Rouge
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Description
Book Information
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
beendet am: 29.12.25 Sprache: Englisch < Für die perfekte Haut tun Mirabelle und ihre Mutter Noelle alles: Skincare-Videos, Kollagen-Smoothies und Dreifach-Peelings bestimmen ihren Tag, in ihren Wohnungen türmen sich die Tiegel und Fläschchen. Doch würde die Mutter für die Schönheit sterben? Nach ihrem mysteriösen Unfalltod sucht Mirabelle in Kalifornien nach Antworten und stößt auf La Maison de Méduse, das sektenartige Luxus-Spa, in dem ihre Mutter Stammkundin war. Nach und nach gerät auch sie immer tiefer in die Fänge der Betreiber – eine surreale Reise in die Abgründe des Schönheitskults und zum Kern ihrer Beziehung zu Noelle beginnt ... > Dieses Buch ist eine unglaublich gute Metapher für unsere Schönheit- besessene Gesellschaft. Die Mühen, die die Protagonistin auf sich nimmt, um in ihren Augen schön zu sein sind ziemlich übertrieben und oft auch eher schädlich, als gut. Das ständige Peeling und Pflegen der Haut strapaziert diese total über und schädigt sie bis zu dem Punkt, an dem sie anfängt zu brennen. Auch, dass manche Schönheitsprodukte die Augen zum Tränen bringen und trotzdem verwendet werden ist leider nicht zu selten. Der Eintritt in den Spa- Kult ist da nur der letzte und verheerendste Schritt, den die Protagonistin geht. Der Schreibstil hier ist wieder fantastisch und die Atmosphäre, die Mona Awad erschafft ist düster und bedrohlich, obwohl die Geschichte im sonnigen Kalifornien spielt. Dadurch wird auch die Gemütslage der Protagonistin widergespiegelt und bei jeder Veränderung dieser passt sich der Schreibstil dementsprechend an. So ist es sehr leicht, sich in ihre Lage zu versetzen und es wird auch viel gruseliger. Das ominöse Spa ruft direkt komische Gefühle beim Leser hervor, aber es ist trotzdem verständlich, warum sich Mirabelle auf die Betreiber einlässt. Allgemein eine sehr gute Gesellschaftskritik verpackt in eine spannende Geschichte. Die Message des Buches ist gut umgesetzt und in Zeiten der TikTok- Beauty Routinen wichtiger denn je. Ich kann es sehr empfehlen!
Hinter „Rouge“ versteckt sich kein Skincare Ratgeber, sondern eine surrealistische Geschichte von Neid, Transgenerationalität, einer ambivalenten Mutter-Tochter-Beziehung, dem Osirismythos und Tom Cruise?!
Ja, richtig gelesen, Tom Cruise, der Schauspieler, wird in diesem Roman ziemlich häufig erwähnt. Das hat mich besonders im Hauptteil des Buches irgendwie rausgebracht. Ich habe mir beim Lesen immer Tom Cruise vorstellen müssen (und der Mann ist mir einfach ziemlich egal), das hat sich für mich befremdlich angefühlt. Trotzdem schmälert das für mich in keinster Weise die Schönheit die dieser Roman bezüglich der Beziehung zwischen Mutter und Tochter ausdrückt. Wenige zwischenmenschliche Verbindung sind so sehr mit Ambivalenz behaftet wie die zwischen Mutter und Tochter und Rouge malt dieses Tauziehen von Liebe und Neid mit Worten. Wie gewohnt, bietet Mona Awads Roman durch ihre unzuverlässige Erzählerin unglaublich viel Interpretationsspielraum! Unter offensichtlichen Motiven wie dem Osirismythos aus der Altägyptischen Mythologie, Vampirismus und christlicher Religion (z. B. das Malzeichen des Tieres) versteckt sich eine zarte Illustration von transgenerationalem Trauma. „Rouge“ fühlt sich beim Lesen an, als würde ich mir ein Video über die Gesichtspflegeroutine von Tom Cruise anschauen, während meine Mama auf einen Besuch oder Anruf von mir wartet, aber ich bin beschäftigt.. denn es ist Tom Cruise.. und sein neues Skincare Video ist ganz frisch.

— Das Buch ist eine Achterbahnfahrt über Schönheitsideale, Wahn und einer chaotischen Mutter-Tochter-Beziehung. Also, brechen wir das mal auseinander: ⠀ — Die Story ist aus der Sicht von Mirabelle, genannt Belle, welche genau wie ihre Mutter dem Beauty Wahn verfallen ist. Als sie in Kontakt mit Noelles Freunden aus dem Luxus-Spa kommt wird das Buch zu einem richtigen Fiebertraum. Ihr mögt den unreliable narrator? Check. Ihr mögt surreale vibes? Check. Zufällig liebt ihr die Filme von David Lynch. Check, das ist euer Buch! 🍷 ⠀ — Abgesehen von der Beauty Thematik hat das Buch eine interessante Sicht auf Trauer und vorallem unverarbeitetes Trauma. Die Beziehung zwischen Belle und Noelle ist... komplex, könnte man sagen. Man merkt wie sehr die Besessenheit der Mutter die Tochter in Kindheitstagen geprägt hat - und dies in Momenten die so nicht mal beabsichtigt waren. 👠 ⠀ — Letztendlich regt das Buch vorallem zum Nachdenken an. Ich liebe es, dass man die Ereignisse wortwörtlich oder metaphorisch interpretieren kann. Ich liebe Gedankenfutter. Von mir gibt's daher eine Empfehlung! 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐑𝐓𝐔𝐍𝐆: 4,5 / 5 ✨️

