L'homme qui lisait des livres

L'homme qui lisait des livres

Softcover
4.51

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Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
128
Price
26.50 €

Posts

1
All
4.5

Ein tiefgründiges, poetisch anmutendes Buch.

Ein französischer Fotograf und Journalist befindet sich 2014 in Gaza und sieht zufällig einen Mann, der, umgeben von teilweise zerstörten Strassen und Gebäuden, lesend vor einem Buchladen sitzt. Er boebachtet ihn etwas, und fragt ihn dann, ob er ein Foto machen dürfe. Dieser, Nabil Al Jaber, entgegnet, dass er das gerne tun dürfe, sobald sie sich etwas besser kennen würden. In der Folge treffen sie sich immer wieder, und Nabil erzählt von seiner Kindheit in den Flüchtlingslagern, seiner Familie, seinem Studium und seinem späteren Leben. Ein sehr ruhiges Buch, dass durch eine interessante Erzählperspektive und eine sehr schöne Sprache überzeugt. Trotz des offensichtlich pro-palästinensischen Standpunkts ist es frei von direkten Vorwürfen und sehr stark deskriptiv geprägt. Dabei spielt v.A. die Lektüre von Büchern als Mittel der Befreiung und des Widerstands eine zentrale Rolle. Immer wieder werden auch Zeilen aus bekannten Werken rezitiert. Eines der besten: "Nous ne sommes que les miroirs brisés de ceux qui nous ont faits"(S.103) Fand die Stimmung und die Sprache des Buches sehr ansprechend, da sie sowohl hoffnungsvoll als auch melancholisch daherkommt. Hat mich nachdenklich gestimmt.

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