Klaras Schweigen

Klaras Schweigen

Softcover
4.040
Das Geheime LächelnNachkriegsgeschichteFamiliengeheimnis1950Er Jahre

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Description

Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses …

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Softcover
Pages
400
Price
13.40 €

Author Description

Bettina Storks, geboren bei Stuttgart, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Autorin. Sie war viele Jahre als Redakteurin tätig, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlichte. Die Leidenschaft für Familiengeheimnisse und die Faszination für die deutsch-französische Geschichte vereint Bettina Storks immer wieder in ihren vielschichtigen Romanen. Die Autorin lebt und arbeitet am Bodensee.

Posts

8
All
4

Eine wunderschöne & zugleich herzzerreißende Geschichte die mich sehr berührt hat.

4.5

Tolle Story

Zuerst musste ich etwas „durchhalten“, denn die Geschichte entwickelt sich langsam. Aber nach dem ersten Viertel hat’s mich gepackt. Tolle Charaktere, super in Szene gesetzte Rückblenden. Die Vergangenheitsgeschichte war toll ausgeschmückt, die Zeit war dadurch quasi greifbar. Ich habe viel gelernt über Freiburg und die französische Besatzungszone. Alles hat gestimmt, hab mich sehr gut unterhalten gefühlt und real mitgefiebert. Trotzdem reichte es nicht zum Highlight.

Tolle Story
4

Wo sind Miriams Wurzeln?

Inhalt: "Sie spricht wieder". Miriam hält ihr Handy am Ohr und kann nicht glauben was ihre Großtante Lotte erzählt. Was für tolle Nachrichten! Sechs Wochen ist es jetzt her, dass Miriams Großmutter Klara einen Schlaganfall erlitt. Ob sie je wieder sprechen könne, war ungewiss. Als Miriam ins Krankenhaus eilt, ist es erst als spreche sie nur mit sich selbst. Doch dann kommen Klara ein paar französische Worte über die Lippen. Dabei hatte Klara die Sprache nie gesprochen. Oder doch? Schließlich war Konstanz und Freiburg nach dem Krieg in die französische Besatzungszone gefallen. Als Klara dann auch noch von einem Pascal spricht, beginnt Miriam zu recherchieren und stößt dabei auf Schweigen seitens ihrer Großtante Lotte. Was war damals passiert? Gibt es etwa ein Familiengeheimnis? Leseeindruck: "Klaras Schweigen" wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal haben wir das Jahr 2018. Miriam versteht die Welt nicht mehr. Anscheinend ist über ihre wahren Wurzeln Stillschweigen vereinbart worden. Dieser Erzählstrang ließ sich flüssig lesen und ich konnte mitverfolgen wie Miriam durch einen Glückstreffer bei ihren Nachforschungen der Wahrheit immer näher kam. Dabei habe ich bewundert, dass Miriam trotz ihrer ersten Fassungslosigkeit, noch immer so liebevoll mit ihrer Großmutter Klara umgegangen ist. Klara selbst erholt sich zunehmend von ihrer Krankheit und erzählt Miriam etwas zu ihren Eltern. Die ganze Tragik dahinter konnte ich zwar verstehen, aber da mir die Figuren selbst nicht ganz so nah waren, habe ich deren Reaktion wiederum nicht ganz nachvollziehen können. Ein zweiter Erzählstrang führt uns ins Jahr 1944 und von da aus wird in großen Sprüngen Klaras Leben und Schicksal erzählt. Die großen Zeiträume haben mich ein bisschen verwirrt. Auch wenn es sich gut mit 2018 zusammengefügt hat, hat das alles dazu geführt, dass ich nicht so richtig mit Klara mitfiebern konnte. Fazit: "Klaras Schweigen" ist ein toller Roman, den ich gerne gelesen habe. Durch den Erzählstil mit teilweise großen Zeitsprüngen, habe ich es aber nicht geschafft, den Figuren näher zu kommen. Das Ende fand ich sehr berührend. Die Tragik, die durch eine Lüge in der Not entstanden ist, unfassbar. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Wo sind Miriams Wurzeln?
4.5