„Rouge“ von Mona Awad ist bereits das zweite Buch der Autorin, das ich lese – zuletzt hatte ich euch ja „Bunny“ vorgestellt. Während „Bunny“ mit seiner surrealen, nahezu absurde Erzählweise und den komplexen, teils verstörenden Metaphern doch sehr wild war, ist „Rouge“ meiner Meinung nach deutlich mainstream-tauglicher und weniger eigenwillig. Dennoch fällt auch hier in jedem Satz der sehr wiedererkennbare Schreibstil von Awad auf- sie hat halt nunmal kreatives Schreiben studiert und das merkt man! Die Art und Weise, wie sie die toxische Beziehung zwischen den Charakteren (Mutter und Tochter) zur Schönheits-Industrie und den schleichenden Verlust zur Realität darstellt, fand ich beeindruckend. Beide Charaktere verlieren sich regelrecht in der Welt von Skincare & äußerlicher Schönheit. Was ich aber auf jedem Fall auch wieder anmerken möchte: dieses Buch ist voll von Metaphern und wenn man das nicht gewohnt ist, kann es vielleicht an der ein oder anderen Stelle verwirrend sein. Mir persönlich gefällt das grade immer besser- vielleicht muss man von ihr einfach mehrere Bücher lesen, um sie zu lieben. Mona Awad gelingt es, ihre Erzählung mit symbolischen Bildern zu füllen, die mich nicht nur auf der emotionalen Ebene angesprochen haben, sondern auch zum Nachdenken anregen. „Rouge“ ist insgesamt weniger bizarr als „Bunny“, bleibt aber ein faszinierender, kluger Kommentar auf den Preis des Erfolgs in einer oberflächlichen, konsumorientierten Welt. Ich bin auf jeden Fall jetzt angefixt und würde auch weitere Bücher von ihr lesen!

Nach ‚Bunny‘ mein zweiter Roman von Mona Awad. Wieder schön skurril und ein mindfuck, ich konnte der Story aber besser folgen als bei ‚Bunny‘. Die komplexe und vielschichtige Beziehung zwischen Tochter und Mutter bietet ein spannendes Thema, das sich durch die ganze Geschichte zieht. Wenn wir nach und nach alles vergessen, was schmerzhaft war, wer sind wir dann überhaupt noch?
Mirabelle ist besessen von Skincare - tagtäglich verwendet sie Stunden darauf, ihre Haut zu pflegen oder sich Videos über Hautpflege anzuschauen. So bleibt in ihrem Alltag nicht viel Zeit für anderes, außer ihren Job in einer kleinen Boutique in Montreal. Als ihre Mutter sehr plötzlich und unter mysteriösen Umständen verstirbt, fliegt Mirabelle nach Kalifornien und versucht, die letzten Lebenswochen ihrer Mutter zu ergründen - und dem Grund für ihren Tod näherzukommen. Dabei stößt sie auf ein sektenartiges Luxus-Spa, in dem ihre Mutter Stammgast war und in dem alles anders zu laufen scheint, als es Mirabelle gewohnt ist. Mona Awad, die Autorin des Bestsellers “Bunny”, hat mit “Rouge” erneut einen grotesken Roman geschrieben, bei dem die Grenze zwischen Realität und Wahn sehr durchlässig ist. Das Buch, das sich zuerst makaber doch durchaus humorvoll liest, wird schnell zu einem Fiebertraum, der einfach kein Ende nimmt. Obwohl die Geschichte durchaus Längen hat und an der einen oder anderen Stelle Kürzungen vertragen hätte, hat sie mich in ihren Bann gezogen und mich mit Mirabelle mitfiebern lassen. Man erfährt immer mehr über die düstere Mutter-Tochter-Beziehung, sowie über die Obsession beider Frauen mit Schönheit und Neid. Fun Fact: Tom Cruise nimmt eine bedeutende Rolle in dem Roman ein. Wer bereits “Bunny” mochte oder grundsätzlich groteske, abgedrehte Geschichten mag, wird “Rouge” sicherlich auch etwas abgewinnen können. Übersetzt von Cornelia Röser. CN: Ras$ismus, häusliche G3walt, T0d, Alkoh0l

Mona Awad nimmt uns in Rouge mit auf eine surreale, düstere Reise in die Abgründe des Schönheitswahns – ein Thema, das aktueller kaum sein könnte. Im Mittelpunkt steht Mirabelle, die nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter Noelle nach Kalifornien reist. Dort entdeckt sie La Maison de Méduse, ein luxuriöses, fast sektenartiges Spa, in dem ihre Mutter regelmäßig verkehrte. Was als Suche nach Antworten beginnt, entwickelt sich zu einem verstörenden Trip durch Spiegelräume, Hautpflege-Rituale und die fragile Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Der Einstieg in die Geschichte war durchaus vielversprechend – interessant, atmosphärisch dicht und faszinierend. Besonders der kritische Blick auf Schönheitsideale, Social-Media-Ästhetik und toxische Mutter-Tochter-Dynamiken war zunächst packend. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto seltsamer – und leider auch unzugänglicher – wird sie. Die Handlung verliert sich zunehmend in surrealen Bildern und Szenen, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Was am Anfang noch neugierig machte, wurde zum Ende hin immer abgedrehter und ließ mich ziemlich ratlos zurück. Für mich persönlich war das zu viel – die Story konnte mich emotional nicht mehr mitnehmen, und viele Handlungselemente blieben für mich unklar und unerklärt. Im Buddyread haben wir festgestellt, dass wir alle mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Die Geschichte bietet zwar viel Interpretationsspielraum, lässt Leser:innen aber auch ziemlich allein mit all den Andeutungen und Symbolen zurück. Am Ende blieben zu viele offene Fragen zurück und die Handlung war einfach nicht mehr greifbar.

Verwirrender Wahnsinn zwischen zwei Buchdeckeln
Eine Geschichte wie ein Fiebertraum oder ein Film von David Lynch: Keine gerade Erzählstruktur, Zeitsprünge und manische Besessenheit der eigenen Schönheit. Absolute Verwirrung meinerseits… Wenn David Lynch noch leben würde, könnte er dieses Buch perfekt verfilmen. Wenn man sich auf das Buch einlässt, erhält man in Wirklichkeit eine traurige Geschichte über eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung. Auch wenn es Zeit braucht, ist es am Ende aus meiner Sicht lesenswert - wenn man selbst nicht die Erwartung hat, alles verstehen zu wollen!

