Scatterheart
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Description
Book Information
Posts
🫧 Stolz und Vorurteile, Liebe und Wahrheit und über die Suche nach sich selbst 🫧
Dieses Buch habe ich das erste Mal in meiner Jugend gelesen und konnte mich absolut nicht mehr an die Story erinnern. Aber was ich wusste war, dass ich es ganz toll fand und es immer eine kleine Nebengeschichte als Einleitung ins neue Kapitel gab. Es war, als hätte ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen. Es war spannend, fesselnd und wunderschön geschrieben. Es spielt im 18. Jahrhundert. Erst in London und später auch in Australien. Es wurde unheimlich gut beschrieben, wie wohl die Zeiten damals aussahen und der krassen Klassengesellschaft. Hanna erlebt viele, ganz unterschiedliche Sachen. Sie wächst sehr behütet und wohlhabend auf, gerät später an zwielichtige Menschen, vertraut den falschen Leuten und muss schreckliches mit ansehen. Aber es gibt auch viele schöne Momente auf ihrer langen Reise. Gerade die kleinen Dinge, für die sie sich auch begeistern kann. Ich wahnsinnig froh darüber, dass ich dieses Buch noch einmal gelesen habe und ich es genauso toll fand, wie schon vor ca. 10 Jahren 🙂 4 Sterne, weil ich gern am Ende noch ein bisschen gewusst hätte, wie es weitergeht und mir es etwas zu schnell war.

Gerade war Hannah noch eine behütete Tochter der Oberschicht und im nächsten Moment findet sie sich in einem der schlimmsten Gefängnisse von London wieder. Ihr Vater ein notorischer Spieler hat das Land verlassen und die Heiratsanträge ihres Hauslehrers hat Hannah hochmütig von sich gewiesen. Jetzt lernt sie das Leben von der schmutzigen Seite kennen. Wegen Diebstahls verurteilt erwartet sie nun eine Strafkolonie in Australien, doch die Reise dahin ist beschwerlich und alles andere als ungefährlich. So mancher hat sein Ziel nie erlangt. Die harte Zeit lehrt das Mädchen, dass Hochmut nicht satt macht und schlecht fürs Überleben ist. Auf dem neuen Kontinent angekommen, macht sie sich wagemutig daran, ihr Schicksal nicht mehr passiv hin zu nehmen, sondern sich selbst auf die Suche nach ihrem Glück zu begeben. Ein nettes Märchen darüber wie ein flatterhafter, verwöhnter Teenager, zu sich selbst findet und ein Fingerzeig, dass man nichts als gegeben hinnehmen soll, denn von einem Tag auf den anderen kann sich das Blatt wenden. Die Story wird verknüpft mit dem Märchen von Scatterheart, von dem jeweils am Anfang eines Kapitels ein Stück erzählt wird. Scatterheart ein Mädchen mit ebenso einem flatterhaften Herzen wie Hannah, dass sich ebenso auf eine beschwerliche Reise begeben muss, um begangene Fehler zu sühnen. Manchmal tat mir die Protagonistin schon fast leid, weil man als Leser das Unheil am Horizont kommen sieht und ihr zurufen möchte: „Tu’s nicht! Wähle deine Worte etwas weiser.“. Aber Hannah ist eben jung und kannte das Leben nicht anders. Ein Leben in London, wo junge Damen nun mal nur Gentleman heiraten und keine armen Akademiker. Der Autorin gelang es mich mitzunehmen, auf eine Reise ans andere Ende der Welt und auf die Selbstfindung der Hauptfigur und mich in eine Märchenwelt zu entführen wo Eisbären sich in junge schöne Prinzen verwandeln. Einfach das richtige Buch für einen kalten Wintertag auf der Couch.
* 3.5 Das Buch hat mich komplett an "das Hurenschiff" von Martina Sahler erinnert. Die Handlung war teilweise komplett identisch... Da mir das Hurenschiff schon wirklich gut gefallen hat, hat mir Scatterheart natürlich auch gefallen. Nur leider war für mich die Handlung nichts neues. Nur hat mich hier das Ende auf jeden Fall besser gefallen.
