Scherbenmond
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Description
Book Information
Posts
„Scherbenmond“ knüpft im Tempo und in der Detailfülle an „Splitterherz“ an und wirkt ebenfalls stellenweise langatmig, konnte mich aber in manchen Punkten stärker abholen. Besonders mochte ich die Freundschaft zwischen Tillmann und Eli, das Hamburg‑Setting sowie die Handlung rund um ihren Bruder Paul: die offenen Fragen, die nach und nach aufgelöst werden, und der Umgang mit den daraus entstehenden Erkenntnissen bringen spürbar mehr Spannung in die Geschichte. Gleichzeitig bleibe ich mit der Romance‑Ebene auf Distanz – Colin bleibt für mich zu rätselhaft, oft abwesend und in Elis Träumen eher bedrohlich; er fordert Vertrauen, ohne wirklich greifbar zu sein, und genau dadurch konnte ich emotional nicht bei der Liebesgeschichte anknüpfen. Vielleicht hat mir der zweite Band gerade deshalb besser gefallen, weil Colin weniger präsent ist und der Fokus stärker auf Eli, ihrem Umfeld und der Familiengeschichte liegt. Der Stil bleibt sehr bildhaft, emotional und detailreich, die Figuren sind grundsätzlich gut ausgearbeitet, auch wenn die teils abrupten Stimmungswechsel und Emotionen der Charaktere für mich nicht immer nachvollziehbar waren.
Klasse 2ter Teil der Trilogie
Ich könnte es nicht abwarten mit dem 2. Teil zu starten. Es hat sich sehr gut lesen lassen, toller Schreibstil wie schon im ersten Teil. In diesem Teil wird es schon zwischendurch ziemlich düster und faszinierend wozu starke Gefühle und Neugier "einen" verleiten lassen. Auch hier wieder großartige Charaktere. Ich fand diesen Teil der Trilogie am besten.
Noch nie haben sich Seiten so schnell gelesen und noch nie hatte ich es mit so einer anspruchsvollen und komplexen Persönlichkeit einer Prota zu tun, wie in dieser Reihe! Ellie ist eine geniale Charaktärin, manchmal habe ich wirklich an ihrem Verstand gezweifelt, weil sie so irre auf mich gewirkt hat, dabei war sie gleichzeitig so verdammt schlau, hat viel mehr wahrgenommen als andere Menschen und ihr Verstand läuft auf Hochtouren. Trotzdem gab es Parts in denen ich dachte ,was läuft denn da jetzt schief‘. Echt genial geschrieben weil Elli und Collin so unberechenbar sind, weiß man nie so recht, was als nächstes passiert. Als es um den Kampf mit Pauls Mahr ging war ich nur geflasht wie die Autorin es geschafft hat Ellie so in Aktion zu setzen! Ich war sowas von Baff als sie geglaubt hat Collin würde sie töten, sie war so überzeugt zu sterben und es hätte auch super ins Chema gepasst, wie sie sich all die merkwürdigen, beängstigenden Dimge zusammengereimt hat. Aber Collin hatte natürlich andere Pläne, hat sie aber trotzdem fast in den Tod getrieben. Das ganze war echt genial geschrieben und ist nichts für schwache Nerven. Natürlich Leseempfehlung!
Ellie weint und schläft ein bisschen weniger, aber verurteilt stattdessen die Gedanken, das Gewicht & die Sexualität anderer. Wäre sie halb so intelligent, wie sie sich selbst darstellt, wäre das Buch wesentlich kürzer gewesen, denn sie geht so unfassbar starrköpfig und vernunftlos durch das Leben, dass es echt weh tut zu lesen. 2 Sterne, weil ich die Nachtmahr Handlung mag.