Bunny Fans könnte es gefallen, aber …
„Rouge" von Mona Awad ist ein Roman, der sich wie ein Fiebertraum liest. Er beginnt mit einer modernen Obsession für Schönheit und die Jagd nach äußerlicher Perfektion und führt schließlich in eine verstörende Welt aus Trauer und wirren Wahrnehmungen. Im Zentrum steht Mirabelle, die nach dem plötzlichen, mysteriösen Tod ihrer Mutter in ihre Heimat zurückkehrt. Ihre Suche nach Antworten führt sie zu einem luxuriösen Spa, das offenbar eine Schlüsselrolle im Leben ihrer Mutter spielte. Sowohl Mirabelle als auch ihre Mutter sind besessen von Gesichtspflege: stundenlange Rituale, streng getaktete Behandlungen und ein ständiges Streben nach makelloser Haut. Während Mirabelle tiefer in die Welt des Spas eintaucht, verliert sie zunehmend den Boden unter den Füßen. Sie schwankt zwischen der Rolle der trauernden Tochter und dem inneren Zwang, der idealisierten Schönheit ihrer Mutter nacheifern zu müssen. Diese Dynamik zieht sich durch den Roman. Die Autorin versteht es, mit bildstarker Sprache und wiederkehrenden Symbolen zu arbeiten, wobei diese mit zunehmender Länge des Romans an Wirkung verliert (viele Wiederholungen). Mirabelles ist eine Figur im freien Fall. Die psychische Zerrüttung wird eindringlich beschrieben, ihre Sehnsucht, das Erbe ihrer Mutter anzutreten, führt sie immer weiter in den Abgrund aus Selbstzweifeln, Illusionen und Wahn. Als Leser wird man dabei zum stillen Beobachter eines schleichenden Identitätsverlusts. „Rouge" hat definitiv seinen eigenen, einzigartigen Charme. Der Roman lässt sich nicht eindeutig einem Genre zuordnen, für mich war es weird girl Fiction, subtiler Horror, Drama und düstere Gesellschaftssatire. Ich habe mir gewünscht, dass das Buch noch unheimlicher, noch bizarrer gewesen wäre. Da hatte ich wahrscheinlich eine gewisse Erwartungshaltung aufgrund von „Bunny". Die Grundidee ist großartig, aber an manchen Stellen blieb das Buch für mich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Der Horror hätte tiefer gehen, das Surreale noch stärker greifen können. Die Erzählung schwankt zwischen spannenden Passagen und langatmigen Abschnitten, was den Lesefluss streckenweise erschwert. Ich würde es nicht direkt empfehlen, aber man kann es, sofern man Interesse an weird Girl Fiction hat, mal lesen!

Obsession, Trauer, Neid, Schönheit.
Das war ... Anders. Bisher mein erstes Buch von Mona Awad und grob wusste ich auch, dass man ihre Werke der "weird girl lit" zuschreibt, dementsprechend konnte ich mich von Anfang an vollständig auf den Surrealismus einlassen, der uns hier erwartet. Grundsätzlich geht es um Mutter-Tochter Beziehungen, die unbarmherzigen Fänge der Schönheitsindustrie, Trauer, Neid und obsessiven Kontrollverlust. Irgendwann verschwimmen Vorstellung und Realität der Protagonistin und so im Nachhinein fällt es mir tatsächlich schwer die genaue Stelle zu benennen, an der ich dachte "mooooment, hier stimmt was nicht?". Das liegt vor allem daran, dass Awad auch für die banalsten Gedanken und Alltagssituationen aus einem unglaublich vielfältigen und farbreichen Wortschatz schöpft. Die Grenzen zwischen Wahrnehmung, Realität und Metapher fließen förmlich in einander und es ist ein Genuss, jeden Satz auf der Zunge zergehen zu lassen. Werde definitiv mehr von Awad lesen.
Schwierig zu bewerten. Sollte man am besten selbst lesen, weil es schwierig ist, das Gesamtbild hier darzustellen. Eine spannende Offenbarung der Gefahren, wenn man sich Äußerlichkeiten zu sehr hin gibt. Die Geschichte war gut geschrieben, aber irgendwie auch merkwürdig und die Perspektive der Protagonistin war zeitweise interessant aber auch anstrengend.
Junge Junge... was war das für ein Fiebertraum??
Die Story ist so weird, sprunghaft und absolut nicht greifbar. Der Schreibstil war auch richtig anstrengend zu lesen. Ich wollte erst nicht weiterlesen, aber konnte es auch irgendwie nicht aus der Hand legen.. super strange 😵💫🫠😂 Für mich trotzdem das erste und auch letzte Buch der Autorin.
Nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter Noelle macht Mirabelle sich von Montréal auf den Weg nach Kalifornien, um ihre Angelegenheiten zu regeln und das Haus zu verkaufen. Dabei findet sie heraus, dass ihre Mutter sich in der letzten Zeit seltsam verhalten hat und immer wieder ein bestimmtes Beauty-Spa in der Nähe aufgesucht hatte. Dieses lag direkt an dem Küstenweg, vom dem Noelle in den Tod gestürzt ist – ein Zufall? Mirabelle will mehr über alles herausfinden, doch auch sie selbst lässt sich allzu leicht von den Versprechungen von ewiger Jugend und Schönheit blenden. Ich mochte bereits „Bunny“ von Mona Awad sehr - eine herrlich skurrile Dark Academia-Geschichte - daher durfte ich mir auch ihren neuen Roman „Rouge“ nicht entgehen lassen. Die deutsche Übersetzung stammt von Cornelia Röser. Erzählt wird hauptsächlich aus Mirabelles Perspektive in der Ich- und Gegenwartsform; es werden jedoch auch immer wieder ihre Erinnerungen eingeflochten, bei denen die Grenzen zwischen Realität und Einbildung zu verschwimmen scheinen. Vordergründig ist „Rouge“ vor allem eine Geschichte über Schönheitswahn und die absurden Versprechungen der Beautyindustrie. Mutter und Tochter sind besessen von ihrer eigenen Schönheit. Mirabelle nutzt eine Vielzahl von unterschiedlichen Produkten, mit denen sie ihre Haut makellos halten will. Noelle hingegen schien schon von klein auf eine Konkurrentin in ihrer Tochter zu sehen, was deren Verhältnis schwer belastet hat. Der Roman ist also auch eine Erzählung über eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung. Mona Awad ist eine wahre Meisterin darin, die Grenzen der Wirklichkeit zu überschreiten. Das ist ihr bereits in „Bunny“ gelungen und auch in „Rouge“ geschehen Dinge, die den Boden der Realität verlassen. Damit stellt die Autorin die Frage in den Raum, was wir bereit sind, für Äußerlichkeiten zu opfern und ob das wirklich Wichtige nicht vielleicht anderswo zu suchen ist. Ein spannender Roman, der jedoch auch seine Längen hat und ähnliche Szenen wiederholt. Hier hätte die Handlung etwas gestrafft werden können.
Es ist schwer, Worte zu finden. Für mich schöpft Mona Awad auf unerreichbare Weise die Grenzen des literarischen und poetischen Schaffens mit ihren Werken voll aus. Metaphern, Mystik, Realismus und der gegenüberliegende Surrealismus werden miteinander verwoben mit einer Methodik, die dem Zeichnen eines Wasserfarbengemäldes gleich kommt. Ich werde wohl nie aufhören, Lobeshymnen für Awad zu singen. Wenn man mit einem Schreibstil auf einer Wellenlänge sein kann, dann ist der von Mona Awad auf jener, die biologisch die ca. 80% Wasser in meinem Körper hat. Rouge komplimentiert sich selbst mit einem einnehmenden Stil, der manisch und parfümähnlich die Sinne für sich einnimmt.
Is grief afflicting your skin barrier?
Was ein Fiebertraum von einem Buch. Ich habe den Schreibstil unglaublich geliebt. Die Erzählung an sich war ein wilder Ritt. Teilweise deprimierend, erdrückend und creepy. Ab der Mitte des Buches hatte ich eine Vorahnung die ich unglaublich gut gefunden hätte, wurde jedoch leider enttäuscht. Das Ende hat mir gar nicht gefallen und ich wünschte meine Vorahnung wäre richtig gewesen. Inklusive dramatischen Ende, welches zum nachdenken angeregt hätte. Schade drum. Trotz alledem war das Buch bis auf diesen Punkt grandios und ich werde es so schnell bestimmt nicht vergessen. 🥀🪼
Verstörend spannend und am Ende tiefgründiger als erwartet.
Wie ist es in einer Sekte hineingezogen zu werden? Dieses Buch nimmt euch mit auf diese Reise. Auf den ersten Blick vollkommen absurd. Man muss viel interpretieren und verstehen um zu sehen was mit Belle geschieht. Leider waren mir einige Teile (das verwirrte rumirren von Belle zum Beispiel) zu langatmig. Ansonsten spannend. Das Ende war sehr ergreifend.
Die Obsession mit Schönheit, die Krankheit des Neides und die Liebe. Eine Mischung aus Horror und Realität, märchenhafte Elemente, eine typische Mona Awad Geschichte. 🌹
Ich bin mal wieder begeistert. Obwohl sich dieses Buch etwas länger gezogen hat als Bunny, waren die meisten Seiten wahrscheinlich nötig um diese unangenehme Spannung aufzubauen. Das Ende hat mich berührt. Ich bin ein großer Fan!

