Madame Bovary

Madame Bovary

by Gustave Flaubert·Book 9 of 10
Hardback
3.6250
Claude ChabrolMadame BovaryHistorischer RomanFrau

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Description

Emma Bovary ist eine der faszinierendsten Frauen der Weltliteratur. Sie lebt in der Provinz und träumt von großer Leidenschaft, großer Liebe und großem Leben. Gelangweilt von ihrer Ehe mit dem Landarzt Charles, sucht sie die ersehnten Erregungen bald im Ehebruch, doch sie scheitert an ihrem Verlangen und ihrer Umwelt. Als das Buch 1857 in Frankreich erschien, wurde Flaubert wegen „Unmoral“ der Prozess gemacht. Zugleich begann „Madame Bovarys“ Ruhm als der vollkommenste Roman der Geschichte und Gründungsroman der literarischen Moderne. Elisabeth Edl hat eine Neuübersetzung geschaffen, die zeigt, worin Flauberts unvergleichliche Modernität liegt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
760
Price
45.30 €

Author Description

Gustave Flaubert wurde am 12. Dezember 1821 in Rouen (Normandie) geboren und starb 1880 im Alter von 59 Jahren in Croisset. Schon seit seiner Jugend schrieb er Erzählungen und Romane. Aufgrund seiner hohen Ansprüche an sich selbst veröffentlichte er jedoch keines seiner Manuskripte. Sein erstes publiziertes Werk wurde der Roman Madame Bovary, der 1856 im Feuilleton der Revue de Paris erschien und der ihm einen Prozess wegen Verstoßes gegen die Sitten eintrug. Sein schönstes Buch ist für viele seiner Verehrer Drei Geschichten, zugleich sein letztes vollendetes Werk. Zunächst unverstanden, aber noch einflussreicher auf die Entwicklung der europäischen Literatur war der große Roman "L'Éducation sentimentale. Histoire d'un jeune homme" (1869), der als Lehrjahre der Männlichkeit (Geschichte einer Jugend. Roman, 2020) in der Neuübersetzung von Elisabeth Edl erschien. Gustave Flaubert ist einer der besten Stilisten der französischen Literatur und ein Klassiker des Romans; zusammen mit Stendhal und Balzac bildet er das Dreigestirn der großen Erzähler Frankreichs. Bei Hanser erschien zuletzt die Neuübersetzung Memoiren eines Irren (Roman, 2021).

Posts

33
All
5

Lohnende Lektüre

Diesen zeitlosen Klassiker des 19. Jhd. habe ich gerne gelesen. Er besticht durch die Erzählweise, die detailreich, beobachtend und meist nicht wertend ist. Die Charaktere sind hervorragend dargestellt. Flaubert karikiert Personen der bürgerlichen Gesellschaft in Frankreichs Provinz - man kann sie förmlich vor sich sehen. Er lässt die Figuren Kritik an Religion, Kirche und Staat äußern, zeigt deutlich ihre Schwächen und entlarvt sie so. Die Hauptperson Emma ist eher schwer zu fassen, was das Interesse an ihrer Figur steigert. Der Roman ist spannend und dramatisch, humorvoll und aufschlußreich.

3

Triggerwarnungen: Selbstmord, Fremdgehen.

Ich kann dieses Buch nicht nach Sympathie bewerten, sonst würde ich nicht einmal einen Stern vergeben - ich bewerte dieses Buch als Außenstehende, die die Kritik des Autors an der Gesellschaft und dem Frauenbild der damaligen Zeit auseinander nimmt. Es ist ein recht interessantes Werk über eine Frau, die auf der Suche nach ihren Träumen ihr Leben völlig zerstört. Sie hat ihre eigenen romantischen Ideale und glaubt, dass sie für etwas Höheres geboren wurde und eine himmlische Liebe auf sie wartet. Doch die Realität um sie herum enttäuscht sie, sie hasst ihre Tochter und ihren Ehemann und beginnt, sich mit verschiedenen Liebhabern zu treffen, die sie ebenso wenig erfüllen. Am Ende nimmt sie sich das Leben und lässt ihren Mann und ihre Tochter allein zurück. Für mich ist das die Definition von Egoismus, Narzissmus und Realitätsverlust. Auf jeden Fall ein Buch zum Nachdenken und zur Feststellung, dass man dankbar sein sollte für das, was man hat und nicht ständig nach unerfüllten Idealen streben sollte. 3/5 ⭐

Triggerwarnungen: Selbstmord, Fremdgehen.
3.5

Diesen Klassiker habe ich zuerst im Französischunterricht, so vor 8 Jahren, in Auszügen gelesen und wusste nur noch wenig. Ich habe erst im Original angefangen, aber aufgrund der alten Sprache schnell auf die deutsche Übersetzung gewechselt. Es ist definitiv lesbar auf Französisch, aber doch sehr anstrengend. Die Geschichte… ist doch sehr einfach und beschreibt den Höhenflug und Fall einer Frau, die eigentlich nur Liebe will und durch Affären und dem ständigen Wunsch nach mehr ihre komplette Familie ins Unheil stürzt.

