Kremulator

Kremulator

Hardback
4.032

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Description

Pjotr Nesterenko ist mit dem Tod auf vertrautem Fuß. Als Direktor des Moskauer Krematoriums in der Stalin-Zeit hat er sie alle eingeäschert: die Abweichler, die angeblichen Spione und die einstigen Revolutionshelden, die den Säuberungen zum Opfer fallen. Er jedoch, davon ist er überzeugt, kann gar nicht sterben. So oft ist er dem Tod schon knapp entronnen. Bis der Tag seiner eigenen Verhaftung kommt. Wird er auch diesmal den Hals aus der Schlinge ziehen?

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
256
Price
25.70 €

Author Description

Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, stammt aus Belarus und schreibt auf Russisch. Nach einer abgebrochenen klassischen Musikausbildung studierte er Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. Sein Roman ›Die Jagd‹ war ein ›Spiegel‹-Bestseller. 2020 musste er mit seiner Familie Russland verlassen und lebt seither in der Schweiz. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, zuletzt 2024 den Prix Transfuge du meilleur roman européen für seinen Roman ›Kremulator‹.

Posts

3
All
4.5

Wortgewandtheit und Galgenhumor

Das ist mein drittes Buch von Sasha Filipenko und ich möchte alles lesen. Filipenko ist so mutig, dass er sich kritisch mit der russischen Vergangenheit auseinandersetzt. Und leider ist es immer noch sehr Aktuell. Klare Empfehlung!!

5

Während des ganzen Buches hat man das Gefühl, selbst dort zu sein, hinter dem Offizier zu stehen und jedes Wort aufzufangen, denn es schildert so anschaulich all die „Reize“ unserer Geschichte – den ganzen Schmerz, die Entwertung des menschlichen Lebens und die blutrünstige Gleichgültigkeit. «Ein Mensch stirbt nur einmal im Leben, und da er keine entsprechende Erfahrung hat, stirbt er jedes Mal misslungen – verstehen Sie?»

4

Die doch sehr merkwürdige „Liebesgeschichte“ mit ihren kruden Zufallsbegegnungen und ein paar Längen und Redundanzen im Mittelteil, in dem das Verhör m.E. überbeansprucht wurde, ergeben einen Stern Abzug. Die abgeklärte, nüchterne Erzählstimme ist grandios. Hier reiht sich ein Buch in die Riege der exzellenten Literatur ein, wenn darum geht, den Homo Sovieticus in voller Brutalität zu präsentieren. Und dann Stellenweise ein dezenter Gogolhumor, der dieser ohnehin absurden Show das Groteskenkrönchen aufsetzt. Und alle wissen, diese Groteske ist die Realität.

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