Kurzbeschreibung: Als Hannah Cheshires Vater Hals über Kopf das Haus verlässt, ahnt die 14-Jährige noch nicht, dass damit eine Welt für sie zusammenbricht. Schon bald muss sie erfahren, dass ihr Vater, den sie immer für einen bedeutenden Londoner Geschäftsmann und Gentleman gehalten hat, ein stadtbekannter Betrüger und Spieler ist. Mutterseelenallein bleibt Hannah in dem großen Haus zurück. Jetzt gibt es nur noch einen Menschen, der zu ihr steht: ihr ehemaliger Hauslehrer Thomas Behr. Thomas weiß um Hannahs ausweglose Situation und möchte sie vor Schlimmerem bewahren. Sogleich schmiedet er Pläne für eine gemeinsame Zukunft und hält um Hannahs Hand an. Doch Hannah weist ihn zurück. Wie könnte sie, die Tochter eines Edelmanns, einen bürgerlichen Studenten heiraten? Dann schlägt das Schicksal ein zweites Mal zu und Hannah landet im Newgate-Gefängnis. Das Urteil: sieben Jahre Strafkolonie in Australien, am anderen Ende der Welt. Während der gefahrenvollen Seereise lernt sie nicht nur Hunger und Elend kennen, sondern auch Grausamkeit, Entwürdigung und Gewalt. Aber noch immer gibt sie ihren Traum vom großen Glück nicht auf... Zur Autorin: Lili Wilkinson, geboren 1981, lebt in Melbourne, Australien. Seit ihrem sechsten Lebensjahr denkt sie sich Geschichten aus, von denen bereits einige veröffentlicht wurden. Sie schreibt u.a. für diverse Zeitschriften und arbeitet im Zentrum für Jugendliteratur der Staatsbibliothek von Victoria. Ihr Interesse an Jugendliteratur überrascht nicht, denn Lili Wilkinson ist die Tochter der erfolgreichen Autorin Carole Wilkinson (z.B. "Hüterin des Drachens", Dressler). "Hannah sah über die graue, öde Landschaft und schauderte. So weit das Auge reichte, nur braunes spitzes Gras und dann und wann ein verwitterter Zaun oder eine Gruppe knorriger Bäume. Sie kam sich sehr klein vor. Die Elster hob ab und flog in den grauen Himmel." (Seite 376) Rezension: Lili Wilkinson entführt den Leser in "Scatterheart" in das England des 19. Jahrhunderts, genaugenommen nach London in das Jahr 1814. Die Geschichte um die 14jährige Hannah Cheshire macht klar, inwieweit Frauen in dieser Zeit in ihrem Handeln und Tun unterdrückt wurden und wie schnell sich ein wohlbehütetes Leben in ein Sträflingsdasein verwandeln kann. Die Hauptprotagonistin Hannah erschien bis zur Mitte des Romans sehr naiv in ihrem Handeln und Denken, was aber durch ihre Herkunft und ihr bisheriges Leben erklärt werden kann. Dies ändert sich im Laufe der Geschichte und man kann Hannahs Weiterentwicklung sehr anschaulich mitverfolgen. "Scatterheart" ist sehr flüssig geschrieben und die Kapitel schön überschaubar eingeteilt. Mehr als überzeugend wurde vor allem das Elend von Gefangenen und auch die Schiffsüberfahrt nach Australien (die damals ein gutes halbes Jahr dauerte) dargestellt, was das Buch auch für Erwachsene interessant gestaltet. Der Roman wird ab 12 Jahren als Jugendbuch empfohlen, wobei ich hier ein Lesealter von 14 Jahren für angemessen halte, da manche Szenen nicht unbedingt für Kinder dieses Alters geeignet sind. Zur Gestaltung des Buches: Ein Blickfang ist das schön gestaltete lila Cover mit einer passenden Grafik von Hannah (oder Scatterheart) und einem Schiff. Diese und auch der Titel sind in Glitzeroptik überzogen, was wirklich edel aussieht und sich schön im Bücherregal macht. Zum Anfang jeden Kapitels wird auch das Märchen von "Scatterheart", dem flatterhaften Mädchen, stückweise weitererzählt, und man erfährt somit die Parallelen zwischen Hannah und diesem schönen und auch traurigen Märchen. Fazit: Ein nicht nur für Jugendliche interessanter historischer Roman, der mitfiebern lässt und zeitgleich auch gut unterhält. Wertung: 4 von 5 Punkten
