New Moms for Rebel Girls
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Description
Book Information
Author Description
Susanne Mierau ist Diplom-Pädagogin, Familienbegleiterin und Bestsellerautorin. Sie ist Gründerin von Geborgen Wachsen, gibt Workshops und spricht auf Konferenzen und Tagungen für Eltern und Fachpersonal. Sie ist Mutter von 3 Kindern und lebt in Eberswalde.
Posts
✅️ Starke Punkte: - viele wichtige Hintergrundinformationen und Einblicke in die Strukturen unserer Gesellschaft - kontruktive Denkanstöße - sinnvolle und gut umsetzbare Tipps zum eigenen Umgang mit den patriarchalischen Strukturen und zum Support unserer Töchter ❗️Kritische Aspekte: - relativ viel Theorie (auch wenn sie notwendig ist) - etwas mehr praktische Tipps wären schön gewesen ❔️Für wen: - Eltern, die ihre Töchter zu einer starken, resilenten und selbstbestimmten Frau erziehen wollen - alle, die sich selbstkritisch mit ihrer Einstellung zu den patriarchalen Strukturen auseinandersetzen wollen
"Was unsere Töchter - gerade in Hinblick auf das Bestehen im Patriarchat - brauchen, ist das Bild von sich, gut, wertvoll und selbstständig zu sein." (S. 123) Doch um dieses Bild in unseren Töchtern zu verankern, müssen wir zunächst unsere eigenen Prägungen und Verhaltensmuster erkennen und verstehen. Und damit Herzlich willkommen zum Workshop 'Wie werde ich die Mutter, die ich selber gebraucht hätte?'. Was im Titel "New Moms for Rebel Girls" eine Anleitung zur Revolution gegen das Patriarchat vermuten lässt, entpuppt sich als umfassendes Werk auf dem Feld der Erziehungswissenschaften, Familien- und Paartherapie sowie Bindungsforschung (Mutter/Vater-Kind-Bindung). Schauen wir uns im Buchhandel in der Rubrik der Familienratgeber und Pädagogik um, scheinen auch hier (auf dem theoretischen Feld der Kindererziehung) Männer die Oberhand zu haben. Diplom-Pädagogin Susanne Mierau liefert uns also eine der wenigen weiblich gedachten Handlungsanweisungen. Unsere Töchter wachsen in einem System auf, in dem Männlichkeit die Norm ist und Mädchen daher schon früh mit Diskriminierung konfrontiert werden. Wichtiger als zu predigen, ist es also, Mädchen ein gelebtes Vorbild zu sein. Als erstes heißt es damit: Raus aus der stereotypen Rosa-Hellblau-Schublade. Wir müssen eigene Denkmuster sowie erlernte (toxische) Muster erkennen und aufbrechen. Dazu gehören auch transgenerationale traumatische Erfahrungen, die wir oft unbemerkt übernehmen und weitergeben. Mit kleinen Übungen bietet dieses Buch Platz für Reflexion. Also, habt Stift und Papier dabei, um euch kurzen Aufgaben zu widmen. Es geht nicht primär darum, unsere Töchter aktiv zu Rebellinnen zu machen. Es geht darum, Inventur zu machen in der eigenen Vergangenheit und Gegenwart, um unseren Töchtern stabil zur Seite stehen zu können. Einen Teil unseres Rucksacks geben wir an unsere Kinder weiter. Daher ist es gut, wenn wir unser Gepäck immer wieder überprüfen und uns von Altlasten befreien können. Ich würde auch die Väter bitten, dieses Buch zu lesen, denn sie sind ebenfalls durch patriarchale Strukturen und evtl. negative Glaubenssätze geprägt worden, die sie an ihre Kinder weitergeben. Das Buch könnte also auch heißen "New Parents For Stronger Kids".
