Miss Bensons Reise
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
»Dies ist die Geschichte einer spektakulären Frauenfreundschaft, über die Wunder der Welt und die Freude am Unbekannten – und damit das perfekte Gegenmittel zu dieser seltsamen, eingeschränkten Zeit, die wir gerade durchmachen.« Der SPIEGEL-Bestseller von Rachel Joyce.
Raus aus dem grauen London der fünziger Jahre, hinein ins Abenteuer bis ans andere Ende der Welt. Margery Benson und ihre junge Assistentin Enid Pretty wagen sich auf den Weg nach Neu-Kaledonien, um ihre Lebensträume wahr zu machen. Eine hinreißende Geschichte über Freundschaft und Freiheit, voller Mut, Hoffnung und Humor.
»Es ist nie zu spät, sich selbst zu überraschen, daran wird man selten mit so viel Wärme und Witz erinnert wie in diesem Roman.« Freundin
Zwei unvergessliche Freundinnen auf der Reise ihres Lebens: der große Roman von Rachel Joyce, Autorin des Welt-Bestsellers »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry«.
Book Information
Author Description
Rachel Joyce nimmt uns in ihren Romanen immer wieder mit auf besondere Lebensreisen. Mit ihren liebenswerten Figuren, ihrem Humor und ihrer feinfühligen Sprache bewegt sie Millionen Leserinnen und Leser. Für ihre Werke, darunter »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry«, wurde sie vielfach ausgezeichnet. Rachel Joyce war Bühnenschauspielerin u.a. bei der Royal Shakespeare Company und ist Autorin zahlreicher Hörspiele für die BBC. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Land in Gloucestershire.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
„Die Qualität eines Lebens hängt nicht von seiner Länge ab, sondern von seiner Tiefe.“
In Miss Bensons Reise begleiten wir zunächst Margery. Sie verliebt sich bereits im Kindesalter durch ihren Vater in die Welt der Käfer und setzt sich das Ziel, eines Tages nach Neukaledonien zu reisen, um den bisher unentdeckten goldenen Käfer zu finden. Viele, viele Jahre später arbeitet Margery mittlerweile als Lehrerin, ihre Reisepläne liegen schon lange auf Eis. Durch eine bestimmte Situation im Unterricht macht es allerdings irgendwie klick bei ihr, sie marschiert aus der Schule und ihre Reisepläne sind wieder präsenter denn je. Für ihre Reise benötigt sie natürlich noch eine Assistenz und auf vielen Umwegen (und als Margerys letzte Wahl wenn wir ehrlich sind) wird das Enid Pretty. Die beiden Frauen machen sich auf die Reise ihres Lebens. Ich musste tatsächlich mit beiden Frauen erstmal warm werden und habe ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, habe sie aber schlussendlich in mein Herz geschlossen. Den Schreibstil fand ich total erfrischend. Es ging teilweise auch um wirklich harte Themen und gerade Margery hat zwischenzeitlich einfach nur gelitten, Rachel Joyce hat das aber immer wieder mit einem Augenzwinkern aufgelockert und Szenen teilweise mit so einer Komik beschrieben, dass ich oft laut aufgelacht habe. Es hat richtig Spaß gemacht, mit auf die Reise nach Neukaledonien zu gehen und nach dem goldenen Käfer zu suchen. Durch die vielen Entwicklungen im Buch wurde mir überhaupt nicht langweilig! Das war mal eine ganz andere Art Geschichte und ich mochte sie gerne! Das Ende hat mich wirklich traurig gemacht…Was ich aber ebenfalls sehr mochte, war das Interview mit Margery und Enid ganz am Ende des Buches, tolle Idee!

Miss Bensons Reise von Rachel Joyce habe ich als Hörbuch gehört, hervorragend gelesen von Gabriele Blum. Die Charaktere und die Geschichte werden durch die Lesung auf wunderbare Weise lebendig und das Hörerlebnis ist ein wirklicher Genuss. Wir erleben die Abenteuer und die Selbstfindung der Protagonistin Margery Benson. Die Geschichte spielt in den 1950er Jahren und erzählt von Margery, einer alleinstehenden Lehrerin in London, die sich auf die Suche nach dem legendären goldenen Käfer von Neukaledonien macht. Margery Benson, die in ihrer Kindheit eine tragische Familiengeschichte erlebt hat, beschließt, ihren Traum zu verwirklichen. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, begleitet von der exzentrischen und geheimnisvollen Enid Pretty. Die beiden Frauen entwickeln im Laufe der Reise eine tiefe Freundschaft und unterstützen sich gegenseitig. Der Roman ist humorvoll, und bietet trotzdem eine Tiefe in der Schilderung der Personen und ihren schwierigen Lebensumständen. Gleichzeitig erhält man einen Einblick in die Situation alleinstehender Frauen in den 50er Jahren. Enid Pretty, Margerys Begleiterin, erscheint zunächst oberflächlich und unpassend und verbirgt ein Geheimnis. Im Verlauf des Abenteuers zeigt sich, dass Enid über Mut, Herzenswärme und einen erfrischenden Pragmatismus verfügt. Auch sie hat einen Lebenstraum, dem sie folgt. Mundic - eine weitere wichtige Figur in dem Roman - ist ein ehemaliger Soldat, der von seinen Kriegserfahrungen traumatisiert wurde. Er fixiert sich auf Margery und folgt ihr auf der Expedition nach Neukaledonien. Seine Besessenheit und seine posttraumatischen Wahnvorstellungen spiegeln die Grausamkeit seiner Erfahrung als Kriegsgefangener wider. Seine daraus resultierenden Handlungen bringen zusätzliche Spannung und Tiefe in die Geschichte. Als ich Miss Bensons Reise hörte, war ich besonders berührt von dem Gegensatz zwischen dem leichten, humorvollen Schreibstil und den ernsten, schweren Schicksalen der Protagonist:innen. Ein Moment, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, war, als Margery sich in einem Schaufenster spiegelt und erkennt, dass sie sich selbst mag. Zu dieser Erkenntnis gelangt sie nicht zuletzt durch die Freundschaft und den Optimismus von Enid. Es ist ein Roman erfüllt von Mut- und Abenteuerlust, der aber auch von persönlichen Schwierigkeiten und deren Überwindung durch Freundschaft und Mut erzählt.
