Panthersommernächte
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Description
Unter Ninas Bett liegt ein schwarzer Panther . Eine lebendige, wilde Raubkatze, die urplötzlich in der Kleinstadt aufgetaucht ist und die Bürger in Angst und Schrecken versetzt. Während draußen schon der Schützenverein zur Jagd auf „die Bestie“ bläst, ist es Nina gelungen, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Sie spürt den geheimnisvollen Zauber des Panthers, der sich sogar von ihr berühren lässt. Aber ein Panther ist kein Schmusekätzchen. Er braucht Freiheit und vor allem täglich jede Menge frisches Futter. Hilfe bekommt Nina von ihrem Klassenkameraden Lionel. Ausgerechnet, denn Lionels Vater ist der Anführer der Panther-Jagdgesellschaft.
Mehr Infos zu den Büchern von Bettina Belitz unter:
www.bettina-belitz.de
Book Information
Author Description
Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren. Hier geht es zur Webseite von Bettina Belitz
Posts
Erstarrt blieb ich sitzen. Was war das gewesen? [...] Ich hatte etwas vernommen, jedoch keine menschliche Stimme, keine Stimme von außen, die in messbaren Schallwellen meine Ohren erreichte. Was ich gehört hatte, war Klang und Duft gewesen, ein Gemisch aus dem Atem des Waldes, der Wärme um mich herum und einem wilden, verwirrenden Geruch, und aus alldem hatte sich eine Botschaft in mir geformt, klar und deutlich: Folge deinem Herzen. Komm zu mir. "Panthersommernächte" - Bettina Belitz [S. 81 eBook] Inhalt: Nina Patricia Bouvier ist engagiert, ist gefragt und ist der Star der Kleinstadt Borhausen. Als Klassensprecherin, Vertrauensschülerin, Chefredakteurin der Schülerzeitung und angehende Eisprinzessin, hat sie alle Hände voll zu tun. Ninas Leben verläuft in geordneten, aber auch schnellen und stressigen Bahnen - und so mag es die 14-Jährige. Kein Wunder also, dass ihr Leben schon durch leichte Veränderungen ordentlich ins Schleudern gerät. Durch einen ungünstigen Artikel in der Schülerzeitung, befördert Nina ihren Religionslehrer mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus und sich ins gesellschaftliche Aus. Sie muss ihren Platz als Chefredakteurin aufgeben und soll sich fortan nur noch aufs Eislaufen konzentrieren - aber Nina will mehr. Dass in der Stadt plötzlich Panik ausbricht, weil mehrere Einwohner von einer Panthersichtung berichten, kommt der jungen Schülerin also gerade Recht. Und so schmiedet sie einen Plan: Würde sie das gefährliche Raubtier vor die Linse bekommen und ein begehrtes Foto schießen, hätte die Redaktion keine Wahl, sie müsste Nina wieder als Reporterin einstellen, oder? Soweit so gut, doch wie bekommt man eine gefährliche und höchstwahrscheinlich hungrige Raubkatze vor die Linse? Meinung: Dieses Buch ist pure Poesie. Bettina Belitz hat es erneut geschafft mich mit ihren wärmenden, poetischen und wunderschönen Wortverkettungen zu umhüllen. Begierig habe ich jeden Buchstaben inhaliert. In meinen Augen unterscheidet sich "Panthersommernächte" auf der einen Seite deutlich von anderen Werken der Schreiberin, ist ihnen dann aber auch wieder gleich. Gleich ist beispielsweise der unvergleichliche, verzaubernde und somit sehr überzeugende Schreibstil. Belitz spielt mit Worten auf eine solch lockere Art, dass man es als Leser sehr leicht hat einen Zugang in die Geschichte zu finden. Ihre Worte sind rund und kommen sehr leichtfüßig daher, so dass man schon nach kurzer Zeit seine Umgebung ausblenden und vergessen kann. Gleich ist ebenfalls der für die Autorin typische Belitz-Humor. So erwischt man sich beim verschlingen der Seiten nicht nur einmal dabei, wie die eigenen Mundwinkel sich nach oben ziehen, man zu schmunzeln, man zu kichern beginnt. Für mich überzeugen Schreibstil und Witz in Kombination, denn beide harmonieren perfekt und verleihen