Nachdem die Gefahr um Tessa vorerst gebannt ist, könnte Ellie jetzt aufatmen. Aber dann verschwindet ihr Vater spurlos und hinterlässt ihr den Auftrag ihren Bruder Paul von Nachtmahren, Halbblütern und Cambions zu überzeugen und ihn zurück in die Familie zu holen. Leichter gesagt als getan, glaubt dieser doch, dass seine Familie kollektiv unter Geisteskrankheit leidet. Zudem ist sein neuer Freund Francoise Ellie unsympathisch und irgendetwas scheint ihr an dieser Beziehung nicht koscher. Unterstützung bei ihrer Mission bekommt sie von Tillmann, den Tessas Gift in einen Frauenschwarm verwandelt hat und der Journalistin Gianna. Und als wenn dies nicht genug wäre, gestaltet sich ihre Beziehung zu Colin auch von Tag zu Tag schwieriger. Aber Ellie schafft es sich durchzubeißen und erfüllt die ihr gestellte Aufgabe mit Bravur, nicht ohne ein oder zwei seelische Blessuren davonzutragen. Aber auch am Ende dieses Teils ist ihr kein glückliches Ende mit Colin vergönnt. Ich gebe es zu, ich war mehr als einmal versucht, diesem Buch Gewalt anzutun, so frustriert und genervt war ich an diversen Stellen beim Lesen. Hat mich Ellie im ersten Teil noch in Tiefschlaf versetzt, reizte mich ihre Art hier bis auf das Blut. Dümmlich, patzig und zickig stolpert sie durch die gesamte Geschichte. Sie betont alle Nase lang wie clever sie ist, dabei unterstellt sie ihrem Lehrer eine Affäre nur weil der ihre Mutter duzt oder fährt einfach ohne sich zu informieren los ihren Bruder in Hamburg zu suchen. Tillmann ist auch nicht mehr der liebenswerte Charakter den man aus Splitterherz kennt. Er raucht Hasch, bestiehlt seine beste Freundin und wenn es sein muss greift er auch schon mal zu Kokain um wach zu bleiben. Nerviger als Ellie war nur noch Gianna. Ich hatte eine toughe Journalistin erwartet, aber was bekomme ich, das Äquivalent einer vorlauten 12 jährigen. Die Ellie schon mal rotzig fragt ob sie denn schon angestochen wurde von einem Typen. Und die obwohl sie alle Beteiligten kaum kennt ihr ganzes Seelen- und Sexualleben vor ihnen ausbreitet. Neben diversen verbalen Entgleisungen der Autorin fand ich erschreckend, wie sorglos und stellenweise abwertend sie mit den Themen Homosexualität, Drogenmissbrauch und familiäre Gewalt umgeht, das hätte ich mir in einem Buch aus dem Bereich Young Adults etwas formschöner gewünscht. Gestört haben mich ebenso die etwas hölzerne Dialogführung der Protagonisten und ein all zu flapsige Unterton an bestimmten Stellen. Zudem sind mir ein paar Ungereimtheiten aufgefallen, die meiner Meinung nach so nicht hätten sein müssen. Fiel es Ellie im ersten Teil noch schwer auch nur einen Schluck Bier hinunter zu bekommen, schüttet sie sich hier eine halbe Flasche Ramazotti mit Gianna in Pauls Küche rein und betonte sie im ersten Teil noch dieses ganze Geschminke und Püppchengehabe läge ihrem Charakter fern, beschwert sie sich in Scherbenmond wie unförmig sie in den Sachen der Vogelwärterin ausschaut und das ihr der Karatedress nicht steht. Letztendlich bin ich mit dem Teil noch weniger warm geworden als mit dem vorherigen und habe ihn nur gelesen, weil der Grundgedanke der Story mir nach wie vor gefällt und man sich nicht geistig verrenken muss beim Lesen. Rückblickend kann ich nur sagen, dass verglichen mit Scherbenmond die Charaktere in Splitterherz viel liebevoller gearbeitet waren und eher Empathie im Leser zu wecken vermochten. Es ist eher unwahrscheinlich das Teil 3 noch auf meine Wunschliste kommt. Das würde das arme Buch wahrscheinlich nicht überleben.