Susanne Mierau möchte in ihrem Buch aufzeigen wie Mütter ihre Töchter für ein gleichberechtigtes Leben stärken können, dabei greift die Pädagogin auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurück. Zudem lässt sie auch Mütter von Töchtern zu Wort kommen und gibt somit Raum für Erfahrungsberichte. Ziel des Buches ist es aufzuzeigen, wie Mütter ihre Töchter unterstützen können, um Selbstbewusstsein, Körperakzeptanz, Widerspruchsfähigkeit und Selbstwahrnehmung zu stärken. "Wir müssen uns jetzt für unsere Gegenwart und die unserer Töchter einsetzen und gleichzeitig für ihre noch ungewisse, aber wahrscheinlich krisenreiche Zukunft. Wir müssen sie heute gut begleiten, stärken und die Welt um sie herum verändern. Denn die nächste Krise kommt" (S. 17). Damit diese Begleitung statt finden kann geht Mierau in einem ersten Schritt auf die herrschende Ungerechtigkeit ein, die Frauen und Mädchen erfahren, Stichwort Patriarchat. Anschließend beschreibt die Autorin die Eltern-Kind-Bindung und arbeitet erzieherische Unterschiede von Müttern und auch Vätern heraus. Zum Abschluss gibt das Buch Handlungsempfehlungen, bezogen auf das private Umfeld und den institutionellen Kontext. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungsberichten von Müttern, die wertfrei von der Autorin eingebaut werden, bietet dieses Buch zur Veranschaulichung Bilder. Sprachlich ist das Buch eher locker und on-point geschrieben. Der Glossar am Ende schafft gegenüber neuen Begrifflichkeiten Abhilfe. Mich hat das Buch zur Reflexion angeregt (auch wenn ich es in der Rolle als Tochter gelesen habe) und mir gefällt der lösungsorientierte Ansatz, den Mierau anschlägt. Primär ist das Buch an Mütter gerichtet, ich konnte es jedoch auch problemlos lesen und würde auch nicht davor zurückschrecken es männlichen Personen zu empfehlen, die sich einen Einblick in die beschriebene Thematik wünschen.
Sollten alle modernen Mütter und Väter lesen
Wieder einmal ein großartiges Buch von Susanne Mierau. Thema ist, wie Mütter ihre Töchter in der heutigen, leider immernoch, patriarchal geprägten Welt stützen und stark machen können. Wie machen wir unsere Töchter zu starken, unabhängigen und empathischen Frauen? Dieser Frage geht die Autorin nach und findet gut recherchierte und verständliche Antworten. Besonders schön finde ich, dass das Buch durchzogen ist mit kurzen Beiträgen, von Frauen über ihre eigenen Erfahrungen als Mutter und/oder Tochter und Berichten aus dem Familienpädagogischen Alltag der Autorin.
Für Experten des Feminismus ist die historische Herleitung des Patriarchates doch etwas sehr ausführlich. Aber für Neulinge bietet es ein fundiertes und umfassendes Wissen, was für die darauffolgenden Kapitel wichtig ist. Das Buch gibt viele hilfreiche Gedankenanstöße und Tipps. Besonders hervorzuheben ist, dass Susanne Mirau auch die Folgen des Patriarchates auf das männliche Rollenbild aufzeigt und dass sich dieser ebenfalls davon lösen sollte.
"Was Mädchen beim Aufwachsen brauchen: Liebe, Aufklärung, Freiheit und den Einsatz auch ihrer Mütter für Gerechtigkeit" (Klappentext). . In diesem fantastischen Werk von Susanne Mierau legt sie dar, wie die Mütter ihre Töchter in unserer, immer noch vom Patriarchat geprägt, Gesellschaft für deren Zukunft stärken können. Dabei führt sie zunächst einmal historisch die Entstehung des heutigen Frauenbildes und die damit einhergehende Rolle der Frau entstanden ist. Wichtig ist, dass sie den Blick auf den Mann dabei nicht unterschlägt. Denn auch der Mann wird durch das patriarchische System in eine bestimmte Rolle gezwängt. . Die Veränderung beginnt dabei bei den Müttern (und Vätern) selbst, in dem sie ihre eigene Kindheit reflektieren. Denn Veränderung beginnt immer bei einem selbst. . Im Fokus steht dabei im Besonderen die Mutter-Tochter-Beziehung. Jeder Mensch wurde durch seine eigene Erziehung geprägt. Man spricht dann von der Sozialisation. Damit die nächste Generation an Frauen nicht mehr unter geschlechtsspezifischer Ungleichheit und Gewalt leiden müsse , brauchen die jetzigen Kinder Vorbilder, die ihnen mit einem eigenen starken Selbstbewusstsein und Selbstliebe zeigen, dass niemand ein bestimmtes (körperliches) Idealbild erfüllen muss, um wertvoll zu sein. Dafür müssen die Erwachsenen als auch Mädchen gebildet und aufgeklärt sein. Dabei gilt es nicht alles Neue der Jugend zu verpönen, sondern sich zu informieren und in einem Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander ist die Grundvoraussetzung. . Das wichtigste was dieses Buch vermittelt ist das Wissen darüber, dass " kein Mädchen [...] mit Autos spielen [muss], aber es sollte die Chance und die Möglichkeit haben, das zu tun, und zu erleben, dass das normal ist" (S. 77). . Also, ab in die Rebellion! Lasst uns loyal andere Mütter unterstützen und unsere Mädchen (und Jungs) für ein gleichberechtigtes Leben stärken. Wir sind der Grundstein.