4

Philosophisch, religionskritisch & seiner Zeit voraus

Madame Bovary hat mir erstaunlich gut gefallen. Trotz altertümlicher Sprache lässt es sich gut lesen und man findet sich schnell in die Welt der Bovarys ein. Auch wenn Emma sich oft nicht so verhält, wie man es (gesellschaftlich) von ihr erwarten würde, fühlt man mit ihr mit und verurteilt sie nur selten - das ist Flaubert außerordentlich gut gelungen! Die Religionskritik und die Kritik am Frauenbild sind gemessen am Erscheinungsjahr (1856) erstaunlich fortschrittlich. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass es zu viele Charaktere gab und manche Stellen meiner Meinung nach einfach überflüssig/uninteressant waren (und getrost übersprungen werden konnten). Zudem war das Ende (letzten 2 Seiten) etwas „zu viel“.

4

A very tragic book

I cried during the ending, it was so emotional. Throughout the whole book the characters felt really alive, I understood Emma’s pain and desires. If only she had been satisfied at some point, maybe then tragedy wouldn’t have struck.

4.5

Richtiger Klassiker

4

Spannender als erwartet

Da es sich hier um ein Werk aus dem 19. Jahrhundert handelt, habe ich nicht erwartet, dass es so spannend sein konnte. Es wurden auch Themen behandelt, die auch heute noch aktuell sind, wie z.B der ständige Konflikt mit sich selbst.

5

Melancholisch, tragisch und ergreifend. Ich habe dieses Buch so sehr geliebt, beim ersten wie beim zweiten Lesen. Gäbe es "Sturmhöhe" nicht, wäre dieses Buch vermutlich mein liebster Klassiker, das Potenzial dazu ist definitiv vorhanden. Die Geschichte hat mich bereits nach wenigen Seiten in ihren Bann gezogen und von da an nicht mehr losgelassen. Das Buch hatte auf mich eine regelrechte Sogwirkung - Ich konnte nicht aufhören zu lesen, was mir bei Klassikern so gut wie nie passiert und damit meine ich eigentlich wirklich nie. Die Geschichte ging mir unter die Haut, fraß sich tief in mich hinein, ließ mein Herz bluten und meine Seele brennen. Was hier passiert, ist unheimlich tragisch, beklemmend und ergreifend, insbesondere weil es sich beim Lesen so real und wahrhaftig anfühlt. Ich konnte es glauben, musste es glauben. Gustave Flaubert erzählt diese Geschichte so authentisch und nahbar, dass man sie trotz der Erzählperspektive in der dritten Person Singular beim Lesen geradezu am eigenen Leibe spüren kann. Sie ist von einer tiefen Melancholie und tausend negativen Emotionen geprägt, die an mancher Stelle kaum zu ertragen sind, die Geschichte im gleichen Zuge aber auch maßgeblich ausmachen. Ich habe mich Emma beim Lesen so nahe gefühlt wie ich es bei Klassikern gar nicht mehr erwarte. Umso überraschter bin ich, wenn mich ein Charakter dann doch wirklich erreicht, mich vollends durchdringt und ich ihn und genau das war hier der Fall. Ich konnte Emma viel zu gut verstehen, ihre Einsamkeit nachempfinden, die Verzweiflung schmecken und den Schmerz spüren. Ich habe all das so überdeutlich gefühlt als wäre es mein eigenes Leben. Emma hat mich nicht mehr losgelassen und wird mich jetzt sicherlich auch noch lange Zeit begleiten. Die Innensicht ist dem Autor durch den personalen Erzähler unheimlich gut gelungen, wobei mir natürlich insbesondere Emma's Innenleben die Luft zum Atmen nahm. Es scheint als hätte er ein so tiefes Verständnis für seine Figuren wie es nur wenige Autor:innen besitzen. Zwischen den Zeilen wird fassbar, was niemals ausgesprochen und geschrieben wurde. Es ermöglicht eine Charaktertiefe, die ich nicht in Worte zu fassen vermag, aber so, so sehr zu schätzen weiß. Gustave Flaubert schreibt eindringlich, ehrlich und anrührend. Sprachlich ist dieses Buch ebenfalls gut verständlich - Zumindest in genau dieser Übersetzung. Ich habe vor Jahren das französische Original gelesen und kann auch das sehr empfehlen. Die eingestreuten Illustrationen sind wunderschön und die Beigaben in Form von Postkarten, Stadtplänen etc. unterstützen die Atmosphäre der Geschichte sehr schön. Die Geschichte endet schließlich wie sie enden musste. Man sieht den Ausgang kommen und doch hat es mich zerrissen. Ich kann euch diesen Klassiker nur empfehlen, wenn ihr tragische Geschichten zu schätzen wisst! ♥️ 5/ 5 Sterne ⭐️

