Plant Lady
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Description
Yu-hee kann mit Menschen nicht viel anfangen. Ihre eigentliche Liebe gilt den Pflanzen. Und so tauscht sie ihren frustrierenden Bürojob gegen einen eigenen Pflanzenladen in Sejin. Hier, zwischen Avocado, Agave und Rosmarin fühlt sie sich wohl. Ihr „Pflanzen-Shop“ wird zu ihrer Oase. Und auch andere Frauen sehen in Yu-hees Pflanzenladen bald einen Rückzugsort vor ihren persönlichen Dramen und Nöten, die nicht selten mit übergriffigen Männern zu tun haben. Für ihre Kundinnen hat Yu-hee immer ein offenes Ohr. Doch das ist nicht alles: Sie sorgt dafür, dass die Männer verschwinden. Für immer. Lange bleibt sie jedoch nicht unentdeckt und Detective Cha Do-kyung heftet sich an ihre Fersen …
Dieser Roman ist schnell und böse funkelnd, abgründig-humorvoll und verdammt cool!
Für alle Fans von Bella Mackie, R. F. Kuang und Oyinkan Braithwaite
„Plant Lady ist ein mitreißender, ungemein schwarzhumoriger, aber toller Female-Revenge-Roman, der bissiger ist als die auf dem Cover abgebildeten Venusfliegenfallen.“ Daniel Schieferdecker, Szene Hamburg
„Plant Lady ist ein herrlich leichter, kluger Roman über eine Frau mit einer Vision und ihrem ganz eigenen, recht unkonventionellen Umgang mit toxischen Männern.“ Buchjournal
Book Information
Author Description
Minyoung Kang ist Autorin und Chefredakteurin des Filmmagazins Cast. Zu ihren veröffentlichten Werken gehören der Roman Please, don't freeze, und der Essay Riding a Bicycle means moving forward. Plant Lady wurde im Juni 2024 von Hankyoreh Publishing in Südkorea veröffentlicht, wurde sofort zum Megaseller und wurde für mehrere Preise nominiert. Minyoung Kang lebt in Südkorea.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Über eine Pflanzenverkäuferin und ihren unkonventionellen Umgang mit Männern
Yu-hee kann mit Menschen nicht viel anfangen. Ihre eigentliche Liebe gilt den Pflanzen. Und so tauscht sie ihren frustrierenden Bürojob gegen einen eigenen Pflanzenladen in Sejin. Hier, zwischen Avocado, Agave und Rosmarin fühlt sie sich wohl. Ihr Pflanzen-Shop wird zu ihrer Oase. Und auch andere Frauen sehen in Yu-hees Pflanzenladen bald einen Rückzugsort vor ihren persönlichen Dramen und Nöten, die meist mit übergriffigen Männern zu tun haben. Für ihre Kundinnen hat Yu-hee immer ein offenes Ohr. Doch das ist nicht alles: Sie sorgt dafür, dass die Männer verschwinden. Für immer. Die Story klang vielversprechend und ich habe mich an sich auch gut unterhalten gefühlt. Oft war es mir aber leider zu oberflächlich und mit dem Schreibstil bin ich einfach nicht warm geworden.

Pflanzen 🪴 Tarnung 🥸 Tatwerkzeug
Ich habe das Hörbuch gehört und es war mein erstes Hörbuch, das ich komplett gehört habe. Die Stimme war angenehm und das Buch sehr gut vorgelesen. Warum es im Genre Roman eingeordnet wurde ist für mich ungewöhnlich, weil es könnte durchaus ein Krimi sein. Ein wenig über die gesellschaftliche Stellung der Frauen in Korea wird klar. Hier gewinnen die Frauen, die im wahren Leben wohl die Opfer waren. Die Männer sind Täter und tauschen dann die Rollen mit den Frauen. Ein sehr guter Roman, der mit dem Nachwort zum nachdenken 💭 anregt, wenn man möchte.
4.5/5 Sterne Ein tolles Buch! Obwohl man auf 200 Seiten nicht übermäßig Tiefe erwarten darf, konnte ich sehr mitfühlen. Der ganze Schreibstil ist irgendwie nüchtern gehalten, aber hat mich trotzdem genau getroffen. Und es liest sich flüssig und angenehm weg. Auch die Beschreibungen der Pflanzen fand ich mega interessant, obwohl ich eher einen schwarzen als grünen Daumen habe. 😄 Aber das war egal, ich wollte trotzdem alles wissen und empfand mit Yu-Hee und den Frauen, die ihre Hilfe brauchten, ordentliche Genugtuung. Was tatsächlich ein wenig unangenehm war, war die Beschreibung der Tierquälerei, da bin ich leider einfach sehr empfindlich. Zum Glück ist es nur eine kurze Stelle. Also wer female rage mag, aber auf eine eher ruhige und nachdenkliche Weise, ich mochte das hier sehr gern.
Kurzweilig und blutiger als erwartet! 🪴🌿🩸
Ein sehr außergewöhnliches Buch in dem wir einer Protagonistin folgen, die die Sachen… nunja.. selbst in die Hand nimmt! Kundinnen kaufen nicht nur Pflanzen sondern teilen der Shop Besitzerin Yu-Hee aktiv oder durch Zufall mit, dass sie in einer Form von toxischer und teils gewalttätiger Beziehung mit oder zu jemanden stehen. Yu-Hee hört aufmerksam zu und hat immer garantiert für jede Situation eine Lösung egal ob es Pflanzen oder übergriffige Männer betrifft! ✅ So viel sei gesagt.. ihr Handeln bleibt nicht unentdeckt und sie zieht doch ungewollte Aufmerksamkeit auf sich 🕵🏻

Eine Frau, die Rache an Männern übt🌱🪴💀
Ich habe mir etwas komplett anderes vorgestellt. Der Klappentext hat sich schon sehr crazy angehört und mich hat das Setting in Südkorea sehr angesprochen. Frauen, die zu einer Frau in einen Pflanzenladen kommen, da sie gehört habe, dass sie dort ihre übergriffen Partner loswerden können. Irgendwie habe ich da direkt an Giulia Tofana gedacht, die im 17. Jahrhundert heimlich hunderte Männer vergiftet hat. Das war es leider überhaupt nicht🤭 Wir bekommen 6 kurze Kapitel, die eigentlich alle ähnlich ablaufen. Ich habe jeden Abend ein Kapitel gelesen. So hat es am besten gepasst für mich! Stellenweise war es wirklich sehr brutal😵💫 Da gab es wirklich Momente, die mich zum zusammenzucken gebracht haben… Es war auch ein bisschen zäh in meinen Augen. Es stand bei den Thrillern, aber ich würde es nicht als Thriller bezeichnen, auch wenn das Buch Spannungselemente enthält. Letztendlich würde ich es niemandem empfehlen, der ein Thriller erwartet. Aber es ist kein schlechtes Buch gewesen…ich war einfach auf ein anderes Buch eingestellt🙂↕️
Ich bin zufällig bei Spotify auf das Hörbuch gestoßen und habe einfach mal reingehört, ohne vorher zu wissen, worum es geht. Ich hatte ehrlich gesagt mit etwas ganz anderem gerechnet, aber es war dann ein Krimi der etwas anderen Art. Nicht überragend gut, aber ganz nett für zwischendurch. „Sie glaubt, dass Menschen Pflanzen ähnlich sind, und dass auch sie geheilt werden können, wenn man sie ebenso sorgsam behandelt.“
Pflanzen-Verkäuferin am Tag und in der Nacht...
Yu-hee ist eine unauffällige Frau die in einem unauffälligen Viertel einen Pflanzen-Shop eröffnet. Tagsüber erlebt man mit ihr die Liebe zu Pflanzen, doch nachts erkennt man deren gefährliche Fähigkeiten - denn Yu-hee ist nicht so unscheinbar, wie sie auf den ersten Blick wirken mag... Am auffälligsten ist die Ambivalenz zwischen der ruhigen Atmosphäre, der Leidenschaft die man in dem Pflanzenshop spürt und der Wut die im inneren Yu-hees steckt. Ich war überrascht, welche Wendung die Geschichte nimmt und welch wahnsinnig wichtige Botschaft hinter Yu-hees Schicksal steckt. Für Fans von besonderen Geschichten mit politischer/feministischer Aussage ein Buch mit Nachwirkung.
Ich wollte kurzweilige und makabere Unterhaltung und die hab ich bekommen. Etwas literarisch hochwertiges darf man hier nicht erwarten. Die Autorin wollte eine Geschichte erzählen und hat sich nicht unnötig mit Details und Ungereimtheiten aufgehalten. Eine Stelle, die mir dann doch etwas zu blutrünstig war, habe ich übersprungen.
Grüner Daumen gefällig?
Schon als ich das Cover dieses Buches gesehen habe, wusste ich, das wird ein besonderer Read und genauso wurde es auch. Yu-hee konnte schon immer besser mit Pflanzen als mit Menschen und es war wenig überraschend, dass sie einen Pflanzen Shop eröffnet. Schnell wird dieser Pflanzen Shop nicht nur für sie selbst ein Rückzugsort. Auch andere Frauen finden hier Ruhe, Frieden und noch viel mehr. 😉 Ich bin einfach wieder abgetaucht in diese ruhig und völlig unaufgeregt erzählte Geschichte. Und habe mich wieder gefunden in einer Mischung aus „Die Augen sind das Beste“ und „Frau Komachi empfiehlt ein Buch“. Zumindest für mein Empfinden. Dieses Buch wird an so mancher Stelle mit einem kräftigen Augenzwinkern erzählt, aber ich bin auch unendlich wütend geworden. Als Leser können wir in dieser Geschichte auch fantastisch zwischen den Zeilen lesen. Müssen es auch. Denn da liegt ganz viel unausgesprochenes dazwischen. Yu-hee wurde für mich so völlig unerwartet zur Bad Ass Protagonistin des Jahres. 🥇 Dieses Buch ist nicht schwer an Seiten, aber schwer durch den Inhalt. Es lädt zum nachdenken ein, verpflichtet schon fast dazu. Denn was die Protagonistinnen in dieser Geschichte erfahren müssen, ist überaus traurig, aber auch überaus real. Minyoung Kang trifft mit diesem Buch einfach den genau richtigen Ton und verpackt extrem wichtige Inhalte in eine extrem interessante Geschichte. Die so viel Tiefe aufweist. Die einzelnen Kapitel sind mit unterschiedlichen Pflanzennamen betitelt. Und so wie jedes Kapitel eine andere Pflanze behandelt, so behandelt es auch einen neuen Kunden in Yu-hees Pflanzen Shop. Ich mochte einfach sehr, wie die Autorin hier auch den Vergleich zwischen verletzten Pflanzen und verletzten Menschen zieht. Für mich eine gelungene Geschichte.

✨ Rezension ✨ Plant Lady | Minyoung Kang | Heyne | 208 Seiten | Übersetzt von Kyong-Hae Flügel | ⭐️⭐️⭐️🌟 Ein bisschen Female Rage gefällig? Dann bist du richtig im Pflanzen-Shop von Yu-Hee. Neben allerlei interessanten Pflanzen, können Kundinnen hier ggf. noch eine Portion Rache bekommen. Denn es gibt ja durchaus auch giftige Pflanzen… *hust* Aber wieso macht Yu-Hee das und wird der Polizist, der irgendwann bei ihr auftaucht, ihre Geheimnis aufdecken? Die Idee hat mir sehr zugesagt und auch die Kapitel, die nach verschiedenen Pflanzen benannt sind, trugen zum Leseerlebnis bei. Allerdings hatte das Buch trotz seiner Kürze längen und es kam nicht ausreichend Spannung auf. Wer aber ruhiger erzählte Geschichten mag, kann gerne zu diesem Buch greifen.

