Sieben Tage Sommer
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Description
Ferien in Südfrankreich und ein abwesender Gastgeber
Max Torberg ist ein wohlhabender Mann und besitzt in den Hügeln an der Côte d'Azur ein großzügiges Ferienhaus. Dorthin lädt er fünf alte Bekannte ein, die ihm 30 Jahre zuvor bei einem Überfall das Leben gerettet haben. Seither sind sie sich nicht mehr begegnet, nun sollen sie eine Woche in seinem Haus verbringen, wo sich seine Angestellte Anja um sie kümmert. Er selbst ist noch verhindert. Bei Rotwein, Gesprächen und gutem Essen beginnen sich seine Gäste zu fragen, worin der Grund ihres Besuchs liegt. Tatsächlich verfolgt der kluge, aufmerksame Torberg ein Ziel – das auch Anja mit einschließt.
»Diese ›Sieben Tage Sommer‹ haben etwas von einem Soufflé, sie sind leicht und locker geschrieben.« Christine Westermann
Book Information
Author Description
Thommie Bayer, 1953 in Esslingen geboren, studierte Malerei und war Liedermacher, bevor er 1984 begann, Stories, Gedichte und Romane zu schreiben. Neben anderen erschienen von ihm »Die gefährliche Frau«, »Singvogel«, der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman »Eine kurze Geschichte vom Glück« und zuletzt »Das Glück meiner Mutter«.
Posts
Ein Blick durchs Schlüsselloch -
- und in die Gedankenwelt von Anja und Max. Max, gönnerhaftes Mitglied einer steinreichen Familie, der seinen Namen abgelegt hat, um anonymer durch die Welt zu gelangen, hat einen Plan. 5 Bekannte, denen er sich seit Jahren zu Dank verpflichtet fühlt, sollen eine Woche auf seine Kosten in Südfrankreich verbringen. Dass er bei seinem Vorhaben Hintergedanken hat, ist ab der ersten Seite klar, denn wir als Leser:innen lernen Anja kennen. Ziehtochter, Freundin der Familie, die nun für Max spionieren darf. Wie kommen seine fünf Gäste miteinander aus? Was machen sie? Was trinken sie? Was essen sie? Nett geschrieben, plätschert die Handlung auf den wenigen Seiten dahin und wir erfahren im Briefromanstil mehr über Anja, ihre Beziehung zu ihren Eltern und natürlich auch zu Max. Die Idee finde ich super, ist auch vom Stil gut umgesetzt, aber braucht die Welt noch einen Max? ☀️
"Sieben Tage Sommer" ist ein intensiver und unterhaltsamer Roman, der mir viele kurzweilige Lesestunden beschert hat. Das Besondere an dem Roman ist - neben dem flüssigen Schreibstil - die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird: mittels E-Mails, die zwischen dem Hausherren Max und seiner 'Hausangestellten' Anja ausgetauscht werden. Dabei beweist Anja eine vortreffliche Beobachtungssgabe. Empfehlenswert für alle, die auf der Suche nach einer leichten Sommerlektüre mit französischen Flair sind.
Ich war am Anfang skeptisch und konnte das Buch und die Geschichte nicht wirklich einschätzen ...aber es hat mich zu 100% überrascht und begeistert... Der Inhalt war auf seine Weise fesselnd und interessant, und regt zum Nachdenken an. Der Schreibstil ist einfach ab richtig flüssig locker zu lesen. Es wird im Mail Verkehr Stil erzählt zwischen Max Torberg und Anja . Und die Darstellung des Settings unfassbar real...ich habe förmlich die zirkaden gehört und die Düfte eines Sommers in Südfrankreich gerochen. Einfach traumhaft . Absolute Leseempfehlung...für mich ein Monatshighlight

Ich empfehle es dringend, falls eine lockerflockigleichte Sommereinstiegslektüre gesucht wird.