Post image
4

Gustave Flaubert hat einen fast schon modern zu nennenden flüssigen Schreibstil. Mir hat die Geschichte von Madame Bovary sehr gut gefallen! Besonders hervorzuheben ist hierbei ihre zunehmende Verzweiflung und auch die Details ihres Endes setzt entweder ein sehr gutes Fachwissen des Autors oder seine sehr gute Recherche voraus. Obwohl sich der Roman nicht der Ich-Perspektive bedient und der Autor sich um eine objektive Schilderung der Geschichte bemüht hat, hat man trotzdem das Gefühl sehr nah an Emma Bovary dran zu sein. Für mich eine sehr runde Geschichte mit sehr viel Atmosphäre, besonders im letzten Drittel. Auch wenn sich der Autor wegen der damals empfunden Unsittlichkeit und der angeblichen Verherrlichung des Ehebruchs sogar vor Gericht verantworten musste, sehe ich genau das Gegenteil: Dieser Roman zeigt doch sehr deutlich, wie Emma durch ihr Verhalten sich und ihre ganze Familie in den Abgrund reisst!

4

Mit Madame Bovary wage ich mich an meinen ersten französischen Klassiker heran. Immerhin ist das Buch nicht gerade dünn, weswegen ich doch einen leichten Bammel hatte. Aber bereits beim Einstieg habe ich schnell bemerkt das diese Angst unbegründet war. Es liest sich unglaublich gut und man fliegt regelrecht durch die Seiten. Man muss sich nur auf die Redeweise einlassen. Was mir erstaunlicherweise leichter gefallen ist als gedacht. Die Figuren selbst sind passend zur Geschichte und ihrer Zeit ausformuliert. Charles Bovary ist ein Mann der mehr oder weniger unpassend ist für Emma. Doch sie heiratet ihn trotzdem weil die Idee der Liebe in ihrem Kopf Form angenommen hat. Doch das es nicht gänzlich passt und die Liebe sich nicht einstellen möchte merkt sie schnell. Sie wird unglücklich und darüber hinaus beginnt sie ihre Suche nach der Liebe. Bis sie sich in eine Affäre stürzt. Der Autor hat dies alles unglaublich bildgewaltig beschrieben und auch durch das Leben von Emma mitgenommen. Wie sie liebt, wie sie hasst, wie sie leidet. Das alles und noch mehr. Von Charles wusste ich lange Zeit nicht Recht was ich von ihm halten sollte. Er blieb längere Zeit blass und wurde für mich nicht fassbar. Obwohl seine Liebe zu Emma immer spürbar war. Emma hingegen empfand ich als unglaublich spannend. Ihre vielen Facetten haben dem Buch seine Form gegeben und es noch aufgewertet. Ebenfalls der kritische Blick auf Religion und Frankreich selbst haben das Buch zu etwas besonderem gemacht. An der ein oder anderen Stelle jedoch hat das Buch unweigerlich seine Längen die es zäh machen. Dennoch möchte ich dieses Buch empfehlen. Besonders wenn ihr mit klassischer Literatur beginnen möchtet und nicht genau wisst wo ihr anfangen könnt. Mit diesem Buch ist der Einstieg klar, leicht und spannend. Lest es!

3

Das Buch war relativ interessant. Ich fand die Gedanken der Hauptperson recht interessant, da es oft gar nicht zur wahren Realität gepasst hat. ⭐️⭐️⭐️

5

Unaufgeregte, ungeschönte Realtitäten, die vielleicht gerade deshalb so mitreissen. Flaubert's Charaktere stecken voller Nuancen, seine Szenen voll interessanter Hintergründe. Großartig und herzzerreißend.

