Reise ohne Wiederkehr oder Die geheimen Hefte des Michel Adanson
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Description
Eine Hymne auf die Liebe und auf die Freiheit - vom Gewinner des International Booker Prize.
David Diop erzählt die Lebensgeschichte des Botanikers Michel Adanson (1727-1806), der als erster weißer Naturforscher den Senegal bereist. Sein Ziel ist eine umfassende Enzyklopädie der afrikanischen Fauna. Als Adanson von dem tragischen Verschwinden einer jungen Frau erfährt, bekommt seine Expedition ein neues Ziel. Und er findet sie: Die mysteriöse Maram lebt als Heilerin in einem Dschungeldorf, um den Sklaventreibern zu entkommen. Adanson verliebt sich in sie und begreift immer mehr, dass sein weißes westliches Weltbild überholt ist. Trotzdem kann er Maram nicht vor ihrem Schicksal retten ... Erst nach Adansons Tod findet seine Tochter die Reisehefte und begreift, wer ihr Vater wirklich war. David Diop schreibt so eindrücklich über die Leidenschaft des Entdeckens wie über die Abgründe des Kolonialismus und formt daraus eine Ode an die Liebe.
»Diop verbindet die Leidenschaft für die Pflanzen und für die Liebe mit den Wunden der Geschichte und führt uns an den Rand der menschlichen Vernunft.« LIRE
Book Information
Author Description
David Diop wurde 1966 in Paris geboren und ist im Senegal aufgewachsen. Er unterrichtet heute französischsprachige afrikanische Literatur an der Universität Pau. »Nachts ist unser Blut schwarz« wurde in Frankreich als literarische Sensation gefeiert. David Diop erhielt dafür zahlreiche Preise unter anderem den Prix Goncourt des lycéens 2018 und als erster französischsprachiger Autor den International Booker Prize 2021. Die »Reise ohne Wiederkehr« ist sein dritter Roman.
Posts
Aglaia, die Tochter von dem Botaniker Michel Adanson, findet eines Tages die Reisehefte ihres verstorbenen Vaters und erfährt von seiner Reise in den Senegal im Jahr 1952, seiner Liebe zur Botanik und vor allem zu der Liebe seines Lebens Maram, die sich als Heilerin in einem Dschungeldorf vor den Sklaventreibern verstecken musste. Der weiße Naturforscher hatte sich auf seiner damaligen Reise unsterblich in die mysteriöse Frau verliebt und die Wahrheit der Abgründe des Kolonialismus erleben müssen. 237 Seiten, die auf eine wahre Begebenheit beruhen. Für mich persönlich plätscherte anfänglich die Erzählung etwas vor sich hin und nahm dann von Seite zu Seite an Spannung zu, sodass sich der Roman zu einer wunderbaren Geschichte entwickelte. Mir gefielen die sinnlichen und sehr detaillierten Beschreibungen der einzelnen Szenen. Ein lesenswerter Roman, der die Leidenschaft für die afrikanische Flora und Fauna zeigt und der Gewinner des International Booker Prize 2021 ist.
Ein Seifenbad der Gefühle ohne Erkenntniswert
Auf der Suche nach senegalesischer Literatur stolperte ich über diesen Titel, fand die Kurzbeschreibung verlockend und schon war es um mich geschehen. Ein wenig hatte ich die Vorstellung hier auf so etwas Ähnliches wie T.C.Boyles "Wassermusik" zu treffen. Eines der besten Bücher, in welches ich je das Vergnügen haben durfte, einzutauchen. Doch leider wurde ich derbe enttäuscht. Es ist weniger dieses Aufeinanderprallen von westlicher Aufklärung und indigenen Selbstverständnis, von Rationalität und Mystik, gefüttert von ungebändigter Reiselust und Forschertrieb (derlei Romane und Sachbücher sind es, die ich suche) vielmehr ist es ein fades Seifenbad der "Gefühle" mit zahlreichen, lose heraushängenden Handlungsfäden und in gewisser Weise sogar eine ungewollte Reproduktion des kolonialen Blicks mit ganz geringen Erkenntniswert.
