Misstrauensgemeinschaften

Misstrauensgemeinschaften

Hardback
4.178

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Description

Eine neue Erklärung für das Erstarken von Populismus und Verschwörungsideologien

Wer verstehen möchte, warum Vertrauen immer wichtiger, aber Misstrauen immer wahrscheinlicher wird und welche Folgen umfassende Vertrauenskrisen für die Gesellschaft haben, muss dieses Buch lesen.

In einer zunehmend komplexer werdenden Gesellschaft muss man vertrauen. Ohne Vertrauen in gesellschaftliche Systeme und Institutionen wird man handlungsunfähig. Um als Misstrauender nicht handlungsunfähig zu werden, gibt es eine plausible Alternative: Man vertraut denen, die ebenfalls misstrauen. Und zwar nicht aufgrund ihrer Kompetenz oder Erfahrung, sondern einzig und allein aufgrund des gemeinsamen Misstrauens. Es entstehen Misstrauensgemeinschaften – eine Gefahr für die gesellschaftliche Stabilität.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
128
Price
16.50 €

Author Description

Aladin El-Mafaalani, 1978 im Ruhrgebiet geboren, ist Professor für Migrations- und Bildungssoziologie an der TU Dortmund. Zuvor war er u.a. Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Osnabrück, Professor für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Münster und Abteilungsleiter im nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Düsseldorf. Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Preis für öffentliche Wirksamkeit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und das Bundesverdienstkreuz.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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Pace

Fast0%
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Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple50%
Complex0%
Moderate50%
Minimalistisch (100%)

Posts

18
All
4

Sachlich und verständlich

Wenn Vertrauen in einer Gesellschaft wird und gleichzeitig Misstrauen wahrscheinlicher, befindet sich diese Gesellschaft in der Situation, die in den meisten westlichen Ländern herrscht. Wobei zwischen dem „gesunden“ funktionalem Misstrauen und den „ungesunden weil destruktiven“ systemischen Misstrauen zu unterscheiden ist. Letzteres findet seine Ausprägung in Populismus und Verschwörungstheorien. Ironischerweise vertrauen systemische Misstrauer anderen systemischen Misstrauern, weil diese dem „System“ misstrauen. So erklärt, versteht man, wie Leute einem Donald Trump vertrauen, obwohl er ein notorischer Lügner und unverlässlicher Partner ist.

4

Sehr guter kleiner Essay

Was ist Vertrauen, wieso braucht es Vertrauen, um handlungsfähig zu sein und wie entsteht Misstrauen? Weshalb Misstrauen zu Populismus und Verschwörungsideologien führt und was der Staat tun muss, um die Demokratie zu wahren, alles auf 89 Seiten. Sehr guter kleiner Essay. Wer mehr in das Thema einsteigen möchte, dem empfehle ich "Fake Facts" und "Erzählende Affen".

