Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Description
Das erfundene Paradies – eine verhängnisvolle Reise ohne Wiederkehr
1820: Zwei Schiffe voller hoffnungsfroher Siedler stechen in See. Ihr Ziel: Poyais – ein neu gegründeter Staat in Südamerika, der europäischen Auswanderern Reichtum und Freiheit verspricht. Doch das angebliche Paradies ist eine Lüge. Poyais existiert nicht. Es ist die skrupellose Erfindung des Hochstaplers Gregor MacGregor, der mit glänzenden Versprechen Tausende in die Irre führt. Auch Kaufmannstochter Julie will mit ihrem Geliebten fliehen – und strandet in einer Katastrophe. In der unerbittlichen Hitze der Karibik kämpft sie gegen Hunger, Krankheit und Verzweiflung. Und steht bald vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Kann sie sich – und andere – retten?
Nach einer wahren Begebenheit erzählt Uli Aechtner in diesem packenden historischen Roman erstmals vom legendären Poyais-Betrug. Eine Geschichte über Verführung, Täuschung und den Kampf ums Überleben, die Leser*innen historischer Romane in ihren Bann ziehen wird.
Book Information
Author Description
Uli Aechtner arbeitete als Journalistin, bevor sie zu schreiben begann. Sie war Reporterin für den französischen Fernsehsender TF1, Nachrichtenmoderatorin beim SWF in Mainz und gestaltete Filmbeiträge für ARD und ZDF. Seit 1992 lebt die eingeplackte Hessin in der idyllischen Wetterau vor den Toren von Frankfurt am Main.
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Geschichte, die ich bisher noch nicht kannte.
Inhalt: Frankfurt 1822. Kaufmannstochter Julie soll mit dem wesentlich älteren Prokuristen ihres Vaters verheiratet werden. Julie liebt jedoch den Pferdeknecht ihrer Familie. Als ihr Vater das mitbekommt, entlässt er Carl und schickt Julie in ein Kloster. Eines Tages erhält Julie einen heimlichen Brief von Carl, in dem er sie bittet, ihn nach Poyais zu begleiten, um dort ein neues Leben zu beginnen. Ein gewisser Gregor MacGregor, der Kazike dieses Landes in Mittelamerika, verkauft dort unter großen Versprechungen Land. Julie flieht und schlägt sich, verkleidet als junger Mann, bis London durch. Von dort werden die Siedler nach Poyais verschifft. Was mit freudiger Erwartung beginnt, entpuppt sich bald als Alptraum. Poyais existiert nicht. Die Siedler sind auf einen Hochstapler hereingefallen....... Leseeindruck: "Poyais, ein Land das es nie gab" basiert auf wahren Begebenheiten. Den Hochstapler Gregor MacGregor gab es wirklich und er hat auch Land in Poyais verkauft, das nicht existent war. In einem Erzählstrang geht es um Julie und Carl. Anhand ihrer fiktiven Geschichte habe ich einen guten Eindruck bekommen, wie es den Siedlern damals erging. Unvorstellbar, dass sie tatsächlich von den Kapitänen der Schiffe, in der Wildnis ausgesetzt und dann sich selbst überlassen wurden. Aber damals galt, ohne Geld keine Rückfahrt und das hatten die Siedler in Land und einer Währung investiert, die es nicht gab. Ich fand es spannend zu verfolgen, wie die Siedler ums Überleben gekämpft haben, manch einer aber verlor. Ein weiterer Erzählstrang führt ein paar Jahre zurück und beschreibt durch die Soldaten Liam und Jeffrey was sie unter General Gregor MacGregor in den Befreiungskriegen in Mittelamerika erlebt haben. Dieser kreuzt sich am Ende mit Julie und Carls Geschichte und ich fand ihn mindestens so spannend wie die Hauptstory. Besonders beeindruckt bin ich davon, dass die Autorin es geschafft hat, Gregor MacGregor dem Lesenden nahe zu bringen, obwohl er immer nur sporadisch aufgetaucht ist. Ich konnte mir jedenfalls ein gutes Bild von ihm machen. Den Erzählstil habe ich als sehr lebendig und bildlich empfunden. Was genau meinen Geschmack getroffen hat. Fazit: Mit "Poyais, ein Land das es nie gab" erzählt Uli Aechtner ein Stück Geschichte, die ich bisher noch nicht gekannt habe. Geschickt wird fiktives mit wahren Begebenheiten vermischt. Von Anfang bis Ende wirkt die Erzählung authentisch. Ich habe den Roman gerne gelesen und gebe deshalb eine Leseempfehlung.