Vor kurzem hat sich "Sieben Tage Sommer" von Tommie Bayer auf meinen SuB geschlichen, und da ich eine große Freundin von Snackbüchern nach einem dickeren Buch bin, kam mir das hier gerade recht. Im Podcast "Zwei Seiten" haben sowohl @mona.ameziane als auch Christine Westermann diesem Buch 5 von 5 Punkten gegeben. Soweit würde ich nicht gehen, aber nah dran. Ich war zunächst skeptisch, was die Art des Romans angeht, denn er besteht lediglich aus Emailverkehr zwischen dem fast 70-jährigen Max und der gut 30-jährigen Anja, einer Freundin seiner Nichte. Die beiden unterhalten sich aber so fluffig, dass es einfach Spaß macht, in dieser Form der Geschichte zu folgen. In dieser lernen wir neben den beiden Schreibenden auch fünf Menschen kennen, die Max zu sich nach Südfrankreich einlädt, selbst aber nicht auftaucht. Diesen fünf hat er Einiges zu verdanken, sie ihm hingegen auch. Doch so richtig kennen sie einander gar nicht. Das sollen die Tage in der Sonne ändern. Wirklich erstaunlich ist, wie plastisch die Figuren trotz der knappen Textform und gerade einmal 150 Seiten werden. Mir hat der Text mit seinen kleinen Windungen und Wendungen viel Spaß gemacht. Ein fünf Sternebuch ist es nicht, da ich nicht sicher bin, wir lange es nachhallen wird, außerdem war mir das Ende dann doch etwas zu vorhersehbar. Dennoch empfehle ich es dringend, falls eine lockerflockigleichte Sommereinstiegslektüre gesucht wird.

Format und Idee: 5 Sterne Inhalt: 2 Selten war ich so hin- und hergerissen. Der Brief-/ Mail-Roman, der die Story nur aus der Tastatur der hauswirtschaftenden Beobachterinnen-Rolle beschreibt, hat mich fasziniert. Der Story fand ich nicht sonderlich stark und das Ende hochgradig enttäuschend. Ich würde es trotzdem empfehlen!
Das Buch lag eine Weile auf meinem SuB - eine Empfehlung über den Podcast „Zwei Seiten“ mit Christine Westermann und Mona Ameziane. „Sieben Tage Sommer“ - kurzweilig, unterhaltsam und darin leichte Lektüre. Die Form tat ihr übriges. Anja wird nach Frankreich geschickt. Dort soll sie das Haus bewirtschaften, in das Max eingeladen hatte. Anja, Mitte dreißig, Architektin; Max um die 70, wohlhabender Banker. Ein Ereignis beschreiben damals mit fünf Menschen zusammen, die er nun in sein Haus eingeladen hatte, um sie zu treffen. Er selbst taucht aber nicht auf. Anja soll die fünf beobachten und ihm berichten. Auf die Ferne hatte er sie all die Jahre im Blick und tat sich gelegentlich als unsichtbarerer Retter in verschiedenen Lebenslagen hervor. Nun wollte er mit Anjas Hilfe und ohne deren explizites Wissen darüber herausfinden, welche der Personen sich für die Vorstandsarbeit der Stiftung seiner verstorbenen und innig geliebten Frau Judith eignen würde. Aus Anjas Tastatur lernen wir Jan, Hans, Danille, Julia und Herr Nummer 5, dessen Name mir gerade entfallen ist, oberflächlich kennen. Auch Anja scheint in den Zeilen immer wieder durch. Sie hat ein enges Verhältnis zu Max. Das Format wirft spannende Fragen auf: wie nimmt mich eigentlich jemand anders wahr? Was würde vielleicht über mich geschrieben werden? Würde ich mich auf so eine Reise einlassen? Was würde ich als Anja beobachten und schreiben? …. Ich fand die Lektüre also durchaus anregend und unterhaltsam. Die allerletzten Seiten hinterließen leider einen sehr gönnerhaft patricharchisch geprägt triefenden Nachgeschmack. Auch wenn Max zur Sorte „alter, weißer Mann“ gehört (und der Autor der Figur womöglich auch), fand ich das bedauerlich.
☀️🍳🤫
Ein schöner Sommerroman für kurze Lesemomente zwischendurch. Anja, erledigt einen kleinen Auftrag, eine kleine geheime Spionage für den älteren Herrn Max und hält ihn mit ihren E-Mails ständig auf dem Laufenden. Gemütlich, einfach und sehr sehr angenehem geschrieben. Ein leichtes, entspanntes Buch zum abschalten und schmunzeln. ✨

Thommie Bayers Roman verbindet gekonnt grosse Leichtigkeit mit Nachdenkenswertem und Tiefgründigem und wird sicher nicht der letzte sein, den ich von ihm lese.