5

Einen Meilenstein der Literaturgeschichte wie dieser Roman weckte schon bestimmte Erwartungen in mir. Mit welcher Art Roman ist es vergleichbar? Kann Emma Bovary Neues bieten, wenn man schon an der Ehebrecherin Effi Briest Gefallen gefunden hat. Flauberts Werk ist immerhin 40 Jahre früher geschrieben worden: gleicht es dann nicht etwa den romantischen Sturmhöhen? Meine Erwartungen wird nicht erfüllt, denn das Buch ist einzigartig und ein Vergleich mit anderen Werken nur bedingt möglich. Während ich bei Fontane das Gefühl hatte, er liebt seine Figuren und hat auch ein Herz für Effi („nicht so stürmisch, nicht so wild, Effi“), filetiert Flaubert geradezu sein Personal mit seiner sachlichen Schreibweise, die wenig wertet, aber die Provinziellen aus der Normandie auch nahezu allesamt als Trottel, Wichtigtuer, Schwätzer und Träumer darstellt. Emma Bovary, ein Kind des Mittelstandes, die sich nach einem Prinzen sehnt, wie ihn Sir W. Scott beschreibt, findet bei Flaubert keine Gnade. Erst trifft sie die falsche Entscheidung bezüglich der Wahl des Ehemanns, dann läßt er sie nicht nur einmal die Ehe brechen, sondern steuert sie in eine dauerhafte Affärenphase, in der sie sich durch Lügen und Geldschulden immer weiter verstrickt. Das Einzige, was sie mit Effi Briest verbindet, ist das schlimme Ende, welches beide Frauen in jungen Jahren finden. Bei der Recherche zum Buch las ich, dass Flaubert es wichtig war, nicht zu werten. Im ersten Moment kommt einem das wie eine Lüge vor, aber tatsächlich beschreibt er nur, wie z.B. Emma kopflos nach dem Gefühl hechelt, von einem schönen Mann begehrt zu werden. Das Prinzip „Show, don’t tell“ ist hier wirklich in Perfektion getrieben. Ich hatte das Gefühl, dass da hier jeder Satz sitzt, vielleicht auch weil die Neuübersetzung von Elisabeth Edl so gut ist. Die Übersetzerin erklärt in einem Nachwort ihr Vorgehen und wie sie sich von anderen Übersetzungen unterscheidet. Das klingt schon sehr selbstbewusst, ist aber letztlich nachvollziehbar. Ich habe keine Übersetzungen parallel gelesen, mich aber immer gewundert, wie modern dieses Buch aus den 1850ern klingt. Das war so ein ganz anderes Leseerlebnis wie bei Balzac oder Zola, bei denen ich immer wieder (bis auf Germinal) Längen und Wiederholungen gespürt habe. Alles ist hier wohl konzipiert und ausgearbeitet. An keiner Stelle spürte ich einen Durchhänger. Es liest sich wie ein perfekter Roman. Achtung Spoiler: Besonders eindrucksvoll fand ich das Ende, wenn Charles Bovary um das Leben seiner Frau kämpft, den Kampf verliert und er sich dann an die Erinnerungen klammert, sie am liebsten konservieren möchte, sie in das Brautkleid hüllt und dreifach versargt sie vor dem Verwesen schützen möchte, um eine Haarlocke bittet, Kräuter der Toten beilegt. Dieses Klammern ist so eindringlich geschildert, dass man mit ihm leidet als Leser. Das zelebriert Flaubert geradezu, wie Charles Bovary da in seinen imaginäre Welt abtaucht mit allen Sinnen (fühlen, riechen, sehen). Doch Flaubert ist ein Sadist. So einfach gönnt er Bovary den Traum von der perfekten, ewig lebenden Frau nicht und so läßt er den Schleier heben und Bovary sieht die schmerzverzerrte Fratze Emmas und bricht zusammen. Was für eine Szene. Spoiler-Ende Das war eine wunderbare Lektüre. Wenn ich ein Leser wäre, der gerne Notizen und Markierungen im Buch macht, dann wäre meine Ausgabe vollgemalt. Aber ich bin ein bekennender Buchschoner beim Lesen. So kann ich es mit Freude irgendwann nochmal lesen und mich Sätzen erfreuen wie: „Eine Träne zitterte in ihrem Auge, wie eine Wasserperle nach einem Gewitter im Kelch einer blauen Blume.“ Das hat ja fast schon ein proustisches Niveau. Auf solche Beschreibungen muss man erstmal kommen, ohne das es kitschig wirkt. Wirklich ein Meilenstein für realistisches Schreiben.

5

Eine tolle Übersetzung! Ein großes Lob an Elisabeth Edl.

