Keyserlings Geheimnis
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Description
Im Jahr 1901 lädt der Dramatiker Max Halbe einige seiner Schwabinger Freunde ein, die Sommerfrische am Starnberger See zu verbringen. Keyserling, arriviert beim Publikum und unter den Kollegen beliebt, sitzt dort in jenen Tagen dem Maler Lovis Corinth Modell. Das legendäre Porträt wird den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Hässlichkeit zeigen. Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholt nach der Vergangenheit des baltischen Grafen, nach seiner Jugend und Studentenzeit, um die sich Gerüchte ranken, bekommt jedoch nur ausweichende Antworten. Bei einem Konzertbesuch lauscht Keyserling gemeinsam mit Frank Wedekind einer Sängerin, die ihm trotz des unbekannten Namens merkwürdig vertraut erscheint. Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor mehr als 20 Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur persona non grata werden ließ?
Geistreich, einfühlsam, voller Witz und Verve spürt Klaus Modick den emotionalen und gesellschaftlichen Widersprüchen der Jahrhundertwende nach und erzählt davon, wie ein Außenseiter zu jenem brillanten Schriftsteller wurde, der den Zerfall der eigenen Klasse mit Melancholie und scharfsinniger Ironie beschrieb.
Book Information
Author Description
Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis, dem Rheingau Literatur Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo sowie der Villa Aurora. Zu seinen erfolgreichsten Romanen zählen »Der kretische Gast« (2003), »Sunset« (2011), »Konzert ohne Dichter« (2015) und »Keyserlings Geheimnis« (2018). Zuletzt erschien »Leonard Cohen« (2020) und der Roman »Fahrtwind« (2021) sowie (mit Bernd Eilert) »Nachlese. Hundert Bücher – Ein Jahrhundert« (2024).
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Nach [b:Konzert ohne Dichter|23901478|Konzert ohne Dichter|Klaus Modick|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1418761270l/23901478._SY75_.jpg|43509258] ist dies mein zweiter Künstlerromans von Klaus Modick, der sich wiederum einen in Vergessenheit geratenen Künstler der Jahrhundertwende annimmt. War es in seinem bekanntesten Roman der Maler Heinrich Vogeler und die Worpsweder Künstlergemeinschaft inklusive Rilke, ist es hier der Dichter Eduard Graf von Keyserling, ein impressionistischer Schriftsteller aus dem Baltikum, der durch Lovis Corinths Porträt einer größere Bekanntheit erhielt als durch seine Novellen und Erzählungen. Ausgehend von der Rahmenhandlung im Jahr 1901 in München, der 46jährige Keyserling ist von der Syphilis gezeichnet mit seinem abgemagerten Gesichtszügen und dem Glupschaugen, wird in Rückblicken die Jugend- und Studiumszeit des baltischen Landadligen erzählt. Keyserlings Spiel- und Amüsiersucht läßt hin aus seiner Heimat vor den Schulden fliehen, um dann in München und Wien das Leben zu leben, nachdem er sich immer gesehnt. Modick trifft wieder sehr gut die Sprache der Zeit und läßt ein wunderbares Bild des Schriftstellers mit seinen Sehnsüchten und Selbstzweifeln entstehen. Und am Ende gelingt es ihm sogar den Bogen zwischen seinem Geheimnis aus der Vergangenheit und der Aufdeckung 23 Jahre später zu schlagen. Ich finde, dass Modick sehr atmosphärisch schreiben kann und mir die Jugendstilzeit hervorragend in Geschichten verpackt. Das hat auf jeden Fall die Lust gesteigert, mehr von Keyserling zu lesen, dem sogenannten Fontane des Baltikums.