Der größte Finanzbetrug des 19. Jahrhunderts
Poyais war für mich bis zu diesem Buch kein Begriff und der Klappentext klang sehr vielversprechend. Der Schreibstil ist einfach gehalten, was ich sehr lobe, denn ich mag dieses Hochgestochene in historischen Romanen gar nicht. Hier klingt es schon eher nach unserer heutigen Sprache. Der Fall "Gregor MacGregor" wird hier ausführlich erläutert in Form einer fiktiven Story rund um die Protagonistin Julie Rother. Der erste Teil der Story hatte mich voll und auch die Insel mit dem versprochenen Land war noch spannend. Jedoch war sie irgendwie nur kurzer Bestandteil des Buches und somit der Handlung. Das hätte ich mir gerne ein wenig länger gewünscht. Weiterhin wirken die Charaktere alle ein wenig zu kalt. So auch Julie und ihr Geliebter Carl. Beide konnten mich mit ihrer Liebesgeschichte leider nicht überzeugen. Die Kapitelaufteilung ist auch seltsam, denn statt die zwei Zeitlinien zu trennen, wurde es einfach mittendrin geschrieben. Das hätte der Verlag mit der Autorin besser kommunizieren sollen, finde ich. Nichtsdestotrotz ein wunderbares historisches Werk über einen Fall, der mir noch nie untergekommen ist. Leseempfehlung geht raus.

Ein toller Auswandererroman voller unglaublicher Abenteuer Seitdem ich den Roman im Frühjahrsprogramm des Emons-Verlag gesehen habe, warte ich schon sehnsüchtig auf dessen Erscheinen. Ich fand den Buchklappentext so spannend und auch das Cover wunderschön. Und….wow, was für eine spannende Geschichte über ein Land, das ein General Gregor McGregor Siedlern im Jahr 1820 schmackhaft machte, ihnen ihre Ersparnisse abluchste und diese in einen möglichen Tod schickte, da das Land nicht, wie von ihm vorgegaukelt, bereits besiedelt war. Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Zum einen wird die Geschichte von der reichen Bürgerstochter Julie erzählt, die sich in den Pferdeknecht Carl verliebt, der daraufhin von ihrem Vater entlassen wird. Carl beschließt daraufhin nach Poyais auszuwandern und Julie mitzunehmen, damit sie ein gemeinsames Leben trotz des Standesunterschieds führen können. Julie ist eine mutige junge Frau, widersetzt sich den Heiratswünschen ihres Vaters, entkommt dem Kloster, was ihre Alternative zur Heirat sein sollte und will mit Carl auswandern. Allerdings müssen beide auf getrennten Schiffen dort hinfahren. Die anderen Handlungsstränge erzählen von Liam und auch von Jeffrey, seinem Bruder, der Soldat in der Armee des Generals war und dessen Charakter und Werdegang ein Stück miterlebt hat. Hier erfährt der Leser dann auch hautnah nach und nach mehr von dem Charakter des Generals. Zunächst blieb für mich unklar, warum diese beiden unterschiedlichen Geschichten erzählt wurden, da sich hierzu aus dem Buchklappentext nichts ergibt. Sie werden später aber zusammengeführt, so dass sich ein abgerundetes Bild darstellt. Ich fand die Ankunft auf der Insel und das dortige Überleben super spannend und habe es mit fast angehaltenem Atem verfolgt. Was Julie, Carl, Liam und sein Bruder Jeffrey und auch all die anderen Protagonisten, die von der Autorin liebevoll in die Geschichte eingefügt wurden, alles erlebten, bleibt dem Leser vorbehalten. Für mich war es eine in sich stimmige, trotz der vielen Protagonisten, sehr gut erzählte Geschichte. Was mir besonders gefallen hat, war hier der bildhafte Erzählstil und auch das Verweben der gesamten Protagonisten, so einige kamen dann auch wieder vor, als ich damit gar nicht mehr gerechnet hatte. Eine rundherum gelungener Roman, den ich historisch interessierten Lesern, die gerne auch abenteuerliche Geschichten mögen, sehr empfehlen kann. Es sind viele abwechslungsreiche Lesestunden garantiert.
Ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut, denn die wahre Geschichte rund um Poyais klang einfach zu spannend. Und tatsächlich: Der Einstieg hat mich direkt abgeholt. Die Atmosphäre, die Hoffnung der Auswanderer und vor allem Julies Perspektive als starke Frau in dieser Zeit haben mir richtig gut gefallen. Leider konnte die Geschichte dieses Niveau für mich nicht halten. Besonders im Mittelteil hat sich alles ziemlich gezogen, und die Spannung, die am Anfang noch da war, ist immer mehr verloren gegangen. Ich hatte mir ein intensiveres Abenteuer erhofft, aber vieles wirkte eher zäh als mitreißend. Auch wenn die Naivität der Figuren stellenweise schwer nachzuvollziehen war, muss ich gleichzeitig sagen: Sie passt natürlich zur damaligen Zeit und macht die Geschichte auf ihre eigene Weise authentisch. Die Ankunft auf der Insel hätte eigentlich der Höhepunkt sein sollen, aber da hatte mich die Story leider schon etwas verloren. Zusätzlich haben mich die zwei Zeitebenen eher verwirrt als bereichert, auch wenn am Ende alles zusammengeführt wird, konnte mich das nicht mehr überzeugen. Das Ende war für mich okay, aber eben auch nicht mehr als das. Insgesamt eine spannende Idee mit starkem Anfang, die ihr Potenzial für mich leider nicht ausschöpfen konnte. Dementsprechend kann ich euch dieses Buch nicht weiterempfehlen.

𝒲𝑒𝓇𝒷𝓊𝓃𝑔[Rezensionsexemplar] In „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ erzählt Uli Aechtner die mir persönlich bisher nicht bekannte Geschichte des historischen Betrugs rund um den Trickbetrüger Gregor MacGregor 1822 in Form eines Romans. Die Ausgangslage ist ein vermeintliches Paradies in Südamerika, das sich als völlige Erfindung entpuppt. Es wirkt dabei fast zu schön um wahr zu sein, ein Neuanfang, die Chance auf eigenes Land und Unabhängigkeit, der Freiheit... damit lockt MacGregor und führt Menschen bewusst in ein unbekanntes Land, das doch nicht so ist wie versprochen wurde. Hier und auch in den kriegerischen Tätigkeiten rund um MacGregor wird ziemlich gut veranschaulicht, wie skrupellos er handelte und Menschen ganz bewusst in ihr Unglück und mitunter in den Tod schickte. Besonders gelungen finde ich hier die Einbettung in die tatsächlichen historischen Ereignisse rund um MacGregors Täuschungsmanöver. Da mir dieser Fall zuvor nicht bekannt war, hat mich die Geschichte umso mehr interessiert und ich habe das Buch sehr gern gelesen. Die Schilderung der verhängnisvollen Reise und der harten Realität in der Karibik vermittelt eindrücklich, wie verführerisch die Versprechen gewesen sein müssen und wie brutal letztlich deren Folgen waren. MacGregor hat viel Hoffnung in den Menschen geschürt, die ich gut nachempfinden konnte und umso schlimmer, wie sehr sie übers Ohr gehauen wurden. Die einzelnen Charaktere blieben für mein Empfinden etwas blass und hätten an manchen Stellen mehr Tiefe vertragen können. Wobei zum Beispiel Julie, als zentraler Charakter der Geschichte schon Potential hatte und Willenstärke zeigte. Dennoch trägt der starke historische Kontext den Roman nach meinem Empfinden wirklich gut und so hat mir trotz kleiner Schwächen bei der Charakterzeichnung das Buch gut gefallen, vor allem wegen seines ungewöhnlichen und realen Hintergrunds. #uliaechtner #emonsverlag #poyais #einlanddasesniegab #historischerroman #bookstagram #bücherliebe #bookworm