Rachel Joyce ist meine Entdeckung des Jahres. Wie wunderschön kann sie sich bitte ausdrücken? Mein 3. Buch von ihr, das ich innerhalb weniger Tage durchgelesen habe und am liebsten gar nicht mehr weggelegt hätte. Ich musste beim Lesen sehr oft lachen, ebenso standen mir oft auch Tränen in den Augen. Hätte die beiden Frauen noch ewig auf unzähligen Expeditionen begleiten können.. unbedingt lesen :) »WENN DU ETWAS NOCH NIE GETAN HAST, HEIßT DAS NICHT, DASS DU NICHT DAMIT ANFANGEN KANNST.«
Eine wunderbare Geschichte über Frauenfreundschaft und das Leben, wie es durchaus sein kann!
Ich habe etwas gebraucht um in die Geschichte einzutauchen, wurde dann aber total mitgerissen. Die zwei grundverschiedenen, und jede auf ihre Weise sonderbaren Frauen, treffen aufeinander und müssen von nun an ihr Leben gemeinsam meistern. Dabei entsteht eine wunderbare Freundschaft die ihres gleichen sucht. Eine spannende, witzige, berührende und teilweise skurrile Erzählung, hat mir sehr gefallen und mich bis zum Ende sehr gefesselt.
⭐️⭐️⭐️⭐️ Inhalt/ Idee der Geschichte ⭐️⭐️⭐️ Charaktere ⭐️⭐️⭐️ Stil/Sprache ⭐️⭐️⭐️⭐️Verständlichkeit ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Cover ⭐️⭐️⭐️ Klappentext ⭐️⭐️Spannung „Was uns zugestoßen ist, macht nicht das aus, was wir sind. Wir können sein, was wir sein möchten.“ ~~~~~~~~~~~~ Das wundervolle Cover hat mich zum Kauf überzeugt. Die Handlung ist erfrischend anders. Zwei Britinnen gehen im Jahr 1950 auf Exkursion nach einem unentdeckten Käfer und treten dafür eine Reise um die Welt an. Aus zwei unterschiedlichen Charakteren, die zu Anfang so gar nicht zusammenpassen wollen, entwickelt sich eine tolle Frauenfreunschaft. Fragezeichen aufgeworfen hat bei mir ein ehemaliger Kriegsgefangener, der die beiden das gesamte Buch über verfolgt und immer wieder Wahnvorstellungen hat und unter Aggressionsproblemen leidet. Dieser Charakter macht für mich das Geschehen etwas kaputt, da ich ihn auch nicht richtig in den Roman einordnen kann. Das Ende hat mich persönlich sehr enttäuscht. Es ist leider gar nicht nach meinem Geschmack.

Die Spannung vom Anfang konnte nicht gehalten werden "Als Margery zehn war, verliebte sich sich in einen Käfer." Mit diesem Satz beginnt das Buch und ich war ganz fasziniert, denn dieser Satz versprach soviel. Die Leseprobe gefiel mir auch, so dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Die erste Hälfte des Buchs konnte meiner Erwartungshaltung auch gerecht werden und ich habe mit Spannung verfolgt, wie die Charaktere und die Geschichte aufgebaut wurden. Die beiden Hauptpersonen ergänzen sich durch ihre Gegensätzlichkeit und auch der geheimnisvolle Mr. Mundic sorgt schon durch sein Verhalten für erste Spannung. Die beiden unterschiedlichen Frauen lernen sich auf der gemeinsamen Reise besser kennen und legen den ersten Grundstein für ihre ungewöhnliche Freundschaft. Doch irgendwie gelingt es Rachel Joyce dann im zweiten Teil nicht, die Figuren weiter auszuarbeiten, so dass sie auf mich sehr stereotyp wirken. Auf der einen Seite wirkt Margery auf mich wie jemand, der aus der Zeit gefallen ist, eine typische „alte Jungfer“ und völlig lebensfremd. Auch bei Enid Pretty wird ein Klischee bedient, dass der leicht naiven Blondine, obwohl sie eine wirklich handfeste Person ist, die mitten im Leben steht. Die Geschichte fließt so vor sich hin und es geht auf Käfersuche, kann mich aber nicht in den Bann ziehen, obwohl viel Potential dafür da ist. Am Ende wirkt es auf mich so, als ob noch einmal alles hineingepackt wurde, was ging und es ist mir zu überladen. Nachdem ich den ersten Satz gelesen hatte, hatte ich mir viel mehr von dieser Geschichte versprochen, aber zum Ende hin konnte „Miss Bensons Reise“ dieser Erwartung nicht gerecht werden. Nichtsdestotrotz ist es ist ein deutliches Plädoyer für die Kraft der Freundschaft und dafür, an seinen Lebensträumen festzuhalten, um sich nicht selbst zu verlieren. Es ist ein Buch, das gut zwischendurch gelesen werden kann, wenn der Kopf mal wieder ein etwas leichteres Buch gebrauchen kann, aber es ist für mich kein Buch, in das ich eintauchen konnte.
Eine besondere Freundschaft
Ich brauchte ein wenig um in die Geschichte reinzukommen und mich mit den beiden Hauptfiguren Miss Benson und Enid anzufreunden. Beide sind grundverschieden und auf ihre Art sehr speziell. Über die Zeit entsteht eine wahre Freundschaft zwischen den beiden. Den Schreibstil fand ich nicht so fesselnd und habe daher immer wieder Sätze übersprungen ohne wirklich was zu verpassen. Auch gefiel mir nicht, dass Mr.Mundiac so viel Raum bekommen hat. Ihn fand ich für die Story eher störend, das Ende wäre auch auf anderem Wege möglich gewesen. Ich habe es zu Ende gelesen und es war kein schlechtes Buch, aber eben auch keins was mir lange im Kopf bleiben wird
Quirky characters and interesting storytelling. Some parts were really just super long, but the quirky remarks in between made it worthwhile. It's a lovely story about friendship and pulling through, having hope and living your dreams. It is important to note though that a few TRIGGER WARNINGS should be in order. So here they are - they might contain plot spoilers : mention of suicide, murder, stalking, failed pregnancies, childbirth
Wundervoll und zauberhaft! Was für eine tolle Reise, diese beiden gegensätzlichen Frauen auf dem Trip ihres Lebens zu begleiten! Wo zu Beginn falsche Naivität bei Enid gezeigt wurde, habe ich diesen liebevollen Charakter, genau wie Marge, mit jeder Seite mehr ins Herz geschlossen. Wie wundervoll zu lesen, dass sich Menschen finden, die gar nicht gewusst haben, dass sie sich brauchen. Eine Ode an die Freundschaft und die Berge, die sie versetzen kann. Toll!
Eine zauberhafte Geschichte - leider zeitweise mit einigen Längen
Ich liebe Margery Benson und Enid Pretty einfach! Die Autorin hat hier zwei wunderbare Charaktere erschaffen und die Geschichte um die Suche nach den goldenen Käfer ist wirklich toll. Teilweise zog sie sich aber auch etwas in die Länge. Das Hörbuch ist im Übrigen auch wärmstens zu empfehlen!
Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar Preis: € 16,99 [D] Verlag: FISCHER E-Books Seiten: 480 Format: Ebook Reihe: - Erscheinungsdatum: 30.12.2020 Inhalt: Zwei unvergessliche Frauen auf der Reise ihres Lebens »Es passiert so leicht, dass man sein Leben mit Dingen verbringt, für die man kein bisschen brennt. Aber jetzt waren sie endlich unterwegs!« Margery Benson hat einen großen Traum: den goldenen Käfer in Neukaledonien zu finden, den ihr Vater ihr einst in einem Naturkundebuch gezeigt hat. Doch dieser Traum ist über die Jahre hin genauso verdorrt wie Margery selbst. Bis an einem grauen Londoner Morgen mit einem Schlag alles anders wird. Kurz darauf findet sich Margery auf einem Dampfer nach Australien wieder, an ihrer Seite die junge Enid Pretty. Die plapperhafte Sexbombe ist nicht gerade das, was sich Margery als seriöse Begleitung auf ihrer Expedition vorgestellt hat. Doch auch Enid hat ein Geheimnis und hegt einen Traum. Zusammen begeben sich die beiden ungleichen Frauen in ein Abenteuer, das die kühnsten Erwartungen übertrifft. Eine hinreißende Geschichte über Freundschaft und Freiheit: Wie wir den Mut finden, an Träume zu glauben und einander zu helfen, sie zu verwirklichen. Meine Meinung: Dieses Buch war eine kleine Überraschung für mich. Ich habe bereits das Buch "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" der Autorin hier in meinem Regal stehen und wollte es immer lesen. Daher war ich ebenso neugierig auf ihr neuestes Werk, das mich von der Inhaltsangabe her sofort angesprochen hat. Englische Frauenpower in den Jahren der Rationierung nach dem Krieg. Unsere Hauptprotagonistin ist Margery. Sie hat seit ihrer Kindheit den Traum einen bisher unentdeckten goldenen Käfer zu finden, der angeblich auf Neukaledonien angesiedelt ist. Doch die Jahre vergehen, ohne dass sie sich auf die Suche begibt. Bis sie eines Tages endlich den Entschluss dazu fasst, ihr Erspartes in Frühstücksfleisch, Ausrüstung und Ticket- sowie Übernachtungskosten zu stecken und sich auf die abenteuerlichste Reise ihres Lebens zu begeben. Begleitet wird sie von Enid Pretty, die ihr als Assistentin zur Seite stehen soll. Enid ist ein bunter Vogel und wäre definitiv nicht ihrer erste Wahl gewesen, doch die beiden anderen Kandidaten hatten sich schnell als unbrauchbar erwiesen. In einigen Kapiteln geht es noch um eine dritte Person, die ich sie aus spannungstechnischer Sicht hier ausklammere. Man darf ja nicht alles verraten. ;) Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer. Ich brauchte Zeit, bis ich mit dem Inhalt und den Personen warm wurde. Aber als ich mich auf die etwas überzogene Art der beiden Damen eingelassen habe, rauschte die Geschichte immer schneller an mir vorbei. Dies wird auch noch durch den flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil unterstützt. Gekonnt entwickelt die Autorin unsere beiden Heldinnen weiter und lässt sie über sich hinauswachsen. Wer hätte gedacht, dass eine alternde Dame mit Hüftschmerzen sich in Männersachen einen wildbewachsenen Berg hoch und runterschlägt, während sie mit einem Messer den Weg freiräumt? Ein typisches Frauenbild ist das nicht. Und das gefällt mir ungemein. Bei diesem Abenteuer gilt viele Probleme zu umschiffen und persönliche Differenzen beizulegen. Als Leser begleitet man die beiden Frauen und erlebt, wie sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen ihnen entwickelt. Das Ende hat mir unglaublich gut gefallen. Es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Eine Mischung aus bittersüßer Tragik und Glücksgefühlen. Fazit: Es ist eine Geschichte über das Ergreifen von Chancen und dem Verfolgen von Träumen. Emotional, abenteuerlich und unterhaltsam. Absolut lesenswert. Sie hat mir gut gefallen und ich vergebe vier Sterne.
Der Hype um dieses Buch hat mich mitgerissen und so habe ich es als Rezensionsexemplar erhalten und lesen dürfen... Das Buch ist richtig gut geschrieben, sodass man es nicht aus der Hand legen kann. Ich war von dem Schreibstil und der Geschichte sehr begeistert. Die Protagonisten hätten nicht unterschiedlicher sein können und es passte trotzdem. Es gab im Laufe des Buches aber auch Protagonisten, die mir nicht so gefallen haben, wie z. B. die Ehefrau des britischen Konsuls in Neukaledonien, einer der Bewerber für Margery´s Forschungsreise war ebenfalls nicht so doll! Nichts destotrotz hat mich die Autorin mit diesem Buch mehr als abgeholt und ich finde die Art und Weise des "Werdegangs" der Geschichte richtig, richtig gut. Die Kapitel im Buch wurden immer mal von einer anderen Person aus erzählt, was sehr abwechslungsreich war. Die Länge der Kapitel waren auch sehr gut abgestimmt, sodass man sich nicht "verloren" vorkam. Von dem Ende war ich jedoch gar nicht begeistert!!! Das hätte anders laufen MÜSSEN!!!
Eine spannende Geschichte mit Margery Benson. Margery hat einen großen Traum: Sie möchte den goldenen Käfer in Neukaledonien finden. Als Margery ein kleines Mädchen war, hat ihr Vater diesen goldenen Käfer ihr in einem Naturkundebuch gezeigt. Eines Tages beschließt Margery nach Neukaledonien zu reisen und diesen goldenen Käfer zu suchen und zu finden. Auf dieser Reise wird sie von Enid Pretty begleitet. Beide Frauen verfolgen einen Traum. Werden sie ihre Träume erfüllen? Wird Margery Benson diesen Käfer finden? Welche Abenteuer erleben die beiden Frauen auf der Expedition? Und wo liegt Neukaledonien überhaupt?