Die Erzählung folgt einer Frau, die zunehmend einen Großteil ihres Alltags der Pflege der Zimmerpflanzen in ihrem Laden widmet. Was zunächst harmlos wirkt, entwickelt sich zu einer Art Lebensstruktur: Die Pflanzen bestimmen ihren Tagesrhythmus, ihre Routinen und letztlich auch ihre emotionale Stabilität. Die Protagonistin lebt zurückgezogen. Zwischen ihr und der Außenwelt außerhalb ihres Ladens besteht eine wachsende Distanz. Stattdessen richtet sie ihre Aufmerksamkeit auf die Pflanzen, deren Bedürfnisse sie genau beobachtet: Licht, Wasser, Temperatur, Wachstum. Diese Fürsorge wird zu einem Ersatz für menschliche Beziehungen und zugleich zu einem Spiegel ihrer inneren Verfassung. Im Verlauf des Textes wird deutlich, dass die Pflanzen nicht nur Objekte der Pflege sind, sondern Projektionsflächen: Sie geben ihr das Gefühl von Kontrolle, Verlässlichkeit und Sinn. Gleichzeitig zeigt sich, wie fragil dieses System ist. Kleine Veränderungen – ein gelbes Blatt, ein Schädlingsbefall, ein vertrockneter Trieb – lösen bei ihr überproportionale Reaktionen aus. Die Pflanzenwelt wird zu einem geschlossenen Mikrokosmos, in dem sie sich sicher fühlt, aber auch zunehmend gefangen ist. Die Morde sind eine stille Rebellion gegen gesellschaftliche Erwartungen. Die Protagonistin verweigert sich sozialen Rollen: Partnerin, Kollegin, Freundin, „funktionierende“ Bürgerin. Die Morde sind eine negative, aber konsequente Form der Selbstermächtigung und keine Schockmomente.
"Sie glaubt, dass Menschen Pflanzen ähnlich sind und dass auch sie geheilt werden können, wenn man sie ebenso sorgsam behandelt." Ich war mir seit Beenden bis zum Schreiben der Rezi nicht ganz sicher, wie viele Sterne ich geben soll 🤔 an sich war das Buch nicht schlecht, die Idee gefiel mir sehr, weswegen ich das Buch unbedingt lesen wollte! Eine junge Frau, die ihren Bürojob aufgibt, einen Pflanzenladen eröffnet und Frauen hilft "Rache" an Männern zu üben - genau mein Geschmack 😁⚔️ allerdings waren die Figuren ohne wirklich Tiefgang, was aber wohl auch der Kürze des Buches geschuldet ist. Daher war es eine eher oberflächliche Geschichte, mit wenig Tiefgang und auch die Rache war meist eher angedeutet geschrieben und man musste sich selbst seinen Teil dazu denken. In dem Nachwort der Autorin hab ich dann aber auch den Grund dafür erfahren, denn ursprünglich war die Geschichte nur eine Kurzgeschichte 😊 Die Kapitel hatten alle Pflanzennamen, was mir sehr gefallen hat, welche ich auch alle brav gegoogelt hab 🤭 Das Ende kam mir irgendwie allerdings dann zu plötzlich und war doch recht offen 😅 Also alles in allem ein leichter Roman 📚 für Frauen, die Pflanzen mögen und die finden, dass böse Männer höchstens als Dünger zu gebrauchen sind 🤭⚔️😇
Stiller Roman über female Rage
Yu-hee erfüllt sich ihren Traum vom eigenen Pflanzenladen – und schafft dabei unbewusst einen Zufluchtsort für Frauen, die Gewalt durch Männer erlebt haben. Mit ihrer ruhigen, empathischen Art heilt sie nicht nur Pflanzen, sondern auch gebrochene Seelen. Doch unter der sanften Oberfläche wächst etwas Dunkles – Rache. Und Yu-hee findet ihre ganz eigene, erschreckend konsequente Art, Gerechtigkeit zu schaffen. Der Schreibstil ist sehr ruhig, fast nüchtern – das hat bei mir anfangs eine gewisse Distanz erzeugt. Trotzdem mochte ich genau diese Ambivalenz: das Sanfte neben dem Kalten, das Leben neben dem Tod. Es ist kein Krimi oder Thriller, sondern vielmehr ein stiller Schrei nach Gerechtigkeit, ein Roman über weibliche Wut – female rage in ihrer leisen, gefährlichen Form. Mit nur 200 Seiten bleibt die Geschichte etwas oberflächlich, ich hätte mir mehr Tiefe und emotionale Nähe zu den Figuren gewünscht. Aber die Botschaft bleibt stark: Selbstjustiz ist keine Lösung – doch die Wut dahinter ist echt und wichtig. Die Kombination aus feiner Pflanzenkunde 🌿 und dunkler Gerechtigkeit hat mich total fasziniert. Ein ungewöhnliches, nachhallendes Buch, das lange im Kopf bleibt.
Leider nichts für mich – Kurz und lustig, aber oberflächlich.
🐈🐭 Katz-und-Maus-Spiel 🪴💚 Pflanzenliebe 👤🚫 Anti-Held Plant Lady“ von Minyoung Kang verspricht eine spannende Mischung aus Pflanzenliebe und nächtlicher Rachemission. Die Prämisse ist reizvoll: Yu-hee, die lieber mit Agaven als mit Menschen spricht, findet in ihrem Pflanzenladen einen Zufluchtsort und wird gleichzeitig zur stillen Rächerin für die Frauen in ihrer Umgebung, deren Leben von übergriffigen Männern überschattet wird. Die Kurzbeschreibung hält, was sie verspricht: Die Geschichte ist kurz und lustig – aber genau das war für mich der Haken. Ich hatte eine tiefgründigere, vielleicht düstere Auseinandersetzung mit den Themen Gerechtigkeit, Einsamkeit und Empowerment erwartet. Stattdessen präsentiert sich „Plant Lady“ als eine Art skurriles, schnelles Lesevergnügen. Die Geschichte fliegt nur so dahin und die Racheakte sind oft mit einer Leichtigkeit inszeniert, die der Ernsthaftigkeit des Themas nicht gerecht wird. ➡️ „Plant Lady“ ist ideal für alle, die eine sehr lockere, skurrile und humorvolle Geschichte für zwischendurch suchen, die sich nicht allzu ernst nimmt. Wer jedoch einen ausgefeilten Plot, komplexe Charaktere oder eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Rache und Gerechtigkeit erwartet, wird hier leider nichts für sich finden. Für mich war es eher ein kurioser Snack als ein erfüllendes Mahl. 2⭐️
Plant Lady von Minyoung Kang ist ein überraschend düsterer, aber wahnsinnig unterhaltsamer Roman über (stillen) female rage, Selbstermächtigung und die Frage, was passiert, wenn eine Frau viel zu lange zu viel ertragen musste. Die Protagonistin wirkt nach außen ruhig, fast unscheinbar, doch innerlich brodelt es…und ihre Art, mit Männern umzugehen, die ihr oder anderen schaden, ist… sagen wir mal: sehr endgültig. Der Kontrast zwischen der sanften, fast meditativen Pflanzenwelt und ihren brutalen Taten macht das Buch so besonders. Die Sprache ist klar, präzise und hat eine stille Schärfe, die unter die Haut geht. Ein ungewöhnlicher aber doch auch sehr spannender Roman.
Yu-hees Pflanzen-Shop war der einzige Pflanzenladen in Dosan, einem eher unattraktiven Stadtteil von Sejin, mit Wohnquartieren und kleineren Fabriken, fernab von jeglichem Trubel. Doch nach und nach kamen immer mehr Händler und somit auch immer mehr Menschen in die Gegend und dank Social Media entpuppte sich Yu-hees Laden bald zum Geheimtipp und wird im ganzen Land bekannt. Tagein tagaus kümmert sie sich liebevoll um alle Pflanzen im Laden und bietet auch Pflanzenberatungen per E-Mail an. Für geplagte Frauen bietet Yu-hee jedoch auch andere Dienste an, die man nicht unbedingt in der Zeitung annonciert. Das hübsche Cover mit der mutmaßlich fleischfressenden Pflanze gefällt mir richtig gut und als ich den Klappentext las, war ich auch sehr neugierig auf die Geschichte. Doch leider blieb sie hinter meinen Erwartungen zurück. Vieles bleibt im Verborgenen und der Fantasie der Leser überlassen, manches war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Die Grundidee fand ich sehr spannend, doch die Handlung verläuft mit angezogener Handbremse. Auch wenn es im letzten Drittel etwas Fahrt aufnimmt, hat es mich nicht so ganz eingefangen. Die Protagonistin ist eine äußerlich sehr ruhig und distanziert wirkende junge Frau, die in ihrem Leben einiges erlebt hat. Sehr schön dargestellt fand ich jedoch ihre Liebe und Hingabe, die sie zu ihren Pflanzen hat. Man hat ihren grünenden und blühenden Laden förmlich vor Augen. Der Schreibstil hat mir nicht so ganz zugesagt; hier hab ich aber auch einfach zu wenig Erfahrung mit asiatischer bzw koreanischer Literatur. Ein Roman, bei dem mir etwas mehr Handlung und der letzte Schwung fehlten.
Choi Yu-hees Pflanzen Shop hat mich überzeugt
Als erstes hat mich die Gestaltung des Buches, vom Cover über die Innenklappen bis zu den Kapitel-Beginn-Seiten mit Pflanzenmotiven sehr angesprochen und auch der Klappentext klang interessant, also ist das Buch bei mir zu Hause gelandet. Beim Lesen hatte ich ebenfalls viel Freude, denn trotz des nüchternen Schreibstils und den vagen Andeutungen einiger Geschehnisse, hat das Buch Tiefgang und bietet die Möglichkeit zwischen den Zeilen zu lesen. Wie sich herausstellte, sind die Kapitel-Titel clever gewählt, aber hier will ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Die Beschreibungen von Yu-hees Arbeit im Pflanzenladen zu verschiedenen Pflanzenarten, Pflege und Problemen war für mich richtig dosiert und interessant (ich habe selber selber einige Pflanzen) und hat den Rahmen für die Handlung gegeben. Mir hat gut gefallen, dass nicht nur Yu-hees Machenschaften beschrieben wurden, sondern auch ein Gegenspieler in Form des Kommissars auftrat und auch die Hintergrundgeschichten der verschiedenen Frauen/Kundinnen des Ladens angeschnitten wurden.

Selbstjustiz, biologisch abbaubar
GANZ meins. Hatte mich beim 1. WORT, fesselte mich bis zum Nachwort!!!! So ein HAMMER- Buch, so eine MEGA Story. Beginnt so harmlos,um dann wie ein Thriller zu werden. Bleibt aber IMMER entspannt. Es ist total schnell gelesen. Wenige Kapitel sind und jedes davon so spannend, unmöglich aufzuhören. Rabenschwarz, BRUTAL und die Morde sind sowas von nachvollziehbar, ich nickte die ganze Zeit vor mich hin, wie ein Wackeldackel. Meine ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG, für eine Rache- Vergeltungsgeschichte, die ihresgleichen sucht!

Wenn Männer sich wundern, dass Frauen sich wehren. Sehr passend als Hörbuch beim Umtopfen, bei der Gartenarbeit oder noch besser: bei der Schädlingsbekämpfung..
Die Stimmung ist hier unterkühlt und lässt einen dennoch so sehr mitfühlen. Die Angst, die Wut, der Ekel über die absolut alltäglichen misogynen Taten sind hier sehr präzise herausgearbeitet und auf den Punkt gebracht. Ich bin dankbar für dieses Buch und werde heute einmal aufmerksamer als sonst jede meiner wunderschönen Pflanzen begutachten .
Sehr, sehr tolles Buch! Einfach nicht aus der Hand zu legen!
Wer sich schon mal mit der Stellung der Frau in der Koreanischen Gesellschaft beschäftigt hat, wird Yu-hee und ihre Taten eher verstehen. Und dieses Buch lieben! Es zeigt auf, dass Frauen oft von Männern schlecht behandelt werden und es hilflos ertragen müssen, weil die Gesellschaft einfach nicht hinschauen möchte. Yu-hee allerdings nimmt sich des Problems an. Die Morde fangen leicht und nett an und steigern sich dann. Es war einfach toll dieses Buch zu lesen. Man will einfach wissen wie es weiter geht und ob der Kriminalpolizist ihr schlussendlich doch auf die Schliche kommt.

