Maus II
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Unglaublich gut, eine Geschichte die die Shoah beinahe zu lebendig macht.
In diesem absoluten Meisterwerk erzählt Art Spiegelmann die Geschichte seines Vaters, von der Zeit, noch vor dem Krieg, als er seine Frau Anja kennenlernte bis zu ihrer Wiedervereinbarung nach der Befreiung. Die Geschichte ist unglaublich emotional und die Grausamkeit und das Leid nur durch die Liebe der Hauptpersonen zueinander und das wissen dass wenigstens die beiden, wenn auch nicht ihre Freunde und Familien, überleben. Der Vater als alter Mann, der maximal unsympathisch ist, macht die ohnehin wahre Geschichte noch einmal glaubhafter: Hier wurde nichts geschönt, keiner versucht sich besser zu zeigen, als er ist. Auch der Sohn und Autor schreckt nicht davor zu zurück, seine eigenen negativen Seiten zu zeigen. Vieles bleibt subtil, aber dadurch umso eindrucksvoller, nachdem der Vater von den Gaskammern erzählt, tötet der Sohn mit Insektenspray eine Mücke, ähnlich wenig war ein jüdisches Leben den Nazis wert.... Ein Wermutstropfen war für mich die Entscheidung, die Nationalität sowie Jüdischkeit über verschiedene Tiere darzustellen, nicht nur waren die teils klischeebeladen, es essentialisiert den Unterschied zwischen Menschen. Für die Darstellbarkeit allerdings war es wunderbar, wenn die jüdischen Mäuse mit Masken unterwegs waren. Auch habe ich in den KZs nur Mäuse (Jüd:innen) gesehen, hier hätte ich mir insgesamt gewünscht , dass weitere Opfergruppen ebenfalls repräsentiert worden wären, wenn auch nur im Hintergrund. Alles in allem ein wunderbares Buch, das mit lange im Gedächtnis bleiben wird.
Sehr berührend und Interessant. Ich höre gerne die Geschichten von Zeitzeugen aus dem 2.WK und dieses hier ist wirklich gut verfasst. Der Art Style gefällt mir gut, anfangs hatte ich ein paar Probleme, ein paar stellen richtig zu lesen. Die Handlungen des Vaters sind im Krieg, als auch später in seinem Alter nachvollziehbar…
Eine wundervolle Graphic Novel. Grandiose zeichnerische Umsetzung. Besonders gut haben wir die zwei Ebenen gefallen. Wer ein wenig tiefer in den II. Weltkrieg eintauchen will, vor allem auch Details erfahren möchte und was diese Erfahrung mit Menschen auch im Nachgang macht, absolute leseempfehlung
I'm a little out of my depths, writing a review about this. It was not fun to read about everything that happened to Vladek Spiegelman. Then again, it wasn't meant to be fun. This was a confrontation with an insanely important part of history that we should not forget in order to avoid any repetitions. Some parts made me want to cry, some shocked me, some made me feel sick. The way in which the author tells the story of his father, past and present, in his comic moved me deeply. This is a great work that can visualise for many generations a historical event of which we can't begin to understand the proportions and repercussions. 4.5/5 ⭐
In 'Maus' erzählt der Comic-Zeichner Art Spiegelman die Geschichte seines Vaters Wladek Spiegelman, der einer der wenigen Überlebenden des Holocaust war. Das Medium selbst ist schon besonders für das Thema, doch noch spezieller wird es durch die Art der Gestaltung: alle Juden werden als Mäuse dargestellt, alle Deutschen als Katzen, Polen als Schweine. Wer denkt, die tierische Darstellung verharmlose den Holocaust, irrt. Grade die Verfremdung gibt dem Comic-Zeichner die Möglichkeit, die willkürliche Gewalt und das verursachte Leid schonungslos zu zeigen. Wir haben alle schon viele Geschichten über die Gräueltaten der Deutschen im dritten Reich gehört oder gelesen und 'Maus' erzählt sicherlich keine neuen, doch sie macht diese durch das persönliche Er- und Überleben des Vaters sehr greifbar. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass es ein 'Genug' an Beschäftigung mit dem, was nie mehr sein darf, gibt. Darüber hinaus zeigt gibt Art Spiegelman den Lesenden auch sehr persönliche und für ihn sicher schmerzliche Einblicke in seine Beziehung zu Wladek sowie in seine Gedanken und Sorgen, die er sich um die Relevanz des Comics macht. Mich hat das Buch sehr berührt - nicht nur die Schilderung der Shoah, sondern auch, welche Spuren sie bei den Überlebenden hinterlassen hat.
"Maus" ist eine wirklich eindrückliche Graphic Novel, die mich nachhaltig bewegt hat. Ich fand es sehr spannend, die Geschichte von Wladek Spiegelman zu begleiten und vor allem sehr viel über die Umstände der Flucht und die Zuspitzung der Verfolgung zu erfahren - so befinden wir uns erst im zweiten Teil der Geschichte in Auschwitz, wobei diese Episoden nicht so viel Raum wie vorher erwartet einnehmen. Auch der Wechsel der Ebenen und die Auswirkungen auf seinen Sohn, der die Geschichte erzählt und dies selbst auf einer Metaebene reflektiert, fand ich wirklich ausgesprochen eindrücklich. Die gut gewählten Zeichnungen unterstützen dabei optimal die Stimmung der Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass ich manche Aspekte nicht ganz verständlich und teilweise auch verkürzt dargelegt fand, so zum Beispiel das Ende oder das Schicksal der Mutter des Erzählers. Manchmal hätte ich mir ein wenig mehr historischen Kontext oder aber kritisches Hinterfragen gewünscht - trotz anvisierter Reflexionen auf der Metaebene bleiben manche Aussagen Wladeks unkritisch stehen und auch das Problem eines einzelnen Erzählers ohne weitere 'Zeugen' wird nicht direkt thematisiert. Dass die anvisierte chronologische Erzählung häufig unterbrochen und sowohl innerhalb der vergangenen als auch der gegenwärtigen Ebene 'gesprungen' wird, empfand ich manchmal als etwas kompliziert und durcheinander. Aufgrund der Darstellung als Mäuse konnte man zudem an manchen Stellen nicht ganz auseinanderhalten, wer nun genau spricht. Auch durch die ganzen verschiedenen Ortsnamen und Personen war es häufig schwierig , die Übersicht zu behalten (was allerdings wiederum selbst thematisiert wird). Abschließend hat es mir der Akzent bei Wladeks Erzählstimme erschwert, einen richtigen Zugang zum Text zu finden - in der deutschen Übersetzung ist dieser Akzent im ersten Teil wirklich übertrieben stark ausgeprägt, was im zweiten Teil etwas nachgelassen hat, wodurch der Lesefluss deutlich besser wurde. Trotz dieser einzelnen Schwierigkeiten ist die Graphic Novel ein wirklich wichtiges Zeitdokument - gerade angesichts einiger aktueller Entwicklungen würde man sich wünschen, dass mehr Menschen dieses Buch lesen!
