Reduktion & Tempo

Reduktion & Tempo

Softcover
3.01

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Description

»Das größte Abenteuer ist die Sprache« – das klingt gut, findet Matthias Politycki, aber eigentlich hält er diesen Satz für eine Armutserklärung notorischer Stubenhocker. Das heißt natürlich nicht, dass ein Schriftsteller Sprache weniger wichtig nehmen darf, Politycki bekennt, »in Sprache vernarrt zu sein wie eh und je«, aber dennoch: die wirklichen Abenteuer sind die Erfahrungen in der Welt, und die schlagen sich auch nieder in einer »wahrhaftigeren« Sprache. Ironisch blickt Politycki auch auf die eigenen Schreibanfänge vor Jahrzehnten zurück, auf die bemühte Artistik jener Werke, die ihm erst nach einem Prozess längeren Erfahrungssammelns als solche erkennbar wurde. Vier Punkte benennt er, die für sein Schreiben konstitutiv sind, zwei inhaltliche, zwei formale: Relevanz, Authentizität, Tempo und Reduktion. Und wie Politycki dann den Marathonlauf zur Metapher des Erzählens erhebt, das ist überraschend, verblüffend, einleuchtend. Größtmögliches Tempo, keine Mätzchen, Konzentration aufs Notwendige mit Blick aufs Ergebnis.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Literary Essays
Format
Softcover
Pages
48
Price
13.30 €

Author Description

Matthias Politycki, geb. 1955, studierte in München und Wien Neuere Deutsche Literatur, Philosophie und Theater- und Kommunikationswissenschaften. Seit 1990 ist er freier Schriftsteller, er schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen, Essays, lebt in Hamburg und München. Spätestens mit »Weiberroman« (1997) und »Ein Mann von vierzig Jahren« (2000) wurde er einem großen Publikum bekannt, 2015 erschien »42,195. Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken«; im April 2017 wird herauskommen: »Schrecklich schön und weit und wild. Warum wir reisen und was wir dabei denken«.

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Es sind nur 44 Seiten. Es ist schnell gelesen. Woran ich mich nach ein paar Tagen erinnere? Nicht viel. Sogar die vier Punkte, um die es im Buch geht, habe ich nicht mehr auswendig gewusst. Es sind: Relevanz, Authentizität, Reduktion und Tempo. Ansonsten erinnere ich mich noch daran, dass der Autor viel gereist ist, ich glaube, das hatte etwas mit dem Thema Relevanz zu tun. Also, sei offen für die Welt, dann weißt du, was Menschen beschäftigt und geräts nicht so schnell in Klischees. Ich weiß auch, dass der Autor von formalen Experimenten, denen er am Anfang seiner Laufbahn viel abgewinnen konnte, nun gar nichts mehr hält. Und ich denke, das war's auch schon. Anderen geht's sicher anders mit dem Büchlein. Mir ging's eben so.

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