Es steht felsenfest: Männer sind Schweine. 🐽 Zumindest die im ungewöhnlichen Roman "Plant Lady" von Minyoung Kang, der in Südkorea spielt. Sie sind unehrlich und gefühllos, miese Manipulatoren, sadistische Tierquäler und Stalker, gedankenlos und egoistisch. Choi Yu-Hee, die supersympathische Pflanzenexpertin mit eigenem Laden, trifft mehrere besonders gemeine Exemplare und findet ihren ganz eigenen Weg, um diese ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Ich sage nur: Dünger ( kleiner Spoiler). Der Roman ist unterhaltsam, die Beschreibungen der einzelnen Pflanzen und des zauberhaften Ladens sind filigran und liebevoll geschrieben, was mir sehr gefallen hat. Eine richtig schöne, empfehlenswerte Abwechslung und eine sehr hübsche exotische Blüte in all dem momentanen Grau des Alltags.
Plant Lady ist die feministische Geschichte von Yu-hee, einer Frau mit eigenem Pflanzenladen, die zur Lösung für andere Frauen mit… Männerproblemen wird. Und ja, das bedeutet, sie ermordet Männer. Trotz des düsteren Themas ist das Buch eher ruhig, entspannend und fast schon hoffnungsvoll. Es gibt viele Beschreibungen von Pflanzen und deren Pflege. Yu-hee ist ein kleiner Nerd und kommuniziert größtenteils über Grünzeug, teilweise auch in Metaphern. Die Morde werden nicht explizit beschrieben, sondern eher angedeutet. Der Autorin geht es hier nicht darum, möglichst schockierend zu sein, sondern das Leben von Frauen zu zeigen, die keinen Ausweg mehr sehen. Sie fühlen sich klein gehalten, übergangen, gefangen und haben Angst. Zwischen all dem Plant-Talk bekommen wir einen Einblick in die Lebensrealität vieler Frauen im doch sehr sexistischen Südkorea. Und Geschichten wie diese spiegeln auch wider, dass sie sich immer häufiger auflehnen und sogar wehren. Immerhin kommt die (in einer amatonormativen Gesellschaft radikale) 4B-Bewegung aus Südkorea und wird auch in Europa und den USA immer beliebter. Mir hat die Geschichte sehr gefallen, aber ich muss auch akzeptieren, dass ich dem distanzierten, knappen und oberflächlichen Schreibstil, der für ostasiatische Bücher normal ist, einfach nicht viel abgewinnen kann. Mir fehlen optische Beschreibungen von Menschen und Orten, außerdem kommen die Gefühle zu kurz, wenn alles so nüchtern runtergerattert wird. Das liegt aber an mir und meinem persönlichen Geschmack. Ich empfehle die Geschichte!

Ein Blumengeschäft voller Geheimnisse
Yu-hee betreibt einen unscheinbaren Pflanzenladen, wie ich ihn selbst in meiner Kindheit erleben durfte. Mit einer Verkäuferin, die nicht nur Blumen und Pflanzen anbietet, sondern sie fühlt und ihre Bedürfnisse erkennt. So wie sie kränkliche Pflanzen helfen kann, so beginnt sie auch Frauen zu erkennen, deren Leben von Misogynie, Gewalt und Missbrauch in all seinen Facetten durch Männer dominiert werden. Sie selbst hat ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht und hilft diese Männer verschwinden zu lassen … auf ihre gärtnerische Art. Thematik von Übergriffe auf Frauen ist und bleibt immer ein aktuelles Thema. Minyoung Kangs Roman schweift in ihren Text nicht übermäßig aus. Wir folgen unseren Protagonistin in einem eher schlichten Erzählton, der allerdings trotzdem an seiner Aussagelraft niemals einbüßt. Das Buch hat mich positiv überrascht und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Auch die unscheinbarste, liebreizende Blume kann einen Stängel voller Dornen verbergen.

Ein ungewöhnlicher Roman
Zunächst einmal finde ich, dass dieser Roman wirklich großartig gestaltet ist. Ich liebe das Cover. Auch im Innenteil ist jeweils die Kapitelüberschrift mit der fleischfressenden Pflanze versehen. Obwohl diese nicht in der Geschichte vorkommt, halte ich das Design für absolut stimmig. Symbolisch steht die Pflanze wohl eher für die Protagonistin und Pflanzen-Shop Inhaberin Yu-hee, die böse Männer verschwinden lassen kann. Den Schreibstil und den Aufbau des Romans empfinde ich als ungewöhnlich. Minyoung Kang schreibt sehr distanziert. Auf der einen Seite werden Szenen detailreich beschrieben. Andererseits bleiben aber auch viele Geschehnisse unbeschrieben, sodass ich oft das Gefühl hatte, mir die Geschichte zusammenreimen zu müssen. Interessant ist, dass nach und nach doch deutlich gesagt wird, was passiert, und die Lesenden es trotz fehlender Worte schon genau wissen. Ein sehr interessanter Aufbau. Moralisch hat mich sehr beschäftigt, ob das Vorgehen der Protagonistin als Lösung der Situationen irgendwie akzeptabel ist. Eine Antwort habe ich nicht gefunden. Mir gefällt sehr, dass das Nachwort der Autorin mich in meinen Gedanken aufgefangen hat. Das gibt dem Roman einen optimalen Rahmen. Daher finde ich das Buch insgesamt gewöhnungsbedürftig, aber empfehlenswert.
Für mich ejn kleines Highlight
„Originell, packend und berührend: ein raffiniertes Katz- und Mausspiel aus Südkorea über eine Frau, die sich wehrt und für andere einsteht.“ Yu-hee ist großartig. Sie ist besonders. Mit Menschen kann sie nicht so viel anfangen, mit Pflanzen schon. Das war schon immer so. In ihrem Pflanzenshop fühlt sie sich wohl, sicher, zuhause. Hier kennt sie sich aus. Weiß über jede Pflanze, deren guten und womöglich auch gefährlichen Eigenschaften, Bescheid. Nicht alles, was wie eine Frucht aussieht, ist auch genießbar….(doch diese Erfahrung machen andere…) Irgendwie gerät sie irgendwann mitten hinein in diese Rolle als Helferin, als Retterin der mißhandelten, der gedemütigten, der unterdrückten Frauen. Ihre eigene Geschichte hat ganz sicher zu dieser Entwicklung beigetragen. Female rage as its best! Eine großartige Geschichte, böse, humorvoll, aber auch nachdenklich machend. Ich habs an einem Wochenende gelesen und bin begeistert. Ein Highlight für mich! 5/5*
Yu-hee hat ihren frustrierenden Bürojob hinter sich gelassen. Da sie nichts mehr liebt, als Pflanzen, ist es nur konsequent, dass sie daraufhin einen eigenen Laden eröffnet, den sie schlicht „Pflanzen-Shop“ nennt. Als Yu-hee und ein Kunde sich näher kommen, nimmt das Schicksal seinen Lauf: als er übergriffig wird, tötet sie ihn und von nun an scheint sich alles zu verselbstständigen. Immer mehr Frauen, die von Männern gequält werden, finden sich in Yu-hees Laden ein. Und sie hilft ihnen, auf sehr gründliche Weise. „Plant Lady“ ist der erste, in deutscher Sprache erschienene Roman der Autorin und Chefredakteurin eines Filmmagazins Minyoung Kang. Die deutsche Übersetzung stammt von Kyong-Hae Flügel, die auch schon Werke von Han Kang, Un-su Kim oder Mi-ye übertrug. Der Roman wird hauptsächlich aus der Perspektive von Yu-hee erzählt, springt aber auch zu verschiedenen Nebenfiguren, wenn etwas wiedergegeben werden soll, das sich an einem anderen Ort ereignet hat. Der Stil ist recht nüchtern und steht damit im Gegensatz zu den Themen der Geschichte. Rein zufällig etabliert sich Yu-hee in ihrem Viertel als Problembeseitigerin. Sei es ein Vater, der seine Tochter schlägt, ein Krimineller, der seine Nachbarin verfolgt oder eine ganze Gruppe von Männern, die in einer Chatgruppe heimlich anzügliche Bilder von Kolleginnen austauschen. Yu-hee ist solidarisch mit den Frauen, die zu ihr kommen, tröstet und kümmert sich um das Problem. Oft schenkt sie ihnen auch eine Pflanze, denn die scheinen ihre Sprache zu sein. „Plant Lady“ ist ein feministisches Gedankenspiel über die Frage, was passieren würde, wenn Frauen plötzlich zurückschlagen. Und obwohl wir nach und nach etwas über Yu-hees Vergangenheit erfahren, blieb sie mir doch sehr fremd. Nicht, weil ich ihre Motivation nicht verstehen könnte, sondern weil ich abseits davon gar nicht weiß, was für ein Mensch sie ist. Was macht sie, wenn sie nicht im Laden ist? Was mag sie noch außer Pflanzen? Hat sie Freunde? Wer empfindlich auf manche Themen reagiert, sollte hier vielleicht aufpassen; es werden beispielsweise auch Tiere gequält.
Das Buch hat mir sehr gefallen.! Das Setting war für mich neu und wunderbar abwechselnd. Am Tag pflegt Yu-hee ihre Pflanzen und es entsteht ein schönes idyllisches Lesefeeling.🌱🌳 Doch ihre geheimen Aktivitäten wechseln diese Atmosphäre drastisch ab und dad Buch bekommt einen richtigen Gruselfaktor.!😳 Das hat mich auf jeden Fall im Laufe des Buches sehr überzeugt.! Yu-hee ist ansich auch eine wahnsinnig starke Frau, die sich für andere Frauen in schweren Lebenssituationen einsetzt und keine Ängste und Gefahren scheut. Sie sorgt für Gerechtigkeit und gibt anderen Frauen einen wichtigen Teil zurück. Das Buch ist vom Schreibstil und von der Lünge genau richtig.! Nicht zu viel und nicht zu wenig, sodass man von allem einen guten Eindruck und ein gutes Bild bekommt, ohne jedoch zu viel mit unnötigen Details aufgehalten zu werden.👍🏼📚
Racheengel mit Blumenladen!
. „Female Rage“ trifft „Weird Girl Fiction“ im Blumenladen! Muss ich noch mehr sagen?!?! Lies einfach „Plant Lady“ und hab Spaß dabei… 😎 4,5/5 ⭐️ . Worum geht es genau… Yu- hee erfüllt sich ihren Traum vom Blumenladen, doch dort verkauft sie nicht nur Blumen. Sie hilft anderen Frauen in Not auf ihre ganz eigene Weise. . In „Plant Lady“ verfolgen wir zu Yu- Hee durch ihr Doppelleben, als Blumenverkäuferin und Racheengel! Regelmäßig erhalten wir ebenso Einblicke in das Leben von Yu- Hees Kundinnen. Ihr Wünsche werden nachvollziehbar. Doch Yu- Hee handelt nicht nur als Racheengel für andere Frauen, auch für sich selbst steht sie ein. Als Protagonistin wirkt Yu- Hee kühl und bedacht, jedoch nur auf den ersten Blick. Ihre Emotionalität spiegelt sich in ihren Taten wieder, in ihrer Liebe zu Pflanzen und im Umgang mit ihren Kundinnen wieder. Dies macht sie meiner Meinung nach sehr sympathisch! Ein Hauch schwarzer Humor schwingt ebenso mit. Doch im Kern spiegelt die Geschichte eine ganz wichtige Aussage wieder! Es geht um Machtgefälle, Machtmissbrauch, Stalking und der allgegenwärtige Gewalt der Frauen ausgesetzt sind und regt daher auch sehr zum Denken an! Lasst uns uns gegenseitig als Frauen mehr unterstützen! Seid für einander da und steht füreinander ein! Der Roman ist sehr kompakt auf knapp 200 Seiten gehalten, jedoch hätte er etwas länger sein können. Der Erzählstil ist raffiniert einfach gehalten, aber die Mordszenen hätten für mich etwas länger sein können… Ein in allem ein wirklich gelungenes Buch!