Thommie Bayers Briefroman "Sieben Tage Sommer" habe ich mit viel Freude gelesen. Das Buch hat mich gedanklich in die Provence reisen lassen, und da Thommie Bayers Hauptfigur Anja, die hier mit ihrem väterlichen Freund Max korrespondiert, viel von der Schönheit des südlichen Sommers erzählt, habe ich diese Reise sehr genossen.

Plätschert ruhig dahin
Nach vielen Jahren trifft sich eine Gruppe Menschen wieder, die ein Geheimnis verbindet. Nur der Gastgeber erscheint nicht, sondern lässt seine Gäste vom „Hausmädchen“ vor Ort einschätzen. Das Buch ist unaufgeregt und schlank gehalten. Man kann es also perfekt in kurzer Zeit durch schmökern. Die gewählte Briefform ist angenehm. Aber manchmal hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.
Kurzweiliger Briefroman, Ende leider enttäuschend
Ein reicher Mann lädt fünf Menschen, die ihm vor dreißig Jahren aus einer brenzlichen Situation gerettet haben zum Jubiläum in sein Anwesen in Südfrankreich. Er selbst stößt vorerst nicht dazu, lässt aber eine gute Freundin als Haushälterin Bericht erstattet. In dem E-Mail-Austausch zwischen den beiden erfahren wir einiges über die Vergangenheit der Hauptfiguren sowie der geladenen Gäste. Insgesamt spannend geschrieben und sympathisch, leider ist das Ende eher schwach. Zu den fünf Gästen erfahren wir nichts mehr. Das Potential wurde meines Erachtens nicht ausgeschöpft. Schade.
„Ich misstraue Menschen aller Couleur, ob es sich um Gurus, Hippies, Sozialisten, Pfarrer oder Künstler handelt, die behaupten, der sogenannten Gier nach Materiellem nicht erlegen zu sein. Sie haben entweder ein sicheres Einkommen oder sind Erben oder machen gar ihr Geschäft mit diesem Geschwafel.“ Auf dieses Buch wurde ich mal wieder durch meinen liebsten Podcast „zwei Seiten“ aufmerksam. Max Torberg scheint ein Mensch zu sein, der an andere Menschen denkt. Nur ist der Protagonist im Roman „Sieben Tage Sommer“ von Thommie Bayer nicht mittendrin, sondern nur über Bande dabei. Im virtuellen Briefroman tauscht er sich mit Anja Sevening aus, die er als Komplizin für seine Mission gewonnen hat. Er möchte fünf Menschen, die in einer besonderen Beziehung zu ihm stehen, über Anja nach 30 Jahren wieder oder neu kennenlernen. Die Architektin baut in ihren Lautmalereien, die sich schon vom ersten Satz an trefflich entfalten, ein filigranes und sensibles Bild der fünf Max fremd gebliebenen und doch durch ein schicksalhaftes Ereignis verbundenen Personen. Sie hat eine sehr gute Beobachtungsgabe. Zu Beginn ist man allen Akteuren neutral gegenüber, aber je mehr man liest wie sie dem Alkohol frönen und wie ihre Art so ist, desto mehr findet man seinen Liebling und diejenigen, die man nicht mag. Das Urteilen geht dabei enorm schnell. „Sieben Tage Sommer“ ist ein poetischer, wärmender und gleichzeitig erfrischender Einblick in das Seelenleben von Anja und Max. Und das, obwohl sie nur selten über sich, dafür um so mehr über André, Danielle, Hans, Jan und Julia schreiben. Ich habe ehrlich gesagt recht lange gebraucht eh ich von dem Ganzen gefesselt war, was sicherlich an den Mails lag und dass man eben nur über Dritte etwas zu den Figuren erfährt und nicht hautnah dabei ist. Fazit: Definitiv mal was anderes und enorm kurzweilig, aber lange nachwirken wird diese Geschichte nicht.

Ein wunderbarer Roman, der mich durch seine Briefform, präzise Beschreibungen der unterschiedlichen Charaktere und der Frage nach der Absicht, die im Verlauf des Romans zunehmend unwesentlich wird, in den Bann gezogen hat. Ganz nach dem Sprichwort 'Der Weg ist das Ziel.' habe ich es sehr genossen den kurzweiligen Roman zu lesen.