Kommt für mich nicht an Bunny heran
So richtig kam ich in das Buch leider nicht herein. Bunny war für mich ein lyrisches Meisterwerk, bei Rouge denke ich mir nur what the fuck? Tatsächlich finde ich es hier allerdings leichter, etwas herein zu interpretieren. Nach bunny war ich wirklich ahnungslos. Jedoch mochte ich bei Rouge das Setting und die Story um die ganze Skincare Thematik nicht so. Das war irgendwie nicht meins. Und bis zum Schluss weiß ich nicht, was das Buch mir mitteilen wollte. Zwischendrin haben mich die glitches und die Wort Verwechslungen auch irgendwie genervt. Was ich allerdings bei Mona awad sehr mag ist, dass sich der Schreibstil merkbar ändert mit dem Gemütszustand der Protagonisten. Das war bei bunny ähnlich und ist ein gutes Stilmittel wie ich finde. Bei anderen Autoren ist mir dies bisher noch nicht so stark bzw bewusst aufgefallen. Das Ende fand ich ganz nett, außer das letzte Kapitel. Hä? Was sollte mir das sagen? Keine Ahnung, irgendwie bin ich etwas enttäuscht von Rouge.
Reading this dark fairytale-ish story feels like a fever-dream. It's fun but not mind-blowing.
I finally read this one after it sat on my shelf for a year. I liked it, but it wasn't mind-blowing. It has dark fairytale vibes, and it's a little bit Alice in Wonderland-feverdreamish. Is it a psychological horror (?) Novel (it's hard to sort it, genre wise) that deals with Western beauty ideals, race, generational trauma and identity, and heavily criticises the industry that "helps" us reach these unrealistic standards.
Schon wieder ein Mona Awad Buch. Rouge stand wegen seiner Skincare Thematik schon lange auf meiner Reading Liste und jetzt hab ichs endlich geschafft. Es hat mir besser gefallen, als Bunny. Ich glaube, weil ich eben diese Skincarethematik außergewöhnlich fand und ich mehr Beziehung zur Protagonistin aufbauen konnte. All in all ein Buch, das mir gefallen hat, aber mich nicht über die Maßen gecatcht hat. Ich glaube das liegt natürlich daran, dass Fantasy nicht mein Lieblingsgenre ist, die Sprache und auch die Storyline war wirklich nicht schlecht.
Das Buch selbst ein Spiegel
Ich war mir lange Zeit nicht sicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Kurz nachdem ich es beendet hatte, fand ich es gut. So richtig wirklich gut. Aber mich störte, dass ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, die Protagonistin zu akzeptieren und mit ihr warmzuwerden. Nach einigen Tagen, in welchen mir das Buch nicht aus dem Kopf ging und sowohl Belle als auch Noelle täglich in meinem Gedankenpalast mit mir Zeit verbrachte, merkte ich: das kann was. Vielleicht bin ich deswegen vorerst nicht mit Belle warmgeworden, weil ich es nicht sollte, weil sie ein Nähe-Distanzproblem hat(te). Wie kann ich mit einer Person warm werden, die es nicht mit sich selbst wird? Ohne viel vorwegnehmen zu wollen kann ich behaupten: Belle und die Leserin werden sich annähern. 5 Sterne.
Characteristics
2 reviews
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Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Book Information
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beendet am: 29.12.25 Sprache: Englisch < Für die perfekte Haut tun Mirabelle und ihre Mutter Noelle alles: Skincare-Videos, Kollagen-Smoothies und Dreifach-Peelings bestimmen ihren Tag, in ihren Wohnungen türmen sich die Tiegel und Fläschchen. Doch würde die Mutter für die Schönheit sterben? Nach ihrem mysteriösen Unfalltod sucht Mirabelle in Kalifornien nach Antworten und stößt auf La Maison de Méduse, das sektenartige Luxus-Spa, in dem ihre Mutter Stammkundin war. Nach und nach gerät auch sie immer tiefer in die Fänge der Betreiber – eine surreale Reise in die Abgründe des Schönheitskults und zum Kern ihrer Beziehung zu Noelle beginnt ... > Dieses Buch ist eine unglaublich gute Metapher für unsere Schönheit- besessene Gesellschaft. Die Mühen, die die Protagonistin auf sich nimmt, um in ihren Augen schön zu sein sind ziemlich übertrieben und oft auch eher schädlich, als gut. Das ständige Peeling und Pflegen der Haut strapaziert diese total über und schädigt sie bis zu dem Punkt, an dem sie anfängt zu brennen. Auch, dass manche Schönheitsprodukte die Augen zum Tränen bringen und trotzdem verwendet werden ist leider nicht zu selten. Der Eintritt in den Spa- Kult ist da nur der letzte und verheerendste Schritt, den die Protagonistin geht. Der Schreibstil hier ist wieder fantastisch und die Atmosphäre, die Mona Awad erschafft ist düster und bedrohlich, obwohl die Geschichte im sonnigen Kalifornien spielt. Dadurch wird auch die Gemütslage der Protagonistin widergespiegelt und bei jeder Veränderung dieser passt sich der Schreibstil dementsprechend an. So ist es sehr leicht, sich in ihre Lage zu versetzen und es wird auch viel gruseliger. Das ominöse Spa ruft direkt komische Gefühle beim Leser hervor, aber es ist trotzdem verständlich, warum sich Mirabelle auf die Betreiber einlässt. Allgemein eine sehr gute Gesellschaftskritik verpackt in eine spannende Geschichte. Die Message des Buches ist gut umgesetzt und in Zeiten der TikTok- Beauty Routinen wichtiger denn je. Ich kann es sehr empfehlen!
Hinter „Rouge“ versteckt sich kein Skincare Ratgeber, sondern eine surrealistische Geschichte von Neid, Transgenerationalität, einer ambivalenten Mutter-Tochter-Beziehung, dem Osirismythos und Tom Cruise?!
Ja, richtig gelesen, Tom Cruise, der Schauspieler, wird in diesem Roman ziemlich häufig erwähnt. Das hat mich besonders im Hauptteil des Buches irgendwie rausgebracht. Ich habe mir beim Lesen immer Tom Cruise vorstellen müssen (und der Mann ist mir einfach ziemlich egal), das hat sich für mich befremdlich angefühlt. Trotzdem schmälert das für mich in keinster Weise die Schönheit die dieser Roman bezüglich der Beziehung zwischen Mutter und Tochter ausdrückt. Wenige zwischenmenschliche Verbindung sind so sehr mit Ambivalenz behaftet wie die zwischen Mutter und Tochter und Rouge malt dieses Tauziehen von Liebe und Neid mit Worten. Wie gewohnt, bietet Mona Awads Roman durch ihre unzuverlässige Erzählerin unglaublich viel Interpretationsspielraum! Unter offensichtlichen Motiven wie dem Osirismythos aus der Altägyptischen Mythologie, Vampirismus und christlicher Religion (z. B. das Malzeichen des Tieres) versteckt sich eine zarte Illustration von transgenerationalem Trauma. „Rouge“ fühlt sich beim Lesen an, als würde ich mir ein Video über die Gesichtspflegeroutine von Tom Cruise anschauen, während meine Mama auf einen Besuch oder Anruf von mir wartet, aber ich bin beschäftigt.. denn es ist Tom Cruise.. und sein neues Skincare Video ist ganz frisch.