Mit Miss Benson und Enid Pretty auf Käfer-Expedition in Neukaledonien zu gehen, ist ein großes Vergnügen mit hohem Unterhaltungswert, was wohl vor allem dem ungleichen paar Frauen geschuldet ist, dass sich im Verlaufe des Romans zusammenrauft und eine tiefe, warmherzige Freundschaft eingeht, von der beide in äußerst positiver Weise profitieren. Auch wenn Margery und Enid in ihrer Figurenzeichnung manchmal schon fast karikaturhafte Züge besitzen, kann die einnehmende Geschichte doch über weite Teile gut amüsieren und fesseln. Dies gelingt besonders im ersten Teil, in dem die Expeditionsvorbereitungen und die eigentliche Anreise zum Zielort im Mittelpunkt stehen. Hier wird viel Abwechslung geboten, die Hintergrundgeschichte zu Margery und das mühsame Aneinandergewöhnen der beiden Protagonistinnen sind gut beobachtet und mit leichter Hand witzig geschrieben. Im eigentlichen Neukaledonien-Teil gibt es dann doch ein paar Längen, auch weil der humorvolle Schreibstil und die stark typenhafte Konzeption der Figuren sich abnutzen und dafür sorgen, dass man die Geschichte nicht mehr so recht ernst nehmen kann. Dennoch: die lebendigen und anregenden Dialoge, das Hinwegträumen an einen fernen Ort und der zeitliche Rahmen der 50er Jahre machen den Roman insgesamt zu einem sehr heiteren Leseerlebnis, das schlussendlich jedoch von einem melodramatischen und nicht recht zum Gesamtkonstrukt des Romans passenden Ende überschattet wird.
Dieses Buch hat mich sehr berührt, an einigen Stellen zum Lachen gebracht und an anderen Stellen mit den Figuren mitleiden lassen. Die Autorin hat das Seelenleben der Hauptfiguren hervorragend herausgearbeitet, sie erschienen mir in sich schlüssig und ihre Handlungen und Gefühle waren absolut nachvollziehbar. Bei den Nebenfiguren ist das nicht immer so gut gelungen, zum Beispiel fand ich den abgelehnten Bewerber um den Posten als Reisebegleiter doch ein wenig zu klischeehaft als traumatisierten Exsoldaten dargestellt und seine Besessenheit mit Miss Benson und deren Reise hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Auch die Handlung schien mir an einigen Stellen zu glatt zu laufen (z.B. das Einschiffen ohne Pass, das Organisieren diverser notwendiger Gegenstände durch Enid). Aber in Summe hat mich das Buch sehr berührt, es ist sehr warm, lebendig und mit einem wirklich gelungenen Humor erzählt und hat mir einige sehr schöne Stunden bereitet.
Das letzte Buch von Rachel Joyce, "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry", habe ich nicht gemocht, muss ich zugeben. Da mir aber der Schreibstil gut gefallen hatte, war ich neugierig auf "Miss Bensons Reise" und wurde diesmal nicht enttäuscht. Ich habe dieses Buch unheimlich genossen. Der Schreibstil ist wieder super, es lässt sich sehr gut lesen, und ich mag es, wie detailliert die Autorin ihre Charaktere ausgearbeitet hat. Es fällt dadurch ganz leicht, eine Bindung zu ihnen aufzubauen und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Der Haupthandlungsstrang, nämlich dass sich eine Frau in den 40ern, die eigentlich Lehrerin ist, auf eine Expedition geht, um den goldenen Käfer von Neukaledonien zu finden, war ungewöhnlich. Das hat mich direkt gelockt. Ich mag Miss Benson, die ihre Expedition ganz alleine organisiert und eigentlich keine Ahnung hat, was sie erwartet. Die Kombination mit ihrer Assistentin Enid Perry, die so anders ist als sie und sie anfangs in den Wahnsinn treibt, ist absolut genial. Ich mag diese beiden so verschiedenen Frauen total und habe es geliebt zu lesen, wie sie sich gegenseitig beim Wachstum geholfen haben. Ich bin von diesem Buch wirklich begeistert und habe wunderschöne Lesestunden damit verbracht. Für mich gehört es definitiv zu den besten Büchern, die ich 2022 bisher gelesen habe.
Miss Benson ist schon eine seltsame Person. Sie scheint ein wenig übergewichtig zu sein, ihre Kleidung ist eher (sehr) abgenutzt, ihre Schuhe längst durchgelaufen und ihre Haare sehen aus, als trüge sie ein Vogelnest spazieren. Fünf Jahre ist es her, dass der zweite Weltkrieg vorbei ist. Noch immer gibt es in London nicht alles zu kaufen und Lebensmittel nur auf Bezugskarten. Miss Benson unterrichtet an einer Schule, erklärt den Mädchen ihrer Klasse, wie man mit den vorhandenen Konserven ein ordentliches Essen auf den Tisch zaubert. Doch als die Mädchen, die noch nicht Fünfzigjährige, ihres Aussehens wegen ärgern, dreht Margery Benson plötzlich durch. Sie bestiehlt ihre Konrektorin und läuft einfach weg. Margery Benson hat in jungen Jahren ihren Vater und ihre Brüder an einem Tag verloren. Ihre Mutter hat dieses Schicksal auch nie verarbeitet und war Margery nie nah. Das einzige was Margery geblieben ist, sind die Erinnerungen an den Vater; über ihre gemeinsame Liebe zu Käfern. Miss Benson setzte sich in den Kopf, den goldenen kleinen Käfer, den ihr Vater ihr gezeigt hat, zu finden. Sie macht sich auf den Weg nach Neukaledonien. Nicht alleine, mit einer Frau die sie vorher nie gesehen hat, reist sie mit dem Schiff um die halbe Welt. Rachel Joyce schreibt in einem leicht sarkastischen, schwarz angehauchten Humor und einer sympathischen Art. Es ist ein leichtes in den Roman einzusteigen und die seltsame Miss Benson auf ihrer merkwürdigen Reise zu begleiten. Schon 2012 hatte mir der Roman Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Frey sehr gut gefallen. Auch dieser hochgelobte Roman war in einer ähnlichen Art geschrieben. Doch Miss Benson, gefällt mir um einiges mehr. Ihre schrullige Art, die durchgeknallte Freundin Enid und der seltsame Mr. Mundic (die anderen Hauptrollen) sind so unterhaltsam, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Rachel Joyce war nie in Neukaledonien, wo der goldene Käfer angeblich gesichtet wurde, und doch beschreibt sie die Umgebung in den buntesten Farben, so dass man sich mitten im Urwald wähnt. Ich bin jedenfalls absolut begeistert. Eine tolle Unterhaltung und ein Mutmach-Buch für Frauen, die sich vielleicht mal aus ihrer Komfortzone herauswagen sollten, um das Abenteuer zu suchen. Lebe endlich aus, was du tief in dir spürst, aber nie heraus lassen würdest, weil man es dir nicht zutraut. Finde die Freundin, die dich über den Tod hinaus begleiten würde!
