Schicksalsstunden einer Demokratie

Schicksalsstunden einer Demokratie

Hardback
4.618

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Description

Vom Untergang einer Demokratie - Volker Ullrich erzählt die Geschichte Weimars für unsere Zeit

Demokratien sind fragil. Freiheiten, die fest errungen scheinen, können verspielt werden. Wenige historische Ereignisse verdeutlichen dies so eindringlich wie das Scheitern der Weimarer Republik. Volker Ullrich erzählt eines der größten Dramen der Weltgeschichte - anschaulich, spannend und nahe an den handelnden Personen. Chancen blieben ungenutzt, Alternativen wurden verspielt. Nichts war zwangsläufig oder unvermeidbar. Die Schicksalsstunden einer Demokratie, es gab sie von den Anfängen in der Revolution von 1918 bis zu den verhängnisvollen Tagen im Januar 1933. Es kommt auf die konkreten Handlungen einzelner Personen an - damals wie heute. Eine Lektüre, die beklemmende Parallelen zur Gegenwart zeigt.

Die Geburt der Weimarer Republik stand unter einem denkbar ungünstigen Stern. Das deutsche Kaiserreich hatte den Weltkrieg krachend verloren. Der Versailler Vertrag legte dem besiegten Land harte Bedingungen auf. Eine nicht abreißende Kette von Krisen - unterbrochen nur durch eine Phase scheinbarer Stabilisierung Mitte der 20er Jahre erschütterte die Republik. Doch trotz aller Belastungen - das Experiment der ersten deutschen Demokratie war nicht von allem Anfang an auf ein ruhmloses Ende angelegt. In seinem packenden Buch zeigt der renommierte Historiker und Publizist Volker Ullrich, dass es immer wieder Gelegenheiten gab, die Weichen anders zu stellen, von der Gründungsphase der Republik bis zum Januar 1933. So ist Ullrichs Buch auch eine eindringliche Mahnung: Wir haben es in der Hand, ob die Demokratie siegt oder scheitert.

Dass deutsche Historiker auch elegant und fesselnd schreiben können, beweist Volker Ullrich. Spannender als mancher Krimi. Martin Doerry, SPIEGEL Plus

Das Scheitern der Weimarer Republik: eines der größten politischen Dramen der Weltgeschichte
Wie Demokratien sterben und wie sie gerettet werden können
Beklemmende Parallelen zu unserer Gegenwart
Spannend erzählt: man liest mit angehaltenem Atem
Internationaler Bestsellerautor

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Politics
Format
Hardback
Pages
383
Price
26.80 €

Author Description

VOLKER ULLRICH ist promovierter Historiker und leitete von 1990 bis 2009 bei der Wochenzeitung Die ZEIT das Ressort Politisches Buch. Er hat eine ganze Reihe von einflussreichen historischen Werken vorgelegt, darunter Die nervöse Großmacht. Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs 1871-1918 (1997) und eine hochgelobte zweibändige Hitler-Biographie (2013 und 2018), die in viele Sprachen übersetzt wurde. Volker Ullrich erhielt 1992 den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik und 2008 die Ehrendoktorwürde der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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Vom Ende des des ersten Weltkriegs 1918 bis zu Hitlers Machtergreifung 1933 stellt das Buch gut strukturiert die Entwicklung und das Ende der ersten deutschen Demokratie dar: Der Weimarer Republik. Es zeigt, dass es nicht den einen Grund gab, sondern viele kleine Faktoren zum Scheitern der Republik führten. Bis zuletzt hat es immer wieder Möglichkeiten gegeben, der Geschichte einen anderen Verlauf zu geben.

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Geradezu akribisch analysiert Volker Ullrich das Scheitern der Weimarer Republik. Das ist manchmal mühsam zu lesen, wenn zum Beispiel immer wieder detaillierte Wahlergebnisse dokumentiert werden. Ansonsten ist es aber hochinteressant, vielfach sogar spannend. Eine Schlüsselszene ist die Wahl des Reichspräsidenten 1925. Nur denkbar knapp hat sich Hindenburg gegen Marx durchgesetzt. Gar nicht auszudenken, wie die Geschichte bei anderem Wahlausgang verlaufen wäre. Aufschlussreich ist auch, wo die Nazi-Ideologie auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist: In Bayern, aber auch in Thüringen...

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Entscheidend ist die Entschiedenheit

Volker Ullrich gelingt es in "Schicksalsstunden einer Demokratie" durch die hohe Anschaulichkeit, die klare Struktur und die eindeutige, zunächst fast plakative These eine überaus breite Leserschaft anzusprechen: Das Scheitern der ersten deutschen Demokratie war weder vorherbestimmt noch unabwendbar, sondern das Ergebnis viel zu vieler verpasster Chancen innerhalb einer kontingenten Entwicklung. Dafür analysiert der Historiker zehn verschiedene Schlüsselmomente zwischen 1918 und 1933 hinsichtlich der Möglichkeiten, die sich politischen Akteuren zur Eindämmung oder Abweisung autoritärer Versuche geboten hatten, die Republik zu untergraben oder auszuhöhlen. Die Kernvorwürfe sind schnell zusammengefasst: Demokratisches Abwehrhandeln war entweder zu zögerlich erfolgt oder politische Repräsentanten in ihrem Umgang mit Anwehrerfolgen zu bescheiden - und viel zu oft schwächen persönliche Aversionen, ein falscher Stolz, nachgetragene Verschnupftheit oder die Verkopfung auf die eigenen Interessen so vieler beteiligter Akteure die gemeinsame -mithin kraftvolle- Verteidigung der Demokratie gegen autoritäre Umsturzversuche. Viel zu oft hätte es Demokraten durch die Rückbesinnung auf gemeinsame Werte gelingen können, ihre Feinde abzuwehren. Damit fokussiert das Buch nicht die Verletzlichkeit, sondern viel eher die Wehrhaftigkeit von Demokratien - auch gegen einen Feind, der sich eben nicht an die politischen Spielregeln hält. In Zeiten der allgemeinen Verunsicherung braucht es Werke wie diese, die quellennah und kenntnisreich aufzeigen, dass das unbedingte Eintreten für unsere Demokratie nicht nur erforderlich, sondern auf allen Ebenen möglich ist, wenn wir uns nicht von einer falschen Toleranz gegenüber Intoleranz einschränken lassen.

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