Ein Comic den einfach jede*r gelesen haben sollte! Art Spiegelmann erzählt uns die Geschichte seines Vaters, der als polnischer Jude Auschwitz überlebte, anhand einzelner Stationen dessen Lebens. Indem er die Personen in Form von Tieren darstellt (Juden sind Mäuse, Deutsche/Nazis sind Katzen, Amerikaner Hunde und Polen Schweine) schafft er die nötige Distanz um das Grauen der NS Zeit zu zeigen ohne dabei geschmacklos zu sein. Wir erfahren gleichzeitig auch welche tiefen Narben die Shoha heute noch in seinem Vater und seiner Familie hinterlassen hat. Wirklich keine leichte Kost aber eine sehr wichtigste die mich wirklich stark berührt hat.
Eine Graphic Novel aktueller und wichtiger denn je. Ein Comic über den Holocaust und der NS Zeit. Wladek Spiegelman, der Vater von Art Spiegelman dem Autor beschreibt sein Leben als polnischer Flüchtling. Dieser Comic ist heftig. Aber auch unfassbar gut. Man fühlt richtig mit Wladek mit. Die Juden werden als Mäuse dargestellt, die Nazis als Katzen. Und die Polizei als Schweine. Der Zeichenstil ist nicht der beste passt aber sehr gut zu dem Thema. Die Übersetzung ist sowohl gebrochenes Deutsch als auch Hochdeutsch. Von Wladek, der sich als Textilverkäufer über Wasser gehalten hat, bis er ein Kriegsgefangener wurde, von seiner Heimat vertrieben wurde und in ein Arbeitslager gesteckt wird. Wladek selbst ist Jude und wurde grausam behandelt. Maus zählt zu den besten Comics aller Zeiten und das völlig zurecht. Die vollständige Maus hat die Comicwelt im Sturm erobert und das Medium Comic als Kunstform etabliert. Es gibt viel Literatur und Bücher über den Holocaust aber diesen Comic würde ich jedem Comic Fan wärmstens empfehlen. Großartiges Werk !
Ein Buch, das jeder lesen sollte
Ich bin sehr erfahren im Lesen von Literatur über den Holocaust, angefangen mit „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, über „Anne Frank“ und „Ein Stück Himmel“ bis hin zu Primo Levi hab ich die Klassiker durch. „Maus“ fehlt mir allerdings noch und ist die letzten Jahrzehnte völlig an mir vorbeigegangen. Dabei gilt es als der beste Comic aller Zeiten und Art Spiegelman wurde bisweilen sogar als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt. Hier erzählt der Sohn die Geschichte seines Vaters, Vladek Spiegelman, der als Jude in Polen geboren, egal wo er war, immer ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde. Nicht zuletzt rettete ihn das in den schwierigsten Zeiten seines Lebens. Er war in der polnischen Armee, später in Gefangenschaft, dann im Ghetto. Er überlebte Ausschwitz und später den Todesmarsch. Als alter, gebrechlicher Mann lebt er in den USA und erzählt seinem Sohn, auf dessen drängen hin, seine Geschichte. Ich dachte ja, dass mich der Comic nicht schocken würde doch hat es der Autor geschafft, bei mir das beklemmende Gefühl, Schock und Fassungslosigkeit hervorzurufen, dass mich jedes Mal wieder erfasst, wenn es um die Shoa geht. Meine Emotionen haben mich beim Lesen überwältigt Art Spiegelman hat sich einen besonderen Stil ausgedacht. Wir sind nicht nur bei der erzählten Geschichte des Vaters dabei, sondern auch beim Prozess und der Entstehung des Comics. Jede Ethnizität trägt das Gesicht eines bestimmten Tieres. Die Juden sind Mäuse, die Polen Schweine, die Nazis beziehungsweise die Deutschen Katzen! Wirken die Zeichnungen auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, so sortiert sich das Ganze und man entdeckt Details, die sehr aussagekräftig um nicht zu sagen, metaphorisch sind, zum Beispiel mutiert der Sohn manchmal zum kleinen Mäuschen wenn er sich Situationen nicht gewachsen fühlt. Besonders beeindruckend fand ich die Entwicklung von Vladek Spiegelman. Mehr noch als der Sohn selber kann man als Leser*in Nachvollziehen, warum der Vater wurde, wie er am Ende seiner Tage war - nervös, widersprüchlich und unglaublich sparsam. Was den Sohn fast in den Wahnsinn trieb, hat bei mir mit Mitgefühl hervorgerufen, aber ich musste ja auch nicht mit dem Vater klarkommen. Die Übersetzung ist sehr gut gelungen und spiegelt die unterschiedlichen Ausdrucksweisen wieder. Es war mir sofort klar, warum der Vater ab und zu ins jüdische gefärbte Englisch/Deutsch wechselt. Erläuterungen dazu, sowie ein Heft über die Entstehung des Buches liegen der Schmuckausgabe bei. Ein eindrucksvolles Buch, das sich meinem Empfinden nach hervorragend dazu eignet, Jugendlichen die Geschichte des Holocaust nahe zu bringen. Jeder Mensch sollte es gelesen haben also ist es eine unbedingte Leseempfehlung für alle.
Until just a few weeks ago, the only reason for why I read graphic novels now and then was because of people's constant recommendations about the beauty and the value of those kinds of books. I will be honest; I am guilty of never believing those words. Most likely did I read graphic novels which didn't suit my personal tastes, but Art Spiegelman was capable of shattering my expectations and completely stunning me with the art of his writing and his illustrations. But let's start at the beginning. Maus is a collection of two graphic novels with autobiographical background about the author, Art Spiegelman, and his father's recollections about his experiences in the Second World War. Spiegelman constantly switches between present and past, between the time when he writes down what his father tells him and the time when all the horrible events in the concentration camps took place. But he doesn't only include information about his father Vladek Spiegelman's tale of survival; the personal and very conflicted relationship between Art and Vladek also turns out to be a central part of the story, including controversy about Vladek's second wife and Art's personal approach to the success he had as an author when the first installment in his series of graphic novels was published. Obviously, memoirs or autobiographies always include potential to let their author shine in a bright light, to let them appear heroic and exemplary. You have to rely on what the author tells you about himself and the people surrounding him, on which layers of his own character he presents. Art Spiegelman did so in a very convincing way, pointing out not only the horrible crimes which were committed during the Nazi period, but also the flaws he and his father had themselves, as human beings with all their faults and mistakes. Art and his father appear in such a realistic way that you can't help but care for them; something which never happened to me before in a book with autobiographical content. Of course, some parts of the novels were shocking, which you need to expect before reading something about such an important subject. Feelings of despair and fear overshadowed Vladek Spiegelman's recollections of his experiences during the Second World War, from his family's decline and his marriage to his transport to Auschwitz. Perhaps the most memorable thing about those graphic novels is the way Art Spiegelman used animal heads in the place of recognizable human ones. The completely black-and-white illustrations vividly underline the feelings Spiegelman wanted to express with his books. And still now, almost two months after finishing them, am I stunned. Do I need to mention that I'd recommend these graphic novels to everyone?