— Das Buch ist eine Achterbahnfahrt über Schönheitsideale, Wahn und einer chaotischen Mutter-Tochter-Beziehung. Also, brechen wir das mal auseinander: ⠀ — Die Story ist aus der Sicht von Mirabelle, genannt Belle, welche genau wie ihre Mutter dem Beauty Wahn verfallen ist. Als sie in Kontakt mit Noelles Freunden aus dem Luxus-Spa kommt wird das Buch zu einem richtigen Fiebertraum. Ihr mögt den unreliable narrator? Check. Ihr mögt surreale vibes? Check. Zufällig liebt ihr die Filme von David Lynch. Check, das ist euer Buch! 🍷 ⠀ — Abgesehen von der Beauty Thematik hat das Buch eine interessante Sicht auf Trauer und vorallem unverarbeitetes Trauma. Die Beziehung zwischen Belle und Noelle ist... komplex, könnte man sagen. Man merkt wie sehr die Besessenheit der Mutter die Tochter in Kindheitstagen geprägt hat - und dies in Momenten die so nicht mal beabsichtigt waren. 👠 ⠀ — Letztendlich regt das Buch vorallem zum Nachdenken an. Ich liebe es, dass man die Ereignisse wortwörtlich oder metaphorisch interpretieren kann. Ich liebe Gedankenfutter. Von mir gibt's daher eine Empfehlung! 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐑𝐓𝐔𝐍𝐆: 4,5 / 5 ✨️

