Sieben Nächte

Sieben Nächte

Softcover
2.860
VöllereiOblomowDas Hier Ist WasserPferderennbahn Hoppegarten

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Description

Schließt die Augen und zerbrecht das Glas. Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhandenkommt. Dass er erwachsen wird. Doch ein Bekannter hat ihm ein Angebot gemacht: Sieben Mal um sieben Uhr soll er einer der sieben Todsünden begegnen. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. »Sieben Nächte« ist ein Streifzug durch die Stadt, eine Reifeprüfung, die vor zu viel Reife schützen soll, ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend. »Sieben Nächte kann das Buch der nächsten Generation werden.« Florian Illies. »Was für ein leidenschaftliches, angstfreies, traditionstrunkenes, zukunftsgieriges Kampfbuch gegen die Abgeklärtheit. Gegen die Müdigkeit der In-Spuren-Geher. Ein Pamphlet für die Offenheit der Herzen.« Volker Weidermann

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
144
Price
10.30 €

Author Description

Simon Strauß, geboren 1988 in Berlin, studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Hospitanzen und eine Gastdramaturgie am Theater. Mitorganisator des Jungen Salons in Berlin. 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer althistorischen Arbeit über »Konzeptionen römischer Gesellschaft bei Theodor Mommsen und Matthias Gelzer«. Er lebt in Frankfurt, ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Posts

13
All
3

Interessantes Thema, jedoch nur mittelmäßig umgesetzt

Zunächst habe ich mit ziemlich wenig Motivation angefangen zu lesen, da ich es als Schulprojekt lesen muss, das Thema und die Grundidee konnten mich jedoch ziemlich schnell begeistern, da die Angst vor dem Erwachsenwerden und dem Übergang zu einem sich endlos wiederholenden Alltag für mich sehr ansprechend waren. Auch das Grundkonzept des Buches, dass der Protagonist in sieben Nächten jeweils um 7 Uhr eine der sieben Todsünden begeht und dann bis morgens um 7 Uhr einen siebenseitigen Bericht dazu schreibt, wie es ihm dabei ging, fand ich genial. Denn somit ist das Buch klar in Abschnitte geteilt. Ein Manko ist jedoch meiner Meinung nach, dass diese Berichte seiner Emotionen in diesen Nächten durch das Format des Buches tatsächlich nie sieben Seiten lang ist, was irgendwie schade ist. Außerdem hat das Buch, da der Autor jedes Kapitel tatsächlich in einer Nacht verfasst hat, eine sehr rohe, emotionale Sprache, was es irgendwie noch echter und persönlicher macht, aber gleichzeitig manchmal schwer verständlich. Jedoch ist die eigentlich geniale Idee in dem Buch nur mittelmäßig umgesetzt, denn die Todsünden werden meist nur kurz angeschnitten, es gibt wenig direkte Handlung und man bemerkt keine wirkliche Entwickelung des Protagonisten, auch wenn er eigentlich gerade durch eine große Reifeprüfung geht. Insgesamt also gute Idee und fantastisches Kozept, jedoch wenig fesselnd und überbringt nicht unbedingt die Botschaft, die es eigentlich haben soll, da es kaum Entwicklung gibt.

2.5

Vorweg hab ich was komplett anderes erwartet. Der Protagonist befasst sich hauptsächlich mit Gesellschaftskritik, was ich teilweise ok finde aber es wird auch oft schnell langweilig. Es war ein starkes Metahpern-schreiben und entweder bin ich zu intellektuell eingeschränkt dafür oder es hat einfach vieles keinen Zusammenhang und Sinn gehabt. Mit 138 Seiten war es schnell durchgearbeitet aber für mich eigentlich eher enttäuschend.

1

Sehr interessantes Konzept, die sieben Todsünden in sieben Nächten durchleben klingt als könnte es ein faszinierendes Buch werden. Nur die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Es ist, um es kurz zu fassen, einfach nur langweilig. Gerade aus dieser Thematik hätte man doch irgendwas halbwegs lesenswertes machen können, aber der Protagonist ist so fade und grau und seine "Umsetzung" der Todsünden ist absolut belanglos.