Ein lesenswerter, moderner Ratgeber für Eltern von Mädchen – motivierend, leicht zugänglich und wichtig, auch wenn er nicht sehr tief in komplexe Genderfragen eintaucht.
Susanne Mierau zeigt in diesem Buch, wie Eltern – vor allem Mütter – ihre Töchter zu selbstbewussten, gleichberechtigten jungen Frauen erziehen können. Sie erklärt, wie alte Rollenbilder wirken und wie man sie bewusst durchbricht. Stärken: Gut verständlich, praxisnah und mit vielen Beispielen. Regt zur Selbstreflexion an: Wie prägen wir als Eltern unsere Kinder? Besonders geeignet für Einsteiger*innen in feministische Erziehung. Schwächen: Für Leser*innen mit Vorwissen wenig neue Erkenntnisse. Themen wie Vielfalt oder soziale Ungleichheit werden nur am Rand behandelt.
Zum Buch: New Moms for Rebel Girls ist ein Ratgeber/Sachbuch von einer Mama für ihre Tochter geschrieben bzw. für alle Mamas und ihre Töchter. Es geht um Stärkung und Aufklärung für Mädchen. Die Autorin ist eine bekennende Feministin und Kleinkindpädagogin. Sie setzt sich für Gleichberechtigung ein und führt einen Blog. Meine Meinung: Gut, ich würde mich jetzt nicht unbedingt als Feministin bezeichnen, ich bin aber sehr gerne Mama und ich habe drei ganz wunderbare Kinder. Aber beim Lesen des Buches stiß mir schon in der Einleitung ein Satz schwer auf, als die Autorin meinte, sie wünsche sich ein Mädchen und träumt von gemeinsamen Eisessen im Bett und Filme gucken, kann man ja nur mit Mädchen machen ... Gut, meine Kinder sind dem Kleinkindalter schon entwachsen, ich habe sie ohne Ratgeber aufgezogen und ja, man kann die heutige Zeit nicht damit vergleichen wie wir aufwuchsen. Aber mich konnte auch der Rest des Buches nicht überzeugen. Natürlich wird es allerhöchste Zeit, dem alten Rollenverhalten zu entfliehen und mit einigen Klischees aufzuräumen. Dennoch bin ich persönlich der Meinung eine Mama soll zuerst auf ihr Bauchgefühl hören und Umdenken müssen oftmals nicht die Mamas sondern das Umfeld. Wir brauchen keine New Moms sondern einfach alles neu. Starke Kinder können sich gegen Rollenklischees wehren und Eltern stehen hinter ihren Kindern. Ich war enttäuscht von dem Buch, hatte mir einfach viel mehr erhofft. Ich persönlich habe eher Angst das Mädchen in Rollen und Entscheidungen gedrängt werden, nur weil ihre eigentliche Wahl zu Klischeebelastet sein könnte.
