Purpurmond
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Für mich war "Purpurmond" das erste Buch von Heike Eva Schmidt. Der Klappentext ließ sich gut lesen, das Cover war wundervoll gestaltet und Hexen standen im Mittelpunkt - drei gute Kaufgründe :) Etwas über dreihundert Seiten lang, erstreckt sich dem Leser hier eine eher schaurige, denn romantische Geschichte. Cat ist siebzehn und als sie auf einer Feier im ehemaligen Drudenhaus - wo im 17. Jahrhundert Hexen gefoltert und ermordet wurden - von ihrer verhassten Klassenkameradin eingesperrt wird, beginnt eine unbekannte Reise, bei der Cat wegen eines verfluchten Halsbands plötzlich im Jahr 1670 landet. Das Aufeindertreffen dieser Jahrhunderte könnte für den Leser nicht spannender gestaltet sein und durch Cat, die einfach frech und klug dahergelaufen kommt, ist das ganze ziemlich humorvoll und amüsant. Doch die Autorin will es weniger amüsant, sondern eher blutig. Vielleicht prallen da auch wieder die unterschiedlichen Zeiten aufeinander, schließlich musste man im 17. Jahrhundert nur als Hexe bezeichnet werden - durch Banalitäten ausgelöst - und schon wurde man auf dem Scheiterhaufen verbrannt! Wie Schmidt das alles darstellt, durch die eigene Sprache extrem verdeutlicht, hat es mir wirklich großen Spaß gemacht den Schurken dieser Zeit hinter Cat's Rücken die Stirn zu bieten. Mutig ist sie auf jeden Fall und schnell anpassungsfähig, auch wenn ihr viele "Fluch-Aussetzer" passieren und sie von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert, weshalb sie von den Bambergern ziemlich komisch beäugt wird. Dorothea ist ebenfalls siebzehn, aber sprachlich und von der Lebenseinstellung spürt man die riesige Kluft zwischen den Mädchen. 1670 war es mehr als üblich, dass Frauen schon mit 14 verheiratet waren, aber Dorothea strebt danach wie ihre Mutter Heilerin zu werden. Außerdem ist sie in den Sohn des oberen Richters verliebt, der für all die Hexenverbrennungen höchstselbst verantwortlich ist. Und in dem Moment, wo er das Interesse seines Sohnes Daniel registriert, ist Dorothea vor dem Werben des alten Mannes nicht mehr sicher. Skrupellos und eiskalt wird er beschrieben und ich konnte nicht anders, als ihm ein schlimmes Ende zu wünschen. Die Autorin hat hier eine Geschichte geschaffen, die sich wundervoll lesen ließ. Es gab soviel magisches zu entdecken, eine verzweifelt romantische Seite, weil die Liebesbeziehungen zu der Zeit einfach anders waren und natürlich mehr als beeindruckende Charaktere. Cat ist eine ziemliche Unruhestifterin, die ihren Wirbel für das Gute einsetzt und die viele lockere Sprüche drauf hat. Ihre lustigen Darstellungen, wenn sie 1670 mit 2012 zu vergleichen versucht, haben bei mir ziemliche Lachanfälle bewirkt, vorallem als Fußballfan, wo es dann hieß: "So musste es sein, wenn sich Fans von Bayern München und Borussia Dortmund gegenüberstanden." Cat's Humor ist einfach erste Sahne, ich hab mich sofort in sie verliebt! Auch Dorothea und ihr Bruder Jakob konnten mich durch ihre Entwicklung (von ängstlich zu kämpferisch) begeistern. Zusammenfassend kann man sagen, dass es für mich eines der besten Hexen-Fantasy-Büchern war, die ich je gelesen habe. Neu und alt wurden gut miteinander vermischt und die Autorin hat mich mit ihren detaillierten Ausdrücken sehr gut an die Handlung rangeführt. Alles war verständlich und die Frage, wo das enden soll - schließlich sind Zeitreisen eine Sache für sich - hat die Autorin perfekt gemeistert. "Purpurmond" erzählt eine abgeschlossene Geschichte mit viel Tiefe und Charme.
Inhalt (in meinen Worten): Cat ist auf einer neuen Schule und wird direkt zu einer „Party“ eingeladen, um dort von ein paar gemeinen Mädchen in einer gruseligen Hütte eingesperrt zu werden. Sie findet in der Dunkelheit einen Halsreif, der total verrotet ist und legt ihn sich um (wie blöd muss man eigentlich sein?) und landet damit in der Vergangenheit – genau zu Zeiten der Hexenverbrennung. Schnell stellt sie fest, dass der Halsreif verflucht wurde und sie diesen Fluch nun übernommen hat – denn zufällig stammte der Halsreif von … Erwartungen: Mein Sohn hatte mal „Der zauberhafte Eisladen“ von Heika Eva Schmidt gehört und ist sehr gut dabei eingeschlafen. Deshalb dachte ich, diese Geschichte sei auch gut. Charaktere: Cat: Ich fand sie gar nicht sympathisch. Dorothea (aus der Vergangenheit): Sie war sehr nett zu anderen, hat sich aber durchsetzen können – besonders gegenüber diesem alten Typen, der das junge Mädchen heiraten wollte … Bruder Jakob: Dorotheas Bruder und ein Mönch (oder ähnliches) fängt an, Cat zu mögen .. Stil: Sehr einfach. Fazit: Ich halte mich einfach etwas kürzer als sonst. Viele haben mir dieses Buch ans Herz gelegt, aber ich weiß nicht, wieso. Es hat mir einfach nicht gefallen. Wie blöd muss man eigentlich sein, einen alten verrosteten Halsreif anzuziehen? Das Ding hätte sonst was haben können. Blutvergiftung ist wohl auch ein Fremdwort, oder? #schlaggegendenKopf Gesamtbewertung: Titel: Purpurmond klingt schön. Cover: Schlicht und einfach, sehr gelungen. Inhalt: Mir ging Cat so richtig schön auf die Nerven mit ihrer Art. Sie hat keinen Respekt, auch nicht wenn sie in der Vergangenheit ist. Anstatt sich dementsprechend zu benehmen, fällt sie auf wie ein bunter Hund – mit ihrer Art und Weise. Das mag für Jugendliche funktionieren, aber da ich schon viele Bücher dieser Art gelesen habe, ist es für mich nicht aufgegangen.
