Magic Hoffmann

Magic Hoffmann

Softcover
3.514
FrankfurtMagic HoffmannEntwicklungsromanMauerfall

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Description

Fred, Nickel und Annette träumen einen Traum, und der trägt den Namen ›Kanada‹. Dort könnte man leben, wie man will, fischen und fotografieren, weit weg vom Muff der Provinz. Doch von Dieburg nach Vancouver kommt man nicht ohne Umweg. Für Fred führt dieser über den Knast in das Berlin nach dem Mauerfall, wo er Nickel, Annette und sein Geld abholen will. So war's besprochen – doch ›the times they are a-changin'‹.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
288
Price
12.40 €

Author Description

Jakob Arjouni, geboren 1964 in Frankfurt am Main, veröffentlichte Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Er war 21 Jahre alt, als sein Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya in ›Happy birthday, Türke!‹ zum ersten Mal ermittelte. Es folgten vier weitere Fälle, für ›Ein Mann, ein Mord‹ erhielt Jakob Arjouni 1992 den Deutschen Krimipreis. Sein Werk ist in 24 Sprachen erschienen. Jakob Arjouni starb 2013 in Berlin.

Posts

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Ein sehr spezielles Buch, an das sich wohl nur jene wagen sollten, die bereits Erfahrung mit Arjouni gesammelt haben. Denn ansonsten könnte das hier ganz schnell in die Hose gehen. Denn Magic Hoffmann ist alles andere als ein sympathischer Held, mit dem man sich identifizieren möchte. Eher ist er eine Nervensäge, die den Anschluss verloren hat. Man könnte Mitleid mit ihm haben, aber er macht es einem enorm schwer. Nicht nur seiner Umwelt, sondern auch dem Leser. Somit ist dieses Buch ein richtiger Arjouni. Weit weg von Wohlfühl-Romantik, Grossstadt-Schwärmereien und Lebensweisheiten-Kitsch. Oh ja, Lebensweisheit, das beinhaltet dieses Werk auf jeden Fall. Aber es ist nicht jene Weisheit, die man erhält, indem man Infused Water trinkt und in Bio-Baumwolle meditiert. Es ist jene Erfahrung, die man macht, wenn man unten ist. In der untersten Schicht, Lowlife auf Neudeutsch. Hoffmann taumelt durch eine Welt, die nicht mehr die ist, die er kennt. Aber das ignoriert er gekonnt - er hat seine Pläne und die will er auf Biegen und Brechen durchsetzen. Der Rückentext lockt mit Witz und Humor, aber vielleicht kenne ich Berlin zu wenig, oder mein Humor funktioniert anders; aber besonders witzig fand ich Hoffmanns Odyssee nicht. Eher aufwühlend, erschütternd. Deutschland nach der Wende - das war bestimmt nicht einfach. Und Hoffmann auch noch mittendrin... Damit will ich nicht ausdrücken, dass es ein schlechtes Buch ist. Eher im Gegenteil. Ich glaube, Hoffmann wird mir noch eine Weile erhalten bleiben. Nein, ich mag ihn nicht, er mag mich wahrscheinlich auch nicht, aber genau solche Begegnungen bleiben einem im Kopf.

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Nickel, Fred und Annette beschließen nach dem Genuss eines Kastens Äpfelwein eine Bank auszurauben und mit der Beute ein neues Leben in Kanada zu beginnen. Der Coup gelingt, doch Fred wird einige Tage später von der Polizei verhaftet. Er verrät seine Freunde nicht und geht als einziger in den Knast. Nach vier Jahren wird er aus der Haft entlassen und sucht seine Freunde, um die Beute zu teilen. Doch nicht nur Deutschland hat sich durch die Wiedervereinigung verändert, auch seine Freunde sind nicht mehr so wie früher. Die Handlung plätschert so vor sich hin. Die Hauptfiguren sind langweilig. Das muss ich nicht lesen.

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