Pick me Girls
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Description
Sophie Passmann hat mit »Pick me girls« nicht nur ihr persönlichstes Buch geschrieben, sondern auch eine kluge Auseinandersetzung mit dem männlichen Blick. Ihr Memoir zeichnet ein stellvertretendes Frauenleben nach und wirft die Frage auf: Welche Version von ihr selbst hätte Sophie Passmann sein können, wenn das Patriarchat nicht existieren würde?
»Ich bin nicht so wie andere Frauen«, ist der typische Satz eines pick me girls . Wahrscheinlich haben die meisten Frauen diesen Satz mal gedacht, nicht nur in der unbewusst-misogynen Abgrenzung zu einem ganzen Geschlecht, sondern als Herabwürdigung des eigenen Selbst – man ist nicht so dünn und hat keine so gute Haut wie alle anderen Frauen. Wenn man als Frau geboren wird, kommen die Selbstzweifel ab Werk. Spätestens in der Pubertät wird man mit der goldenen Regel konfrontiert, die zwar nirgendwo geschrieben steht, aber als allgemeingültig gilt: Der männliche Blick, das Begehrtwerden ist die höchste Währung.
Warum wir alle pick me girls sind und welche Unmöglichkeiten Sophie Passmann und höchstwahrscheinlich auch jede andere Frau im Laufe ihres Lebens ertragen muss, das seziert Sophie Passmann so scharf und klug wie keine andere.
Book Information
Author Description
Sophie Passmann, 1994 geboren, ist Autorin, Satirikerin und Moderatorin. Ihr Buch »Alte weiße Männer« stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, »Komplett Gänsehaut« und »Pick me Girls« stiegen sofort auf Platz 1 ein. Das Theaterstück zu »Pick Me Girls« von und mit Sophie Passmann wird seit mehr als einem Jahr am Berliner Ensemble aufgeführt – jede Aufführung ist in kurzer Zeit ausverkauft. Ihr Solo-Podcast »Der Sophie Passmann Podcast« ist ein riesiger Erfolg und erreicht seit März 2025 wöchentlich eine große und treue Hörer:innenschaft über Streamingplattformen und YouTube.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein Buch, dass nachhallt❤️🔥🥰! Hörbuch 🎧
"Pick me Girls", von Sophie Passmann geschrieben und gelesen, war ein richtig gutes Hörbuch (Leseempfehlung inklusive hier oben 😄🥰). Dieses Buch setzt sich nicht nur mit dem Patriachismus auseinander, sondern auch mit der toxischen, sowie verletzlichen Weiblichkeit und dem Feminismus etc. und ist auch ein sehr persönliches Buch der Autorin. Sie schrieb es für andere heranwachsende Frauen und irgendwie auch für sich selbst (wie selber sagt).☺️ Unverblümt, ungeschönt und sehr direkt (❤️🔥) führt Sophie Passmann einem vor Augen, was die Filmbranche, Zeitschriften, Gesellschaft und Elternhaus etc. heranwachsenden Teenagern versuchen zu erzählen und das dieses sehr prängend ist, für die Zeiten im Erwachsenenalter. An manchen Stellen im Buch fühlte ich mich so komplett in meine Jugend zurückversetzt, womit ich echt nicht rechnete✌🏻😄. Hin und wieder teilte ich nicht ihre Meinung, dann wiederum schmunzelte ich und lachte ich. Und egal, was man erlebte... Irgendwie haben wir ähnliche Dinge erlebt und Entscheidungen getroffen, die uns heute ausmachen. Wir sind Alle irgendwie doch uns sehr ähnlich, als dass der Satz greifen könnte:"Ich bin anders als andere Frauen."❤️🔥
Pick me Passi
Passmann bewegt sich in einem emotionalen Spannungsfeld zwischen Selbstmitleid, Frauenverachtung und Überheblichkeit, wobei sie in einem imaginären Raum agiert, in dem sie keine Beweise für ihre Ansichten liefern muss.Es ist erstaunlich, wie jemand derart interessante Gedanken formulieren kann, ohne dabei logische Argumente aufzustellen. Es entsteht der Eindruck, dass Passmann ihren Selbsthass auch anderen Frauen wünscht, nur um das Gefühl der Einsamkeit zu überwinden.Im Grunde ist dies ein Buch von einer Frau, die laut eigener Aussage plötzlich schön wird und damit nicht umgehen kann. Das ist frustrierend, denn Feminismus ist keine Frage der Fuckability. Dennoch ist das Buch auf eine komische Art relateable, man findet sich in einigen Erzählungen wieder und man bleibt verwirrt zurück.
Auf jeden Fall lesenswert
Ich habe ein wahnsinnig augenöffnendes Buch hinter mir. Sophie Passmann schildert eindrucksvoll Erfahrungen junger Frauen in einer modernen Welt, in der sich Männer nicht so modern benehmen, wie es angebracht wäre. Und nein, Männer sind nicht das einzige Hindernis in dieser Gleichung. Eine durchaus berechtigte Gesellschaftskritik, die schon zu Teenager-Zeiten anfängt. Gerade die ersten Kapitel, besonders das über Tumblr, waren für mich, „so relatable“. Das Buch regt definitiv zum nachdenken und bei vielen hoffentlich auch zum Umdenken an. Auch wenn ich befürchte, dass ein großer Teil der sinnvollsten Zielgruppe dieses Werk nicht lesen wird sondern höchstens beim Schrottwichteln als Gag-Geschenk verschenken würde. Häufig frage ich mich, ob ich nicht das männliche Pendant zu einem Pick Me Girl bin.

Es fühlt sich an wie eine Versöhnung mit dem eigenen Teenager-Selbst.
Sie spricht in vielen Punkten aus meinem Herzen und gibt mir das Gefühl, mich für frühere Dinge, Gedanken, Emotionen nicht schämen zu müssen, sondern sie einfach als Teil meines Wachstums zu sehen und jetzt das Beste draus zu machen.
Pick Me Girls von Sophie Passmann ist für mich ihr bislang ehrlichstes, persönlichstes und zugleich wichtigstes Buch. Mit großer Offenheit und viel Selbstironie beschreibt sie Verhaltensweisen, Denkmuster und Prägungen, die viele Frauen – besonders Millennials – nur allzu gut kennen. Gerade diese schonungslose Ehrlichkeit macht das Buch so stark. Passmann schreibt über Feminismus ohne belehrend zu sein oder den moralischen Zeigefinger zu heben. Stattdessen nimmt sie die Leser*innen mit in ihre eigenen Widersprüche, Unsicherheiten und Lernprozesse. Sie zeigt, wie das Aufwachsen in einer Zeit zwischen Popkultur, Schönheitsidealen und internalisiertem Sexismus viele von uns geprägt hat – oft subtiler, als man es wahrhaben möchte. Ich habe mich beim Lesen immer wieder ertappt gefühlt, musste schmunzeln, manchmal schlucken, mich aber vor allem verstanden fühlen. Das Buch regt stark zur Selbstreflexion an, ohne zu verurteilen, und schafft genau dadurch einen ehrlichen Zugang zu feministischen Fragen. Ein kluges, relevantes und sehr persönliches Buch, das lange nachwirkt und für mich ein absolutes Lesehighlight ist.

Zwiegespalten
Ich mag Sophie Passmann super gerne und habe mich auf das Buch gefreut. Im Großen und Ganzen ein wichtiges Thema, aber im Endeffekt ist mir die Message nicht ganz klar. Es zeigt größtenteils auf, wie Millennials im Patriarchat zu Frauen wurden und wie schambehaftet dieses Teils war. Ich habe mich in vielen Passagen wiedergefunden, mehr aber auch nicht. Die Sätze waren mir oftmals zu verschachtelt und es fehlte der rote Faden.
Dieses Buch hätte ich gerne mit Anfang 20 gelesen.
Es hält einem auf ehrliche und schonungslose Weise den Spiegel vor. Sophie Passmann spricht Wahrheiten aus, die weh tun können. Ich habe mich in einigen Beschreibungen wiedererkannt und gemerkt, wie tief die gesellschaftliche Erwartungen von Anfang an uns prägen. Dieses Buch schafft Klarheit und ermutigt zur Selbstreflexion. Gerne hätte ich das Buch mit Anfang 20 gelesen. Hier wird sich mit den Rollenbildern, Selbstwert und weiblicher Identität ehrlich auseinandergesetzt.
"Ich wusste das ich mit Anfang 20 jung war, dass ich aber auch außerordentlich dumm war, fiel mir erst Jahre später auf."
Sophie Passmann spricht hier Aber tausenden Mädchen aus der Seele. Ich habe mich hunderte Male wiedergefunden und so viele Situationen nach empfinden können. Ich habe Pick me Girls als Hörbuch gehört und habe es sehr geliebt Sophie Passmann zuzuhören. Sie benennt auf den Punkt genau die Leben und Leiden junger heranwachsender Mädchen und beschreibt das kollektive Trauma das viele Frauen erlebt haben. Eine ganz große Empfehlung und das in dem Fall mal nicht für Männer, sondern für die jungen Mädchen die heute heranwachsen. Ich wünschte ich hätte dieses Hörbuch mit 14 hören können bzw das Buch lesen. Vielleicht wären mir so einige Sachen erspart geblieben.

„Ich war nicht direkt hässlich, ich war nur für Männer, die ich im Alltag treffen musste, in der Regen nicht sexuell verwertbar genug, um mich mit Anstand zu behandeln.“ „Ja, unsere Mütter waren auch nur Kinder ihrer Mütter. Aber manche Frauen, die heute eben erwachsen geworden sind mit Kylie Jenner und Drive-by-Botox-Terminen, werden auch Mütter. Irgendeine Generation muss also anfangen, es besser zu machen.“ „Ich hatte nicht versucht, besser auszusehen, sondern einfach weniger, wie ich selbst.“ „Ich war auch ‚anders als die anderen Frauen in meinem Alter‘, das ist ein Satz, den Dozenten und Lehrer sagen, wenn sie Frauen treffen, die bereits als Teenager genauso klug sind wie sie selbst als Erwachsene.“ „Frauen sind Pick me Girls, weil es einfach ist. Es ist einfacher, sich zu überlegen, wer man eigentlich sein könnte. Es ist einfacher, als sich damit zu konfrontieren, aus welchen Gründen man was mit sich machen lässt.“
Erstmal habe ich gefühlt das ganze Buch mit Post it’s markiert. 😅🫣 „Pick me girls“ war für mich das allererste feministische Buch, was auch langsam mal Zeit wurde, weil ich mich selbst auch als Feministin bezeichne und identifiziere. Dieses Buch war eines der wenigen, was mich seit Monaten mal wieder dazu motiviert hat, weiterzulesen und wo ich unglaublich viel Lust hatte, dazuzugreifen und weiter zulesen. Ich fand es sehr spannend, das Buch zu lesen und konnte viele Aspekte gut nachvollziehen und konnte mich selbst auch oft wieder finden in dem, was Sophie Passmann über ihre eigene Jugend geschrieben hat. Zwar sagt die Autorin, dass das Buch keine Autobiografie ist, aber trotzdem ist es einfach die Erzählung und die rückblickende Meinung und Sicht auf ihre Jugend aus heutiger Sicht und über die Frau, die sie heute ist. Sie hat das zu Papier gebracht, was so viele andere Frauen denken und sich wenige trauen, auszusprechen. Jedoch fand ich, dass sie einige Sachen sehr verallgemeinert hat oder in „dchwarz weiß“ dargestellt hat. Trotzdem ein gutes Buch, was weder mein letztes feministisches Buch war, noch mein letztes von Sophie Passmann. Ich freue mich jetzt schon auf all die weiteren feministischen Bücher! 🥳🫶✨