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Dies ist die Geschichte einer spektakulären Frauenfreundschaft, über die Wunder der Welt und die Freude am Unbekannten – und damit das perfekte Gegenmittel zu dieser seltsamen, eingeschränkten Zeit, die wir gerade durchmachen.« Der SPIEGEL-Bestseller von Rachel Joyce.
Raus aus dem grauen London der fünziger Jahre, hinein ins Abenteuer bis ans andere Ende der Welt. Margery Benson und ihre junge Assistentin Enid Pretty wagen sich auf den Weg nach Neu-Kaledonien, um ihre Lebensträume wahr zu machen. Eine hinreißende Geschichte über Freundschaft und Freiheit, voller Mut, Hoffnung und Humor.
»Es ist nie zu spät, sich selbst zu überraschen, daran wird man selten mit so viel Wärme und Witz erinnert wie in diesem Roman.« Freundin
Zwei unvergessliche Freundinnen auf der Reise ihres Lebens: der große Roman von Rachel Joyce, Autorin des Welt-Bestsellers »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry«.
Book Information
Author Description
Rachel Joyce nimmt uns in ihren Romanen immer wieder mit auf besondere Lebensreisen. Mit ihren liebenswerten Figuren, ihrem Humor und ihrer feinfühligen Sprache bewegt sie Millionen Leserinnen und Leser. Für ihre Werke, darunter »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry«, wurde sie vielfach ausgezeichnet. Rachel Joyce war Bühnenschauspielerin u.a. bei der Royal Shakespeare Company und ist Autorin zahlreicher Hörspiele für die BBC. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Land in Gloucestershire.
Posts
„Die Qualität eines Lebens hängt nicht von seiner Länge ab, sondern von seiner Tiefe.“
In Miss Bensons Reise begleiten wir zunächst Margery. Sie verliebt sich bereits im Kindesalter durch ihren Vater in die Welt der Käfer und setzt sich das Ziel, eines Tages nach Neukaledonien zu reisen, um den bisher unentdeckten goldenen Käfer zu finden. Viele, viele Jahre später arbeitet Margery mittlerweile als Lehrerin, ihre Reisepläne liegen schon lange auf Eis. Durch eine bestimmte Situation im Unterricht macht es allerdings irgendwie klick bei ihr, sie marschiert aus der Schule und ihre Reisepläne sind wieder präsenter denn je. Für ihre Reise benötigt sie natürlich noch eine Assistenz und auf vielen Umwegen (und als Margerys letzte Wahl wenn wir ehrlich sind) wird das Enid Pretty. Die beiden Frauen machen sich auf die Reise ihres Lebens. Ich musste tatsächlich mit beiden Frauen erstmal warm werden und habe ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, habe sie aber schlussendlich in mein Herz geschlossen. Den Schreibstil fand ich total erfrischend. Es ging teilweise auch um wirklich harte Themen und gerade Margery hat zwischenzeitlich einfach nur gelitten, Rachel Joyce hat das aber immer wieder mit einem Augenzwinkern aufgelockert und Szenen teilweise mit so einer Komik beschrieben, dass ich oft laut aufgelacht habe. Es hat richtig Spaß gemacht, mit auf die Reise nach Neukaledonien zu gehen und nach dem goldenen Käfer zu suchen. Durch die vielen Entwicklungen im Buch wurde mir überhaupt nicht langweilig! Das war mal eine ganz andere Art Geschichte und ich mochte sie gerne! Das Ende hat mich wirklich traurig gemacht…Was ich aber ebenfalls sehr mochte, war das Interview mit Margery und Enid ganz am Ende des Buches, tolle Idee!

Miss Bensons Reise von Rachel Joyce habe ich als Hörbuch gehört, hervorragend gelesen von Gabriele Blum. Die Charaktere und die Geschichte werden durch die Lesung auf wunderbare Weise lebendig und das Hörerlebnis ist ein wirklicher Genuss. Wir erleben die Abenteuer und die Selbstfindung der Protagonistin Margery Benson. Die Geschichte spielt in den 1950er Jahren und erzählt von Margery, einer alleinstehenden Lehrerin in London, die sich auf die Suche nach dem legendären goldenen Käfer von Neukaledonien macht. Margery Benson, die in ihrer Kindheit eine tragische Familiengeschichte erlebt hat, beschließt, ihren Traum zu verwirklichen. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, begleitet von der exzentrischen und geheimnisvollen Enid Pretty. Die beiden Frauen entwickeln im Laufe der Reise eine tiefe Freundschaft und unterstützen sich gegenseitig. Der Roman ist humorvoll, und bietet trotzdem eine Tiefe in der Schilderung der Personen und ihren schwierigen Lebensumständen. Gleichzeitig erhält man einen Einblick in die Situation alleinstehender Frauen in den 50er Jahren. Enid Pretty, Margerys Begleiterin, erscheint zunächst oberflächlich und unpassend und verbirgt ein Geheimnis. Im Verlauf des Abenteuers zeigt sich, dass Enid über Mut, Herzenswärme und einen erfrischenden Pragmatismus verfügt. Auch sie hat einen Lebenstraum, dem sie folgt. Mundic - eine weitere wichtige Figur in dem Roman - ist ein ehemaliger Soldat, der von seinen Kriegserfahrungen traumatisiert wurde. Er fixiert sich auf Margery und folgt ihr auf der Expedition nach Neukaledonien. Seine Besessenheit und seine posttraumatischen Wahnvorstellungen spiegeln die Grausamkeit seiner Erfahrung als Kriegsgefangener wider. Seine daraus resultierenden Handlungen bringen zusätzliche Spannung und Tiefe in die Geschichte. Als ich Miss Bensons Reise hörte, war ich besonders berührt von dem Gegensatz zwischen dem leichten, humorvollen Schreibstil und den ernsten, schweren Schicksalen der Protagonist:innen. Ein Moment, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, war, als Margery sich in einem Schaufenster spiegelt und erkennt, dass sie sich selbst mag. Zu dieser Erkenntnis gelangt sie nicht zuletzt durch die Freundschaft und den Optimismus von Enid. Es ist ein Roman erfüllt von Mut- und Abenteuerlust, der aber auch von persönlichen Schwierigkeiten und deren Überwindung durch Freundschaft und Mut erzählt.