Die 17 jährige Caitlin, die von allen nur "Cat" genannt wird, ist vor kurzem nach Bamberg gezogen und findet nach einer missglückten Party eingeschlossen in einem dunklen "Keller" wieder. Dort entdeckt sie hinter einem losen Pflasterstein in der Wand einen alten Kupferhalsreif, sowie ein seltsames Leder mit einer alten Inschrift. Neugierig geworden legt sie den Halsreif um und betrachtet sich das wundersame Leder. Als sie beginnt den Text laut vorzulesen wird sie ins Jahr 1632 katapultiert - eine Zeit in der die Hexenverbrennung in Bamberg ihren Höhepunkt fand. Verwirrt wandelt sie nun durchs altertümliche Bamberg und wird schon kurz nach ihrer Ankunft Zeugin einer schrecklichen Hexenverbrennung. Verwirrt und geschockt irrt sie durch die Stadt und begegnet bald Dorothea (die sich mit Kräutern sehr gut auskennt) und ihrem Bruder Jakob (einem Mönch), der Cat auf Anhieb sehr gut gefällt. Der Halsreif um Cats Hals lässt sich nicht mehr ablegen und zieht sich mit dem abnehmenden Mond immer weiter zu - doch nicht nur das lässt Cat um ihr Leben bangen: Die Menschen im alten Bamberg halten sie für eine Hexe... Zitate "Hexe, Hexe Du sollst brennen, mit dem Kopf nach unten hängen. Teufelslieder sollst Du singen, bis die Flammen Dich umringen. Hexe, Hexe Du sollst sterben, mit Deiner Asche den Himmel färben." "Die einsamen Sanddünen im Winter, das Meer mit seinen hunderten Schattierungen von Bleigrau bis fast Schwarz. Und der pastellfarbene Himmer, der die eisige Luft in Blaugraurosatöne verpackte und den eigenen Atem wie weißen Drachenrauch aussehen ließ." "Am liebsten hätte ich mich, wie damals, als ich ein kleines Kind war, auf den Boden geschmissen und mit beiden Fäusten laut schreiend auf den Boden gehauen, um meinen ganzen Frust und meine Panik herauszubrüllen. Aber weil ich inzwischen 16 war und wusste, dass das nichts an der Situation ändern würde, atmete ich zweimal tief durch und versuchte, kühl und logisch zu überlegen." Fazit "Purpurmond" ist der erste Fantasyroman der Autorin Heike Eva Schmidt. Seit jeher mag ich eigentlich Romane, in denen es um spektakulärere Ereignisse in der Geschichte geht, sei es die Hexenverbrennung oder die Zeit der Pest. Fantasyromane an sich liebe ich aber fast noch ein bisschen mehr und so war ich natürlich begeistert als ich diesen Roman entdeckte: Da vermischte sich doch ein spektakuläres Ereignis mit Fantasy - da musste ich natürlich zugreifen und ich wurde nicht enttäuscht. Der Roman um die 17 jährige (wobei im Roman selbst auch immer mal wieder "16" steht) Cat beeinhaltet eine überaus spannende und interessante Geschichte, die es meiner Ansicht nach so noch nie gegeben hat. Durch den Halsreif und das beschriebene Leder hat das Mädchen die Gelegenheit in die Vergangenheit zu reisen und tief in die Geschichte des alten Bambergs einzugreifen. Immer wieder finden Zeitsprünge statt, die die Geschichte sehr interessant und vielseitig werden lassen, vorallem da man immer wieder erfährt, was mit Dorothea und ihrem Bruder Jakob passiert, auch wenn sich Cat in ihrer eigenen Zeit befindet. Die lässige, sprücheklopfende Cat muss sich natürlich erstmal an die "neue Zeit" gewöhnen und erntet sowohl Bewunderung als auch Missgunst, denn sie ist nicht wie die Frauen dieser Zeit: sie widerspricht und sagt deutlich ihre Meinung. Zusätzlich fällt sie durch ihre Wortwahl auf, die natürlich nicht so Recht ins Bamberg des 17. Jahrhunderts passen will. Cat ist eine tolle Figur, sie hat Charakter, sie setzt sich durch und ist einem durch ihr forsches Wesen sofort sympathisch. Sie lässt sich nichts gefallen und versucht immer anderen zu helfen - auch wenn sich für sie daraus Nachteile entwickeln könnten. Ihre Gefühlswelt ist eine Berg und Tal-Bahn, einerseits die Ängste als Hexe verbrannt zu werden oder einen grausamen Erstickungstod (durch das zusammenziehen des Halsreifes) zu sterben. Andererseits das Kribbeln der zarten Gefühle für Dorotheas Bruder Jakob und die freundschaftlichen Gefühle die sie Dorothea gegenüber entwickelt. Dorothea selbst ist eine typische Frau des 17ten Jahrhunderts. Angepasst und still, nur nicht besonders auffallen. Als sie später jedoch einen Mann ehelichen soll, den sie nicht leiden kann, statt ihres Liebsten, rebelliert die sonst so schüchterne Dorothea und offenbart ihre Kämpfernatur. Man leidet und fühlt mit Dorothea, man liebt und weint mit ihr und freut sich immer von ihr zu lesen - sie ist einfach ein Charakter den man mögen muss! Dorotheas Bruder Jakob ist ein gläubiger Mönch, doch für seine Schwester umgeht er alle Schranken und versucht immer für sie da zu sein. Anfangs ist er eher der typische "Moralapostel" doch dies legt sich mit der Zeit und macht ihn zu einem großen Bruder, den sich jeder von uns wünschen würde. Als er bemerkt, das er selbst auch Gefühle für Cat hegt wird er immer sympathischer und will ihn garnicht mehr missen. Die restlichen Charaktere in dieser Geschichte sind alle großartig ausgearbeitet und man hat sofort das ein oder andere Gefühl diesen Personen gegenüber. Den einen mag man, den anderen verabscheut man und diese Gefühle bestätigen bzw. vertiefen sich mit fortlaufender Geschichte umso mehr. Jede Geschichte braucht seine Schurken und meiner Ansicht nach ist der Schurke in dieser Geschichte besonders gut gelungen - jede Aussage, jede Beschreibung lässt den Leser eine tiefere Abneigung gegen diesen Menschen verspüren und man wünscht ihm einfach nur alles schlechte dieser Welt. Purpurmond ist ein wundervoller Roman mit einer außergewöhnlichen Geschichte, wundervollen Landschaftsbeschreibungen (siehe Zitate), grandiosen Charakteren und einem Einblick in die schreckliche Zeit der Hexenverbrennungen. Man fiebert mit und die Seiten fliegen nur so dahin, man will das Buch garnicht mehr aus der Hand legen. Er ist in "Ich-Form", aus der Sicht von Cat verfasst, was den Leser der Protagonistin immer sehr nahe bringt und all die Erfahrungen und Gefühle noch besser verspüren lässt. Die einfachen aber flotten Formulierungen lassen einen das Buch gut verstehen und flüssig lesen, die Kapitel sind nicht zu kurz und nicht zu lang. Die leichte Liebesgeschichte zwischen Cat und Jakob ist oberflächlich gehalten und keineswegs kitschig, vielmehr hat man das Gefühl dass Cat ihr erstes "Verliebtsein" erlebt und am Anfang garnicht so recht weiß was Sache ist. Die zusätzliche Geschichte zwischen Dorothea und ihrem Liebsten Daniel ist so wundervoll, dass es einen richtig schmunzeln lässt wenn man über die beiden liest, man freut sich einfach das sich die 2 gefunden haben und so "toll" miteinander umgehen - das zu lesen zergeht manchmal wie Schokolade auf der Zunge. Wertung: 5 von 5 Sternen!