4

Das zusammenzufassen wird echt schwierig…

Ich würde mir viel mehr Beispiele wünschen, anhand derer ich sehen kann, ob ich die These richtig verstanden habe. Die Sprache ist sehr wissenschaftlich. Ein Staat kann in seiner enormen Komplexität nur bestehen, wenn man in bestehende Systeme vertraut. Z.B. dass dir im Supermarkt das verkauft wird was draufsteht, dass der Arzt das behandelt was er soll, dass dein Geld nicht plötzlich vom Konto verschwindet, etc. Denn eine permanente Kontrolle all dessen würde alles noch komplexer machen. Allerdings wird immer alles komplexer und alles ist voneinander abhängig und beeinflusst sich gegenseitig. Irgendwann, z.B. jetzt, ist alles so komplex, dass niemand, nicht einmal mehr die Experten, alles überschauen können. Du stehst also als Otto-Normalbürger vor dieser komplexen Welt und bekommst Angst. „Versteh ich nicht, warum sollte ich dann vertrauen?“ Dadurch gerät aber alles gefährlich ins Wanken, weil alles im Grunde nur durch dieses Vertrauen funktionieren kann. Viel Misstrauen führt zum Erfolg populistischer Parteien, sowohl links- als auch rechtsextreme. Sowohl diese Parteien als auch Verschwörungsideologien behaupten, die Komplexität bzw. die gewaltige Täuschung durchschauen zu können. Beides bietet Orientierung und verringert das Gefühl von kontrollverlust. Und sie liefern Erklärungen, die du nachvollziehen kannst und verstehst. Das, was die Experten nicht mehr schaffen, weil alles so komplex ist. Und es macht auch Angst wenn du erfährst, dass die Experten sich selber nicht ganz sicher sind - weil es diese Sicherheit nicht gibt. Und jetzt kommt der Clue: Das Misstrauen schlägt irgendwann um in ein Vertrauen in andere Misstrauende. Deshalb glaubst du eher einem Systemkritischen aus einem YouTube Video als dem, was wissenschaftlich fundiert in den Medien steht! „Während die Interessen des Marktes eine Ursache für Misstrauen darstellen, etwa Gewinnorientierung bei Medien- oder Pharmakonzernen, sind Alternativen selbst ebenfalls vermarktlicht. […] Ein Risiko besteht in der Legitimation durch Masse und Reichweite vieler Alternativen. Die Anziehungskraft von Alternativen funktioniert nicht anders als die Gravitation: Masse verstärkt die Anziehungskraft. Je größer die Reichweite, desto stärker die Anziehungskraft. Je charismatischer oder versierter ein oder verständlicher Personen ihre Vorstellungen von der Welt auf Social Media Plattformen oder in Podcasts darstellen, desto erfolgreicher. Der Erfolg ist hier aber nicht mehr gekoppelt an prüfbare Standards oder fachliche Expertise.“

Das zusammenzufassen wird echt schwierig…
3

In diesem gerade mal 90 Seiten umfassenden Text versucht Aladin El-Mafaalani zu erklären, was es ist, das Menschen für Populismus und Verschwörungstheorien empfänglich macht und liefert damit die soziologischen Zusammenhänge zwischen Vertrauensverlust, Misstrauen, Kontrollwunsch und Gemeinschaft. Exemplarisch geht er dabei auf die letzten großen Krisen ein, die dieses Phänomen in den letzten Jahren verstärkt haben. Corona, Krieg in Europa, die Entwicklung in den USA und das Erstarken der Rechten, die sich genau dieses Misstrauen und die Unsicherheit zunutze machen. Wenn sich Gruppen bilden, die in Misstrauen und Ängsten vereint sind, bilden sich Gemeinschaften - Misstrauensgemeinschaften. Und denen entgegenzuwirken, diesen sogenannten Alternativen (Medien, Parteien, Heilsbringern), muss auf oberster Ebene Aufgabe der Politik sein. Interessanter Blick auf die aktuellen Geschehnisse aus der Sicht des Soziologen.

5

Ein wichtiges Thema wird verständlich aufbereitet

Es gibt bei Sachbüchern eine lediglich eine Handvoll Autoren, deren Bücher ich quasi ungesehen sofort kaufen würde. Aladin El-Mafaalani gehört mit Sicherheit dazu und genau dies ist bei diesem Buch auch passiert. Wie gewohnt ist dieses Buch gut recherchiert und präsentiert schwierige Sachverhalte auf eine gut verständliche Art und Weise. Darüber hinaus werden viele neue und auch wichtige Denkanstöße gegeben.