Kurzbeschreibung: Längst ist der Sommer vergangen, der Elisabeth Sturm die Augen öffnete für die gefährliche Welt der Mahre, der Sommer, in dem sie sich in einen von ihnen verliebte. Seit Monaten ist Colin nun verschwunden und Ellie quält sich durch einen nicht enden wollenden Winter. Die Tage tröpfeln gleichförmig vor sich hin, in den Nächten dagegen wird Ellie von Albträumen heimgesucht, die sie verstört zurücklassen. Um auf andere Gedanken zu kommen, quartiert Ellie sich bei ihrem Bruder in Hamburg ein. Doch sie erkennt Paul kaum wieder: Er wirkt erschöpft und gehetzt und scheint etwas vor ihr zu verbergen. Je mehr sie in Pauls Welt eintaucht, desto deutlicher überkommt Ellie ein Gefühl der Bedrohung und plötzlich weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Sie ahnt nicht, dass ihre Sorge um Paul und ihre Liebe zu Colin sie tiefer verletzen könnten als der abgründigste Traum... Zur Autorin: Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr - nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren. Rezension: Seit Colin Ellie verlassen hat, schlägt sie sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Der kalte, nicht enden wollende Winter tut sein Übriges dazu und nicht nur das: Ellie macht sich auch große Sorgen um den Verbleib ihres Vaters, der seit Monaten spurlos verschwunden ist. Dieser hat Ellie und ihrer Mutter allerdings eine merkwürdige Nachricht hinterlassen. Ellie soll ihren Bruder Paul, der in Hamburg lebt, zurück nach Hause holen. Ellie macht sich also auf den Weg, doch Paul hat sich sehr zum Negativen hin verändert. Er wirkt kraftlos, ohne jeden Antrieb und sein Medizinstudium hat er aufgegeben. Stattdessen arbeitet er nun in einer Galerie bei seinem Freund François. François ist Ellie von Anfang an sehr unsympathisch und bald findet sie auch heraus, warum. Auch Colin sieht sie wieder. Doch was den beiden noch bevorsteht, hätten sie sich nicht in ihren schlimmsten Träumen auszumalen gewagt... Da mir "Splitterherz" letztes Jahr sehr gut gefallen hatte, war ich nun ganz gespannt auf die Fortsetzung und hatte auch große Erwartungen an diesen Band. In "Scherbenmond" wechselt der Hauptschauplatz vom beschaulichen Westerwaldörtchen, in dem Ellie lebt, in die Großstadt Hamburg, Pauls Wohnort. Denn um Paul geht es eigentlich in diesem Buch, denn Ellie soll ihn zurück nach Hause bringen. Ellie war bereits in "Splitterherz" ein recht anstrengender und eigener Charakter, in "Scherbenmond" toppt sie das alles allerdings noch. Ihr zu folgen bleibt anstrengend, ihre oftmals zickige Art, ihre Arroganz und ihr vermeintliches Wissen, das andere nicht haben, nervt zusehends. Für ihr Alter wirkt sie wie ein pubertierendes junges Mädchen, das manches Mal sogar zu Pöbeleien neigt. Dieses Verhalten konnte ich sehr oft nicht richtig nachvollziehen und ernst nehmen. Colin taucht erst spät in der Geschichte auf und leider blieb er für mich dieses Mal recht blass. Seine Begegnungen mit Ellie sind zwar auf den ersten Blick romantisch geschildert, aber ihr Miteinander, ihre Umgangsform und -sprache ließ mich nicht unbedingt in dem Glauben zurück, es hier mit einem verliebten Paar zu tun zu haben. Gut gefallen hingegen hat mir der Charakter von Tillmann, der bereits in "Splitterherz" mit dabei war, und der sich sehr gut weiterentwickelt hat. Ihm merkt man an, dass er durch die Geschehnisse gereift und erwachsener geworden ist, was ich bei Ellie vermisst habe. "Scherbenmond" bleibt für mich eine mittelmäßige Fortsetzung. Auf 688 Seiten hätte ich mir zu Anfang mehr Spannung gewünscht, da sich die ersten 200 Seiten relativ gelangweilt lesen. Trotz allem bin ich auf den abschließenden Band, der im Januar 2012 erscheinen soll, aber noch keinen Titel hat, gespannt, denn ich möchte gerne wissen, wie die Geschichte um Colin und Ellie ausgeht und mehr über den Verbleib von Ellies Vater erfahren. Zur Gestaltung des Buchs: Der Schutzumschlag ist bereits wie sein Vorgänger ein Kunstwerk und wiederum von Maria-Franziska Löhr gestaltet, die dafür ein wirkliches Händchen hat! Einzelne Objekte wie Buchtitel, Herzchen und Schmetterling sind in Spotlackoptik hervorgehoben, jedes Kapitel beginnt mit einer Überschrift, um die sich einzelne Federn legen. Ein schwarzes Lesebändchen rundet diese schöne Gestaltung ab. Fazit: "Scherbenmond" kann leider nicht so sehr begeistern wie "Splitterherz" - das liegt vor allem an der unsympathischen Protagonistin, die oftmals nur nervt. Ich hoffe sehr auf eine Wandlung ihrerseits im letzten Teil der Trilogie.