Nach [b:Konzert ohne Dichter|23901478|Konzert ohne Dichter|Klaus Modick|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1418761270l/23901478._SY75_.jpg|43509258] ist dies mein zweiter Künstlerromans von Klaus Modick, der sich wiederum einen in Vergessenheit geratenen Künstler der Jahrhundertwende annimmt. War es in seinem bekanntesten Roman der Maler Heinrich Vogeler und die Worpsweder Künstlergemeinschaft inklusive Rilke, ist es hier der Dichter Eduard Graf von Keyserling, ein impressionistischer Schriftsteller aus dem Baltikum, der durch Lovis Corinths Porträt einer größere Bekanntheit erhielt als durch seine Novellen und Erzählungen. Ausgehend von der Rahmenhandlung im Jahr 1901 in München, der 46jährige Keyserling ist von der Syphilis gezeichnet mit seinem abgemagerten Gesichtszügen und dem Glupschaugen, wird in Rückblicken die Jugend- und Studiumszeit des baltischen Landadligen erzählt. Keyserlings Spiel- und Amüsiersucht läßt hin aus seiner Heimat vor den Schulden fliehen, um dann in München und Wien das Leben zu leben, nachdem er sich immer gesehnt. Modick trifft wieder sehr gut die Sprache der Zeit und läßt ein wunderbares Bild des Schriftstellers mit seinen Sehnsüchten und Selbstzweifeln entstehen. Und am Ende gelingt es ihm sogar den Bogen zwischen seinem Geheimnis aus der Vergangenheit und der Aufdeckung 23 Jahre später zu schlagen. Ich finde, dass Modick sehr atmosphärisch schreiben kann und mir die Jugendstilzeit hervorragend in Geschichten verpackt. Das hat auf jeden Fall die Lust gesteigert, mehr von Keyserling zu lesen, dem sogenannten Fontane des Baltikums.
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Im Jahr 1901 lädt der Dramatiker Max Halbe einige seiner Schwabinger Freunde ein, die Sommerfrische am Starnberger See zu verbringen. Keyserling, arriviert beim Publikum und unter den Kollegen beliebt, sitzt dort in jenen Tagen dem Maler Lovis Corinth Modell. Das legendäre Porträt wird den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Hässlichkeit zeigen. Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholt nach der Vergangenheit des baltischen Grafen, nach seiner Jugend und Studentenzeit, um die sich Gerüchte ranken, bekommt jedoch nur ausweichende Antworten. Bei einem Konzertbesuch lauscht Keyserling gemeinsam mit Frank Wedekind einer Sängerin, die ihm trotz des unbekannten Namens merkwürdig vertraut erscheint. Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor mehr als 20 Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur persona non grata werden ließ?
Geistreich, einfühlsam, voller Witz und Verve spürt Klaus Modick den emotionalen und gesellschaftlichen Widersprüchen der Jahrhundertwende nach und erzählt davon, wie ein Außenseiter zu jenem brillanten Schriftsteller wurde, der den Zerfall der eigenen Klasse mit Melancholie und scharfsinniger Ironie beschrieb.
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Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis, dem Rheingau Literatur Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo sowie der Villa Aurora. Zu seinen erfolgreichsten Romanen zählen »Der kretische Gast« (2003), »Sunset« (2011), »Konzert ohne Dichter« (2015) und »Keyserlings Geheimnis« (2018). Zuletzt erschien »Leonard Cohen« (2020) und der Roman »Fahrtwind« (2021) sowie (mit Bernd Eilert) »Nachlese. Hundert Bücher – Ein Jahrhundert« (2024).
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Nach [b:Konzert ohne Dichter|23901478|Konzert ohne Dichter|Klaus Modick|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1418761270l/23901478._SY75_.jpg|43509258] ist dies mein zweiter Künstlerromans von Klaus Modick, der sich wiederum einen in Vergessenheit geratenen Künstler der Jahrhundertwende annimmt. War es in seinem bekanntesten Roman der Maler Heinrich Vogeler und die Worpsweder Künstlergemeinschaft inklusive Rilke, ist es hier der Dichter Eduard Graf von Keyserling, ein impressionistischer Schriftsteller aus dem Baltikum, der durch Lovis Corinths Porträt einer größere Bekanntheit erhielt als durch seine Novellen und Erzählungen. Ausgehend von der Rahmenhandlung im Jahr 1901 in München, der 46jährige Keyserling ist von der Syphilis gezeichnet mit seinem abgemagerten Gesichtszügen und dem Glupschaugen, wird in Rückblicken die Jugend- und Studiumszeit des baltischen Landadligen erzählt. Keyserlings Spiel- und Amüsiersucht läßt hin aus seiner Heimat vor den Schulden fliehen, um dann in München und Wien das Leben zu leben, nachdem er sich immer gesehnt. Modick trifft wieder sehr gut die Sprache der Zeit und läßt ein wunderbares Bild des Schriftstellers mit seinen Sehnsüchten und Selbstzweifeln entstehen. Und am Ende gelingt es ihm sogar den Bogen zwischen seinem Geheimnis aus der Vergangenheit und der Aufdeckung 23 Jahre später zu schlagen. Ich finde, dass Modick sehr atmosphärisch schreiben kann und mir die Jugendstilzeit hervorragend in Geschichten verpackt. Das hat auf jeden Fall die Lust gesteigert, mehr von Keyserling zu lesen, dem sogenannten Fontane des Baltikums.





