Play Boy

Play Boy

Hardback
3.333

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Description

Als sie das erste Mal eine Frau küsst, ist sie zurückhaltend, verunsichert. Doch mit jedem weiteren Kuss findet sich die Protagonistin in Play Boy immer mehr in ihr neues Leben ein. Nach Jahrzehnten der Ehe mit ihrem Mann und der Erziehung des gemeinsamen Sohnes trennt sie sich von dem vermeintlichen Familienidyll. Und mit jedem Möbelstück, das sie hinter sich lässt, jedem Hemd, das sie entsorgt, legt sie Schicht um Schicht die heterosexuellen Prägungen ab. Sie führt erste Beziehungen mit Frauen, die gegensätzlicher nicht sein könnten, lernt auf andere Weise zu lieben, blickt mit neuen Augen auf ihr Aufwachsen innerhalb einer renommierten französischen Familie als Kind zweier verarmter Drogenabhängiger; auf ihren Beruf als Strafverteidigerin und die Ehe mit ihrem Ex-Mann – um im Kern eine neue Körperlichkeit zu entdecken: den Körper als Ausweg aus gesellschaftlichen Standards und als Medium der Empfindungen, um Lust zugleich zu bereiten und zu empfangen.

Mit sprachlicher Wucht und entwaffnender Ehrlichkeit bricht Constance Debré mit den Tabus über Geld, Ehe, Sex, Lust und Häuslichkeit.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
158
Price
20.60 €

Author Description

Constance Debré, 1972 geboren, arbeitete als Anwältin, bevor sie sich in Vollzeit dem Schreiben widmete. Bisher veröffentlichte sie vier Romane.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
33%
N/A
11%
25%
86%
N/A
80%
48%
N/A
39%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
15%
82%
97%
100%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Außergewöhnlich (100%)

Posts

8
All
4.5

"Geld verdienen stresst mich. Erst wenn ich arm bin und den Gerichtsvollzieher am Hacken hab, fühl ich mich, als sei ich dort, wo ich hingehöre." "Ich schwimme. Schwerelosigkeit, Wasser, Stille, Freude an der Geschicklichkeit. Diese Einfachheit des Sports Dieser Gebrauch des eigenen Selbst." "Mein Körper ist genau das, was ich bin. Das lag mir schon immer vor Augen. Ich habe mich mit ihr verglichen. Ich habe mich gesehen und sie, und all die anderen Frauen, die ich nicht bin. Die Schultern, das Weiche, Runde an ihr und an ihnen, das, was an mir nicht rund ist. Ich hab sie vermessen und mich selbst. Auch moralisch. Ich hab mir gesagt, eine Frau ist etwas, das ich mir nicht hätte ausdenken können. Etwas, das nackter und roher ist als Männer. Etwas, das immer an der Grenze zum Obszönen liegt. Das ist es, was ich an ihr begriffen habe." "Mit vier Jahren war ich homosexuell. Ich wusste das sehr genau und meine Eltern auch. Danach war es irgendwie vorbei. Und heute ist es wieder da. So einfach ist das " "Manchmal erkenne ich auch ihre Hässlichkeit sehr genau. Ich merke mir diese Bilder gut, für den Fall, dass wir uns einmal nicht mehr lieben sollten." Constance Debre lässt uns in diesem autofiktionalen Buch teilhaben an einem sehr wichtigen Umbruch in ihrem Leben. Sie beendet ihre Karriere als Strafverteidigerin, trennt sich von ihrem Mann und somit auch von ihrem Sohn und lässt ein scheinbar sicheres Leben hinter sich. Sie bricht auf in eine Zukunft, die sie selbst bestimmen möchte nach ihren Vorstellungen. Beschrieben wird die erste zaghafte Annäherung an eine Frau und die anfängliche Unsicherheit im Verhalten ihr gegenüber. Die Entwicklung ihrer neuentdeckten Sexualität und ihre Veränderung, das Ablegen von Konventionen, ihre neue Körperlichkeit und den radikalen Aufbruch in ein neues, selbstgewähltes Leben hat sie sprachlich wuchtig, schonungslos ehrlich in Worte gefasst. Ich mochte dieses unbequeme, radikale Buch, das mit Konventionen bricht. Nachdem mich "Love me tender" schon begeistert hat, war klar, dass ich dieses Buc