Rachel Joyce ist meine Entdeckung des Jahres. Wie wunderschön kann sie sich bitte ausdrücken? Mein 3. Buch von ihr, das ich innerhalb weniger Tage durchgelesen habe und am liebsten gar nicht mehr weggelegt hätte. Ich musste beim Lesen sehr oft lachen, ebenso standen mir oft auch Tränen in den Augen. Hätte die beiden Frauen noch ewig auf unzähligen Expeditionen begleiten können.. unbedingt lesen :) »WENN DU ETWAS NOCH NIE GETAN HAST, HEIßT DAS NICHT, DASS DU NICHT DAMIT ANFANGEN KANNST.«
Eine wunderbare Geschichte über Frauenfreundschaft und das Leben, wie es durchaus sein kann!
Ich habe etwas gebraucht um in die Geschichte einzutauchen, wurde dann aber total mitgerissen. Die zwei grundverschiedenen, und jede auf ihre Weise sonderbaren Frauen, treffen aufeinander und müssen von nun an ihr Leben gemeinsam meistern. Dabei entsteht eine wunderbare Freundschaft die ihres gleichen sucht. Eine spannende, witzige, berührende und teilweise skurrile Erzählung, hat mir sehr gefallen und mich bis zum Ende sehr gefesselt.
⭐️⭐️⭐️⭐️ Inhalt/ Idee der Geschichte ⭐️⭐️⭐️ Charaktere ⭐️⭐️⭐️ Stil/Sprache ⭐️⭐️⭐️⭐️Verständlichkeit ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Cover ⭐️⭐️⭐️ Klappentext ⭐️⭐️Spannung „Was uns zugestoßen ist, macht nicht das aus, was wir sind. Wir können sein, was wir sein möchten.“ ~~~~~~~~~~~~ Das wundervolle Cover hat mich zum Kauf überzeugt. Die Handlung ist erfrischend anders. Zwei Britinnen gehen im Jahr 1950 auf Exkursion nach einem unentdeckten Käfer und treten dafür eine Reise um die Welt an. Aus zwei unterschiedlichen Charakteren, die zu Anfang so gar nicht zusammenpassen wollen, entwickelt sich eine tolle Frauenfreunschaft. Fragezeichen aufgeworfen hat bei mir ein ehemaliger Kriegsgefangener, der die beiden das gesamte Buch über verfolgt und immer wieder Wahnvorstellungen hat und unter Aggressionsproblemen leidet. Dieser Charakter macht für mich das Geschehen etwas kaputt, da ich ihn auch nicht richtig in den Roman einordnen kann. Das Ende hat mich persönlich sehr enttäuscht. Es ist leider gar nicht nach meinem Geschmack.

Die Spannung vom Anfang konnte nicht gehalten werden "Als Margery zehn war, verliebte sich sich in einen Käfer." Mit diesem Satz beginnt das Buch und ich war ganz fasziniert, denn dieser Satz versprach soviel. Die Leseprobe gefiel mir auch, so dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Die erste Hälfte des Buchs konnte meiner Erwartungshaltung auch gerecht werden und ich habe mit Spannung verfolgt, wie die Charaktere und die Geschichte aufgebaut wurden. Die beiden Hauptpersonen ergänzen sich durch ihre Gegensätzlichkeit und auch der geheimnisvolle Mr. Mundic sorgt schon durch sein Verhalten für erste Spannung. Die beiden unterschiedlichen Frauen lernen sich auf der gemeinsamen Reise besser kennen und legen den ersten Grundstein für ihre ungewöhnliche Freundschaft. Doch irgendwie gelingt es Rachel Joyce dann im zweiten Teil nicht, die Figuren weiter auszuarbeiten, so dass sie auf mich sehr stereotyp wirken. Auf der einen Seite wirkt Margery auf mich wie jemand, der aus der Zeit gefallen ist, eine typische „alte Jungfer“ und völlig lebensfremd. Auch bei Enid Pretty wird ein Klischee bedient, dass der leicht naiven Blondine, obwohl sie eine wirklich handfeste Person ist, die mitten im Leben steht. Die Geschichte fließt so vor sich hin und es geht auf Käfersuche, kann mich aber nicht in den Bann ziehen, obwohl viel Potential dafür da ist. Am Ende wirkt es auf mich so, als ob noch einmal alles hineingepackt wurde, was ging und es ist mir zu überladen. Nachdem ich den ersten Satz gelesen hatte, hatte ich mir viel mehr von dieser Geschichte versprochen, aber zum Ende hin konnte „Miss Bensons Reise“ dieser Erwartung nicht gerecht werden. Nichtsdestotrotz ist es ist ein deutliches Plädoyer für die Kraft der Freundschaft und dafür, an seinen Lebensträumen festzuhalten, um sich nicht selbst zu verlieren. Es ist ein Buch, das gut zwischendurch gelesen werden kann, wenn der Kopf mal wieder ein etwas leichteres Buch gebrauchen kann, aber es ist für mich kein Buch, in das ich eintauchen konnte.
Eine besondere Freundschaft
Ich brauchte ein wenig um in die Geschichte reinzukommen und mich mit den beiden Hauptfiguren Miss Benson und Enid anzufreunden. Beide sind grundverschieden und auf ihre Art sehr speziell. Über die Zeit entsteht eine wahre Freundschaft zwischen den beiden. Den Schreibstil fand ich nicht so fesselnd und habe daher immer wieder Sätze übersprungen ohne wirklich was zu verpassen. Auch gefiel mir nicht, dass Mr.Mundiac so viel Raum bekommen hat. Ihn fand ich für die Story eher störend, das Ende wäre auch auf anderem Wege möglich gewesen. Ich habe es zu Ende gelesen und es war kein schlechtes Buch, aber eben auch keins was mir lange im Kopf bleiben wird
Quirky characters and interesting storytelling. Some parts were really just super long, but the quirky remarks in between made it worthwhile. It's a lovely story about friendship and pulling through, having hope and living your dreams. It is important to note though that a few TRIGGER WARNINGS should be in order. So here they are - they might contain plot spoilers : mention of suicide, murder, stalking, failed pregnancies, childbirth
Wundervoll und zauberhaft! Was für eine tolle Reise, diese beiden gegensätzlichen Frauen auf dem Trip ihres Lebens zu begleiten! Wo zu Beginn falsche Naivität bei Enid gezeigt wurde, habe ich diesen liebevollen Charakter, genau wie Marge, mit jeder Seite mehr ins Herz geschlossen. Wie wundervoll zu lesen, dass sich Menschen finden, die gar nicht gewusst haben, dass sie sich brauchen. Eine Ode an die Freundschaft und die Berge, die sie versetzen kann. Toll!
Eine zauberhafte Geschichte - leider zeitweise mit einigen Längen
Ich liebe Margery Benson und Enid Pretty einfach! Die Autorin hat hier zwei wunderbare Charaktere erschaffen und die Geschichte um die Suche nach den goldenen Käfer ist wirklich toll. Teilweise zog sie sich aber auch etwas in die Länge. Das Hörbuch ist im Übrigen auch wärmstens zu empfehlen!
Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar Preis: € 16,99 [D] Verlag: FISCHER E-Books Seiten: 480 Format: Ebook Reihe: - Erscheinungsdatum: 30.12.2020 Inhalt: Zwei unvergessliche Frauen auf der Reise ihres Lebens »Es passiert so leicht, dass man sein Leben mit Dingen verbringt, für die man kein bisschen brennt. Aber jetzt waren sie endlich unterwegs!« Margery Benson hat einen großen Traum: den goldenen Käfer in Neukaledonien zu finden, den ihr Vater ihr einst in einem Naturkundebuch gezeigt hat. Doch dieser Traum ist über die Jahre hin genauso verdorrt wie Margery selbst. Bis an einem grauen Londoner Morgen mit einem Schlag alles anders wird. Kurz darauf findet sich Margery auf einem Dampfer nach Australien wieder, an ihrer Seite die junge Enid Pretty. Die plapperhafte Sexbombe ist nicht gerade das, was sich Margery als seriöse Begleitung auf ihrer Expedition vorgestellt hat. Doch auch Enid hat ein Geheimnis und hegt einen Traum. Zusammen begeben sich die beiden ungleichen Frauen in ein Abenteuer, das die kühnsten Erwartungen übertrifft. Eine hinreißende Geschichte über Freundschaft und Freiheit: Wie wir den Mut finden, an Träume zu glauben und einander zu helfen, sie zu verwirklichen. Meine Meinung: Dieses Buch war eine kleine Überraschung für mich. Ich habe bereits das Buch "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" der Autorin hier in meinem Regal stehen und wollte es immer lesen. Daher war ich ebenso neugierig auf ihr neuestes Werk, das mich von der Inhaltsangabe her sofort angesprochen hat. Englische Frauenpower in den Jahren der Rationierung nach dem Krieg. Unsere Hauptprotagonistin ist Margery. Sie hat seit ihrer Kindheit den Traum einen bisher unentdeckten goldenen Käfer zu finden, der angeblich auf Neukaledonien angesiedelt ist. Doch die Jahre vergehen, ohne dass sie sich auf die Suche begibt. Bis sie eines Tages endlich den Entschluss dazu fasst, ihr Erspartes in Frühstücksfleisch, Ausrüstung und Ticket- sowie Übernachtungskosten zu stecken und sich auf die abenteuerlichste Reise ihres Lebens zu begeben. Begleitet wird sie von Enid Pretty, die ihr als Assistentin zur Seite stehen soll. Enid ist ein bunter Vogel und wäre definitiv nicht ihrer erste Wahl gewesen, doch die beiden anderen Kandidaten hatten sich schnell als unbrauchbar erwiesen. In einigen Kapiteln geht es noch um eine dritte Person, die ich sie aus spannungstechnischer Sicht hier ausklammere. Man darf ja nicht alles verraten. ;) Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer. Ich brauchte Zeit, bis ich mit dem Inhalt und den Personen warm wurde. Aber als ich mich auf die etwas überzogene Art der beiden Damen eingelassen habe, rauschte die Geschichte immer schneller an mir vorbei. Dies wird auch noch durch den flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil unterstützt. Gekonnt entwickelt die Autorin unsere beiden Heldinnen weiter und lässt sie über sich hinauswachsen. Wer hätte gedacht, dass eine alternde Dame mit Hüftschmerzen sich in Männersachen einen wildbewachsenen Berg hoch und runterschlägt, während sie mit einem Messer den Weg freiräumt? Ein typisches Frauenbild ist das nicht. Und das gefällt mir ungemein. Bei diesem Abenteuer gilt viele Probleme zu umschiffen und persönliche Differenzen beizulegen. Als Leser begleitet man die beiden Frauen und erlebt, wie sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen ihnen entwickelt. Das Ende hat mir unglaublich gut gefallen. Es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Eine Mischung aus bittersüßer Tragik und Glücksgefühlen. Fazit: Es ist eine Geschichte über das Ergreifen von Chancen und dem Verfolgen von Träumen. Emotional, abenteuerlich und unterhaltsam. Absolut lesenswert. Sie hat mir gut gefallen und ich vergebe vier Sterne.
Der Hype um dieses Buch hat mich mitgerissen und so habe ich es als Rezensionsexemplar erhalten und lesen dürfen... Das Buch ist richtig gut geschrieben, sodass man es nicht aus der Hand legen kann. Ich war von dem Schreibstil und der Geschichte sehr begeistert. Die Protagonisten hätten nicht unterschiedlicher sein können und es passte trotzdem. Es gab im Laufe des Buches aber auch Protagonisten, die mir nicht so gefallen haben, wie z. B. die Ehefrau des britischen Konsuls in Neukaledonien, einer der Bewerber für Margery´s Forschungsreise war ebenfalls nicht so doll! Nichts destotrotz hat mich die Autorin mit diesem Buch mehr als abgeholt und ich finde die Art und Weise des "Werdegangs" der Geschichte richtig, richtig gut. Die Kapitel im Buch wurden immer mal von einer anderen Person aus erzählt, was sehr abwechslungsreich war. Die Länge der Kapitel waren auch sehr gut abgestimmt, sodass man sich nicht "verloren" vorkam. Von dem Ende war ich jedoch gar nicht begeistert!!! Das hätte anders laufen MÜSSEN!!!
Eine spannende Geschichte mit Margery Benson. Margery hat einen großen Traum: Sie möchte den goldenen Käfer in Neukaledonien finden. Als Margery ein kleines Mädchen war, hat ihr Vater diesen goldenen Käfer ihr in einem Naturkundebuch gezeigt. Eines Tages beschließt Margery nach Neukaledonien zu reisen und diesen goldenen Käfer zu suchen und zu finden. Auf dieser Reise wird sie von Enid Pretty begleitet. Beide Frauen verfolgen einen Traum. Werden sie ihre Träume erfüllen? Wird Margery Benson diesen Käfer finden? Welche Abenteuer erleben die beiden Frauen auf der Expedition? Und wo liegt Neukaledonien überhaupt?