„Ich wollte immer gefallen – vor allem Männern. Und dabei habe ich mich selbst verloren.“
Pick Me Girls ist kein gemütlicher feministischer Essay – es ist ein harter, schonungsloser Blick auf das eigene Frausein. Sophie Passmann erzählt mit brutaler Ehrlichkeit von ihrer Jugend, von Schönheitsdruck, Essstörungen und dem tief verinnerlichten Wunsch, „richtig“ weiblich zu sein. Sie beschreibt, wie sie sich damals von anderen Frauen abgrenzte, nicht aus Bosheit, sondern aus einem verzweifelten Versuch, irgendwo dazuzugehören – und von Männern gesehen zu werden. Beim Lesen habe ich mich in vielem wiedererkannt. Passmann bringt Erfahrungen und innere Widersprüche auf den Punkt, für die ich lange keine Worte hatte. Das war oft unangenehm – nicht, weil sie übertreibt, sondern weil sie so treffend beschreibt, was viele kennen, aber selten aussprechen. Ihr Buch fordert dazu heraus, das eigene Verhalten und Denken neu zu betrachten. Pick Me Girls ist keine Anleitung zur Emanzipation. Es ist ein radikaler, persönlicher Text, der zeigt, wie widersprüchlich und kompliziert weibliche Sozialisation sein kann. Und gerade deshalb ist es so wichtig. Es ist kein Buch für alle. Wer nie mit sich selbst und seinem Platz in der Welt gerungen hat, wird damit vermutlich wenig anfangen können – oder es sogar ablehnen. Aber für alle, die sich irgendwann zwischen Anpassung, Selbstzweifeln und dem Wunsch nach Zugehörigkeit verloren haben, trifft dieses Buch einen wunden Punkt. Und genau darin liegt seine Stärke.

Das richtige Buch zur richtigen Zeit in meinem Leben!
Es ist doch irgendwie beruhigend und erschreckend zugleich wie ähnlich unsere Biografien als Mädchen, Jugendliche und junge Frauen doch sind. Ich habe mich sehr wiederentdeckt in den Schilderung von Sophie Passmann und sie hat mich zum Schmunzeln und Nachdenken gebracht. Ein gutes Buch zum Jahresbeginn, um die eigene Rolle in der (männlichen) Welt zu hinterfragen und dieses Jahr vielleicht in bestimmten Situationen anders zu handeln.
Ich bin nicht die Zielgruppe, das wurde mir schon auf Seite 15 gesagt. Ob dieses Buch meinem 14jährigen Ich geholfen hätte? Ich denke ehr nicht. Und trotzdem bleibt meinem jetzigen Ich eine Passage von Seite 31 - "Ich glaube, dass alle Frauen, die im Patriarchat groß werden, pick me girls sind. Manchmal. Oder früher. Zwischendurch. Als Ausnahme. Oder nur bei einem Mann in ihrem Leben. Je leichtfertiger Frauen anderen Frauen im Namen der feministischen Solidarität vorwerfen, pick me girls zu sein, desto mehr entsteht ein Meta-Paradoxon: Frauen, die anderen Frauen vorwerfen, pick me zu sein, und damit so tun, als seien sie selbst nicht ab und zu pick me, in einer Welt, die Frauen eigentlich nahezu zwingt, zwischendurch pick me zu sein, ist das ultimative pick me: Ich bin nicht wie andere Frauen, denn ich bin nie so."
Ich mag Sophie Passmanns schnellen und sarkastischen Schreibstil. Allerdings muss ich gestehen, dass ich ihren manchmal zackigen Kehrtwendungen nicht immer folgen kann kann oder möchte (bspw. beim Thema Schönheitsoperationen). Allerdings berührt mich ihre persönliche Herangehensweise und auch ich (als alter weißer Mann, wie Sophie Passmann mich wohl bezeichnen würde) kann nach der Lektüre von "Pick me Girls" besser nachvollziehen, was Mädchen und junge Frauen heutzutage durchmachen müssen.
Augenöffnendes Buch über den Kampf von Frauen um Anerkennung von Männern und gegen die eigene Scham
Sophie Passmann reflektiert anhand ihrer eigenen Erfahrungen über ihr Gefühl als Mädchen und Frau ständig falsch und nicht gut genug zu sein. Ihre These ist, dass die Anerkennung der Männer die wichtigste Währung ist und sie beschreibt, wie viele Frauen ihre eigenen Bedürfnisse hinten an stellen und ihre eigenen Grenzen immer wieder überschreiten, um in Männeraugen beliebt zu sein. Sie schreibt, dass sie immer dachte, sie wäre die Einzige, die sich falsch und nicht gut genug fühlt, dabei ist es ein Phänomen, dass die meisten Frauen fühlen. Das Buch ist sehr persönlich geschrieben. Sophie Passmann ruft ihre Meinung in die Welt hinaus und belegt nur anhand ihrer eigenen Lebenserfahrungen. Manchmal wundert man sich daher über ihre Meinungen und nicht immer folgt sie einem roten Faden. Trotzdem: ich mag das Buch. Es ist spannend. Es ist unterhaltsam und macht Spaß und es bietet immer wieder Aha-Momente, in denen man sich als Frau wieder erkennt und über sein eigenes Leben reflektieren kann.
Witzig, ehrlich, schmerzhaft wahr
Pick Me Girls fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise zurück in die eigene Jugend – vor allem für Millenials ✨. Das Buch taucht in die Frage ein: Warum wollten wir eigentlich immer „anders“ oder „besser“ sein als andere Mädchen? Mit viel Witz, klarem Blick und einem sehr ehrlichen Ton erzählt die Autorin vom ewigen Balanceakt zwischen dem Wunsch nach Anerkennung von außen und dem oft mühsamen Weg zu sich selbst. Sie zeigt, wie sehr uns Popkultur, Schönheitsideale und das Patriarchat geprägt haben – oft ohne, dass wir es damals überhaupt gemerkt haben. Beim Lesen erkennt man sich ständig wieder. Es tut manchmal weh, alte Muster und Gedanken wieder hochzuholen – aber das Buch verurteilt nicht. Es streut Salz in alte Wunden, ja, aber es klebt auch liebevoll ein Pflaster drauf 🩹. Der Schreibstil ist super angenehm. Locker, klug, direkt – manchmal zum Lachen, manchmal zum Schlucken. Pick Me Girls ist keine trockene Theorie, sondern fühlt sich an wie ein ehrliches Gespräch mit einer Freundin, die genau weiß, wie sich das alles angefühlt hat 💕. Ein kluges, witziges und absolut authentisches Buch über das Aufwachsen als Mädchen in einer Welt, die oft alles andere als leicht war – und darüber, wie wir heute anders damit umgehen können.

Vielleicht gehöre ich zu den wenigen Menschen die noch nie von Sophie Passmann gehört hatten, war also völlig unvoreingenommen. Spannendes Thema dachte ich. Ich habe mich auch in manchen Teilen des Buches tatsächlich wieder erkannt. Allerdings fehlte mir völlig der rote Faden. Zurück blieb die Frage: Was wollte die Autorin mit diesem Buch erreichen?
Welche Version von mir wäre ich, wenn es das Patriachat nicht gäbe...?
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und da es recht kurz ist und Sophie ihr Buch selbst sehr angenehm gelesen hat, war ich innerhalb kürzester Zeit damit durch. Schreibstil und Tempo waren gut gewählt und leichtgängig. Zum Inhalt kann ich sagen, dass ich nicht immer dergleichen Meinung war, aber wann ist das schon so? Ich habe mich in vielen Situationen wieder erkannt, ich habe mich teilweise ertappt gefühlt und auch ein paar Aha-Momente gehabt. Ich mochte die Vergleiche oder Hinweise auf die Popkultur der 2000er und die manchmal humorvolle und selbstironische Art der Autorin, trotz der teils schweren Kost. Denn in Gänze geht es vor allem um das Patriarchat und wie, vor allem weiblich gelesene Kinder, Teenager und junge Frauen, sozialisiert werden. Nämlich dahingehend die beste, schönste, "unanstrengendste" und unkomplizierteste Version für die Männerwelt zu sein. Es ist erschreckend welche Abgründe sich da auftun. Und ja, es gab selbstverständlich auch Aussagen oder Verallgemeinerungen, denen ich nicht oder nur teilweise zustimme. Und das kann ich feststellen und akzeptieren. Ich finde es aber nicht akzeptabel, dass es anscheinend absolut perfekte, inklusive FemistInnen gibt, deren einzige Aufgabe es ist, nach Fehlern oder Gründen zu suchen, warum eine bekannte, weiße, privilegierte cis Frau, auf keinen Fall eine "richtige" Feministin sein kann, absolut alles falsch ist, was sie sagt und sie dann runter zu machen und bloßzustellen. No go für mich. Ich fühle mich nach Beenden des Buches vor allem verbunden. Nicht mit Sophie Passmann, sondern mit Frauen. Ich würde gern sagen mit allen Frauen, aber ich kann nicht aller Frauen Lebensrealitäten nachvollziehen.
Ein Hörbuch das ich an einem Stück durchgehört habe. Sehr authentisch und persönliches Buch der Autorin, dass sie selbst eingesprochen hat.
Ein sehr persönliches Buch der Autorin, die kritisch und reflektieren auf ihre Vergangenheit schaut. Vor allem die heutige Sicht auf die damalige Zeit, auf ihre Vergangenheit und ihre eigene Erfahrung und wie sie heute darüber denkt. Zudem geht es um "Pick me girls". Was steckt dahinter und der Frage, war etwa Meridith Grey aus Greys Anatomy eins der ersten Pick me Girls? Pick me. Choose me. Love me. Sehr flüssig erleben wir zwischen Zusammenhänge von Scham und Schweigen, ihre Unzufriedenheit mit sich selbst und wie sie zu der Person wurde, die sie heute ist. Kritisch beäugt sie das damalige und heutige Frauenbild. Eine lohnenswerte Biografie, dass viel mehr thematisiert als man denkt. Kann ich nur empfehlen!
Ich feier dieses Buch!
Mich hat dieses Buch total ergriffen und schock-überrascht! Ich kann alles, was Sophie schreibt, zu 100% unterschreiben und hatte das Gefühl, sie beschreibt mich, meine Jugend und mein Erlebtes zu 100%! Durch dieses Buch zu erkennnen, gar nicht alleine mit all dem Erlebten zu sein, ist gleichermaßen berührend, erleichternd und auch erschütternd zugleich! Ich feier dieses Buch sehr und bin Sophie Passmann unglaublich dankbar, all das Komplexe in so klare und so extrem ehrliche Worte zu bringen! Ich empfinde einen starken Wunsch nach mehr Offenheit unter uns Frauen und mehr Verschwesterung! Mich hat es extremst abgeholt!

