Liquidation
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Description
Für den Verlagslektor Keserű wird zehn Jahre nach der Wende das «Liquidation» betitelte Theaterstück, das er aus dem Nachlass seines Freundes B. gerettet hat, zum Gegenstand obsessiver Erinnerungsarbeit. B., in Auschwitz geboren, hat sich 1990 überraschend umgebracht, in seinem Stück jedoch gespenstisch genau die Situation vorweggenommen, die die Hinterbliebenen dann in der Realität erleben sollten: Verwirrung, private Zerwürfnisse, Schlammschlachten aller Art. Umso verzweifelter, als hinge der eigene Lebenssinn davon ab, fahndet Keserű nach dem «großen Lebensroman» B.'s, den er im Nachlass zu finden gehofft hat...
Book Information
Author Description
Imre Kertész, 1929 in Budapest geboren, wurde 1944 als 14-Jähriger nach Auschwitz und Buchenwald deportiert. In seinem «Roman eines Schicksallosen» hat er diese Erfahrung auf außergewöhnliche Weise verarbeitet. Das Buch erschien zuerst 1975 in Ungarn, wo er während der sozialistischen Ära jedoch Außenseiter blieb und vor allem von Übersetzungen lebte (u.a. Nietzsche, Hofmannsthal, Schnitzler, Freud, Joseph Roth, Wittgenstein, Canetti). Erst nach der europäischen Wende gelangte er zu weltweitem Ruhm, 2002 erhielt er den Literaturnobelpreis. Seitdem lebte Imre Kertész überwiegend in Berlin und kehrte erst 2012, schwer erkrankt, nach Budapest zurück, wo er 2016 starb.
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Ich kann die Handlung des Buches nicht wirklich zusammenfassen. Im Zentrum der Geschichte steht ein Theaterstück, das ein Jude, der Ausschwitz überlebt hat, geschrieben hat. Der Autor begeht Selbstmord und lässt das einzige Manuskript vernichten. Ein befreundeter Lektor begibt sich auf die Suche nach dem Werk und entdeckt die Vergangenheit. Es fiel mir sehr schwer den roten Faden der Geschichte zu fassen. Kertesz wechselt häufig die Erzählperspektiven und Stile. Mal ist es die Dialogform eines Theaterstücks, mal erzählt er in der ich-Form, mal als Beobachter. Für mich waren die Wechsel nicht durch den Inhalt motiviert. Man erahnt ein Geheimnis, ein unbekanntes Verbrechen, aber die Ahnung bleibt unbeantwortet.
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Für den Verlagslektor Keserű wird zehn Jahre nach der Wende das «Liquidation» betitelte Theaterstück, das er aus dem Nachlass seines Freundes B. gerettet hat, zum Gegenstand obsessiver Erinnerungsarbeit. B., in Auschwitz geboren, hat sich 1990 überraschend umgebracht, in seinem Stück jedoch gespenstisch genau die Situation vorweggenommen, die die Hinterbliebenen dann in der Realität erleben sollten: Verwirrung, private Zerwürfnisse, Schlammschlachten aller Art. Umso verzweifelter, als hinge der eigene Lebenssinn davon ab, fahndet Keserű nach dem «großen Lebensroman» B.'s, den er im Nachlass zu finden gehofft hat...
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Imre Kertész, 1929 in Budapest geboren, wurde 1944 als 14-Jähriger nach Auschwitz und Buchenwald deportiert. In seinem «Roman eines Schicksallosen» hat er diese Erfahrung auf außergewöhnliche Weise verarbeitet. Das Buch erschien zuerst 1975 in Ungarn, wo er während der sozialistischen Ära jedoch Außenseiter blieb und vor allem von Übersetzungen lebte (u.a. Nietzsche, Hofmannsthal, Schnitzler, Freud, Joseph Roth, Wittgenstein, Canetti). Erst nach der europäischen Wende gelangte er zu weltweitem Ruhm, 2002 erhielt er den Literaturnobelpreis. Seitdem lebte Imre Kertész überwiegend in Berlin und kehrte erst 2012, schwer erkrankt, nach Budapest zurück, wo er 2016 starb.