Kurzbeschreibung: Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuterkundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht... Zur Autorin: Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Sie studierte Schulpsychologie, wechselte aber direkt nach ihrem Abschluss zum Journalismus. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitschriften arbeitet sie seit mehreren Jahren unter anderem als Drehbuchautorin für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Purpurmond ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman. Rezension: Die 17-jährige Caitlin, genannt Cat, ist mit ihren Eltern vor Kurzem nach Bamberg gezogen. In der neuen Heimat Freunde zu finden ist schwer für Cat, zumal sie von ihrer Mitschülerin Sina und deren Gefolge gern gemobbt wird. Als diese sie zu einer vermeintlichen Party in das alte Malefizhaus der Stadt einlädt, kann das natürlich nicht gut ausgehen. Cat wird von Sina dort eingeschlossen und findet zwischen den Mauersteinen einen alten kupfernen Halsreif und ein Stück Leder, auf dem Worte eingeritzt sind. Aus Neugier legt sich Sina den Halsreif um und spricht die Worte laut aus und schon findet sie sich im Bamberg des Jahres 1632 wieder, zur Zeit der Hexenverfolgung. Doch es kommt noch schlimmer: Der Halsreif zieht sich magisch immer weiter zu, Cat droht langsam zu ersticken. Mit Hilfe von Dorothea und Jakob, einem Geschwisterpaar aus dem Bamberg der Vergangenheit, versucht Cat, den Fluch, der auf dem Halsreif lastet, aufzuheben... Heike Eva Schmidt konnte mich mit "Purpurmond" definitiv überzeugen. Die Geschichte um Cat wurde von der Autorin so spritzig, witzig aber auch spannend erzählt, dass die Seiten beim Lesen nur so dahinflogen und ich die ganze Zeit gespannt war, wie es weitergeht. Die Geschichte selbst wird von Cat aus der Ich-Perspektive erzählt, was den Leser sehr an die Protagonistin fesselt, die vor allem durch locker-flockige Sprüche auffällt. Diese sorgen zweifellos für einige große Lacher, wenn Cat sie im Bamberg des 17. Jahrhunderts anbringt und die Leute sie dafür stirnrunzelnd und mit offenem Mund anschauen. Positiv fand ich, dass Cat sich nach ihrer ersten Zeitreise nicht dauerhaft im alten Bamberg aufhält, sondern auch immer wieder ins Hier und Jetzt zurückkatapultiert wird, ohne darauf Einfluss nehmen zu können. Das macht die Handlung noch einen Tick spannender und unterhaltsamer. Cat als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie ist selbstbewusst, zielstrebig und versucht alles, um den Fluch, der auf dem Halsreif liegt, aufzudecken und auch verschiedenen Personen, die sie im 17. Jahrhundert kennenlernt, zu helfen. Auch die Nebenfiguren können durchweg überzeugen. Ich kann "Purpurmond" definitiv weiterempfehlen, denn hiermit hat Heike Eva Schmidt ein Jugendbuch erdacht, dass dem Leser auf unterhaltsame und spannende Art und Weise die Zeit der Hexenverfolgung und -verbrennung nahebringt und auch eine durchweg interessante Rahmenhandlung bietet, und das nicht nur für jugendliche Leser. Fazit: "Purpurmond" bietet alles, was ein heutiges gutes Jugendbuch braucht: Spannung, etwas geschichtliches Wissen, das aber in keinster Weise trocken vermittelt wird, viel Humor und einen Schuss Romantik - wirklich empfehlenswert!
Beschreibung Cat ist erst vor kurzem mit ihren Eltern nach Bamberg gezogen und fühlt sich weder in ihrer Umgebung noch in der neuen Schule wohl. Vor allem Sina mit ihrer Clique macht ihr das Leben schwer. Als Cat zu einer Party im alten Drudenhaus eingeladen wird möchte sie zuerst nicht hingehen, die Neugier siegt jedoch über das schlechte Bauchgefühl. Sina hat nichts gutes im Sinne, sie sperrt Cat kurzerhand dort ein. Cats Panik wächst in der Dunkelheit des unheimlichen Drudenhauses und sie sucht verzweifelt nach einem Ausweg. In dem alten Gemäuer findet sie schließlich ein geheimnisvolles Päckchen das ein altes Schriftstück und einen Halsreif enthält. Als Cat den Halsreif umlegt und die geschriebenen Worte laut vorliest wird sie in einen Zeitstrom gesogen der sie ins Jahr 1630 zieht und sie schließlich wieder in der Gegenwart ausspuckt. Zuerst ist Cat froh ihrem Gefängnis entkommen zu sein, doch als sie bemerkt das der Halsreif immer enger wird und ihr schon bald die Luft zum atmen nehmen wird muss sie etwas unternehmen... Meine Meinung Heike Eva Schmidt entführt den Leser in ihrem ersten Jugend-Fantasyroman >>Purpurmond<>Purpumond<< ist ein komplexer und dennoch leicht zu lesender Jugendroman mit historischen Einschitten den man unbedingt gelesen haben sollte. Ich vergebe 5 von 5 Sterne! Über die Autorin Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Nach einem Studium der Schulpsychologie wechselte sie direkt nach ihrem Abschluss zum Journalismus. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitschriften erhielt sie im Jahr 2000 ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als freie Drehbuchautorin, aktuell für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Seitdem arbeitet sie vorzugsweise im bayerischen Voralpenland. Dort entstehen in ihrer kleinen „Schreibstube“ viele Ideen. „Purpurmond“ ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman. (Quelle: Droemer Knaur) Fazit Eine erfrischende Verschmelzung von Fantasie und Geschichte! ------------------------------------------------------------ © Bellas Wonderworld; Rezension vom 23.05.2012
Beschreibung Cat ist erst vor kurzem mit ihren Eltern nach Bamberg gezogen und fühlt sich weder in ihrer Umgebung noch in der neuen Schule wohl. Vor allem Sina mit ihrer Clique macht ihr das Leben schwer. Als Cat zu einer Party im alten Drudenhaus eingeladen wird möchte sie zuerst nicht hingehen, die Neugier siegt jedoch über das schlechte Bauchgefühl. Sina hat nichts gutes im Sinne, sie sperrt Cat kurzerhand dort ein. Cats Panik wächst in der Dunkelheit des unheimlichen Drudenhauses und sie sucht verzweifelt nach einem Ausweg. In dem alten Gemäuer findet sie schließlich ein geheimnisvolles Päckchen das ein altes Schriftstück und einen Halsreif enthält. Als Cat den Halsreif umlegt und die geschriebenen Worte laut vorliest wird sie in einen Zeitstrom gesogen der sie ins Jahr 1630 zieht und sie schließlich wieder in der Gegenwart ausspuckt. Zuerst ist Cat froh ihrem Gefängnis entkommen zu sein, doch als sie bemerkt das der Halsreif immer enger wird und ihr schon bald die Luft zum atmen nehmen wird muss sie etwas unternehmen... Meine Meinung Heike Eva Schmidt entführt den Leser in ihrem ersten Jugend-Fantasyroman >>Purpurmond<>Purpumond<< ist ein komplexer und dennoch leicht zu lesender Jugendroman mit historischen Einschitten den man unbedingt gelesen haben sollte. Ich vergebe 5 von 5 Sterne! Über die Autorin Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Nach einem Studium der Schulpsychologie wechselte sie direkt nach ihrem Abschluss zum Journalismus. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitschriften erhielt sie im Jahr 2000 ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als freie Drehbuchautorin, aktuell für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Seitdem arbeitet sie vorzugsweise im bayerischen Voralpenland. Dort entstehen in ihrer kleinen „Schreibstube“ viele Ideen. „Purpurmond“ ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman. (Quelle: Droemer Knaur) Fazit Eine erfrischende Verschmelzung von Fantasie und Geschichte! ------------------------------------------------------------ © Bellas Wonderworld; Rezension vom 23.05.2012
Auffallend. Es springt einem definitiv ins Auge und die Farbe ist sehr gewagt. Auch wenn die Farbe sonst nicht so meins ist, mag ich es :) Schlicht und doch zieht es die Augen magisch (haha) an. Lange nicht mehr sowas tolles gelesen. Ein Zeitreiseroman der diesen Titel auch zurecht trägt. Cat findet in einem alten Haus einen Halsreif und legt diesen kurzerhand um. Pech nur, dass er sich nicht mehr lösen lässt und bald schon fällt ihr auf, dass der Reif immer und immer enger wird. Die Zeit läuft ihr davon und ein weiteres Problem tut sich auf: der Reif schickt sie unkontrolliert in das Bamberg zur Zeit der Hexenverbrennung. Cat erkennt bald, dass nur die Vergangenheit ihr helfen kann, ihr Leben zu retten. Ich hab das Buch an einem Tag durchgelesen. Als ich mich in den Garten in die Sonne gesetzt hab, wollte ich nur mal kurz reinlesen. Und zack, wurde ich quasi in das Buch hineingesogen und es hat mich einfach nicht mehr frei gegeben. Die Folge: ein hübscher Sonnenbrand im Nacken. Aber das war es wert. Ich hab selten ein so ... leichtes Buch gelesen. Der Schreibstil ist toll und leicht zu lesen - und frech, was super zu Cats Persönlichkeit passt. Cat ist eine wunderbare "Heldin", die sich auch gern mal selber auf die Schippe nimmt. Und dann stelle man sich eine Jugendliche aus dem Jahr 2012 im mittelalterlichen Bamberg vor. Einfach köstlich und sie sorgt nicht wenig für lustige Szenen, denn sie ist definitiv nicht auf den Mund gefallen - und sehr "weiblich" verhält sie sich für die Verhältnisse vor 300 Jahren auch nicht. Wirklich gelungen finde ich die ganz leicht eingeflochtene Liebesgeschichte. Nur wenigen Autoren gelingt es (zumindest bei dem was ich bisher so gelesen hab), dass die Liebesgeschichte nicht irgendwann zwangsläufig in den Vordergrund rückt und alles andere verdrängt. Hier ist das so, sie ist zwar präsent, aber auf keinen Fall aufdringlich - nicht zuletzt durch Cats Art die Dinge zu beschreiben. Im Vordergrund steht definitiv die Handlung - Cats Zeitreisen, ihr Leben und das von einigen anderen zu retten. Auch verdeutlicht Heike Eva Schmidt, dass damals ein einziges falsches Wort gereicht hat, um als Hexe verpönnt, gnadenlos gefoltert und dann schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden. Man wird mit lustigen Verstrickungen, ernsten Gesprächen, großen und kleinen Fauxpas durch das Buch geführt und fiebert mit einer witzigen und charmanten Protagonistin mit. Auch die wechselnden Blickwinkel zwischen Cat und Dorothea gewähren einem zusätzlich noch einige Einblicke in die Vergangenheit. Ich muss gestehen, dass ich wirklich mit Cat mitgefiebert habe. Ich habe gelacht - viel gelacht - aber auch desöfteren mal schlucken müssen und war wirklich enttäuscht, dass das Buch so schnell zu Ende war. Aber auch das Ende war kein typisches Happy End, sondern eines, dass mich mehr als zufrieden zurück gelassen hat. Zu keiner Zeit ist es kitschig geworden oder unrealistisch und ja, ein großes großes Lob an die Autorin. Noch dazu, dass sie nicht auf den Trilogie - Zug aufgesprungen ist, sondern uns und einigen anderen Autoren zeigt: Einzelbänder toppen so manche Trilogie! Hut ab und losgelesen. Definitiv ein MUST - READ! Das Geld ist es allemal wert und ich kann es restlos empfehlen. Ab heute eines meiner Lieblingsbücher, die ich jedem Verwandten, Freund und Feind gerne empfehle.
Bei ihren Zeitreisen aus dem Bamberg 2012 in das Bamberg des Jahres 1630 landet Cat mitten im Zeitalter der Hexenverfolgungen, die in aller Grausamkeit dargestellt werden. Spätestens nach den Anmerkungen wird klar, dass die Geschichte auf eine fundierte Recherche zurückgeht und so kann man ganz nebenbei auch etwas über besagte Hexenverfolgungen lernen - und über die Brutalität gegenüber unschuldig verurteilten Menschen. All das wird dem Leser sehr verständlich und authentisch vor Augen geführt. Auch wenn der Klappentext etwas anderes vermuten lässt, steht die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund, sondern wirkt nicht selten eher nebensächlich - Spannung ist dennoch ausreichend vorhanden. Womit wir dann bei Cat werden, die das Ganze aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie ist eine starke, mit Sicherheit nicht auf den Mund gefallene Protagonistin. Cat lässt sich von absolut niemandem auch nur annähernd unterkriegen, ist schlagfertig, definitiv selbstbewusst und gibt allem und jedem Paroli, sei es die Oberzicke in der Schule im 21. oder der oberste Richter im 17. Jahrhundert. Außerdem verfügt sie über einen wundervollen Humor, der mich immer wieder zum Grinsen gebracht hat - allein ihre ironischen Kommentare sind genial. Zwar kommt sie in der Vergangenheit ganz gut zurecht, Fettnäpfchen werden sehr zu meiner Freude vermieden und sie bemüht sich um Anpassung, allerdings stößt sie sich immer wieder an den damaligen Sitten - wie das eben so ist, als emanzipiertes Kind des aufgeklärten 21. Jahrhunderts. Für den Leser gestaltet sich das als sehr amüsant. Sie neigt dazu, Dinge in der Vergangenheit mit gegenwärtigen, populären Sachen zu vergleichen, zum Beispiel erklärt sie bei einer undenkbaren Vorstellung, dies sei wie ein Auftritt von Sido im Musikantenstadl. Auch mit der mittelalterlichen Ausdrucksweise hadert sie, zeigt aber definitiv eine Verbesserung. Ansonsten ist die Sprache modern gehalten. Generell sind Cats Gefühle und Handlungen nachvollziehbar. Der Grundaufbau - sie ist zum Beispiel neu in der Stadt - mag nicht wirklich originell sein, die Charaktere sind nicht die vielschichtigsten (wenn auch meist liebenswert, wie beispielsweise Dorothea, die zwischendurch auch ein paar Absätze aus ihrer Sicht erzählt) und generell ist die Geschichte nicht herausragend komplex, aber das Buch ist eben eines dieser lockeren Bücher für Zwischendurch, bei denen man Spaß am Lesen hat. Es ist locker geschrieben, der Schreibstil ist flüssig und fesselnd und das ganze Buch ist einfach total unterhaltsam und hat mich für ein paar schöne Lesestunden auch definitiv unterhalten. Fazit: Unterhaltsame, lockere Zeitreisegeschichte in das Zeitalter der grausamen Hexenverfolgungen mit einer selbstbewussten, modernen, schlagfertigen und sarkastischen Protagonistin