diesem Buch die richtige Farbe, die richtige Atmosphäre. Alleine schon wegen dieser zwei Komponenten könnte ich dieses Werk wärmstens empfehlen. Aber die Autorin setzt noch einen drauf, macht das Werk in sich noch stimmiger. Dies vermag ihr dadurch zu gelingen, dass sie einzigartige, in ich besondere und teils sehr flippige Buchcharaktere erschafft. Ob es nun der gutherzige und verrückte Religionslehrer, der überfürsorgliche Vater, die zerstreute Mutter, oder aber der eigensinnige Fleischfabrikbesitzer ist. Jede Figur bringt ihre eigene liebenswerte Note in die Geschichte. Auch Nina und Spirit - der schwarze Panther -, als eigentliche Stars des Werkes wissen, wie sie Leserherzen gewinnen können. Nina scheint zunächst unnahbar. Sie ist bis ins kleinste Detail organisiert, will immer alles richtig machen und hat viel zu viele Verpflichtungen am Hals. Aber auf ihrer Suche nach dem Panther macht sie eine innerliche Veränderung durch, die mich sehr berühren konnte. Ihre clevere Art und ihr weiches und großes Herz, machen sie schließlich zu einer Buchheldin, mit der man für Spirit gegen den Rest der Welt kämpfen würde. Dann wäre da noch Spirit - die gefährliche und unnahbare Raubkatze. Vorweg: Ich bin kein Fan von Katzen - Katzen jeglicher Art - ich bin durch und durch eine Hundeliebhaberin. Trotz dieser Tatsache hat es Frau Belitz geschafft, dass ich Spirit ins Herz schließen und sein Verhalten nachvollziehen konnte. Ich habe mit ihm gefühlt, in jeder Situation. Die Verbindung zwischen Nina und dem Panther baut sich im Laufe der Geschichte immer mehr auf, wird intensiver, wird emotionaler, bleibt dabei aber trotzdem verständlich für die Leser. Das Thema dieses Buches ist außergewöhnlich und faszinierend und gibt dem Jugendbuch an sich den passenden Schliff. Würde man das Pantherelement entfernen, hätte man trotz allem noch eine ergreifende Geschichte über ein Mädchen auf der Suche nach sich selbst - eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Fehlen würde dann aber dieses wohlige Bauchkribbeln, nachdem man die letzten Seiten verschlungen hat. Der Panther macht das Werk interessanter, macht es spannender und auf gefühlvoller. Panthersommernächte ist somit ein sehr farbenfroher, intensiver und herzerwärmender, wenn auch sehr kurzweiliger Jugendroman. Fast hätte er mich auf ganzer Linie überzeugen können, aber nur fast. Eine Facette an diesem Schmöker hat mich leider über alle Seiten hinweg störend begleitet. Vielleicht liegt es an meinem Alter, vielleicht auch daran, dass ich Katzen nicht sonderlich zugetan bin. Mich hat die Kommunikationsart zwischen Nina und Spirit aus dem Konzept gebracht. Dieses Element war für mich, angesichts der sonst sehr reellen und greifbaren Handlung, ein Hauch zu fantastisch. Ich verstehe, warum es für die Geschichte an sich sinnvoll ist, dass ein Weg der Kontaktaufnahme zwischen den Beiden geschaffen wird, den Ansatz, den die Autorin dafür gewählt hat, finde ich jedoch nicht passend, weil ich ihn nicht nachvollziehen, nicht nachspüren konnte. Fazit: Auf leisen und leichten Pfoten pirscht sich Panthersommernächte an seine Leser heran. Gnadenlos jagt es sie mit einem malerischen Schreibstil durch die Seiten und weiß auf verspielte Art den Belitz-Humor zu nutzen, um der Geschichte die richtige Wärme und Atmosphäre zu verleihen. Auch wenn die Kommunikation zwischen Protagonistin und Panther durch ein leicht fantastisches Element nicht immer ganz nachvollziehbar ist, ist die Pantheridee an sich nicht zu missen. Spirit gibt der Geschichte die nötige Würze, das gewisse Etwas. Er katapultiert dieses Werk von einem typischen Jugendbuch, zu einer aufregenden Abenteuergeschichte. Ein Abenteuer, an das ich mich nur allzu gerne angeschmiegt und bei dem ich glückselig zu schnurren begonnen habe.
