»Mensch, was haben wir alles hinter uns«

»Mensch, was haben wir alles hinter uns«

Hardback

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Description

Im November 1983 schrieb Erich Loest an seinen Schriftstellerkollegen Bernd Jentzsch: »Mensch, was haben wir alles hinter uns«. Hinter dem Ausspruch verbirgt sich ein einzigartiger Lebensweg durch das 20. Jahrhundert: der Kriegsdienst, die Nachkriegswirren, Loests Arbeit als Journalist, der 17. Juni 1953, seine mehrjährige Haft im Stasi-Zuchthaus Bautzen II, der Neubeginn als Schriftsteller in der DDR und die Be- und Verhinderung seines Schreibens im SED-Regime, dazu zählen auch: seine Ausreise in die Bundesrepublik 1981 und die Friedliche Revolution, die von seiner Heimatstadt Leipzig ausging. 1998 kehrte Loest nach Leipzig zurück und lebte dort bis zu seinem Tod 2013. Als Schriftsteller war Erich Loest stets Chronist seiner Zeit. Und auch seine Briefe sowie jene, die an ihn gerichtet wurden, sind mithin Zeitzeichen. Er korrespondierte mit zahlreichen Schriftstellerinnen und Schriftstellern – mit Sarah Kirsch, Christa Wolf, Günter Grass, Walter Kempowski, Günter Kunert und anderen – und er stand im Austausch mit namhaften Persönlichkeiten aus Politik und Kultur wie mit Sachsens Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf und den Malern Wolfgang Mattheuer und Johannes Heisig. Der Briefwechsel erscheint anlässlich Erich Loests 100. Geburtstag und versammelt rund 500 Briefe aus seinem Nachlass sowie ergänzende Texte und Kommentierungen. Erstmals publiziert wird hier auch eine Auswahl der Briefe, die Erich Loest während der siebenjährigen Haft im Stasi-Zuchthaus Bautzen II an seine Familie geschrieben hat.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Diaries & Letters
Format
Hardback
Pages
576
Price
28.80 €

Author Description

Erich Loest, geboren am 24. Februar 1926 in Mittweida, war ein bedeutender Chronist der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Zu seinen Büchern zählen Durch die Erde ein Riß (1981), Völkerschlachtdenkmal (1984), Nikolaikirche (1995) und Reichsgericht (2001). Bei Steidl erschienen von ihm u. a. Löwenstadt (2013) und Lieber hundertmal irren (2013). 1981 reiste Erich Loest aus der DDR aus; 1998 kehrte er zurück nach Leipzig, wo er 2013 verstarb.