Im Jahr 1822 stechen 2 Schiffe mit Siedler voller Hoffnung in See. Das Ziel ist Poyais ein neu gegründeter Staat in Mittelamerika , der den Auswanderern Freiheit und Reichtum verspricht. Der Hochstapler Gregor MacGregor führt mit seinem Versprechen Hunderte von Menschen in die Irre. Julie die Kaufmannstochter begibt sich mit ihren geliebten auf die gefährliche Reise die in einer Katastrophe endet. Welchem Herausforderungen müssen sich die Menschen stellen? Welche Rolle spielt Julie darin und wer kann sich retten? Der Titel das Cover und der Klapptext haben mich sofort angesprochen. Von der ersten Seite an war es für mich sehr spannend. Die Autorin konnte mich mit ihrem flüssigen und fesselnden Schreibstil sofort ans Buch binden. Es wurde hierzu auch sehr gut Recherchiert da es Gregor MacGregor zu dieser Zeit wirklich gab und er hunderte von Menschen um ihr Hab und Gut erleichtert hat. Die Geschichte um Julie entspringt aus der Phantasie der Autorin , aber genau das hat die Sache sehr aufgelockert und für mich persönlich das Leseerlebnis gesteigert. Hier wurde Geschichte mit Fiktion sehr schmackhaft gemacht . Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und ich fühlte mich ihnen nahe. Ich habe sehr mitgelitten und gebangt, den Wellengang und die Hitze der Karibik förmlich gespürt. Ich persönlich mag Geschichte , aber nicht langweilig und trocken, sondern genauso schmackhaft wie dieses Buch. Einfach perfekt für mich .Deshalb wird es auch noch lange in Erinnerung bleiben. Aus diesem Grund gibt es von mir eine klare Empfehlung zum lesen .
Eine Reise ins erfundene Paradies
Die Geschichte von Poyais ist die von Auswanderern und Siedlern, die den weiten Weg per Schiff nach Amerika auf sich nehmen - einen Traum von Idealen, Hoffnung und Freiheit im Gepäck. Man könnte dabei Dvořáks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ im Hintergrund hören und spürt die Aufbruchsstimmung der Protagonisten auf der Suche nach einem neuen Leben. Doch Poyais ist anders. Poyais ist auch die Geschichte von Täuschern und Betrügern, von Kriegen und Enttäuschungen. Poyais - dieses Land gab es nie! Uli Aechtner erzählt in ihrem Roman die Geschichte eines der größten Betrugsfälle des 19. Jahrhunderts: Der Hochstapler Gregor MacGregor lockt 1822 zahlreiche Menschen mit der Vision eines besseren Lebens in ein „Land“, das es nicht gibt. Bereits die Beschreibung als „perfider Schwindel“ weckte meine Neugier. Im Mittelpunkt steht die junge Julie, die vor einer arrangierten Ehe flieht und gemeinsam mit ihrem Geliebten Carl auf ein neues Leben hofft. Parallel begleitet man Liam, der dem Hochstapler bereits einige Jahre zuvor auf kriegerischen Feldzügen folgte. Die beiden Handlungsstränge führen schließlich zusammen und zeigen, wie Träume von Freiheit und Neuanfang zerbrechen. Gut gefallen hat mir, dass der Roman auf vielen geschichtlichen Fakten basiert. Dank der gut recherchierten Details und authentischen Sprache fiel mir der Einstieg leicht und ich konnte direkt in das Jahr 1822 eintauchen. Das Buch liest sich flüssig, hat aber vor allem im Handlungsstrang der Feldzüge einige Längen. Mit den „Kriegsgeschehnissen“ in dieser Ausführlichkeit hatte ich anhand der Buchbeschreibung nicht gerechnet. Dafür erschien mir die Zeit in Poyais in der Handlung selbst etwas knapp. Über Gregor MacGregor erfährt man vergleichsweise wenig, doch gerade dadurch wird sein Einfluss umso deutlicher: Es zeigt sich, in welchem großen Stil er Menschen von seinen Ideen überzeugen und hinters Licht führen konnte. Mit Julie wurde eine starke weibliche Protagonistin geschaffen, die mir an manchen Stellen jedoch etwas zu glatt durch die Abenteuer der gescheiterten Siedlung kommt. Mit Liam hingegen leidet man dafür an der ein oder anderen Stelle fast zu sehr mit. Andere kleinere spannende Charaktere verleihen der Handlung Wiederrum überraschenden Charme. Insgesamt hat mich der Abenteuerroman nicht vollständig abgeholt, die Geschichte von Poyais fand ich jedoch sehr interessant - ein für mich persönlich neuer „True-Crime“-Fall, verpackt in einen historischen Roman.