1

Ich bin wirklich froh, dass dieses Buch nur 138 hat. Generell liegt die Story eher außerhalb meines üblichen Beuteschemas, aber ich dachte mir halt, ich könnte mal etwas Neues probieren. Doch jetzt nach dem Lesen würde ich das Buch nicht einmal Freunden empfehlen, von denen ich weiß, dass sie öfter solche Bücher lesen. Das Buch ist ein gesamter Monolog, aufgeteilt in 9 Kapitel, eins vor den besagten sieben Nächten, eins danach und dazwischen je eines zu den sieben Todsünden. Im ersten Kapitel wird eigentlich hauptsächlich auf den Klappentext eingegangen, wobei einige Informationen aus dem Klappentext überhaupt nicht auftauchen und auch später im Buch nicht zu finden sind. Das "Fehlen der Informationen" würde ich nicht einmal so schlimm finden, wenn der Schreibstil wenigstens angenehm wäre. Da das Ganze aber ein Monolog ist, erschien mir alles ein wenig wirr, so wie Gedanken eben hin und her springen. Leider führte das auch dazu, dass die Geschichte für mich nicht wirklich ein Ende hat, sich aber vom Anfang aus auch gar nicht weiter entwickelt, im Grunde philosophiert der Erzähler die gesamte Zeit nur darüber, wie schlecht es ihm geht, was ihm nicht gefällt, etc.

2

Sehr viele weise und schöne Worte, dennoch so anspruchsvoll zu lesen, dass ich immer wieder mit den Gedanken abgeschweift bin. Auf jeden Fall kleine leichte Unterhaltung.

1.5

Leider fand ich das Buch gar nicht gut.. 1,5 Sterne bekommt es aufgrund des guten Schreibstils! Abgesehen davon hat es mir leider nicht gefallen.. Ich habe nicht so ganz den Sinn dahinter verstehen können und es kam mir so vor als wären lauter zusammenhanglose Situationen zusammengeschrieben worden. Auch die „Sünden“ sind meines Erachtens nicht so richtig daraus hervorgegangen..

4

Das ist schon wieder so ein Buch, das ich zweimal lesen/hören muss. Hier kommt's auf jede Feinheit drauf an. Mich wundert nicht, dass das Buch von einigen in Richtung regressiver Konservatismus gedeutet wurde. Ich versuche mal zu begründen warum ich das anders sehe: Erstes Zitat des Buches, der Songtext "Dandy" von the Kinks - Abneigung gegenüber bürgerlicher Konventionen, gesellschaftlicher Normen, Autonomie, Überlegenheit gegenüber der Masse. Danach folgt ein Zitat von Gottfried Benn "fernbestimmtes Du musst". Die Determiniertheit des Leben, da der Tod unausweichlich ist. Mit diesen beiden Gedanken müssen wir uns in den Text stürzen. Ich erlebe in dem Buch einen sehnsüchtigen Träumer, der in Dandymanier, voller Angst, dem Wunsch nach Mut, eine Reifeprüfung ablegt und sich für Ideale, Tugenden und Prinzipien ausspricht und um seine Freiheit vor dem gesellschaftlichen"du musst" kämpft. Diese Angst im Nacken, hat schon so manchen zur Nostalgie verführt. "Vielmehr setzt Freiheit die bewußte Erkenntnis jener Prozesse voraus, welche zur Unfreiheit führen, und die Kraft des Widerstands, die weder vor diesen Prozessen romantisch in die Vergangenheit flüchtet, noch sich ihnen blindlings verschreibt." Max Horkheimer/Theodor W. Adorno, »Vorurteil und Charakter« (1952) - [das ich mal Adorno zitieren würde, unfassbar

3

Ein Buch, das mich wirklich enttäuscht hat. Ich habe mir vom Klappentext her etwas gewünscht, dass weniger theoretisch geblieben wäre, denn jede Todsünde wird eigentlich nur mit Gedanken des Erzählers untermalt. Wir haben nichts als seine Gedanken, die teilweise langweilig, teilweise dann doch sehr tiefgründig, manchmal einfach nur überzogen oder schwülstig oder hochgestochen sind. Manchmal philosophisch aber des Öfteren bekommt man einfach nur das Gefühl, dass der Charakter hier sich ganz schön wichtig nimmt und auf andere herabblickt. Dadurch und auch durch seine Art und Weise wird er einfach für mich sehr unsympathisch. Und das zog sich durch das ganze Buch. Leider war das hier nichts für mich. Es gab nette Ansätze und man spürte auch heraus, dass der Autor definitiv mit Worten umgehen kann und auch damit etwas rüberbringt, aber was er hier rüberbrachte, war einfach überhaupt nicht mein Fall. Schade.