Ich kann morgen gut vorstellen, noch weitere Romane von Thommie Bayer zu lesen - Der Roman macht Lust auf mehr 🙂
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Ferien in Südfrankreich und ein abwesender Gastgeber
Max Torberg ist ein wohlhabender Mann und besitzt in den Hügeln an der Côte d'Azur ein großzügiges Ferienhaus. Dorthin lädt er fünf alte Bekannte ein, die ihm 30 Jahre zuvor bei einem Überfall das Leben gerettet haben. Seither sind sie sich nicht mehr begegnet, nun sollen sie eine Woche in seinem Haus verbringen, wo sich seine Angestellte Anja um sie kümmert. Er selbst ist noch verhindert. Bei Rotwein, Gesprächen und gutem Essen beginnen sich seine Gäste zu fragen, worin der Grund ihres Besuchs liegt. Tatsächlich verfolgt der kluge, aufmerksame Torberg ein Ziel – das auch Anja mit einschließt.
»Diese ›Sieben Tage Sommer‹ haben etwas von einem Soufflé, sie sind leicht und locker geschrieben.« Christine Westermann
Book Information
Author Description
Thommie Bayer, 1953 in Esslingen geboren, studierte Malerei und war Liedermacher, bevor er 1984 begann, Stories, Gedichte und Romane zu schreiben. Neben anderen erschienen von ihm »Die gefährliche Frau«, »Singvogel«, der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman »Eine kurze Geschichte vom Glück« und zuletzt »Das Glück meiner Mutter«.
Posts
Ein Blick durchs Schlüsselloch -
- und in die Gedankenwelt von Anja und Max. Max, gönnerhaftes Mitglied einer steinreichen Familie, der seinen Namen abgelegt hat, um anonymer durch die Welt zu gelangen, hat einen Plan. 5 Bekannte, denen er sich seit Jahren zu Dank verpflichtet fühlt, sollen eine Woche auf seine Kosten in Südfrankreich verbringen. Dass er bei seinem Vorhaben Hintergedanken hat, ist ab der ersten Seite klar, denn wir als Leser:innen lernen Anja kennen. Ziehtochter, Freundin der Familie, die nun für Max spionieren darf. Wie kommen seine fünf Gäste miteinander aus? Was machen sie? Was trinken sie? Was essen sie? Nett geschrieben, plätschert die Handlung auf den wenigen Seiten dahin und wir erfahren im Briefromanstil mehr über Anja, ihre Beziehung zu ihren Eltern und natürlich auch zu Max. Die Idee finde ich super, ist auch vom Stil gut umgesetzt, aber braucht die Welt noch einen Max? ☀️
"Sieben Tage Sommer" ist ein intensiver und unterhaltsamer Roman, der mir viele kurzweilige Lesestunden beschert hat. Das Besondere an dem Roman ist - neben dem flüssigen Schreibstil - die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird: mittels E-Mails, die zwischen dem Hausherren Max und seiner 'Hausangestellten' Anja ausgetauscht werden. Dabei beweist Anja eine vortreffliche Beobachtungssgabe. Empfehlenswert für alle, die auf der Suche nach einer leichten Sommerlektüre mit französischen Flair sind.
Ich war am Anfang skeptisch und konnte das Buch und die Geschichte nicht wirklich einschätzen ...aber es hat mich zu 100% überrascht und begeistert... Der Inhalt war auf seine Weise fesselnd und interessant, und regt zum Nachdenken an. Der Schreibstil ist einfach ab richtig flüssig locker zu lesen. Es wird im Mail Verkehr Stil erzählt zwischen Max Torberg und Anja . Und die Darstellung des Settings unfassbar real...ich habe förmlich die zirkaden gehört und die Düfte eines Sommers in Südfrankreich gerochen. Einfach traumhaft . Absolute Leseempfehlung...für mich ein Monatshighlight

Ich empfehle es dringend, falls eine lockerflockigleichte Sommereinstiegslektüre gesucht wird.