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🫧 Stolz und Vorurteile, Liebe und Wahrheit und über die Suche nach sich selbst 🫧
Dieses Buch habe ich das erste Mal in meiner Jugend gelesen und konnte mich absolut nicht mehr an die Story erinnern. Aber was ich wusste war, dass ich es ganz toll fand und es immer eine kleine Nebengeschichte als Einleitung ins neue Kapitel gab. Es war, als hätte ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen. Es war spannend, fesselnd und wunderschön geschrieben. Es spielt im 18. Jahrhundert. Erst in London und später auch in Australien. Es wurde unheimlich gut beschrieben, wie wohl die Zeiten damals aussahen und der krassen Klassengesellschaft. Hanna erlebt viele, ganz unterschiedliche Sachen. Sie wächst sehr behütet und wohlhabend auf, gerät später an zwielichtige Menschen, vertraut den falschen Leuten und muss schreckliches mit ansehen. Aber es gibt auch viele schöne Momente auf ihrer langen Reise. Gerade die kleinen Dinge, für die sie sich auch begeistern kann. Ich wahnsinnig froh darüber, dass ich dieses Buch noch einmal gelesen habe und ich es genauso toll fand, wie schon vor ca. 10 Jahren 🙂 4 Sterne, weil ich gern am Ende noch ein bisschen gewusst hätte, wie es weitergeht und mir es etwas zu schnell war.

Gerade war Hannah noch eine behütete Tochter der Oberschicht und im nächsten Moment findet sie sich in einem der schlimmsten Gefängnisse von London wieder. Ihr Vater ein notorischer Spieler hat das Land verlassen und die Heiratsanträge ihres Hauslehrers hat Hannah hochmütig von sich gewiesen. Jetzt lernt sie das Leben von der schmutzigen Seite kennen. Wegen Diebstahls verurteilt erwartet sie nun eine Strafkolonie in Australien, doch die Reise dahin ist beschwerlich und alles andere als ungefährlich. So mancher hat sein Ziel nie erlangt. Die harte Zeit lehrt das Mädchen, dass Hochmut nicht satt macht und schlecht fürs Überleben ist. Auf dem neuen Kontinent angekommen, macht sie sich wagemutig daran, ihr Schicksal nicht mehr passiv hin zu nehmen, sondern sich selbst auf die Suche nach ihrem Glück zu begeben. Ein nettes Märchen darüber wie ein flatterhafter, verwöhnter Teenager, zu sich selbst findet und ein Fingerzeig, dass man nichts als gegeben hinnehmen soll, denn von einem Tag auf den anderen kann sich das Blatt wenden. Die Story wird verknüpft mit dem Märchen von Scatterheart, von dem jeweils am Anfang eines Kapitels ein Stück erzählt wird. Scatterheart ein Mädchen mit ebenso einem flatterhaften Herzen wie Hannah, dass sich ebenso auf eine beschwerliche Reise begeben muss, um begangene Fehler zu sühnen. Manchmal tat mir die Protagonistin schon fast leid, weil man als Leser das Unheil am Horizont kommen sieht und ihr zurufen möchte: „Tu’s nicht! Wähle deine Worte etwas weiser.“. Aber Hannah ist eben jung und kannte das Leben nicht anders. Ein Leben in London, wo junge Damen nun mal nur Gentleman heiraten und keine armen Akademiker. Der Autorin gelang es mich mitzunehmen, auf eine Reise ans andere Ende der Welt und auf die Selbstfindung der Hauptfigur und mich in eine Märchenwelt zu entführen wo Eisbären sich in junge schöne Prinzen verwandeln. Einfach das richtige Buch für einen kalten Wintertag auf der Couch.
* 3.5 Das Buch hat mich komplett an "das Hurenschiff" von Martina Sahler erinnert. Die Handlung war teilweise komplett identisch... Da mir das Hurenschiff schon wirklich gut gefallen hat, hat mir Scatterheart natürlich auch gefallen. Nur leider war für mich die Handlung nichts neues. Nur hat mich hier das Ende auf jeden Fall besser gefallen.