4

"Mit vier Jahren war ich homosexuell. Ich wusste das sehr genau und meine Eltern auch. Danach war es irgendwie vorbei. Und heute ist es wieder da. So einfach ist das." Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Das erste Mal eine Frau küssen, als Frau und auch dem Begehren nachgeben. Soll sie sich trauen weiter zu gehen, oder nicht? Reden oder schweigen? "Später nennt sie diese Umarmungen die sprechenden Umarmungen der Schweigenden." In dem Buch dreht sich viel, fast alles, um Körperlichkeiten. Aber die Autorin reflektiert sich und ihre Familie aus der sie abstammt sehr genau. Natürlich auch sich selbst und das was sie getan hat um sich selbst wieder näher zu sein zu können. Sie verlässt Mann und Kind und Job und Geld und besinnt sich auf das Wenigste was sie zum Leben braucht. Auch moralisch setzt sie sich mit ihrem Tun auseinander. Für mich ein sehr interessantes und intensives Buch mit Tiefgang. Gerne hätte ich dieses vor "Love me tender" gelesen, welches der Nachfolgeroman war, aber in Deutschland zuerst erschienen ist. Beide Bücher empfehle ich gerne.

Hat mich nicht abgeholt

Im Zuge des Pride Months bin ich auf dieses Buch gestoßen. Und es hat mich neugierig gemacht. Wine Frau, die aus ihrem Hetero Leben und ihrer Ehe ausbricht und sich ihrem Sehnen, ihren Lüsten und Begehren hingibt. Tabulos und direkt schreibt die Autorin. Es ist wie ein kurzes Essay. Teilweise etwas abgehackt kommt es daher, aber das soll vermutlich so sein. Die Lust stellte sich mir beim Lesen nicht wirklich ein, irgendwie schrammte es an allem knapp vorbei was mich am Dabei bleiben hielt, mir fehlte die Tiefe und so schrammte ich irgendwie an der Geschichte entlang. Vielleicht tu ich der Geschichte unrecht. Immer Mal wieder ein Kapitel hier, ein Kapitel dort war vermutlich der falsche Weg, dieses Buch zu verstehen. In einem Rutsch gelesen, was bei diesem Snackbuch absolut machbar ist, wäre ich möglicherweise mehr in das Leben und die Suche der Protagonistin eingetaucht.

4

Der fantastische quasi-Vorgänger von "Love Me Tender" endlich in deutscher Übersetzung und sprachlich - wie gewohnt - außergewöhnlich mitreißend.