2

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch leider nicht gefallen. Das dem Erzähler von jemandem angeboten wird, in sieben Nächten jeweils einer Todsünde zu frönen, um sich am Ende selbst zu finden hat mir als Idee sehr gefallen. Leider legte dieses Buch den Fokus mehr auf die philosophische Sicht der Todsünden. Ich hatte mir eine etwas mehr plot-orientierte Geschichte gewünscht. Zum Anfang war mir auch der Ich-Erzähler extrem unsympatisch. Er jammerte nur herum, er würde jetzt bald 30 und habe noch nichts Weltbewegendes gemacht oder erschaffen. Und ist der Meinung, ab dem 30. Geburtstag ist das ja nicht mehr möglich und um glücklich zu werden MÜSSE man eine Oper, einen Roman schreiben oder zumindest eine Weltrevolution angestachelt haben. Seiner Ansicht nach folgt danach nur noch Frau, Kind und Festanstellung. Irgendwie fühlte ich mich an den jungen Werther erinnert... Einige Leute scheinen zu viel Zeit zum Nachdenken zu haben und fangen an auf sehr hohem Niveau zu jammern. Gegen Ende wurde er etwas versöhnlicher und hat für sich entschlossen, dass das Leben auch mit 30 noch lebenswert sein kann und durchaus auch noch Überraschungen bereit halten kann. Wer gerne gehobene Literatur und schöne Formulierungen liest, kommt bei dem Buch durchaus auf seine Kosten, kann ich mir denken! Für mich war es leider nichts. Ich habe etwas ähnliches wie im Film "Sieben" erwartet. Vielleicht natürlich nicht ganz so brutal und ohne die Thrillerelemente. Aber doch etwas düsterer mit Mystik und Versuchung. Jedenfalls nicht, dass z.B. bei Völlerei über die Grundsätze über den Verzehr oder Nicht-Verzehr von Fleisch sinniert wird.

4

Buch bietet Interpretationsmöglichkeiten und regt zum Nachdenken an. Ist allerdings recht langweilig. Wenn es nicht nur überschaubare 140 Seiten wären, wäre es vermutlich sehr zäh zu lesen.

3.5

Kurz, aber anspruchsvoll

Ich weiß noch genau, wie ich als Jugendliche dieses Buch in der Hand hatte. Teilweise musste ich Seiten 2-3 Mal lesen, um einen Sinn zu verstehen. Es ist durchaus interessant und die Worte sind interessant gewählt. Dennoch würde ich es nicht empfehlen, wenn man Lesen eigentlich zur Entspannung nutzen will. Wer etwas anspruchsvolles braucht, ist hier jedoch vollkommen richtig.

2

Ach, immer diese Angst vor dem Alter Das Buch: S wird bald 30 Jahre alt. Doch er zweifelt mit sich und dem Alter. Ist das alles, was er hat? Wie soll seine Zukunft aussehen? Ist er wirklich schon erwachsen? Will er das überhaupt? Ein Freund macht ihm einen Vorschlag: sieben Nächte solle er jeweils eine Totsünde „durchleben“ und aufschreiben. Und dies tut er hier, auf dem Weg sich selbst zu finden…. Fazit: Dies ist das typische Beispielbuch, wenn es darum geht, große Erwartungen durch Klappentext aufzubauen und beim Lesen absolut zu vernichten. Denn hier werden keine Abenteuer über die Nächte mit den Todsünden beschrieben. Der Erzähler S schreibt einfach seine Gefühle auf. Und das sehr verschnörkelt, bemitleidenswert und weinerlich. Die Angst vor dem Alter und dem Alltagstrott kann man durchaus anders lösen. Dass die Todsünden nicht in einer Woche passieren, geschenkt. Aber es ist schon schlimm, wenn der Leser nicht die Sünden erkennt. Jedes Kapitel steht für eine Sünde. Doch durch die lateinischen Begriffe erkennt man diese nicht sofort. Erst das Glossar gibt Aufschluss. Aber es bleibt ein Rätsel: Die Sünden passen oft nicht zu dem Kapitelinhalt. Denn dort passiert wie bereits erwähnt einfach nichts. Ich weiß nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Es soll episch sein, kommt aber leider nur als Klagelied beim Leser an. Denn diese Mid-Life-Crisis kann man durchaus besser und interessanter lösen, als über die Todsünden zu schreiben. Zumal die Sünden kaum eine Rolle spielen. Es geht ja eher um diese Dramatik, das Gefühl des Elends. – Kam bei mir nicht an. Es ist ein Buch, das viele falsche Erwartungen weckt. Das hat es eigentlich nicht verdient. Aber trotzdem bleibt die Frage, was der Autor mit diesem Buch bezwecken wollte? https://booksoftination.wordpress.com/2017/09/13/simon-strauss-sieben-naechte/#more-2724

3

Ein paar Kapitel waren besser als andere, deshalb nur 3 Sterne. Sonst fand ich’s echt gut. Ich mag kaputte Charaktere, die ein wenig dramatisch sind ;)

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