlich. Einige Rezensenten wünschten sich, sie hätte ihren letzten Roman nie geschrieben. Und vielleicht ist es tatsächlich ihr schwächster Roman. Aber wer einen Spannungsroman oder eine haarsträubende Kriminalstory erwartet, muss natürlich enttäuscht sein, denn ›Small g‹ ist eben kein Thriller. Es ist ein unprätentiöser, stiller Roman aus dem "ganz normalen Leben", der zeigt, wie wertvoll Freundschaft, Liebe und Solidarität sind – und wie zerstörerisch im Gegenzug unterdrückte Gefühle, Selbsthass, Vorurteile und Neid. Die Figuren sind überwiegend sympathisch. Während der Lektüre wird man fast Teil dieser Freundesclique und legt das Buch am Ende mit einem warmen Gefühl aus der Hand. Mit diesem Roman hat sich Patricia Highsmith zudem auf den letzten Metern ihres Lebens doch noch geoutet (was sie immer vehement ablehnte). Nach einem lebenslangen Konflikt mit sich und ihrer sexuellen Neigung scheint sie doch noch Frieden mit sich und ihrer Sexualität geschlossen zu haben. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und war ein wenig traurig, dass die Geschichte nach 422 Seiten zu Ende war. Als Film wäre ›Small g‹ ein Feel-Good-Movie, das man sich immer wieder anschauen würde. Unbedingt lesen.
Description
Book Information
Posts
›Small g‹ eine Sommeridylle ist ein unprätentiöser, stiller Roman der zeigt, wie wertvoll Freundschaft, Liebe und Solidarität sind. Als Film wäre ›Small g‹ ein Feel-Good-Movie, das man sich immer wieder anschauen würde. Wer einen Thriller oder eine haarsträubende Kriminalgeschichte erwartet, wird enttäuscht. Empfehlenswert! _____
Patricia Highsmith vollendete ihren letzten Roman ›Small g‹ eine Sommeridylle nur wenige Monate vor ihrem Tod am 2. Februar 1995. Zentraler Ort der Handlung ist die Szenenkneipe Jakob im Zürcher Stadtteil Aussersihl, die als ›Small g‹ bekannt ist. Das kleingeschriebene „g“ steht für gemischtes, nicht ausschließlich queeres Publikum. Die Geschichte beginnt mit einem grausamen Mord: Der junge homosexuelle Petey wird nachts auf dem Heimweg in einer dunklen Gasse hinterrücks erstochen. Doch es folgt weder eine Täterjagd noch eine Serie weiterer Morde oder ein anderer für Patricia Highsmith typischer Plot. Stattdessen lernen wir den Werbegrafiker Rickie kennen, der auf die vierzig zugeht, mit dem Älterwerden hadert und nach dem schrecklichen Tod seines Freundes Petey versucht wieder auf die Beine zu kommen und ohne ihn weiterzuleben. Da ist außerdem Luisa, Anfang zwanzig und in der Ausbildung zur Schneiderin. Ihre Chefin Renate, klumpfüßig, homophob und zugleich ihre Wirtin, hat sich ihrer angenommen, überwacht sie wie eine eifersüchtige Glucke und macht ihr das Leben zunehmend schwer. Hinzu kommen Teddy, ein attraktiver heterosexueller junger Mann aus gutbetuchtem Hause, Fredy, ein bisexueller Verkehrspolizist, und Dorrie, eine junge Lesbe und Freundin von Rickie, die sich in Luisa verliebt. Die Reviews damals zu ›Small g‹ waren sehr unterschiedlich. Einige Rezensenten wünschten sich, sie hätte ihren letzten Roman nie geschrieben. Und vielleicht ist es tatsächlich ihr schwächster Roman. Aber wer einen Spannungsroman oder eine haarsträubende Kriminalstory erwartet, muss natürlich enttäuscht sein, denn ›Small g‹ ist eben kein Thriller. Es ist ein unprätentiöser, stiller Roman aus dem "ganz normalen Leben", der zeigt, wie wertvoll Freundschaft, Liebe und Solidarität sind – und wie zerstörerisch im Gegenzug unterdrückte Gefühle, Selbsthass, Vorurteile und Neid. Die Figuren sind überwiegend sympathisch. Während der Lektüre wird man fast Teil dieser Freundesclique und legt das Buch am Ende mit einem warmen Gefühl aus der Hand. Mit diesem Roman hat sich Patricia Highsmith zudem auf den letzten Metern ihres Lebens doch noch geoutet (was sie immer vehement ablehnte). Nach einem lebenslangen Konflikt mit sich und ihrer sexuellen Neigung scheint sie doch noch Frieden mit sich und ihrer Sexualität geschlossen zu haben. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und war ein wenig traurig, dass die Geschichte nach 422 Seiten zu Ende war. Als Film wäre ›Small g‹ ein Feel-Good-Movie, das man sich immer wieder anschauen würde. Unbedingt lesen.