Hmmm...
Ich habe das Buch ganz gerne gelesen, weil ich die Idee der mordenden Blumenhändlerin ganz gut fand. Der Schreibstil war auch flüssig zu lesen, auch wenn mich die sehr ähnlichen koreanischen Namen manchmal verwirrt haben. Das eigentliche Problem das ich mit diesem Buch habe, ist dieses wahnhafte Denken "Männer sind grundsätzlich die Bösen und gehören um die Ecke gebracht und Frauen sind ausschließlich zart, weise und freundlich und müssen sich gegen die bösen Männer dieser Welt wehren." Ja, es gibt böse Menschen auf dieser Welt, aber das ausschließlich Geschlechter spezifisch darzustellen gefällt mir gar nicht! Btw...meine persönlichen schlechten Erfahrungen habe ich in meinem Leben tatsächlich öfter mit Frauen gemacht. Als am Ende des Buches die Allmachts Fantasien der Protagonistin mit ihr durchgingen und sie einen wehrlosen Mann, von dem wir nicht wissen was sein Vergehen war, außer das er sich in der Schule über sie lustig gemacht hat, gnadenlos mit der Schaufel ermordet, wird auch das von der Autorin gerechtfertigt. Wobei mir nicht ganz klar ist, ob der letzte Mord sich rein in ihrer Fantasie abgespielt hat...das ging nicht ganz klar hervor und de Grundsätzlich finde ich, hätte man aus der Grundidee mehr heraus holen können. Auch bin ich der festen Überzeugung, dass das Grauen in der menschlichen Seele nicht geschlechtsbezogen dargestellt werden sollte. Inhaltlich fehlte mir auch der Kontext, daher nur 3 Sterne...leider.
Episodenhafter Female Rage
Als Kurzgeschichte geplant und dann schönerweise doch ein Roman geworden. Female Rage in kurzweiliger, episodenhafter Form ohne großer Charakterentwicklung und mit Kammerspiel-Vibes. Mit den einzelnen Schicksalen konnte ich sehr gut relaten und, auch ohne viel über die Figuren zu wissen, nach- und mitfühlen. Außerdem mochte ich das Setting des Pflanzenladens als Rückzugsort und Ruheoase für Betroffene. Ich fands gut, muss aber nicht im Bücherregal bleiben.
Als ich das Cover gesehen habe, war ich hin und weg! 🤩 Es sieht doch richtig toll aus oder? Und der Klappentext hat sich auch super angehört. Der Schreibstil von Minyoung Kang ist poetisch, direkt und mit einer Prise trockenem und schwarzen Humor. Ich muss sagen, ich fand den Schreibstil zuerst gewöhnungsbedürftig, aber nach und nach war es dann doch okay. Wir lernen eine junge Frau kennen, die ihren Bürojob aufgibt und ihrer Leidenschaft nachgeht. Nämlich Pflanzen. Sie eröffnet einen Pflanzenladen und bietet sogar Online-Beratungen rund um das Thema Pflanzen an. Doch dann entwickelt sich die Idee, übergriffige Männer zu beseitigen. Die Story ist nur ca. 200 Seiten lang und dementsprechend war alles nicht so intensiv und mit wenig Tiefe. Bei dem ein oder anderen Kapitel habe ich mit mehr Informationen gewünscht und manchmal war es mir einfach zu kurz gehalten. Die Pflanzenkunde fand ich sehr interessant und grundsätzlich fand ich die ganze Story sehr amüsant, allerdings bleibt die Spannung ziemlich auf der Strecke. Wer also einen ruhigen, aber amüsanten Female Rage-Roman lesen möchte, kommt hiermit garantiert auf seine Kosten. 7/10⭐️

Zu nüchtern
"Plant Lady" fand ich von der Aufmachung her wahnsinnig schön und die Grundgeschichte klang auch sehr spannend. Es geht um die eigenbrötlerische Yu-hee, die zwar nicht wirklich viel mit Menschen anfangen kann, aber umso mehr in der Pflege ihrer Pflanzen aufgeht. In ihrem Pflanzen-Shop berät sie ihre Kundinnen jedoch nicht nur zum Thema Pflanzen, sondern hilft ihnen auch, ihre Probleme mit übergriffigen Männern zu lösen. Für immer. Es wächst nicht nur ihr Kundenstamm, sondern auch das Interesse des Detectives Cha Do-kyung, der sich an ihre Fersen geheftet hat. Leider bin ich mit der Geschichte aber nicht wirklich warm geworden. Was vielleicht auch am sehr gewöhnungsbedürftigen, nüchternen Schreibstil lag. Dadurch kamen irgendwie wenig Emotionen rüber, weder die Nöte und Sorgen der Frauen noch irgendwelche anderen Regungen. Die Charaktere blieben auch eher eintönig und so eine richtige Bindung oder Empathie konnte ich nicht herstellen. Zudem hat mich der Perspektivwechsel im Text immer wieder rausgebracht und ich wusste manchmal nicht aus welcher Perspektive wird jetzt berichtet. Die Geschichte plätschert auch eher so dahin und die Arbeit des Detektivs konnte man auch vergessen, sodass keine Spannung und auch keine Dynamik aufkam. Von daher leider nicht mein Fall gewesen.
Female Rage und tödliche Pflanzen
Yu-hee kann mit Menschen nicht viel anfangen, ihre Leidenschaft gehört den Pflanzen. Deshalb tauscht sie ihren frustrierenden Bürojob gegen einen eigenen Pflanzenladen, der schnell zur Oase wird: nicht nur für sie, sondern auch für andere Frauen, die Zuflucht vor übergriffigen Männern suchen. Yu-hee hört ihren Kundinnen zu und sorgt dafür, dass die Männer verschwinden. Das Buch bedient sich eines Genres, das ich grundsätzlich schätze: Female Rage, also die Wut von Frauen, die endlich sichtbar wird. Gleichzeitig tue ich mich schwer damit, wenn der feministische Ansatz mit Mord verknüpft wird. Auch wenn ich verstehe, dass das Narrativ damit auf den Kopf gestellt werden soll, empfinde ich es eher als Schwächung der eigentlichen Botschaft. Was mich wirklich begeistert hat, sind die atmosphärischen Beschreibungen des Ladens und der Pflanzen sowie die Geschichten der einzelnen Frauen, die dem Roman viel Wärme verleihen. Der Erzählstil – besonders die Auslassungen rund um Gewalt – erinnert mich an koreanische Serien, wirkt also möglicherweise kulturell geprägt, auch wenn ich das nicht mit Sicherheit sagen kann. Insgesamt liest sich „Plant Lady” angenehm flüssig und schnell, hinterlässt aber den Wunsch nach mehr Tiefe.

Yu-hee liebt Pflanzen – Menschen dagegen weniger. In ihrem kleinen Pflanzenladen findet sie Ruhe, aber auch die Kraft, sich gegen das zu wehren, was ihr und anderen Frauen angetan wurde. Minyoung Kang schreibt ruhig, klar und trotzdem mit so viel Gefühl. Es ist kein lautes Buch, sondern eins, das man leise liest – und das lange nachwirkt. Die Pflanzen in diesem Buch sind mehr als Deko. Sie spiegeln das Leben wider – Wachstum, Verfall, Erneuerung. Sie stehen für das, was Yu-hee sich selbst zurückholt: Kontrolle, Würde, Freiheit. Ich mochte, wie ehrlich und gleichzeitig poetisch dieses Buch mit Themen wie weiblicher Wut, Schmerz und Heilung umgeht. Ein feminines, stilles, starkes Buch – anders, aber genau das macht es so besonders.
Ruhig erzählt, aber eindringlich – eine Geschichte, die gerade durch ihre Zurückhaltung lange nachwirkt.
Yu-hee ist in ihrem Bürojob unglücklich. Irgendwann hält sie es nicht mehr aus, kündigt und eröffnet in einem zunächst eher abgelegenen Wohnviertel in Sejin einen kleinen Pflanzenshop. Allen Zweifeln zum Trotz floriert das Geschäft, und der Laden entwickelt sich schnell über das Viertel hinaus zu einem echten Szene-Tipp. Yu-hee geht dabei nicht nur mit ihren Pflanzen, sondern auch mit den Tieren in der Nachbarschaft sehr achtsam um. Ihre Toleranz gegenüber Männern, die andere abschätzig oder herabwürdigend behandeln, ist hingegen gleich null. Kein Wunder also, wenn genau diese Personen plötzlich verschwinden. Minyoung Kang erzählt diese Geschichte in einer sehr ruhigen und gefassten Sprache. Die Erlebnisse von Yu-hee und den anderen Protagonistinnen werden zunächst zurückhaltend geschildert. Auch wie Yu-hee sich gegen diese Männer zur Wehr setzt, bleibt anfangs ausgespart, wird später eher umschrieben, bis es schließlich doch sehr deutlich wird. Anfangs war ich etwas enttäuscht, dass vieles der eigenen Vorstellungskraft überlassen wird – im weiteren Verlauf war ich jedoch stellenweise regelrecht froh über diese Zurückhaltung. Besonders gecatcht hat mich die Protagonistin selbst. Ich habe mit Yu-hee mitgefiebert, sie nicht immer verstanden, aber dennoch durchgehend gehofft, dass der im Laufe der Geschichte auftauchende Kommissar keinen Erfolg haben wird. Das Hörbuch wird von Rubina Nath eingesprochen. Der japanisch-deutschen Synchronsprecherin gelingt es hervorragend, Yu-hees ruhige und abgeklärte Art hörbar zu machen. Durch ihre Stimme gewinnt die Geschichte zusätzlich an Tiefe, und man kommt den Figuren sehr nah. Fazit: Eine ruhig erzählte, aber eindringliche Geschichte, die gerade durch ihre Zurückhaltung überzeugt und im Hörbuchformat sehr treffend umgesetzt ist.

Nett für zwischendurch
Als kurze, knappe und schnelllebige Geschichte eignet es sich zum entspannten lesen. Die Geschichte ist stilistisch mal was anderes. Es wird Wert auf unerwartete Details gelegt und wo anders kaum in die Tiefe gegangen. Das Buch endet ohne „richtiges Ende“, muss man mögen denke ich.
Yu-hee kann mit Menschen nur wenig anfangen. Ihre wahre Leidenschaft gilt den Pflanzen, und so tauscht sie ihren frustrierenden Bürojob gegen einen eigenen kleinen Pflanzenladen in Sejin. Zwischen Avocado, Agave und Rosmarin fühlt sie sich endlich zuhause. Ihr „Pflanzen-Shop“ wird schnell zu einer Oase – nicht nur für sie selbst, sondern auch für andere Frauen, die hier einen Rückzugsort vor ihren persönlichen Sorgen und Dramen finden, die häufig mit übergriffigen Männern zu tun haben. Für ihre Kundinnen hat Yu-hee immer ein offenes Ohr. Doch sie geht noch weiter: Sie sorgt dafür, dass die Männer, die Frauen schaden, verschwinden. Für immer. Lange bleibt sie jedoch nicht unentdeckt. Detective Cha Do-kyung beginnt, Nachforschungen anzustellen, und schon bald hängt er sich an ihre Fersen. Die Geschichte ist in mehrere Kurzgeschichten unterteilt, in denen immer wieder ein Mann bestraft wird, weil er Frauen oder Yu-hees Pflanzen missachtet hat. Ein roter Faden zieht sich über die Ermittlungen des Polizisten, der Hinweise sammelt und versucht, die Taten zu verstehen. Trotz der spannenden Grundidee hatte ich Schwierigkeiten, das Buch durchgehend zu genießen. Der Schreibstil ist eher sprunghaft, es gibt häufige Perspektiv- und Zeitsprünge, die das Geschehen schwer nachvollziehbar machen. Man rätselt oft, was genau passiert ist, und verliert leicht den Überblick. Die langen Kapitel erschweren zusätzlich den Einstieg, sodass man nicht einfach ein neues Kapitel beginnen kann, ohne den Faden zu verlieren. Insgesamt bietet das Buch interessante Ansätze und eine ungewöhnliche, düstere Prämisse, die den Leser in eine Welt zwischen Pflanzenliebe und Rache entführt. Dennoch wird die Spannung durch die unübersichtliche Erzählweise geschmälert, sodass es sich eher zäh liest.
„Ich glaube nicht, dass Sie das wissen, aber Frauen sind es gewohnt, so zu leben. Man muss deshalb einen Weg finden, da rauszukommen.“
—————————————————————————— Ein eigener Pflanzenladen und female rage? Count me in! Leider kann ich mich den vielen positiven Rezensionen nicht anschließen. Yu-hee betreibt in Sejin einen Pflanzenladen, widmet sich liebevoll ihren Pflanzen und nutzt als Dünger die Überreste von Männern, die auf die eine oder andere Weise schlechte Menschen waren und nun von ihr kompostiert werden. Kennt ihr das, wenn eure Protagonist*in etwas schlimmes macht und ihr selbst Bauchschmerzen und Herzrasen bekommt, weil ihr so Angst habt, bei der Tat erwischt zu werden, die ihr gar nicht begangen habt? Wenn ihr das Gefühl nicht mögt, seid ihr bei dem Buch genau richtig! Statt Emotionen bauen sich höchstens die Fragen im Kopf auf: Bereut sie ihre Taten oder verschaffen sie ihr Genugtuung? Wächst sie auf irgendeine Art? Hat sie Zweifel, Angst, ist sie Stolz oder wird sie mit der Zeit übermütig? Wie sieht ihr Innenleben aus? Nichts. Die Geschichte endet schließlich auch im Nichts. Was wird aus den Ermittlungen des Kommissars, der sie in Verdacht hat? Kommt sie so einfach damit davon? Macht sie für immer so weiter? Wieso fällt niemandem der Geruch auf? Was macht sie mit den Handys und Klamotten ihr Opfer? Passiert da noch was?
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Yu-hee kann mit Menschen nicht viel anfangen. Ihre eigentliche Liebe gilt den Pflanzen. Und so tauscht sie ihren frustrierenden Bürojob gegen einen eigenen Pflanzenladen in Sejin. Hier, zwischen Avocado, Agave und Rosmarin fühlt sie sich wohl. Ihr „Pflanzen-Shop“ wird zu ihrer Oase. Und auch andere Frauen sehen in Yu-hees Pflanzenladen bald einen Rückzugsort vor ihren persönlichen Dramen und Nöten, die nicht selten mit übergriffigen Männern zu tun haben. Für ihre Kundinnen hat Yu-hee immer ein offenes Ohr. Doch das ist nicht alles: Sie sorgt dafür, dass die Männer verschwinden. Für immer. Lange bleibt sie jedoch nicht unentdeckt und Detective Cha Do-kyung heftet sich an ihre Fersen …
Dieser Roman ist schnell und böse funkelnd, abgründig-humorvoll und verdammt cool!
Für alle Fans von Bella Mackie, R. F. Kuang und Oyinkan Braithwaite
„Plant Lady ist ein mitreißender, ungemein schwarzhumoriger, aber toller Female-Revenge-Roman, der bissiger ist als die auf dem Cover abgebildeten Venusfliegenfallen.“ Daniel Schieferdecker, Szene Hamburg
„Plant Lady ist ein herrlich leichter, kluger Roman über eine Frau mit einer Vision und ihrem ganz eigenen, recht unkonventionellen Umgang mit toxischen Männern.“ Buchjournal
Book Information
Author Description
Minyoung Kang ist Autorin und Chefredakteurin des Filmmagazins Cast. Zu ihren veröffentlichten Werken gehören der Roman Please, don't freeze, und der Essay Riding a Bicycle means moving forward. Plant Lady wurde im Juni 2024 von Hankyoreh Publishing in Südkorea veröffentlicht, wurde sofort zum Megaseller und wurde für mehrere Preise nominiert. Minyoung Kang lebt in Südkorea.
Posts
Über eine Pflanzenverkäuferin und ihren unkonventionellen Umgang mit Männern
Yu-hee kann mit Menschen nicht viel anfangen. Ihre eigentliche Liebe gilt den Pflanzen. Und so tauscht sie ihren frustrierenden Bürojob gegen einen eigenen Pflanzenladen in Sejin. Hier, zwischen Avocado, Agave und Rosmarin fühlt sie sich wohl. Ihr Pflanzen-Shop wird zu ihrer Oase. Und auch andere Frauen sehen in Yu-hees Pflanzenladen bald einen Rückzugsort vor ihren persönlichen Dramen und Nöten, die meist mit übergriffigen Männern zu tun haben. Für ihre Kundinnen hat Yu-hee immer ein offenes Ohr. Doch das ist nicht alles: Sie sorgt dafür, dass die Männer verschwinden. Für immer. Die Story klang vielversprechend und ich habe mich an sich auch gut unterhalten gefühlt. Oft war es mir aber leider zu oberflächlich und mit dem Schreibstil bin ich einfach nicht warm geworden.