Kurzbeschreibung: Als Hannah Cheshires Vater Hals über Kopf das Haus verlässt, ahnt die 14-Jährige noch nicht, dass damit eine Welt für sie zusammenbricht. Schon bald muss sie erfahren, dass ihr Vater, den sie immer für einen bedeutenden Londoner Geschäftsmann und Gentleman gehalten hat, ein stadtbekannter Betrüger und Spieler ist. Mutterseelenallein bleibt Hannah in dem großen Haus zurück. Jetzt gibt es nur noch einen Menschen, der zu ihr steht: ihr ehemaliger Hauslehrer Thomas Behr. Thomas weiß um Hannahs ausweglose Situation und möchte sie vor Schlimmerem bewahren. Sogleich schmiedet er Pläne für eine gemeinsame Zukunft und hält um Hannahs Hand an. Doch Hannah weist ihn zurück. Wie könnte sie, die Tochter eines Edelmanns, einen bürgerlichen Studenten heiraten? Dann schlägt das Schicksal ein zweites Mal zu und Hannah landet im Newgate-Gefängnis. Das Urteil: sieben Jahre Strafkolonie in Australien, am anderen Ende der Welt. Während der gefahrenvollen Seereise lernt sie nicht nur Hunger und Elend kennen, sondern auch Grausamkeit, Entwürdigung und Gewalt. Aber noch immer gibt sie ihren Traum vom großen Glück nicht auf... Zur Autorin: Lili Wilkinson, geboren 1981, lebt in Melbourne, Australien. Seit ihrem sechsten Lebensjahr denkt sie sich Geschichten aus, von denen bereits einige veröffentlicht wurden. Sie schreibt u.a. für diverse Zeitschriften und arbeitet im Zentrum für Jugendliteratur der Staatsbibliothek von Victoria. Ihr Interesse an Jugendliteratur überrascht nicht, denn Lili Wilkinson ist die Tochter der erfolgreichen Autorin Carole Wilkinson (z.B. "Hüterin des Drachens", Dressler). "Hannah sah über die graue, öde Landschaft und schauderte. So weit das Auge reichte, nur braunes spitzes Gras und dann und wann ein verwitterter Zaun oder eine Gruppe knorriger Bäume. Sie kam sich sehr klein vor. Die Elster hob ab und flog in den grauen Himmel." (Seite 376) Rezension: Lili Wilkinson entführt den Leser in "Scatterheart" in das England des 19. Jahrhunderts, genaugenommen nach London in das Jahr 1814. Die Geschichte um die 14jährige Hannah Cheshire macht klar, inwieweit Frauen in dieser Zeit in ihrem Handeln und Tun unterdrückt wurden und wie schnell sich ein wohlbehütetes Leben in ein Sträflingsdasein verwandeln kann. Die Hauptprotagonistin Hannah erschien bis zur Mitte des Romans sehr naiv in ihrem Handeln und Denken, was aber durch ihre Herkunft und ihr bisheriges Leben erklärt werden kann. Dies ändert sich im Laufe der Geschichte und man kann Hannahs Weiterentwicklung sehr anschaulich mitverfolgen. "Scatterheart" ist sehr flüssig geschrieben und die Kapitel schön überschaubar eingeteilt. Mehr als überzeugend wurde vor allem das Elend von Gefangenen und auch die Schiffsüberfahrt nach Australien (die damals ein gutes halbes Jahr dauerte) dargestellt, was das Buch auch für Erwachsene interessant gestaltet. Der Roman wird ab 12 Jahren als Jugendbuch empfohlen, wobei ich hier ein Lesealter von 14 Jahren für angemessen halte, da manche Szenen nicht unbedingt für Kinder dieses Alters geeignet sind. Zur Gestaltung des Buches: Ein Blickfang ist das schön gestaltete lila Cover mit einer passenden Grafik von Hannah (oder Scatterheart) und einem Schiff. Diese und auch der Titel sind in Glitzeroptik überzogen, was wirklich edel aussieht und sich schön im Bücherregal macht. Zum Anfang jeden Kapitels wird auch das Märchen von "Scatterheart", dem flatterhaften Mädchen, stückweise weitererzählt, und man erfährt somit die Parallelen zwischen Hannah und diesem schönen und auch traurigen Märchen. Fazit: Ein nicht nur für Jugendliche interessanter historischer Roman, der mitfiebern lässt und zeitgleich auch gut unterhält. Wertung: 4 von 5 Punkten