„Rouge“ von Mona Awad ist bereits das zweite Buch der Autorin, das ich lese – zuletzt hatte ich euch ja „Bunny“ vorgestellt. Während „Bunny“ mit seiner surrealen, nahezu absurde Erzählweise und den komplexen, teils verstörenden Metaphern doch sehr wild war, ist „Rouge“ meiner Meinung nach deutlich mainstream-tauglicher und weniger eigenwillig. Dennoch fällt auch hier in jedem Satz der sehr wiedererkennbare Schreibstil von Awad auf- sie hat halt nunmal kreatives Schreiben studiert und das merkt man! Die Art und Weise, wie sie die toxische Beziehung zwischen den Charakteren (Mutter und Tochter) zur Schönheits-Industrie und den schleichenden Verlust zur Realität darstellt, fand ich beeindruckend. Beide Charaktere verlieren sich regelrecht in der Welt von Skincare & äußerlicher Schönheit. Was ich aber auf jedem Fall auch wieder anmerken möchte: dieses Buch ist voll von Metaphern und wenn man das nicht gewohnt ist, kann es vielleicht an der ein oder anderen Stelle verwirrend sein. Mir persönlich gefällt das grade immer besser- vielleicht muss man von ihr einfach mehrere Bücher lesen, um sie zu lieben. Mona Awad gelingt es, ihre Erzählung mit symbolischen Bildern zu füllen, die mich nicht nur auf der emotionalen Ebene angesprochen haben, sondern auch zum Nachdenken anregen. „Rouge“ ist insgesamt weniger bizarr als „Bunny“, bleibt aber ein faszinierender, kluger Kommentar auf den Preis des Erfolgs in einer oberflächlichen, konsumorientierten Welt. Ich bin auf jeden Fall jetzt angefixt und würde auch weitere Bücher von ihr lesen!

Nach ‚Bunny‘ mein zweiter Roman von Mona Awad. Wieder schön skurril und ein mindfuck, ich konnte der Story aber besser folgen als bei ‚Bunny‘. Die komplexe und vielschichtige Beziehung zwischen Tochter und Mutter bietet ein spannendes Thema, das sich durch die ganze Geschichte zieht. Wenn wir nach und nach alles vergessen, was schmerzhaft war, wer sind wir dann überhaupt noch?
Mirabelle ist besessen von Skincare - tagtäglich verwendet sie Stunden darauf, ihre Haut zu pflegen oder sich Videos über Hautpflege anzuschauen. So bleibt in ihrem Alltag nicht viel Zeit für anderes, außer ihren Job in einer kleinen Boutique in Montreal. Als ihre Mutter sehr plötzlich und unter mysteriösen Umständen verstirbt, fliegt Mirabelle nach Kalifornien und versucht, die letzten Lebenswochen ihrer Mutter zu ergründen - und dem Grund für ihren Tod näherzukommen. Dabei stößt sie auf ein sektenartiges Luxus-Spa, in dem ihre Mutter Stammgast war und in dem alles anders zu laufen scheint, als es Mirabelle gewohnt ist. Mona Awad, die Autorin des Bestsellers “Bunny”, hat mit “Rouge” erneut einen grotesken Roman geschrieben, bei dem die Grenze zwischen Realität und Wahn sehr durchlässig ist. Das Buch, das sich zuerst makaber doch durchaus humorvoll liest, wird schnell zu einem Fiebertraum, der einfach kein Ende nimmt. Obwohl die Geschichte durchaus Längen hat und an der einen oder anderen Stelle Kürzungen vertragen hätte, hat sie mich in ihren Bann gezogen und mich mit Mirabelle mitfiebern lassen. Man erfährt immer mehr über die düstere Mutter-Tochter-Beziehung, sowie über die Obsession beider Frauen mit Schönheit und Neid. Fun Fact: Tom Cruise nimmt eine bedeutende Rolle in dem Roman ein. Wer bereits “Bunny” mochte oder grundsätzlich groteske, abgedrehte Geschichten mag, wird “Rouge” sicherlich auch etwas abgewinnen können. Übersetzt von Cornelia Röser. CN: Ras$ismus, häusliche G3walt, T0d, Alkoh0l

Mona Awad nimmt uns in Rouge mit auf eine surreale, düstere Reise in die Abgründe des Schönheitswahns – ein Thema, das aktueller kaum sein könnte. Im Mittelpunkt steht Mirabelle, die nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter Noelle nach Kalifornien reist. Dort entdeckt sie La Maison de Méduse, ein luxuriöses, fast sektenartiges Spa, in dem ihre Mutter regelmäßig verkehrte. Was als Suche nach Antworten beginnt, entwickelt sich zu einem verstörenden Trip durch Spiegelräume, Hautpflege-Rituale und die fragile Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Der Einstieg in die Geschichte war durchaus vielversprechend – interessant, atmosphärisch dicht und faszinierend. Besonders der kritische Blick auf Schönheitsideale, Social-Media-Ästhetik und toxische Mutter-Tochter-Dynamiken war zunächst packend. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto seltsamer – und leider auch unzugänglicher – wird sie. Die Handlung verliert sich zunehmend in surrealen Bildern und Szenen, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Was am Anfang noch neugierig machte, wurde zum Ende hin immer abgedrehter und ließ mich ziemlich ratlos zurück. Für mich persönlich war das zu viel – die Story konnte mich emotional nicht mehr mitnehmen, und viele Handlungselemente blieben für mich unklar und unerklärt. Im Buddyread haben wir festgestellt, dass wir alle mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Die Geschichte bietet zwar viel Interpretationsspielraum, lässt Leser:innen aber auch ziemlich allein mit all den Andeutungen und Symbolen zurück. Am Ende blieben zu viele offene Fragen zurück und die Handlung war einfach nicht mehr greifbar.

Verwirrender Wahnsinn zwischen zwei Buchdeckeln
Eine Geschichte wie ein Fiebertraum oder ein Film von David Lynch: Keine gerade Erzählstruktur, Zeitsprünge und manische Besessenheit der eigenen Schönheit. Absolute Verwirrung meinerseits… Wenn David Lynch noch leben würde, könnte er dieses Buch perfekt verfilmen. Wenn man sich auf das Buch einlässt, erhält man in Wirklichkeit eine traurige Geschichte über eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung. Auch wenn es Zeit braucht, ist es am Ende aus meiner Sicht lesenswert - wenn man selbst nicht die Erwartung hat, alles verstehen zu wollen!