Pflanzen 🪴 Tarnung 🥸 Tatwerkzeug
Ich habe das Hörbuch gehört und es war mein erstes Hörbuch, das ich komplett gehört habe. Die Stimme war angenehm und das Buch sehr gut vorgelesen. Warum es im Genre Roman eingeordnet wurde ist für mich ungewöhnlich, weil es könnte durchaus ein Krimi sein. Ein wenig über die gesellschaftliche Stellung der Frauen in Korea wird klar. Hier gewinnen die Frauen, die im wahren Leben wohl die Opfer waren. Die Männer sind Täter und tauschen dann die Rollen mit den Frauen. Ein sehr guter Roman, der mit dem Nachwort zum nachdenken 💭 anregt, wenn man möchte.
4.5/5 Sterne Ein tolles Buch! Obwohl man auf 200 Seiten nicht übermäßig Tiefe erwarten darf, konnte ich sehr mitfühlen. Der ganze Schreibstil ist irgendwie nüchtern gehalten, aber hat mich trotzdem genau getroffen. Und es liest sich flüssig und angenehm weg. Auch die Beschreibungen der Pflanzen fand ich mega interessant, obwohl ich eher einen schwarzen als grünen Daumen habe. 😄 Aber das war egal, ich wollte trotzdem alles wissen und empfand mit Yu-Hee und den Frauen, die ihre Hilfe brauchten, ordentliche Genugtuung. Was tatsächlich ein wenig unangenehm war, war die Beschreibung der Tierquälerei, da bin ich leider einfach sehr empfindlich. Zum Glück ist es nur eine kurze Stelle. Also wer female rage mag, aber auf eine eher ruhige und nachdenkliche Weise, ich mochte das hier sehr gern.
Kurzweilig und blutiger als erwartet! 🪴🌿🩸
Ein sehr außergewöhnliches Buch in dem wir einer Protagonistin folgen, die die Sachen… nunja.. selbst in die Hand nimmt! Kundinnen kaufen nicht nur Pflanzen sondern teilen der Shop Besitzerin Yu-Hee aktiv oder durch Zufall mit, dass sie in einer Form von toxischer und teils gewalttätiger Beziehung mit oder zu jemanden stehen. Yu-Hee hört aufmerksam zu und hat immer garantiert für jede Situation eine Lösung egal ob es Pflanzen oder übergriffige Männer betrifft! ✅ So viel sei gesagt.. ihr Handeln bleibt nicht unentdeckt und sie zieht doch ungewollte Aufmerksamkeit auf sich 🕵🏻

Eine Frau, die Rache an Männern übt🌱🪴💀
Ich habe mir etwas komplett anderes vorgestellt. Der Klappentext hat sich schon sehr crazy angehört und mich hat das Setting in Südkorea sehr angesprochen. Frauen, die zu einer Frau in einen Pflanzenladen kommen, da sie gehört habe, dass sie dort ihre übergriffen Partner loswerden können. Irgendwie habe ich da direkt an Giulia Tofana gedacht, die im 17. Jahrhundert heimlich hunderte Männer vergiftet hat. Das war es leider überhaupt nicht🤭 Wir bekommen 6 kurze Kapitel, die eigentlich alle ähnlich ablaufen. Ich habe jeden Abend ein Kapitel gelesen. So hat es am besten gepasst für mich! Stellenweise war es wirklich sehr brutal😵💫 Da gab es wirklich Momente, die mich zum zusammenzucken gebracht haben… Es war auch ein bisschen zäh in meinen Augen. Es stand bei den Thrillern, aber ich würde es nicht als Thriller bezeichnen, auch wenn das Buch Spannungselemente enthält. Letztendlich würde ich es niemandem empfehlen, der ein Thriller erwartet. Aber es ist kein schlechtes Buch gewesen…ich war einfach auf ein anderes Buch eingestellt🙂↕️
Ich bin zufällig bei Spotify auf das Hörbuch gestoßen und habe einfach mal reingehört, ohne vorher zu wissen, worum es geht. Ich hatte ehrlich gesagt mit etwas ganz anderem gerechnet, aber es war dann ein Krimi der etwas anderen Art. Nicht überragend gut, aber ganz nett für zwischendurch. „Sie glaubt, dass Menschen Pflanzen ähnlich sind, und dass auch sie geheilt werden können, wenn man sie ebenso sorgsam behandelt.“
Pflanzen-Verkäuferin am Tag und in der Nacht...
Yu-hee ist eine unauffällige Frau die in einem unauffälligen Viertel einen Pflanzen-Shop eröffnet. Tagsüber erlebt man mit ihr die Liebe zu Pflanzen, doch nachts erkennt man deren gefährliche Fähigkeiten - denn Yu-hee ist nicht so unscheinbar, wie sie auf den ersten Blick wirken mag... Am auffälligsten ist die Ambivalenz zwischen der ruhigen Atmosphäre, der Leidenschaft die man in dem Pflanzenshop spürt und der Wut die im inneren Yu-hees steckt. Ich war überrascht, welche Wendung die Geschichte nimmt und welch wahnsinnig wichtige Botschaft hinter Yu-hees Schicksal steckt. Für Fans von besonderen Geschichten mit politischer/feministischer Aussage ein Buch mit Nachwirkung.
Ich wollte kurzweilige und makabere Unterhaltung und die hab ich bekommen. Etwas literarisch hochwertiges darf man hier nicht erwarten. Die Autorin wollte eine Geschichte erzählen und hat sich nicht unnötig mit Details und Ungereimtheiten aufgehalten. Eine Stelle, die mir dann doch etwas zu blutrünstig war, habe ich übersprungen.
Grüner Daumen gefällig?
Schon als ich das Cover dieses Buches gesehen habe, wusste ich, das wird ein besonderer Read und genauso wurde es auch. Yu-hee konnte schon immer besser mit Pflanzen als mit Menschen und es war wenig überraschend, dass sie einen Pflanzen Shop eröffnet. Schnell wird dieser Pflanzen Shop nicht nur für sie selbst ein Rückzugsort. Auch andere Frauen finden hier Ruhe, Frieden und noch viel mehr. 😉 Ich bin einfach wieder abgetaucht in diese ruhig und völlig unaufgeregt erzählte Geschichte. Und habe mich wieder gefunden in einer Mischung aus „Die Augen sind das Beste“ und „Frau Komachi empfiehlt ein Buch“. Zumindest für mein Empfinden. Dieses Buch wird an so mancher Stelle mit einem kräftigen Augenzwinkern erzählt, aber ich bin auch unendlich wütend geworden. Als Leser können wir in dieser Geschichte auch fantastisch zwischen den Zeilen lesen. Müssen es auch. Denn da liegt ganz viel unausgesprochenes dazwischen. Yu-hee wurde für mich so völlig unerwartet zur Bad Ass Protagonistin des Jahres. 🥇 Dieses Buch ist nicht schwer an Seiten, aber schwer durch den Inhalt. Es lädt zum nachdenken ein, verpflichtet schon fast dazu. Denn was die Protagonistinnen in dieser Geschichte erfahren müssen, ist überaus traurig, aber auch überaus real. Minyoung Kang trifft mit diesem Buch einfach den genau richtigen Ton und verpackt extrem wichtige Inhalte in eine extrem interessante Geschichte. Die so viel Tiefe aufweist. Die einzelnen Kapitel sind mit unterschiedlichen Pflanzennamen betitelt. Und so wie jedes Kapitel eine andere Pflanze behandelt, so behandelt es auch einen neuen Kunden in Yu-hees Pflanzen Shop. Ich mochte einfach sehr, wie die Autorin hier auch den Vergleich zwischen verletzten Pflanzen und verletzten Menschen zieht. Für mich eine gelungene Geschichte.

✨ Rezension ✨ Plant Lady | Minyoung Kang | Heyne | 208 Seiten | Übersetzt von Kyong-Hae Flügel | ⭐️⭐️⭐️🌟 Ein bisschen Female Rage gefällig? Dann bist du richtig im Pflanzen-Shop von Yu-Hee. Neben allerlei interessanten Pflanzen, können Kundinnen hier ggf. noch eine Portion Rache bekommen. Denn es gibt ja durchaus auch giftige Pflanzen… *hust* Aber wieso macht Yu-Hee das und wird der Polizist, der irgendwann bei ihr auftaucht, ihre Geheimnis aufdecken? Die Idee hat mir sehr zugesagt und auch die Kapitel, die nach verschiedenen Pflanzen benannt sind, trugen zum Leseerlebnis bei. Allerdings hatte das Buch trotz seiner Kürze längen und es kam nicht ausreichend Spannung auf. Wer aber ruhiger erzählte Geschichten mag, kann gerne zu diesem Buch greifen.