»Meine Schwester und ich haben neulich erst wieder darüber gesprochen. Sie meinte, unsere Eltern seien völlig verrückt gewesen. Ich dagegen verstehe das normale Leben nicht.« aus „Play Boy“ (2025) von Constance Debré, S. 21, Matthes & Seitz »Ganz langsam und immer wieder, die Zeit, die Stunden, die Langsamkeit. Die Lust ist mir egal, es ist das Verlangen, das mich beschäftigt, ein Verlangen, das ich bisher nicht gekannt habe. Ein Verlangen, das nicht endet.« aus „Play Boy“ (2025) von Constance Debré, S. 139, Matthes & Seitz --- „Und so hab ich Agnès kennengelernt. Als Verteidigerin ihres Sohnes. Natürlich ist er freigekommen. Bürgerliche fahren nicht ein.“ (S. 9) Und los. Sehr unmittelbar wird man als Leser*in in Constance Debrés Roman „Play Boy“ in die Lebenswelt der Erzählerin hineingeworfen. Es ist eine Geschichte über das Abstreifen seiner Selbst, seiner Vergangenheit und so ziemlich allem, was dazu in Beziehung stand. Die Erzählerin befindet sich in der Position, einen radikalen Cut in ihrem bisherigen Leben zu ziehen. Raus aus einer langjährig-perspektivlosen Ehe, hin zur Versuchung, hin zur Leidenschaft, hin zur Suche nach sich selbst. Zwar ursprünglich aus einer namhaften Familie stammend, ist sie in einem Haushalt aufgewachsen, der durch schier grenzenlosen Substanzkonsum bestimmt war, und stand später im Dienst als Anwältin der Ausgegrenzten, derjenigen, die nicht Teil der Dominanzgesellschaft sein sollten - bis sie selbstgewählt aufhörte. Da treten nacheinander Agnès und Albert in ihr Leben - die 50-jährige, verheiratete Juristin und die 25-jährige Tochter eines ehemaligen Freundes ihres Vaters. Beide in ihrer Art komplett verschieden, aber in ihrem Leben oder zumindest in ihrer Vorstellung von Leben den kleinbürgerlichen Idealen noch verhaftet. Mit beiden führt sie dann Beziehungen, die von vornherein geprägt sind von Begierde, Distanz, Chaos, Leidenschaft, Zweifel, aber auch von einer Unbequemlichkeit, ja, sogar von etwas inhärent Konflikthaftem, auch bestimmt von sozialer Scham. Man könnte auf den Gedanken kommen, es handele sich hier um eine bloße sozialromantische Verklärung einer Biografie, die sich dem Kleinbürgertum verfremde und sich daraus verabschiede. Damit würde man Debrés Geschichte aber unrecht tun. “Play Boy” ist vielschichtig, es ist ein sich Lösen aus bürgerlichen Konventionen auf der Suche nach Alternativen. Es ist eine Suche nach dem süßen Duft der selbstbestimmten Freiheit - ohne in einen linksliberalen Wohlfühlquatsch zu verfallen. Immer tiefer gehend werden neben geschlechtlichen Rollenbildern auch Facetten gesellschaftlicher Ausgegrenztheit verhandelt und aufgebrochen und ziehen damit Leser*innen in einen ekstatischen Sog - an deren Ende auch ein Teaser zu Debrés „Love Me Tender“ (2024) steht. Debrés Schreibstil ist mitreißend und einzigartig zugleich: turbulent und ruhig, sanft, hart und derb - und alles in schnellen Wechseln. Man hastet durch die Seiten, doch ertappt sich immer wieder dabei, an dem einen oder anderen Gedanken länger zu verweilen. Ein wahrhaftig herausragendes Buch, für dessen Übersetzung man Max Henninger und dem Matthes & Seitz Verlag danken muss.

Der fantastische quasi-Vorgänger von "Love Me Tender" endlich in deutscher Übersetzung und sprachlich - wie gewohnt - außergewöhnlich mitreißend.
3.5

Queerer Roman über das Entdecken einer lesbischen Identität

Nach über 20 Jahren Ehe und dem gemeinsamen Aufziehen eines Sohnes verlässt die Erzählerin ihr Familienleben und entdeckt ihre lesbische Sexualität. Sie sammelt erste Erfahrungen mit Frauen und fängt an, sich auszuleben. Natürlich führt das auch zu Problemen und zu einem Bruch mit dem bisher geführten Familienleben. Eine etwas andere Art Coming out Roman über das Entdecken der lesbischen Sexualität der Erzählerin nach einem zuvor geführten, „gutbürgerlichem“ Familienleben. Der Roman ist kurz und lässt sich sehr gut lesen. Er ist in kurzen Kapiteln und in drei Teilen verfasst, hat also eher Episoden-Charakter. Mir hat der Roman gefallen, war aber trotzdem kein Jahres Highlight für mich.