Ein grandioser Comic, der seinesgleichen sucht! Meine Meinung Über diesen Comic bin ich gestolpert als ich die Autobiografie von Nadja Spiegelman las, Art Spiegelmanns Tochter. Darin erwähnt sie natürlich auch ihren Vater und sein künstlerisches Werk “Maus”, in der er die Geschichte und die Verfolgung seines polnisch-jüdischen Vaters Wladek Spiegelman und aller anderen Juden während des Zweiten Weltkriegs aufgeschrieben hatte. Art Spiegelman hat nicht nur darin über die Shoa berichtet, nein, er hat sie gezeichnet. Dies war die Auseinandersetzung mit seinem Vater, die Verarbeitung des schwierigen Verhältnisses zu seinem Vater, die Kindheit, das Leben, die Judenverfolgung, Auschwitz und das Überleben von Wladek Spiegelman bis hin in die Gegenwart, als Art die Idee kam seinen Vater zu alledem zu befragen. Hierbei legt er vieles offen. Er zeigt sehr schonungslos, dass er keine tiefe und innige Beziehung zu seinem Vater hatte. Es war nicht leicht mit ihm auszukommen. Wladek war das Produkt seiner unmenschlichen Vergangenheit, die ihn durch seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs in verschiedenen Konzentrationslagern geprägt hat. Während des Lesens fühlte ich die Hilflosigkeit, die Bestürzung, die Gereiztheit, die Schuldgefühle…, die Art Spiegelman hatte, wenn er seinen Vater besuchte. “Die vollständige Maus” vereint die damals einzeln herausgegebenen Bücher Maus I (1973) und Maus II (1986). Somit kann man hier das komplette Werk auf ca. 300 Seiten betrachten und lesen. Mir gefällt der Zeichenstil sehr gut. Die schwarz-weiß Zeichnungen sind angenehm anzuschauen und man erkennt immer, um was es genau geht. In vielen Bildern wird das Grauen sichtbar. Ich spürte Beklemmung, wie musste es dann dem Künster ergangen sein, dies alles zu Papier zu bringen? Ohne die Distanz über die Darstellung der Menschen als verschiedene Tiere (Mäuse sind Juden, Katzen sind Deutsche, Frösche sind Franzosen, Schweine sind Polen, Amerikaner sind Hunde…), wäre das Ganze nicht zu ertragen gewesen. Dadurch, dass auch keine farblichen Zeichnungen verwendet wurde, fehlt die Leichtigkeit, die Freude, die Farben i.d.R. ausstrahlen und verliehen dem Buch die passende Untermalung von Schwermut und Trostlosigkeit. Auch sprachlich hat dieses Buch eine Besonderheit, die man erst ganz hinten im Buch in den Anmerkungen lesen kann. Denn ich wunderte mich zu Beginn, warum Wladek mal gutes und dann wieder grammatikalisch recht schlechtes Deutsch gesprochen hat. Das beruht auf einem Übersetzer-Kniff! Wladek spricht Polnisch, Jiddisch und gebrochenes Englisch. Im Original gibt Art Spiegelman Polnisch und Jiddisch im perfekten Englisch wieder und wenn er in Amerika lebt und Amerikanisch spricht, liest man gebrochenes Englisch. Im Deutschen hat man sich ähnlich beholfen. Es war nur gut, dass ich das Buch recht früh von vorne bis Ende durchgeblättert hatte und dabei auf diese Anmerkung gestoßen bin. Ich finde, sie gehört eigentlich ganz nach vorne, um dem*r Leser*in Irritationen zu ersparen, die den Lesegenuss trüben könnten. Ich habe dieses Buch zweimal gelesen. Im März 2018 in einer Leserunde mit Ascari und Sabrina auf Der Leseratz. Unser Austausch hatte mir großen Spaß gemacht und das Lesen war sehr intensiv. Damals hatte ich jedoch keine Zeit für eine Rezension. Doch dieses Buch ist mir sehr wichtig und ich wünschte, es wäre viel bekannter. Deshalb habe ich es nun erneut gelesen und jetzt rezensiert. Fazit Ein ganz besonderer Comic, den jeder gelesen haben sollte. Auch die, die Comics nicht mögen sollten sich trauen! Es gibt viel zu sehen und viel zu verstehen, denn es ist ein Zeitzeugenbericht über eine Zeit, die nie vergessen werden darf. Dass der Autor und Künstler dabei seine Familienerlebnisse mit verarbeitet sehe ich sogar als sehr wertvoll an.
Zurecht ein hoch gelobter Klassiker der Graphic Novel
Die Geschichte eines Auschwitzüberlebenden in Form einer Graphic Novel zu erzählen, wirkte auf mich als nicht allzu Comic-affiner Mensch ungewöhnlich, aber auch irgendwo reizvoll. Tatsächlich hat mich dieses Werk sehr bewegt, zumal die Geschichte trotz des Mediums und aller Tiermetaphern grauenvoll bleibt und hier zum Glück auch ungeschönt wiedergegeben wird. Hat mir sehr gut gefallen.
Die Geschichte eines Überlebenden
Es ist sehr schwer nachvollziehen zu können was diese Menschen erlebt haben. Es tut mir aufrichtig Leid für alle angehörigen. Es ist trotzdem sehr spannend, dass Art Spiegelman und einen Einblick in as Leben seines Vaters gibt. Denn so eine genaue Story habe ich noch nie gelesen.
Meine Bewertung bezieht sich rein auf mein Leseerlebnis - denn wie sollen Erlebnisse aus dem Holocaust und die diesbezüglichen Traumata mit Sternen bewertet werden?! Wahrscheinlich habe ich diese Graphic Novel zu kurz auf Emmie Arbel gelesen (gleich danach), sodass mir z.B. Wladeks Umgang mit Anja und Mala negativ auffiel. Aber auch dies spiegelt das Trauma dieser Zeit und ist ein Teil des eindrücklichen Portraits, welches Art Spiegelman über seinen Vater gezeichnet hat. Durch die beiden Zeitlinien erleben wir mit, wie das Überleben sich in die Lebensbiographie eingearbeitet hat. Dazu kommt auch die ambivalente Vater-Sohn-Beziehung, die Spiegelman ungeschönt in die Geschichte eingearbeitet hat. Es ist ein unvergessliches Leseereignis und die GR hat ihren Status als Klassiker eindeutig verdient.
