Kompass
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Description
»Kompass« ist das Buch der Stunde: eine leidenschaftliche Beschwörung der Passion des Westens für die orientalische Kultur. Unter dem Schock einer medizinischen Diagnose verbringt der Wiener Musikwissenschaftler Franz Ritter eine schlaflose Nacht. Er denkt an seine Forschungsreisen: Istanbul, Damaskus, Aleppo, Palmyra – alles Städte, die untrennbar mit Sarah verbunden sind, der berühmten Orientalistin, seiner großen Liebe. Seine Erinnerung zaubert immer mehr Fakten, Romanzen und Geschichten hervor, die alle vom entscheidenden Beitrag des Orients zur westlichen Kultur und Identität zeugen.
Book Information
Author Description
Mathias Enard, geboren 1972 in Niort (Westfrankreich), Studium der Kunstgeschichte und orientalischen Sprachen, lebt, nach längeren Aufenthalten im Nahen Osten, heute in Barcelona, wo er Arabisch lehrt. Für »Zone« erhielt er in Frankreiche 2008 den »Prix Décembre« und 2009 den »Prix du Livre Inter«, in Deutschland den deutsch-französischen »Candide Preis 2008«. Für »Kompass« wurde Mathias Enard mit dem Prix Goncourt sowie dem Leipziger Buchpreis der Europäischen Verständigung ausgezeichnet.
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Ich kann mich kaum erinnern, dass ein Roman - so einhellig vom Feuilleton gefeiert wurde, - in Frankreich mit einem angesehnen Preis hochdekoriert wurde, - meine paar Freunde auf Goodreads, die das Buch gelesen hatten, ihn allesamt mit 5 Sternen bewertet hatten und ich beim Lesen das Werk am liebsten nach 30 Seiten schon in die Ecke geworfen hätte. Das Buch kommt ohne Handlung aus und besteht nur aus den Gedanken eines schlaflosen Musikwissenschaftlers, der in einer durchwachten Nacht sich Gedanken über den kulturellen Einfluss des Morgenlands auf das Abendland macht. Eigentlich ein spannendes Thema, wenn das Ganze nicht als Gedankenstrom nahezu ohne Absätze und in einer fürchterlichen Schriftart und -größe in der Hardcover-Ausgabe verpackt gewesen wäre. Schon beim erstmaligen Durchblättern sah ich das Buch alleine vom Leseerlebnis als Herausforderung. Neben der visuellen Herausforderung, war aber letztlich die intellektuelle Anforderung oder besser gesagt, die Überforderung ausschlaggebend für den Abbruch nach dem ersten Drittel. Für mich ist das kein Buch, dass den Reiz des Orients widerspiegeln kann. Dann höre ich mir lieber die vielen musikalischen Werke mit orientalischen Anklängen von Mozart über Berlioz bis Beethoven an, auf die der Autor verweist, um ein orientalisches Gefühl zu entwickeln. Das ist ein völlig verkopfter Roman ohne Gefühle und Atmosphäre. Für mich ist das zudem eine Aneinanderreihung von enzyklopädischem Wissen ohne Quellenangaben. Aber was lamentiere ich, offensichtlich gibt es Kritiker, die ihren Spaß an dieser Form der Hochliteratur haben. Ich brauche jetzt erstmal einen sinnfreien Science Fiction mit epischer Weltraumschlacht, um die Freude am Lesen zurückzugewinnen.
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»Kompass« ist das Buch der Stunde: eine leidenschaftliche Beschwörung der Passion des Westens für die orientalische Kultur. Unter dem Schock einer medizinischen Diagnose verbringt der Wiener Musikwissenschaftler Franz Ritter eine schlaflose Nacht. Er denkt an seine Forschungsreisen: Istanbul, Damaskus, Aleppo, Palmyra – alles Städte, die untrennbar mit Sarah verbunden sind, der berühmten Orientalistin, seiner großen Liebe. Seine Erinnerung zaubert immer mehr Fakten, Romanzen und Geschichten hervor, die alle vom entscheidenden Beitrag des Orients zur westlichen Kultur und Identität zeugen.
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Mathias Enard, geboren 1972 in Niort (Westfrankreich), Studium der Kunstgeschichte und orientalischen Sprachen, lebt, nach längeren Aufenthalten im Nahen Osten, heute in Barcelona, wo er Arabisch lehrt. Für »Zone« erhielt er in Frankreiche 2008 den »Prix Décembre« und 2009 den »Prix du Livre Inter«, in Deutschland den deutsch-französischen »Candide Preis 2008«. Für »Kompass« wurde Mathias Enard mit dem Prix Goncourt sowie dem Leipziger Buchpreis der Europäischen Verständigung ausgezeichnet.
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Ich kann mich kaum erinnern, dass ein Roman - so einhellig vom Feuilleton gefeiert wurde, - in Frankreich mit einem angesehnen Preis hochdekoriert wurde, - meine paar Freunde auf Goodreads, die das Buch gelesen hatten, ihn allesamt mit 5 Sternen bewertet hatten und ich beim Lesen das Werk am liebsten nach 30 Seiten schon in die Ecke geworfen hätte. Das Buch kommt ohne Handlung aus und besteht nur aus den Gedanken eines schlaflosen Musikwissenschaftlers, der in einer durchwachten Nacht sich Gedanken über den kulturellen Einfluss des Morgenlands auf das Abendland macht. Eigentlich ein spannendes Thema, wenn das Ganze nicht als Gedankenstrom nahezu ohne Absätze und in einer fürchterlichen Schriftart und -größe in der Hardcover-Ausgabe verpackt gewesen wäre. Schon beim erstmaligen Durchblättern sah ich das Buch alleine vom Leseerlebnis als Herausforderung. Neben der visuellen Herausforderung, war aber letztlich die intellektuelle Anforderung oder besser gesagt, die Überforderung ausschlaggebend für den Abbruch nach dem ersten Drittel. Für mich ist das kein Buch, dass den Reiz des Orients widerspiegeln kann. Dann höre ich mir lieber die vielen musikalischen Werke mit orientalischen Anklängen von Mozart über Berlioz bis Beethoven an, auf die der Autor verweist, um ein orientalisches Gefühl zu entwickeln. Das ist ein völlig verkopfter Roman ohne Gefühle und Atmosphäre. Für mich ist das zudem eine Aneinanderreihung von enzyklopädischem Wissen ohne Quellenangaben. Aber was lamentiere ich, offensichtlich gibt es Kritiker, die ihren Spaß an dieser Form der Hochliteratur haben. Ich brauche jetzt erstmal einen sinnfreien Science Fiction mit epischer Weltraumschlacht, um die Freude am Lesen zurückzugewinnen.




