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A Portrait of A Serial Killer.
Ich habe Roter Drache und das Schweigen der Lämmer vor sehr langer Zeit gelesen, nämlich als Anthony Hopkins, dem unaussprechlichen Bösen im Kino ein Gesicht gab. Und das war einer der wenigen Filme, die ich 2x im Kino gesehen habe. Eigentlich sind die Lecterbücher Thriller, aber sie passen auch ins Horror-Genre, denn die Bilder die ich im Kopf hatte und die Gefühle von reinstem Horror, die in mir aufstiegen, als beschrieben wurde, wie Will Graham die grausamen Tatorte rekonstruiert, sind mir auch nach Jahren im Gedächtnis geblieben. Das zeichnet für mich gute Bücher aus, wenn nach Jahren immer noch Erinnerungen und Gefühle an die Geschichte im Leserherz verweilen. Roter Drache aus dem Jahre 1981 ist der erste Roman, in dem Lecter auftaucht. Er sitzt bereits im Gefängnis und wird von Will Graham zu Rate gezogen, um einen anderen Serien-Killer zu identifizieren. Will tut dies nur sehr ungern, denn er war es, der Lecter hinter Gittern gebracht hat und er musste dafür einen hohen Preis zahlen. Lecter ist bereit zu helfen und es beginnt die analytische und spannende Suche nach dem Roten Drachen. Das Buch ist ein Slow-burner. Zum einen erhält man interessante Einblicke in die kriminalistische Arbeit des FBI und das Profiling, zum anderen bekommt man die Entwicklung und die Gedankenwelt des Serienkillers vermittelt. Dieser Perspektivwechsel hat mir sehr gut gefallen. Man weiß also ziemlich schnell, wer der Täter ist und verfolgt nicht nur die Suche nach ihm, sondern erfährt wie und warum sich der Täter seine neuen Opfer auswählt. Da Will Graham ein gebrochener Charakter ist, der zwar überlebt hat und danach psychologische Hilfe brauchte und trotzdem nicht davon lassen kann, den Tätern auf die Spur zu kommen, eröffnet dies eine weitere und persönliche Ebene in diesem Buch. Eigentlich ist Will in Rente, er wird aber zurückgeholt, da er die Fähigkeit hat, sich in die Täter und Opfer hineinzuversetzen. Er sieht Dinge und bemerkt Hinweise, die andere übersehen. Dabei setzt er sein persönliches Glück aufs Spiel, da ihm das Retten von potenziellen Opfern, über sein eigenes Wohl geht. Ich war wieder sehr angetan von dieser Geschichte, auch wenn es kein actiongeladenes Feuerwerk enthält, sondern eher einer psychologischen Behandlung gleich kommt. Ich finde die Geschichte immer noch spannend und sie passte perfekt in den Spooktober. Ich mache mit Das Schweigen der Lämmer gleich mal weiter.
Oct 15, 2025
A Portrait of A Serial Killer.
Ich habe Roter Drache und das Schweigen der Lämmer vor sehr langer Zeit gelesen, nämlich als Anthony Hopkins, dem unaussprechlichen Bösen im Kino ein Gesicht gab. Und das war einer der wenigen Filme, die ich 2x im Kino gesehen habe. Eigentlich sind die Lecterbücher Thriller, aber sie passen auch ins Horror-Genre, denn die Bilder die ich im Kopf hatte und die Gefühle von reinstem Horror, die in mir aufstiegen, als beschrieben wurde, wie Will Graham die grausamen Tatorte rekonstruiert, sind mir auch nach Jahren im Gedächtnis geblieben. Das zeichnet für mich gute Bücher aus, wenn nach Jahren immer noch Erinnerungen und Gefühle an die Geschichte im Leserherz verweilen. Roter Drache aus dem Jahre 1981 ist der erste Roman, in dem Lecter auftaucht. Er sitzt bereits im Gefängnis und wird von Will Graham zu Rate gezogen, um einen anderen Serien-Killer zu identifizieren. Will tut dies nur sehr ungern, denn er war es, der Lecter hinter Gittern gebracht hat und er musste dafür einen hohen Preis zahlen. Lecter ist bereit zu helfen und es beginnt die analytische und spannende Suche nach dem Roten Drachen. Das Buch ist ein Slow-burner. Zum einen erhält man interessante Einblicke in die kriminalistische Arbeit des FBI und das Profiling, zum anderen bekommt man die Entwicklung und die Gedankenwelt des Serienkillers vermittelt. Dieser Perspektivwechsel hat mir sehr gut gefallen. Man weiß also ziemlich schnell, wer der Täter ist und verfolgt nicht nur die Suche nach ihm, sondern erfährt wie und warum sich der Täter seine neuen Opfer auswählt. Da Will Graham ein gebrochener Charakter ist, der zwar überlebt hat und danach psychologische Hilfe brauchte und trotzdem nicht davon lassen kann, den Tätern auf die Spur zu kommen, eröffnet dies eine weitere und persönliche Ebene in diesem Buch. Eigentlich ist Will in Rente, er wird aber zurückgeholt, da er die Fähigkeit hat, sich in die Täter und Opfer hineinzuversetzen. Er sieht Dinge und bemerkt Hinweise, die andere übersehen. Dabei setzt er sein persönliches Glück aufs Spiel, da ihm das Retten von potenziellen Opfern, über sein eigenes Wohl geht. Ich war wieder sehr angetan von dieser Geschichte, auch wenn es kein actiongeladenes Feuerwerk enthält, sondern eher einer psychologischen Behandlung gleich kommt. Ich finde die Geschichte immer noch spannend und sie passte perfekt in den Spooktober. Ich mache mit Das Schweigen der Lämmer gleich mal weiter.
Oct 15, 2025