Es geht um den zweiten Weltkrieg und zwar darum das Art seinen Vater darüber interviewt. Hierbei ist der ganze Titel in zwei Zeitebenen unterteilt, der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Geschichte ist brutal aber etwas abgeschwächt, dadurch das alle Personen als Tiere auftreten. Sie Juden als Mäuse, du deutschen als Katze, etc. Dabei finde ich die Wahl der Polen als Schweine etwas fraglich. Die Geschichte fand ich gut. Konnte mich aber vor allem wegen dem Schreibstil nicht ganz abholen. Es wurde in der Vergangenheit von dem Vater perfektes deutsch gesprochen, in der Gegenwart Jiddisch und deutsch vermischt. Die Erklärung dazu hätte gerne vorne in dem Buch stehen können und nicht hinten. Die Passagen mit dem jiddischen deutsch waren für mich absolut schlecht zu lesen. Der Zeichenstil sagte mir leider auch nicht zu. Für mich waren es 2/5
The way the story is told is okay — if you are interested in Holocaust literature, however, there are many narratives that are much better. But every story from that horrible part of history is important and should be told. So my criticism does not apply to the content of this graphic novel but to both the narrative and the graphical style. The latter, I find extremely peculiar and it made it difficult for me to follow the story. To my eyes, it felt cluttered and rough— together with the black and white scheme, I had difficulties looking at the pages.
Die grafische Novelle "Die vollständige Maus" von Art Spiegelman erzählt die Geschichte seines Vaters, welcher den Holocaust überlebt hat. Dabei ist die Geschicht in den Prozess des Erstellens dieses Comics eingebettet. Ein interessanter Ansatz, der zeigt wie Geschichte aufgearbeitet werden kann und in diesem Fall eine sehr persönliche Aufarbeitung, die der Autor dem Leser offen und direkt, ohne Umschweife vermittelt. Der Autor lässt nicht nur den Leser schonungslos am Holocaust teilhaben auch er selbst geht mit sich, seinem Vater und den sozialen Beziehungen schonungslos ins Gericht. Er lässt uns an seinen eigenen Ängsten teilhaben und er macht seinen Vater nicht zu einem Helden, der den Holocaust überlebt hat, sondern er macht ihn zu einem Menschen mit Persönlichkeit, der von der Vergangenheit und Verlusten geprägt ist. Oder wie es der Psychologe im Comic ausdrückte "[...] es haben nicht die Besten überlebt, und es sind auch nicht die Besten umgekommen. Es war Zufall." Die Geschichte ist in schwarz-weiß gehalten. Dies bewahrt angesichts der unfassbaren Taten eine gewisse Distanz, das Gefühl von "alles liegt in der Vergangenheit" und gleichzeitig hat man das Gefühl das der Welt die Farben, der Frohsinn, abhanden gekommen ist. Die Visualisierung ist dem Autor sehr gut gelungen, so dass es für den Leser erträglich ist, aber auch das Unaussprechliche, die Gräueltaten und Grausamkeiten (das Unbunte) vermittelt. Die Idee aus den Menschen Tiere zu machen ist Metapher zugleich und man stellt sich am Ende die Frage: Werden wir jemals keine Tiere mehr sein? Werden Menschen anderer Kulturen oder Religionen immer einander hassen und jagen, wie die Katze die Maus, wie der Hund die Katze?
Düstere Zeichnungen mit bettetet Geschichte
Eine mal etwas andere Art das Thema 2 Weltkrieg ist die Welt zu bringen und die Geschichten der Letzten Zeitzeugen zu veröffentlichen Es hat mir gut gefallen auch das in der Übersetzung ein gebrochenes deutsch zwischendurch immer wieder war. Das machte die Geschichte noch realer. Mit den düsteren Zeichnungen bekommt man den ein Oder anderen Schauer
Nie wieder! Dieses Buch sorgt dafür, dass wir es nicht vergessen.
Es ist irgendwie abstrus ein Buch mit einem Hakenkreuz auf dem Cover im Schrank stehen zu haben. Ich frage mich, warum ich dieses Buch jahrelang unberührt im Schrank lies… ich hab selten mich so in die Geschichte einfühlen können. Manchmal ist es schwierig zu lesen, da die Grammatik an Jiddisch erinnern soll. Aber das tut dem kein Abbruch. Ich hatte oft Gänsehaut oder musste für einige Zeit das Buch zur Seite legen, es ging mir sehr nah.
Pulitzer preisgekrönte GraphicNovel über den Holocaust.
Eine Lese-Empfehlung im Hinblick auf die aktuell erschreckend rechte Flutwelle auf der Welt. Art Spiegelman erzählt die Geschichte seines Vaters, eines Holocaust-Überlebenden, in Form einer Tierfabel. "[...]um das Unbeschreibliche auch jenen nahe zu bringen, für die der Holocaust Geschichte - und eine 'Geschichte' unter vielen - geworden ist."
Grandiose, ergreifende Graphic Novel.
Was Art Spiegelman hier geschaffen hat, ist einzigartig. Er zeichnet den Weg seines polnischen Vaters nach, der als junger jüdischer Soldat in deutsche Kriegsgefangenschaft gerät, wieder in Freiheit die Repressalien deutschen und polnischen Antisemitismus erleiden muss, bis er schließlich mit seiner Frau in die Massenvernichtungsmaschinerie Nazi-Deutschlands gerät. Das Paar überlebt Auschwitz und den Krieg, emigriert in die USA. Art Spiegelman fängt nicht nur das Grauen ein, dass sein Vater Wladek erlitten hat. Immer wieder reflektiert er auch die Gespräche mit ihm und seine eigenen Schwierigkeiten mit dem erschreckenden Bericht fertig zu werden. Und wie er mit den enervierenden Marotten des alten Mannes klar kommen muss, die sich immer mehr als Zwangshandlungen aus seinem Leidensweg entpuppen. Das ist auf so vielen Ebenen ergreifend, dass man sich der Wucht der Erzählung nicht entziehen kann. "Nachgezeichnet" ist hier auch wörtlich zu nehmen: "Maus" ist eine Graphic Novel. Ein Comic, das so grandios gelungen ist, dass Spiegelman dafür den Pulitzer-Preis erhalten hat. Wer behauptet, ein Comic könne nie die emotionale Tiefe eines Textes erreichen, der hat "Maus" nicht gelesen.
Ein sehr schwieriges Thema verpackt in wunderbarem Stil. Dadurch, dass die Geschichte in Rückblicken erzählt wird, berichtet sie nicht nur darüber, wie es damals im Holocaust für die Betroffenen war, sondern auch darüber, was diese Erfahrung aus ihnen gemacht hat und sich bis ins späte Leben auf ihre Gewohnheiten und Beziehungen auswirkt. Der Zeichenstil und auch die Sprache sind sehr schlicht aber mit viel Liebe für Feinheiten.
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Unglaublich gut, eine Geschichte die die Shoah beinahe zu lebendig macht.