Welche Frau wärst du, wenn es das Patriarchat nicht gäbe?
Sophie Passmans Buch „Pick Me Girls“ wollte ich lesen, weil ich ein höchst ambivalentes Verhältnis zu ihr habe. Manchmal finde ich sie saucool, interessant, inspirierend und klug. In anderen Phasen muss ich sie hingegen meiden, weil ich sie kindisch, überzogen, zu unkritisch und nichtssagenden finde. Damit meine ich natürlich nicht Sophie als Privatperson, sondern Sophie Passmann als Person des öffentlichen Lebens, die in Podcasts und Shows auftritt und auf ihrem Instagram Kanal unterhält. Man könnte sagen „Pick Me Grils“ hat dieses Verhältnis perfekt auf den Punkt gebracht, weil es all diese Aspekte in sich trägt. In ihrem Memoir setzt die Autorin sich auf verschiedene Lebensphasen und -situationen bezogen damit auseinander, wie fremdbestimmt oder besser Männerbestimmt ihr Verhalten war. Wie sehr sie sich nach männlicher Anerkennung sehnte, danach im männlichen Blick als eine gute Frau registriert zu werden, die umanstrengend, cool und schön ist. In ihrer offenen Art bringt Sophie den Lesenden näher, dass eigentlich jede Frau zumindest Teile dieser Prägung kennen, die bereits im Kindesalter beginnt und im Teenie Alter perfektioniert wird. 👍 Was mir gut gefallen hat: Ich habe mich an vielen Stellen im Text wiedererkannt, hab mich verstanden gefühlt oder hatte die Erkenntnis, dass es anscheinend anderen Frauen in vielen Dingen genauso geht wie mir. Sophie formuliert einige sehr kluge Gedanken und stellt sie völlig ungeschönt zur Schau, die Gefahr in Kauf nehmend, dass Kritiker*innen Textteile völlig auseinander nehmen, weil sie widersprüchlich sind oder peinlich. Ich würde behaupten, in diesem Buch steckt eine riesige Portion Mut und auch wenn ich während des Lesens manchmal Zweifel hatte, ob Sophie die Meinung der anderen zu bestimmten Themen wirklich so egal ist, muss ich am Ende des Buchs anerkennen, dass es ihr zumindest so egal ist, dass sie sich traut, es zu veröffentlichen. 👎 Was mir nicht so gut gefallen hat: Das was mich immer stört, wenn ich Sophie gerade wieder doof finde: Ihre Verallgemeinerungen. Sie schreibt von ihren persönlichen Erfahrungen und bezichtigt alle Frauen, die selben gemacht zu haben. Vielleicht meint sie es nicht so, aber wenn man „alle Frauen“ schreibt, dann versteht man es eben so. „Viele Frauen“ oder „manche Frauen“ hätte mir da deutlich besser gefallen. Und wie das mit Memoiren so ist, waren ein paar einfach belanglos für mich als Leserin. ✌️ Fazit: Wenn man es schafft„Pick Me Girls“ als die persönliche Erfahrung und Auseinandersetzung der Autorin zu lesen, ist es witzig, leicht zu lesen, bringt AHA-Effekte und auch Tiefsinnigkeit. Man muss bloß über die vielen Verallgemeinerungen und manchmal auch Widersprüche hinweg lesen und darf nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen. Herzlichen Dank @kiwi_verlag für das Rezensionsexemplar 🧡
Hat mich nachdenken lassen und in meiner Weltanschauung weitergebracht
Sophie Passmann wie man sie kennt und liebt, nimmt das Bild von Pick-me-Girls soweit auseinander, dass ich jetzt keine Frau mehr so nennen möchte. Extrem persönlich hat sie ausgearbeitet, warum sie jahrelang neidisch darauf war, wenn ihre Freundinnen belästigt worden sind, weil sie die männliche Validierung als die einzig Wahre erdachte. Auch der Abschnitt über Schönheitseingriffe ist super klug und einfühlsam. Man kann an sich selber nichts machen lassen, ohne unterbewusst auch allen anderen Frauen damit zu sagen, dass sie mit ihren Lippen oder Hintern nicht schön genug sind um den Schönheitsstandards gerecht zu werden. Klare Leseempfehlung!
🧡🫂🧠| "Ich bin genau wie andere Frauen und meinetwegen bin ich auch völlig anders. Meistens will ich aber nur in Ruhe in die Sauna."
In "Pick me Girls" von Sophie Passmann, "beichtet" die Autorin, dass sie selbst ein "Pick me Girl" war, oder sogar zu Teilen auch (noch ) ist, und deutet dabei mit ausgestrecktem Zeigefinger auf die Frauen- und Männerwelt. Ich muss gestehen, dass ich anfängliche (und nicht unbedeutende) Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Im Groben und Ganzen ist "Pick me Girls" ein gutes, solides Buch, mit wichtigen Aussagen und Gedanken, jedoch mit Ecken und vielen Kanten - was irgendwie auch die Pointe des Buches ziemlich gut wiederspiegelt! Sophie Passmann hat einen besonderen Schreibstil. Der oder die Lesende muss sich also auf lange, verschachtelte Sätze mit vielen Kommata gefasst machen. Für mich hat sich das Buch somit sehr gezogen. Andererseits überzeugte mich der Sinn dieses Buches mit Passagen wie "Der Popfeminismus ist so perfekt darin geworden, jede individuelle Entscheidung einer Frau so umzudeuten, dass sie als Feminismus durchgehen kann, völlig unabhängig davon, ob diese individuelle Entscheidung überhaupt als Feminismus benannt werden möchte." oder "Ich glaube in Zufriedenheit liegt eine feministische Sprengkraft, die keine andere Gefühlsregung zulässt." - Im Zuge des Buches beschreibt Sophie Passmann das Meta-Paradoxon "Pick me Girl" und hinterfragt diesen vermeintlichen Antifeminismus mit einem selbstbewussten Zeigefinger auf die Welt... Buchgenre: Roman 📖 // Gelesen (Deutsch)