Im Buch geht es um die feministische Betrachtung von Mutter-Tochter-Beziehungen und es werden Ansätze gegeben, wie man feministisch in diesem Beziehungskonstrukt handeln kann. Das Buch ist sehr ausführlich und unterstützt die eigenen Positionen immer mit Quellen. Es werden weitreichende Themen angesprochen, welche gut aufgeschlüsselt sind. Auch wenn Intersektionalität thematisch nicht das Hauptaugenmerk des Buches ist, wird diese immer angesprochen und auch andere Arten der Diskriminierungen werden konkret benannt. Vor allem Adultismus, die Diskriminierung von Kindern, wird immer wieder herangezogen. Die Themen sind gut miteinander verbunden und es wird flüssig von einem zum nächsten übergeleitet. Die Arbeit der Autorin auf sozialen Plattformen, auch oft Geschichten von Betroffenen in den Situationen, fließt mit ein, was eine neue Perspektive gibt. Die persönlichen Geschichten sind immer wieder in den Text eingestreut, was meiner Meinung nach zu einem greifbareren Verständnis der dargelegten Probleme führt. Die Autorin hat einen empathischen Blick auf Mutterschaft und es gibt viele Reflexionsübungen, welche ich persönlich sehr passend finde. Manchmal hat mich das Buch auch ganz schön zum Nachdenken gebracht, sodass ich es für einen Moment zuschlagen musste, um meinen Gedanken nachzuhängen. Etwas schwierigere oder gar englische Begriffe werden im laufenden Text und auch am Ende noch einmal erklärt, sodass man auch etwas mit den Begriffen anfangen kann. Wer ein Buch sucht, dass einem einen guten Überblick über den Feminismus verschafft, speziell wenn es um die Einflüsse auf Kinder, hier hauptsächlich Töchter, geht, dem würde ich dieses Buch empfehlen. Es bietet einen guten Überblick.
Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, in wie vielen Bereichen die Geschlechtszuschreibung eines Kindes Einfluss hat. Auch wenn man viele der Fakten in diesem Buch schon einmal gehört hat, schafft es die Autorin, verständlich und augenöffnend auf den weitgehenden Einfluss des Patriarchats in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Besonders gut finde ich, wie viel Fokus Susanne Mierau auf die Aufarbeitung der eigenen Geschichte legt und wie sich das eigene Trauma durch mehrere Generationen ziehen kann. Durch Reflexionsaufgaben kann man während der Lektüre aktiv mitarbeiten und sein Weltbild hinterfragen. Wer die Bücher von Stefanie Stahl gelesen und durchgearbeitet hat, hat dadurch vielleicht einen kleinen Vorsprung, aber notwendig ist es natürlich nicht. Für mich ist dieses Buch eine wahre Bereicherung. Ich habe während des Lesens so viel angestrichen und aufgeschrieben, und auch mein Partner wird es noch lesen, bevor wir in die Familienplanung gehen.
Ein Buch zum Nachdenken und Überdenken Dieses Buch ist nicht nur für Mütter von Töchtern geeignet. Hier geht es um viel mehr. Hier geht es um Frauenrechte im Allgemeinen. Aber auch Mütter von Söhnen sollten dieses Buch lesen, denn es geht schon lange nicht mehr darum, die zukünftigen Frauen vor Männern zu schützen, sondern auch die zukünftige Generation von Männern so zu erziehen, dass sie Frauen als gleichgestellt ansehen. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass es viel mehr braucht als Erziehung von Mädchen. Es braucht vor allem ein Umdenken der eigenen Erziehung. Unsere Welt ist noch lange nicht so weit, wie es behauptet wird. Gleichberechtigung ist hier noch lange nicht an der Tagesordnung. Wer das behauptet, will nur die anderen beruhigen oder den Frauen verkaufen, wie gut es ihnen doch ginge im Vergleich zu früher. Ich möchte etwas ändern, meine Erziehung überdenken und diese Erkenntnisse an die zukünftigen Generationen weitergeben. Meine Zukunftspläne haben sich dementsprechend auch verändert und ich danke der Autorin sehr, dass sie mich einmal mehr zum Umdenken gebracht hat. Dieses Buch ist absolut wertvoll und gehört für mich in jede Bibliothek. Dieses Buch sollte jede Frau lesen, egal ob Mutter, Tante oder Bekannte, denn hier geht es nicht nur um die Zukunft der jetzigen Kinder, sondern auch um unsere. Der Wunsch der Gleichstellung aller Geschlechter ist mit diesem Buch noch einmal gewachsen und ich hoffe so sehr, dass es irgendwann wirklich dazu kommt, auch wenn ich dies vermutlich nicht mehr erleben werde. Dieses Thema geht uns alle etwas an. Jetzt braucht es nur noch das Buch „New Dads for Rebel Girls“, denn liegt mindestens genauso viel Arbeit vor uns, wie bei den aktuellen Frauen dieser Welt. Ich kann übrigens allen, die sich mit Sachbüchern schwertun, das Hörbuch empfehlen. Es ist großartig gesprochen und fantastisch umgesetzt.
