Scham

Scham

Hardback
3.624

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Description

Ein neuer Blick auf ein starkes Gefühl - informativ, aufklärend und überraschend

Jeder kennt das Gefühl der Scham – und keiner mag es. Scham ist kaum kontrollierbar und kann deshalb leicht missbraucht und instrumentalisiert werden. Das gilt heute mehr denn je: Durch die sozialen Medien hat die Scham ein großes Comeback erlebt. Scham ist wieder zur Waffe geworden.

Matthias Kreienbrink zeigt, wie Scham entsteht und in welchen Bereichen sie besonders häufig auftritt. Und er lässt Menschen zu Wort kommen, deren Leben von Scham geprägt wurden, oder die kreative Wege aus der Scham aufzeigen – darunter auch bekannte Personen wie Ulrich Matthes, Kevin Kühnert oder Samira El Ouassil.

Auf eindrucksvolle Weise und informativ zeigt er dabei auch auf, welche positiven Seiten die Scham eigentlich hat – und welche Bedingungen es braucht, um diese Emotion wieder produktiv werden zu lassen für uns und die Gesellschaft, in der wir leben.

»Jeder schämt sich, aber keiner spricht darüber – aus Scham. Matthias Kreienbrink durchdringt dieses unbehagliche, heftige Gefühl so einfühlsam wie analytisch und enthüllt dabei die politischen, wirtschaftlichen, psychologischen sowie soziologischen Dimensionen unserer Verlegenheit. Nach der bewegenden Lektüre schämt man sich selbstbewusster.«

Samira El Ouassil, Autorin, Schauspielerin und Podcasterin

Warum Scham aktueller ist denn je Scham hat hohe gesellschaftliche Relevanz Mit Anregungen für Wege aus der Scham

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Personal Development
Format
Hardback
Pages
224
Price
22.70 €

Author Description

Matthias Kreienbrink ist als Gesellschafts- und Digitaljournalist tätig und studierte Literatur- und Geschichtswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er lebt in Berlin, schreibt als freier Journalist für DIE ZEIT, Der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und arbeitet als CvD bei t3n. Er ist gefragter Gast in Podcasts und Diskussionsrunden. Auf seinen Lesungen zum Thema Scham erfährt er ein großes Echo.

Posts

7
All
4

Ein Buch über ein Thema, das uns allen bestens bekannt ist. Wir alle kennen dieses Gefühl aber irgendwie spricht niemand darüber. Matthias Kreienbrink setzt sich hier mit der Scham auseinander, erläutert was Scham eigentlich ist, beschreibt beschämende Erfahrungen, die wir oft schon in der Kindheit erleben und wie uns dieses Gefühl auch helfen kann. Durch sie werden uns z. B. Grenzen aufgezeigt. Er beschreibt viele Situationen, in denen Scham entstehen kann und lässt verschiedene Menschen zu Wort kommen. Die persönlichen Beispiele haben mir hier sehr gut gefallen. Das macht das Buch auch nahbar und authentisch. Wissenschaftliche Analysen werden gekonnt mit den persönlichen Erlebnissen verknüpft, so ist das Buch informativ und lässt sich einfach lesen. Insgesamt ein interessantes Buch über ein gern verschwiegenes Thema.

4

Scham. Jeder kennt sie, keiner mag sie. An sich macht dieses Gefühl durchaus Sinn. Es reguliert, es lässt uns Fehler sehen und sorgt dafür, dass wir diese (im günstigsten Fall) benennen und uns entschuldigen. Es hat einen Lerneffekt und ist damit anerzogen. Und dadurch wird es mitunter zum Problem, denn falsch erlernte Scham hält uns klein, macht uns mitunter handlungsunfähig, wirkt sich aufs Selbstverständnis aus und stresst unser Gehirn. Matthias Kreienbrink geht all dem in „Scham“ auf die Spur. Beginnend mit der Kindheit, über die Jugend, dass Erwachsenenalter, bis hin zum Tod, beleuchtet er verschiedene Aspekte, lässt immer wieder Andere zu Wort kommen, spricht von eigenen Erfahrungen, untermauert mit Beispielen und gibt letztendlich Denkanstöße zur Bewältigung. Einfach und verständlich geschrieben eröffnet der Autor neue Blickwinkel auf ein Gefühl, dass gern verdrängt wird. Ein sehr empfehlenswertes Buch um sich einen Überblick zu verschaffen und eventuell ein Umdenken zu erzeugen.