Bunny Fans könnte es gefallen, aber …
„Rouge" von Mona Awad ist ein Roman, der sich wie ein Fiebertraum liest. Er beginnt mit einer modernen Obsession für Schönheit und die Jagd nach äußerlicher Perfektion und führt schließlich in eine verstörende Welt aus Trauer und wirren Wahrnehmungen. Im Zentrum steht Mirabelle, die nach dem plötzlichen, mysteriösen Tod ihrer Mutter in ihre Heimat zurückkehrt. Ihre Suche nach Antworten führt sie zu einem luxuriösen Spa, das offenbar eine Schlüsselrolle im Leben ihrer Mutter spielte. Sowohl Mirabelle als auch ihre Mutter sind besessen von Gesichtspflege: stundenlange Rituale, streng getaktete Behandlungen und ein ständiges Streben nach makelloser Haut. Während Mirabelle tiefer in die Welt des Spas eintaucht, verliert sie zunehmend den Boden unter den Füßen. Sie schwankt zwischen der Rolle der trauernden Tochter und dem inneren Zwang, der idealisierten Schönheit ihrer Mutter nacheifern zu müssen. Diese Dynamik zieht sich durch den Roman. Die Autorin versteht es, mit bildstarker Sprache und wiederkehrenden Symbolen zu arbeiten, wobei diese mit zunehmender Länge des Romans an Wirkung verliert (viele Wiederholungen). Mirabelles ist eine Figur im freien Fall. Die psychische Zerrüttung wird eindringlich beschrieben, ihre Sehnsucht, das Erbe ihrer Mutter anzutreten, führt sie immer weiter in den Abgrund aus Selbstzweifeln, Illusionen und Wahn. Als Leser wird man dabei zum stillen Beobachter eines schleichenden Identitätsverlusts. „Rouge" hat definitiv seinen eigenen, einzigartigen Charme. Der Roman lässt sich nicht eindeutig einem Genre zuordnen, für mich war es weird girl Fiction, subtiler Horror, Drama und düstere Gesellschaftssatire. Ich habe mir gewünscht, dass das Buch noch unheimlicher, noch bizarrer gewesen wäre. Da hatte ich wahrscheinlich eine gewisse Erwartungshaltung aufgrund von „Bunny". Die Grundidee ist großartig, aber an manchen Stellen blieb das Buch für mich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Der Horror hätte tiefer gehen, das Surreale noch stärker greifen können. Die Erzählung schwankt zwischen spannenden Passagen und langatmigen Abschnitten, was den Lesefluss streckenweise erschwert. Ich würde es nicht direkt empfehlen, aber man kann es, sofern man Interesse an weird Girl Fiction hat, mal lesen!

Obsession, Trauer, Neid, Schönheit.
Das war ... Anders. Bisher mein erstes Buch von Mona Awad und grob wusste ich auch, dass man ihre Werke der "weird girl lit" zuschreibt, dementsprechend konnte ich mich von Anfang an vollständig auf den Surrealismus einlassen, der uns hier erwartet. Grundsätzlich geht es um Mutter-Tochter Beziehungen, die unbarmherzigen Fänge der Schönheitsindustrie, Trauer, Neid und obsessiven Kontrollverlust. Irgendwann verschwimmen Vorstellung und Realität der Protagonistin und so im Nachhinein fällt es mir tatsächlich schwer die genaue Stelle zu benennen, an der ich dachte "mooooment, hier stimmt was nicht?". Das liegt vor allem daran, dass Awad auch für die banalsten Gedanken und Alltagssituationen aus einem unglaublich vielfältigen und farbreichen Wortschatz schöpft. Die Grenzen zwischen Wahrnehmung, Realität und Metapher fließen förmlich in einander und es ist ein Genuss, jeden Satz auf der Zunge zergehen zu lassen. Werde definitiv mehr von Awad lesen.
Schwierig zu bewerten. Sollte man am besten selbst lesen, weil es schwierig ist, das Gesamtbild hier darzustellen. Eine spannende Offenbarung der Gefahren, wenn man sich Äußerlichkeiten zu sehr hin gibt. Die Geschichte war gut geschrieben, aber irgendwie auch merkwürdig und die Perspektive der Protagonistin war zeitweise interessant aber auch anstrengend.
Junge Junge... was war das für ein Fiebertraum??
Die Story ist so weird, sprunghaft und absolut nicht greifbar. Der Schreibstil war auch richtig anstrengend zu lesen. Ich wollte erst nicht weiterlesen, aber konnte es auch irgendwie nicht aus der Hand legen.. super strange 😵💫🫠😂 Für mich trotzdem das erste und auch letzte Buch der Autorin.
Nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter Noelle macht Mirabelle sich von Montréal auf den Weg nach Kalifornien, um ihre Angelegenheiten zu regeln und das Haus zu verkaufen. Dabei findet sie heraus, dass ihre Mutter sich in der letzten Zeit seltsam verhalten hat und immer wieder ein bestimmtes Beauty-Spa in der Nähe aufgesucht hatte. Dieses lag direkt an dem Küstenweg, vom dem Noelle in den Tod gestürzt ist – ein Zufall? Mirabelle will mehr über alles herausfinden, doch auch sie selbst lässt sich allzu leicht von den Versprechungen von ewiger Jugend und Schönheit blenden. Ich mochte bereits „Bunny“ von Mona Awad sehr - eine herrlich skurrile Dark Academia-Geschichte - daher durfte ich mir auch ihren neuen Roman „Rouge“ nicht entgehen lassen. Die deutsche Übersetzung stammt von Cornelia Röser. Erzählt wird hauptsächlich aus Mirabelles Perspektive in der Ich- und Gegenwartsform; es werden jedoch auch immer wieder ihre Erinnerungen eingeflochten, bei denen die Grenzen zwischen Realität und Einbildung zu verschwimmen scheinen. Vordergründig ist „Rouge“ vor allem eine Geschichte über Schönheitswahn und die absurden Versprechungen der Beautyindustrie. Mutter und Tochter sind besessen von ihrer eigenen Schönheit. Mirabelle nutzt eine Vielzahl von unterschiedlichen Produkten, mit denen sie ihre Haut makellos halten will. Noelle hingegen schien schon von klein auf eine Konkurrentin in ihrer Tochter zu sehen, was deren Verhältnis schwer belastet hat. Der Roman ist also auch eine Erzählung über eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung. Mona Awad ist eine wahre Meisterin darin, die Grenzen der Wirklichkeit zu überschreiten. Das ist ihr bereits in „Bunny“ gelungen und auch in „Rouge“ geschehen Dinge, die den Boden der Realität verlassen. Damit stellt die Autorin die Frage in den Raum, was wir bereit sind, für Äußerlichkeiten zu opfern und ob das wirklich Wichtige nicht vielleicht anderswo zu suchen ist. Ein spannender Roman, der jedoch auch seine Längen hat und ähnliche Szenen wiederholt. Hier hätte die Handlung etwas gestrafft werden können.
Es ist schwer, Worte zu finden. Für mich schöpft Mona Awad auf unerreichbare Weise die Grenzen des literarischen und poetischen Schaffens mit ihren Werken voll aus. Metaphern, Mystik, Realismus und der gegenüberliegende Surrealismus werden miteinander verwoben mit einer Methodik, die dem Zeichnen eines Wasserfarbengemäldes gleich kommt. Ich werde wohl nie aufhören, Lobeshymnen für Awad zu singen. Wenn man mit einem Schreibstil auf einer Wellenlänge sein kann, dann ist der von Mona Awad auf jener, die biologisch die ca. 80% Wasser in meinem Körper hat. Rouge komplimentiert sich selbst mit einem einnehmenden Stil, der manisch und parfümähnlich die Sinne für sich einnimmt.
Is grief afflicting your skin barrier?
Was ein Fiebertraum von einem Buch. Ich habe den Schreibstil unglaublich geliebt. Die Erzählung an sich war ein wilder Ritt. Teilweise deprimierend, erdrückend und creepy. Ab der Mitte des Buches hatte ich eine Vorahnung die ich unglaublich gut gefunden hätte, wurde jedoch leider enttäuscht. Das Ende hat mir gar nicht gefallen und ich wünschte meine Vorahnung wäre richtig gewesen. Inklusive dramatischen Ende, welches zum nachdenken angeregt hätte. Schade drum. Trotz alledem war das Buch bis auf diesen Punkt grandios und ich werde es so schnell bestimmt nicht vergessen. 🥀🪼
Verstörend spannend und am Ende tiefgründiger als erwartet.
Wie ist es in einer Sekte hineingezogen zu werden? Dieses Buch nimmt euch mit auf diese Reise. Auf den ersten Blick vollkommen absurd. Man muss viel interpretieren und verstehen um zu sehen was mit Belle geschieht. Leider waren mir einige Teile (das verwirrte rumirren von Belle zum Beispiel) zu langatmig. Ansonsten spannend. Das Ende war sehr ergreifend.
Die Obsession mit Schönheit, die Krankheit des Neides und die Liebe. Eine Mischung aus Horror und Realität, märchenhafte Elemente, eine typische Mona Awad Geschichte. 🌹
Ich bin mal wieder begeistert. Obwohl sich dieses Buch etwas länger gezogen hat als Bunny, waren die meisten Seiten wahrscheinlich nötig um diese unangenehme Spannung aufzubauen. Das Ende hat mich berührt. Ich bin ein großer Fan!