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Susanne Mierau ist Diplom-Pädagogin, Familienbegleiterin und Bestsellerautorin. Sie ist Gründerin von Geborgen Wachsen, gibt Workshops und spricht auf Konferenzen und Tagungen für Eltern und Fachpersonal. Sie ist Mutter von 3 Kindern und lebt in Eberswalde.
Posts
✅️ Starke Punkte: - viele wichtige Hintergrundinformationen und Einblicke in die Strukturen unserer Gesellschaft - kontruktive Denkanstöße - sinnvolle und gut umsetzbare Tipps zum eigenen Umgang mit den patriarchalischen Strukturen und zum Support unserer Töchter ❗️Kritische Aspekte: - relativ viel Theorie (auch wenn sie notwendig ist) - etwas mehr praktische Tipps wären schön gewesen ❔️Für wen: - Eltern, die ihre Töchter zu einer starken, resilenten und selbstbestimmten Frau erziehen wollen - alle, die sich selbstkritisch mit ihrer Einstellung zu den patriarchalen Strukturen auseinandersetzen wollen
"Was unsere Töchter - gerade in Hinblick auf das Bestehen im Patriarchat - brauchen, ist das Bild von sich, gut, wertvoll und selbstständig zu sein." (S. 123) Doch um dieses Bild in unseren Töchtern zu verankern, müssen wir zunächst unsere eigenen Prägungen und Verhaltensmuster erkennen und verstehen. Und damit Herzlich willkommen zum Workshop 'Wie werde ich die Mutter, die ich selber gebraucht hätte?'. Was im Titel "New Moms for Rebel Girls" eine Anleitung zur Revolution gegen das Patriarchat vermuten lässt, entpuppt sich als umfassendes Werk auf dem Feld der Erziehungswissenschaften, Familien- und Paartherapie sowie Bindungsforschung (Mutter/Vater-Kind-Bindung). Schauen wir uns im Buchhandel in der Rubrik der Familienratgeber und Pädagogik um, scheinen auch hier (auf dem theoretischen Feld der Kindererziehung) Männer die Oberhand zu haben. Diplom-Pädagogin Susanne Mierau liefert uns also eine der wenigen weiblich gedachten Handlungsanweisungen. Unsere Töchter wachsen in einem System auf, in dem Männlichkeit die Norm ist und Mädchen daher schon früh mit Diskriminierung konfrontiert werden. Wichtiger als zu predigen, ist es also, Mädchen ein gelebtes Vorbild zu sein. Als erstes heißt es damit: Raus aus der stereotypen Rosa-Hellblau-Schublade. Wir müssen eigene Denkmuster sowie erlernte (toxische) Muster erkennen und aufbrechen. Dazu gehören auch transgenerationale traumatische Erfahrungen, die wir oft unbemerkt übernehmen und weitergeben. Mit kleinen Übungen bietet dieses Buch Platz für Reflexion. Also, habt Stift und Papier dabei, um euch kurzen Aufgaben zu widmen. Es geht nicht primär darum, unsere Töchter aktiv zu Rebellinnen zu machen. Es geht darum, Inventur zu machen in der eigenen Vergangenheit und Gegenwart, um unseren Töchtern stabil zur Seite stehen zu können. Einen Teil unseres Rucksacks geben wir an unsere Kinder weiter. Daher ist es gut, wenn wir unser Gepäck immer wieder überprüfen und uns von Altlasten befreien können. Ich würde auch die Väter bitten, dieses Buch zu lesen, denn sie sind ebenfalls durch patriarchale Strukturen und evtl. negative Glaubenssätze geprägt worden, die sie an ihre Kinder weitergeben. Das Buch könnte also auch heißen "New Parents For Stronger Kids".