4.5

Eine sehr interessante , politische Auseinandersetzung mit dem Gefühl der Scham. Die Themenbereiche, in denen wir der Scham begegnen sind vielseitig und haben mich sehr gut unterhalten.

5

Matthias Kreienbrink beleuchtet in diesem Sachbuch das Gefühl der Scham in all seinen Facetten – persönlich, gesellschaftlich und digital. Er verknüpft eigene Erfahrungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Beobachtungen aus dem Alltag, um zu zeigen, wie stark Scham unser Denken und Handeln beeinflusst – sei es in Beziehungen, in sozialen Medien oder in unserer Selbstwahrnehmung. Besonders eindrucksvoll sind die Passagen zur digitalen Beschämung, etwa durch Cancel Culture, sowie die Anstöße zur Selbstreflexion und zum gesunden Umgang mit diesem oft verdrängten Gefühl. Die Sprache ist zugänglich, der Ton empathisch. Dennoch ein sehr lesenswertes Buch, das ein tabuisiertes Thema mutig und verständlich aufbereitet. Fazit: Ein einfühlsames, aktuelles Buch über ein Gefühl, das alle betrifft – und das mehr Aufmerksamkeit verdient.

4.5

»In der Grundstruktur funktioniert unsere Gesellschaft noch recht ähnlich wie damals. Die Scham zeigt uns die Grenzen des Akzeptierbaren und der gesellschaftlich anerkannten Normen auf. Und sie ist ein Sanktionsmittel, mit dem die Menschen bestraft werden, die diese Grenze überschreiten.« (S. 13)

Seit ich das Buch angefangen habe zu lesen, schaue ich ganz anders – und viel intensiver – auf das Gefühl der Scham. Das schaffen echt nur wenige Bücher. Kreienbrink beleuchtet dieses oft verdrängte Gefühl nicht nur analytisch, sondern auch sehr einfühlsam. Besonders spannend ist sein Blick auf Scham in unserer heutigen Welt – gerade im Kontext von Social Media. Was früher privat war, wird heute öffentlich ausgetragen – und genau da wird Scham oft zur Waffe. Mit vielen echten Geschichten und klugen Gedanken macht das Buch klar: Scham betrifft uns alle. Und es ist höchste Zeit, offen damit umzugehen. Nur im letzten Teil, wo es um „Wege aus der Scham“ geht, hätte ich mir ein paar mehr konkrete Anregungen oder Übungen zum Selberanwenden gewünscht. Trotzdem: Sehr empfehlenswert – bewegend, aufschlussreich und wichtig.

»In der Grundstruktur funktioniert unsere Gesellschaft noch recht ähnlich wie damals. Die Scham zeigt uns die Grenzen des Akzeptierbaren und der gesellschaftlich anerkannten Normen auf. Und sie ist ein Sanktionsmittel, mit dem die Menschen bestraft werden, die diese Grenze überschreiten.« (S. 13)
3

Zu wenig Tiefgang

Positiv hervorheben möchte ich den Aufbaus des Buches, das abwechslungsreich zwischen den Gedanken und Analysen des Autors sowie verschiedenen Erfahrungsberichten gewechselt hat. Dies hat das Lesen sehr leichtgängig gemacht. Ich hatte jedoch mehr wissenschaftlichen Kontext und mehr Tiefgang erwartet. Da wissenschaftliche Bezüge zu Studien vielleicht mal nebenher erwähnt wurden aber nie genauer darauf eingegangen wurde, hatte ich mir dann zumindest in der Erzählung persönlicher Erfahrungen und Gedanken mehr Tiefe erwartet. Stattdessen wurden aber häufig recht lapidare Beispiele herangezogen wie das Nach-vorn-an-die-Tafel-gerufen-werden als Kind. Es fallen mir nach Abschluss des Buches spontan mehrere Themenkomplexe und Bereiche ein, die für viele Menschen sehr schambehaftet sind, in dem Buch aber komplett übergangen wurden. Zusammenfassend war mir die Behandlung des Themas Scham zu oberflächlich und inhaltlich sehr lückenhaft.

3

Scham irgendwie nochmal neu erklärt, hab einen ganz anderen Zugang dazu gelernt, viele Themen und Perspektiven wurden abgedeckt, aber irgendwas hat mir gefehlt, ich kann gar nicht benennen was.

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