Kurzbeschreibung: Unter Ninas Bett liegt ein schwarzer Panther. Eine lebendige, wilde Raubkatze, die urplötzlich in der Kleinstadt aufgetaucht ist und die Bürger in Angst und Schrecken versetzt. Während draußen schon der Schützenverein zur Jagd auf „die Bestie“ bläst, ist es Nina gelungen, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Sie spürt den geheimnisvollen Zauber des Panthers, der sich sogar von ihr berühren lässt. Aber ein Panther ist kein Schmusekätzchen. Er braucht Freiheit und vor allem täglich jede Menge frisches Futter. Hilfe bekommt Nina von ihrem Klassenkameraden Lionel. Ausgerechnet, denn Lionels Vater ist der Anführer der Panther-Jagdgesellschaft. *Quelle* Zur Autorin: Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren. Meinung: Die 14-jährige Nina Bouvier lebt mit ihrer Familie in dem beschaulichen Städtchen Bornhausen. Dort ist sie sehr engagiert, sie betreibt Eiskunstlauf, ist Chefredakteurin der Schülerzeitung, Klassensprecherin und Vertrauensschülerin. Doch dann wendet sich ihr bis daher sehr strukturiertes Leben, denn ein Panther kreuzt in der Stadt auf und plötzlich ist alles anders. Nina fühlt sich sofort zu diesem mächtigen Raubtier hingezogen, sie kommunizieren auf einer Ebene und als der örtliche Schützenverein Jagd auf den Panther machen will, versucht Nina, ihn mit allen Mitteln zu beschützen. Hilfe dabei erfährt sie von Lionel, ihrem Klassenkameraden. Mit Panthersommernächte legt Bettina Belitz ihr neuestes Jugendbuch vor. Ihre Splitterherz-Trilogie hatte mir vor einiger Zeit recht gut gefallen, ich hatte aber seither nichts mehr von ihr gelesen. Daher war ich auf das Buch gespannt, da die Thematik sich vielversprechend las. Gerade die ersten Kapitel lesen sich sehr humorvoll und rasant, denn Nina ist eine äußerst sympathische Protagonistin, die zwar sehr ehrgeizig ist und deren Leben bisher durchgeplant war, aber sie ist auch vor Fettnäpfchen nicht gefeit. So muss sie durch einen Faux-Pas in der letzten Ausgabe der Schülerzeitung, deren Chefredakteurin sie ist, ihren bisher so geliebten Posten vorerst auf Eis legen, was ihr sehr schwer fällt. Als ein Panther Einzug in das beschauliche Örtchen hält, glaubt man erst nicht so richtig an dessen Existenz. Auch Nina nicht, doch dann wird sie eines Besseren belehrt und sie freundet sich sogar mit dem wilden Tier an. Die beiden kommunizieren auf fast magische Art und Weise miteinander, und in Ninas Gegenwart ist der Panther zahm wie ein Kätzchen. Dies mag dem Leser zwar etwas befremdlich erscheinen, aber diese Verbindung ist für die Geschichte wie das Salz in der Suppe. Doch natürlich wird diese einträchtige Idylle zwischen Nina und dem Panther gestört, denn die Einwohner bekommen immer mehr Angst und schließlich will der örtliche Schützenverein unter der Leitung von Herrn Schröter, dem Betreiber einer Tiermast und nebenbei Sponsor für alles im Ort, dem Tier den Garaus machen. Nina wächst aufgrund dieser Bedrohung für das Raubtier über sich hinaus und versucht mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mittel, es zu schützen. Dies macht sie nur noch umso sympathischer. Auch die Nebencharaktere hat Bettina Belitz interessant gewählt. Vor allem Lionel, der Sohn von Schröter, wird Nina zu einer großen Hilfe, obwohl er anfangs ein wenig eigenbrötlerisch daherkommt und von seinen Mitschülern als "Würstchen auf zwei Beinen" gehänselt wird. Das Ende der Geschichte ist stimmig und man schlägt das Buch auf jeden Fall zufrieden zu. Bettina Belitz ist mit ihrem neuesten Werk ein wunderbares Jugendbuch gelungen, das eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier erzählt (ob dies nun als realistisch ausgelegt werden kann oder nicht), aber auch vom Erwachsenwerden und der ersten Liebe. Fazit: Panthersommernächte ist ein unterhaltsamer Jugendroman, der anfangs mit viel Witz und Humor aufwartet und später von einer wundersamen Mensch-Tier-Verbindung berichtet, aber auch vom Erwachsenwerden und der ersten Liebe. Eine gelungene Mischung, die vor allem die weibliche jugendliche Zielgruppe ab 12 Jahren durchaus begeistern dürfte.