Susanne Mierau möchte in ihrem Buch aufzeigen wie Mütter ihre Töchter für ein gleichberechtigtes Leben stärken können, dabei greift die Pädagogin auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurück. Zudem lässt sie auch Mütter von Töchtern zu Wort kommen und gibt somit Raum für Erfahrungsberichte. Ziel des Buches ist es aufzuzeigen, wie Mütter ihre Töchter unterstützen können, um Selbstbewusstsein, Körperakzeptanz, Widerspruchsfähigkeit und Selbstwahrnehmung zu stärken. "Wir müssen uns jetzt für unsere Gegenwart und die unserer Töchter einsetzen und gleichzeitig für ihre noch ungewisse, aber wahrscheinlich krisenreiche Zukunft. Wir müssen sie heute gut begleiten, stärken und die Welt um sie herum verändern. Denn die nächste Krise kommt" (S. 17). Damit diese Begleitung statt finden kann geht Mierau in einem ersten Schritt auf die herrschende Ungerechtigkeit ein, die Frauen und Mädchen erfahren, Stichwort Patriarchat. Anschließend beschreibt die Autorin die Eltern-Kind-Bindung und arbeitet erzieherische Unterschiede von Müttern und auch Vätern heraus. Zum Abschluss gibt das Buch Handlungsempfehlungen, bezogen auf das private Umfeld und den institutionellen Kontext. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungsberichten von Müttern, die wertfrei von der Autorin eingebaut werden, bietet dieses Buch zur Veranschaulichung Bilder. Sprachlich ist das Buch eher locker und on-point geschrieben. Der Glossar am Ende schafft gegenüber neuen Begrifflichkeiten Abhilfe. Mich hat das Buch zur Reflexion angeregt (auch wenn ich es in der Rolle als Tochter gelesen habe) und mir gefällt der lösungsorientierte Ansatz, den Mierau anschlägt. Primär ist das Buch an Mütter gerichtet, ich konnte es jedoch auch problemlos lesen und würde auch nicht davor zurückschrecken es männlichen Personen zu empfehlen, die sich einen Einblick in die beschriebene Thematik wünschen.
Sollten alle modernen Mütter und Väter lesen
Wieder einmal ein großartiges Buch von Susanne Mierau. Thema ist, wie Mütter ihre Töchter in der heutigen, leider immernoch, patriarchal geprägten Welt stützen und stark machen können. Wie machen wir unsere Töchter zu starken, unabhängigen und empathischen Frauen? Dieser Frage geht die Autorin nach und findet gut recherchierte und verständliche Antworten. Besonders schön finde ich, dass das Buch durchzogen ist mit kurzen Beiträgen, von Frauen über ihre eigenen Erfahrungen als Mutter und/oder Tochter und Berichten aus dem Familienpädagogischen Alltag der Autorin.
Für Experten des Feminismus ist die historische Herleitung des Patriarchates doch etwas sehr ausführlich. Aber für Neulinge bietet es ein fundiertes und umfassendes Wissen, was für die darauffolgenden Kapitel wichtig ist. Das Buch gibt viele hilfreiche Gedankenanstöße und Tipps. Besonders hervorzuheben ist, dass Susanne Mirau auch die Folgen des Patriarchates auf das männliche Rollenbild aufzeigt und dass sich dieser ebenfalls davon lösen sollte.
"Was Mädchen beim Aufwachsen brauchen: Liebe, Aufklärung, Freiheit und den Einsatz auch ihrer Mütter für Gerechtigkeit" (Klappentext). . In diesem fantastischen Werk von Susanne Mierau legt sie dar, wie die Mütter ihre Töchter in unserer, immer noch vom Patriarchat geprägt, Gesellschaft für deren Zukunft stärken können. Dabei führt sie zunächst einmal historisch die Entstehung des heutigen Frauenbildes und die damit einhergehende Rolle der Frau entstanden ist. Wichtig ist, dass sie den Blick auf den Mann dabei nicht unterschlägt. Denn auch der Mann wird durch das patriarchische System in eine bestimmte Rolle gezwängt. . Die Veränderung beginnt dabei bei den Müttern (und Vätern) selbst, in dem sie ihre eigene Kindheit reflektieren. Denn Veränderung beginnt immer bei einem selbst. . Im Fokus steht dabei im Besonderen die Mutter-Tochter-Beziehung. Jeder Mensch wurde durch seine eigene Erziehung geprägt. Man spricht dann von der Sozialisation. Damit die nächste Generation an Frauen nicht mehr unter geschlechtsspezifischer Ungleichheit und Gewalt leiden müsse , brauchen die jetzigen Kinder Vorbilder, die ihnen mit einem eigenen starken Selbstbewusstsein und Selbstliebe zeigen, dass niemand ein bestimmtes (körperliches) Idealbild erfüllen muss, um wertvoll zu sein. Dafür müssen die Erwachsenen als auch Mädchen gebildet und aufgeklärt sein. Dabei gilt es nicht alles Neue der Jugend zu verpönen, sondern sich zu informieren und in einem Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander ist die Grundvoraussetzung. . Das wichtigste was dieses Buch vermittelt ist das Wissen darüber, dass " kein Mädchen [...] mit Autos spielen [muss], aber es sollte die Chance und die Möglichkeit haben, das zu tun, und zu erleben, dass das normal ist" (S. 77). . Also, ab in die Rebellion! Lasst uns loyal andere Mütter unterstützen und unsere Mädchen (und Jungs) für ein gleichberechtigtes Leben stärken. Wir sind der Grundstein.