Ein Jahr ist es her, das ich das erste Buch der Reihe gelesen habe. Damals war ich sehr positiv überrascht. Nachdem ich einige der Reviews zu diesem Band gelesen habe, war ich allerdings etwas voreingenommen. Doch glücklicherweise haben sich diese Befürchtungen nicht bestätigt. Ich wurde erneut mitgerissen in Lissys Welt. Das Buch war in der Tat düsterer und melancholischer als der erste Teil. Doch gleichzeitig hatte er ja auch viel Positives. Ellies Freundschaft zu Tillmann zum Beispiel. Ich fand die Verbindung dieser beiden immer wieder erfrischend und hoffnungsvoll. Und auch die Beziehung zu Colin kam für mich nicht zu kurz. Ich fand die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig, weswegen ich eigentlich immer etwas wehmütig war, wenn ich das Buch weglegen musste, um vielleicht selbst mal zu schlafen oder über den Jahreswechsel unseren Gästen gerecht zu werden :-). Wollte ich doch wissen, wie es mit Colin, Ellie, Tillmann und Co. weitergeht. Sicherlich waren manche Szenen unrealistisch. Doch immerhin ist es Fantasy, ein bisschen Realitätsferne ist das wohl normal. Und was Emotionen und zwischenmenschliche Beziehungen angeht schießt das Buch auch mitunter übers Ziel hinaus. Mich allerdings störte das nur wenig. Welche Liebesroman ist schon realistisch und die sind noch nicht mal Fantasy :-). Somit kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der schon den ersten Teil mochte.
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Book Information
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„Scherbenmond“ knüpft im Tempo und in der Detailfülle an „Splitterherz“ an und wirkt ebenfalls stellenweise langatmig, konnte mich aber in manchen Punkten stärker abholen. Besonders mochte ich die Freundschaft zwischen Tillmann und Eli, das Hamburg‑Setting sowie die Handlung rund um ihren Bruder Paul: die offenen Fragen, die nach und nach aufgelöst werden, und der Umgang mit den daraus entstehenden Erkenntnissen bringen spürbar mehr Spannung in die Geschichte. Gleichzeitig bleibe ich mit der Romance‑Ebene auf Distanz – Colin bleibt für mich zu rätselhaft, oft abwesend und in Elis Träumen eher bedrohlich; er fordert Vertrauen, ohne wirklich greifbar zu sein, und genau dadurch konnte ich emotional nicht bei der Liebesgeschichte anknüpfen. Vielleicht hat mir der zweite Band gerade deshalb besser gefallen, weil Colin weniger präsent ist und der Fokus stärker auf Eli, ihrem Umfeld und der Familiengeschichte liegt. Der Stil bleibt sehr bildhaft, emotional und detailreich, die Figuren sind grundsätzlich gut ausgearbeitet, auch wenn die teils abrupten Stimmungswechsel und Emotionen der Charaktere für mich nicht immer nachvollziehbar waren.
Klasse 2ter Teil der Trilogie
Ich könnte es nicht abwarten mit dem 2. Teil zu starten. Es hat sich sehr gut lesen lassen, toller Schreibstil wie schon im ersten Teil. In diesem Teil wird es schon zwischendurch ziemlich düster und faszinierend wozu starke Gefühle und Neugier "einen" verleiten lassen. Auch hier wieder großartige Charaktere. Ich fand diesen Teil der Trilogie am besten.