In diesem absoluten Meisterwerk erzählt Art Spiegelmann die Geschichte seines Vaters, von der Zeit, noch vor dem Krieg, als er seine Frau Anja kennenlernte bis zu ihrer Wiedervereinbarung nach der Befreiung. Die Geschichte ist unglaublich emotional und die Grausamkeit und das Leid nur durch die Liebe der Hauptpersonen zueinander und das wissen dass wenigstens die beiden, wenn auch nicht ihre Freunde und Familien, überleben. Der Vater als alter Mann, der maximal unsympathisch ist, macht die ohnehin wahre Geschichte noch einmal glaubhafter: Hier wurde nichts geschönt, keiner versucht sich besser zu zeigen, als er ist. Auch der Sohn und Autor schreckt nicht davor zu zurück, seine eigenen negativen Seiten zu zeigen. Vieles bleibt subtil, aber dadurch umso eindrucksvoller, nachdem der Vater von den Gaskammern erzählt, tötet der Sohn mit Insektenspray eine Mücke, ähnlich wenig war ein jüdisches Leben den Nazis wert.... Ein Wermutstropfen war für mich die Entscheidung, die Nationalität sowie Jüdischkeit über verschiedene Tiere darzustellen, nicht nur waren die teils klischeebeladen, es essentialisiert den Unterschied zwischen Menschen. Für die Darstellbarkeit allerdings war es wunderbar, wenn die jüdischen Mäuse mit Masken unterwegs waren. Auch habe ich in den KZs nur Mäuse (Jüd:innen) gesehen, hier hätte ich mir insgesamt gewünscht , dass weitere Opfergruppen ebenfalls repräsentiert worden wären, wenn auch nur im Hintergrund. Alles in allem ein wunderbares Buch, das mit lange im Gedächtnis bleiben wird.
Sehr berührend und Interessant. Ich höre gerne die Geschichten von Zeitzeugen aus dem 2.WK und dieses hier ist wirklich gut verfasst. Der Art Style gefällt mir gut, anfangs hatte ich ein paar Probleme, ein paar stellen richtig zu lesen. Die Handlungen des Vaters sind im Krieg, als auch später in seinem Alter nachvollziehbar…
Eine wundervolle Graphic Novel. Grandiose zeichnerische Umsetzung. Besonders gut haben wir die zwei Ebenen gefallen. Wer ein wenig tiefer in den II. Weltkrieg eintauchen will, vor allem auch Details erfahren möchte und was diese Erfahrung mit Menschen auch im Nachgang macht, absolute leseempfehlung
I'm a little out of my depths, writing a review about this. It was not fun to read about everything that happened to Vladek Spiegelman. Then again, it wasn't meant to be fun. This was a confrontation with an insanely important part of history that we should not forget in order to avoid any repetitions. Some parts made me want to cry, some shocked me, some made me feel sick. The way in which the author tells the story of his father, past and present, in his comic moved me deeply. This is a great work that can visualise for many generations a historical event of which we can't begin to understand the proportions and repercussions. 4.5/5 ⭐
In 'Maus' erzählt der Comic-Zeichner Art Spiegelman die Geschichte seines Vaters Wladek Spiegelman, der einer der wenigen Überlebenden des Holocaust war. Das Medium selbst ist schon besonders für das Thema, doch noch spezieller wird es durch die Art der Gestaltung: alle Juden werden als Mäuse dargestellt, alle Deutschen als Katzen, Polen als Schweine. Wer denkt, die tierische Darstellung verharmlose den Holocaust, irrt. Grade die Verfremdung gibt dem Comic-Zeichner die Möglichkeit, die willkürliche Gewalt und das verursachte Leid schonungslos zu zeigen. Wir haben alle schon viele Geschichten über die Gräueltaten der Deutschen im dritten Reich gehört oder gelesen und 'Maus' erzählt sicherlich keine neuen, doch sie macht diese durch das persönliche Er- und Überleben des Vaters sehr greifbar. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass es ein 'Genug' an Beschäftigung mit dem, was nie mehr sein darf, gibt. Darüber hinaus zeigt gibt Art Spiegelman den Lesenden auch sehr persönliche und für ihn sicher schmerzliche Einblicke in seine Beziehung zu Wladek sowie in seine Gedanken und Sorgen, die er sich um die Relevanz des Comics macht. Mich hat das Buch sehr berührt - nicht nur die Schilderung der Shoah, sondern auch, welche Spuren sie bei den Überlebenden hinterlassen hat.
"Maus" ist eine wirklich eindrückliche Graphic Novel, die mich nachhaltig bewegt hat. Ich fand es sehr spannend, die Geschichte von Wladek Spiegelman zu begleiten und vor allem sehr viel über die Umstände der Flucht und die Zuspitzung der Verfolgung zu erfahren - so befinden wir uns erst im zweiten Teil der Geschichte in Auschwitz, wobei diese Episoden nicht so viel Raum wie vorher erwartet einnehmen. Auch der Wechsel der Ebenen und die Auswirkungen auf seinen Sohn, der die Geschichte erzählt und dies selbst auf einer Metaebene reflektiert, fand ich wirklich ausgesprochen eindrücklich. Die gut gewählten Zeichnungen unterstützen dabei optimal die Stimmung der Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass ich manche Aspekte nicht ganz verständlich und teilweise auch verkürzt dargelegt fand, so zum Beispiel das Ende oder das Schicksal der Mutter des Erzählers. Manchmal hätte ich mir ein wenig mehr historischen Kontext oder aber kritisches Hinterfragen gewünscht - trotz anvisierter Reflexionen auf der Metaebene bleiben manche Aussagen Wladeks unkritisch stehen und auch das Problem eines einzelnen Erzählers ohne weitere 'Zeugen' wird nicht direkt thematisiert. Dass die anvisierte chronologische Erzählung häufig unterbrochen und sowohl innerhalb der vergangenen als auch der gegenwärtigen Ebene 'gesprungen' wird, empfand ich manchmal als etwas kompliziert und durcheinander. Aufgrund der Darstellung als Mäuse konnte man zudem an manchen Stellen nicht ganz auseinanderhalten, wer nun genau spricht. Auch durch die ganzen verschiedenen Ortsnamen und Personen war es häufig schwierig , die Übersicht zu behalten (was allerdings wiederum selbst thematisiert wird). Abschließend hat es mir der Akzent bei Wladeks Erzählstimme erschwert, einen richtigen Zugang zum Text zu finden - in der deutschen Übersetzung ist dieser Akzent im ersten Teil wirklich übertrieben stark ausgeprägt, was im zweiten Teil etwas nachgelassen hat, wodurch der Lesefluss deutlich besser wurde. Trotz dieser einzelnen Schwierigkeiten ist die Graphic Novel ein wirklich wichtiges Zeitdokument - gerade angesichts einiger aktueller Entwicklungen würde man sich wünschen, dass mehr Menschen dieses Buch lesen!
