Rotlicht
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Description
Book Information
Author Description
Nora Bossong, 1982 in Bremen geboren, studierte in Berlin, Leipzig und Rom Philosophie und Komparatistik. Im Hanser Verlag erschienen Sommer vor den Mauern (Gedichte, 2011), Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Roman, 2012), Schnelle Nummer (Hanser Box, 2014), 36,9 Grad (Roman, 2015) und Rotlicht (2017). Nora Bossong wurde unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Kunstpreis Berlin, dem Roswitha-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet.
Posts
Ich fand das Buch insofern gut, dass ich ein paar der Schauplätze von außen kenne und damit bisschen mehr Einblick gewonnen habe (Swingerclub bei mir ums Eck, Artemis). Was mich aber oft etwas gestört hat, ist, dass sie zwar versucht möglichst nüchtern zu beschreiben aber eben doch sehr oft ihre teils sehr negativ und gesellschaftlich behaftete Meinung von Sex(arbeit(er:innen)) reinkommt. Hätte mir zumindest ein Interview gewünscht von einer Dom oder eben einer Sexarbeiterin, die es komplett freiwillig macht, weil sie es möchte und nicht weil sie finanzielle Probleme hat oder so. Ansonsten wurden aber viele Negativaspekte (vor allem Richtung Menschenhandel, Machtgefälle, dem "Männer haben Anspruch auf Sex" Problem und rechtliche Aspekte) ganz gut beleuchtet. Was mir auch etwas gefehlt hat, es war nur mal kurz die Rede von einer sexpositiven Party und das wurde überhaupt nicht in Kontext gesetzt oder näher erläutert und damit für Menschen die sich nicht in dem Kontext bewegen nicht nachvollziehbar dargestellt, glaube ich. Außerdem hätte mich interessiert, wie Sexarbeiter:innen zu dem freien Feiern stehen und ob es ihnen die Arbeit erleichtert/erschwert/sie davon gar nichts mitbekommen. Und es wird sich stark auf heteronormative Strukturen bezogen und auch erklärt, weshalb weiblich/weiblich so gut wie nicht verankert ist. Jedoch männlich/männlich wird überhaupt nicht thematisiert, was eben (leider) mit der Finanzierung von Drogensucht einhergeht und deshalb auch verbreitet ist.
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Nora Bossong, 1982 in Bremen geboren, studierte in Berlin, Leipzig und Rom Philosophie und Komparatistik. Im Hanser Verlag erschienen Sommer vor den Mauern (Gedichte, 2011), Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Roman, 2012), Schnelle Nummer (Hanser Box, 2014), 36,9 Grad (Roman, 2015) und Rotlicht (2017). Nora Bossong wurde unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Kunstpreis Berlin, dem Roswitha-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet.
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Ich fand das Buch insofern gut, dass ich ein paar der Schauplätze von außen kenne und damit bisschen mehr Einblick gewonnen habe (Swingerclub bei mir ums Eck, Artemis). Was mich aber oft etwas gestört hat, ist, dass sie zwar versucht möglichst nüchtern zu beschreiben aber eben doch sehr oft ihre teils sehr negativ und gesellschaftlich behaftete Meinung von Sex(arbeit(er:innen)) reinkommt. Hätte mir zumindest ein Interview gewünscht von einer Dom oder eben einer Sexarbeiterin, die es komplett freiwillig macht, weil sie es möchte und nicht weil sie finanzielle Probleme hat oder so. Ansonsten wurden aber viele Negativaspekte (vor allem Richtung Menschenhandel, Machtgefälle, dem "Männer haben Anspruch auf Sex" Problem und rechtliche Aspekte) ganz gut beleuchtet. Was mir auch etwas gefehlt hat, es war nur mal kurz die Rede von einer sexpositiven Party und das wurde überhaupt nicht in Kontext gesetzt oder näher erläutert und damit für Menschen die sich nicht in dem Kontext bewegen nicht nachvollziehbar dargestellt, glaube ich. Außerdem hätte mich interessiert, wie Sexarbeiter:innen zu dem freien Feiern stehen und ob es ihnen die Arbeit erleichtert/erschwert/sie davon gar nichts mitbekommen. Und es wird sich stark auf heteronormative Strukturen bezogen und auch erklärt, weshalb weiblich/weiblich so gut wie nicht verankert ist. Jedoch männlich/männlich wird überhaupt nicht thematisiert, was eben (leider) mit der Finanzierung von Drogensucht einhergeht und deshalb auch verbreitet ist.