Noch nie haben sich Seiten so schnell gelesen und noch nie hatte ich es mit so einer anspruchsvollen und komplexen Persönlichkeit einer Prota zu tun, wie in dieser Reihe! Ellie ist eine geniale Charaktärin, manchmal habe ich wirklich an ihrem Verstand gezweifelt, weil sie so irre auf mich gewirkt hat, dabei war sie gleichzeitig so verdammt schlau, hat viel mehr wahrgenommen als andere Menschen und ihr Verstand läuft auf Hochtouren. Trotzdem gab es Parts in denen ich dachte ,was läuft denn da jetzt schief‘. Echt genial geschrieben weil Elli und Collin so unberechenbar sind, weiß man nie so recht, was als nächstes passiert. Als es um den Kampf mit Pauls Mahr ging war ich nur geflasht wie die Autorin es geschafft hat Ellie so in Aktion zu setzen! Ich war sowas von Baff als sie geglaubt hat Collin würde sie töten, sie war so überzeugt zu sterben und es hätte auch super ins Chema gepasst, wie sie sich all die merkwürdigen, beängstigenden Dimge zusammengereimt hat. Aber Collin hatte natürlich andere Pläne, hat sie aber trotzdem fast in den Tod getrieben. Das ganze war echt genial geschrieben und ist nichts für schwache Nerven. Natürlich Leseempfehlung!
Ellie weint und schläft ein bisschen weniger, aber verurteilt stattdessen die Gedanken, das Gewicht & die Sexualität anderer. Wäre sie halb so intelligent, wie sie sich selbst darstellt, wäre das Buch wesentlich kürzer gewesen, denn sie geht so unfassbar starrköpfig und vernunftlos durch das Leben, dass es echt weh tut zu lesen. 2 Sterne, weil ich die Nachtmahr Handlung mag.
Nachdem die Gefahr um Tessa vorerst gebannt ist, könnte Ellie jetzt aufatmen. Aber dann verschwindet ihr Vater spurlos und hinterlässt ihr den Auftrag ihren Bruder Paul von Nachtmahren, Halbblütern und Cambions zu überzeugen und ihn zurück in die Familie zu holen. Leichter gesagt als getan, glaubt dieser doch, dass seine Familie kollektiv unter Geisteskrankheit leidet. Zudem ist sein neuer Freund Francoise Ellie unsympathisch und irgendetwas scheint ihr an dieser Beziehung nicht koscher. Unterstützung bei ihrer Mission bekommt sie von Tillmann, den Tessas Gift in einen Frauenschwarm verwandelt hat und der Journalistin Gianna. Und als wenn dies nicht genug wäre, gestaltet sich ihre Beziehung zu Colin auch von Tag zu Tag schwieriger. Aber Ellie schafft es sich durchzubeißen und erfüllt die ihr gestellte Aufgabe mit Bravur, nicht ohne ein oder zwei seelische Blessuren davonzutragen. Aber auch am Ende dieses Teils ist ihr kein glückliches Ende mit Colin vergönnt. Ich gebe es zu, ich war mehr als einmal versucht, diesem Buch Gewalt anzutun, so frustriert und genervt war ich an diversen Stellen beim Lesen. Hat mich Ellie im ersten Teil noch in Tiefschlaf versetzt, reizte mich ihre Art hier bis auf das Blut. Dümmlich, patzig und zickig stolpert sie durch die gesamte Geschichte. Sie betont alle Nase lang wie clever sie ist, dabei unterstellt sie ihrem Lehrer eine Affäre nur weil der ihre Mutter duzt oder fährt einfach ohne sich zu informieren los ihren Bruder in Hamburg zu suchen. Tillmann ist auch nicht mehr der liebenswerte Charakter den man aus Splitterherz kennt. Er raucht Hasch, bestiehlt seine beste Freundin und wenn es sein muss greift er auch schon mal zu Kokain um wach zu bleiben. Nerviger als Ellie war nur noch Gianna. Ich hatte eine toughe Journalistin erwartet, aber was bekomme ich, das Äquivalent einer vorlauten 12 jährigen. Die Ellie schon mal rotzig fragt ob sie denn schon angestochen wurde von einem Typen. Und die obwohl sie alle Beteiligten kaum kennt ihr ganzes Seelen- und Sexualleben vor ihnen ausbreitet. Neben diversen verbalen Entgleisungen der Autorin fand ich erschreckend, wie