4

Gustave Flaubert hat einen fast schon modern zu nennenden flüssigen Schreibstil. Mir hat die Geschichte von Madame Bovary sehr gut gefallen! Besonders hervorzuheben ist hierbei ihre zunehmende Verzweiflung und auch die Details ihres Endes setzt entweder ein sehr gutes Fachwissen des Autors oder seine sehr gute Recherche voraus. Obwohl sich der Roman nicht der Ich-Perspektive bedient und der Autor sich um eine objektive Schilderung der Geschichte bemüht hat, hat man trotzdem das Gefühl sehr nah an Emma Bovary dran zu sein. Für mich eine sehr runde Geschichte mit sehr viel Atmosphäre, besonders im letzten Drittel. Auch wenn sich der Autor wegen der damals empfunden Unsittlichkeit und der angeblichen Verherrlichung des Ehebruchs sogar vor Gericht verantworten musste, sehe ich genau das Gegenteil: Dieser Roman zeigt doch sehr deutlich, wie Emma durch ihr Verhalten sich und ihre ganze Familie in den Abgrund reisst!

5

Wahnsinnig gutes Buch und zu recht Kult

4

Ein toller Klassiker!

2

Ich bin einfach nur froh, dass ich es gelesen habe. Kurz Zusammenfassung: Mittel Alter Mann (Autor) versucht die Gefühle einer jungen Frau (mit depressiven Phasen) zu beschreiben.

3

While it was easy to understand why Emma was unhappy in her life, having nothing of value to do and therefore missing a purpose, this was still a book about an unlikable protagonist. Moral and the search for a sense of belonging and value were the main themes I got from this, the more disappointed I was when the climax/the last about 100 pages didn't resolve these issues rather than going everywhere else. I also felt the whole novel was missing something to make me more engaged. While I liked the writing style in general, there were a lot of mundane or repetitive things that could have been cut. The discussion I felt this book was bringing to the table was really interesting, though. Sure, nowadays the solution would be "break up and get a job/hobby you like" but back than I don't really see such an easy cause of action.

2

Das Ende hat mich verstört. :/

5

Tragedy and Human Behaviour.

4

Ein Klassiker in jeglicher Hinsicht!!!

3.5

Wenn du Anna Karenina mochtest (oder dich wie ich manchmal ein wenig durchgequält hast), dann solltest du dir Madame Bovary von Gustave Flaubert unbedingt auf deine Leseliste setzen.

Schon beim Klappentext musste ich an Tolstois Klassiker denken – die unglückliche Ehe, die Suche nach einem erfüllteren Leben, die Flucht in Affären und Tagträume. Und diese Parallelen ziehen sich durch das ganze Buch. „Gleichviel! sie war nicht glücklich, war es nie gewesen. Woher kam bloß diese Unzulänglichkeit des Lebens, dies jähe vermodern von Dingen, an denen sie Halt suchte?“ (Zitat) Aber: Madame Bovary erschien schon über 20 Jahre vor Anna Karenina. Flaubert war also der Wegbereiter unter den tragischen Frauenfiguren der Weltliteratur. Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst, dass es sich ähnlich zieht wie bei Tolstoi. Aber mit knapp 450 Seiten war das Buch deutlich kompakter – und vor allem: es liest sich flüssig! Die Sprache meiner Ausgabe (dtv mit der Übersetzung von Elisabeth Edl) war klar, elegant und trotzdem sehr nah am Original. Ich mochte den Stil sofort. Emma als Hauptfigur? Tja… ich hatte gemischte Gefühle. Einerseits habe ich sie verstanden – dieses „Mehr wollen vom Leben“ kann ich total nachvollziehen. Der Alltag, die Langeweile, der Wunsch nach Glamour, Abenteuer, Romantik. Aber andererseits war sie oft einfach… unsympathisch. Allein der Gedanke an die Szene mit dem Klumpfuss oder wie Emma mit ihrer Tochter umgeht… Ihr Mann Charles war zwar kein Traummann, aber er hat sie wirklich geliebt. Und das hat sie mit Füssen getreten. Ich habe oft mehr Mitleid mit ihm gehabt als mit ihr. „Das häusliche Mittelmaß trieb sie in Träumereien von Luxus, die eheliche Zuneigung in ehebrecherische Begierden.” (Zitat) Autsch. Flaubert bringt’s auf den Punkt. Was viele nicht wissen: Als Madame Bovary 1856 zunächst in einer Zeitung veröffentlicht wurde, kam es zu einem echten Eklat. Flaubert, der Herausgeber und der Drucker mussten sich wegen „Verstosses gegen die öffentliche Moral“ vor Gericht verantworten – obwohl der Text bereits stark gekürzt war. Genau das (und noch viel mehr) erfährst du im umfangreichen Anhang der dtv-Ausgabe. Auf über 300 Seiten bekommst du Hintergrundinfos, Briefe, Notizen von Zeitgenossen und die Gedanken der Übersetzerin. Mein Fazit: Madame Bovary ist kein einfaches Buch – aber ein wichtiger Klassiker. Es geht um Träume, Enttäuschungen, Sehnsüchte und bittere Realitäten. Die Sprache, die Figuren, der Kontext: alles sitzt. Wenn du einen Klassiker lesen willst, der gleichzeitig unterhaltsam, klug und tragisch ist, dann schnapp dir die dtv-Ausgabe mit Anhang. Ich vergebe 3,5 Sterne – und ein dickes Plus für die Hintergrundinfos! Gilmore Girls Bücherliste #6