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Unter Ninas Bett liegt ein schwarzer Panther . Eine lebendige, wilde Raubkatze, die urplötzlich in der Kleinstadt aufgetaucht ist und die Bürger in Angst und Schrecken versetzt. Während draußen schon der Schützenverein zur Jagd auf „die Bestie“ bläst, ist es Nina gelungen, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Sie spürt den geheimnisvollen Zauber des Panthers, der sich sogar von ihr berühren lässt. Aber ein Panther ist kein Schmusekätzchen. Er braucht Freiheit und vor allem täglich jede Menge frisches Futter. Hilfe bekommt Nina von ihrem Klassenkameraden Lionel. Ausgerechnet, denn Lionels Vater ist der Anführer der Panther-Jagdgesellschaft.
Mehr Infos zu den Büchern von Bettina Belitz unter:
www.bettina-belitz.de
Book Information
Author Description
Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren. Hier geht es zur Webseite von Bettina Belitz
Posts
Erstarrt blieb ich sitzen. Was war das gewesen? [...] Ich hatte etwas vernommen, jedoch keine menschliche Stimme, keine Stimme von außen, die in messbaren Schallwellen meine Ohren erreichte. Was ich gehört hatte, war Klang und Duft gewesen, ein Gemisch aus dem Atem des Waldes, der Wärme um mich herum und einem wilden, verwirrenden Geruch, und aus alldem hatte sich eine Botschaft in mir geformt, klar und deutlich: Folge deinem Herzen. Komm zu mir. "Panthersommernächte" - Bettina Belitz [S. 81 eBook] Inhalt: Nina Patricia Bouvier ist engagiert, ist gefragt und ist der Star der Kleinstadt Borhausen. Als Klassensprecherin, Vertrauensschülerin, Chefredakteurin der Schülerzeitung und angehende Eisprinzessin, hat sie alle Hände voll zu tun. Ninas Leben verläuft in geordneten, aber auch schnellen und stressigen Bahnen - und so mag es die 14-Jährige. Kein Wunder also, dass ihr Leben schon durch leichte Veränderungen ordentlich ins Schleudern gerät. Durch einen ungünstigen Artikel in der Schülerzeitung, befördert Nina ihren Religionslehrer mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus und sich ins gesellschaftliche Aus. Sie muss ihren Platz als Chefredakteurin aufgeben und soll sich fortan nur noch aufs Eislaufen konzentrieren - aber Nina will mehr. Dass in der Stadt plötzlich Panik ausbricht, weil mehrere Einwohner von einer Panthersichtung berichten, kommt der jungen Schülerin also gerade Recht. Und so schmiedet sie einen Plan: Würde sie das gefährliche Raubtier vor die Linse bekommen und ein begehrtes Foto schießen, hätte die Redaktion keine Wahl, sie müsste Nina wieder als Reporterin einstellen, oder? Soweit so gut, doch wie bekommt man eine gefährliche und höchstwahrscheinlich hungrige Raubkatze vor die Linse? Meinung: Dieses Buch ist pure Poesie. Bettina Belitz hat es erneut geschafft mich mit ihren wärmenden, poetischen und wunderschönen Wortverkettungen zu umhüllen. Begierig habe ich jeden Buchstaben inhaliert. In meinen Augen unterscheidet sich "Panthersommernächte" auf der einen Seite deutlich von anderen Werken der Schreiberin, ist ihnen dann aber auch wieder gleich. Gleich ist beispielsweise der unvergleichliche, verzaubernde und somit sehr überzeugende Schreibstil. Belitz spielt mit Worten auf eine solch lockere Art, dass man es als Leser sehr leicht hat einen Zugang in die Geschichte zu finden. Ihre Worte sind rund und kommen sehr leichtfüßig daher, so dass man schon nach kurzer Zeit seine Umgebung ausblenden und vergessen kann. Gleich ist ebenfalls der für die Autorin typische Belitz-Humor. So erwischt man sich beim verschlingen der Seiten nicht nur einmal dabei, wie die eigenen Mundwinkel sich nach oben ziehen, man zu schmunzeln, man zu kichern beginnt. Für mich überzeugen Schreibstil und Witz in Kombination, denn beide harmonieren perfekt und verleihen diesem Buch