Die Erzählung folgt einer Frau, die zunehmend einen Großteil ihres Alltags der Pflege der Zimmerpflanzen in ihrem Laden widmet. Was zunächst harmlos wirkt, entwickelt sich zu einer Art Lebensstruktur: Die Pflanzen bestimmen ihren Tagesrhythmus, ihre Routinen und letztlich auch ihre emotionale Stabilität. Die Protagonistin lebt zurückgezogen. Zwischen ihr und der Außenwelt außerhalb ihres Ladens besteht eine wachsende Distanz. Stattdessen richtet sie ihre Aufmerksamkeit auf die Pflanzen, deren Bedürfnisse sie genau beobachtet: Licht, Wasser, Temperatur, Wachstum. Diese Fürsorge wird zu einem Ersatz für menschliche Beziehungen und zugleich zu einem Spiegel ihrer inneren Verfassung. Im Verlauf des Textes wird deutlich, dass die Pflanzen nicht nur Objekte der Pflege sind, sondern Projektionsflächen: Sie geben ihr das Gefühl von Kontrolle, Verlässlichkeit und Sinn. Gleichzeitig zeigt sich, wie fragil dieses System ist. Kleine Veränderungen – ein gelbes Blatt, ein Schädlingsbefall, ein vertrockneter Trieb – lösen bei ihr überproportionale Reaktionen aus. Die Pflanzenwelt wird zu einem geschlossenen Mikrokosmos, in dem sie sich sicher fühlt, aber auch zunehmend gefangen ist. Die Morde sind eine stille Rebellion gegen gesellschaftliche Erwartungen. Die Protagonistin verweigert sich sozialen Rollen: Partnerin, Kollegin, Freundin, „funktionierende“ Bürgerin. Die Morde sind eine negative, aber konsequente Form der Selbstermächtigung und keine Schockmomente.
"Sie glaubt, dass Menschen Pflanzen ähnlich sind und dass auch sie geheilt werden können, wenn man sie ebenso sorgsam behandelt." Ich war mir seit Beenden bis zum Schreiben der Rezi nicht ganz sicher, wie viele Sterne ich geben soll 🤔 an sich war das Buch nicht schlecht, die Idee gefiel mir sehr, weswegen ich das Buch unbedingt lesen wollte! Eine junge Frau, die ihren Bürojob aufgibt, einen Pflanzenladen eröffnet und Frauen hilft "Rache" an Männern zu üben - genau mein Geschmack 😁⚔️ allerdings waren die Figuren ohne wirklich Tiefgang, was aber wohl auch der Kürze des Buches geschuldet ist. Daher war es eine eher oberflächliche Geschichte, mit wenig Tiefgang und auch die Rache war meist eher angedeutet geschrieben und man musste sich selbst seinen Teil dazu denken. In dem Nachwort der Autorin hab ich dann aber auch den Grund dafür erfahren, denn ursprünglich war die Geschichte nur eine Kurzgeschichte 😊 Die Kapitel hatten alle Pflanzennamen, was mir sehr gefallen hat, welche ich auch alle brav gegoogelt hab 🤭 Das Ende kam mir irgendwie allerdings dann zu plötzlich und war doch recht offen 😅 Also alles in allem ein leichter Roman 📚 für Frauen, die Pflanzen mögen und die finden, dass böse Männer höchstens als Dünger zu gebrauchen sind 🤭⚔️😇
Stiller Roman über female Rage
Yu-hee erfüllt sich ihren Traum vom eigenen Pflanzenladen – und schafft dabei unbewusst einen Zufluchtsort für Frauen, die Gewalt durch Männer erlebt haben. Mit ihrer ruhigen, empathischen Art heilt sie nicht nur Pflanzen, sondern auch gebrochene Seelen. Doch unter der sanften Oberfläche wächst etwas Dunkles – Rache. Und Yu-hee findet ihre ganz eigene, erschreckend konsequente Art, Gerechtigkeit zu schaffen. Der Schreibstil ist sehr ruhig, fast nüchtern – das hat bei mir anfangs eine gewisse Distanz erzeugt. Trotzdem mochte ich genau diese Ambivalenz: das Sanfte neben dem Kalten, das Leben neben dem Tod. Es ist kein Krimi oder Thriller, sondern vielmehr ein stiller Schrei nach Gerechtigkeit, ein Roman über weibliche Wut – female rage in ihrer leisen, gefährlichen Form. Mit nur 200 Seiten bleibt die Geschichte etwas oberflächlich, ich hätte mir mehr Tiefe und emotionale Nähe zu den Figuren gewünscht. Aber die Botschaft bleibt stark: Selbstjustiz ist keine Lösung – doch die Wut dahinter ist echt und wichtig. Die Kombination aus feiner Pflanzenkunde 🌿 und dunkler Gerechtigkeit hat mich total fasziniert. Ein ungewöhnliches, nachhallendes Buch, das lange im Kopf bleibt.
Leider nichts für mich – Kurz und lustig, aber oberflächlich.
🐈🐭 Katz-und-Maus-Spiel 🪴💚 Pflanzenliebe 👤🚫 Anti-Held Plant Lady“ von Minyoung Kang verspricht eine spannende Mischung aus Pflanzenliebe und nächtlicher Rachemission. Die Prämisse ist reizvoll: Yu-hee, die lieber mit Agaven als mit Menschen spricht, findet in ihrem Pflanzenladen einen Zufluchtsort und wird gleichzeitig zur stillen Rächerin für die Frauen in ihrer Umgebung, deren Leben von übergriffigen Männern überschattet wird. Die Kurzbeschreibung hält, was sie verspricht: Die Geschichte ist kurz und lustig – aber genau das war für mich der Haken. Ich hatte eine tiefgründigere, vielleicht düstere Auseinandersetzung mit den Themen Gerechtigkeit, Einsamkeit und Empowerment erwartet. Stattdessen präsentiert sich „Plant Lady“ als eine Art skurriles, schnelles Lesevergnügen. Die Geschichte fliegt nur so dahin und die Racheakte sind oft mit einer Leichtigkeit inszeniert, die der Ernsthaftigkeit des Themas nicht gerecht wird. ➡️ „Plant Lady“ ist ideal für alle, die eine sehr lockere, skurrile und humorvolle Geschichte für zwischendurch suchen, die sich nicht allzu ernst nimmt. Wer jedoch einen ausgefeilten Plot, komplexe Charaktere oder eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Rache und Gerechtigkeit erwartet, wird hier leider nichts für sich finden. Für mich war es eher ein kurioser Snack als ein erfüllendes Mahl. 2⭐️
Plant Lady von Minyoung Kang ist ein überraschend düsterer, aber wahnsinnig unterhaltsamer Roman über (stillen) female rage, Selbstermächtigung und die Frage, was passiert, wenn eine Frau viel zu lange zu viel ertragen musste. Die Protagonistin wirkt nach außen ruhig, fast unscheinbar, doch innerlich brodelt es…und ihre Art, mit Männern umzugehen, die ihr oder anderen schaden, ist… sagen wir mal: sehr endgültig. Der Kontrast zwischen der sanften, fast meditativen Pflanzenwelt und ihren brutalen Taten macht das Buch so besonders. Die Sprache ist klar, präzise und hat eine stille Schärfe, die unter die Haut geht. Ein ungewöhnlicher aber doch auch sehr spannender Roman.
Yu-hees Pflanzen-Shop war der einzige Pflanzenladen in Dosan, einem eher unattraktiven Stadtteil von Sejin, mit Wohnquartieren und kleineren Fabriken, fernab von jeglichem Trubel. Doch nach und nach kamen immer mehr Händler und somit auch immer mehr Menschen in die Gegend und dank Social Media entpuppte sich Yu-hees Laden bald zum Geheimtipp und wird im ganzen Land bekannt. Tagein tagaus kümmert sie sich liebevoll um alle Pflanzen im Laden und bietet auch Pflanzenberatungen per E-Mail an. Für geplagte Frauen bietet Yu-hee jedoch auch andere Dienste an, die man nicht unbedingt in der Zeitung annonciert. Das hübsche Cover mit der mutmaßlich fleischfressenden Pflanze gefällt mir richtig gut und als ich den Klappentext las, war ich auch sehr neugierig auf die Geschichte. Doch leider blieb sie hinter meinen Erwartungen zurück. Vieles bleibt im Verborgenen und der Fantasie der Leser überlassen, manches war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Die Grundidee fand ich sehr spannend, doch die Handlung verläuft mit angezogener Handbremse. Auch wenn es im letzten Drittel etwas Fahrt aufnimmt, hat es mich nicht so ganz eingefangen. Die Protagonistin ist eine äußerlich sehr ruhig und distanziert wirkende junge Frau, die in ihrem Leben einiges erlebt hat. Sehr schön dargestellt fand ich jedoch ihre Liebe und Hingabe, die sie zu ihren Pflanzen hat. Man hat ihren grünenden und blühenden Laden förmlich vor Augen. Der Schreibstil hat mir nicht so ganz zugesagt; hier hab ich aber auch einfach zu wenig Erfahrung mit asiatischer bzw koreanischer Literatur. Ein Roman, bei dem mir etwas mehr Handlung und der letzte Schwung fehlten.
Choi Yu-hees Pflanzen Shop hat mich überzeugt
Als erstes hat mich die Gestaltung des Buches, vom Cover über die Innenklappen bis zu den Kapitel-Beginn-Seiten mit Pflanzenmotiven sehr angesprochen und auch der Klappentext klang interessant, also ist das Buch bei mir zu Hause gelandet. Beim Lesen hatte ich ebenfalls viel Freude, denn trotz des nüchternen Schreibstils und den vagen Andeutungen einiger Geschehnisse, hat das Buch Tiefgang und bietet die Möglichkeit zwischen den Zeilen zu lesen. Wie sich herausstellte, sind die Kapitel-Titel clever gewählt, aber hier will ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Die Beschreibungen von Yu-hees Arbeit im Pflanzenladen zu verschiedenen Pflanzenarten, Pflege und Problemen war für mich richtig dosiert und interessant (ich habe selber selber einige Pflanzen) und hat den Rahmen für die Handlung gegeben. Mir hat gut gefallen, dass nicht nur Yu-hees Machenschaften beschrieben wurden, sondern auch ein Gegenspieler in Form des Kommissars auftrat und auch die Hintergrundgeschichten der verschiedenen Frauen/Kundinnen des Ladens angeschnitten wurden.

Selbstjustiz, biologisch abbaubar
GANZ meins. Hatte mich beim 1. WORT, fesselte mich bis zum Nachwort!!!! So ein HAMMER- Buch, so eine MEGA Story. Beginnt so harmlos,um dann wie ein Thriller zu werden. Bleibt aber IMMER entspannt. Es ist total schnell gelesen. Wenige Kapitel sind und jedes davon so spannend, unmöglich aufzuhören. Rabenschwarz, BRUTAL und die Morde sind sowas von nachvollziehbar, ich nickte die ganze Zeit vor mich hin, wie ein Wackeldackel. Meine ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG, für eine Rache- Vergeltungsgeschichte, die ihresgleichen sucht!

Wenn Männer sich wundern, dass Frauen sich wehren. Sehr passend als Hörbuch beim Umtopfen, bei der Gartenarbeit oder noch besser: bei der Schädlingsbekämpfung..
Die Stimmung ist hier unterkühlt und lässt einen dennoch so sehr mitfühlen. Die Angst, die Wut, der Ekel über die absolut alltäglichen misogynen Taten sind hier sehr präzise herausgearbeitet und auf den Punkt gebracht. Ich bin dankbar für dieses Buch und werde heute einmal aufmerksamer als sonst jede meiner wunderschönen Pflanzen begutachten .
Sehr, sehr tolles Buch! Einfach nicht aus der Hand zu legen!
Wer sich schon mal mit der Stellung der Frau in der Koreanischen Gesellschaft beschäftigt hat, wird Yu-hee und ihre Taten eher verstehen. Und dieses Buch lieben! Es zeigt auf, dass Frauen oft von Männern schlecht behandelt werden und es hilflos ertragen müssen, weil die Gesellschaft einfach nicht hinschauen möchte. Yu-hee allerdings nimmt sich des Problems an. Die Morde fangen leicht und nett an und steigern sich dann. Es war einfach toll dieses Buch zu lesen. Man will einfach wissen wie es weiter geht und ob der Kriminalpolizist ihr schlussendlich doch auf die Schliche kommt.