sorglos und stellenweise abwertend sie mit den Themen Homosexualität, Drogenmissbrauch und familiäre Gewalt umgeht, das hätte ich mir in einem Buch aus dem Bereich Young Adults etwas formschöner gewünscht. Gestört haben mich ebenso die etwas hölzerne Dialogführung der Protagonisten und ein all zu flapsige Unterton an bestimmten Stellen. Zudem sind mir ein paar Ungereimtheiten aufgefallen, die meiner Meinung nach so nicht hätten sein müssen. Fiel es Ellie im ersten Teil noch schwer auch nur einen Schluck Bier hinunter zu bekommen, schüttet sie sich hier eine halbe Flasche Ramazotti mit Gianna in Pauls Küche rein und betonte sie im ersten Teil noch dieses ganze Geschminke und Püppchengehabe läge ihrem Charakter fern, beschwert sie sich in Scherbenmond wie unförmig sie in den Sachen der Vogelwärterin ausschaut und das ihr der Karatedress nicht steht. Letztendlich bin ich mit dem Teil noch weniger warm geworden als mit dem vorherigen und habe ihn nur gelesen, weil der Grundgedanke der Story mir nach wie vor gefällt und man sich nicht geistig verrenken muss beim Lesen. Rückblickend kann ich nur sagen, dass verglichen mit Scherbenmond die Charaktere in Splitterherz viel liebevoller gearbeitet waren und eher Empathie im Leser zu wecken vermochten. Es ist eher unwahrscheinlich das Teil 3 noch auf meine Wunschliste kommt. Das würde das arme Buch wahrscheinlich nicht überleben.
Kurzbeschreibung: Längst ist der Sommer vergangen, der Elisabeth Sturm die Augen öffnete für die gefährliche Welt der Mahre, der Sommer, in dem sie sich in einen von ihnen verliebte. Seit Monaten ist Colin nun verschwunden und Ellie quält sich durch einen nicht enden wollenden Winter. Die Tage tröpfeln gleichförmig vor sich hin, in den Nächten dagegen wird Ellie von Albträumen heimgesucht, die sie verstört zurücklassen. Um auf andere Gedanken zu kommen, quartiert Ellie sich bei ihrem Bruder in Hamburg ein. Doch sie erkennt Paul kaum wieder: Er wirkt erschöpft und gehetzt und scheint etwas vor ihr zu verbergen. Je mehr sie in Pauls Welt eintaucht, desto deutlicher überkommt Ellie ein Gefühl der Bedrohung und plötzlich weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Sie ahnt nicht, dass ihre Sorge um Paul und ihre Liebe zu Colin sie tiefer verletzen könnten als der abgründigste Traum... Zur Autorin: Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr - nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren. Rezension: Seit Colin Ellie verlassen hat, schlägt sie sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Der kalte, nicht enden wollende Winter tut sein Übriges dazu und nicht nur das: Ellie macht sich auch große Sorgen um den Verbleib ihres Vaters, der seit Monaten spurlos verschwunden ist. Dieser hat Ellie und ihrer Mutter allerdings eine merkwürdige Nachricht hinterlassen. Ellie soll ihren Bruder Paul, der in Hamburg lebt, zurück nach Hause holen. Ellie macht sich also auf den Weg, doch Paul hat sich sehr zum Negativen hin verändert. Er wirkt kraftlos, ohne jeden Antrieb und sein Medizinstudium hat er aufgegeben. Stattdessen arbeitet er nun in einer Galerie bei seinem Freund François. François ist Ellie von Anfang an sehr unsympathisch und bald findet sie auch heraus, warum. Auch Colin sieht sie wieder. Doch was den beiden noch bevorsteht, hätten sie sich nicht in ihren schlimmsten Träumen auszumalen gewagt... Da mir "Splitterherz" letztes Jahr sehr gut gefallen hatte, war ich nun ganz gespannt auf die Fortsetzung und hatte auch große Erwartungen an diesen Band. In "Scherbenmond" wechselt der Hauptschauplatz vom beschaulichen Westerwaldörtchen, in dem Ellie lebt, in die Großstadt Hamburg, Pauls Wohnort. Denn um Paul geht es