Mary Shelley
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Description
Das bewegte Leben der Frankenstein-Autorin als spannende Graphic Novel
England, Ende des 18. Jahrhunderts: Das Leben von Mary Wollstonecraft Shelley beginnt unter düsteren Vorzeichen, als ihre Mutter kurz nach Marys Geburt stirbt. Die Tochter eines Sozialphilosophen und einer Frauenrechtlerin galt als ungewöhnlich kühnes und aufgewecktes Mädchen. Aufgewachsen in einem intellektuell fordernden Umfeld, schrieb Mary schon früh eigene Gedichte und Geschichten. Mit 16 Jahren lernte sie den Schriftsteller Percy B. Shelley kennen, mit dem sie eine Liebesbeziehung einging, obwohl dieser bereits verheiratet war. Eines verregneten und stürmischen Abends, während man sich die Zeit mit dem Erzählen von Schauergeschichten vertrieb, kam ihr dann die Idee zu der Gothic Novel, die sie weltberühmt werden lassen sollte: Frankenstein oder Der moderne Prometheus.
Diese schaurig-atmosphärische Graphic Novel erzählt die bewegte Lebensgeschichte von Mary Wollstonecraft Shelley, der Autorin hinter Frankenstein, einer der bekanntesten Figuren unserer Kulturgeschichte.
Book Information
Author Description
Alessandro di Virgilio wurde 1962 in Neapel geboren und arbeitet als Comicautor. Er ist für eine Vielzahl von Zeitschriften tätig und schreibt Comics für die verschiedensten Genres, wie z.B. Western-Steampunk oder Literaturadaptionen.
Posts
Mary Shelley - Die Comic-Biografie der Frankenstein-Schöpferin ⭐️⭐️⭐️⭐️ / 5 Das bewegte Leben der Frankenstein-Autorin als spannende Graphic Novel! Im Comicprogramm des Knesebeck Verlags finden sich immer wieder faszinierende Biografien - und diese hier hat mich besonders neugierig gemacht. Autor Alessandro Di Virgilio und Zeichnerin Manuela Santoni widmen sich in ihrer atmosphärischen Graphic Novel der außergewöhnlichen Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley - einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war. England, Ende des 18. Jahrhunderts: Mary wächst als Tochter einer berühmten Frauenrechtlerin und eines Sozialphilosophen in einem geistig anspruchsvollen Umfeld auf. Früh beginnt sie zu schreiben, rebellisch und neugierig auf die Welt. Mit nur 16 Jahren verliebt sie sich in den Dichter Percy B. Shelley - eine skandalöse Verbindung, die ihr Leben prägen wird. Und in einer stürmischen Nacht entsteht schließlich die Idee zu Frankenstein oder Der moderne Prometheus - einem Werk, das Literaturgeschichte schreibt. Die Graphic Novel erzählt Marys Lebensweg eindrucksvoll - mal poetisch, mal düster, immer mitreißend. Ich finde die Zeichnungen (in S/W und rot gehalten) fangen die melancholische Atmosphäre perfekt ein und machen die inneren Konflikte und das kreative Feuer dieser jungen Frau greifbar. Fazit: Für alle, die Biografien lieben, sich für starke Frauenfiguren interessieren oder einfach mal wieder in die Welt der klassischen Literatur eintauchen wollen - eine klare Leseempfehlung!

Wunderschön schaurig
Die einzige Farbe, die zwischen dem schwarz und weiß der Illustrationen auftaucht, ist rot. Durch einen zurückhaltenden Stil in Wort und Bild, wird das gezeigte deutungsschwanger. Einzelne Zitate bringen eine Nähe, die das Medium sonst oftmals nur schwer zulässt. Kurzum ich liebe alles daran.
Es wird eine Kurz- Biografie erzählt, von Mary Shelleys Geburt, bis zu dem Moment als sie Frankenstein erfindet, dabei kommt Frankensteins Monster nur ganz am Ende auf gersdemal zwei Seiten vor. Dann endet die Geschichte schon, als läufe alles auf das Auftauchen Frankensteins hin. Ereignisse in Marys Leben werden erzählt, die ich selbst nicht wusste, selbst eine Exkursion ihres späteren Mannes Percy Shelley. Der Zeichenstil ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber er passt zur Story, denn er ist genauso bizarr und grob, aber trotzdem schön. Leider wirken Szenen und Text manchmal unnötig sperrig, sodass ich manchmal Texte überlas, da sie sich unter Comic Paneln verborgen. Wiederum punktet die vom Zeichenstil hervorgehobene düstere Stimmung und die Expressionen der Figuren.