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Für mich war "Purpurmond" das erste Buch von Heike Eva Schmidt. Der Klappentext ließ sich gut lesen, das Cover war wundervoll gestaltet und Hexen standen im Mittelpunkt - drei gute Kaufgründe :) Etwas über dreihundert Seiten lang, erstreckt sich dem Leser hier eine eher schaurige, denn romantische Geschichte. Cat ist siebzehn und als sie auf einer Feier im ehemaligen Drudenhaus - wo im 17. Jahrhundert Hexen gefoltert und ermordet wurden - von ihrer verhassten Klassenkameradin eingesperrt wird, beginnt eine unbekannte Reise, bei der Cat wegen eines verfluchten Halsbands plötzlich im Jahr 1670 landet. Das Aufeindertreffen dieser Jahrhunderte könnte für den Leser nicht spannender gestaltet sein und durch Cat, die einfach frech und klug dahergelaufen kommt, ist das ganze ziemlich humorvoll und amüsant. Doch die Autorin will es weniger amüsant, sondern eher blutig. Vielleicht prallen da auch wieder die unterschiedlichen Zeiten aufeinander, schließlich musste man im 17. Jahrhundert nur als Hexe bezeichnet werden - durch Banalitäten ausgelöst - und schon wurde man auf dem Scheiterhaufen verbrannt! Wie Schmidt das alles darstellt, durch die eigene Sprache extrem verdeutlicht, hat es mir wirklich großen Spaß gemacht den Schurken dieser Zeit hinter Cat's Rücken die Stirn zu bieten. Mutig ist sie auf jeden Fall und schnell anpassungsfähig, auch wenn ihr viele "Fluch-Aussetzer" passieren und sie von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert, weshalb sie von den Bambergern ziemlich komisch beäugt wird. Dorothea ist ebenfalls siebzehn, aber sprachlich und von der Lebenseinstellung spürt man die riesige Kluft zwischen den Mädchen. 1670 war es mehr als üblich, dass Frauen schon mit 14 verheiratet waren, aber Dorothea strebt danach wie ihre Mutter Heilerin zu werden. Außerdem ist sie in den Sohn des oberen Richters verliebt, der für all die Hexenverbrennungen höchstselbst verantwortlich ist. Und in dem Moment, wo er das Interesse seines Sohnes Daniel registriert, ist Dorothea vor dem Werben des alten Mannes nicht mehr sicher. Skrupellos und eiskalt wird er beschrieben und ich konnte nicht anders, als ihm ein schlimmes Ende zu wünschen. Die Autorin hat hier eine Geschichte geschaffen, die sich wundervoll lesen ließ. Es gab soviel magisches zu entdecken, eine verzweifelt romantische Seite, weil die Liebesbeziehungen zu der Zeit einfach anders waren und natürlich mehr als beeindruckende Charaktere. Cat ist eine ziemliche Unruhestifterin, die ihren Wirbel für das Gute einsetzt und die viele lockere Sprüche drauf hat. Ihre lustigen Darstellungen, wenn sie 1670 mit 2012 zu vergleichen versucht, haben bei mir ziemliche Lachanfälle bewirkt, vorallem als Fußballfan, wo es dann hieß: "So musste es sein, wenn sich Fans von Bayern München und Borussia Dortmund gegenüberstanden." Cat's Humor ist einfach erste Sahne, ich hab mich sofort in sie verliebt! Auch Dorothea und ihr Bruder Jakob konnten mich durch ihre Entwicklung (von ängstlich zu kämpferisch) begeistern. Zusammenfassend kann man sagen, dass es für mich eines der besten Hexen-Fantasy-Büchern war, die ich je gelesen habe. Neu und alt wurden gut miteinander vermischt und die Autorin hat mich mit ihren detaillierten Ausdrücken sehr gut an die Handlung rangeführt. Alles war verständlich und die Frage, wo das enden soll - schließlich sind Zeitreisen eine Sache für sich - hat die Autorin perfekt gemeistert. "Purpurmond" erzählt eine abgeschlossene Geschichte mit viel Tiefe und Charme.
Inhalt (in meinen Worten): Cat ist auf einer neuen Schule und wird direkt zu einer „Party“ eingeladen, um dort von ein paar gemeinen Mädchen in einer gruseligen Hütte eingesperrt zu werden. Sie findet in der Dunkelheit einen Halsreif, der total verrotet ist und legt ihn sich um (wie blöd muss man eigentlich sein?) und landet damit in der Vergangenheit – genau zu Zeiten der Hexenverbrennung. Schnell stellt sie fest, dass der Halsreif verflucht wurde und sie diesen Fluch nun übernommen hat – denn zufällig stammte der Halsreif von … Erwartungen: Mein Sohn hatte mal „Der zauberhafte Eisladen“ von Heika Eva Schmidt gehört und ist sehr gut dabei eingeschlafen. Deshalb dachte ich, diese Geschichte sei auch gut. Charaktere: Cat: Ich fand sie gar nicht sympathisch. Dorothea (aus der Vergangenheit): Sie war sehr nett zu anderen, hat sich aber durchsetzen können – besonders gegenüber diesem alten Typen, der das junge Mädchen heiraten wollte … Bruder Jakob: Dorotheas Bruder und ein Mönch (oder ähnliches) fängt an, Cat zu mögen .. Stil: Sehr einfach. Fazit: Ich halte mich einfach etwas kürzer als sonst. Viele haben mir dieses Buch ans Herz gelegt, aber ich weiß nicht, wieso. Es hat mir einfach nicht gefallen. Wie blöd muss man eigentlich sein, einen alten verrosteten Halsreif anzuziehen? Das Ding hätte sonst was haben können. Blutvergiftung ist wohl auch ein Fremdwort, oder? #schlaggegendenKopf Gesamtbewertung: Titel: Purpurmond klingt schön. Cover: Schlicht und einfach, sehr gelungen. Inhalt: Mir ging Cat so richtig schön auf die Nerven mit ihrer Art. Sie hat keinen Respekt, auch nicht wenn sie in der Vergangenheit ist. Anstatt sich dementsprechend zu benehmen, fällt sie auf wie ein bunter Hund – mit ihrer Art und Weise. Das mag für Jugendliche funktionieren, aber da ich schon viele Bücher dieser Art gelesen habe, ist es für mich nicht aufgegangen.