Mit Miss Benson und Enid Pretty auf Käfer-Expedition in Neukaledonien zu gehen, ist ein großes Vergnügen mit hohem Unterhaltungswert, was wohl vor allem dem ungleichen paar Frauen geschuldet ist, dass sich im Verlaufe des Romans zusammenrauft und eine tiefe, warmherzige Freundschaft eingeht, von der beide in äußerst positiver Weise profitieren. Auch wenn Margery und Enid in ihrer Figurenzeichnung manchmal schon fast karikaturhafte Züge besitzen, kann die einnehmende Geschichte doch über weite Teile gut amüsieren und fesseln. Dies gelingt besonders im ersten Teil, in dem die Expeditionsvorbereitungen und die eigentliche Anreise zum Zielort im Mittelpunkt stehen. Hier wird viel Abwechslung geboten, die Hintergrundgeschichte zu Margery und das mühsame Aneinandergewöhnen der beiden Protagonistinnen sind gut beobachtet und mit leichter Hand witzig geschrieben. Im eigentlichen Neukaledonien-Teil gibt es dann doch ein paar Längen, auch weil der humorvolle Schreibstil und die stark typenhafte Konzeption der Figuren sich abnutzen und dafür sorgen, dass man die Geschichte nicht mehr so recht ernst nehmen kann. Dennoch: die lebendigen und anregenden Dialoge, das Hinwegträumen an einen fernen Ort und der zeitliche Rahmen der 50er Jahre machen den Roman insgesamt zu einem sehr heiteren Leseerlebnis, das schlussendlich jedoch von einem melodramatischen und nicht recht zum Gesamtkonstrukt des Romans passenden Ende überschattet wird.
Dieses Buch hat mich sehr berührt, an einigen Stellen zum Lachen gebracht und an anderen Stellen mit den Figuren mitleiden lassen. Die Autorin hat das Seelenleben der Hauptfiguren hervorragend herausgearbeitet, sie erschienen mir in sich schlüssig und ihre Handlungen und Gefühle waren absolut nachvollziehbar. Bei den Nebenfiguren ist das nicht immer so gut gelungen, zum Beispiel fand ich den abgelehnten Bewerber um den Posten als Reisebegleiter doch ein wenig zu klischeehaft als traumatisierten Exsoldaten dargestellt und seine Besessenheit mit Miss Benson und deren Reise hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Auch die Handlung schien mir an einigen Stellen zu glatt zu laufen (z.B. das Einschiffen ohne Pass, das Organisieren diverser notwendiger Gegenstände durch Enid). Aber in Summe hat mich das Buch sehr berührt, es ist sehr warm, lebendig und mit einem wirklich gelungenen Humor erzählt und hat mir einige sehr schöne Stunden bereitet.
Das letzte Buch von Rachel Joyce, "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry", habe ich nicht gemocht, muss ich zugeben. Da mir aber der Schreibstil gut gefallen hatte, war ich neugierig auf "Miss Bensons Reise" und wurde diesmal nicht enttäuscht. Ich habe dieses Buch unheimlich genossen. Der Schreibstil ist wieder super, es lässt sich sehr gut lesen, und ich mag es, wie detailliert die Autorin ihre Charaktere ausgearbeitet hat. Es fällt dadurch ganz leicht, eine Bindung zu ihnen aufzubauen und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Der Haupthandlungsstrang, nämlich dass sich eine Frau in den 40ern, die eigentlich Lehrerin ist, auf eine Expedition geht, um den goldenen Käfer von Neukaledonien zu finden, war ungewöhnlich. Das hat mich direkt gelockt. Ich mag Miss Benson, die ihre Expedition ganz alleine organisiert und eigentlich keine Ahnung hat, was sie erwartet. Die Kombination mit ihrer Assistentin Enid Perry, die so anders ist als sie und sie anfangs in den Wahnsinn treibt, ist absolut genial. Ich mag diese beiden so verschiedenen Frauen total und habe es geliebt zu lesen, wie sie sich gegenseitig beim Wachstum geholfen haben. Ich bin von diesem Buch wirklich begeistert und habe wunderschöne Lesestunden damit verbracht. Für mich gehört es definitiv zu den besten Büchern, die ich 2022 bisher gelesen habe.
Miss Benson ist schon eine seltsame Person. Sie scheint ein wenig übergewichtig zu sein, ihre Kleidung ist eher (sehr) abgenutzt, ihre Schuhe längst durchgelaufen und ihre Haare sehen aus, als trüge sie ein Vogelnest spazieren. Fünf Jahre ist es her, dass der zweite Weltkrieg vorbei ist. Noch immer gibt es in London nicht alles zu kaufen und Lebensmittel nur auf Bezugskarten. Miss Benson unterrichtet an einer Schule, erklärt den Mädchen ihrer Klasse, wie man mit den vorhandenen Konserven ein ordentliches Essen auf den Tisch zaubert. Doch als die Mädchen, die noch nicht Fünfzigjährige, ihres Aussehens wegen ärgern, dreht Margery Benson plötzlich durch. Sie bestiehlt ihre Konrektorin und läuft einfach weg. Margery Benson hat in jungen Jahren ihren Vater und ihre Brüder an einem Tag verloren. Ihre Mutter hat dieses Schicksal auch nie verarbeitet und war Margery nie nah. Das einzige was Margery geblieben ist, sind die Erinnerungen an den Vater; über ihre gemeinsame Liebe zu Käfern. Miss Benson setzte sich in den Kopf, den goldenen kleinen Käfer, den ihr Vater ihr gezeigt hat, zu finden. Sie macht sich auf den Weg nach Neukaledonien. Nicht alleine, mit einer Frau die sie vorher nie gesehen hat, reist sie mit dem Schiff um die halbe Welt. Rachel Joyce schreibt in einem leicht sarkastischen, schwarz angehauchten Humor und einer sympathischen Art. Es ist ein leichtes in den Roman einzusteigen und die seltsame Miss Benson auf ihrer merkwürdigen Reise zu begleiten. Schon 2012 hatte mir der Roman Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Frey sehr gut gefallen. Auch dieser hochgelobte Roman war in einer ähnlichen Art geschrieben. Doch Miss Benson, gefällt mir um einiges mehr. Ihre schrullige Art, die durchgeknallte Freundin Enid und der seltsame Mr. Mundic (die anderen Hauptrollen) sind so unterhaltsam, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Rachel Joyce war nie in Neukaledonien, wo der goldene Käfer angeblich gesichtet wurde, und doch beschreibt sie die Umgebung in den buntesten Farben, so dass man sich mitten im Urwald wähnt. Ich bin jedenfalls absolut begeistert. Eine tolle Unterhaltung und ein Mutmach-Buch für Frauen, die sich vielleicht mal aus ihrer Komfortzone herauswagen sollten, um das Abenteuer zu suchen. Lebe endlich aus, was du tief in dir spürst, aber nie heraus lassen würdest, weil man es dir nicht zutraut. Finde die Freundin, die dich über den Tod hinaus begleiten würde!





