Meine Meinung Im Comicprogramm des Knesebeck Verlags finden sich tolle Biografie-Titel, wie z. B. über Marie Curie oder Walt Disney und einige mehr. Natürlich war meine Neugier gleich geweckt, als sich sah, dass es eine Comicbiografie über die Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley geben wird. Der italienische Autor Alessandro Di Virgilio und Zeichnerin Manuela Santoni haben sich in »Mary Shelley: Die Comic-Biografie der Frankenstein-Schöpferin« den jungen Jahren der bedeutenden Wegbereiterin der monströsen Science-Fiction gewidmet und zeichnen ein kurzweiliges und dennoch deutliches Bild der prägenden Ereignisse im Leben der talentierten Schriftstellerin. Kurz nach ihrer Geburt verstirbt ihre Mutter, die Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft, und so wächst die Halbwaise bei ihrem Vater, dem frühen Sozialphilosophen William Godwin heran. Geprägt von ihrem gebildeten Elternhaus und ihrer Beziehung zu Stiefmutter und Stiefschwester entwickelt sich die kleine Mary zu einer klugen jungen Frau. Bereits im Alter von sechzehn Jahren begegnet sie im Hause ihres Vaters dem Dichter Percy Bysshe Shelley, und obwohl dieser bereits verheiratet ist, wird aus ihnen ein Liebespaar. Gemeinsam erleben sie schöne Momente und bereisen den Kontinent, doch ihre Beziehung ist auch von dunklen, schicksalhaften, Ereignissen bestimmt, die Mary mit schrecklichen Alpträumen belegen. Der Samen dieser Alpträume beginnt schließlich zu sprießen, als Mary und Percy 1816 Zeit mit Lord Byron und dessen Leibarzt John William Polidori am Genfer See verbringen, denn dort kommt Mary die Idee zu ihrem berühmtesten Werk »Frankenstein oder Der moderne Prometheus«, welches als Gründungsstein der Science Fiction gilt und 1818 erstmals veröffentlicht wurde. Leider endet diese Biografie auch schon mit der Geburtsstunde von Frankensteins Monster, dabei wäre ich Alessandro Di Virgilios kurzweiligem Werk gerne noch weiter gefolgt und hätte zu gerne gelesen, wie es danach weiterging. Denn einige Jahre später im Jahre 1826 erscheint ihr Roman »Der letzte Mensch«, der sich zu dieser Pandemiezeit wieder in Erinnerung ruft und als zeitloser Klassiker mit dystopischem Einschlag angesehen werden kann. Begeistert hat mich das schnörkellose Artwork von Manuela Santoni, dass in schwarz-weiß und mit wenigen gezielten roten Akzentuierungen auskommt, und damit dem Werk eine unvergleichliche Stimmung und Tiefe einhaucht. Fazit Eine kunstvolle Comic-Biographie über die jungen Jahre der Schriftstellerin Mary Shelley, die zwar mit ausdrucksstarken Illustrationen überzeugen kann, aber trotzdem das Gefühl vermittelt, gerade einmal an der Oberfläche gekratzt zu haben. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 06.06.2021
Meine Meinung Im Comicprogramm des Knesebeck Verlags finden sich tolle Biografie-Titel, wie z. B. über Marie Curie oder Walt Disney und einige mehr. Natürlich war meine Neugier gleich geweckt, als sich sah, dass es eine Comicbiografie über die Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley geben wird. Der italienische Autor Alessandro Di Virgilio und Zeichnerin Manuela Santoni haben sich in »Mary Shelley: Die Comic-Biografie der Frankenstein-Schöpferin« den jungen Jahren der bedeutenden Wegbereiterin der monströsen Science-Fiction gewidmet und zeichnen ein kurzweiliges und dennoch deutliches Bild der prägenden Ereignisse im Leben der talentierten Schriftstellerin. Kurz nach ihrer