4

Flaubert ist ein Meister der Zweideutigkeit. Vieles ging durch die Übersetzung leider verloren, aber die Höhepunkte wie bspw. die Rede des Landwirtschaftssymposium und gleichzeitige Liebeserklärung Rodolphes waren einfach herrlich komisch. Die Komposition des Romans ist wirklich hervorragend, man hat das Gefühl dass hinter jedem Satz eine weitere Bedeutung versteckt liegt. Nun habe ich alle drei großen Ehebrecherinnenklassiker gelesen und muss sagen, dass alle drei für sich stehen und sich schlecht vergleichen lassen. Jeder Autor hatte seinen eigenen Schwerpunkt und wollte auf etwas anderes aufmerksam machen. Ein gelungenes Beispiel dafür, dass die gleiche Thematik vollkommen unterschiedlich umgesetzt werden kann ohne dass die Qualität darunter leidet. Flaubert rechnet hier mit dem gesamten Kleinbürgertum ab. Man könnte meinen, er verachtet jede einzelne seiner Figuren und lässt sie mitleidlos in ihr Unglück rennen. Ein Fontane fühlt mit seinen Figuren und vor allem mit seiner Effi mit, er lässt vieles im Schatten und scheut sich ein wenig spießig davor die Seitensprünge überhaupt zu erwähnen. Flaubert dagegen greift direkt in die Vollen und erspart dem Leser keine Liebesnacht. Zu Anfang hat mich ein wenig gestört, dass Flaubert zu viel über seine Charaktere erzählt hat anstatt es einfach zu zeigen. Das hat er im späteren Verlauf jedoch mehr als wett gemacht. Vorsicht Spoiler! Emmas Ende fand ich regelrecht grausam. Ich hatte nicht erwartet, dass ihr Tod so lange dauert und auch so detailliert erzählt wird, wie sie langsam am Arsen verreckt. Aber Flaubert geht mit all seinen Figuren hart ins Gericht. Auch Charles Bovary bleibt nichts erspart, er lässt sich die Beerdigung vollkommen sinnlos nochmal richtig viel Geld kosten (3 Särge für 3 Liebhaber?), und hier muss ich gestehen, dass ich die naive und gedankenlose Verschuldung Emmas mindestens genauso schlimm finde wie den Ehebruch. Spoiler Ende! Die Franzosen gehen wirklich nicht zimperlich mit dem Leser um und packen eine Leidenschaft in ihre Literatur hinein, die niemand so schnell nach macht. Nach diesem nervenaufreibenden Auf und Ab brauche ich aber erstmal was beruhigendes. Vielleicht ein bisschen deutsche Romantik.