Es steht felsenfest: Männer sind Schweine. 🐽 Zumindest die im ungewöhnlichen Roman "Plant Lady" von Minyoung Kang, der in Südkorea spielt. Sie sind unehrlich und gefühllos, miese Manipulatoren, sadistische Tierquäler und Stalker, gedankenlos und egoistisch. Choi Yu-Hee, die supersympathische Pflanzenexpertin mit eigenem Laden, trifft mehrere besonders gemeine Exemplare und findet ihren ganz eigenen Weg, um diese ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Ich sage nur: Dünger ( kleiner Spoiler). Der Roman ist unterhaltsam, die Beschreibungen der einzelnen Pflanzen und des zauberhaften Ladens sind filigran und liebevoll geschrieben, was mir sehr gefallen hat. Eine richtig schöne, empfehlenswerte Abwechslung und eine sehr hübsche exotische Blüte in all dem momentanen Grau des Alltags.
Plant Lady ist die feministische Geschichte von Yu-hee, einer Frau mit eigenem Pflanzenladen, die zur Lösung für andere Frauen mit… Männerproblemen wird. Und ja, das bedeutet, sie ermordet Männer. Trotz des düsteren Themas ist das Buch eher ruhig, entspannend und fast schon hoffnungsvoll. Es gibt viele Beschreibungen von Pflanzen und deren Pflege. Yu-hee ist ein kleiner Nerd und kommuniziert größtenteils über Grünzeug, teilweise auch in Metaphern. Die Morde werden nicht explizit beschrieben, sondern eher angedeutet. Der Autorin geht es hier nicht darum, möglichst schockierend zu sein, sondern das Leben von Frauen zu zeigen, die keinen Ausweg mehr sehen. Sie fühlen sich klein gehalten, übergangen, gefangen und haben Angst. Zwischen all dem Plant-Talk bekommen wir einen Einblick in die Lebensrealität vieler Frauen im doch sehr sexistischen Südkorea. Und Geschichten wie diese spiegeln auch wider, dass sie sich immer häufiger auflehnen und sogar wehren. Immerhin kommt die (in einer amatonormativen Gesellschaft radikale) 4B-Bewegung aus Südkorea und wird auch in Europa und den USA immer beliebter. Mir hat die Geschichte sehr gefallen, aber ich muss auch akzeptieren, dass ich dem distanzierten, knappen und oberflächlichen Schreibstil, der für ostasiatische Bücher normal ist, einfach nicht viel abgewinnen kann. Mir fehlen optische Beschreibungen von Menschen und Orten, außerdem kommen die Gefühle zu kurz, wenn alles so nüchtern runtergerattert wird. Das liegt aber an mir und meinem persönlichen Geschmack. Ich empfehle die Geschichte!

Ein Blumengeschäft voller Geheimnisse
Yu-hee betreibt einen unscheinbaren Pflanzenladen, wie ich ihn selbst in meiner Kindheit erleben durfte. Mit einer Verkäuferin, die nicht nur Blumen und Pflanzen anbietet, sondern sie fühlt und ihre Bedürfnisse erkennt. So wie sie kränkliche Pflanzen helfen kann, so beginnt sie auch Frauen zu erkennen, deren Leben von Misogynie, Gewalt und Missbrauch in all seinen Facetten durch Männer dominiert werden. Sie selbst hat ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht und hilft diese Männer verschwinden zu lassen … auf ihre gärtnerische Art. Thematik von Übergriffe auf Frauen ist und bleibt immer ein aktuelles Thema. Minyoung Kangs Roman schweift in ihren Text nicht übermäßig aus. Wir folgen unseren Protagonistin in einem eher schlichten Erzählton, der allerdings trotzdem an seiner Aussagelraft niemals einbüßt. Das Buch hat mich positiv überrascht und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Auch die unscheinbarste, liebreizende Blume kann einen Stängel voller Dornen verbergen.

Ein ungewöhnlicher Roman
Zunächst einmal finde ich, dass dieser Roman wirklich großartig gestaltet ist. Ich liebe das Cover. Auch im Innenteil ist jeweils die Kapitelüberschrift mit der fleischfressenden Pflanze versehen. Obwohl diese nicht in der Geschichte vorkommt, halte ich das Design für absolut stimmig. Symbolisch steht die Pflanze wohl eher für die Protagonistin und Pflanzen-Shop Inhaberin Yu-hee, die böse Männer verschwinden lassen kann. Den Schreibstil und den Aufbau des Romans empfinde ich als ungewöhnlich. Minyoung Kang schreibt sehr distanziert. Auf der einen Seite werden Szenen detailreich beschrieben. Andererseits bleiben aber auch viele Geschehnisse unbeschrieben, sodass ich oft das Gefühl hatte, mir die Geschichte zusammenreimen zu müssen. Interessant ist, dass nach und nach doch deutlich gesagt wird, was passiert, und die Lesenden es trotz fehlender Worte schon genau wissen. Ein sehr interessanter Aufbau. Moralisch hat mich sehr beschäftigt, ob das Vorgehen der Protagonistin als Lösung der Situationen irgendwie akzeptabel ist. Eine Antwort habe ich nicht gefunden. Mir gefällt sehr, dass das Nachwort der Autorin mich in meinen Gedanken aufgefangen hat. Das gibt dem Roman einen optimalen Rahmen. Daher finde ich das Buch insgesamt gewöhnungsbedürftig, aber empfehlenswert.
Für mich ejn kleines Highlight
„Originell, packend und berührend: ein raffiniertes Katz- und Mausspiel aus Südkorea über eine Frau, die sich wehrt und für andere einsteht.“ Yu-hee ist großartig. Sie ist besonders. Mit Menschen kann sie nicht so viel anfangen, mit Pflanzen schon. Das war schon immer so. In ihrem Pflanzenshop fühlt sie sich wohl, sicher, zuhause. Hier kennt sie sich aus. Weiß über jede Pflanze, deren guten und womöglich auch gefährlichen Eigenschaften, Bescheid. Nicht alles, was wie eine Frucht aussieht, ist auch genießbar….(doch diese Erfahrung machen andere…) Irgendwie gerät sie irgendwann mitten hinein in diese Rolle als Helferin, als Retterin der mißhandelten, der gedemütigten, der unterdrückten Frauen. Ihre eigene Geschichte hat ganz sicher zu dieser Entwicklung beigetragen. Female rage as its best! Eine großartige Geschichte, böse, humorvoll, aber auch nachdenklich machend. Ich habs an einem Wochenende gelesen und bin begeistert. Ein Highlight für mich! 5/5*
Yu-hee hat ihren frustrierenden Bürojob hinter sich gelassen. Da sie nichts mehr liebt, als Pflanzen, ist es nur konsequent, dass sie daraufhin einen eigenen Laden eröffnet, den sie schlicht „Pflanzen-Shop“ nennt. Als Yu-hee und ein Kunde sich näher kommen, nimmt das Schicksal seinen Lauf: als er übergriffig wird, tötet sie ihn und von nun an scheint sich alles zu verselbstständigen. Immer mehr Frauen, die von Männern gequält werden, finden sich in Yu-hees Laden ein. Und sie hilft ihnen, auf sehr gründliche Weise. „Plant Lady“ ist der erste, in deutscher Sprache erschienene Roman der Autorin und Chefredakteurin eines Filmmagazins Minyoung Kang. Die deutsche Übersetzung stammt von Kyong-Hae Flügel, die auch schon Werke von Han Kang, Un-su Kim oder Mi-ye übertrug. Der Roman wird hauptsächlich aus der Perspektive von Yu-hee erzählt, springt aber auch zu verschiedenen Nebenfiguren, wenn etwas wiedergegeben werden soll, das sich an einem anderen Ort ereignet hat. Der Stil ist recht nüchtern und steht damit im Gegensatz zu den Themen der Geschichte. Rein zufällig etabliert sich Yu-hee in ihrem Viertel als Problembeseitigerin. Sei es ein Vater, der seine Tochter schlägt, ein Krimineller, der seine Nachbarin verfolgt oder eine ganze Gruppe von Männern, die in einer Chatgruppe heimlich anzügliche Bilder von Kolleginnen austauschen. Yu-hee ist solidarisch mit den Frauen, die zu ihr kommen, tröstet und kümmert sich um das Problem. Oft schenkt sie ihnen auch eine Pflanze, denn die scheinen ihre Sprache zu sein. „Plant Lady“ ist ein feministisches Gedankenspiel über die Frage, was passieren würde, wenn Frauen plötzlich zurückschlagen. Und obwohl wir nach und nach etwas über Yu-hees Vergangenheit erfahren, blieb sie mir doch sehr fremd. Nicht, weil ich ihre Motivation nicht verstehen könnte, sondern weil ich abseits davon gar nicht weiß, was für ein Mensch sie ist. Was macht sie, wenn sie nicht im Laden ist? Was mag sie noch außer Pflanzen? Hat sie Freunde? Wer empfindlich auf manche Themen reagiert, sollte hier vielleicht aufpassen; es werden beispielsweise auch Tiere gequält.
Das Buch hat mir sehr gefallen.! Das Setting war für mich neu und wunderbar abwechselnd. Am Tag pflegt Yu-hee ihre Pflanzen und es entsteht ein schönes idyllisches Lesefeeling.🌱🌳 Doch ihre geheimen Aktivitäten wechseln diese Atmosphäre drastisch ab und dad Buch bekommt einen richtigen Gruselfaktor.!😳 Das hat mich auf jeden Fall im Laufe des Buches sehr überzeugt.! Yu-hee ist ansich auch eine wahnsinnig starke Frau, die sich für andere Frauen in schweren Lebenssituationen einsetzt und keine Ängste und Gefahren scheut. Sie sorgt für Gerechtigkeit und gibt anderen Frauen einen wichtigen Teil zurück. Das Buch ist vom Schreibstil und von der Lünge genau richtig.! Nicht zu viel und nicht zu wenig, sodass man von allem einen guten Eindruck und ein gutes Bild bekommt, ohne jedoch zu viel mit unnötigen Details aufgehalten zu werden.👍🏼📚
Racheengel mit Blumenladen!
. „Female Rage“ trifft „Weird Girl Fiction“ im Blumenladen! Muss ich noch mehr sagen?!?! Lies einfach „Plant Lady“ und hab Spaß dabei… 😎 4,5/5 ⭐️ . Worum geht es genau… Yu- hee erfüllt sich ihren Traum vom Blumenladen, doch dort verkauft sie nicht nur Blumen. Sie hilft anderen Frauen in Not auf ihre ganz eigene Weise. . In „Plant Lady“ verfolgen wir zu Yu- Hee durch ihr Doppelleben, als Blumenverkäuferin und Racheengel! Regelmäßig erhalten wir ebenso Einblicke in das Leben von Yu- Hees Kundinnen. Ihr Wünsche werden nachvollziehbar. Doch Yu- Hee handelt nicht nur als Racheengel für andere Frauen, auch für sich selbst steht sie ein. Als Protagonistin wirkt Yu- Hee kühl und bedacht, jedoch nur auf den ersten Blick. Ihre Emotionalität spiegelt sich in ihren Taten wieder, in ihrer Liebe zu Pflanzen und im Umgang mit ihren Kundinnen wieder. Dies macht sie meiner Meinung nach sehr sympathisch! Ein Hauch schwarzer Humor schwingt ebenso mit. Doch im Kern spiegelt die Geschichte eine ganz wichtige Aussage wieder! Es geht um Machtgefälle, Machtmissbrauch, Stalking und der allgegenwärtige Gewalt der Frauen ausgesetzt sind und regt daher auch sehr zum Denken an! Lasst uns uns gegenseitig als Frauen mehr unterstützen! Seid für einander da und steht füreinander ein! Der Roman ist sehr kompakt auf knapp 200 Seiten gehalten, jedoch hätte er etwas länger sein können. Der Erzählstil ist raffiniert einfach gehalten, aber die Mordszenen hätten für mich etwas länger sein können… Ein in allem ein wirklich gelungenes Buch!