Frauenbilder und Selbstwahrnehmung. Coming of Age mit Feminismus, Selbstreflexion, Körperwahrnehmung und Popkultur. Fand ich wieder gut und besser als komplett Gänsehaut.
Die Bezeichnung "Pick me girl" wird vor allem in den Sozialen Medien, wie TikTok, Instagram und Co. benutzt. Der Ausdruck kommt aus dem Englischen. "Pick me" kann mit "nimm mich" ins Deutsche übersetzt werden. Der Begriff spielt auf Frauen an, die glauben, dass sie "anders sind" als die anderen Frauen und beziehen sich dabei auf angebliche stereotypische Verhaltensweisen. "Pick me girls" möchten sich so gesehen abgrenzen von den "typischen" weiblichen Interessen und erhoffen sich dadurch vom männlichen Geschlecht als attraktiver wahrgenommen zu werden. Zudem tun sie so als hätten sie Interesse an wiederum "typischen" männlichen Aktivitäten, um deren Aufmerksamkeit zu erlangen. Im Grunde genommen kann man bei "Pick me girls" von der weiblichen Version eines simp sprechen. (,Zitat Netzwelt.de) Sophie Passmann schreibt wieder einen tollen Fließtext, kein Sachbuch oder Roman, über das Erwachsenwerden und die Lebenswirklickeiten von weiblichen Personen und all den Problemen und Sorgen, die damit verbundene sind. Sie betrachtet ihre Kindheit und Jugend mit ihren Erfahrungen Ängsten, Sorgen und reflektiert die äusseren Einflüsse darauf und die Folgen für Sie Coming of Age mit Feminismus, Selbstreflexion, Körperwahrnehmung und Popkultur. Fand ich wieder gut und besser als komplett Gänsehaut.
Regt zur Diskussion an
Ich bin tatsächlich mit dem Gedanken an ein eher klassisches Sachbuch herangegangen, schnell wurde jedoch klar, dass es sich vielmehr um ein sehr persönliches Buch handelt (fast wie eine Aufarbeitung ihrer eigenen Kindheit und Jugend). Sehr direkt und ehrlich beschreibt Sophie, wie äußere Erwartungen das eigene Denken prägen können. Dabei ist der Text fast durchgehend kritisch, gegenüber gesellschaftlichen Strukturen, aber auch sich selbst gegenüber. Gerade diese Aspekte haben das Buch für mich sehr stark gemacht. Allerdings muss ich sagen, dass für mich persönlich oft zu stark verallgemeinert wurde. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Raum für andere weibliche Lebensrealitäten und Biografien gewünscht. Dieser Kritikpunkt ergibt sich für mich allerdings auch daraus, dass ich, wie anfangs erwähnt, mit einer anderen Erwartung an das Buch herangegangen bin. Gibt es eine Leseempfehlung von mir? Definitiv, denn das Buch regt zum Nachdenken und zur Diskussion an! Nicht, weil es alle Antworten liefert, sondern weil es Fragen stellt, die unbequem sein können. 🙌
"Wahrscheinlich will ich im Grunde mich als Kind umarmen"
Ein sehr persönliches Buch und doch so allgemeingültig. Welche Frau kennt es nicht, das schambehaftete Erwachsenwerden. Sophie Passmann erzählt über wesentliche Abschnitte ihres - schambehafteten - Erwachsenwerdens. Dieses Buch will Erfahrungen erzählen, nicht mehr und nicht weniger! Und dafür bin ich dankbar, weil wir mehr Frauen brauchen, die ihre Geschichten erzählen, damit gerade die jungen Mädchen sehen, dass sie nicht komisch sind, dass viele vor ihnen genau die gleichen Geschichten erlebt haben. Der nächste Schritt für die Gesellschaft sollte aber sein, dass Kinder/Teenager erst gar nicht gewisse Erfahrungen machen müssen. Man wird auch eine hervorragende erwachsene Frau, wenn man in jungen Jahren nicht belästigt wird, wenn man morgens nicht mit Selbstzweifeln in den Spiegel guckt. Aber das ist eine Aufgabe, die die Gesellschaft umsetzen muss! Ich empfehle dieses Buch jedem Geschlecht in jedem Alter! Lies es und hinterfrage Muster, weil glaub mir, jede Frau hat zumindest teilweise solche Erfahrungen gemacht. Egal ob Ehefrau, Freundin oder Tochter. Und wenn jetzt jemand sagen möchte "Jungs haben es auch nicht leicht". Ja, aber das wissen wir ja aus unzähligen Coming of Age-Geschichten. Diese Realität wurde schon umfangreich thematisiert jetzt ist eine andere Realität dran und das ist gut so!
Ich will mehr Dieses hier ist mein erstes Buch von Passmann, doch ich will jetzt schon mehr von ihr lesen. Kennengelernt habe ich die Autorin bei den fünfzehn Minuten von Joko und Klass und letztens wieder entdeckt bei einem Podcast, den ich sehr schätze. Damit war für mich klar, ich werde ihre Bücher lesen beziehungsweise hören. Und hiermit fing es an. Unter Pick me Girls habe ich auch immer genau das erwartet, was Passman hier erläutert: Das ist son Girl, wie Meredith aus Greys Anatomy, die ihm sagt, er solle sie wählen. Falsch gedacht, denn es ist son Girl, wie ich es lange Zeit war. Krass! Nachdem ich damit dann klarkam, polterte die Autorin mit einem Ding nach dem nächsten durch die Seiten und hat mir wieder einmal gezeigt, wie wenig ich über Feminismus weiß, obwohl ich mich als Feministin bezeichnen würde. Vor allem aber hat sie mir gezeigt, dass es so viele Frauen und Mädchen da draußen gibt, die genauso struggeln wie ich. Sei es mit ihrem Körper, ihrer Einstellung oder ihrem Selbstvertrauen. Wahnsinnig gutes Buch und perfekt auf den Punkt gebracht, ich bin gespannt, wann Passmann das nächste große Ding raushaut. Als Autorinnenlesung übrigens absolut zu empfehlen. Ich liebe es, wie sie ihre eigenen Bücher liest.
Das Buch von Sophie Passmann bietet sehr viele private und intensive Einblicke in ihr Leben, aber auch in das Leben eines Mädchens und einer Frau im allgemeinen, die versucht einen Platz in der Gesellschaft und vorallem sich selber zu finden. In einigen ihrer Erzählungen konnte ich mich selber wiederfinden. In anderen fiel es mir allerdings schwer dranzubleiben. Ihrem Schreibstift ist teilweise sehr schwierig zu folgen. Sie schreibt teilweise so lange verschachtelte Sätze, dass der Satz gerne mal über mehrere Zeilen geht. Doch alles in allem ist es ein gelungenes Buch mit klarer Message, von dem ich mir gewünscht hätte, es wäre 10 Jahre früher erschienen - vielleicht hätte das einige Phasen des Erwachsenwerdens und sich finden erleichtert. Aber auch jetzt immer noch hilfreich mit vielen Aussagen, die man vielleicht eh weiß, aber trotzdem einfach öfter hören sollte.
Selbstreflexion•Gesellschaftskritik
„Pick me Girls“ von Sophie Passmann ist eine satirische Auseinandersetzung mit dem Phänomen der „Pick Me“-Frauen, die sich auf unterhaltsame Weise kritisch mit Rollenklischees und Genderdynamiken auseinandersetzt. Mit einer Bewertung von 3/5 zeigt das Buch seine Stärken in Passmanns pointiertem Schreibstil und ihrem Humor. Passmann bringt wichtige Themen hervor, doch die satirische Herangehensweise kann den Zugang zu den tieferen Schichten ihrer Kritik erschweren.
Sophie Passmanns bestes Buch!
Nachdem ich alte weiße männer enttäuschend fand (größtes problem: schlichtungsversuch/ kaum reflektierte bühne für weiße alte männer) und komplett gänsehaut inhaltlich ad absurdum führend bin ich froh, doch noch zum dritten Buch von Sophie Passmann gegriffen zu haben. Was lange währt wird endlich gut, oder so. Sicher sind Sophies Gedanken keine in Stein gemeißelten Wahrheiten, aber das müssen sie gar nicht sein. Dafür sind sie umso klüger, selbstironischer, reflektierter und aufschlussreicher. Fazit: kluge, dezidierte essays, die sich sinnvoll zu einer spannenden perspektive auf weibliches erwachsenwerden fügen - und einen interessanten blick darauf bieten, wieso pick me girls vielleicht nicht der erzfeind der feministen sein sollten.
Wenn wir ehrlich sind, wollen wir alle Pick me Girls sein, weil wir drauf getrimmt werden.
Nicht die klassische Literatur, die ich normalerweise lese – aber im Laden dachte ich mir: Warum eigentlich nicht? Und ich bereue es nicht. Ich würde mich selbst wirklich nicht als Feministin bezeichnen. Aber beim Lesen war ich überrascht, wie oft ich mich in den Geschichten und Gedanken wiedergefunden habe. Besonders wenn man an die Jugend zurückdenkt, merkt man, wie sehr man damals (und manchmal auch heute noch) darauf bedacht war, zu gefallen, reinzupassen, nicht “zu viel” zu sein. Das Buch hält einem auf eine ehrliche, manchmal auch unangenehme Weise den Spiegel vor – aber genau das macht es so lesenswert. Es ist kein typischer erhobener Zeigefinger, sondern eher ein „Schau mal, vielleicht erkennst du dich hier wieder“. Und das tut man. Oft. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt – auch (oder gerade) wenn man nicht alles sofort unterschreiben würde.
In »Pick me Girls« möchte Sophie Passmann insbesondere der jüngeren Frauenwelt was mitgeben. Mit Erfahrungen, Gedanken und Einstellungen geht sie durch verschiedene Verhaltensmuster und dabei auch durch ihre eigene Vergangenheit. Sie spricht schonungslos ehrlich misogyne und sexistische Muster an, Probleme, die sie im Feminismus stellenweise sieht, und natürlich, was es mit dem Begriff »Pick me Girls« auf sich hat. Ich konnte beim Lesen, besonders am Anfang des Buchs, extrem viel nachempfinden und hab mich stellenweise von dem Geschriebenen sehr abgeholt gefühlt. Anderes konnte das dafür gar nicht. Es kann (jedenfalls für mich) auch nicht alles zu 100 Prozent nachvollziehbar sein, da vieles doch sehr persönlich ist. Für mein Empfinden hatte das Buch einen sehr biografischen Charakter, da sich das Buch nicht mit Statistiken, Studien oder feministischer Geschichte auseinandersetzt, sondern man vielmehr durch die Augen von Sophie Passmann blickt - und der Leser (wie ich) hoffentlich eine Menge bestätigen oder unterstreichen kann. Damit ist allerdings auch klar: das Buch ist nicht universell, da die Autorin eben nicht für alle, sondern nur für ihre „Bubble“ entsprechend ihrer Erfahrungen spricht. Ich finde das persönlich nicht dramatisch, konnte eine Menge aus dem Buch und einige Punkte als Gedankenanstoß mitnehmen. Es sollte meiner Meinung nach aber entsprechend mehr solcher Bücher geben, um exemplarische Erfahrungen zu erweitern, damit sich umso mehr Frauen gesehen und abgeholt fühlen. Der Ton ist direkt und unverblümt, hatte aber stellenweise auch einen sehr verurteilenden Unterton, den ich nicht immer gut fand. Für mich war dieses Buch insgesamt aber sehr bereichernd und ich hatte in erster Linie Spaß beim Lesen und kann für »Pick me Girls« eine Leseempfehlung aussprechen.
Ja, noch eine weitere Passmann-Rezension. Ich habe das Buch im Frühjahr, recht kurz nachdem bekannt wurde, dass ein neues Buch von Sophie Passmann erscheint, bestellt. Hätte ich es gekauft nach all den Diskussionen in den letzten Wochen rund um Sophie Passmann? Vermutlich eher nicht. Zugegeben. Ich war lange Fan von Sophie Passmann. Wir sind beide im selben Jahrgang geboren, ich konnte mich lange zumindest an einigen Stellen gut mit ihr identifizieren. Aber beim Lesen des Buches ist mir klar geworden, dass wir uns in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Das Thema klingt erstmal verheißungsvoll. Man hätte ein gutes Sachbuch darüber schreiben können, warum Frauen im Patriarchat (eher unfreiwillig) zu Pick Me Girls werden. Dies wurde im Buch zumindest angerissen. Aber letztendlich handelt es sich für mein Empfinden um eine sehr lange Kolumne, die vor allen Dingen aus den persönlichen Erfahrungen von Sophie Passmann besteht. Ich bin mir sicher, dass es viele gute Studien und wissenschaftliche Quellen gibt, mit der man diese Anekdoten hätte untermauern können. Leider ist dies aber gar nicht passiert. Stattdessen geht es alleine um die Erfahrungen von Sophie Passmann. Klar, mit denen können sich viele Personen identifizieren. Aber sie sind halt auch eins: Weiß und privilegiert. Diese Selbstreflexion hat mir leider komplett gefehlt. An einer Stelle schreibt sie, dass dieses Buch „vielleicht am allermeisten für mich ist.“ Und ja, bei diesem Eindruck würde ich sofort mitgehen. Das Thema hätte in meinen Augen viel Potenzial gehabt. Leider wurde dies absolut nicht genutzt, da die persönlichen Erfahrungen von Sophie Passmann im Vordergrund stehen. Umso mehr würde ich mir jetzt ein Buch zu dem Thema z. B. von Ann-Kristin Tlusty oder Margarete Stokowski wünschen. 2,5 ⭐️
Sophie Passmann ist so alt wie ich. Das macht sie mir direkt sympathisch. Wir sind zur selben Zeit aufgewachsen, haben ähnliche Filme gesehen, sind von ähnlichen Serien beeinflusst worden und gehören demnach zur selben Generation Frau. Ich kann sehr gut nachvollziehen, was sie in "Pick me Girls" schreibt und erzählt. So vieles davon finde ich in meinem eigenen Lebenslauf wieder.. es ist eben genau so, wie sie beschreibt: du bist nicht allein. Du bist nicht die Einzige. Es sind so viele, die dasselbe erleben. Und genau das kann man aus diesem Buch mitnehmen: wir sind nicht allein.
Eine Perspektive des Frau-Seins, aber nicht die Perspektive aller Frauen
Ich bin sehr zwiegespalten. Passmann redet hier über ihre Erfahrungen als Frau und teilweise bin ich froh, dass gewisse Dinge angesprochen werden und bei anderen denke ich mir, dass ein Hinweis, dass das nicht für alle gilt, noch gefehlt hätte. Am Ende sagt sie, dass das Buch für junge Mädchen sei. Ich weiß nicht, ob mir dieses Buch als junges Mädchen geholfen hätte. Zu viele Erfahrungen habe ich nicht gemacht oder Situationen anders erlebt. Zu viele Gedanken hatte ich nicht und die, die ich hatte, bei diesen hätte ich durch dieses Buch keinen Mehrwert bekommen. Es ist eine Perspektive des Frau-Seins, aber nicht die Perspektive aller Frauen.
Ich bin sehr zwiegespalten, was das Buch angeht. Zum einen hat mir das Buch spannende Denkanstöße gegeben. Zum anderen fand ich vieles viel zu simpel runtergebrochen und wirklich nicht auf alle Frauen übertragbar. Ich fühlte mich gesehen und gleichzeitig auch so gar nicht. Sprachlich mochte ich das intelligent Humorvolle und fand die unnötig lang verschachtelten Sätze anstrengend. Und am Ende liegt die "Wahrheit" über das Buch vielleicht irgendwo dazwischen.
Zwiegespalten
Ich hatte schon viel von Sophie Passmanns Buch Pick Me Girls gehört und habe mich sehr gefreut als ich es als Rezensionsexemplar lesen durfte. Doch leider bin ich etwas Zwiegespalten was das Buch an geht. Auf der einen Seite bin ich ganz bei Sophie Passmann und denke mir, dass ich dankbar dafür bin, dass noch mal deutlich gemacht wird, welchen inneren Kampf wir Frauen führen und wie wir durch die Umwelt zu dem geformt wurden, wie wir für diese zu sein haben. Doch auch der Aufruf anders zu sein und welche Zweifel damit einher gehen. Auf der anderen Seite habe ich mich beim Lesen mancher Abschnitte echt schlecht gefühlt. Ob das am Inhalt selber oder der von mir reininterpretierte Ton des Geschriebenen war kann ich nicht so recht sagen. Das Fazit für mich ist, dass wir Frauen nicht alleine sind und alle ähnliche Päckchen zu tragen haben. Wir sollte anders sein und uns von den Vorstellungen der, vor allem männlichen Gesellschaftsnormen, frei machen.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Sophie Passmann hat mit »Pick me girls« nicht nur ihr persönlichstes Buch geschrieben, sondern auch eine kluge Auseinandersetzung mit dem männlichen Blick. Ihr Memoir zeichnet ein stellvertretendes Frauenleben nach und wirft die Frage auf: Welche Version von ihr selbst hätte Sophie Passmann sein können, wenn das Patriarchat nicht existieren würde?
»Ich bin nicht so wie andere Frauen«, ist der typische Satz eines pick me girls . Wahrscheinlich haben die meisten Frauen diesen Satz mal gedacht, nicht nur in der unbewusst-misogynen Abgrenzung zu einem ganzen Geschlecht, sondern als Herabwürdigung des eigenen Selbst – man ist nicht so dünn und hat keine so gute Haut wie alle anderen Frauen. Wenn man als Frau geboren wird, kommen die Selbstzweifel ab Werk. Spätestens in der Pubertät wird man mit der goldenen Regel konfrontiert, die zwar nirgendwo geschrieben steht, aber als allgemeingültig gilt: Der männliche Blick, das Begehrtwerden ist die höchste Währung.
Warum wir alle pick me girls sind und welche Unmöglichkeiten Sophie Passmann und höchstwahrscheinlich auch jede andere Frau im Laufe ihres Lebens ertragen muss, das seziert Sophie Passmann so scharf und klug wie keine andere.
Book Information
Author Description
Sophie Passmann, 1994 geboren, ist Autorin, Satirikerin und Moderatorin. Ihr Buch »Alte weiße Männer« stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, »Komplett Gänsehaut« und »Pick me Girls« stiegen sofort auf Platz 1 ein. Das Theaterstück zu »Pick Me Girls« von und mit Sophie Passmann wird seit mehr als einem Jahr am Berliner Ensemble aufgeführt – jede Aufführung ist in kurzer Zeit ausverkauft. Ihr Solo-Podcast »Der Sophie Passmann Podcast« ist ein riesiger Erfolg und erreicht seit März 2025 wöchentlich eine große und treue Hörer:innenschaft über Streamingplattformen und YouTube.
Posts
Ein Buch, dass nachhallt❤️🔥🥰! Hörbuch 🎧
"Pick me Girls", von Sophie Passmann geschrieben und gelesen, war ein richtig gutes Hörbuch (Leseempfehlung inklusive hier oben 😄🥰). Dieses Buch setzt sich nicht nur mit dem Patriachismus auseinander, sondern auch mit der toxischen, sowie verletzlichen Weiblichkeit und dem Feminismus etc. und ist auch ein sehr persönliches Buch der Autorin. Sie schrieb es für andere heranwachsende Frauen und irgendwie auch für sich selbst (wie selber sagt).☺️ Unverblümt, ungeschönt und sehr direkt (❤️🔥) führt Sophie Passmann einem vor Augen, was die Filmbranche, Zeitschriften, Gesellschaft und Elternhaus etc. heranwachsenden Teenagern versuchen zu erzählen und das dieses sehr prängend ist, für die Zeiten im Erwachsenenalter. An manchen Stellen im Buch fühlte ich mich so komplett in meine Jugend zurückversetzt, womit ich echt nicht rechnete✌🏻😄. Hin und wieder teilte ich nicht ihre Meinung, dann wiederum schmunzelte ich und lachte ich. Und egal, was man erlebte... Irgendwie haben wir ähnliche Dinge erlebt und Entscheidungen getroffen, die uns heute ausmachen. Wir sind Alle irgendwie doch uns sehr ähnlich, als dass der Satz greifen könnte:"Ich bin anders als andere Frauen."❤️🔥
Pick me Passi
Passmann bewegt sich in einem emotionalen Spannungsfeld zwischen Selbstmitleid, Frauenverachtung und Überheblichkeit, wobei sie in einem imaginären Raum agiert, in dem sie keine Beweise für ihre Ansichten liefern muss.Es ist erstaunlich, wie jemand derart interessante Gedanken formulieren kann, ohne dabei logische Argumente aufzustellen. Es entsteht der Eindruck, dass Passmann ihren Selbsthass auch anderen Frauen wünscht, nur um das Gefühl der Einsamkeit zu überwinden.Im Grunde ist dies ein Buch von einer Frau, die laut eigener Aussage plötzlich schön wird und damit nicht umgehen kann. Das ist frustrierend, denn Feminismus ist keine Frage der Fuckability. Dennoch ist das Buch auf eine komische Art relateable, man findet sich in einigen Erzählungen wieder und man bleibt verwirrt zurück.
Auf jeden Fall lesenswert
Ich habe ein wahnsinnig augenöffnendes Buch hinter mir. Sophie Passmann schildert eindrucksvoll Erfahrungen junger Frauen in einer modernen Welt, in der sich Männer nicht so modern benehmen, wie es angebracht wäre. Und nein, Männer sind nicht das einzige Hindernis in dieser Gleichung. Eine durchaus berechtigte Gesellschaftskritik, die schon zu Teenager-Zeiten anfängt. Gerade die ersten Kapitel, besonders das über Tumblr, waren für mich, „so relatable“. Das Buch regt definitiv zum nachdenken und bei vielen hoffentlich auch zum Umdenken an. Auch wenn ich befürchte, dass ein großer Teil der sinnvollsten Zielgruppe dieses Werk nicht lesen wird sondern höchstens beim Schrottwichteln als Gag-Geschenk verschenken würde. Häufig frage ich mich, ob ich nicht das männliche Pendant zu einem Pick Me Girl bin.