die richtige Farbe, die richtige Atmosphäre. Alleine schon wegen dieser zwei Komponenten könnte ich dieses Werk wärmstens empfehlen. Aber die Autorin setzt noch einen drauf, macht das Werk in sich noch stimmiger. Dies vermag ihr dadurch zu gelingen, dass sie einzigartige, in ich besondere und teils sehr flippige Buchcharaktere erschafft. Ob es nun der gutherzige und verrückte Religionslehrer, der überfürsorgliche Vater, die zerstreute Mutter, oder aber der eigensinnige Fleischfabrikbesitzer ist. Jede Figur bringt ihre eigene liebenswerte Note in die Geschichte. Auch Nina und Spirit - der schwarze Panther -, als eigentliche Stars des Werkes wissen, wie sie Leserherzen gewinnen können. Nina scheint zunächst unnahbar. Sie ist bis ins kleinste Detail organisiert, will immer alles richtig machen und hat viel zu viele Verpflichtungen am Hals. Aber auf ihrer Suche nach dem Panther macht sie eine innerliche Veränderung durch, die mich sehr berühren konnte. Ihre clevere Art und ihr weiches und großes Herz, machen sie schließlich zu einer Buchheldin, mit der man für Spirit gegen den Rest der Welt kämpfen würde. Dann wäre da noch Spirit - die gefährliche und unnahbare Raubkatze. Vorweg: Ich bin kein Fan von Katzen - Katzen jeglicher Art - ich bin durch und durch eine Hundeliebhaberin. Trotz dieser Tatsache hat es Frau Belitz geschafft, dass ich Spirit ins Herz schließen und sein Verhalten nachvollziehen konnte. Ich habe mit ihm gefühlt, in jeder Situation. Die Verbindung zwischen Nina und dem Panther baut sich im Laufe der Geschichte immer mehr auf, wird intensiver, wird emotionaler, bleibt dabei aber trotzdem verständlich für die Leser. Das Thema dieses Buches ist außergewöhnlich und faszinierend und gibt dem Jugendbuch an sich den passenden Schliff. Würde man das Pantherelement entfernen, hätte man trotz allem noch eine ergreifende Geschichte über ein Mädchen auf der Suche nach sich selbst - eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Fehlen würde dann aber dieses wohlige Bauchkribbeln, nachdem man die letzten Seiten verschlungen hat. Der Panther macht das Werk interessanter, macht es spannender und auf gefühlvoller. Panthersommernächte ist somit ein sehr farbenfroher, intensiver und herzerwärmender, wenn auch sehr kurzweiliger Jugendroman. Fast hätte er mich auf ganzer Linie überzeugen können, aber nur fast. Eine Facette an diesem Schmöker hat mich leider über alle Seiten hinweg störend begleitet. Vielleicht liegt es an meinem Alter, vielleicht auch daran, dass ich Katzen nicht sonderlich zugetan bin. Mich hat die Kommunikationsart zwischen Nina und Spirit aus dem Konzept gebracht. Dieses Element war für mich, angesichts der sonst sehr reellen und greifbaren Handlung, ein Hauch zu fantastisch. Ich verstehe, warum es für die Geschichte an sich sinnvoll ist, dass ein Weg der Kontaktaufnahme zwischen den Beiden geschaffen wird, den Ansatz, den die Autorin dafür gewählt hat, finde ich jedoch nicht passend, weil ich ihn nicht nachvollziehen, nicht nachspüren konnte. Fazit: Auf leisen und leichten Pfoten pirscht sich Panthersommernächte an seine Leser heran. Gnadenlos jagt es sie mit einem malerischen Schreibstil durch die Seiten und weiß auf verspielte Art den Belitz-Humor zu nutzen, um der Geschichte die richtige Wärme und Atmosphäre zu verleihen. Auch wenn die Kommunikation zwischen Protagonistin und Panther durch ein leicht fantastisches Element nicht immer ganz nachvollziehbar ist, ist die Pantheridee an sich nicht zu missen. Spirit gibt der Geschichte die nötige Würze, das gewisse Etwas. Er katapultiert dieses Werk von einem typischen Jugendbuch, zu einer aufregenden Abenteuergeschichte. Ein Abenteuer, an das ich mich nur allzu gerne angeschmiegt und bei dem ich glückselig zu schnurren begonnen habe.
