Kremulator
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Description
Book Information
Author Description
Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, stammt aus Belarus und schreibt auf Russisch. Nach einer abgebrochenen klassischen Musikausbildung studierte er Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. Sein Roman ›Die Jagd‹ war ein ›Spiegel‹-Bestseller. 2020 musste er mit seiner Familie Russland verlassen und lebt seither in der Schweiz. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, zuletzt 2024 den Prix Transfuge du meilleur roman européen für seinen Roman ›Kremulator‹.
Posts
Während des ganzen Buches hat man das Gefühl, selbst dort zu sein, hinter dem Offizier zu stehen und jedes Wort aufzufangen, denn es schildert so anschaulich all die „Reize“ unserer Geschichte – den ganzen Schmerz, die Entwertung des menschlichen Lebens und die blutrünstige Gleichgültigkeit. «Ein Mensch stirbt nur einmal im Leben, und da er keine entsprechende Erfahrung hat, stirbt er jedes Mal misslungen – verstehen Sie?»
Die doch sehr merkwürdige „Liebesgeschichte“ mit ihren kruden Zufallsbegegnungen und ein paar Längen und Redundanzen im Mittelteil, in dem das Verhör m.E. überbeansprucht wurde, ergeben einen Stern Abzug. Die abgeklärte, nüchterne Erzählstimme ist grandios. Hier reiht sich ein Buch in die Riege der exzellenten Literatur ein, wenn darum geht, den Homo Sovieticus in voller Brutalität zu präsentieren. Und dann Stellenweise ein dezenter Gogolhumor, der dieser ohnehin absurden Show das Groteskenkrönchen aufsetzt. Und alle wissen, diese Groteske ist die Realität.
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Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, stammt aus Belarus und schreibt auf Russisch. Nach einer abgebrochenen klassischen Musikausbildung studierte er Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. Sein Roman ›Die Jagd‹ war ein ›Spiegel‹-Bestseller. 2020 musste er mit seiner Familie Russland verlassen und lebt seither in der Schweiz. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, zuletzt 2024 den Prix Transfuge du meilleur roman européen für seinen Roman ›Kremulator‹.
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Während des ganzen Buches hat man das Gefühl, selbst dort zu sein, hinter dem Offizier zu stehen und jedes Wort aufzufangen, denn es schildert so anschaulich all die „Reize“ unserer Geschichte – den ganzen Schmerz, die Entwertung des menschlichen Lebens und die blutrünstige Gleichgültigkeit. «Ein Mensch stirbt nur einmal im Leben, und da er keine entsprechende Erfahrung hat, stirbt er jedes Mal misslungen – verstehen Sie?»
Die doch sehr merkwürdige „Liebesgeschichte“ mit ihren kruden Zufallsbegegnungen und ein paar Längen und Redundanzen im Mittelteil, in dem das Verhör m.E. überbeansprucht wurde, ergeben einen Stern Abzug. Die abgeklärte, nüchterne Erzählstimme ist grandios. Hier reiht sich ein Buch in die Riege der exzellenten Literatur ein, wenn darum geht, den Homo Sovieticus in voller Brutalität zu präsentieren. Und dann Stellenweise ein dezenter Gogolhumor, der dieser ohnehin absurden Show das Groteskenkrönchen aufsetzt. Und alle wissen, diese Groteske ist die Realität.