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Das erfundene Paradies – eine verhängnisvolle Reise ohne Wiederkehr
1820: Zwei Schiffe voller hoffnungsfroher Siedler stechen in See. Ihr Ziel: Poyais – ein neu gegründeter Staat in Südamerika, der europäischen Auswanderern Reichtum und Freiheit verspricht. Doch das angebliche Paradies ist eine Lüge. Poyais existiert nicht. Es ist die skrupellose Erfindung des Hochstaplers Gregor MacGregor, der mit glänzenden Versprechen Tausende in die Irre führt. Auch Kaufmannstochter Julie will mit ihrem Geliebten fliehen – und strandet in einer Katastrophe. In der unerbittlichen Hitze der Karibik kämpft sie gegen Hunger, Krankheit und Verzweiflung. Und steht bald vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Kann sie sich – und andere – retten?
Nach einer wahren Begebenheit erzählt Uli Aechtner in diesem packenden historischen Roman erstmals vom legendären Poyais-Betrug. Eine Geschichte über Verführung, Täuschung und den Kampf ums Überleben, die Leser*innen historischer Romane in ihren Bann ziehen wird.
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Uli Aechtner arbeitete als Journalistin, bevor sie zu schreiben begann. Sie war Reporterin für den französischen Fernsehsender TF1, Nachrichtenmoderatorin beim SWF in Mainz und gestaltete Filmbeiträge für ARD und ZDF. Seit 1992 lebt die eingeplackte Hessin in der idyllischen Wetterau vor den Toren von Frankfurt am Main.
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Geschichte, die ich bisher noch nicht kannte.
Inhalt: Frankfurt 1822. Kaufmannstochter Julie soll mit dem wesentlich älteren Prokuristen ihres Vaters verheiratet werden. Julie liebt jedoch den Pferdeknecht ihrer Familie. Als ihr Vater das mitbekommt, entlässt er Carl und schickt Julie in ein Kloster. Eines Tages erhält Julie einen heimlichen Brief von Carl, in dem er sie bittet, ihn nach Poyais zu begleiten, um dort ein neues Leben zu beginnen. Ein gewisser Gregor MacGregor, der Kazike dieses Landes in Mittelamerika, verkauft dort unter großen Versprechungen Land. Julie flieht und schlägt sich, verkleidet als junger Mann, bis London durch. Von dort werden die Siedler nach Poyais verschifft. Was mit freudiger Erwartung beginnt, entpuppt sich bald als Alptraum. Poyais existiert nicht. Die Siedler sind auf einen Hochstapler hereingefallen....... Leseeindruck: "Poyais, ein Land das es nie gab" basiert auf wahren Begebenheiten. Den Hochstapler Gregor MacGregor gab es wirklich und er hat auch Land in Poyais verkauft, das nicht existent war. In einem Erzählstrang geht es um Julie und Carl. Anhand ihrer fiktiven Geschichte habe ich einen guten Eindruck bekommen, wie es den Siedlern damals erging. Unvorstellbar, dass sie tatsächlich von den Kapitänen der Schiffe, in der Wildnis ausgesetzt und dann sich selbst überlassen wurden. Aber damals galt, ohne Geld keine Rückfahrt und das hatten die Siedler in Land und einer Währung investiert, die es nicht gab. Ich fand es spannend zu verfolgen, wie die Siedler ums Überleben gekämpft haben, manch einer aber verlor. Ein weiterer Erzählstrang führt ein paar Jahre zurück und beschreibt durch die Soldaten Liam und Jeffrey was sie unter General Gregor MacGregor in den Befreiungskriegen in Mittelamerika erlebt haben. Dieser kreuzt sich am Ende mit Julie und Carls Geschichte und ich fand ihn mindestens so spannend wie die Hauptstory. Besonders beeindruckt bin ich davon, dass die Autorin es geschafft hat, Gregor MacGregor dem Lesenden nahe zu bringen, obwohl er immer nur sporadisch aufgetaucht ist. Ich konnte mir jedenfalls ein gutes Bild von ihm machen. Den Erzählstil habe ich als sehr lebendig und bildlich empfunden. Was genau meinen Geschmack getroffen hat. Fazit: Mit "Poyais, ein Land das es nie gab" erzählt Uli Aechtner ein Stück Geschichte, die ich bisher noch nicht gekannt habe. Geschickt wird fiktives mit wahren Begebenheiten vermischt. Von Anfang bis Ende wirkt die Erzählung authentisch. Ich habe den Roman gerne gelesen und gebe deshalb eine Leseempfehlung.