Vor kurzem hat sich "Sieben Tage Sommer" von Tommie Bayer auf meinen SuB geschlichen, und da ich eine große Freundin von Snackbüchern nach einem dickeren Buch bin, kam mir das hier gerade recht. Im Podcast "Zwei Seiten" haben sowohl @mona.ameziane als auch Christine Westermann diesem Buch 5 von 5 Punkten gegeben. Soweit würde ich nicht gehen, aber nah dran. Ich war zunächst skeptisch, was die Art des Romans angeht, denn er besteht lediglich aus Emailverkehr zwischen dem fast 70-jährigen Max und der gut 30-jährigen Anja, einer Freundin seiner Nichte. Die beiden unterhalten sich aber so fluffig, dass es einfach Spaß macht, in dieser Form der Geschichte zu folgen. In dieser lernen wir neben den beiden Schreibenden auch fünf Menschen kennen, die Max zu sich nach Südfrankreich einlädt, selbst aber nicht auftaucht. Diesen fünf hat er Einiges zu verdanken, sie ihm hingegen auch. Doch so richtig kennen sie einander gar nicht. Das sollen die Tage in der Sonne ändern. Wirklich erstaunlich ist, wie plastisch die Figuren trotz der knappen Textform und gerade einmal 150 Seiten werden. Mir hat der Text mit seinen kleinen Windungen und Wendungen viel Spaß gemacht. Ein fünf Sternebuch ist es nicht, da ich nicht sicher bin, wir lange es nachhallen wird, außerdem war mir das Ende dann doch etwas zu vorhersehbar. Dennoch empfehle ich es dringend, falls eine lockerflockigleichte Sommereinstiegslektüre gesucht wird.

Format und Idee: 5 Sterne Inhalt: 2 Selten war ich so hin- und hergerissen. Der Brief-/ Mail-Roman, der die Story nur aus der Tastatur der hauswirtschaftenden Beobachterinnen-Rolle beschreibt, hat mich fasziniert. Der Story fand ich nicht sonderlich stark und das Ende hochgradig enttäuschend. Ich würde es trotzdem empfehlen!
Das Buch lag eine Weile auf meinem SuB - eine Empfehlung über den Podcast „Zwei Seiten“ mit Christine Westermann und Mona Ameziane. „Sieben Tage Sommer“ - kurzweilig, unterhaltsam und darin leichte Lektüre. Die Form tat ihr übriges. Anja wird nach Frankreich geschickt. Dort soll sie das Haus bewirtschaften, in das Max eingeladen hatte. Anja, Mitte dreißig, Architektin; Max um die 70, wohlhabender Banker. Ein Ereignis beschreiben damals mit fünf Menschen zusammen, die er nun in sein Haus eingeladen hatte, um sie zu treffen. Er selbst taucht aber nicht auf. Anja soll die fünf beobachten und ihm berichten. Auf die Ferne hatte er sie all die Jahre im Blick und tat sich gelegentlich als unsichtbarerer Retter in verschiedenen Lebenslagen hervor. Nun wollte er mit Anjas Hilfe und ohne deren explizites Wissen darüber herausfinden, welche der Personen sich für die Vorstandsarbeit der Stiftung seiner verstorbenen und innig geliebten Frau Judith eignen würde. Aus Anjas Tastatur lernen wir Jan, Hans, Danille, Julia und Herr Nummer 5, dessen Name mir gerade entfallen ist, oberflächlich kennen. Auch Anja scheint in den Zeilen immer wieder durch. Sie hat ein enges Verhältnis zu Max. Das Format wirft spannende Fragen auf: wie nimmt mich eigentlich jemand anders wahr? Was würde vielleicht über mich geschrieben werden? Würde ich mich auf so eine Reise einlassen? Was würde ich als Anja beobachten und schreiben? …. Ich fand die Lektüre also durchaus anregend und unterhaltsam. Die allerletzten Seiten hinterließen leider einen sehr gönnerhaft patricharchisch geprägt triefenden Nachgeschmack. Auch wenn Max zur Sorte „alter, weißer Mann“ gehört (und der Autor der Figur womöglich auch), fand ich das bedauerlich.
☀️🍳🤫
Ein schöner Sommerroman für kurze Lesemomente zwischendurch. Anja, erledigt einen kleinen Auftrag, eine kleine geheime Spionage für den älteren Herrn Max und hält ihn mit ihren E-Mails ständig auf dem Laufenden. Gemütlich, einfach und sehr sehr angenehem geschrieben. Ein leichtes, entspanntes Buch zum abschalten und schmunzeln. ✨

Thommie Bayers Roman verbindet gekonnt grosse Leichtigkeit mit Nachdenkenswertem und Tiefgründigem und wird sicher nicht der letzte sein, den ich von ihm lese.