Die 17 jährige Caitlin, die von allen nur "Cat" genannt wird, ist vor kurzem nach Bamberg gezogen und findet nach einer missglückten Party eingeschlossen in einem dunklen "Keller" wieder. Dort entdeckt sie hinter einem losen Pflasterstein in der Wand einen alten Kupferhalsreif, sowie ein seltsames Leder mit einer alten Inschrift. Neugierig geworden legt sie den Halsreif um und betrachtet sich das wundersame Leder. Als sie beginnt den Text laut vorzulesen wird sie ins Jahr 1632 katapultiert - eine Zeit in der die Hexenverbrennung in Bamberg ihren Höhepunkt fand. Verwirrt wandelt sie nun durchs altertümliche Bamberg und wird schon kurz nach ihrer Ankunft Zeugin einer schrecklichen Hexenverbrennung. Verwirrt und geschockt irrt sie durch die Stadt und begegnet bald Dorothea (die sich mit Kräutern sehr gut auskennt) und ihrem Bruder Jakob (einem Mönch), der Cat auf Anhieb sehr gut gefällt. Der Halsreif um Cats Hals lässt sich nicht mehr ablegen und zieht sich mit dem abnehmenden Mond immer weiter zu - doch nicht nur das lässt Cat um ihr Leben bangen: Die Menschen im alten Bamberg halten sie für eine Hexe... Zitate "Hexe, Hexe Du sollst brennen, mit dem Kopf nach unten hängen. Teufelslieder sollst Du singen, bis die Flammen Dich umringen. Hexe, Hexe Du sollst sterben, mit Deiner Asche den Himmel färben." "Die einsamen Sanddünen im Winter, das Meer mit seinen hunderten Schattierungen von Bleigrau bis fast Schwarz. Und der pastellfarbene Himmer, der die eisige Luft in Blaugraurosatöne verpackte und den eigenen Atem wie weißen Drachenrauch aussehen ließ." "Am liebsten hätte ich mich, wie damals, als ich ein kleines Kind war, auf den Boden geschmissen und mit beiden Fäusten laut schreiend auf den Boden gehauen, um meinen ganzen Frust und meine Panik herauszubrüllen. Aber weil ich inzwischen 16 war und wusste, dass das nichts an der Situation ändern würde, atmete ich zweimal tief durch und versuchte, kühl und logisch zu überlegen." Fazit "Purpurmond" ist der erste Fantasyroman der Autorin Heike Eva Schmidt. Seit jeher mag ich eigentlich Romane, in denen es um spektakulärere Ereignisse in der Geschichte geht, sei es die Hexenverbrennung oder die Zeit der Pest. Fantasyromane an sich liebe ich aber fast noch ein bisschen mehr und so war ich natürlich begeistert als ich diesen Roman entdeckte: Da vermischte sich doch ein spektakuläres Ereignis mit Fantasy - da musste ich natürlich zugreifen und ich wurde nicht enttäuscht. Der Roman um die 17 jährige (wobei im Roman selbst auch immer mal wieder "16" steht) Cat beeinhaltet eine überaus spannende und interessante Geschichte, die es meiner Ansicht nach so noch nie gegeben hat. Durch den Halsreif und das beschriebene Leder hat das Mädchen die Gelegenheit in die Vergangenheit zu reisen und tief in die Geschichte des alten Bambergs einzugreifen. Immer wieder finden Zeitsprünge statt, die die Geschichte sehr interessant und vielseitig werden lassen, vorallem da man immer wieder erfährt, was mit Dorothea und ihrem Bruder Jakob passiert, auch wenn sich Cat in ihrer eigenen Zeit befindet. Die lässige, sprücheklopfende Cat muss sich natürlich erstmal an die "neue Zeit" gewöhnen und erntet sowohl Bewunderung als auch Missgunst, denn sie ist nicht wie die Frauen dieser Zeit: sie widerspricht und sagt deutlich ihre Meinung. Zusätzlich fällt sie durch ihre Wortwahl auf, die natürlich nicht so Recht ins Bamberg des 17. Jahrhunderts passen will. Cat ist eine tolle Figur, sie hat Charakter, sie setzt sich durch und ist einem durch ihr forsches Wesen sofort sympathisch. Sie lässt sich nichts gefallen und versucht immer anderen zu helfen - auch wenn sich für sie daraus Nachteile entwickeln könnten. Ihre Gefühlswelt ist eine Berg und Tal-Bahn, einerseits die Ängste als Hexe verbrannt zu werden oder einen grausamen Erstickungstod (durch das zusammenziehen des Halsreifes) zu sterben. Andererseits das Kribbeln der zarten Gefühle für Dorotheas Bruder Jakob und die freundschaftlichen Gefühle die sie Dorothea gegenüber entwickelt. Dorothea selbst ist eine typische Frau des 17ten Jahrhunderts. Angepasst und still, nur nicht besonders auffallen. Als sie später jedoch einen Mann ehelichen soll, den sie nicht leiden kann, statt ihres Liebsten, rebelliert die sonst so schüchterne Dorothea und offenbart ihre Kämpfernatur. Man leidet und fühlt mit Dorothea, man liebt und weint mit ihr und freut sich immer von ihr zu lesen - sie ist einfach ein Charakter den man mögen muss! Dorotheas Bruder Jakob ist ein gläubiger Mönch, doch für seine Schwester umgeht er alle Schranken und versucht immer für sie da zu sein. Anfangs ist er eher der typische "Moralapostel" doch dies legt sich mit der Zeit und macht ihn zu einem großen Bruder, den sich jeder von uns wünschen würde. Als er bemerkt, das er selbst auch Gefühle für Cat hegt wird er immer sympathischer und will ihn garnicht mehr missen. Die restlichen Charaktere in dieser Geschichte sind alle großartig ausgearbeitet und man hat sofort das ein oder andere Gefühl diesen Personen gegenüber. Den einen mag man, den anderen verabscheut man und diese Gefühle bestätigen bzw. vertiefen sich mit fortlaufender Geschichte umso mehr. Jede Geschichte braucht seine Schurken und meiner Ansicht nach ist der Schurke in dieser Geschichte besonders gut gelungen - jede Aussage, jede Beschreibung lässt den Leser eine tiefere Abneigung gegen diesen Menschen verspüren und man wünscht ihm einfach nur alles schlechte dieser Welt. Purpurmond ist ein wundervoller Roman mit einer außergewöhnlichen Geschichte, wundervollen Landschaftsbeschreibungen (siehe Zitate), grandiosen Charakteren und einem Einblick in die schreckliche Zeit der Hexenverbrennungen. Man fiebert mit und die Seiten fliegen nur so dahin, man will das Buch garnicht mehr aus der Hand legen. Er ist in "Ich-Form", aus der Sicht von Cat verfasst, was den Leser der Protagonistin immer sehr nahe bringt und all die Erfahrungen und Gefühle noch besser verspüren lässt. Die einfachen aber flotten Formulierungen lassen einen das Buch gut verstehen und flüssig lesen, die Kapitel sind nicht zu kurz und nicht zu lang. Die leichte Liebesgeschichte zwischen Cat und Jakob ist oberflächlich gehalten und keineswegs kitschig, vielmehr hat man das Gefühl dass Cat ihr erstes "Verliebtsein" erlebt und am Anfang garnicht so recht weiß was Sache ist. Die zusätzliche Geschichte zwischen Dorothea und ihrem Liebsten Daniel ist so wundervoll, dass es einen richtig schmunzeln lässt wenn man über die beiden liest, man freut sich einfach das sich die 2 gefunden haben und so "toll" miteinander umgehen - das zu lesen zergeht manchmal wie Schokolade auf der Zunge. Wertung: 5 von 5 Sternen!