4

Der Anfang war recht zäh und ich hatte einige Probleme mich in den Schreibstil einzufinden, was sicher daran liegt, dass ich recht wenig Klassiker lese. Das erste Drittel dreht sich noch recht viel um unseren Monsieur Bovary, der zwar ein gutmütiger aber unaufgeregter bis langweiliger Mann ist (könnte aber durchaus ein stilistisches Mittel, zur Beschreibung seines Charakters sein). Fahrt nimmt das ganze dann natürlich mit Hinzutreten von Emma, unserer Madame Bovary, auf. Sie ist eine Schönheit sondergleichen, die scheinbar jedes männliche Wesen in der Geschichte in ihren Bann schlägt. Sie weiß sich anzupassen und spielt jede ihr zugedachte Rolle mit Bravour. Sie ist im Grunde, wie viele andere Bewohner von Yonville (zB auch Homais der Apotheker) jemand, der sein Leben so führt, wie die Fantasie es ihr eingibt. Sie lebt nicht ihr Leben wie es ist, sondern nur eine Rolle ihres Lebens, nach einem Drehbuch, dass sich scheinbar ständig ändert. Manchmal erinnerte mich das an eigene Tagträume, die man so hat, nur das Emma alles möglichst dramatisch und bühnenreif präsentiert. Insbesondere das letzter Drittel, indem sie wieder auf Léon trifft hat mich sehr unterhalten, da dort nun alles aus dem Ruder lief und ihr Verhalten an Dramatik kaum zu überbieten war. Fasziniert hat mich weiterhin, dass Flaubert Situationen und Verhaltensweisen beschreibt, die ich auch heute gut wiedererkennen kann, wie zB Homais, der plötzlich Anglizismen verwendet, um sich in einer gewissen Schicht beliebt zu machen, das fand ich sehr komisch. Allgemein hat mich die Figur Homais sehr unterhalten, manchmal sogar etwas mehr als unsere Protagonistin. Eine weitere Situation die mich amüsiert hat, war natürlich Rodolophe, dieser Schwerenöter (heute würde ihn wohl F***-Boy nennen

5

Reiht sich definitiv in meine "Alltime Faves"-Liste ein!

3

I mean I liked it, but not that much. It's just a classic that is trying very hard to be profound, but not one of my favourites.

5

Einen Meilenstein der Literaturgeschichte wie dieser Roman weckte schon bestimmte Erwartungen in mir. Mit welcher Art Roman ist es vergleichbar? Kann Emma Bovary Neues bieten, wenn man schon an der Ehebrecherin Effi Briest Gefallen gefunden hat. Flauberts Werk ist immerhin 40 Jahre früher geschrieben worden: gleicht es dann nicht etwa den romantischen Sturmhöhen? Meine Erwartungen wird nicht erfüllt, denn das Buch ist einzigartig und ein Vergleich mit anderen Werken nur bedingt möglich. Während ich bei Fontane das Gefühl hatte, er liebt seine Figuren und hat auch ein Herz für Effi („nicht so stürmisch, nicht so wild, Effi“), filetiert Flaubert geradezu sein Personal mit seiner sachlichen Schreibweise, die wenig wertet, aber die Provinziellen aus der Normandie auch nahezu allesamt als Trottel, Wichtigtuer, Schwätzer und Träumer darstellt. Emma Bovary, ein Kind des Mittelstandes, die sich nach einem Prinzen sehnt, wie ihn Sir W. Scott beschreibt, findet bei Flaubert keine Gnade. Erst trifft sie die falsche Entscheidung bezüglich der Wahl des Ehemanns, dann läßt er sie nicht nur einmal die Ehe brechen, sondern steuert sie in eine dauerhafte Affärenphase, in der sie sich durch Lügen und Geldschulden immer weiter verstrickt. Das Einzige, was sie mit Effi Briest verbindet, ist das schlimme Ende, welches beide Frauen in jungen Jahren finden. Bei der Recherche zum Buch las ich, dass Flaubert es wichtig war, nicht zu werten. Im ersten Moment kommt einem das wie eine Lüge vor, aber tatsächlich beschreibt er nur, wie z.B. Emma kopflos nach dem Gefühl hechelt, von einem schönen Mann begehrt zu werden. Das Prinzip „Show, don’t tell“ ist hier wirklich in Perfektion getrieben. Ich hatte das Gefühl, dass da hier jeder Satz sitzt, vielleicht auch weil die Neuübersetzung von Elisabeth Edl so gut ist. Die Übersetzerin erklärt in einem Nachwort ihr Vorgehen und wie sie sich von anderen Übersetzungen unterscheidet. Das klingt schon sehr selbstbewusst, ist aber letztlich nachvollziehbar. Ich habe keine Übersetzungen parallel gelesen, mich aber immer gewundert, wie modern dieses Buch aus den 1850ern klingt. Das war so ein ganz anderes Leseerlebnis wie bei Balzac oder Zola, bei denen ich immer wieder (bis auf Germinal) Längen und Wiederholungen gespürt habe. Alles ist hier wohl konzipiert und ausgearbeitet. An keiner Stelle spürte ich einen Durchhänger. Es liest sich wie ein perfekter Roman. Achtung Spoiler: Besonders eindrucksvoll fand ich das Ende, wenn Charles Bovary um das Leben seiner Frau kämpft, den Kampf verliert und er sich dann an die Erinnerungen klammert, sie am liebsten konservieren möchte, sie in das Brautkleid hüllt und dreifach versargt sie vor dem Verwesen schützen möchte, um eine Haarlocke bittet, Kräuter der Toten beilegt. Dieses Klammern ist so eindringlich geschildert, dass man mit ihm leidet als Leser. Das zelebriert Flaubert geradezu, wie Charles Bovary da in seinen imaginäre Welt abtaucht mit allen Sinnen (fühlen, riechen, sehen). Doch Flaubert ist ein Sadist. So einfach gönnt er Bovary den Traum von der perfekten, ewig lebenden Frau nicht und so läßt er den Schleier heben und Bovary sieht die schmerzverzerrte Fratze Emmas und bricht zusammen. Was für eine Szene. Spoiler-Ende Das war eine wunderbare Lektüre. Wenn ich ein Leser wäre, der gerne Notizen und Markierungen im Buch macht, dann wäre meine Ausgabe vollgemalt. Aber ich bin ein bekennender Buchschoner beim Lesen. So kann ich es mit Freude irgendwann nochmal lesen und mich Sätzen erfreuen wie: „Eine Träne zitterte in ihrem Auge, wie eine Wasserperle nach einem Gewitter im Kelch einer blauen Blume.“ Das hat ja fast schon ein proustisches Niveau. Auf solche Beschreibungen muss man erstmal kommen, ohne das es kitschig wirkt. Wirklich ein Meilenstein für realistisches Schreiben.

