Phönix aus Asche

Phönix aus Asche

Softcover
2.33
FrankfurtLuftschiff HindenburgFriedenHistorischer Roman

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Description

Als im Mai 1937 das Luftschiff Hindenburg bei New York in einem spektakulären Feuerball explodiert, stirbt nicht nur der Traum von einer friedlichen Luftfahrt in den Flammen; auch zahlreiche Passagiere kommen um, Liebende werden auseinander gerissen, Lebenspläne zerstört. Zehn Jahre später findet der schwedische Journalist Birger Lund jene Frau wieder, in die er sich an Bord der Hindenburg verliebt hatte. Doch Lund ist ein Getriebener. Sein Lebensziel ist es, den wahren Ursachen für die Katastrophe von 1937 auf die Spur zu kommen. Erst als er Edmund Boysen begegnet, dem Mann, der am Höhenruder des explodierenden Zeppelins stand, kann er das Geheimnis lösen.

"Phönix aus Asche" ist das fesselnde Porträt zweier Männer, die, jeder auf seine Weise, nach persönlicher Erfüllung und der großen Liebe suchen. Minutiös recherchiert ist Henning Boëtius' Roman zugleich das bestechend authentische Panorama der Welt der Zeppeline und des faszinierenden Lebens an Bord des "LZ 129 Hindenburg".

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
416
Price
10.30 €

Author Description

Henning Boëtius (1939-2022), wuchs auf Föhr und in Rendsburg auf und lebte zuletzt in Berlin. Er studierte Germanistik und Philosophie und promovierte 1967 mit einer Arbeit über Hans Henny Jahnn. Boëtius war Verfasser eines vielschichtigen Werkes, das Romane, Essays, Lyrik und Sachbücher umfasst. Sein Roman "Phönix aus Asche" wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Bekannt wurde er außerdem durch seine Kriminalromane um den eigenwilligen niederländischen Kommissar Piet Hieronymus.

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Das Buch weiß nicht so recht, was es will. Ist es historische Fiktion? Ein Thriller? Eine Anleitung zum Zeppelinbauen? Eine Liebesgeschichte? Oder alles zusammen? Überlebender Journalist des Unglückes der Hindenburg geht den Ursachen auf dem Grund und gelangt schließlich zu der Überzeugung, dass die Deutschen sich selbst sabotiert haben, weil Hitler sich von den symbolischen Friedensbringern (den Zeppelinen) gestört fühlt. Teile des Buches erzählen auch von seiner Liebesgeschichte mit einer Passagerierin namens Martha, sowie die Geschichte des Höhenruderer Boysen. Der Aufbau des Buches funktioniert dabei aber nicht: statt chronologisch vorzugehen, setzt die Handlung Ende der 40er ein, springt dann zum Anfang des 20.Jahrhunderts, um dann die Ereignisse auf der Hindenburg zu erzählen. Der spannendste Teil ist somit relativ kurzgehalten. Dazwischen schwadroniert Boetius immer wieder philosophisch, durchbricht mit seinen Vorstellungen über Liebe, Ehre oder Sonstiges den Erzählfluss. Auch der Teil zu Zeppelinen allgemein gelingt nicht. Man muss ihm zwar die lebhaften Vergleiche zugute halten aber mich haben die langen Abschnitte über die Funktionsweise nur gelangweilt und dafür gesorgt, dass ich die Funktion des Buches hinterfrage. Im Vordergrund steht immer der Zeppelin, nicht seine Passagiere oder Boysen, was schade ist, weil beide Geschichten vielversprechend anfangen. Aber die Liebesgeschichte zwischen Irene und Boysen ist schnell erzählt und wird hinter sich gelassen. Fast wirkt es so als wollte Boetius mehrere Geschichten auf einmal erzählen, während er den Mythos der Hindeburg aufklärt. Das funktioniert aber nicht so einfach.

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