Es fühlt sich an wie eine Versöhnung mit dem eigenen Teenager-Selbst.
Sie spricht in vielen Punkten aus meinem Herzen und gibt mir das Gefühl, mich für frühere Dinge, Gedanken, Emotionen nicht schämen zu müssen, sondern sie einfach als Teil meines Wachstums zu sehen und jetzt das Beste draus zu machen.
Pick Me Girls von Sophie Passmann ist für mich ihr bislang ehrlichstes, persönlichstes und zugleich wichtigstes Buch. Mit großer Offenheit und viel Selbstironie beschreibt sie Verhaltensweisen, Denkmuster und Prägungen, die viele Frauen – besonders Millennials – nur allzu gut kennen. Gerade diese schonungslose Ehrlichkeit macht das Buch so stark. Passmann schreibt über Feminismus ohne belehrend zu sein oder den moralischen Zeigefinger zu heben. Stattdessen nimmt sie die Leser*innen mit in ihre eigenen Widersprüche, Unsicherheiten und Lernprozesse. Sie zeigt, wie das Aufwachsen in einer Zeit zwischen Popkultur, Schönheitsidealen und internalisiertem Sexismus viele von uns geprägt hat – oft subtiler, als man es wahrhaben möchte. Ich habe mich beim Lesen immer wieder ertappt gefühlt, musste schmunzeln, manchmal schlucken, mich aber vor allem verstanden fühlen. Das Buch regt stark zur Selbstreflexion an, ohne zu verurteilen, und schafft genau dadurch einen ehrlichen Zugang zu feministischen Fragen. Ein kluges, relevantes und sehr persönliches Buch, das lange nachwirkt und für mich ein absolutes Lesehighlight ist.

Zwiegespalten
Ich mag Sophie Passmann super gerne und habe mich auf das Buch gefreut. Im Großen und Ganzen ein wichtiges Thema, aber im Endeffekt ist mir die Message nicht ganz klar. Es zeigt größtenteils auf, wie Millennials im Patriarchat zu Frauen wurden und wie schambehaftet dieses Teils war. Ich habe mich in vielen Passagen wiedergefunden, mehr aber auch nicht. Die Sätze waren mir oftmals zu verschachtelt und es fehlte der rote Faden.
Dieses Buch hätte ich gerne mit Anfang 20 gelesen.
Es hält einem auf ehrliche und schonungslose Weise den Spiegel vor. Sophie Passmann spricht Wahrheiten aus, die weh tun können. Ich habe mich in einigen Beschreibungen wiedererkannt und gemerkt, wie tief die gesellschaftliche Erwartungen von Anfang an uns prägen. Dieses Buch schafft Klarheit und ermutigt zur Selbstreflexion. Gerne hätte ich das Buch mit Anfang 20 gelesen. Hier wird sich mit den Rollenbildern, Selbstwert und weiblicher Identität ehrlich auseinandergesetzt.
"Ich wusste das ich mit Anfang 20 jung war, dass ich aber auch außerordentlich dumm war, fiel mir erst Jahre später auf."
Sophie Passmann spricht hier Aber tausenden Mädchen aus der Seele. Ich habe mich hunderte Male wiedergefunden und so viele Situationen nach empfinden können. Ich habe Pick me Girls als Hörbuch gehört und habe es sehr geliebt Sophie Passmann zuzuhören. Sie benennt auf den Punkt genau die Leben und Leiden junger heranwachsender Mädchen und beschreibt das kollektive Trauma das viele Frauen erlebt haben. Eine ganz große Empfehlung und das in dem Fall mal nicht für Männer, sondern für die jungen Mädchen die heute heranwachsen. Ich wünschte ich hätte dieses Hörbuch mit 14 hören können bzw das Buch lesen. Vielleicht wären mir so einige Sachen erspart geblieben.

„Ich war nicht direkt hässlich, ich war nur für Männer, die ich im Alltag treffen musste, in der Regen nicht sexuell verwertbar genug, um mich mit Anstand zu behandeln.“ „Ja, unsere Mütter waren auch nur Kinder ihrer Mütter. Aber manche Frauen, die heute eben erwachsen geworden sind mit Kylie Jenner und Drive-by-Botox-Terminen, werden auch Mütter. Irgendeine Generation muss also anfangen, es besser zu machen.“ „Ich hatte nicht versucht, besser auszusehen, sondern einfach weniger, wie ich selbst.“ „Ich war auch ‚anders als die anderen Frauen in meinem Alter‘, das ist ein Satz, den Dozenten und Lehrer sagen, wenn sie Frauen treffen, die bereits als Teenager genauso klug sind wie sie selbst als Erwachsene.“ „Frauen sind Pick me Girls, weil es einfach ist. Es ist einfacher, sich zu überlegen, wer man eigentlich sein könnte. Es ist einfacher, als sich damit zu konfrontieren, aus welchen Gründen man was mit sich machen lässt.“
Erstmal habe ich gefühlt das ganze Buch mit Post it’s markiert. 😅🫣 „Pick me girls“ war für mich das allererste feministische Buch, was auch langsam mal Zeit wurde, weil ich mich selbst auch als Feministin bezeichne und identifiziere. Dieses Buch war eines der wenigen, was mich seit Monaten mal wieder dazu motiviert hat, weiterzulesen und wo ich unglaublich viel Lust hatte, dazuzugreifen und weiter zulesen. Ich fand es sehr spannend, das Buch zu lesen und konnte viele Aspekte gut nachvollziehen und konnte mich selbst auch oft wieder finden in dem, was Sophie Passmann über ihre eigene Jugend geschrieben hat. Zwar sagt die Autorin, dass das Buch keine Autobiografie ist, aber trotzdem ist es einfach die Erzählung und die rückblickende Meinung und Sicht auf ihre Jugend aus heutiger Sicht und über die Frau, die sie heute ist. Sie hat das zu Papier gebracht, was so viele andere Frauen denken und sich wenige trauen, auszusprechen. Jedoch fand ich, dass sie einige Sachen sehr verallgemeinert hat oder in „dchwarz weiß“ dargestellt hat. Trotzdem ein gutes Buch, was weder mein letztes feministisches Buch war, noch mein letztes von Sophie Passmann. Ich freue mich jetzt schon auf all die weiteren feministischen Bücher! 🥳🫶✨