Kommt für mich nicht an Bunny heran
So richtig kam ich in das Buch leider nicht herein. Bunny war für mich ein lyrisches Meisterwerk, bei Rouge denke ich mir nur what the fuck? Tatsächlich finde ich es hier allerdings leichter, etwas herein zu interpretieren. Nach bunny war ich wirklich ahnungslos. Jedoch mochte ich bei Rouge das Setting und die Story um die ganze Skincare Thematik nicht so. Das war irgendwie nicht meins. Und bis zum Schluss weiß ich nicht, was das Buch mir mitteilen wollte. Zwischendrin haben mich die glitches und die Wort Verwechslungen auch irgendwie genervt. Was ich allerdings bei Mona awad sehr mag ist, dass sich der Schreibstil merkbar ändert mit dem Gemütszustand der Protagonisten. Das war bei bunny ähnlich und ist ein gutes Stilmittel wie ich finde. Bei anderen Autoren ist mir dies bisher noch nicht so stark bzw bewusst aufgefallen. Das Ende fand ich ganz nett, außer das letzte Kapitel. Hä? Was sollte mir das sagen? Keine Ahnung, irgendwie bin ich etwas enttäuscht von Rouge.
Reading this dark fairytale-ish story feels like a fever-dream. It's fun but not mind-blowing.
I finally read this one after it sat on my shelf for a year. I liked it, but it wasn't mind-blowing. It has dark fairytale vibes, and it's a little bit Alice in Wonderland-feverdreamish. Is it a psychological horror (?) Novel (it's hard to sort it, genre wise) that deals with Western beauty ideals, race, generational trauma and identity, and heavily criticises the industry that "helps" us reach these unrealistic standards.
Schon wieder ein Mona Awad Buch. Rouge stand wegen seiner Skincare Thematik schon lange auf meiner Reading Liste und jetzt hab ichs endlich geschafft. Es hat mir besser gefallen, als Bunny. Ich glaube, weil ich eben diese Skincarethematik außergewöhnlich fand und ich mehr Beziehung zur Protagonistin aufbauen konnte. All in all ein Buch, das mir gefallen hat, aber mich nicht über die Maßen gecatcht hat. Ich glaube das liegt natürlich daran, dass Fantasy nicht mein Lieblingsgenre ist, die Sprache und auch die Storyline war wirklich nicht schlecht.
Das Buch selbst ein Spiegel
Ich war mir lange Zeit nicht sicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Kurz nachdem ich es beendet hatte, fand ich es gut. So richtig wirklich gut. Aber mich störte, dass ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, die Protagonistin zu akzeptieren und mit ihr warmzuwerden. Nach einigen Tagen, in welchen mir das Buch nicht aus dem Kopf ging und sowohl Belle als auch Noelle täglich in meinem Gedankenpalast mit mir Zeit verbrachte, merkte ich: das kann was. Vielleicht bin ich deswegen vorerst nicht mit Belle warmgeworden, weil ich es nicht sollte, weil sie ein Nähe-Distanzproblem hat(te). Wie kann ich mit einer Person warm werden, die es nicht mit sich selbst wird? Ohne viel vorwegnehmen zu wollen kann ich behaupten: Belle und die Leserin werden sich annähern. 5 Sterne.








