Ein Comic den einfach jede*r gelesen haben sollte! Art Spiegelmann erzählt uns die Geschichte seines Vaters, der als polnischer Jude Auschwitz überlebte, anhand einzelner Stationen dessen Lebens. Indem er die Personen in Form von Tieren darstellt (Juden sind Mäuse, Deutsche/Nazis sind Katzen, Amerikaner Hunde und Polen Schweine) schafft er die nötige Distanz um das Grauen der NS Zeit zu zeigen ohne dabei geschmacklos zu sein. Wir erfahren gleichzeitig auch welche tiefen Narben die Shoha heute noch in seinem Vater und seiner Familie hinterlassen hat. Wirklich keine leichte Kost aber eine sehr wichtigste die mich wirklich stark berührt hat.
Eine Graphic Novel aktueller und wichtiger denn je. Ein Comic über den Holocaust und der NS Zeit. Wladek Spiegelman, der Vater von Art Spiegelman dem Autor beschreibt sein Leben als polnischer Flüchtling. Dieser Comic ist heftig. Aber auch unfassbar gut. Man fühlt richtig mit Wladek mit. Die Juden werden als Mäuse dargestellt, die Nazis als Katzen. Und die Polizei als Schweine. Der Zeichenstil ist nicht der beste passt aber sehr gut zu dem Thema. Die Übersetzung ist sowohl gebrochenes Deutsch als auch Hochdeutsch. Von Wladek, der sich als Textilverkäufer über Wasser gehalten hat, bis er ein Kriegsgefangener wurde, von seiner Heimat vertrieben wurde und in ein Arbeitslager gesteckt wird. Wladek selbst ist Jude und wurde grausam behandelt. Maus zählt zu den besten Comics aller Zeiten und das völlig zurecht. Die vollständige Maus hat die Comicwelt im Sturm erobert und das Medium Comic als Kunstform etabliert. Es gibt viel Literatur und Bücher über den Holocaust aber diesen Comic würde ich jedem Comic Fan wärmstens empfehlen. Großartiges Werk !
Ein Buch, das jeder lesen sollte
Ich bin sehr erfahren im Lesen von Literatur über den Holocaust, angefangen mit „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, über „Anne Frank“ und „Ein Stück Himmel“ bis hin zu Primo Levi hab ich die Klassiker durch. „Maus“ fehlt mir allerdings noch und ist die letzten Jahrzehnte völlig an mir vorbeigegangen. Dabei gilt es als der beste Comic aller Zeiten und Art Spiegelman wurde bisweilen sogar als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt. Hier erzählt der Sohn die Geschichte seines Vaters, Vladek Spiegelman, der als Jude in Polen geboren, egal wo er war, immer ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde. Nicht zuletzt rettete ihn das in den schwierigsten Zeiten seines Lebens. Er war in der polnischen Armee, später in Gefangenschaft, dann im Ghetto. Er überlebte Ausschwitz und später den Todesmarsch. Als alter, gebrechlicher Mann lebt er in den USA und erzählt seinem Sohn, auf dessen drängen hin, seine Geschichte. Ich dachte ja, dass mich der Comic nicht schocken würde doch hat es der Autor geschafft, bei mir das beklemmende Gefühl, Schock und Fassungslosigkeit hervorzurufen, dass mich jedes Mal wieder erfasst, wenn es um die Shoa geht. Meine Emotionen haben mich beim Lesen überwältigt Art Spiegelman hat sich einen besonderen Stil ausgedacht. Wir sind nicht nur bei der erzählten Geschichte des Vaters dabei, sondern auch beim Prozess und der Entstehung des Comics. Jede Ethnizität trägt das Gesicht eines bestimmten Tieres. Die Juden sind Mäuse, die Polen Schweine, die Nazis beziehungsweise die Deutschen Katzen! Wirken die Zeichnungen auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, so sortiert sich das Ganze und man entdeckt Details, die sehr aussagekräftig um nicht zu sagen, metaphorisch sind, zum Beispiel mutiert der Sohn manchmal zum kleinen Mäuschen wenn er sich Situationen nicht gewachsen fühlt. Besonders beeindruckend fand ich die Entwicklung von Vladek Spiegelman. Mehr noch als der Sohn selber kann man als Leser*in Nachvollziehen, warum der Vater wurde, wie er am Ende seiner Tage war - nervös, widersprüchlich und unglaublich sparsam. Was den Sohn fast in den Wahnsinn trieb, hat bei mir mit Mitgefühl hervorgerufen, aber ich musste ja auch nicht mit dem Vater klarkommen. Die Übersetzung ist sehr gut gelungen und spiegelt die unterschiedlichen Ausdrucksweisen wieder. Es war mir sofort klar, warum der Vater ab und zu ins jüdische gefärbte Englisch/Deutsch wechselt. Erläuterungen dazu, sowie ein Heft über die Entstehung des Buches liegen der Schmuckausgabe bei. Ein eindrucksvolles Buch, das sich meinem Empfinden nach hervorragend dazu eignet, Jugendlichen die Geschichte des Holocaust nahe zu bringen. Jeder Mensch sollte es gelesen haben also ist es eine unbedingte Leseempfehlung für alle.
Until just a few weeks ago, the only reason for why I read graphic novels now and then was because of people's constant recommendations about the beauty and the value of those kinds of books. I will be honest; I am guilty of never believing those words. Most likely did I read graphic novels which didn't suit my personal tastes, but Art Spiegelman was capable of shattering my expectations and completely stunning me with the art of his writing and his illustrations. But let's start at the beginning. Maus is a collection of two graphic novels with autobiographical background about the author, Art Spiegelman, and his father's recollections about his experiences in the Second World War. Spiegelman constantly switches between present and past, between the time when he writes down what his father tells him and the time when all the horrible events in the concentration camps took place. But he doesn't only include information about his father Vladek Spiegelman's tale of survival; the personal and very conflicted relationship between Art and Vladek also turns out to be a central part of the story, including controversy about Vladek's second wife and Art's personal approach to the success he had as an author when the first installment in his series of graphic novels was published. Obviously, memoirs or autobiographies always include potential to let their author shine in a bright light, to let them appear heroic and exemplary. You have to rely on what the author tells you about himself and the people surrounding him, on which layers of his own character he presents. Art Spiegelman did so in a very convincing way, pointing out not only the horrible crimes which were committed during the Nazi period, but also the flaws he and his father had themselves, as human beings with all their faults and mistakes. Art and his father appear in such a realistic way that you can't help but care for them; something which never happened to me before in a book with autobiographical content. Of course, some parts of the novels were shocking, which you need to expect before reading something about such an important subject. Feelings of despair and fear overshadowed Vladek Spiegelman's recollections of his experiences during the Second World War, from his family's decline and his marriage to his transport to Auschwitz. Perhaps the most memorable thing about those graphic novels is the way Art Spiegelman used animal heads in the place of recognizable human ones. The completely black-and-white illustrations vividly underline the feelings Spiegelman wanted to express with his books. And still now, almost two months after finishing them, am I stunned. Do I need to mention that I'd recommend these graphic novels to everyone?