4

Ein interessanter Ansatz

**** Mein Eindruck **** Dieses Buch stellt für mich einen wissenschaftlichen Erklärungsansatz für den Erfolg des Populismus dar. Es fokussiert sich dabei primär auf das Misstrauen gegenüber Eliten, ohne weitere Ursachen systematisch einzubeziehen. Das ist dem Werk nicht vorzuwerfen, da es einen umfassenderen Anspruch auch gar nicht erhebt. Dennoch liegt für mich gerade hierin – und vor allem in der sprachlichen Gestaltung – das zentrale Problem: Das Buch ist sprachlich von Elite für Elite geschrieben. Eines der stärksten Argumente für den Erfolg populistischer Bewegungen liegt aus meiner Sicht gerade in sprachlichen Barrieren. Komplexe, akademische Sprache schafft Distanz, fördert Misstrauen und öffnet den Raum für Ablehnung – und damit für einfache, leicht zugängliche Erzählungen. Dieses Buch ist in Aufbau, Argumentation und Stil eher einem wissenschaftlichen Paper als einem gesellschaftspolitischen Diskurs verpflichtet. El-Mafaalani kann – oder will – sich hiervon offenbar nicht lösen. Möglicherweise geschieht dies sogar bewusst. Dabei bleibt das grundlegende Dilemma bestehen: Eine einfachere Sprache öffnet zwar den Raum für argumentative Verkürzungen, doch zu viel Komplexität erzeugt Barrieren. Für mich gelingt es dem Buch nicht, diesen schmalen Grat überzeugend zu treffen. Inhaltlich weist das Werk zudem zahlreiche Redundanzen auf. Argumente werden mehrfach umkreist, bevor ein tatsächlicher Fortschritt erfolgt. Den zentralen Thesen stimme ich grundsätzlich zu, allerdings hätte für mich weniger Information eine größere Wirkung erzielt. Häufig wird dem Buch seine geringe Seitenzahl vorgeworfen – ich hingegen bin der Ansicht, dass noch weniger Seiten zu mehr Klarheit und Direktheit geführt hätten. Die Frage, ob es bei Texten dieser Art wirklich um ein Kosten-Nutzen-Verhältnis gehen sollte, stellt sich hier erneut. Für manche scheint sie relevant zu sein, eigentlich sollte sie jedoch zweitrangig sein. Nichtsdestotrotz bleibt der Ansatz des Buches bemerkenswert und lohnenswert. Ich kenne den Autor persönlich und habe auch seine anderen Werke gelesen. Mein Vertrauen in ihn als Forscher ist ungebrochen, und seine Fähigkeit, faktenbasierte Argumente stringent aufzubauen, stellt er auch hier erneut unter Beweis. Am Ende geht es um Handlungsspielräume. Für mich stand vor allem eine Frage im Zentrum: Wie reagiere ich auf populistische Aussagen? Ich habe verstanden, warum bestimmte Reaktionen nicht helfen, und kann die Argumente sehr gut nachvollziehen. Ich habe dazugelernt. Doch die entscheidende Frage bleibt offen: Wie reagiere ich nun konkret besser? Ich fühle mich belehrter, aber zugleich auch hilfloser. Entweder wurde dieser Gedanke nicht zu Ende geführt – oder, was wahrscheinlicher ist, es gibt derzeit keine Antwort, die nicht aus dem System selbst heraus entstehen muss. **** Empfehlung? **** Ich schließe das Buch mit dem für mich folgenden Gedanken:
„Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.“
Ich habe den im Buch zitierten Satz Lenins bewusst umgekehrt. Auf Grundlage der dargelegten Argumente scheint mir die umgekehrte Aussage weniger Energie von jedem Einzelnen zu verlangen – sie setzt jedoch eine tragfähige Grundlage voraus. Ein Buch, das solche Gedanken anstößt, sollte gelesen und anschließend diskutiert werden.

4

Klar, klug, unbequem

Misstrauensgesellschaft von Aladin El-Mafaalani ist ein kurzes, gut verständliches Sachbuch über Misstrauen in der Gesellschaft und darüber, warum es für Demokratie, Staat und Zusammenleben problematisch werden kann. Das Buch liest sich eher wie ein sehr ausführlicher Leitartikel als ein Buch. Dabei macht die nüchterne und fachliche Art die düsteren Beobachtungen gut aushaltbar. Ich mag El-Mafaalanis Bücher sehr, und auch hier zeigt sich wieder seine große Stärke: komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge so zu erklären, dass jeder sie versteht. Er ordnet Phänomene, die man aus dem Alltag kennt strukturell ein und macht sichtbar, welche Mechanismen Misstrauen auslösen und verstärken. Das Buch liefert keine einfachen Lösungen, sondern Denkanstöße und Begriffe, mit denen man weiterdenken kann. Im Vergleich zu seinen anderen Büchern ist es anders angelegt und kompakter. Leser:innen, die seine anderen Bücher kennen, könnten den Zugang daher zunächst als ungewohnt empfinden. Ich würde das Buch allen empfehlen, die gesellschaftliche Entwicklungen besser verstehen wollen. Wer konkrete Handlungsanleitungen oder tiefgehende Theorie erwartet, sollte wissen, dass es hier eher ums Verstehen als ums Lösen geht.

