Orientreisen
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Description
Book Information
Author Description
Annemarie Schwarzenbach entstammt einer der angesehensten und reichsten Familien der Schweiz – und gerät früh mit ihr in Konflikt. Die promovierte Historikerin outet sich als Lesbe, bewegt sich in den antifaschistischen Kreisen um Erika und Klaus Mann und macht sich als Autorin, Fotografin und Journalistin einen Namen. Sie bereist Europa, den Orient, die USA und zuletzt Afrika. Zwischendurch kehrt sie immer wieder in ihre Schweizer Heimat zurück, auch um sich in verschiedenen Kliniken von ihrer Drogenabhängigkeit zu kurieren. Sie stirbt mit nur 34 Jahren nach einem Fahrradunfall und einer darauf folgenden Fehlbehandlung in ihrem Haus in Sils-Baselgia im Engadin.
Posts
Historische Reiseberichte sehe ich oft zwiegespalten. Einerseits zeigt es die Weltoffenheit und vor allem in diesem Fall, dass Frauen unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen reisen konnten. Allerdings geht das Ganze meist mit einer guten Portion Rassismus einher, besonders wenn die Autor*innen reich sind. Ohne den familiären Background hätte Annemarie Schwarzenbach niemals diese Reisen durchführen können in den 1930ern. Im Fall von Annemarie Schwarzenbach empfinde ich das Rassismusniveau verglichen mit anderen Werken relativ gering. Ihre recht klare Sprache und die fesselnde Beschreibung von Natur und Reiseerlebnissen empfand ich grundsätzlich schön zu lesen. Allerdings gibt es sprachlich viele Aufzählungen, was mir die Vorstellung der Orte erschwerte. Vielleicht liegt das daran, dass ich diese Orte noch nicht bereist habe, aber das Googlen hat etwas geholfen. Leider sind einige der Orte, wie Afghanistan und Aleppo, wohl auch in naher Zukunft nicht bereisbar. Alles in allem vergebe ich zwei Sterne, da die meisten Erzählungen langweilig und teils austauschbar wirkten. Besonders enttäuschend war der für mich interessanteste Titel, "Die Frauen von Afghanistan", da ich wenig Neues über ihre Situation erfahren habe, außer dass sie mehr oder weniger von den Männern versteckt gehalten werden. Besonders der Dialog mit den Locals hat mir gefehlt.
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Annemarie Schwarzenbach entstammt einer der angesehensten und reichsten Familien der Schweiz – und gerät früh mit ihr in Konflikt. Die promovierte Historikerin outet sich als Lesbe, bewegt sich in den antifaschistischen Kreisen um Erika und Klaus Mann und macht sich als Autorin, Fotografin und Journalistin einen Namen. Sie bereist Europa, den Orient, die USA und zuletzt Afrika. Zwischendurch kehrt sie immer wieder in ihre Schweizer Heimat zurück, auch um sich in verschiedenen Kliniken von ihrer Drogenabhängigkeit zu kurieren. Sie stirbt mit nur 34 Jahren nach einem Fahrradunfall und einer darauf folgenden Fehlbehandlung in ihrem Haus in Sils-Baselgia im Engadin.
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Historische Reiseberichte sehe ich oft zwiegespalten. Einerseits zeigt es die Weltoffenheit und vor allem in diesem Fall, dass Frauen unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen reisen konnten. Allerdings geht das Ganze meist mit einer guten Portion Rassismus einher, besonders wenn die Autor*innen reich sind. Ohne den familiären Background hätte Annemarie Schwarzenbach niemals diese Reisen durchführen können in den 1930ern. Im Fall von Annemarie Schwarzenbach empfinde ich das Rassismusniveau verglichen mit anderen Werken relativ gering. Ihre recht klare Sprache und die fesselnde Beschreibung von Natur und Reiseerlebnissen empfand ich grundsätzlich schön zu lesen. Allerdings gibt es sprachlich viele Aufzählungen, was mir die Vorstellung der Orte erschwerte. Vielleicht liegt das daran, dass ich diese Orte noch nicht bereist habe, aber das Googlen hat etwas geholfen. Leider sind einige der Orte, wie Afghanistan und Aleppo, wohl auch in naher Zukunft nicht bereisbar. Alles in allem vergebe ich zwei Sterne, da die meisten Erzählungen langweilig und teils austauschbar wirkten. Besonders enttäuschend war der für mich interessanteste Titel, "Die Frauen von Afghanistan", da ich wenig Neues über ihre Situation erfahren habe, außer dass sie mehr oder weniger von den Männern versteckt gehalten werden. Besonders der Dialog mit den Locals hat mir gefehlt.