Hmmm...
Ich habe das Buch ganz gerne gelesen, weil ich die Idee der mordenden Blumenhändlerin ganz gut fand. Der Schreibstil war auch flüssig zu lesen, auch wenn mich die sehr ähnlichen koreanischen Namen manchmal verwirrt haben. Das eigentliche Problem das ich mit diesem Buch habe, ist dieses wahnhafte Denken "Männer sind grundsätzlich die Bösen und gehören um die Ecke gebracht und Frauen sind ausschließlich zart, weise und freundlich und müssen sich gegen die bösen Männer dieser Welt wehren." Ja, es gibt böse Menschen auf dieser Welt, aber das ausschließlich Geschlechter spezifisch darzustellen gefällt mir gar nicht! Btw...meine persönlichen schlechten Erfahrungen habe ich in meinem Leben tatsächlich öfter mit Frauen gemacht. Als am Ende des Buches die Allmachts Fantasien der Protagonistin mit ihr durchgingen und sie einen wehrlosen Mann, von dem wir nicht wissen was sein Vergehen war, außer das er sich in der Schule über sie lustig gemacht hat, gnadenlos mit der Schaufel ermordet, wird auch das von der Autorin gerechtfertigt. Wobei mir nicht ganz klar ist, ob der letzte Mord sich rein in ihrer Fantasie abgespielt hat...das ging nicht ganz klar hervor und de Grundsätzlich finde ich, hätte man aus der Grundidee mehr heraus holen können. Auch bin ich der festen Überzeugung, dass das Grauen in der menschlichen Seele nicht geschlechtsbezogen dargestellt werden sollte. Inhaltlich fehlte mir auch der Kontext, daher nur 3 Sterne...leider.
Episodenhafter Female Rage
Als Kurzgeschichte geplant und dann schönerweise doch ein Roman geworden. Female Rage in kurzweiliger, episodenhafter Form ohne großer Charakterentwicklung und mit Kammerspiel-Vibes. Mit den einzelnen Schicksalen konnte ich sehr gut relaten und, auch ohne viel über die Figuren zu wissen, nach- und mitfühlen. Außerdem mochte ich das Setting des Pflanzenladens als Rückzugsort und Ruheoase für Betroffene. Ich fands gut, muss aber nicht im Bücherregal bleiben.
Als ich das Cover gesehen habe, war ich hin und weg! 🤩 Es sieht doch richtig toll aus oder? Und der Klappentext hat sich auch super angehört. Der Schreibstil von Minyoung Kang ist poetisch, direkt und mit einer Prise trockenem und schwarzen Humor. Ich muss sagen, ich fand den Schreibstil zuerst gewöhnungsbedürftig, aber nach und nach war es dann doch okay. Wir lernen eine junge Frau kennen, die ihren Bürojob aufgibt und ihrer Leidenschaft nachgeht. Nämlich Pflanzen. Sie eröffnet einen Pflanzenladen und bietet sogar Online-Beratungen rund um das Thema Pflanzen an. Doch dann entwickelt sich die Idee, übergriffige Männer zu beseitigen. Die Story ist nur ca. 200 Seiten lang und dementsprechend war alles nicht so intensiv und mit wenig Tiefe. Bei dem ein oder anderen Kapitel habe ich mit mehr Informationen gewünscht und manchmal war es mir einfach zu kurz gehalten. Die Pflanzenkunde fand ich sehr interessant und grundsätzlich fand ich die ganze Story sehr amüsant, allerdings bleibt die Spannung ziemlich auf der Strecke. Wer also einen ruhigen, aber amüsanten Female Rage-Roman lesen möchte, kommt hiermit garantiert auf seine Kosten. 7/10⭐️

Zu nüchtern
"Plant Lady" fand ich von der Aufmachung her wahnsinnig schön und die Grundgeschichte klang auch sehr spannend. Es geht um die eigenbrötlerische Yu-hee, die zwar nicht wirklich viel mit Menschen anfangen kann, aber umso mehr in der Pflege ihrer Pflanzen aufgeht. In ihrem Pflanzen-Shop berät sie ihre Kundinnen jedoch nicht nur zum Thema Pflanzen, sondern hilft ihnen auch, ihre Probleme mit übergriffigen Männern zu lösen. Für immer. Es wächst nicht nur ihr Kundenstamm, sondern auch das Interesse des Detectives Cha Do-kyung, der sich an ihre Fersen geheftet hat. Leider bin ich mit der Geschichte aber nicht wirklich warm geworden. Was vielleicht auch am sehr gewöhnungsbedürftigen, nüchternen Schreibstil lag. Dadurch kamen irgendwie wenig Emotionen rüber, weder die Nöte und Sorgen der Frauen noch irgendwelche anderen Regungen. Die Charaktere blieben auch eher eintönig und so eine richtige Bindung oder Empathie konnte ich nicht herstellen. Zudem hat mich der Perspektivwechsel im Text immer wieder rausgebracht und ich wusste manchmal nicht aus welcher Perspektive wird jetzt berichtet. Die Geschichte plätschert auch eher so dahin und die Arbeit des Detektivs konnte man auch vergessen, sodass keine Spannung und auch keine Dynamik aufkam. Von daher leider nicht mein Fall gewesen.
Female Rage und tödliche Pflanzen
Yu-hee kann mit Menschen nicht viel anfangen, ihre Leidenschaft gehört den Pflanzen. Deshalb tauscht sie ihren frustrierenden Bürojob gegen einen eigenen Pflanzenladen, der schnell zur Oase wird: nicht nur für sie, sondern auch für andere Frauen, die Zuflucht vor übergriffigen Männern suchen. Yu-hee hört ihren Kundinnen zu und sorgt dafür, dass die Männer verschwinden. Das Buch bedient sich eines Genres, das ich grundsätzlich schätze: Female Rage, also die Wut von Frauen, die endlich sichtbar wird. Gleichzeitig tue ich mich schwer damit, wenn der feministische Ansatz mit Mord verknüpft wird. Auch wenn ich verstehe, dass das Narrativ damit auf den Kopf gestellt werden soll, empfinde ich es eher als Schwächung der eigentlichen Botschaft. Was mich wirklich begeistert hat, sind die atmosphärischen Beschreibungen des Ladens und der Pflanzen sowie die Geschichten der einzelnen Frauen, die dem Roman viel Wärme verleihen. Der Erzählstil – besonders die Auslassungen rund um Gewalt – erinnert mich an koreanische Serien, wirkt also möglicherweise kulturell geprägt, auch wenn ich das nicht mit Sicherheit sagen kann. Insgesamt liest sich „Plant Lady” angenehm flüssig und schnell, hinterlässt aber den Wunsch nach mehr Tiefe.

Yu-hee liebt Pflanzen – Menschen dagegen weniger. In ihrem kleinen Pflanzenladen findet sie Ruhe, aber auch die Kraft, sich gegen das zu wehren, was ihr und anderen Frauen angetan wurde. Minyoung Kang schreibt ruhig, klar und trotzdem mit so viel Gefühl. Es ist kein lautes Buch, sondern eins, das man leise liest – und das lange nachwirkt. Die Pflanzen in diesem Buch sind mehr als Deko. Sie spiegeln das Leben wider – Wachstum, Verfall, Erneuerung. Sie stehen für das, was Yu-hee sich selbst zurückholt: Kontrolle, Würde, Freiheit. Ich mochte, wie ehrlich und gleichzeitig poetisch dieses Buch mit Themen wie weiblicher Wut, Schmerz und Heilung umgeht. Ein feminines, stilles, starkes Buch – anders, aber genau das macht es so besonders.
Ruhig erzählt, aber eindringlich – eine Geschichte, die gerade durch ihre Zurückhaltung lange nachwirkt.
Yu-hee ist in ihrem Bürojob unglücklich. Irgendwann hält sie es nicht mehr aus, kündigt und eröffnet in einem zunächst eher abgelegenen Wohnviertel in Sejin einen kleinen Pflanzenshop. Allen Zweifeln zum Trotz floriert das Geschäft, und der Laden entwickelt sich schnell über das Viertel hinaus zu einem echten Szene-Tipp. Yu-hee geht dabei nicht nur mit ihren Pflanzen, sondern auch mit den Tieren in der Nachbarschaft sehr achtsam um. Ihre Toleranz gegenüber Männern, die andere abschätzig oder herabwürdigend behandeln, ist hingegen gleich null. Kein Wunder also, wenn genau diese Personen plötzlich verschwinden. Minyoung Kang erzählt diese Geschichte in einer sehr ruhigen und gefassten Sprache. Die Erlebnisse von Yu-hee und den anderen Protagonistinnen werden zunächst zurückhaltend geschildert. Auch wie Yu-hee sich gegen diese Männer zur Wehr setzt, bleibt anfangs ausgespart, wird später eher umschrieben, bis es schließlich doch sehr deutlich wird. Anfangs war ich etwas enttäuscht, dass vieles der eigenen Vorstellungskraft überlassen wird – im weiteren Verlauf war ich jedoch stellenweise regelrecht froh über diese Zurückhaltung. Besonders gecatcht hat mich die Protagonistin selbst. Ich habe mit Yu-hee mitgefiebert, sie nicht immer verstanden, aber dennoch durchgehend gehofft, dass der im Laufe der Geschichte auftauchende Kommissar keinen Erfolg haben wird. Das Hörbuch wird von Rubina Nath eingesprochen. Der japanisch-deutschen Synchronsprecherin gelingt es hervorragend, Yu-hees ruhige und abgeklärte Art hörbar zu machen. Durch ihre Stimme gewinnt die Geschichte zusätzlich an Tiefe, und man kommt den Figuren sehr nah. Fazit: Eine ruhig erzählte, aber eindringliche Geschichte, die gerade durch ihre Zurückhaltung überzeugt und im Hörbuchformat sehr treffend umgesetzt ist.

Nett für zwischendurch
Als kurze, knappe und schnelllebige Geschichte eignet es sich zum entspannten lesen. Die Geschichte ist stilistisch mal was anderes. Es wird Wert auf unerwartete Details gelegt und wo anders kaum in die Tiefe gegangen. Das Buch endet ohne „richtiges Ende“, muss man mögen denke ich.
Yu-hee kann mit Menschen nur wenig anfangen. Ihre wahre Leidenschaft gilt den Pflanzen, und so tauscht sie ihren frustrierenden Bürojob gegen einen eigenen kleinen Pflanzenladen in Sejin. Zwischen Avocado, Agave und Rosmarin fühlt sie sich endlich zuhause. Ihr „Pflanzen-Shop“ wird schnell zu einer Oase – nicht nur für sie selbst, sondern auch für andere Frauen, die hier einen Rückzugsort vor ihren persönlichen Sorgen und Dramen finden, die häufig mit übergriffigen Männern zu tun haben. Für ihre Kundinnen hat Yu-hee immer ein offenes Ohr. Doch sie geht noch weiter: Sie sorgt dafür, dass die Männer, die Frauen schaden, verschwinden. Für immer. Lange bleibt sie jedoch nicht unentdeckt. Detective Cha Do-kyung beginnt, Nachforschungen anzustellen, und schon bald hängt er sich an ihre Fersen. Die Geschichte ist in mehrere Kurzgeschichten unterteilt, in denen immer wieder ein Mann bestraft wird, weil er Frauen oder Yu-hees Pflanzen missachtet hat. Ein roter Faden zieht sich über die Ermittlungen des Polizisten, der Hinweise sammelt und versucht, die Taten zu verstehen. Trotz der spannenden Grundidee hatte ich Schwierigkeiten, das Buch durchgehend zu genießen. Der Schreibstil ist eher sprunghaft, es gibt häufige Perspektiv- und Zeitsprünge, die das Geschehen schwer nachvollziehbar machen. Man rätselt oft, was genau passiert ist, und verliert leicht den Überblick. Die langen Kapitel erschweren zusätzlich den Einstieg, sodass man nicht einfach ein neues Kapitel beginnen kann, ohne den Faden zu verlieren. Insgesamt bietet das Buch interessante Ansätze und eine ungewöhnliche, düstere Prämisse, die den Leser in eine Welt zwischen Pflanzenliebe und Rache entführt. Dennoch wird die Spannung durch die unübersichtliche Erzählweise geschmälert, sodass es sich eher zäh liest.
„Ich glaube nicht, dass Sie das wissen, aber Frauen sind es gewohnt, so zu leben. Man muss deshalb einen Weg finden, da rauszukommen.“
—————————————————————————— Ein eigener Pflanzenladen und female rage? Count me in! Leider kann ich mich den vielen positiven Rezensionen nicht anschließen. Yu-hee betreibt in Sejin einen Pflanzenladen, widmet sich liebevoll ihren Pflanzen und nutzt als Dünger die Überreste von Männern, die auf die eine oder andere Weise schlechte Menschen waren und nun von ihr kompostiert werden. Kennt ihr das, wenn eure Protagonist*in etwas schlimmes macht und ihr selbst Bauchschmerzen und Herzrasen bekommt, weil ihr so Angst habt, bei der Tat erwischt zu werden, die ihr gar nicht begangen habt? Wenn ihr das Gefühl nicht mögt, seid ihr bei dem Buch genau richtig! Statt Emotionen bauen sich höchstens die Fragen im Kopf auf: Bereut sie ihre Taten oder verschaffen sie ihr Genugtuung? Wächst sie auf irgendeine Art? Hat sie Zweifel, Angst, ist sie Stolz oder wird sie mit der Zeit übermütig? Wie sieht ihr Innenleben aus? Nichts. Die Geschichte endet schließlich auch im Nichts. Was wird aus den Ermittlungen des Kommissars, der sie in Verdacht hat? Kommt sie so einfach damit davon? Macht sie für immer so weiter? Wieso fällt niemandem der Geruch auf? Was macht sie mit den Handys und Klamotten ihr Opfer? Passiert da noch was?























