Thommie Bayers Briefroman "Sieben Tage Sommer" habe ich mit viel Freude gelesen. Das Buch hat mich gedanklich in die Provence reisen lassen, und da Thommie Bayers Hauptfigur Anja, die hier mit ihrem väterlichen Freund Max korrespondiert, viel von der Schönheit des südlichen Sommers erzählt, habe ich diese Reise sehr genossen.

Plätschert ruhig dahin
Nach vielen Jahren trifft sich eine Gruppe Menschen wieder, die ein Geheimnis verbindet. Nur der Gastgeber erscheint nicht, sondern lässt seine Gäste vom „Hausmädchen“ vor Ort einschätzen. Das Buch ist unaufgeregt und schlank gehalten. Man kann es also perfekt in kurzer Zeit durch schmökern. Die gewählte Briefform ist angenehm. Aber manchmal hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.
Kurzweiliger Briefroman, Ende leider enttäuschend
Ein reicher Mann lädt fünf Menschen, die ihm vor dreißig Jahren aus einer brenzlichen Situation gerettet haben zum Jubiläum in sein Anwesen in Südfrankreich. Er selbst stößt vorerst nicht dazu, lässt aber eine gute Freundin als Haushälterin Bericht erstattet. In dem E-Mail-Austausch zwischen den beiden erfahren wir einiges über die Vergangenheit der Hauptfiguren sowie der geladenen Gäste. Insgesamt spannend geschrieben und sympathisch, leider ist das Ende eher schwach. Zu den fünf Gästen erfahren wir nichts mehr. Das Potential wurde meines Erachtens nicht ausgeschöpft. Schade.
„Ich misstraue Menschen aller Couleur, ob es sich um Gurus, Hippies, Sozialisten, Pfarrer oder Künstler handelt, die behaupten, der sogenannten Gier nach Materiellem nicht erlegen zu sein. Sie haben entweder ein sicheres Einkommen oder sind Erben oder machen gar ihr Geschäft mit diesem Geschwafel.“ Auf dieses Buch wurde ich mal wieder durch meinen liebsten Podcast „zwei Seiten“ aufmerksam. Max Torberg scheint ein Mensch zu sein, der an andere Menschen denkt. Nur ist der Protagonist im Roman „Sieben Tage Sommer“ von Thommie Bayer nicht mittendrin, sondern nur über Bande dabei. Im virtuellen Briefroman tauscht er sich mit Anja Sevening aus, die er als Komplizin für seine Mission gewonnen hat. Er möchte fünf Menschen, die in einer besonderen Beziehung zu ihm stehen, über Anja nach 30 Jahren wieder oder neu kennenlernen. Die Architektin baut in ihren Lautmalereien, die sich schon vom ersten Satz an trefflich entfalten, ein filigranes und sensibles Bild der fünf Max fremd gebliebenen und doch durch ein schicksalhaftes Ereignis verbundenen Personen. Sie hat eine sehr gute Beobachtungsgabe. Zu Beginn ist man allen Akteuren neutral gegenüber, aber je mehr man liest wie sie dem Alkohol frönen und wie ihre Art so ist, desto mehr findet man seinen Liebling und diejenigen, die man nicht mag. Das Urteilen geht dabei enorm schnell. „Sieben Tage Sommer“ ist ein poetischer, wärmender und gleichzeitig erfrischender Einblick in das Seelenleben von Anja und Max. Und das, obwohl sie nur selten über sich, dafür um so mehr über André, Danielle, Hans, Jan und Julia schreiben. Ich habe ehrlich gesagt recht lange gebraucht eh ich von dem Ganzen gefesselt war, was sicherlich an den Mails lag und dass man eben nur über Dritte etwas zu den Figuren erfährt und nicht hautnah dabei ist. Fazit: Definitiv mal was anderes und enorm kurzweilig, aber lange nachwirken wird diese Geschichte nicht.

Ein wunderbarer Roman, der mich durch seine Briefform, präzise Beschreibungen der unterschiedlichen Charaktere und der Frage nach der Absicht, die im Verlauf des Romans zunehmend unwesentlich wird, in den Bann gezogen hat. Ganz nach dem Sprichwort 'Der Weg ist das Ziel.' habe ich es sehr genossen den kurzweiligen Roman zu lesen.
Ich kann morgen gut vorstellen, noch weitere Romane von Thommie Bayer zu lesen - Der Roman macht Lust auf mehr 🙂


























