Das violette Hündchen

Das violette Hündchen

Hardback
4.84

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Description

Ein Streifzug durch die Weltliteratur, von Shakespeare über Franz Kafka bis zu Salman Rushdie – und eine Lehre des aufmerksamen Lesens

Nicht nur der Teufel steckt im Detail, auch das Geheimnis großer Literatur – wenn man dafür ein Auge hat. Michael Maar, einer der renommiertesten deutschen Literaturkritiker und -historiker, zeigt, was die Werke der Weltliteratur dem aufmerksamen Leser en passant offenbaren: wie sich die Methode Sherlock Holmes’ von derjenigen Sigmund Freuds unterscheidet, welches deutsche Vorbild hinter Nabokovs Lolita hervorschimmert und worum es in Stevensons «Dr. Jekyll und Mr. Hyde» und in Stokers «Dracula» eigentlich geht. Was missfiel Mark Twain an Jane Austen, und wie nimmt Virginia Woolf in «Mrs. Dalloway» ihr eigenes Schicksal vorweg? Daniel Kehlmann, Jonathan Franzen, Salman Rushdie: Auch in den Werken der Gegenwart funkeln die Details. Und das violette Hündchen? Es taucht ganz beiläufig in Tolstois «Krieg und Frieden» auf – und begleitet uns durch das Buch.

Michael Maar führt nicht nur bedeutende Werke und ihre Schöpfer lebhaft vor Augen; er ist selbst ein großartiger Erzähler und versammelt eine beeindruckende Fülle an fiktionalen wie ganz realen Begegnungen, Verwicklungen, Geschichten. Dabei wird das Detail zum Ausgangspunkt einer Entdeckungsfahrt durch die Weltliteratur – die nicht zuletzt zeigt, wie sehr es sich lohnt, die großen Romane immer wieder neu zu lesen.

Book Information

Main Genre
Poetry & Drama
Sub Genre
Criticism & Literary Studies
Format
Hardback
Pages
592
Price
35.00 €

Author Description

Michael Maar, geboren 1960, ist Germanist, Schriftsteller und Literaturkritiker. Bekannt wurde er durch «Geister und Kunst. Neuigkeiten aus dem Zauberberg» (1995), für das er den Johann-Heinrich-Merck-Preis erhielt. 2002 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen, 2008 in die Bayerische Akademie der Schönen Künste, 2010 bekam er den Heinrich-Mann-Preis verliehen. Das Buch «Die Schlange im Wolfspelz. Das Geheimnis großer Literatur» (2020) stand lange auf der Spiegel-Bestsellerliste. Zuletzt erschienen in Neuausgaben «Das Blaubartzimmer» und der Roman «Die Betrogenen». Michael Maar hat zwei Kinder und lebt in Berlin.

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»Woran erinnert man sich, wenn man sich an Lektüren erinnert?«

Wenn man nach einiger Zeit, gar Jahren an bestimmte Bücher zurückdenkt, weiß man oft nur noch, ob sie einem gefallen haben oder eben nicht. Trotz Anstrengung bleiben nicht selten weder Handlung noch Plot im Gedächtnis, dafür – zumindest bei guten Büchern – einige Details. Und das, weil sie berührend waren, außergewöhnlich, unerwartet oder gar absurd. Eben dieser Spur folgen wir durch Maars Bibliothek und streifen dabei sowohl etliche Klassiker als auch zeitgenössische Bücher. Auf unserer Suche nach dem Geheimnis großer Literatur lassen sich auch Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten mancher Werke erkennen, z.B. im Falle von Jane Austens „Mansfield Park“ und Goethes „Wahlverwandtschaften“. Die Analysen zeigen darüberhinaus interessante Erkenntnisse, z.B. inwiefern „Dracula“ ein höchst antisemitisches Werk ist oder ob Jesus wirklich am Kreuz starb. Aber es geht nicht nur um die Werke, sondern auch um die Autor*innen selbst, ganz prägnant das einzigartige Rätsel um Shakespeare oder die Blutspur, welche das gesamte Werk Thomas Manns durchstreift. Ich selbst kannte einige Autor*innen überhaupt nicht, teils waren mir die Werke nur vom Hören-Sagen ein Begriff und dennoch, obwohl ich nur die wenigsten davon bisher gelesen habe, konnte man dem Buch immer gut folgen, ohne überfordert oder andererseits gelangweilt zu werden. Michael Maar pustet die Staubspur von den Klassikern und zeigt, wie vielfältig und lesenswert diese sind – Literaturunterricht par excellence! Wer dieses Buch gelesen hat, wird seine Leseliste um mehr als nur einige Werke verlängert wissen. Besonders das wie, ist hierbei ausschlaggebend. Denn das Buch ist nicht nur genial, mit Humor und viel persönlicher Leidenschaft des Autors erzählt, sondern wahrhaftig spannend und mit Sogwirkung und wirkt selbst wie ein Klassiker der Literaturwissenschaft, der unsereins ganz sicher überdauern wird. Wer sich für Literatur und die Autor*innen dahinter interessiert, muss dieses Buch lesen!

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Obwohl mich manche Vorlieben von Maar erstaunen und mir vieles überinterpretiert erscheint, ist "Das violette Hündchen" eine Hymne an die "Taschenspielereien" der Autoren und eine anregende Lektüre, die mich auf manche Bücher neugierig machte, die ich bisher in meiner Bibliothek verstauben ließ.

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