eigentlich in diesem Buch, denn Ellie soll ihn zurück nach Hause bringen. Ellie war bereits in "Splitterherz" ein recht anstrengender und eigener Charakter, in "Scherbenmond" toppt sie das alles allerdings noch. Ihr zu folgen bleibt anstrengend, ihre oftmals zickige Art, ihre Arroganz und ihr vermeintliches Wissen, das andere nicht haben, nervt zusehends. Für ihr Alter wirkt sie wie ein pubertierendes junges Mädchen, das manches Mal sogar zu Pöbeleien neigt. Dieses Verhalten konnte ich sehr oft nicht richtig nachvollziehen und ernst nehmen. Colin taucht erst spät in der Geschichte auf und leider blieb er für mich dieses Mal recht blass. Seine Begegnungen mit Ellie sind zwar auf den ersten Blick romantisch geschildert, aber ihr Miteinander, ihre Umgangsform und -sprache ließ mich nicht unbedingt in dem Glauben zurück, es hier mit einem verliebten Paar zu tun zu haben. Gut gefallen hingegen hat mir der Charakter von Tillmann, der bereits in "Splitterherz" mit dabei war, und der sich sehr gut weiterentwickelt hat. Ihm merkt man an, dass er durch die Geschehnisse gereift und erwachsener geworden ist, was ich bei Ellie vermisst habe. "Scherbenmond" bleibt für mich eine mittelmäßige Fortsetzung. Auf 688 Seiten hätte ich mir zu Anfang mehr Spannung gewünscht, da sich die ersten 200 Seiten relativ gelangweilt lesen. Trotz allem bin ich auf den abschließenden Band, der im Januar 2012 erscheinen soll, aber noch keinen Titel hat, gespannt, denn ich möchte gerne wissen, wie die Geschichte um Colin und Ellie ausgeht und mehr über den Verbleib von Ellies Vater erfahren. Zur Gestaltung des Buchs: Der Schutzumschlag ist bereits wie sein Vorgänger ein Kunstwerk und wiederum von Maria-Franziska Löhr gestaltet, die dafür ein wirkliches Händchen hat! Einzelne Objekte wie Buchtitel, Herzchen und Schmetterling sind in Spotlackoptik hervorgehoben, jedes Kapitel beginnt mit einer Überschrift, um die sich einzelne Federn legen. Ein schwarzes Lesebändchen rundet diese schöne Gestaltung ab. Fazit: "Scherbenmond" kann leider nicht so sehr begeistern wie "Splitterherz" - das liegt vor allem an der unsympathischen Protagonistin, die oftmals nur nervt. Ich hoffe sehr auf eine Wandlung ihrerseits im letzten Teil der Trilogie.
Ein Jahr ist es her, das ich das erste Buch der Reihe gelesen habe. Damals war ich sehr positiv überrascht. Nachdem ich einige der Reviews zu diesem Band gelesen habe, war ich allerdings etwas voreingenommen. Doch glücklicherweise haben sich diese Befürchtungen nicht bestätigt. Ich wurde erneut mitgerissen in Lissys Welt. Das Buch war in der Tat düsterer und melancholischer als der erste Teil. Doch gleichzeitig hatte er ja auch viel Positives. Ellies Freundschaft zu Tillmann zum Beispiel. Ich fand die Verbindung dieser beiden immer wieder erfrischend und hoffnungsvoll. Und auch die Beziehung zu Colin kam für mich nicht zu kurz. Ich fand die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig, weswegen ich eigentlich immer etwas wehmütig war, wenn ich das Buch weglegen musste, um vielleicht selbst mal zu schlafen oder über den Jahreswechsel unseren Gästen gerecht zu werden :-). Wollte ich doch wissen, wie es mit Colin, Ellie, Tillmann und Co. weitergeht. Sicherlich waren manche Szenen unrealistisch. Doch immerhin ist es Fantasy, ein bisschen Realitätsferne ist das wohl normal. Und was Emotionen und zwischenmenschliche Beziehungen angeht schießt das Buch auch mitunter übers Ziel hinaus. Mich allerdings störte das nur wenig. Welche Liebesroman ist schon realistisch und die sind noch nicht mal Fantasy :-). Somit kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der schon den ersten Teil mochte.

