5

Immer eine sichere Bank

Diesen Autor habe ich stets ein wenig im Blick und bin immer wieder verblüfft, wie oft er gerade zu einem Themenkomplex, der mich beschäftigt, ein neues Sachbuch herausbringt. Seine Ausführungen bereichern das Fundament meiner Meinungsbildung dabei regelmäßig sehr. Sauber recherchiert, nachvollziehbar erklärt und mit konsequenten und konstruktiven Schlussfolgerungen gehe ich auch dieses Mal gut informiert aus der Lektüre. Wie kommt es, dass sich Gruppierungen, die sich in ihren Ansichten an sich diametral unterscheiden, in vielen Aspekten überraschenderweise solidarisieren? Es liegt im gemeinsamen Misstrauen gegenüber etablierten Instanzen begründet. Welche Risiken birgt das? Wie können wir dem begegnen? Antworten auf diese Fragen finden wir im Sachbuch mit dem klügsten Titel der Saison.

4.5

Interessant, stringent und gut strukturiert

Sehr gelungene, kurze Zusammenfassung. Ich hätte mir noch ein paar mehr Seiten zur AfD und dem Zusammenhang der Aspekte alternative Medien, Verschwörungstheorien und Wahlverhalten gewünscht. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass die Datenlage dazu (noch) nicht so ergiebig ist und / oder mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen wäre.

3

Thematisch wichtig, aber es fehlt an analytischer Tiefe, Beispielen und wirklich konkreten Lösungsansätzen

Die Welt wird komplexer. Das Vertrauen in etablierte gesellschaftliche Systeme schwindet. Zugleich wird Vertrauen wichtiger denn je, um in einer komplexer werdenden Welt handlungsfähig zu bleiben. Konträr dazu wird Misstrauen wahrscheinlicher, weil einfache Antworten oft attraktiver erscheinen. Wer sich mit soziologischen Analysen unserer Zeit beschäftigt, wird in dieser Lektüre kaum neue Erkenntnisse finden. Es erzählt schon Erzähltes mehrfach, statt in die Tiefe gesellschaftliche Strukturanalyse zu gehen und empirische Daten und Zusammenhänge zu beleuchten. Dazu kommt, die Lösungsansätze sind wenig konkret und die Schreibweise des Autors grenzt selbst an populistischer Voreingenommenheit, wenn etwa von der "erneuten Machtübernahme" (S. 69) Trumps die Rede ist. Zugleich bleiben wichtige Fragen außen vor: Welche Rolle spielt die Politisierung von Lebensstilen für die Herausbildung von Misstrauensgemeinschaften? Welche Zugeständnisse müssen sich Misstrauende und Vertrauende gegenseitig machen und wo liegen Gemeinsamkeiten beider Gruppierungen? Was passiert, wenn das Vertrauen in andere Misstrauende enttäuscht wird? Was sind Beispiele für normatives und funktionales Misstrauen? Inwiefern kann ein anderer Umgang mit Komplexität und Unsicherheit gelingen? Welche systemischen Veränderungen braucht es hierfür? Neben all der Fragen, die unbeantwortet blieben, hätte ich mir zudem mehr Analyse im Hinblick auf die "Misstrauensgemeinschaften" gewünscht.