Ein lesenswerter, moderner Ratgeber für Eltern von Mädchen – motivierend, leicht zugänglich und wichtig, auch wenn er nicht sehr tief in komplexe Genderfragen eintaucht.
Susanne Mierau zeigt in diesem Buch, wie Eltern – vor allem Mütter – ihre Töchter zu selbstbewussten, gleichberechtigten jungen Frauen erziehen können. Sie erklärt, wie alte Rollenbilder wirken und wie man sie bewusst durchbricht. Stärken: Gut verständlich, praxisnah und mit vielen Beispielen. Regt zur Selbstreflexion an: Wie prägen wir als Eltern unsere Kinder? Besonders geeignet für Einsteiger*innen in feministische Erziehung. Schwächen: Für Leser*innen mit Vorwissen wenig neue Erkenntnisse. Themen wie Vielfalt oder soziale Ungleichheit werden nur am Rand behandelt.
Zum Buch: New Moms for Rebel Girls ist ein Ratgeber/Sachbuch von einer Mama für ihre Tochter geschrieben bzw. für alle Mamas und ihre Töchter. Es geht um Stärkung und Aufklärung für Mädchen. Die Autorin ist eine bekennende Feministin und Kleinkindpädagogin. Sie setzt sich für Gleichberechtigung ein und führt einen Blog. Meine Meinung: Gut, ich würde mich jetzt nicht unbedingt als Feministin bezeichnen, ich bin aber sehr gerne Mama und ich habe drei ganz wunderbare Kinder. Aber beim Lesen des Buches stiß mir schon in der Einleitung ein Satz schwer auf, als die Autorin meinte, sie wünsche sich ein Mädchen und träumt von gemeinsamen Eisessen im Bett und Filme gucken, kann man ja nur mit Mädchen machen ... Gut, meine Kinder sind dem Kleinkindalter schon entwachsen, ich habe sie ohne Ratgeber aufgezogen und ja, man kann die heutige Zeit nicht damit vergleichen wie wir aufwuchsen. Aber mich konnte auch der Rest des Buches nicht überzeugen. Natürlich wird es allerhöchste Zeit, dem alten Rollenverhalten zu entfliehen und mit einigen Klischees aufzuräumen. Dennoch bin ich persönlich der Meinung eine Mama soll zuerst auf ihr Bauchgefühl hören und Umdenken müssen oftmals nicht die Mamas sondern das Umfeld. Wir brauchen keine New Moms sondern einfach alles neu. Starke Kinder können sich gegen Rollenklischees wehren und Eltern stehen hinter ihren Kindern. Ich war enttäuscht von dem Buch, hatte mir einfach viel mehr erhofft. Ich persönlich habe eher Angst das Mädchen in Rollen und Entscheidungen gedrängt werden, nur weil ihre eigentliche Wahl zu Klischeebelastet sein könnte.