„Ich wollte immer gefallen – vor allem Männern. Und dabei habe ich mich selbst verloren.“
Pick Me Girls ist kein gemütlicher feministischer Essay – es ist ein harter, schonungsloser Blick auf das eigene Frausein. Sophie Passmann erzählt mit brutaler Ehrlichkeit von ihrer Jugend, von Schönheitsdruck, Essstörungen und dem tief verinnerlichten Wunsch, „richtig“ weiblich zu sein. Sie beschreibt, wie sie sich damals von anderen Frauen abgrenzte, nicht aus Bosheit, sondern aus einem verzweifelten Versuch, irgendwo dazuzugehören – und von Männern gesehen zu werden. Beim Lesen habe ich mich in vielem wiedererkannt. Passmann bringt Erfahrungen und innere Widersprüche auf den Punkt, für die ich lange keine Worte hatte. Das war oft unangenehm – nicht, weil sie übertreibt, sondern weil sie so treffend beschreibt, was viele kennen, aber selten aussprechen. Ihr Buch fordert dazu heraus, das eigene Verhalten und Denken neu zu betrachten. Pick Me Girls ist keine Anleitung zur Emanzipation. Es ist ein radikaler, persönlicher Text, der zeigt, wie widersprüchlich und kompliziert weibliche Sozialisation sein kann. Und gerade deshalb ist es so wichtig. Es ist kein Buch für alle. Wer nie mit sich selbst und seinem Platz in der Welt gerungen hat, wird damit vermutlich wenig anfangen können – oder es sogar ablehnen. Aber für alle, die sich irgendwann zwischen Anpassung, Selbstzweifeln und dem Wunsch nach Zugehörigkeit verloren haben, trifft dieses Buch einen wunden Punkt. Und genau darin liegt seine Stärke.

Das richtige Buch zur richtigen Zeit in meinem Leben!
Es ist doch irgendwie beruhigend und erschreckend zugleich wie ähnlich unsere Biografien als Mädchen, Jugendliche und junge Frauen doch sind. Ich habe mich sehr wiederentdeckt in den Schilderung von Sophie Passmann und sie hat mich zum Schmunzeln und Nachdenken gebracht. Ein gutes Buch zum Jahresbeginn, um die eigene Rolle in der (männlichen) Welt zu hinterfragen und dieses Jahr vielleicht in bestimmten Situationen anders zu handeln.
Ich bin nicht die Zielgruppe, das wurde mir schon auf Seite 15 gesagt. Ob dieses Buch meinem 14jährigen Ich geholfen hätte? Ich denke ehr nicht. Und trotzdem bleibt meinem jetzigen Ich eine Passage von Seite 31 - "Ich glaube, dass alle Frauen, die im Patriarchat groß werden, pick me girls sind. Manchmal. Oder früher. Zwischendurch. Als Ausnahme. Oder nur bei einem Mann in ihrem Leben. Je leichtfertiger Frauen anderen Frauen im Namen der feministischen Solidarität vorwerfen, pick me girls zu sein, desto mehr entsteht ein Meta-Paradoxon: Frauen, die anderen Frauen vorwerfen, pick me zu sein, und damit so tun, als seien sie selbst nicht ab und zu pick me, in einer Welt, die Frauen eigentlich nahezu zwingt, zwischendurch pick me zu sein, ist das ultimative pick me: Ich bin nicht wie andere Frauen, denn ich bin nie so."
Ich mag Sophie Passmanns schnellen und sarkastischen Schreibstil. Allerdings muss ich gestehen, dass ich ihren manchmal zackigen Kehrtwendungen nicht immer folgen kann kann oder möchte (bspw. beim Thema Schönheitsoperationen). Allerdings berührt mich ihre persönliche Herangehensweise und auch ich (als alter weißer Mann, wie Sophie Passmann mich wohl bezeichnen würde) kann nach der Lektüre von "Pick me Girls" besser nachvollziehen, was Mädchen und junge Frauen heutzutage durchmachen müssen.
Augenöffnendes Buch über den Kampf von Frauen um Anerkennung von Männern und gegen die eigene Scham
Sophie Passmann reflektiert anhand ihrer eigenen Erfahrungen über ihr Gefühl als Mädchen und Frau ständig falsch und nicht gut genug zu sein. Ihre These ist, dass die Anerkennung der Männer die wichtigste Währung ist und sie beschreibt, wie viele Frauen ihre eigenen Bedürfnisse hinten an stellen und ihre eigenen Grenzen immer wieder überschreiten, um in Männeraugen beliebt zu sein. Sie schreibt, dass sie immer dachte, sie wäre die Einzige, die sich falsch und nicht gut genug fühlt, dabei ist es ein Phänomen, dass die meisten Frauen fühlen. Das Buch ist sehr persönlich geschrieben. Sophie Passmann ruft ihre Meinung in die Welt hinaus und belegt nur anhand ihrer eigenen Lebenserfahrungen. Manchmal wundert man sich daher über ihre Meinungen und nicht immer folgt sie einem roten Faden. Trotzdem: ich mag das Buch. Es ist spannend. Es ist unterhaltsam und macht Spaß und es bietet immer wieder Aha-Momente, in denen man sich als Frau wieder erkennt und über sein eigenes Leben reflektieren kann.
Witzig, ehrlich, schmerzhaft wahr
Pick Me Girls fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise zurück in die eigene Jugend – vor allem für Millenials ✨. Das Buch taucht in die Frage ein: Warum wollten wir eigentlich immer „anders“ oder „besser“ sein als andere Mädchen? Mit viel Witz, klarem Blick und einem sehr ehrlichen Ton erzählt die Autorin vom ewigen Balanceakt zwischen dem Wunsch nach Anerkennung von außen und dem oft mühsamen Weg zu sich selbst. Sie zeigt, wie sehr uns Popkultur, Schönheitsideale und das Patriarchat geprägt haben – oft ohne, dass wir es damals überhaupt gemerkt haben. Beim Lesen erkennt man sich ständig wieder. Es tut manchmal weh, alte Muster und Gedanken wieder hochzuholen – aber das Buch verurteilt nicht. Es streut Salz in alte Wunden, ja, aber es klebt auch liebevoll ein Pflaster drauf 🩹. Der Schreibstil ist super angenehm. Locker, klug, direkt – manchmal zum Lachen, manchmal zum Schlucken. Pick Me Girls ist keine trockene Theorie, sondern fühlt sich an wie ein ehrliches Gespräch mit einer Freundin, die genau weiß, wie sich das alles angefühlt hat 💕. Ein kluges, witziges und absolut authentisches Buch über das Aufwachsen als Mädchen in einer Welt, die oft alles andere als leicht war – und darüber, wie wir heute anders damit umgehen können.

Vielleicht gehöre ich zu den wenigen Menschen die noch nie von Sophie Passmann gehört hatten, war also völlig unvoreingenommen. Spannendes Thema dachte ich. Ich habe mich auch in manchen Teilen des Buches tatsächlich wieder erkannt. Allerdings fehlte mir völlig der rote Faden. Zurück blieb die Frage: Was wollte die Autorin mit diesem Buch erreichen?
Welche Version von mir wäre ich, wenn es das Patriachat nicht gäbe...?
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und da es recht kurz ist und Sophie ihr Buch selbst sehr angenehm gelesen hat, war ich innerhalb kürzester Zeit damit durch. Schreibstil und Tempo waren gut gewählt und leichtgängig. Zum Inhalt kann ich sagen, dass ich nicht immer dergleichen Meinung war, aber wann ist das schon so? Ich habe mich in vielen Situationen wieder erkannt, ich habe mich teilweise ertappt gefühlt und auch ein paar Aha-Momente gehabt. Ich mochte die Vergleiche oder Hinweise auf die Popkultur der 2000er und die manchmal humorvolle und selbstironische Art der Autorin, trotz der teils schweren Kost. Denn in Gänze geht es vor allem um das Patriarchat und wie, vor allem weiblich gelesene Kinder, Teenager und junge Frauen, sozialisiert werden. Nämlich dahingehend die beste, schönste, "unanstrengendste" und unkomplizierteste Version für die Männerwelt zu sein. Es ist erschreckend welche Abgründe sich da auftun. Und ja, es gab selbstverständlich auch Aussagen oder Verallgemeinerungen, denen ich nicht oder nur teilweise zustimme. Und das kann ich feststellen und akzeptieren. Ich finde es aber nicht akzeptabel, dass es anscheinend absolut perfekte, inklusive FemistInnen gibt, deren einzige Aufgabe es ist, nach Fehlern oder Gründen zu suchen, warum eine bekannte, weiße, privilegierte cis Frau, auf keinen Fall eine "richtige" Feministin sein kann, absolut alles falsch ist, was sie sagt und sie dann runter zu machen und bloßzustellen. No go für mich. Ich fühle mich nach Beenden des Buches vor allem verbunden. Nicht mit Sophie Passmann, sondern mit Frauen. Ich würde gern sagen mit allen Frauen, aber ich kann nicht aller Frauen Lebensrealitäten nachvollziehen.
Ein Hörbuch das ich an einem Stück durchgehört habe. Sehr authentisch und persönliches Buch der Autorin, dass sie selbst eingesprochen hat.
Ein sehr persönliches Buch der Autorin, die kritisch und reflektieren auf ihre Vergangenheit schaut. Vor allem die heutige Sicht auf die damalige Zeit, auf ihre Vergangenheit und ihre eigene Erfahrung und wie sie heute darüber denkt. Zudem geht es um "Pick me girls". Was steckt dahinter und der Frage, war etwa Meridith Grey aus Greys Anatomy eins der ersten Pick me Girls? Pick me. Choose me. Love me. Sehr flüssig erleben wir zwischen Zusammenhänge von Scham und Schweigen, ihre Unzufriedenheit mit sich selbst und wie sie zu der Person wurde, die sie heute ist. Kritisch beäugt sie das damalige und heutige Frauenbild. Eine lohnenswerte Biografie, dass viel mehr thematisiert als man denkt. Kann ich nur empfehlen!
Ich feier dieses Buch!
Mich hat dieses Buch total ergriffen und schock-überrascht! Ich kann alles, was Sophie schreibt, zu 100% unterschreiben und hatte das Gefühl, sie beschreibt mich, meine Jugend und mein Erlebtes zu 100%! Durch dieses Buch zu erkennnen, gar nicht alleine mit all dem Erlebten zu sein, ist gleichermaßen berührend, erleichternd und auch erschütternd zugleich! Ich feier dieses Buch sehr und bin Sophie Passmann unglaublich dankbar, all das Komplexe in so klare und so extrem ehrliche Worte zu bringen! Ich empfinde einen starken Wunsch nach mehr Offenheit unter uns Frauen und mehr Verschwesterung! Mich hat es extremst abgeholt!