Der größte Finanzbetrug des 19. Jahrhunderts
Poyais war für mich bis zu diesem Buch kein Begriff und der Klappentext klang sehr vielversprechend. Der Schreibstil ist einfach gehalten, was ich sehr lobe, denn ich mag dieses Hochgestochene in historischen Romanen gar nicht. Hier klingt es schon eher nach unserer heutigen Sprache. Der Fall "Gregor MacGregor" wird hier ausführlich erläutert in Form einer fiktiven Story rund um die Protagonistin Julie Rother. Der erste Teil der Story hatte mich voll und auch die Insel mit dem versprochenen Land war noch spannend. Jedoch war sie irgendwie nur kurzer Bestandteil des Buches und somit der Handlung. Das hätte ich mir gerne ein wenig länger gewünscht. Weiterhin wirken die Charaktere alle ein wenig zu kalt. So auch Julie und ihr Geliebter Carl. Beide konnten mich mit ihrer Liebesgeschichte leider nicht überzeugen. Die Kapitelaufteilung ist auch seltsam, denn statt die zwei Zeitlinien zu trennen, wurde es einfach mittendrin geschrieben. Das hätte der Verlag mit der Autorin besser kommunizieren sollen, finde ich. Nichtsdestotrotz ein wunderbares historisches Werk über einen Fall, der mir noch nie untergekommen ist. Leseempfehlung geht raus.

Ein toller Auswandererroman voller unglaublicher Abenteuer Seitdem ich den Roman im Frühjahrsprogramm des Emons-Verlag gesehen habe, warte ich schon sehnsüchtig auf dessen Erscheinen. Ich fand den Buchklappentext so spannend und auch das Cover wunderschön. Und….wow, was für eine spannende Geschichte über ein Land, das ein General Gregor McGregor Siedlern im Jahr 1820 schmackhaft machte, ihnen ihre Ersparnisse abluchste und diese in einen möglichen Tod schickte, da das Land nicht, wie von ihm vorgegaukelt, bereits besiedelt war. Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Zum einen wird die Geschichte von der reichen Bürgerstochter Julie erzählt, die sich in den Pferdeknecht Carl verliebt, der daraufhin von ihrem Vater entlassen wird. Carl beschließt daraufhin nach Poyais auszuwandern und Julie mitzunehmen, damit sie ein gemeinsames Leben trotz des Standesunterschieds führen können. Julie ist eine mutige junge Frau, widersetzt sich den Heiratswünschen ihres Vaters, entkommt dem Kloster, was ihre Alternative zur Heirat sein sollte und will mit Carl auswandern. Allerdings müssen beide auf getrennten Schiffen dort hinfahren. Die anderen Handlungsstränge erzählen von Liam und auch von Jeffrey, seinem Bruder, der Soldat in der Armee des Generals war und dessen Charakter und Werdegang ein Stück miterlebt hat. Hier erfährt der Leser dann auch hautnah nach und nach mehr von dem Charakter des Generals. Zunächst blieb für mich unklar, warum diese beiden unterschiedlichen Geschichten erzählt wurden, da sich hierzu aus dem Buchklappentext nichts ergibt. Sie werden später aber zusammengeführt, so dass sich ein abgerundetes Bild darstellt. Ich fand die Ankunft auf der Insel und das dortige Überleben super spannend und habe es mit fast angehaltenem Atem verfolgt. Was Julie, Carl, Liam und sein Bruder Jeffrey und auch all die anderen Protagonisten, die von der Autorin liebevoll in die Geschichte eingefügt wurden, alles erlebten, bleibt dem Leser vorbehalten. Für mich war es eine in sich stimmige, trotz der vielen Protagonisten, sehr gut erzählte Geschichte. Was mir besonders gefallen hat, war hier der bildhafte Erzählstil und auch das Verweben der gesamten Protagonisten, so einige kamen dann auch wieder vor, als ich damit gar nicht mehr gerechnet hatte. Eine rundherum gelungener Roman, den ich historisch interessierten Lesern, die gerne auch abenteuerliche Geschichten mögen, sehr empfehlen kann. Es sind viele abwechslungsreiche Lesestunden garantiert.
Ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut, denn die wahre Geschichte rund um Poyais klang einfach zu spannend. Und tatsächlich: Der Einstieg hat mich direkt abgeholt. Die Atmosphäre, die Hoffnung der Auswanderer und vor allem Julies Perspektive als starke Frau in dieser Zeit haben mir richtig gut gefallen. Leider konnte die Geschichte dieses Niveau für mich nicht halten. Besonders im Mittelteil hat sich alles ziemlich gezogen, und die Spannung, die am Anfang noch da war, ist immer mehr verloren gegangen. Ich hatte mir ein intensiveres Abenteuer erhofft, aber vieles wirkte eher zäh als mitreißend. Auch wenn die Naivität der Figuren stellenweise schwer nachzuvollziehen war, muss ich gleichzeitig sagen: Sie passt natürlich zur damaligen Zeit und macht die Geschichte auf ihre eigene Weise authentisch. Die Ankunft auf der Insel hätte eigentlich der Höhepunkt sein sollen, aber da hatte mich die Story leider schon etwas verloren. Zusätzlich haben mich die zwei Zeitebenen eher verwirrt als bereichert, auch wenn am Ende alles zusammengeführt wird, konnte mich das nicht mehr überzeugen. Das Ende war für mich okay, aber eben auch nicht mehr als das. Insgesamt eine spannende Idee mit starkem Anfang, die ihr Potenzial für mich leider nicht ausschöpfen konnte. Dementsprechend kann ich euch dieses Buch nicht weiterempfehlen.

𝒲𝑒𝓇𝒷𝓊𝓃𝑔[Rezensionsexemplar] In „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ erzählt Uli Aechtner die mir persönlich bisher nicht bekannte Geschichte des historischen Betrugs rund um den Trickbetrüger Gregor MacGregor 1822 in Form eines Romans. Die Ausgangslage ist ein vermeintliches Paradies in Südamerika, das sich als völlige Erfindung entpuppt. Es wirkt dabei fast zu schön um wahr zu sein, ein Neuanfang, die Chance auf eigenes Land und Unabhängigkeit, der Freiheit... damit lockt MacGregor und führt Menschen bewusst in ein unbekanntes Land, das doch nicht so ist wie versprochen wurde. Hier und auch in den kriegerischen Tätigkeiten rund um MacGregor wird ziemlich gut veranschaulicht, wie skrupellos er handelte und Menschen ganz bewusst in ihr Unglück und mitunter in den Tod schickte. Besonders gelungen finde ich hier die Einbettung in die tatsächlichen historischen Ereignisse rund um MacGregors Täuschungsmanöver. Da mir dieser Fall zuvor nicht bekannt war, hat mich die Geschichte umso mehr interessiert und ich habe das Buch sehr gern gelesen. Die Schilderung der verhängnisvollen Reise und der harten Realität in der Karibik vermittelt eindrücklich, wie verführerisch die Versprechen gewesen sein müssen und wie brutal letztlich deren Folgen waren. MacGregor hat viel Hoffnung in den Menschen geschürt, die ich gut nachempfinden konnte und umso schlimmer, wie sehr sie übers Ohr gehauen wurden. Die einzelnen Charaktere blieben für mein Empfinden etwas blass und hätten an manchen Stellen mehr Tiefe vertragen können. Wobei zum Beispiel Julie, als zentraler Charakter der Geschichte schon Potential hatte und Willenstärke zeigte. Dennoch trägt der starke historische Kontext den Roman nach meinem Empfinden wirklich gut und so hat mir trotz kleiner Schwächen bei der Charakterzeichnung das Buch gut gefallen, vor allem wegen seines ungewöhnlichen und realen Hintergrunds. #uliaechtner #emonsverlag #poyais #einlanddasesniegab #historischerroman #bookstagram #bücherliebe #bookworm