Nach einem Schlaganfall spricht Klara auf einmal französische Worte - der Anfang einer Reise in Klaras Vergangenheit für ihre Enkeltochter Miriam. Wir erleben diese Reise als Leser in zwei Zeitebenen: 2018, als Miriam nach der Vergangenheit ihrer Oma recherchiert. Und in Rückblicken ab den 40iger Jahren, über die Klara immer geschwiegen hat. Freiburg und Konstanz sind die zentralen Handlungsorte, und dort unter anderem die Zeit unter der französischen Besatzung. Die gesellschaftlichen Konventionen und die daraus entstehenden Zwänge insbesondere für junge Mädchen wurden sehr anschaulich beschrieben. Und wieder geht es darum, wie die damaligen Ereignisse auch spätere Generationen prägen. Ich empfehle das Buch sehr gern weiter, auch wenn ich mir an mancher Stelle noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.

4

Gut zu lesen, einige langweilige und einige kurzweilige Phasen

4

Nachdem mich der letzte Roman der Autorin, “Leas Spuren“, absolut begeistert hat, freute ich mich umso mehr auf eine neue Geschichte, in die ich abtauchen konnte. Diesmal führt uns die Autorin nach Freiburg. Dort hat die hochbetagte Klara einen Schlaganfall und spricht plötzlich französisch Eine Sprache, die sie angeblich niemals gelernt hat. Ihre Enkelin Miriam ist der Sprache mächtig und erkennt, dass ihre Großmutter etwas verschweigt. Doch auf all ihre Nachfragen erhält sie keine Antworten. So begibt sie sich auf Spurensuche im Leben ihrer Großmutter und stößt schnell auf die Frage, warum Klara 1949 völlig überstürzt von Freiburg nach Konstanz gezogen ist. Miriams Suche nach Antworten führt sie schließlich in die Bretagne. Sie hofft, dass sie dort die Mauer des Schweigens durchbrechen kann. Die Autorin schafft es wieder einmal mit ihrem bildhaften Schreibstil den Leser in ein Stück deutsche Geschichte mitzunehmen, welches sie gekonnt mit ihrer fiktiven Geschichte verwebt. Miriam, als Enkelin von Klara, war mir auf Anhieb sympathisch. Ich hätte auch nicht locker gelassen und wäre auf Spurensuche in der Familiengeschichte gegangen. Mit Klara hingegen hatte ich so meine Probleme. Gerade die junge Klara, die in Rückblenden immer wieder näher beleuchtet wird, fällt Entscheidungen, die ich nicht immer wirklich nachvollziehen, da man absehen kann, dass diese zu Problemen führen. Da stellte ich mir oft die Frage, ob sie einfach naiv war oder einem Problem wegrennen möchte. Leider war Pasqual, der wirklich viel Potential als Figur hatte, auch eher enttäuschend für mich. Er blieb viel zu blass, was ich absolut schade fand. Dennoch muss ich zugeben, dass mich die Geschichte gefesselt hat und ich am Ende sogar das ein oder andere Tränchen verdrückt hatte.

5

Eine absolut herzliche Geschichte über Vergessene Geheimnisse die darauf gewartet haben, an die Öffentlichkeit zu kommen <3

Klara erhält durch ihr Enkelin Miriam die Chance ihre Vergangenheit, wieder ins Reine zu bringen Das Buch ist spannend und jederzeit absolut fesselnd geschrieben. Durch die Abwechslung der Verschiedenen Perspektiven ist es eine ständige Mischung aus Gefühlen zu den Charakter durchgängig vorhanden <3  Das Buch wirft ständig neue Fragen auf die Sie dann auch nach und nach gut auflöst ohne dabei auf gezwungen zu wirken. <3  Die Hauptcharakter sind mega sympathisch und sind einem schon nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen <3  Absolut Empfehlenswertes Buch, wer auf Drama Spannung und Geheimnisse steht sollte dies Buch unbedingt lesen <3  Achtung Spoiler!!!!  Meine Lieblingszitate: *Schließlich bin ich auch wer *Klara kann Drama- *Halbe Wahrheiten verkommen zur Lüge 