Welche Frau wärst du, wenn es das Patriarchat nicht gäbe?
Sophie Passmans Buch „Pick Me Girls“ wollte ich lesen, weil ich ein höchst ambivalentes Verhältnis zu ihr habe. Manchmal finde ich sie saucool, interessant, inspirierend und klug. In anderen Phasen muss ich sie hingegen meiden, weil ich sie kindisch, überzogen, zu unkritisch und nichtssagenden finde. Damit meine ich natürlich nicht Sophie als Privatperson, sondern Sophie Passmann als Person des öffentlichen Lebens, die in Podcasts und Shows auftritt und auf ihrem Instagram Kanal unterhält. Man könnte sagen „Pick Me Grils“ hat dieses Verhältnis perfekt auf den Punkt gebracht, weil es all diese Aspekte in sich trägt. In ihrem Memoir setzt die Autorin sich auf verschiedene Lebensphasen und -situationen bezogen damit auseinander, wie fremdbestimmt oder besser Männerbestimmt ihr Verhalten war. Wie sehr sie sich nach männlicher Anerkennung sehnte, danach im männlichen Blick als eine gute Frau registriert zu werden, die umanstrengend, cool und schön ist. In ihrer offenen Art bringt Sophie den Lesenden näher, dass eigentlich jede Frau zumindest Teile dieser Prägung kennen, die bereits im Kindesalter beginnt und im Teenie Alter perfektioniert wird. 👍 Was mir gut gefallen hat: Ich habe mich an vielen Stellen im Text wiedererkannt, hab mich verstanden gefühlt oder hatte die Erkenntnis, dass es anscheinend anderen Frauen in vielen Dingen genauso geht wie mir. Sophie formuliert einige sehr kluge Gedanken und stellt sie völlig ungeschönt zur Schau, die Gefahr in Kauf nehmend, dass Kritiker*innen Textteile völlig auseinander nehmen, weil sie widersprüchlich sind oder peinlich. Ich würde behaupten, in diesem Buch steckt eine riesige Portion Mut und auch wenn ich während des Lesens manchmal Zweifel hatte, ob Sophie die Meinung der anderen zu bestimmten Themen wirklich so egal ist, muss ich am Ende des Buchs anerkennen, dass es ihr zumindest so egal ist, dass sie sich traut, es zu veröffentlichen. 👎 Was mir nicht so gut gefallen hat: Das was mich immer stört, wenn ich Sophie gerade wieder doof finde: Ihre Verallgemeinerungen. Sie schreibt von ihren persönlichen Erfahrungen und bezichtigt alle Frauen, die selben gemacht zu haben. Vielleicht meint sie es nicht so, aber wenn man „alle Frauen“ schreibt, dann versteht man es eben so. „Viele Frauen“ oder „manche Frauen“ hätte mir da deutlich besser gefallen. Und wie das mit Memoiren so ist, waren ein paar einfach belanglos für mich als Leserin. ✌️ Fazit: Wenn man es schafft„Pick Me Girls“ als die persönliche Erfahrung und Auseinandersetzung der Autorin zu lesen, ist es witzig, leicht zu lesen, bringt AHA-Effekte und auch Tiefsinnigkeit. Man muss bloß über die vielen Verallgemeinerungen und manchmal auch Widersprüche hinweg lesen und darf nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen. Herzlichen Dank @kiwi_verlag für das Rezensionsexemplar 🧡
Hat mich nachdenken lassen und in meiner Weltanschauung weitergebracht
Sophie Passmann wie man sie kennt und liebt, nimmt das Bild von Pick-me-Girls soweit auseinander, dass ich jetzt keine Frau mehr so nennen möchte. Extrem persönlich hat sie ausgearbeitet, warum sie jahrelang neidisch darauf war, wenn ihre Freundinnen belästigt worden sind, weil sie die männliche Validierung als die einzig Wahre erdachte. Auch der Abschnitt über Schönheitseingriffe ist super klug und einfühlsam. Man kann an sich selber nichts machen lassen, ohne unterbewusst auch allen anderen Frauen damit zu sagen, dass sie mit ihren Lippen oder Hintern nicht schön genug sind um den Schönheitsstandards gerecht zu werden. Klare Leseempfehlung!
🧡🫂🧠| "Ich bin genau wie andere Frauen und meinetwegen bin ich auch völlig anders. Meistens will ich aber nur in Ruhe in die Sauna."
In "Pick me Girls" von Sophie Passmann, "beichtet" die Autorin, dass sie selbst ein "Pick me Girl" war, oder sogar zu Teilen auch (noch ) ist, und deutet dabei mit ausgestrecktem Zeigefinger auf die Frauen- und Männerwelt. Ich muss gestehen, dass ich anfängliche (und nicht unbedeutende) Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Im Groben und Ganzen ist "Pick me Girls" ein gutes, solides Buch, mit wichtigen Aussagen und Gedanken, jedoch mit Ecken und vielen Kanten - was irgendwie auch die Pointe des Buches ziemlich gut wiederspiegelt! Sophie Passmann hat einen besonderen Schreibstil. Der oder die Lesende muss sich also auf lange, verschachtelte Sätze mit vielen Kommata gefasst machen. Für mich hat sich das Buch somit sehr gezogen. Andererseits überzeugte mich der Sinn dieses Buches mit Passagen wie "Der Popfeminismus ist so perfekt darin geworden, jede individuelle Entscheidung einer Frau so umzudeuten, dass sie als Feminismus durchgehen kann, völlig unabhängig davon, ob diese individuelle Entscheidung überhaupt als Feminismus benannt werden möchte." oder "Ich glaube in Zufriedenheit liegt eine feministische Sprengkraft, die keine andere Gefühlsregung zulässt." - Im Zuge des Buches beschreibt Sophie Passmann das Meta-Paradoxon "Pick me Girl" und hinterfragt diesen vermeintlichen Antifeminismus mit einem selbstbewussten Zeigefinger auf die Welt... Buchgenre: Roman 📖 // Gelesen (Deutsch)

