Die einzige Farbe, die zwischen dem schwarz und weiß der Illustrationen auftaucht, ist rot. Durch einen zurückhaltenden Stil in Wort und Bild, wird das gezeigte deutungsschwanger. Einzelne Zitate bringen eine Nähe, die das Medium sonst oftmals nur schwer zulässt. Kurzum ich liebe alles daran.
Mary Shelley - Die Comic-Biografie der Frankenstein-Schöpferin
⭐️⭐️⭐️⭐️ / 5
Das bewegte Leben der Frankenstein-Autorin als spannende Graphic Novel!
Im Comicprogramm des Knesebeck Verlags finden sich immer wieder faszinierende Biografien - und diese hier hat mich besonders neugierig gemacht. Autor Alessandro Di Virgilio und Zeichnerin Manuela Santoni widmen sich in ihrer atmosphärischen Graphic Novel der außergewöhnlichen Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley - einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.
England, Ende des 18. Jahrhunderts: Mary wächst als Tochter einer berühmten Frauenrechtlerin und eines Sozialphilosophen in einem geistig anspruchsvollen Umfeld auf. Früh beginnt sie zu schreiben, rebellisch und neugierig auf die Welt. Mit nur 16 Jahren verliebt sie sich in den Dichter Percy B. Shelley - eine skandalöse Verbindung, die ihr Leben prägen wird. Und in einer stürmischen Nacht entsteht schließlich die Idee zu Frankenstein oder Der moderne Prometheus - einem Werk, das Literaturgeschichte schreibt.
Die Graphic Novel erzählt Marys Lebensweg eindrucksvoll - mal poetisch, mal düster, immer mitreißend. Ich finde die Zeichnungen (in S/W und rot gehalten) fangen die melancholische Atmosphäre perfekt ein und machen die inneren Konflikte und das kreative Feuer dieser jungen Frau greifbar.
Fazit:
Für alle, die Biografien lieben, sich für starke Frauenfiguren interessieren oder einfach mal wieder in die Welt der klassischen Literatur eintauchen wollen - eine klare Leseempfehlung!
Es wird eine Kurz- Biografie erzählt, von Mary Shelleys Geburt, bis zu dem Moment als sie Frankenstein erfindet, dabei kommt Frankensteins Monster nur ganz am Ende auf gersdemal zwei Seiten vor. Dann endet die Geschichte schon, als läufe alles auf das Auftauchen Frankensteins hin.
Ereignisse in Marys Leben werden erzählt, die ich selbst nicht wusste, selbst eine Exkursion ihres späteren Mannes Percy Shelley.
Der Zeichenstil ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber er passt zur Story, denn er ist genauso bizarr und grob, aber trotzdem schön.
Leider wirken Szenen und Text manchmal unnötig sperrig, sodass ich manchmal Texte überlas, da sie sich unter Comic Paneln verborgen.
Wiederum punktet die vom Zeichenstil hervorgehobene düstere Stimmung und die Expressionen der Figuren.