Geburt verstirbt ihre Mutter, die Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft, und so wächst die Halbwaise bei ihrem Vater, dem frühen Sozialphilosophen William Godwin heran. Geprägt von ihrem gebildeten Elternhaus und ihrer Beziehung zu Stiefmutter und Stiefschwester entwickelt sich die kleine Mary zu einer klugen jungen Frau. Bereits im Alter von sechzehn Jahren begegnet sie im Hause ihres Vaters dem Dichter Percy Bysshe Shelley, und obwohl dieser bereits verheiratet ist, wird aus ihnen ein Liebespaar. Gemeinsam erleben sie schöne Momente und bereisen den Kontinent, doch ihre Beziehung ist auch von dunklen, schicksalhaften, Ereignissen bestimmt, die Mary mit schrecklichen Alpträumen belegen. Der Samen dieser Alpträume beginnt schließlich zu sprießen, als Mary und Percy 1816 Zeit mit Lord Byron und dessen Leibarzt John William Polidori am Genfer See verbringen, denn dort kommt Mary die Idee zu ihrem berühmtesten Werk »Frankenstein oder Der moderne Prometheus«, welches als Gründungsstein der Science Fiction gilt und 1818 erstmals veröffentlicht wurde. Leider endet diese Biografie auch schon mit der Geburtsstunde von Frankensteins Monster, dabei wäre ich Alessandro Di Virgilios kurzweiligem Werk gerne noch weiter gefolgt und hätte zu gerne gelesen, wie es danach weiterging. Denn einige Jahre später im Jahre 1826 erscheint ihr Roman »Der letzte Mensch«, der sich zu dieser Pandemiezeit wieder in Erinnerung ruft und als zeitloser Klassiker mit dystopischem Einschlag angesehen werden kann. Begeistert hat mich das schnörkellose Artwork von Manuela Santoni, dass in schwarz-weiß und mit wenigen gezielten roten Akzentuierungen auskommt, und damit dem Werk eine unvergleichliche Stimmung und Tiefe einhaucht. Fazit Eine kunstvolle Comic-Biographie über die jungen Jahre der Schriftstellerin Mary Shelley, die zwar mit ausdrucksstarken Illustrationen überzeugen kann, aber trotzdem das Gefühl vermittelt, gerade einmal an der Oberfläche gekratzt zu haben. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 06.06.2021
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Das bewegte Leben der Frankenstein-Autorin als spannende Graphic Novel
England, Ende des 18. Jahrhunderts: Das Leben von Mary Wollstonecraft Shelley beginnt unter düsteren Vorzeichen, als ihre Mutter kurz nach Marys Geburt stirbt. Die Tochter eines Sozialphilosophen und einer Frauenrechtlerin galt als ungewöhnlich kühnes und aufgewecktes Mädchen. Aufgewachsen in einem intellektuell fordernden Umfeld, schrieb Mary schon früh eigene Gedichte und Geschichten. Mit 16 Jahren lernte sie den Schriftsteller Percy B. Shelley kennen, mit dem sie eine Liebesbeziehung einging, obwohl dieser bereits verheiratet war. Eines verregneten und stürmischen Abends, während man sich die Zeit mit dem Erzählen von Schauergeschichten vertrieb, kam ihr dann die Idee zu der Gothic Novel, die sie weltberühmt werden lassen sollte: Frankenstein oder Der moderne Prometheus.
Diese schaurig-atmosphärische Graphic Novel erzählt die bewegte Lebensgeschichte von Mary Wollstonecraft Shelley, der Autorin hinter Frankenstein, einer der bekanntesten Figuren unserer Kulturgeschichte.
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Alessandro di Virgilio wurde 1962 in Neapel geboren und arbeitet als Comicautor. Er ist für eine Vielzahl von Zeitschriften tätig und schreibt Comics für die verschiedensten Genres, wie z.B. Western-Steampunk oder Literaturadaptionen.