Ein grandioser Comic, der seinesgleichen sucht! Meine Meinung Über diesen Comic bin ich gestolpert als ich die Autobiografie von Nadja Spiegelman las, Art Spiegelmanns Tochter. Darin erwähnt sie natürlich auch ihren Vater und sein künstlerisches Werk “Maus”, in der er die Geschichte und die Verfolgung seines polnisch-jüdischen Vaters Wladek Spiegelman und aller anderen Juden während des Zweiten Weltkriegs aufgeschrieben hatte. Art Spiegelman hat nicht nur darin über die Shoa berichtet, nein, er hat sie gezeichnet. Dies war die Auseinandersetzung mit seinem Vater, die Verarbeitung des schwierigen Verhältnisses zu seinem Vater, die Kindheit, das Leben, die Judenverfolgung, Auschwitz und das Überleben von Wladek Spiegelman bis hin in die Gegenwart, als Art die Idee kam seinen Vater zu alledem zu befragen. Hierbei legt er vieles offen. Er zeigt sehr schonungslos, dass er keine tiefe und innige Beziehung zu seinem Vater hatte. Es war nicht leicht mit ihm auszukommen. Wladek war das Produkt seiner unmenschlichen Vergangenheit, die ihn durch seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs in verschiedenen Konzentrationslagern geprägt hat. Während des Lesens fühlte ich die Hilflosigkeit, die Bestürzung, die Gereiztheit, die Schuldgefühle…, die Art Spiegelman hatte, wenn er seinen Vater besuchte. “Die vollständige Maus” vereint die damals einzeln herausgegebenen Bücher Maus I (1973) und Maus II (1986). Somit kann man hier das komplette Werk auf ca. 300 Seiten betrachten und lesen. Mir gefällt der Zeichenstil sehr gut. Die schwarz-weiß Zeichnungen sind angenehm anzuschauen und man erkennt immer, um was es genau geht. In vielen Bildern wird das Grauen sichtbar. Ich spürte Beklemmung, wie musste es dann dem Künster ergangen sein, dies alles zu Papier zu bringen? Ohne die Distanz über die Darstellung der Menschen als verschiedene Tiere (Mäuse sind Juden, Katzen sind Deutsche, Frösche sind Franzosen, Schweine sind Polen, Amerikaner sind Hunde…), wäre das Ganze nicht zu ertragen gewesen. Dadurch, dass auch keine farblichen Zeichnungen verwendet wurde, fehlt die Leichtigkeit, die Freude, die Farben i.d.R. ausstrahlen und verliehen dem Buch die passende Untermalung von Schwermut und Trostlosigkeit. Auch sprachlich hat dieses Buch eine Besonderheit, die man erst ganz hinten im Buch in den Anmerkungen lesen kann. Denn ich wunderte mich zu Beginn, warum Wladek mal gutes und dann wieder grammatikalisch recht schlechtes Deutsch gesprochen hat. Das beruht auf einem Übersetzer-Kniff! Wladek spricht Polnisch, Jiddisch und gebrochenes Englisch. Im Original gibt Art Spiegelman Polnisch und Jiddisch im perfekten Englisch wieder und wenn er in Amerika lebt und Amerikanisch spricht, liest man gebrochenes Englisch. Im Deutschen hat man sich ähnlich beholfen. Es war nur gut, dass ich das Buch recht früh von vorne bis Ende durchgeblättert hatte und dabei auf diese Anmerkung gestoßen bin. Ich finde, sie gehört eigentlich ganz nach vorne, um dem*r Leser*in Irritationen zu ersparen, die den Lesegenuss trüben könnten. Ich habe dieses Buch zweimal gelesen. Im März 2018 in einer Leserunde mit Ascari und Sabrina auf Der Leseratz. Unser Austausch hatte mir großen Spaß gemacht und das Lesen war sehr intensiv. Damals hatte ich jedoch keine Zeit für eine Rezension. Doch dieses Buch ist mir sehr wichtig und ich wünschte, es wäre viel bekannter. Deshalb habe ich es nun erneut gelesen und jetzt rezensiert. Fazit Ein ganz besonderer Comic, den jeder gelesen haben sollte. Auch die, die Comics nicht mögen sollten sich trauen! Es gibt viel zu sehen und viel zu verstehen, denn es ist ein Zeitzeugenbericht über eine Zeit, die nie vergessen werden darf. Dass der Autor und Künstler dabei seine Familienerlebnisse mit verarbeitet sehe ich sogar als sehr wertvoll an.
Zurecht ein hoch gelobter Klassiker der Graphic Novel
Die Geschichte eines Auschwitzüberlebenden in Form einer Graphic Novel zu erzählen, wirkte auf mich als nicht allzu Comic-affiner Mensch ungewöhnlich, aber auch irgendwo reizvoll. Tatsächlich hat mich dieses Werk sehr bewegt, zumal die Geschichte trotz des Mediums und aller Tiermetaphern grauenvoll bleibt und hier zum Glück auch ungeschönt wiedergegeben wird. Hat mir sehr gut gefallen.
Die Geschichte eines Überlebenden
Es ist sehr schwer nachvollziehen zu können was diese Menschen erlebt haben. Es tut mir aufrichtig Leid für alle angehörigen. Es ist trotzdem sehr spannend, dass Art Spiegelman und einen Einblick in as Leben seines Vaters gibt. Denn so eine genaue Story habe ich noch nie gelesen.
Meine Bewertung bezieht sich rein auf mein Leseerlebnis - denn wie sollen Erlebnisse aus dem Holocaust und die diesbezüglichen Traumata mit Sternen bewertet werden?! Wahrscheinlich habe ich diese Graphic Novel zu kurz auf Emmie Arbel gelesen (gleich danach), sodass mir z.B. Wladeks Umgang mit Anja und Mala negativ auffiel. Aber auch dies spiegelt das Trauma dieser Zeit und ist ein Teil des eindrücklichen Portraits, welches Art Spiegelman über seinen Vater gezeichnet hat. Durch die beiden Zeitlinien erleben wir mit, wie das Überleben sich in die Lebensbiographie eingearbeitet hat. Dazu kommt auch die ambivalente Vater-Sohn-Beziehung, die Spiegelman ungeschönt in die Geschichte eingearbeitet hat. Es ist ein unvergessliches Leseereignis und die GR hat ihren Status als Klassiker eindeutig verdient.
