Schattenkind

Schattenkind

Softcover
4.211
Sexueller MissbrauchKindesmissbrauchSchicksalsgeschichteKinderheim

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Description

Als siebtes von acht Kindern einer finanziell benachteiligten Bergdorffamilie wurde Philipp Gurt in Graubünden in der Schweiz geboren. 1972 wurden alle acht Kinder voneinander getrennt. In den folgenden zwölf Jahren durchlebte Gurt neben der Einweisung in verschiedene Kinderheime unter anderem Zwangspsychiatrie, Beugehaft, sexuellen Missbrauch durch Erzieherinnen und rohe Gewalt. Detailliert und bewegend schildert der Autor seine schweren Schicksalsjahre, anschaulich beschreibt er seine Strategien, die er sich früh aneignen musste, um das Unfassbare zu überleben. Doch wo Schatten war, fand er auch Licht! So schreibt Philipp Gurt auch davon, wie er in seiner zerstörten Welt immer wieder Momente des Glücks gesucht und gefunden hat, sodass er nie die Hoffnung und sein Lachen verlor.

Ausstattung: mit s/w-Fotos

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Memoirs
Format
Softcover
Pages
416
Price
14.40 €

Author Description

Philipp Gurt wurde 1968 als siebtes von acht Kindern geborgen. Er wuchs in verschiedenen Kinderheimen und Institutionen auf. Bereits als Jugendlicher schrieb er Texte und Kurzgeschichten. Mit 17 begann er intensiver zu schreiben, mit 20 beendete er seinen ersten Roman. Bis heute wurden zehn seiner Bücher veröffentlicht, darunter auch zwei Biografien berühmter Persönlichkeiten. Philipp Gurt lebt und arbeitet heute als Schriftsteller in Chur-Haldenstein im Schweizer Kanton Graubünden.

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Eigentlich unvorstellbar, dass es solche Lebensumstände in der heutigen Zeit noch gibt. Aber leider wird es wohl auch immer wieder solche Schicksale geben. Wenn ich bedenke, dass der Autor sogar noch jünger ist als ich und wir nicht mal 100 km voneinander entfernt aufgewachsen sind, stehen mir die Haare zu Berge. Bewundernswert ist die Energie und der Durchhaltewillen den Philipp Gurt an den Tag legte. Er ging seinen Weg soweit er es sich selbst zugestehen konnte. Suchte Unterschlupf und Halt wenn es nicht mehr ohne ging. Und immer wieder getrieben von einer Unruhe die Heimweh heisst. Die Familie die er liebt und die man ihm zu nehmen versuchte und es auch teils geschafft hat. Schier unglaublich, dass er trotz den schlimmen Erfahrungen die Sonne im Herzen bewahren konnte. Wohl nur dieser Fähigkeit verdankt er es, seine Kindheit und Jugendzeit in diesem Buch aufarbeiten zu können. Wieviel Mut braucht es wohl sich seinen Dämonen zu stellen? In dem Wissen, dass gerade Diese sich in der Opferrolle sehen und so den missbrauchten und misshandelten Menschen wieder an sich selbst zweifeln zu lassen? Ein ganz typisches, perfides Verhalten von Pädophilen und Gewaltverbrechern im Allgemeinen. Niemand wird dieses Buch lesen können ohne von Emotionen überrollt zu werden. Und trotzdem ist es ein versöhnliches Werk. Man spürt, dass der Autor nicht anklagend den Finger hebt. Da wird 'lediglich' ein Leben verarbeitet, das so nie hätte gelebt werden dürfen.

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