2

Das Ende hat mich verstört. :/

5

Was für ein Buch. Madame Bovary, die sich in ihre Träumereien vom idealen Märchenprinzen hineinsteigert und mit einer ganz anderen Realität konfrontiert wird und immer weiter hinter ihrem Traum herjagt, der aber nie wahr wird. Die Übersetzung von Elisabeth Edl liest sich sehr flüssig und gut. Man merkt dem Buch sein Alter überhaupt nicht an. Die Sprache und die Beschreibungen sind zum Teil sehr poetisch. Die Gedanken von Emma werden so gut beschrieben, dass ich mich richtig in sie hinein versetzen konnte. Dabei wollte ich sie manchmal am liebsten schütteln, um sie aus ihrer Traumwelt heraus zu holen.

4

Enjoyed every single moment I've spent reading it. like the whole classic vibe and stuff...was really a pleasant experience.

2

It was a nice and easy read. More sarcastic and humorous than I first expected.

4

I didn't enjoy this as much as I thought I would. Granted, my expectations were very high since I read somewhere that this was supposed to be THE best work of literature (whatever that means). Style: Madamy Bovary is very well-written and easy to read, no overly long sentences or unnecessary stylistic devices when good old descriptive prose does the job just as well. What I didn't like about the style, though, is the constant change of perspective - we follow many people around in this book, basically every major character, and very often when the perspective changed I was left thinking that I had rather stayed with another character at the moment. Story: The book gave me two insights I keep thinking about. First: Reading and finishing it, I was, just like everyone else who read it (and, I guess, just like Flaubert intended), annoyed by Emma and her irrational, dreamy, escapist ways. Why couldn't she understand that her life wasn't so bad after all? Why couldn't she get herself to appreciate good people, first and foremost her loving husband, for what they were and the nice things they did for her instead of belittling them because the didn't (and couldn't possibly) resemble the people that inhabited her daydreams about wealth and love and passion and all that stuff she searched for so, so hard? As I kept reflecting on this, though, I had to face the facts: I, and probably many other readers like me, am very much like her. Often, I find myself comparing the people I know to the ideal but ultimately unrealistic persons I met in books, and end up preferring the latter ones. Who doesn't daydream about ideal lives, loves, marriages, jobs, etc.? Who doesn't use stories as an escape one in a while? Who doesn't dream about what could have been if....?And although I couldn't like Emma Bovary because she lives so much in her imagination and her daydreams, I also don't want to stop daydreaming myself, imagining perfect situations and lives. So who am I to judge her? The second point I want to make is that sometimes I wished Emma would just be content with the nice life and husband she had, that she would shut up and stop whining about the ridiculous "flaws" she saw in her husband (for example, wearing the wrong clothes) and care better for her daughter. In my opinion, the novel stirs the reader in the direction of blaming it all on Emma and just wanting her to accept her situation. But from today's point of view, another way to read it might be not to blame Emma, but the society she lives in. Emma can't get out of this marriage although she is so unhappy, because you married once and that was that and women in particular couldn't get out there. So, I guess what I want to say is that from a modern perspective, it might be possible to give poor Emma a break and for one turn to the real problem here: society at that time and the constraint it put on people. Constraints so tight and strong that people like Emma can't find a mode of living in it.

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