Im Jahr 1822 stechen 2 Schiffe mit Siedler voller Hoffnung in See. Das Ziel ist Poyais ein neu gegründeter Staat in Mittelamerika , der den Auswanderern Freiheit und Reichtum verspricht. Der Hochstapler Gregor MacGregor führt mit seinem Versprechen Hunderte von Menschen in die Irre. Julie die Kaufmannstochter begibt sich mit ihren geliebten auf die gefährliche Reise die in einer Katastrophe endet. Welchem Herausforderungen müssen sich die Menschen stellen? Welche Rolle spielt Julie darin und wer kann sich retten? Der Titel das Cover und der Klapptext haben mich sofort angesprochen. Von der ersten Seite an war es für mich sehr spannend. Die Autorin konnte mich mit ihrem flüssigen und fesselnden Schreibstil sofort ans Buch binden. Es wurde hierzu auch sehr gut Recherchiert da es Gregor MacGregor zu dieser Zeit wirklich gab und er hunderte von Menschen um ihr Hab und Gut erleichtert hat. Die Geschichte um Julie entspringt aus der Phantasie der Autorin , aber genau das hat die Sache sehr aufgelockert und für mich persönlich das Leseerlebnis gesteigert. Hier wurde Geschichte mit Fiktion sehr schmackhaft gemacht . Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und ich fühlte mich ihnen nahe. Ich habe sehr mitgelitten und gebangt, den Wellengang und die Hitze der Karibik förmlich gespürt. Ich persönlich mag Geschichte , aber nicht langweilig und trocken, sondern genauso schmackhaft wie dieses Buch. Einfach perfekt für mich .Deshalb wird es auch noch lange in Erinnerung bleiben. Aus diesem Grund gibt es von mir eine klare Empfehlung zum lesen .
Eine Reise ins erfundene Paradies
Die Geschichte von Poyais ist die von Auswanderern und Siedlern, die den weiten Weg per Schiff nach Amerika auf sich nehmen - einen Traum von Idealen, Hoffnung und Freiheit im Gepäck. Man könnte dabei Dvořáks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ im Hintergrund hören und spürt die Aufbruchsstimmung der Protagonisten auf der Suche nach einem neuen Leben. Doch Poyais ist anders. Poyais ist auch die Geschichte von Täuschern und Betrügern, von Kriegen und Enttäuschungen. Poyais - dieses Land gab es nie! Uli Aechtner erzählt in ihrem Roman die Geschichte eines der größten Betrugsfälle des 19. Jahrhunderts: Der Hochstapler Gregor MacGregor lockt 1822 zahlreiche Menschen mit der Vision eines besseren Lebens in ein „Land“, das es nicht gibt. Bereits die Beschreibung als „perfider Schwindel“ weckte meine Neugier. Im Mittelpunkt steht die junge Julie, die vor einer arrangierten Ehe flieht und gemeinsam mit ihrem Geliebten Carl auf ein neues Leben hofft. Parallel begleitet man Liam, der dem Hochstapler bereits einige Jahre zuvor auf kriegerischen Feldzügen folgte. Die beiden Handlungsstränge führen schließlich zusammen und zeigen, wie Träume von Freiheit und Neuanfang zerbrechen. Gut gefallen hat mir, dass der Roman auf vielen geschichtlichen Fakten basiert. Dank der gut recherchierten Details und authentischen Sprache fiel mir der Einstieg leicht und ich konnte direkt in das Jahr 1822 eintauchen. Das Buch liest sich flüssig, hat aber vor allem im Handlungsstrang der Feldzüge einige Längen. Mit den „Kriegsgeschehnissen“ in dieser Ausführlichkeit hatte ich anhand der Buchbeschreibung nicht gerechnet. Dafür erschien mir die Zeit in Poyais in der Handlung selbst etwas knapp. Über Gregor MacGregor erfährt man vergleichsweise wenig, doch gerade dadurch wird sein Einfluss umso deutlicher: Es zeigt sich, in welchem großen Stil er Menschen von seinen Ideen überzeugen und hinters Licht führen konnte. Mit Julie wurde eine starke weibliche Protagonistin geschaffen, die mir an manchen Stellen jedoch etwas zu glatt durch die Abenteuer der gescheiterten Siedlung kommt. Mit Liam hingegen leidet man dafür an der ein oder anderen Stelle fast zu sehr mit. Andere kleinere spannende Charaktere verleihen der Handlung Wiederrum überraschenden Charme. Insgesamt hat mich der Abenteuerroman nicht vollständig abgeholt, die Geschichte von Poyais fand ich jedoch sehr interessant - ein für mich persönlich neuer „True-Crime“-Fall, verpackt in einen historischen Roman.











