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Widerstand und Zukunftsglaube
Mit "Nein sagen" hat Matthias Brandt ein kleines, aber nicht weniger wichtiges Buch geschrieben. Ich habe es als Hörbuch gehört, das er selbst eingelesen hat. Großartig! Als Matthias Brandt 2025 gebeten wird, zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee eine Rede zu halten, will er zunächst ablehnen. Er hält diese Rede dann doch und ist froh, sie gehalten zu haben. In seinem Buch erfahren wir viel aus seiner eigenen Biografie als Sohn von Willy und Rut Brandt. Er zeigt auf, dass Widerstand nicht Kampf bedeuten muss, dass es auch andere Wege des Widerstands gibt. Er analysiert Parallelen zwischen damals und heute, vergleicht die Nazis aus dem dritten Reich mit der AfD heute. Er vergleicht den Sprachgebrauch der Nazis mit dem der AfD und deren Umgang mit der Vergangenheit, wie die AfD ein Foto von Willy Brandt für eigene Wahlkampfzwecke benutzt hat. Brandt analysiert die Strategie der Partei, Wähler in eine Opfermentalität zu drängen um sie auf ihre Seite zu bringen. Er zeigt aber auch auf, wie seine Eltern den Glauben an die Demokratie und die Zukunft nie verloren haben und dass Widerstand nicht zwecklos ist. Er berichtet von Gesprächen mit Schülern eines Gymnasiums, die Hoffnung machen. Brandt macht in seinem Buch deutlich, dass es sich lohnt für die Demokratie zu kämpfen: mit Worten und Diskussionen mit Andersdenkenden, die unter Umständen die Tragweite der jetzigen Situation noch nicht begriffen haben. Damit meint er nicht den Widerstand als Einzelner gegen Gruppen,für weniger mutige Menschen gibt es auch die Teilnahme an Demonstrationen um zu spüren, dass es Gleichgesinnte gibt. Es geht ihm nicht um Kampf, sondern um ein Eintreten für die Demokratie ohne Ausgrenzung jeder Art und Verschwörungstheorien. Ein eindrucksvolles Werk, dass es sich zu lesen oder hören lohnt. Ein Werk, das nachdenklich macht und gleichzeitig die Aufforderung in sich trägt, aktiv zu werden. Brandt versucht mit diesem Werk, Menschen davon abzuhalten einfach wegzusehen. Leider werden bestimmte Gruppierungen dieses Buch weder lesen noch hören. Eine Möglichkeit wäre, dieses Werk als Pflichtlektüre in Schulen einzuführen, um möglichst viele junge Menschen zum Nachdenken zu bringen. Eine absolute Lese- oder Hörempfehlung!
Apr 3, 2026
Widerstand und Zukunftsglaube
Mit "Nein sagen" hat Matthias Brandt ein kleines, aber nicht weniger wichtiges Buch geschrieben. Ich habe es als Hörbuch gehört, das er selbst eingelesen hat. Großartig! Als Matthias Brandt 2025 gebeten wird, zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee eine Rede zu halten, will er zunächst ablehnen. Er hält diese Rede dann doch und ist froh, sie gehalten zu haben. In seinem Buch erfahren wir viel aus seiner eigenen Biografie als Sohn von Willy und Rut Brandt. Er zeigt auf, dass Widerstand nicht Kampf bedeuten muss, dass es auch andere Wege des Widerstands gibt. Er analysiert Parallelen zwischen damals und heute, vergleicht die Nazis aus dem dritten Reich mit der AfD heute. Er vergleicht den Sprachgebrauch der Nazis mit dem der AfD und deren Umgang mit der Vergangenheit, wie die AfD ein Foto von Willy Brandt für eigene Wahlkampfzwecke benutzt hat. Brandt analysiert die Strategie der Partei, Wähler in eine Opfermentalität zu drängen um sie auf ihre Seite zu bringen. Er zeigt aber auch auf, wie seine Eltern den Glauben an die Demokratie und die Zukunft nie verloren haben und dass Widerstand nicht zwecklos ist. Er berichtet von Gesprächen mit Schülern eines Gymnasiums, die Hoffnung machen. Brandt macht in seinem Buch deutlich, dass es sich lohnt für die Demokratie zu kämpfen: mit Worten und Diskussionen mit Andersdenkenden, die unter Umständen die Tragweite der jetzigen Situation noch nicht begriffen haben. Damit meint er nicht den Widerstand als Einzelner gegen Gruppen,für weniger mutige Menschen gibt es auch die Teilnahme an Demonstrationen um zu spüren, dass es Gleichgesinnte gibt. Es geht ihm nicht um Kampf, sondern um ein Eintreten für die Demokratie ohne Ausgrenzung jeder Art und Verschwörungstheorien. Ein eindrucksvolles Werk, dass es sich zu lesen oder hören lohnt. Ein Werk, das nachdenklich macht und gleichzeitig die Aufforderung in sich trägt, aktiv zu werden. Brandt versucht mit diesem Werk, Menschen davon abzuhalten einfach wegzusehen. Leider werden bestimmte Gruppierungen dieses Buch weder lesen noch hören. Eine Möglichkeit wäre, dieses Werk als Pflichtlektüre in Schulen einzuführen, um möglichst viele junge Menschen zum Nachdenken zu bringen. Eine absolute Lese- oder Hörempfehlung!
Apr 3, 2026