5

Das Nachkriegsdeutschland ist zwischen den USA, UdSSR, England und Frankreich aufgeteilt. Beziehungen zwischen den ehemaligen Feinden werden ungern gesehen. Aber vor allem das Zusammenleben zwischen Deutschen und Franzosen gestaltet sich schwierig. Der Hass, der Neid und die Schuld gären ständig unter der Oberfläche. "Die Franzosen" sind in deutschen Familien nicht gerne gesehen. Frauen, die sich mit französischen Soldaten einlassen, werden schnell und oft beschimpft und nicht selten von in ihren Familien ausgeschlossen. Klara lernt Pascal kennen, als sie in einem französischen Economat arbeitet. Ein Supermarkt, der nur für Franzosen geöffnet ist. Mit ihm verbringt sie wundervolle Monate, bis Pascal von einem Tag auf den anderen verschwindet und Klara traurig zurücklässt. Über 70 Jahre später erleidet Klara einen Schlaganfall und verliert vorübergehend die Sprache. Als sie ihre ersten Worte wieder spricht, klingen diese zwar sehr verwaschen aber eindeutig französisch. Ihre Enkelin Miriam ist verblüfft, denn ihre Oma hat immer bestritten, eine Fremdsprache zu können. Um ihrer Oma weitere Reize zu geben, sucht sie in deren Wohnung nach Erinnerungsstücken und findet dabei Papiere. So beginnt eine persönliche Reise mit Blick auf historische Ereignisse. Dies ist mein drittes Buch der Autorin. Vielen Dank an sie und den Verlag für das Rezensionsexemplar. Es hat mich aus einer kleinen Leseflaute geholt. Ich will gar nicht so viel über die Geschichte selbst erzählen, aber ich sage euch, warum es mir gefallen hat: Mein Opa (den ich leider nicht kennengelernt habe) war Soldat und von 1951 bis Ende 1952 Besatzungssoldat in Tirol, genauer gesagt in Innsbruck. Seine Familie, sprich meine Großmutter, meine Mutter und die drei restlichen Geschwister, begleitete ihn. Meine Mama hat nicht ganz viele Erinnerungen an diese Zeit, sie war noch recht jung. Aber sie wollte immer zurück nach Tirol. Das hat sie schließlich auch gemacht und meinen Papa geheiratet. Somit schließt sich der Kreis in meiner Familie. Ich habe nun mal in den alten Fotos gekramt und einige Bilder gefunden, auf denen mein Opa in Uniform in der Innenstadt posiert. Auch meine Oma, meine Mama und meine Onkel und Tante sind verewigt. Wenn ich auch hier nicht die Seite der "Besiegten" zeige, waren auch die Besatzungssoldaten normale Menschen, mit Frauen und Kindern. Natürlich gab es auch keine langwährende Feindschaft zwischen Österreichern und Franzosen. Diese Beziehung war sehr viel komplizierter. Deshalb mochte ich die Geschichte gerne. Sie erzählt vom Leben, von Liebe, von Träumen, Schuld, Vergebung, Herkunft und Familie. Bettina Storks schreibt mit Liebe zum Detail. Ihre Figuren stecken voller Leben, handeln manchmal auch ein wenig übertrieben, aber niemals komplett an der Realität vorbei. sie machen Fehler, bereuen Dinge. Das sind Charaktere, über die ich gerne lese, mit denen ihr mit fiebere und leide. Mit jeden Buch erfüll die Autorin meine Erwartungen. Setzt neue Maßstäbe und selbstverständlich mag ich Frankreich als Schauplatz. Absolute Leseempfehlung für Fans des historischen Genres aus dem 20. Jahrhunderts.

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