Frauenbilder und Selbstwahrnehmung. Coming of Age mit Feminismus, Selbstreflexion, Körperwahrnehmung und Popkultur. Fand ich wieder gut und besser als komplett Gänsehaut.
Die Bezeichnung "Pick me girl" wird vor allem in den Sozialen Medien, wie TikTok, Instagram und Co. benutzt. Der Ausdruck kommt aus dem Englischen. "Pick me" kann mit "nimm mich" ins Deutsche übersetzt werden. Der Begriff spielt auf Frauen an, die glauben, dass sie "anders sind" als die anderen Frauen und beziehen sich dabei auf angebliche stereotypische Verhaltensweisen. "Pick me girls" möchten sich so gesehen abgrenzen von den "typischen" weiblichen Interessen und erhoffen sich dadurch vom männlichen Geschlecht als attraktiver wahrgenommen zu werden. Zudem tun sie so als hätten sie Interesse an wiederum "typischen" männlichen Aktivitäten, um deren Aufmerksamkeit zu erlangen. Im Grunde genommen kann man bei "Pick me girls" von der weiblichen Version eines simp sprechen. (,Zitat Netzwelt.de) Sophie Passmann schreibt wieder einen tollen Fließtext, kein Sachbuch oder Roman, über das Erwachsenwerden und die Lebenswirklickeiten von weiblichen Personen und all den Problemen und Sorgen, die damit verbundene sind. Sie betrachtet ihre Kindheit und Jugend mit ihren Erfahrungen Ängsten, Sorgen und reflektiert die äusseren Einflüsse darauf und die Folgen für Sie Coming of Age mit Feminismus, Selbstreflexion, Körperwahrnehmung und Popkultur. Fand ich wieder gut und besser als komplett Gänsehaut.
Regt zur Diskussion an
Ich bin tatsächlich mit dem Gedanken an ein eher klassisches Sachbuch herangegangen, schnell wurde jedoch klar, dass es sich vielmehr um ein sehr persönliches Buch handelt (fast wie eine Aufarbeitung ihrer eigenen Kindheit und Jugend). Sehr direkt und ehrlich beschreibt Sophie, wie äußere Erwartungen das eigene Denken prägen können. Dabei ist der Text fast durchgehend kritisch, gegenüber gesellschaftlichen Strukturen, aber auch sich selbst gegenüber. Gerade diese Aspekte haben das Buch für mich sehr stark gemacht. Allerdings muss ich sagen, dass für mich persönlich oft zu stark verallgemeinert wurde. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Raum für andere weibliche Lebensrealitäten und Biografien gewünscht. Dieser Kritikpunkt ergibt sich für mich allerdings auch daraus, dass ich, wie anfangs erwähnt, mit einer anderen Erwartung an das Buch herangegangen bin. Gibt es eine Leseempfehlung von mir? Definitiv, denn das Buch regt zum Nachdenken und zur Diskussion an! Nicht, weil es alle Antworten liefert, sondern weil es Fragen stellt, die unbequem sein können. 🙌
"Wahrscheinlich will ich im Grunde mich als Kind umarmen"
Ein sehr persönliches Buch und doch so allgemeingültig. Welche Frau kennt es nicht, das schambehaftete Erwachsenwerden. Sophie Passmann erzählt über wesentliche Abschnitte ihres - schambehafteten - Erwachsenwerdens. Dieses Buch will Erfahrungen erzählen, nicht mehr und nicht weniger! Und dafür bin ich dankbar, weil wir mehr Frauen brauchen, die ihre Geschichten erzählen, damit gerade die jungen Mädchen sehen, dass sie nicht komisch sind, dass viele vor ihnen genau die gleichen Geschichten erlebt haben. Der nächste Schritt für die Gesellschaft sollte aber sein, dass Kinder/Teenager erst gar nicht gewisse Erfahrungen machen müssen. Man wird auch eine hervorragende erwachsene Frau, wenn man in jungen Jahren nicht belästigt wird, wenn man morgens nicht mit Selbstzweifeln in den Spiegel guckt. Aber das ist eine Aufgabe, die die Gesellschaft umsetzen muss! Ich empfehle dieses Buch jedem Geschlecht in jedem Alter! Lies es und hinterfrage Muster, weil glaub mir, jede Frau hat zumindest teilweise solche Erfahrungen gemacht. Egal ob Ehefrau, Freundin oder Tochter. Und wenn jetzt jemand sagen möchte "Jungs haben es auch nicht leicht". Ja, aber das wissen wir ja aus unzähligen Coming of Age-Geschichten. Diese Realität wurde schon umfangreich thematisiert jetzt ist eine andere Realität dran und das ist gut so!
Ich will mehr Dieses hier ist mein erstes Buch von Passmann, doch ich will jetzt schon mehr von ihr lesen. Kennengelernt habe ich die Autorin bei den fünfzehn Minuten von Joko und Klass und letztens wieder entdeckt bei einem Podcast, den ich sehr schätze. Damit war für mich klar, ich werde ihre Bücher lesen beziehungsweise hören. Und hiermit fing es an. Unter Pick me Girls habe ich auch immer genau das erwartet, was Passman hier erläutert: Das ist son Girl, wie Meredith aus Greys Anatomy, die ihm sagt, er solle sie wählen. Falsch gedacht, denn es ist son Girl, wie ich es lange Zeit war. Krass! Nachdem ich damit dann klarkam, polterte die Autorin mit einem Ding nach dem nächsten durch die Seiten und hat mir wieder einmal gezeigt, wie wenig ich über Feminismus weiß, obwohl ich mich als Feministin bezeichnen würde. Vor allem aber hat sie mir gezeigt, dass es so viele Frauen und Mädchen da draußen gibt, die genauso struggeln wie ich. Sei es mit ihrem Körper, ihrer Einstellung oder ihrem Selbstvertrauen. Wahnsinnig gutes Buch und perfekt auf den Punkt gebracht, ich bin gespannt, wann Passmann das nächste große Ding raushaut. Als Autorinnenlesung übrigens absolut zu empfehlen. Ich liebe es, wie sie ihre eigenen Bücher liest.
Das Buch von Sophie Passmann bietet sehr viele private und intensive Einblicke in ihr Leben, aber auch in das Leben eines Mädchens und einer Frau im allgemeinen, die versucht einen Platz in der Gesellschaft und vorallem sich selber zu finden. In einigen ihrer Erzählungen konnte ich mich selber wiederfinden. In anderen fiel es mir allerdings schwer dranzubleiben. Ihrem Schreibstift ist teilweise sehr schwierig zu folgen. Sie schreibt teilweise so lange verschachtelte Sätze, dass der Satz gerne mal über mehrere Zeilen geht. Doch alles in allem ist es ein gelungenes Buch mit klarer Message, von dem ich mir gewünscht hätte, es wäre 10 Jahre früher erschienen - vielleicht hätte das einige Phasen des Erwachsenwerdens und sich finden erleichtert. Aber auch jetzt immer noch hilfreich mit vielen Aussagen, die man vielleicht eh weiß, aber trotzdem einfach öfter hören sollte.
Selbstreflexion•Gesellschaftskritik
„Pick me Girls“ von Sophie Passmann ist eine satirische Auseinandersetzung mit dem Phänomen der „Pick Me“-Frauen, die sich auf unterhaltsame Weise kritisch mit Rollenklischees und Genderdynamiken auseinandersetzt. Mit einer Bewertung von 3/5 zeigt das Buch seine Stärken in Passmanns pointiertem Schreibstil und ihrem Humor. Passmann bringt wichtige Themen hervor, doch die satirische Herangehensweise kann den Zugang zu den tieferen Schichten ihrer Kritik erschweren.
Sophie Passmanns bestes Buch!
Nachdem ich alte weiße männer enttäuschend fand (größtes problem: schlichtungsversuch/ kaum reflektierte bühne für weiße alte männer) und komplett gänsehaut inhaltlich ad absurdum führend bin ich froh, doch noch zum dritten Buch von Sophie Passmann gegriffen zu haben. Was lange währt wird endlich gut, oder so. Sicher sind Sophies Gedanken keine in Stein gemeißelten Wahrheiten, aber das müssen sie gar nicht sein. Dafür sind sie umso klüger, selbstironischer, reflektierter und aufschlussreicher. Fazit: kluge, dezidierte essays, die sich sinnvoll zu einer spannenden perspektive auf weibliches erwachsenwerden fügen - und einen interessanten blick darauf bieten, wieso pick me girls vielleicht nicht der erzfeind der feministen sein sollten.
Wenn wir ehrlich sind, wollen wir alle Pick me Girls sein, weil wir drauf getrimmt werden.
Nicht die klassische Literatur, die ich normalerweise lese – aber im Laden dachte ich mir: Warum eigentlich nicht? Und ich bereue es nicht. Ich würde mich selbst wirklich nicht als Feministin bezeichnen. Aber beim Lesen war ich überrascht, wie oft ich mich in den Geschichten und Gedanken wiedergefunden habe. Besonders wenn man an die Jugend zurückdenkt, merkt man, wie sehr man damals (und manchmal auch heute noch) darauf bedacht war, zu gefallen, reinzupassen, nicht “zu viel” zu sein. Das Buch hält einem auf eine ehrliche, manchmal auch unangenehme Weise den Spiegel vor – aber genau das macht es so lesenswert. Es ist kein typischer erhobener Zeigefinger, sondern eher ein „Schau mal, vielleicht erkennst du dich hier wieder“. Und das tut man. Oft. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt – auch (oder gerade) wenn man nicht alles sofort unterschreiben würde.
In »Pick me Girls« möchte Sophie Passmann insbesondere der jüngeren Frauenwelt was mitgeben. Mit Erfahrungen, Gedanken und Einstellungen geht sie durch verschiedene Verhaltensmuster und dabei auch durch ihre eigene Vergangenheit. Sie spricht schonungslos ehrlich misogyne und sexistische Muster an, Probleme, die sie im Feminismus stellenweise sieht, und natürlich, was es mit dem Begriff »Pick me Girls« auf sich hat. Ich konnte beim Lesen, besonders am Anfang des Buchs, extrem viel nachempfinden und hab mich stellenweise von dem Geschriebenen sehr abgeholt gefühlt. Anderes konnte das dafür gar nicht. Es kann (jedenfalls für mich) auch nicht alles zu 100 Prozent nachvollziehbar sein, da vieles doch sehr persönlich ist. Für mein Empfinden hatte das Buch einen sehr biografischen Charakter, da sich das Buch nicht mit Statistiken, Studien oder feministischer Geschichte auseinandersetzt, sondern man vielmehr durch die Augen von Sophie Passmann blickt - und der Leser (wie ich) hoffentlich eine Menge bestätigen oder unterstreichen kann. Damit ist allerdings auch klar: das Buch ist nicht universell, da die Autorin eben nicht für alle, sondern nur für ihre „Bubble“ entsprechend ihrer Erfahrungen spricht. Ich finde das persönlich nicht dramatisch, konnte eine Menge aus dem Buch und einige Punkte als Gedankenanstoß mitnehmen. Es sollte meiner Meinung nach aber entsprechend mehr solcher Bücher geben, um exemplarische Erfahrungen zu erweitern, damit sich umso mehr Frauen gesehen und abgeholt fühlen. Der Ton ist direkt und unverblümt, hatte aber stellenweise auch einen sehr verurteilenden Unterton, den ich nicht immer gut fand. Für mich war dieses Buch insgesamt aber sehr bereichernd und ich hatte in erster Linie Spaß beim Lesen und kann für »Pick me Girls« eine Leseempfehlung aussprechen.
Ja, noch eine weitere Passmann-Rezension. Ich habe das Buch im Frühjahr, recht kurz nachdem bekannt wurde, dass ein neues Buch von Sophie Passmann erscheint, bestellt. Hätte ich es gekauft nach all den Diskussionen in den letzten Wochen rund um Sophie Passmann? Vermutlich eher nicht. Zugegeben. Ich war lange Fan von Sophie Passmann. Wir sind beide im selben Jahrgang geboren, ich konnte mich lange zumindest an einigen Stellen gut mit ihr identifizieren. Aber beim Lesen des Buches ist mir klar geworden, dass wir uns in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Das Thema klingt erstmal verheißungsvoll. Man hätte ein gutes Sachbuch darüber schreiben können, warum Frauen im Patriarchat (eher unfreiwillig) zu Pick Me Girls werden. Dies wurde im Buch zumindest angerissen. Aber letztendlich handelt es sich für mein Empfinden um eine sehr lange Kolumne, die vor allen Dingen aus den persönlichen Erfahrungen von Sophie Passmann besteht. Ich bin mir sicher, dass es viele gute Studien und wissenschaftliche Quellen gibt, mit der man diese Anekdoten hätte untermauern können. Leider ist dies aber gar nicht passiert. Stattdessen geht es alleine um die Erfahrungen von Sophie Passmann. Klar, mit denen können sich viele Personen identifizieren. Aber sie sind halt auch eins: Weiß und privilegiert. Diese Selbstreflexion hat mir leider komplett gefehlt. An einer Stelle schreibt sie, dass dieses Buch „vielleicht am allermeisten für mich ist.“ Und ja, bei diesem Eindruck würde ich sofort mitgehen. Das Thema hätte in meinen Augen viel Potenzial gehabt. Leider wurde dies absolut nicht genutzt, da die persönlichen Erfahrungen von Sophie Passmann im Vordergrund stehen. Umso mehr würde ich mir jetzt ein Buch zu dem Thema z. B. von Ann-Kristin Tlusty oder Margarete Stokowski wünschen. 2,5 ⭐️
Sophie Passmann ist so alt wie ich. Das macht sie mir direkt sympathisch. Wir sind zur selben Zeit aufgewachsen, haben ähnliche Filme gesehen, sind von ähnlichen Serien beeinflusst worden und gehören demnach zur selben Generation Frau. Ich kann sehr gut nachvollziehen, was sie in "Pick me Girls" schreibt und erzählt. So vieles davon finde ich in meinem eigenen Lebenslauf wieder.. es ist eben genau so, wie sie beschreibt: du bist nicht allein. Du bist nicht die Einzige. Es sind so viele, die dasselbe erleben. Und genau das kann man aus diesem Buch mitnehmen: wir sind nicht allein.
Eine Perspektive des Frau-Seins, aber nicht die Perspektive aller Frauen
Ich bin sehr zwiegespalten. Passmann redet hier über ihre Erfahrungen als Frau und teilweise bin ich froh, dass gewisse Dinge angesprochen werden und bei anderen denke ich mir, dass ein Hinweis, dass das nicht für alle gilt, noch gefehlt hätte. Am Ende sagt sie, dass das Buch für junge Mädchen sei. Ich weiß nicht, ob mir dieses Buch als junges Mädchen geholfen hätte. Zu viele Erfahrungen habe ich nicht gemacht oder Situationen anders erlebt. Zu viele Gedanken hatte ich nicht und die, die ich hatte, bei diesen hätte ich durch dieses Buch keinen Mehrwert bekommen. Es ist eine Perspektive des Frau-Seins, aber nicht die Perspektive aller Frauen.
Ich bin sehr zwiegespalten, was das Buch angeht. Zum einen hat mir das Buch spannende Denkanstöße gegeben. Zum anderen fand ich vieles viel zu simpel runtergebrochen und wirklich nicht auf alle Frauen übertragbar. Ich fühlte mich gesehen und gleichzeitig auch so gar nicht. Sprachlich mochte ich das intelligent Humorvolle und fand die unnötig lang verschachtelten Sätze anstrengend. Und am Ende liegt die "Wahrheit" über das Buch vielleicht irgendwo dazwischen.
Zwiegespalten
Ich hatte schon viel von Sophie Passmanns Buch Pick Me Girls gehört und habe mich sehr gefreut als ich es als Rezensionsexemplar lesen durfte. Doch leider bin ich etwas Zwiegespalten was das Buch an geht. Auf der einen Seite bin ich ganz bei Sophie Passmann und denke mir, dass ich dankbar dafür bin, dass noch mal deutlich gemacht wird, welchen inneren Kampf wir Frauen führen und wie wir durch die Umwelt zu dem geformt wurden, wie wir für diese zu sein haben. Doch auch der Aufruf anders zu sein und welche Zweifel damit einher gehen. Auf der anderen Seite habe ich mich beim Lesen mancher Abschnitte echt schlecht gefühlt. Ob das am Inhalt selber oder der von mir reininterpretierte Ton des Geschriebenen war kann ich nicht so recht sagen. Das Fazit für mich ist, dass wir Frauen nicht alleine sind und alle ähnliche Päckchen zu tragen haben. Wir sollte anders sein und uns von den Vorstellungen der, vor allem männlichen Gesellschaftsnormen, frei machen.
























