Im Buch geht es um die feministische Betrachtung von Mutter-Tochter-Beziehungen und es werden Ansätze gegeben, wie man feministisch in diesem Beziehungskonstrukt handeln kann. Das Buch ist sehr ausführlich und unterstützt die eigenen Positionen immer mit Quellen. Es werden weitreichende Themen angesprochen, welche gut aufgeschlüsselt sind. Auch wenn Intersektionalität thematisch nicht das Hauptaugenmerk des Buches ist, wird diese immer angesprochen und auch andere Arten der Diskriminierungen werden konkret benannt. Vor allem Adultismus, die Diskriminierung von Kindern, wird immer wieder herangezogen. Die Themen sind gut miteinander verbunden und es wird flüssig von einem zum nächsten übergeleitet. Die Arbeit der Autorin auf sozialen Plattformen, auch oft Geschichten von Betroffenen in den Situationen, fließt mit ein, was eine neue Perspektive gibt. Die persönlichen Geschichten sind immer wieder in den Text eingestreut, was meiner Meinung nach zu einem greifbareren Verständnis der dargelegten Probleme führt. Die Autorin hat einen empathischen Blick auf Mutterschaft und es gibt viele Reflexionsübungen, welche ich persönlich sehr passend finde. Manchmal hat mich das Buch auch ganz schön zum Nachdenken gebracht, sodass ich es für einen Moment zuschlagen musste, um meinen Gedanken nachzuhängen. Etwas schwierigere oder gar englische Begriffe werden im laufenden Text und auch am Ende noch einmal erklärt, sodass man auch etwas mit den Begriffen anfangen kann. Wer ein Buch sucht, dass einem einen guten Überblick über den Feminismus verschafft, speziell wenn es um die Einflüsse auf Kinder, hier hauptsächlich Töchter, geht, dem würde ich dieses Buch empfehlen. Es bietet einen guten Überblick.
Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, in wie vielen Bereichen die Geschlechtszuschreibung eines Kindes Einfluss hat. Auch wenn man viele der Fakten in diesem Buch schon einmal gehört hat, schafft es die Autorin, verständlich und augenöffnend auf den weitgehenden Einfluss des Patriarchats in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Besonders gut finde ich, wie viel Fokus Susanne Mierau auf die Aufarbeitung der eigenen Geschichte legt und wie sich das eigene Trauma durch mehrere Generationen ziehen kann. Durch Reflexionsaufgaben kann man während der Lektüre aktiv mitarbeiten und sein Weltbild hinterfragen. Wer die Bücher von Stefanie Stahl gelesen und durchgearbeitet hat, hat dadurch vielleicht einen kleinen Vorsprung, aber notwendig ist es natürlich nicht. Für mich ist dieses Buch eine wahre Bereicherung. Ich habe während des Lesens so viel angestrichen und aufgeschrieben, und auch mein Partner wird es noch lesen, bevor wir in die Familienplanung gehen.
Ein Buch zum Nachdenken und Überdenken Dieses Buch ist nicht nur für Mütter von Töchtern geeignet. Hier geht es um viel mehr. Hier geht es um Frauenrechte im Allgemeinen. Aber auch Mütter von Söhnen sollten dieses Buch lesen, denn es geht schon lange nicht mehr darum, die zukünftigen Frauen vor Männern zu schützen, sondern auch die zukünftige Generation von Männern so zu erziehen, dass sie Frauen als gleichgestellt ansehen. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass es viel mehr braucht als Erziehung von Mädchen. Es braucht vor allem ein Umdenken der eigenen Erziehung. Unsere Welt ist noch lange nicht so weit, wie es behauptet wird. Gleichberechtigung ist hier noch lange nicht an der Tagesordnung. Wer das behauptet, will nur die anderen beruhigen oder den Frauen verkaufen, wie gut es ihnen doch ginge im Vergleich zu früher. Ich möchte etwas ändern, meine Erziehung überdenken und diese Erkenntnisse an die zukünftigen Generationen weitergeben. Meine Zukunftspläne haben sich dementsprechend auch verändert und ich danke der Autorin sehr, dass sie mich einmal mehr zum Umdenken gebracht hat. Dieses Buch ist absolut wertvoll und gehört für mich in jede Bibliothek. Dieses Buch sollte jede Frau lesen, egal ob Mutter, Tante oder Bekannte, denn hier geht es nicht nur um die Zukunft der jetzigen Kinder, sondern auch um unsere. Der Wunsch der Gleichstellung aller Geschlechter ist mit diesem Buch noch einmal gewachsen und ich hoffe so sehr, dass es irgendwann wirklich dazu kommt, auch wenn ich dies vermutlich nicht mehr erleben werde. Dieses Thema geht uns alle etwas an. Jetzt braucht es nur noch das Buch „New Dads for Rebel Girls“, denn liegt mindestens genauso viel Arbeit vor uns, wie bei den aktuellen Frauen dieser Welt. Ich kann übrigens allen, die sich mit Sachbüchern schwertun, das Hörbuch empfehlen. Es ist großartig gesprochen und fantastisch umgesetzt.