5

Lesen 💞

„Mit vier Jahren war ich homosexuell. Ich wusste das sehr genau und meine Eltern auch. Danach war es irgendwie vorbei. Und heute ist es wieder da. So einfach ist das.“ (S. 69) Dieses autofiktionale Werk bietet in jeglicher Hinsicht der heteronomativen Denke die Stirn. „Play Boy“ entblättert uns die selbstbestimmte Suche nach der eigenen Persönlichkeit und eröffnet uns Seite um Seite eine sich langsam, aber sehr bestimmt, vorantastende Frau. Die ersten gleichgeschlechtlichen Erfahrungen unserer Protagonistin und das Annähern an das weibliche Geschlecht, lässt uns einen Blick auf ihre Begierde und Wünsche werfen, ohne den anerzogenen, gesellschaftlichen Blick abstreifen zu können. Die Erzählerin ist nicht zimperlich mit der Wortwahl und Euphemismen sucht man vergeblich. Klar und funktional formuliert, erlebe ich trotzallem den Text mit jeder Faser meines Seins und Constance Debré schafft es ob ihrem unterkühlten und distanzierten Ton, ihre Sehnsucht und der Wunsch des Ankommens zu transportieren. „Play Boy“ ist grundehrliche und sehnsüchtige Literatur. Sie schmerzt, sie fordert heraus, sie ist notwenig 💞 Zur Autorin selbst ist zu sagen, das sie 2015 ihre Anwaltskarriere als Strafverteidigerin beendete, um sich der Literatur zu widmen und ich würde mich sehr freuen, in Zukunft mehr von ihr lesen zu dürfen.

4

Constance Debré verarbeitet in der Trilogie ihren Ausstieg aus ihrem bürgerlichen Leben als Anwältin hin zur Autorin.

Die Ich-Erzählerin entdeckt nach der Trennung von ihrem Mann ihr Begehren zu Frauen, was innerlich und äußerlich zu einer Transformation führt. Sie legt Schicht um Schicht ihrer bürgerlichen Identität ab, um zu sich selbst zu kommen. Das ist schmerzhaft, toxisch und existenziell bedrohend. Hinzu kommt ihre schwierige Familiengeschichte. Das Buch besteht aus einzelnen Fragmenten und Momenten, das macht es intensiv, aber literarisch anspruchsvoll. Gleichzeitig mochte ich die Rohheit dieses Werkes.

Constance Debré verarbeitet in der Trilogie ihren Ausstieg aus ihrem bürgerlichen Leben als Anwältin hin zur Autorin.
3