Kurzbeschreibung: Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuterkundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht... Zur Autorin: Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Sie studierte Schulpsychologie, wechselte aber direkt nach ihrem Abschluss zum Journalismus. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitschriften arbeitet sie seit mehreren Jahren unter anderem als Drehbuchautorin für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Purpurmond ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman. Rezension: Die 17-jährige Caitlin, genannt Cat, ist mit ihren Eltern vor Kurzem nach Bamberg gezogen. In der neuen Heimat Freunde zu finden ist schwer für Cat, zumal sie von ihrer Mitschülerin Sina und deren Gefolge gern gemobbt wird. Als diese sie zu einer vermeintlichen Party in das alte Malefizhaus der Stadt einlädt, kann das natürlich nicht gut ausgehen. Cat wird von Sina dort eingeschlossen und findet zwischen den Mauersteinen einen alten kupfernen Halsreif und ein Stück Leder, auf dem Worte eingeritzt sind. Aus Neugier legt sich Sina den Halsreif um und spricht die Worte laut aus und schon findet sie sich im Bamberg des Jahres 1632 wieder, zur Zeit der Hexenverfolgung. Doch es kommt noch schlimmer: Der Halsreif zieht sich magisch immer weiter zu, Cat droht langsam zu ersticken. Mit Hilfe von Dorothea und Jakob, einem Geschwisterpaar aus dem Bamberg der Vergangenheit, versucht Cat, den Fluch, der auf dem Halsreif lastet, aufzuheben... Heike Eva Schmidt konnte mich mit "Purpurmond" definitiv überzeugen. Die Geschichte um Cat wurde von der Autorin so spritzig, witzig aber auch spannend erzählt, dass die Seiten beim Lesen nur so dahinflogen und ich die ganze Zeit gespannt war, wie es weitergeht. Die Geschichte selbst wird von Cat aus der Ich-Perspektive erzählt, was den Leser sehr an die Protagonistin fesselt, die vor allem durch locker-flockige Sprüche auffällt. Diese sorgen zweifellos für einige große Lacher, wenn Cat sie im Bamberg des 17. Jahrhunderts anbringt und die Leute sie dafür stirnrunzelnd und mit offenem Mund anschauen. Positiv fand ich, dass Cat sich nach ihrer ersten Zeitreise nicht dauerhaft im alten Bamberg aufhält, sondern auch immer wieder ins Hier und Jetzt zurückkatapultiert wird, ohne darauf Einfluss nehmen zu können. Das macht die Handlung noch einen Tick spannender und unterhaltsamer. Cat als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie ist selbstbewusst, zielstrebig und versucht alles, um den Fluch, der auf dem Halsreif liegt, aufzudecken und auch verschiedenen Personen, die sie im 17. Jahrhundert kennenlernt, zu helfen. Auch die Nebenfiguren können durchweg überzeugen. Ich kann "Purpurmond" definitiv weiterempfehlen, denn hiermit hat Heike Eva Schmidt ein Jugendbuch erdacht, dass dem Leser auf unterhaltsame und spannende Art und Weise die Zeit der Hexenverfolgung und -verbrennung nahebringt und auch eine durchweg interessante Rahmenhandlung bietet, und das nicht nur für jugendliche Leser. Fazit: "Purpurmond" bietet alles, was ein heutiges gutes Jugendbuch braucht: Spannung, etwas geschichtliches Wissen, das aber in keinster Weise trocken vermittelt wird, viel Humor und einen Schuss Romantik - wirklich empfehlenswert!
Beschreibung Cat ist erst vor kurzem mit ihren Eltern nach Bamberg gezogen und fühlt sich weder in ihrer Umgebung noch in der neuen Schule wohl. Vor allem Sina mit ihrer Clique macht ihr das Leben schwer. Als Cat zu einer Party im alten Drudenhaus eingeladen wird möchte sie zuerst nicht hingehen, die Neugier siegt jedoch über das schlechte Bauchgefühl. Sina hat nichts gutes im Sinne, sie sperrt Cat kurzerhand dort ein. Cats Panik wächst in der Dunkelheit des unheimlichen Drudenhauses und sie sucht verzweifelt nach einem Ausweg. In dem alten Gemäuer findet sie schließlich ein geheimnisvolles Päckchen das ein altes Schriftstück und einen Halsreif enthält. Als Cat den Halsreif umlegt und die geschriebenen Worte laut vorliest wird sie in einen Zeitstrom gesogen der sie ins Jahr 1630 zieht und sie schließlich wieder in der Gegenwart ausspuckt. Zuerst ist Cat froh ihrem Gefängnis entkommen zu sein, doch als sie bemerkt das der Halsreif immer enger wird und ihr schon bald die Luft zum atmen nehmen wird muss sie etwas unternehmen... Meine Meinung Heike Eva Schmidt entführt den Leser in ihrem ersten Jugend-Fantasyroman >>Purpurmond<>Purpumond<< ist ein komplexer und dennoch leicht zu lesender Jugendroman mit historischen Einschitten den man unbedingt gelesen haben sollte. Ich vergebe 5 von 5 Sterne! Über die Autorin Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Nach einem Studium der Schulpsychologie wechselte sie direkt nach ihrem Abschluss zum Journalismus. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitschriften erhielt sie im Jahr 2000 ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als freie Drehbuchautorin, aktuell für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Seitdem arbeitet sie vorzugsweise im bayerischen Voralpenland. Dort entstehen in ihrer kleinen „Schreibstube“ viele Ideen. „Purpurmond“ ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman. (Quelle: Droemer Knaur) Fazit Eine erfrischende Verschmelzung von Fantasie und Geschichte! ------------------------------------------------------------ © Bellas Wonderworld; Rezension vom 23.05.2012
Beschreibung Cat ist erst vor kurzem mit ihren Eltern nach Bamberg gezogen und fühlt sich weder in ihrer Umgebung noch in der neuen Schule wohl. Vor allem Sina mit ihrer Clique macht ihr das Leben schwer. Als Cat zu einer Party im alten Drudenhaus eingeladen wird möchte sie zuerst nicht hingehen, die Neugier siegt jedoch über das schlechte Bauchgefühl. Sina hat nichts gutes im Sinne, sie sperrt Cat kurzerhand dort ein. Cats Panik wächst in der Dunkelheit des unheimlichen Drudenhauses und sie sucht verzweifelt nach einem Ausweg. In dem alten Gemäuer findet sie schließlich ein geheimnisvolles Päckchen das ein altes Schriftstück und einen Halsreif enthält. Als Cat den Halsreif umlegt und die geschriebenen Worte laut vorliest wird sie in einen Zeitstrom gesogen der sie ins Jahr 1630 zieht und sie schließlich wieder in der Gegenwart ausspuckt. Zuerst ist Cat froh ihrem Gefängnis entkommen zu sein, doch als sie bemerkt das der Halsreif immer enger wird und ihr schon bald die Luft zum atmen nehmen wird muss sie etwas unternehmen... Meine Meinung Heike Eva Schmidt entführt den Leser in ihrem ersten Jugend-Fantasyroman >>Purpurmond<>Purpumond<< ist ein komplexer und dennoch leicht zu lesender Jugendroman mit historischen Einschitten den man unbedingt gelesen haben sollte. Ich vergebe 5 von 5 Sterne! Über die Autorin Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Nach einem Studium der Schulpsychologie wechselte sie direkt nach ihrem Abschluss zum Journalismus. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitschriften erhielt sie im Jahr 2000 ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als freie Drehbuchautorin, aktuell für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Seitdem arbeitet sie vorzugsweise im bayerischen Voralpenland. Dort entstehen in ihrer kleinen „Schreibstube“ viele Ideen. „Purpurmond“ ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman. (Quelle: Droemer Knaur) Fazit Eine erfrischende Verschmelzung von Fantasie und Geschichte! ------------------------------------------------------------ © Bellas Wonderworld; Rezension vom 23.05.2012