Es geht um den zweiten Weltkrieg und zwar darum das Art seinen Vater darüber interviewt. Hierbei ist der ganze Titel in zwei Zeitebenen unterteilt, der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Geschichte ist brutal aber etwas abgeschwächt, dadurch das alle Personen als Tiere auftreten. Sie Juden als Mäuse, du deutschen als Katze, etc. Dabei finde ich die Wahl der Polen als Schweine etwas fraglich. Die Geschichte fand ich gut. Konnte mich aber vor allem wegen dem Schreibstil nicht ganz abholen. Es wurde in der Vergangenheit von dem Vater perfektes deutsch gesprochen, in der Gegenwart Jiddisch und deutsch vermischt. Die Erklärung dazu hätte gerne vorne in dem Buch stehen können und nicht hinten. Die Passagen mit dem jiddischen deutsch waren für mich absolut schlecht zu lesen. Der Zeichenstil sagte mir leider auch nicht zu. Für mich waren es 2/5
The way the story is told is okay — if you are interested in Holocaust literature, however, there are many narratives that are much better. But every story from that horrible part of history is important and should be told. So my criticism does not apply to the content of this graphic novel but to both the narrative and the graphical style. The latter, I find extremely peculiar and it made it difficult for me to follow the story. To my eyes, it felt cluttered and rough— together with the black and white scheme, I had difficulties looking at the pages.
Die grafische Novelle "Die vollständige Maus" von Art Spiegelman erzählt die Geschichte seines Vaters, welcher den Holocaust überlebt hat. Dabei ist die Geschicht in den Prozess des Erstellens dieses Comics eingebettet. Ein interessanter Ansatz, der zeigt wie Geschichte aufgearbeitet werden kann und in diesem Fall eine sehr persönliche Aufarbeitung, die der Autor dem Leser offen und direkt, ohne Umschweife vermittelt. Der Autor lässt nicht nur den Leser schonungslos am Holocaust teilhaben auch er selbst geht mit sich, seinem Vater und den sozialen Beziehungen schonungslos ins Gericht. Er lässt uns an seinen eigenen Ängsten teilhaben und er macht seinen Vater nicht zu einem Helden, der den Holocaust überlebt hat, sondern er macht ihn zu einem Menschen mit Persönlichkeit, der von der Vergangenheit und Verlusten geprägt ist. Oder wie es der Psychologe im Comic ausdrückte "[...] es haben nicht die Besten überlebt, und es sind auch nicht die Besten umgekommen. Es war Zufall." Die Geschichte ist in schwarz-weiß gehalten. Dies bewahrt angesichts der unfassbaren Taten eine gewisse Distanz, das Gefühl von "alles liegt in der Vergangenheit" und gleichzeitig hat man das Gefühl das der Welt die Farben, der Frohsinn, abhanden gekommen ist. Die Visualisierung ist dem Autor sehr gut gelungen, so dass es für den Leser erträglich ist, aber auch das Unaussprechliche, die Gräueltaten und Grausamkeiten (das Unbunte) vermittelt. Die Idee aus den Menschen Tiere zu machen ist Metapher zugleich und man stellt sich am Ende die Frage: Werden wir jemals keine Tiere mehr sein? Werden Menschen anderer Kulturen oder Religionen immer einander hassen und jagen, wie die Katze die Maus, wie der Hund die Katze?
Düstere Zeichnungen mit bettetet Geschichte
Eine mal etwas andere Art das Thema 2 Weltkrieg ist die Welt zu bringen und die Geschichten der Letzten Zeitzeugen zu veröffentlichen Es hat mir gut gefallen auch das in der Übersetzung ein gebrochenes deutsch zwischendurch immer wieder war. Das machte die Geschichte noch realer. Mit den düsteren Zeichnungen bekommt man den ein Oder anderen Schauer
Nie wieder! Dieses Buch sorgt dafür, dass wir es nicht vergessen.
Es ist irgendwie abstrus ein Buch mit einem Hakenkreuz auf dem Cover im Schrank stehen zu haben. Ich frage mich, warum ich dieses Buch jahrelang unberührt im Schrank lies… ich hab selten mich so in die Geschichte einfühlen können. Manchmal ist es schwierig zu lesen, da die Grammatik an Jiddisch erinnern soll. Aber das tut dem kein Abbruch. Ich hatte oft Gänsehaut oder musste für einige Zeit das Buch zur Seite legen, es ging mir sehr nah.
Pulitzer preisgekrönte GraphicNovel über den Holocaust.
Eine Lese-Empfehlung im Hinblick auf die aktuell erschreckend rechte Flutwelle auf der Welt. Art Spiegelman erzählt die Geschichte seines Vaters, eines Holocaust-Überlebenden, in Form einer Tierfabel. "[...]um das Unbeschreibliche auch jenen nahe zu bringen, für die der Holocaust Geschichte - und eine 'Geschichte' unter vielen - geworden ist."
Grandiose, ergreifende Graphic Novel.
Was Art Spiegelman hier geschaffen hat, ist einzigartig. Er zeichnet den Weg seines polnischen Vaters nach, der als junger jüdischer Soldat in deutsche Kriegsgefangenschaft gerät, wieder in Freiheit die Repressalien deutschen und polnischen Antisemitismus erleiden muss, bis er schließlich mit seiner Frau in die Massenvernichtungsmaschinerie Nazi-Deutschlands gerät. Das Paar überlebt Auschwitz und den Krieg, emigriert in die USA. Art Spiegelman fängt nicht nur das Grauen ein, dass sein Vater Wladek erlitten hat. Immer wieder reflektiert er auch die Gespräche mit ihm und seine eigenen Schwierigkeiten mit dem erschreckenden Bericht fertig zu werden. Und wie er mit den enervierenden Marotten des alten Mannes klar kommen muss, die sich immer mehr als Zwangshandlungen aus seinem Leidensweg entpuppen. Das ist auf so vielen Ebenen ergreifend, dass man sich der Wucht der Erzählung nicht entziehen kann. "Nachgezeichnet" ist hier auch wörtlich zu nehmen: "Maus" ist eine Graphic Novel. Ein Comic, das so grandios gelungen ist, dass Spiegelman dafür den Pulitzer-Preis erhalten hat. Wer behauptet, ein Comic könne nie die emotionale Tiefe eines Textes erreichen, der hat "Maus" nicht gelesen.
Ein sehr schwieriges Thema verpackt in wunderbarem Stil. Dadurch, dass die Geschichte in Rückblicken erzählt wird, berichtet sie nicht nur darüber, wie es damals im Holocaust für die Betroffenen war, sondern auch darüber, was diese Erfahrung aus ihnen gemacht hat und sich bis ins späte Leben auf ihre Gewohnheiten und Beziehungen auswirkt. Der Zeichenstil und auch die Sprache sind sehr schlicht aber mit viel Liebe für Feinheiten.























