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Eine Hymne auf die Liebe und auf die Freiheit - vom Gewinner des International Booker Prize.
David Diop erzählt die Lebensgeschichte des Botanikers Michel Adanson (1727-1806), der als erster weißer Naturforscher den Senegal bereist. Sein Ziel ist eine umfassende Enzyklopädie der afrikanischen Fauna. Als Adanson von dem tragischen Verschwinden einer jungen Frau erfährt, bekommt seine Expedition ein neues Ziel. Und er findet sie: Die mysteriöse Maram lebt als Heilerin in einem Dschungeldorf, um den Sklaventreibern zu entkommen. Adanson verliebt sich in sie und begreift immer mehr, dass sein weißes westliches Weltbild überholt ist. Trotzdem kann er Maram nicht vor ihrem Schicksal retten ... Erst nach Adansons Tod findet seine Tochter die Reisehefte und begreift, wer ihr Vater wirklich war. David Diop schreibt so eindrücklich über die Leidenschaft des Entdeckens wie über die Abgründe des Kolonialismus und formt daraus eine Ode an die Liebe.
»Diop verbindet die Leidenschaft für die Pflanzen und für die Liebe mit den Wunden der Geschichte und führt uns an den Rand der menschlichen Vernunft.« LIRE
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David Diop wurde 1966 in Paris geboren und ist im Senegal aufgewachsen. Er unterrichtet heute französischsprachige afrikanische Literatur an der Universität Pau. »Nachts ist unser Blut schwarz« wurde in Frankreich als literarische Sensation gefeiert. David Diop erhielt dafür zahlreiche Preise unter anderem den Prix Goncourt des lycéens 2018 und als erster französischsprachiger Autor den International Booker Prize 2021. Die »Reise ohne Wiederkehr« ist sein dritter Roman.
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Aglaia, die Tochter von dem Botaniker Michel Adanson, findet eines Tages die Reisehefte ihres verstorbenen Vaters und erfährt von seiner Reise in den Senegal im Jahr 1952, seiner Liebe zur Botanik und vor allem zu der Liebe seines Lebens Maram, die sich als Heilerin in einem Dschungeldorf vor den Sklaventreibern verstecken musste. Der weiße Naturforscher hatte sich auf seiner damaligen Reise unsterblich in die mysteriöse Frau verliebt und die Wahrheit der Abgründe des Kolonialismus erleben müssen. 237 Seiten, die auf eine wahre Begebenheit beruhen. Für mich persönlich plätscherte anfänglich die Erzählung etwas vor sich hin und nahm dann von Seite zu Seite an Spannung zu, sodass sich der Roman zu einer wunderbaren Geschichte entwickelte. Mir gefielen die sinnlichen und sehr detaillierten Beschreibungen der einzelnen Szenen. Ein lesenswerter Roman, der die Leidenschaft für die afrikanische Flora und Fauna zeigt und der Gewinner des International Booker Prize 2021 ist.
Ein Seifenbad der Gefühle ohne Erkenntniswert
Auf der Suche nach senegalesischer Literatur stolperte ich über diesen Titel, fand die Kurzbeschreibung verlockend und schon war es um mich geschehen. Ein wenig hatte ich die Vorstellung hier auf so etwas Ähnliches wie T.C.Boyles "Wassermusik" zu treffen. Eines der besten Bücher, in welches ich je das Vergnügen haben durfte, einzutauchen. Doch leider wurde ich derbe enttäuscht. Es ist weniger dieses Aufeinanderprallen von westlicher Aufklärung und indigenen Selbstverständnis, von Rationalität und Mystik, gefüttert von ungebändigter Reiselust und Forschertrieb (derlei Romane und Sachbücher sind es, die ich suche) vielmehr ist es ein fades Seifenbad der "Gefühle" mit zahlreichen, lose heraushängenden Handlungsfäden und in gewisser Weise sogar eine ungewollte Reproduktion des kolonialen Blicks mit ganz geringen Erkenntniswert.