3

Lange habe ich gebraucht um eine Rezension zu schreiben und auch zu bewerten. Das gute ist, das Buch hat zu Diskussionen angeregt Der Autor hat recht, dass blindes Vertrauen (z.B Opioidkrise in den USA) sowie auch blindes Misstrauen, das hinterherlaufen hinter Gruppen, die einfach nur alles anzweifeln des anzweifelns wegen. also ohne zu differenzieren Was ich mich während des Lesens immer gefragt habe ist. woher kommt es, dass soviele Menschen misstrauisch sind. Kann es vielleicht daherkommen, dass die Politik nicht differenziert aufklärt, da sie den Menschen hier im Land wenig zutraut Sachverhalte zu verstehen? Auch hier im Buch erwähnt der Autor, das Populismus sich aufgrund des Misstrauens gegen "Eliten" gründet. Aber wer sind die "Eliten", auch die gibt es im "Volk?! Immer wieder zu sagen, wir müssten die Menschen mitnehmen bringt nur dann was wenn man es tut! Was mich zu nur 3 Sternen bewogen ist, dass der Autor zu dem Thema Alternativmedizin und alternative Fakten scheinbar zumindest im medizinischen Bereich nur Halbwissen hat. Alternativmedizin ist nicht gegen die Medizin sondern immer komplimentär und das heißt begleitend, und es ist auch nicht nur Homöopathie, die in ja verständlicher Weise in Verruf gekommen ist, sondern u.a. Phytotherapie, Osteopathie, Akupunktur und vieles Mehr. Auch Spiritualität ist nicht Astrologie und wer mit sterbenden und schwer erkrankten Menschen gearbeitet hat der weiß den Wert der Sinnfindung und des verstanden werdens zu schätzen....

4.5

Faktisch, Präzise, Anregend

„Misstrauensgemeinschaften“ liefert eine präzise Antwort auf Frage, inwiefern die zunehmende Komplexität von Dingen auf unsere Gesellschaft wirken könnte. El Mafalaani rahmt das Thema rund um Vertrauen und Misstrauen im soziologischen Kontext wissenschaftlich ein und liefert damit eine gute Grundlage für Diskussionen und Gedanken.

4.5

„Misstrauensgemeinschaft“ ist übrigens sehr gut, wenn man sich fragt, inwiefern eine zunehmende Komplexität von Dingen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben könnte .. Das Buch gibt eine ziemlich treffende Antwort darauf und rahmt das Problem von fehlendem Vertrauen sehr gut ein.

5

Mein Kernsatz: .. "dass viele Menschen ein Vertrauen in die Alternativen entwickeln, da sie dem Misstrauen einen Kanal geben." Dennoch bleibt es relevant, zwischen Emotionen, Meinungen und fachlicher Expertise zu unterscheiden. Und daraus gilt es, einen anderen Umgang mit Komplexität und Risiken zu entwickeln und zu verstetigen. Erste Hinweise bietet dieses Buch.

4.5

„Im Misstrauen erfährt man sich als gestaltend und wirksam“

Starkes Kapitel über die „Alternativen“.

4.5

Hoch spannende Ausführungen über die gesellschaftliche Verankerung von Vertrauen und Misstrauen, die die Zuwanderung populistischer Strömungen erklärt. Für meinen Geschmack hätte die Perspektive am Ende deutlich konkreter ausfallen dürfen, indem sie anhand spezifischer Beispiele belegt worden wäre.

4

Joa, dieser theoretischer Ansatz ist recht interessant, macht aber auch leider wenig Hoffnung. Es muss erst richtig schlimm werden, möglichst allen muss es so schlecht gehen, dass alle wieder positiv in die Zukunft blicken können und allen nichts anderes übrig bleibt als wieder zu vertrauen. Das Buch bleibt vage hinsichtlich eines möglichen Ausgangs und die Frage bleibt offen: Wie wird aus Misstrauen wieder Vertrauen werden? Geht das überhaupt?

3

Weniger als erwartet, aber trotzdem lesenswert.

Das Büchlein hat 89 Seiten Inhalt. Das Lesen ist mir, obwohl ich vor Jahrzehnten mal Soziologie studiert habe, nicht besonders leicht gefallen. Viele Sätze und Absätze musste ich mehrfach lesen. Inhaltlich wirft der Autor einige gute Ideen in den Raum, aber tatsächlich einen Ausweg aus dem Dilemma, dass wir immer weiter in Misstrauensgesellschaften abdriften, konnte ich nicht recht erkennen.

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