Kurzbeschreibung: Unter Ninas Bett liegt ein schwarzer Panther. Eine lebendige, wilde Raubkatze, die urplötzlich in der Kleinstadt aufgetaucht ist und die Bürger in Angst und Schrecken versetzt. Während draußen schon der Schützenverein zur Jagd auf „die Bestie“ bläst, ist es Nina gelungen, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Sie spürt den geheimnisvollen Zauber des Panthers, der sich sogar von ihr berühren lässt. Aber ein Panther ist kein Schmusekätzchen. Er braucht Freiheit und vor allem täglich jede Menge frisches Futter. Hilfe bekommt Nina von ihrem Klassenkameraden Lionel. Ausgerechnet, denn Lionels Vater ist der Anführer der Panther-Jagdgesellschaft. *Quelle* Zur Autorin: Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren. Meinung: Die 14-jährige Nina Bouvier lebt mit ihrer Familie in dem beschaulichen Städtchen Bornhausen. Dort ist sie sehr engagiert, sie betreibt Eiskunstlauf, ist Chefredakteurin der Schülerzeitung, Klassensprecherin und Vertrauensschülerin. Doch dann wendet sich ihr bis daher sehr strukturiertes Leben, denn ein Panther kreuzt in der Stadt auf und plötzlich ist alles anders. Nina fühlt sich sofort zu diesem mächtigen Raubtier hingezogen, sie kommunizieren auf einer Ebene und als der örtliche Schützenverein Jagd auf den Panther machen will, versucht Nina, ihn mit allen Mitteln zu beschützen. Hilfe dabei erfährt sie von Lionel, ihrem Klassenkameraden. Mit Panthersommernächte legt Bettina Belitz ihr neuestes Jugendbuch vor. Ihre Splitterherz-Trilogie hatte mir vor einiger Zeit recht gut gefallen, ich hatte aber seither nichts mehr von ihr gelesen. Daher war ich auf das Buch gespannt, da die Thematik sich vielversprechend las. Gerade die ersten Kapitel lesen sich sehr humorvoll und rasant, denn Nina ist eine äußerst sympathische Protagonistin, die zwar sehr ehrgeizig ist und deren Leben bisher durchgeplant war, aber sie ist auch vor Fettnäpfchen nicht gefeit. So muss sie durch einen Faux-Pas in der letzten Ausgabe der Schülerzeitung, deren Chefredakteurin sie ist, ihren bisher so geliebten Posten vorerst auf Eis legen, was ihr sehr schwer fällt. Als ein Panther Einzug in das beschauliche Örtchen hält, glaubt man erst nicht so richtig an dessen Existenz. Auch Nina nicht, doch dann wird sie eines Besseren belehrt und sie freundet sich sogar mit dem wilden Tier an. Die beiden kommunizieren auf fast magische Art und Weise miteinander, und in Ninas Gegenwart ist der Panther zahm wie ein Kätzchen. Dies mag dem Leser zwar etwas befremdlich erscheinen, aber diese Verbindung ist für die Geschichte wie das Salz in der Suppe. Doch natürlich wird diese einträchtige Idylle zwischen Nina und dem Panther gestört, denn die Einwohner bekommen immer mehr Angst und schließlich will der örtliche Schützenverein unter der Leitung von Herrn Schröter, dem Betreiber einer Tiermast und nebenbei Sponsor für alles im Ort, dem Tier den Garaus machen. Nina wächst aufgrund dieser Bedrohung für das Raubtier über sich hinaus und versucht mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mittel, es zu schützen. Dies macht sie nur noch umso sympathischer. Auch die Nebencharaktere hat Bettina Belitz interessant gewählt. Vor allem Lionel, der Sohn von Schröter, wird Nina zu einer großen Hilfe, obwohl er anfangs ein wenig eigenbrötlerisch daherkommt und von seinen Mitschülern als "Würstchen auf zwei Beinen" gehänselt wird. Das Ende der Geschichte ist stimmig und man schlägt das Buch auf jeden Fall zufrieden zu. Bettina Belitz ist mit ihrem neuesten Werk ein wunderbares Jugendbuch gelungen, das eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier erzählt (ob dies nun als realistisch ausgelegt werden kann oder nicht), aber auch vom Erwachsenwerden und der ersten Liebe. Fazit: Panthersommernächte ist ein unterhaltsamer Jugendroman, der anfangs mit viel Witz und Humor aufwartet und später von einer wundersamen Mensch-Tier-Verbindung berichtet, aber auch vom Erwachsenwerden und der ersten Liebe. Eine gelungene Mischung, die vor allem die weibliche jugendliche Zielgruppe ab 12 Jahren durchaus begeistern dürfte.