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Mary Shelley - Die Comic-Biografie der Frankenstein-Schöpferin ⭐️⭐️⭐️⭐️ / 5 Das bewegte Leben der Frankenstein-Autorin als spannende Graphic Novel! Im Comicprogramm des Knesebeck Verlags finden sich immer wieder faszinierende Biografien - und diese hier hat mich besonders neugierig gemacht. Autor Alessandro Di Virgilio und Zeichnerin Manuela Santoni widmen sich in ihrer atmosphärischen Graphic Novel der außergewöhnlichen Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley - einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war. England, Ende des 18. Jahrhunderts: Mary wächst als Tochter einer berühmten Frauenrechtlerin und eines Sozialphilosophen in einem geistig anspruchsvollen Umfeld auf. Früh beginnt sie zu schreiben, rebellisch und neugierig auf die Welt. Mit nur 16 Jahren verliebt sie sich in den Dichter Percy B. Shelley - eine skandalöse Verbindung, die ihr Leben prägen wird. Und in einer stürmischen Nacht entsteht schließlich die Idee zu Frankenstein oder Der moderne Prometheus - einem Werk, das Literaturgeschichte schreibt. Die Graphic Novel erzählt Marys Lebensweg eindrucksvoll - mal poetisch, mal düster, immer mitreißend. Ich finde die Zeichnungen (in S/W und rot gehalten) fangen die melancholische Atmosphäre perfekt ein und machen die inneren Konflikte und das kreative Feuer dieser jungen Frau greifbar. Fazit: Für alle, die Biografien lieben, sich für starke Frauenfiguren interessieren oder einfach mal wieder in die Welt der klassischen Literatur eintauchen wollen - eine klare Leseempfehlung!

Wunderschön schaurig
Die einzige Farbe, die zwischen dem schwarz und weiß der Illustrationen auftaucht, ist rot. Durch einen zurückhaltenden Stil in Wort und Bild, wird das gezeigte deutungsschwanger. Einzelne Zitate bringen eine Nähe, die das Medium sonst oftmals nur schwer zulässt. Kurzum ich liebe alles daran.
Es wird eine Kurz- Biografie erzählt, von Mary Shelleys Geburt, bis zu dem Moment als sie Frankenstein erfindet, dabei kommt Frankensteins Monster nur ganz am Ende auf gersdemal zwei Seiten vor. Dann endet die Geschichte schon, als läufe alles auf das Auftauchen Frankensteins hin. Ereignisse in Marys Leben werden erzählt, die ich selbst nicht wusste, selbst eine Exkursion ihres späteren Mannes Percy Shelley. Der Zeichenstil ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber er passt zur Story, denn er ist genauso bizarr und grob, aber trotzdem schön. Leider wirken Szenen und Text manchmal unnötig sperrig, sodass ich manchmal Texte überlas, da sie sich unter Comic Paneln verborgen. Wiederum punktet die vom Zeichenstil hervorgehobene düstere Stimmung und die Expressionen der Figuren.
Meine Meinung Im Comicprogramm des Knesebeck Verlags finden sich tolle Biografie-Titel, wie z. B. über Marie Curie oder Walt Disney und einige mehr. Natürlich war meine Neugier gleich geweckt, als sich sah, dass es eine Comicbiografie über die Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley geben wird. Der italienische Autor Alessandro Di Virgilio und Zeichnerin Manuela Santoni haben sich in »Mary Shelley: Die Comic-Biografie der Frankenstein-Schöpferin« den jungen Jahren der bedeutenden Wegbereiterin der monströsen Science-Fiction gewidmet und zeichnen ein kurzweiliges und dennoch deutliches Bild der prägenden Ereignisse im Leben der talentierten Schriftstellerin. Kurz nach ihrer Geburt verstirbt ihre Mutter, die Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft, und so wächst die Halbwaise bei ihrem Vater, dem frühen Sozialphilosophen William Godwin heran. Geprägt von ihrem gebildeten Elternhaus und ihrer Beziehung zu Stiefmutter und Stiefschwester entwickelt sich die kleine Mary zu einer klugen jungen Frau. Bereits im Alter von sechzehn Jahren begegnet sie im Hause ihres Vaters dem Dichter Percy Bysshe Shelley, und obwohl dieser bereits verheiratet ist, wird aus ihnen ein Liebespaar. Gemeinsam erleben sie schöne Momente und bereisen den Kontinent, doch ihre Beziehung ist auch von dunklen, schicksalhaften, Ereignissen bestimmt, die Mary mit schrecklichen