"Mit einem Mann wäre es einfacher gewesen. Wir hätten uns geküsst, hätten miteinander geschlafen, hätten es versucht. Irgendwie hätten wir gewusst, woran wir sind. Es hätte nicht all die Monate gegeben, in denen wir uns anlächeln und nicht trauen. Mit ihnen ist es einfacher. Wir geben ihnen Signale und überlassen ihnen die Entscheidung über die Geste. Wir überlassen ihnen die Frage nach dem Mut." (E-Book Buchzitat, S. 35) In "Play Boy" erzählt Constance Debré von der Befreiung aus gesellschaftlichen Normen und heteronormativen Rollenbildern – kompromisslos, rau und intensiv. Debré, geboren 1972, war zunächst als Strafverteidigerin tätig, bevor sie sich vollständig dem Schreiben widmete. Sie entstammt einer prominenten französischen Familie und ist bekannt für ihre kompromisslose Haltung gegenüber gesellschaftlichen Konventionen. „Play Boy“, 2018 in Frankreich erschienen, ist nun erstmals 2025 auf Deutsch erhältlich. Worum geht’s genau? Die Erzählerin trennt sich nach Jahren der Ehe von ihrem Mann und beginnt ein neues Leben – allein, lesbisch, kompromisslos. Dabei entledigt sie sich nicht nur alter Kleidungsstücke und Möbel, sondern auch von den Erwartungen und Zuschreibungen, die mit der Rolle der Ehefrau, Mutter und Tochter verbunden sind. Auf der Suche nach Freiheit, Lust und einer neuen Körperlichkeit beginnt sie Beziehungen mit Frauen, lebt eine radikal freie Sexualität und stellt sich zugleich ihrer Vergangenheit – der Kindheit in einer bürgerlich-deklassierten Familie, dem frühen Tod der Mutter und der Drogenabhängigkeit des Vaters. Mit schonungsloser Offenheit erkundet die Ich-Erzählerin das Spannungsverhältnis zwischen Begehren und Selbstverlust, zwischen gesellschaftlicher Ablehnung und individueller Emanzipation – immer mit dem eigenen Körper als Medium der Erfahrung. Meine Meinung "Play Boy" habe ich als kostenloses Rezensionsexemplar von NetGalley und dem Matthes & Seitz Berlin Verlag erhalten – vielen Dank dafür. Mit 158 Seiten lässt sich das Buch schnell lesen, aber es ist keineswegs leichte Kost. Es war mein erstes Buch von Constance Debré, und ich war neugierig – vor allem, weil ich das Thema aus weiblicher Perspektive auf den „male gaze“ sehr spannend finde. Was mich sofort angesprochen hat, war das kraftvolle, minimalistische Cover – ein echter Blickfang. Der Inhalt allerdings hat mich nicht in gleichem Maß überzeugt. Der autofiktionale Text ist intensiv, sprachlich rau, oft repetitiv und voller körperlicher Direktheit. In vielen Passagen wirkt es, als hätte Debré spontan Gedanken und Impulse niedergeschrieben – roh und unbearbeitet. Dieses Stilmittel kann provozieren, aber es führt auch dazu, dass sich vieles wiederholt und die emotionale Distanz zur Hauptfigur bestehen bleibt. Die Darstellung des Begehrens der Erzählerin gegenüber Frauen ist zentral: Es ist ein konsumierendes, vergängliches Verlangen, das selten echte Nähe zulässt - eben ein männliches Begehren. Die Frauen erscheinen nicht als Individuen, sondern als Körper – als Projektionsflächen für eine Lust, die sich schnell abnutzt. Das fand ich zwar inhaltlich interessant, aber zunehmend auch verstörend und ermüdend. Hinzu kommt das Gefühl, dass die Autorin bewusst eine gewisse Unverständlichkeit in Kauf nimmt. Besonders die Familiengeschichte – vor allem die Beziehung zum Vater – blieb für mich unklar und wirkte eher wie eine vage Andeutung als eine erzählerische Entwicklung. Auch die Reflexionen über Gesellschaft und Außenseitertum, so aufrichtig sie klingen mögen, hinterlassen eher ein Bild von Isolation als von Aufbruch. Ein Punkt, der mich gestört hat: In der deutschen Übersetzung wurde nicht gegendert. Gerade bei einem so explizit queer-feministischen Text hätte ich mir eine inklusivere Sprache gewünscht. Was für mich bleibt, ist ein Text, der viel will – aber für mich in der Umsetzung nicht vollständig aufgeht. Die emotionale Kälte, die Ablehnung gegenüber Nähe, das sich abnutzende Begehren – all das bleibt konsequent, aber auch anstrengend. Fazit "Play Boy" ist ein radikales, schonungsloses Buch über Selbstbestimmung und körperliches Begehren, das aber in seiner Wiederholung, Emotionalität und Sprachgestaltung nicht immer überzeugt. Die Distanz zur Hauptfigur bleibt bestehen, der Text wirkt unfertig und schwer greifbar. Für mich ergibt sich daraus eine Bewertung von 2,5 von 5 Sternen – ein wichtiger, aber anstrengender Beitrag zur queeren Literatur. Früher oder später ist man von allem gelangweilt. Allem, meine Liebe. Einschließlich der Verlorenheit. Und der eigenen Person." (E-Book Buchzitat, S. 152)

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