Auffallend. Es springt einem definitiv ins Auge und die Farbe ist sehr gewagt. Auch wenn die Farbe sonst nicht so meins ist, mag ich es :) Schlicht und doch zieht es die Augen magisch (haha) an. Lange nicht mehr sowas tolles gelesen. Ein Zeitreiseroman der diesen Titel auch zurecht trägt. Cat findet in einem alten Haus einen Halsreif und legt diesen kurzerhand um. Pech nur, dass er sich nicht mehr lösen lässt und bald schon fällt ihr auf, dass der Reif immer und immer enger wird. Die Zeit läuft ihr davon und ein weiteres Problem tut sich auf: der Reif schickt sie unkontrolliert in das Bamberg zur Zeit der Hexenverbrennung. Cat erkennt bald, dass nur die Vergangenheit ihr helfen kann, ihr Leben zu retten. Ich hab das Buch an einem Tag durchgelesen. Als ich mich in den Garten in die Sonne gesetzt hab, wollte ich nur mal kurz reinlesen. Und zack, wurde ich quasi in das Buch hineingesogen und es hat mich einfach nicht mehr frei gegeben. Die Folge: ein hübscher Sonnenbrand im Nacken. Aber das war es wert. Ich hab selten ein so ... leichtes Buch gelesen. Der Schreibstil ist toll und leicht zu lesen - und frech, was super zu Cats Persönlichkeit passt. Cat ist eine wunderbare "Heldin", die sich auch gern mal selber auf die Schippe nimmt. Und dann stelle man sich eine Jugendliche aus dem Jahr 2012 im mittelalterlichen Bamberg vor. Einfach köstlich und sie sorgt nicht wenig für lustige Szenen, denn sie ist definitiv nicht auf den Mund gefallen - und sehr "weiblich" verhält sie sich für die Verhältnisse vor 300 Jahren auch nicht. Wirklich gelungen finde ich die ganz leicht eingeflochtene Liebesgeschichte. Nur wenigen Autoren gelingt es (zumindest bei dem was ich bisher so gelesen hab), dass die Liebesgeschichte nicht irgendwann zwangsläufig in den Vordergrund rückt und alles andere verdrängt. Hier ist das so, sie ist zwar präsent, aber auf keinen Fall aufdringlich - nicht zuletzt durch Cats Art die Dinge zu beschreiben. Im Vordergrund steht definitiv die Handlung - Cats Zeitreisen, ihr Leben und das von einigen anderen zu retten. Auch verdeutlicht Heike Eva Schmidt, dass damals ein einziges falsches Wort gereicht hat, um als Hexe verpönnt, gnadenlos gefoltert und dann schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden. Man wird mit lustigen Verstrickungen, ernsten Gesprächen, großen und kleinen Fauxpas durch das Buch geführt und fiebert mit einer witzigen und charmanten Protagonistin mit. Auch die wechselnden Blickwinkel zwischen Cat und Dorothea gewähren einem zusätzlich noch einige Einblicke in die Vergangenheit. Ich muss gestehen, dass ich wirklich mit Cat mitgefiebert habe. Ich habe gelacht - viel gelacht - aber auch desöfteren mal schlucken müssen und war wirklich enttäuscht, dass das Buch so schnell zu Ende war. Aber auch das Ende war kein typisches Happy End, sondern eines, dass mich mehr als zufrieden zurück gelassen hat. Zu keiner Zeit ist es kitschig geworden oder unrealistisch und ja, ein großes großes Lob an die Autorin. Noch dazu, dass sie nicht auf den Trilogie - Zug aufgesprungen ist, sondern uns und einigen anderen Autoren zeigt: Einzelbänder toppen so manche Trilogie! Hut ab und losgelesen. Definitiv ein MUST - READ! Das Geld ist es allemal wert und ich kann es restlos empfehlen. Ab heute eines meiner Lieblingsbücher, die ich jedem Verwandten, Freund und Feind gerne empfehle.
Bei ihren Zeitreisen aus dem Bamberg 2012 in das Bamberg des Jahres 1630 landet Cat mitten im Zeitalter der Hexenverfolgungen, die in aller Grausamkeit dargestellt werden. Spätestens nach den Anmerkungen wird klar, dass die Geschichte auf eine fundierte Recherche zurückgeht und so kann man ganz nebenbei auch etwas über besagte Hexenverfolgungen lernen - und über die Brutalität gegenüber unschuldig verurteilten Menschen. All das wird dem Leser sehr verständlich und authentisch vor Augen geführt. Auch wenn der Klappentext etwas anderes vermuten lässt, steht die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund, sondern wirkt nicht selten eher nebensächlich - Spannung ist dennoch ausreichend vorhanden. Womit wir dann bei Cat werden, die das Ganze aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie ist eine starke, mit Sicherheit nicht auf den Mund gefallene Protagonistin. Cat lässt sich von absolut niemandem auch nur annähernd unterkriegen, ist schlagfertig, definitiv selbstbewusst und gibt allem und jedem Paroli, sei es die Oberzicke in der Schule im 21. oder der oberste Richter im 17. Jahrhundert. Außerdem verfügt sie über einen wundervollen Humor, der mich immer wieder zum Grinsen gebracht hat - allein ihre ironischen Kommentare sind genial. Zwar kommt sie in der Vergangenheit ganz gut zurecht, Fettnäpfchen werden sehr zu meiner Freude vermieden und sie bemüht sich um Anpassung, allerdings stößt sie sich immer wieder an den damaligen Sitten - wie das eben so ist, als emanzipiertes Kind des aufgeklärten 21. Jahrhunderts. Für den Leser gestaltet sich das als sehr amüsant. Sie neigt dazu, Dinge in der Vergangenheit mit gegenwärtigen, populären Sachen zu vergleichen, zum Beispiel erklärt sie bei einer undenkbaren Vorstellung, dies sei wie ein Auftritt von Sido im Musikantenstadl. Auch mit der mittelalterlichen Ausdrucksweise hadert sie, zeigt aber definitiv eine Verbesserung. Ansonsten ist die Sprache modern gehalten. Generell sind Cats Gefühle und Handlungen nachvollziehbar. Der Grundaufbau - sie ist zum Beispiel neu in der Stadt - mag nicht wirklich originell sein, die Charaktere sind nicht die vielschichtigsten (wenn auch meist liebenswert, wie beispielsweise Dorothea, die zwischendurch auch ein paar Absätze aus ihrer Sicht erzählt) und generell ist die Geschichte nicht herausragend komplex, aber das Buch ist eben eines dieser lockeren Bücher für Zwischendurch, bei denen man Spaß am Lesen hat. Es ist locker geschrieben, der Schreibstil ist flüssig und fesselnd und das ganze Buch ist einfach total unterhaltsam und hat mich für ein paar schöne Lesestunden auch definitiv unterhalten. Fazit: Unterhaltsame, lockere Zeitreisegeschichte in das Zeitalter der grausamen Hexenverfolgungen mit einer selbstbewussten, modernen, schlagfertigen und sarkastischen Protagonistin












