Proust Pharao

Proust Pharao

Hardback
4.05
Lucien DaudetProustCombray

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Marcel Proust ist der Größte: Über Mann und Nabokov hat Michael Maar Bücher geschrieben, in denen er in unnachahmlicher Weise anhand neuer Sichtweisen auf unbeachtet gebliebene biographische Details Neuinterpretationen von großer Tragweite gewagt hat. Keiner der beiden aber vermag wie Proust, den Spürsinn des Interpretationsjägers zu wecken und gleichzeitig sein Herz zu erwärmen. Der große Marcel war kein Hohepriester seiner selbst, sondern ein ebenso liebenswürdiger wie boshafter Plauderer. Wie kaum ein anderer hat er seine Freunde, seine Liebhaber, seine Welt, die eigene Biographie in Literatur verwandelt und die Geheimnisse des eigenen Lebens in den unergründlichen Weiten, den verborgenen Ecken und Nebenräumen jenes prächtigen Gebäudes untergebracht, das die "Recherche du temps perdu"Leoparden im Tempel". Seine Nabokov-Studie "Solus Rex" für alle Zeiten darstellt. In sieben Kapiteln führt Michael Maar den Leser durch diesen Palast. Eine Ortsführung vorzugsweise auch für jene, die bisher noch nicht dem Zauber des großen Franzosen erlegen sind.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Literary Essays
Format
Hardback
Pages
98
Price
19.50 €

Posts

2
All
4

Ebenso charmant wie kurzweilig plaudert Maar in kurzen Texten über Proust, der einen langen Roman schrieb, um zu verschweigen, daß er homosexuell war, aber ungezählte Andeutungen über die vielen Seiten verstreute.

4

Für den Germanisten Michael Maar ist Proust „der größte [Autor], den die Romankunst gesehen hat.“ Der schmale Band „Proust Pharao“, welchen die Büchergilde zum 100. Todestag neu aufgelegt hat, beinhaltet eine Sammlung von sieben literaturwissenschaftlichen Essays, in denen Maar den Autor und seine Werk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ vorstellt. Er vergleicht Marcel Proust und Thomas Mann und zeigt die Parallelen in ihren Werken, der Recherche und dem Zauberberg. Maar deckt neue Verbindungen zwischen Werk und Autor auf, in dem er einigen Beziehungen zwischen Proust und den realen Vorbildern seiner Romanfiguren nachspioniert. Dabei ist Maar nicht unkritisch sondern zeigt auch kleinste Fehler und Unstimmigkeiten bei Proust auf, was seiner Bewunderung für Autor und Werk jedoch keinen Abbruch tut: „Im Frühjahr 1922 klingelt Proust nach Céleste und sagt ihr mit strahlendem Lächeln, er habe das Wort Fin geschrieben; jetzt könne er sterben. Ab jetzt konnte er seinen körperlichen Verfall mit dem Gefühl betrachten, das der leidende Nietzsche mit der maliziösen Freude verglichen hatte, einem Einbrecher dabei zuzusehen, wie er sich an einem Tresor abmüht, den man längst geleert weiß. Das Beste hatte er in sein Werk gerettet. Diese Werk steht singulär in der Literatur. Proust beschrieb es als ein Druidenmal auf dem Gipfel einer Insel, die nie jemand betreten werde. Aber es ist mehr als das. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit ist das Große Haus, nach dem der ägyptische König hieß und das dem legendären Leuchtturm von Pharos Taufe stand. … Proust Pharao - leuchtend für alle, die durch den Nebel navigieren. Und wer von uns navigierte nicht durch ihn?“ (S. 13)

Create Post