Alpträumen belegen. Der Samen dieser Alpträume beginnt schließlich zu sprießen, als Mary und Percy 1816 Zeit mit Lord Byron und dessen Leibarzt John William Polidori am Genfer See verbringen, denn dort kommt Mary die Idee zu ihrem berühmtesten Werk »Frankenstein oder Der moderne Prometheus«, welches als Gründungsstein der Science Fiction gilt und 1818 erstmals veröffentlicht wurde. Leider endet diese Biografie auch schon mit der Geburtsstunde von Frankensteins Monster, dabei wäre ich Alessandro Di Virgilios kurzweiligem Werk gerne noch weiter gefolgt und hätte zu gerne gelesen, wie es danach weiterging. Denn einige Jahre später im Jahre 1826 erscheint ihr Roman »Der letzte Mensch«, der sich zu dieser Pandemiezeit wieder in Erinnerung ruft und als zeitloser Klassiker mit dystopischem Einschlag angesehen werden kann. Begeistert hat mich das schnörkellose Artwork von Manuela Santoni, dass in schwarz-weiß und mit wenigen gezielten roten Akzentuierungen auskommt, und damit dem Werk eine unvergleichliche Stimmung und Tiefe einhaucht. Fazit Eine kunstvolle Comic-Biographie über die jungen Jahre der Schriftstellerin Mary Shelley, die zwar mit ausdrucksstarken Illustrationen überzeugen kann, aber trotzdem das Gefühl vermittelt, gerade einmal an der Oberfläche gekratzt zu haben. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 06.06.2021
Meine Meinung Im Comicprogramm des Knesebeck Verlags finden sich tolle Biografie-Titel, wie z. B. über Marie Curie oder Walt Disney und einige mehr. Natürlich war meine Neugier gleich geweckt, als sich sah, dass es eine Comicbiografie über die Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley geben wird. Der italienische Autor Alessandro Di Virgilio und Zeichnerin Manuela Santoni haben sich in »Mary Shelley: Die Comic-Biografie der Frankenstein-Schöpferin« den jungen Jahren der bedeutenden Wegbereiterin der monströsen Science-Fiction gewidmet und zeichnen ein kurzweiliges und dennoch deutliches Bild der prägenden Ereignisse im Leben der talentierten Schriftstellerin. Kurz nach ihrer Geburt verstirbt ihre Mutter, die Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft, und so wächst die Halbwaise bei ihrem Vater, dem frühen Sozialphilosophen William Godwin heran. Geprägt von ihrem gebildeten Elternhaus und ihrer Beziehung zu Stiefmutter und Stiefschwester entwickelt sich die kleine Mary zu einer klugen jungen Frau. Bereits im Alter von sechzehn Jahren begegnet sie im Hause ihres Vaters dem Dichter Percy Bysshe Shelley, und obwohl dieser bereits verheiratet ist, wird aus ihnen ein Liebespaar. Gemeinsam erleben sie schöne Momente und bereisen den Kontinent, doch ihre Beziehung ist auch von dunklen, schicksalhaften, Ereignissen bestimmt, die Mary mit schrecklichen Alpträumen belegen. Der Samen dieser Alpträume beginnt schließlich zu sprießen, als Mary und Percy 1816 Zeit mit Lord Byron und dessen Leibarzt John William Polidori am Genfer See verbringen, denn dort kommt Mary die Idee zu ihrem berühmtesten Werk »Frankenstein oder Der moderne Prometheus«, welches als Gründungsstein der Science Fiction gilt und 1818 erstmals veröffentlicht wurde. Leider endet diese Biografie auch schon mit der Geburtsstunde von Frankensteins Monster, dabei wäre ich Alessandro Di Virgilios kurzweiligem Werk gerne noch weiter gefolgt und hätte zu gerne gelesen, wie es danach weiterging. Denn einige Jahre später im Jahre 1826 erscheint ihr Roman »Der letzte Mensch«, der sich zu dieser Pandemiezeit wieder in Erinnerung ruft und als zeitloser Klassiker mit dystopischem Einschlag angesehen werden kann. Begeistert hat mich das schnörkellose Artwork von Manuela Santoni, dass in schwarz-weiß und mit wenigen gezielten roten Akzentuierungen auskommt, und damit dem Werk eine unvergleichliche Stimmung und Tiefe einhaucht. Fazit Eine kunstvolle Comic-Biographie über die jungen Jahre der Schriftstellerin Mary Shelley, die zwar mit ausdrucksstarken Illustrationen überzeugen kann, aber trotzdem das Gefühl vermittelt, gerade einmal an der Oberfläche gekratzt zu haben. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 06.06.2021








