Kampala – Hamburg
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Description
Book Information
Author Description
Lutz van Dijk, Dr. phil., geboren in Berlin, Lehrer in Hamburg, später Mitarbeiter der Anne Frank Stiftung in Amsterdam, seit 2001 in einem Township bei Kapstadt engagiert. Seine Bücher erhielten u.a. den Jugendliteraturpreis von Namibia 1997, den Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001 und den Rosa Courage Preis 2003. Die Poetik-Ehrenprofessur der Universität Oldenburg wurde ihm 2009 verliehen. Er lebt heute in Amsterdam und Kapstadt. Im Querverlag u.a.: Verdammt starke Liebe sowie „Endlich den Mut …“ – Briefe von Stefan T. Kosinski (1925-2003).
Posts
David & David
Ein so starkes und mutiges Buch über David aus Uganda der aus seinem bisherigen Leben fliehen muss. Alles, wirklich alles lässt er unter größten Anstrengungen zurück und begibt sich auf eine gefährliche Reise. Die Geschichte ist zwar fiktiv, kommt allerdings jeden Tag so ähnlich in dieser Welt vor. Ein Buch was neben all der Trauer, Wut und Schmerz auch Hoffnung gibt verbleibt gleichzeitig so spannend wie ein Krimi. Ich hätte gerne noch hunderte Seiten lesen können. Was am Ende übrig bleibt ist, dass wahrscheinlich die, die es schaffen nur wenige sein werden. Der Schreibstil blieb mir bis zuletzt etwas unrund. Das Buch erschien vor 5 Jahren und könnte aktueller (leider) nicht sein. Immer wieder musste ich beim lesen darüber nachdenken wie scheiße privilegiert ich bin und wie viel unrecht auf dieser verschissenen Welt existiert, gerade ist so vieles am abfackeln (ja ich war oft wütend beim lesen), dreht sich zurück. Das Recht auf Asyl, Menschenrechte im allgemeinen, Hass und Hetze gegen queere Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte (internationaler Geschichte) sind so stark am polarisieren, nehmen ab und anderweitig zu das ich so wütend werde.
Leben dürfen wie man ist
Es ist die Geschichte zweier junger Männer, beide heißen sie David, doch der eine wächst in Hamburg auf, der andere in Uganda. Beide sind sie schwul, doch während der Hamburger keinen Rückhalt durch die Familie hat aber schwul leben darf, ist es beim Ugander anders herum. Er wird nur überleben können, wenn er flieht. Planetromeo und einige freundliche Menschen helfen. Ohne sie geht es eben nie. Mich hat das Buch sehr berührt, alle Erinnerungen an mein eigenes Schwulsein, Coming-Out etc. kamen wieder hoch. So im Nachhinein merke ich, wie schlimm meine eigene Vergangenheit eigentlich war, auch wenn es mir hier vergönnt war, nicht um mein Leben fürchten zu müssen. Ich werde nie verstehen, warum Menschen in das Persönliche anderer eingreifen wollen. (Den Punktabzug gibt es für die doppelte Ich-Perspektive, abwechselnd Hamburg-David und Uganda-David. Ich mag diese Art nicht.)
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Lutz van Dijk, Dr. phil., geboren in Berlin, Lehrer in Hamburg, später Mitarbeiter der Anne Frank Stiftung in Amsterdam, seit 2001 in einem Township bei Kapstadt engagiert. Seine Bücher erhielten u.a. den Jugendliteraturpreis von Namibia 1997, den Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001 und den Rosa Courage Preis 2003. Die Poetik-Ehrenprofessur der Universität Oldenburg wurde ihm 2009 verliehen. Er lebt heute in Amsterdam und Kapstadt. Im Querverlag u.a.: Verdammt starke Liebe sowie „Endlich den Mut …“ – Briefe von Stefan T. Kosinski (1925-2003).
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David & David
Ein so starkes und mutiges Buch über David aus Uganda der aus seinem bisherigen Leben fliehen muss. Alles, wirklich alles lässt er unter größten Anstrengungen zurück und begibt sich auf eine gefährliche Reise. Die Geschichte ist zwar fiktiv, kommt allerdings jeden Tag so ähnlich in dieser Welt vor. Ein Buch was neben all der Trauer, Wut und Schmerz auch Hoffnung gibt verbleibt gleichzeitig so spannend wie ein Krimi. Ich hätte gerne noch hunderte Seiten lesen können. Was am Ende übrig bleibt ist, dass wahrscheinlich die, die es schaffen nur wenige sein werden. Der Schreibstil blieb mir bis zuletzt etwas unrund. Das Buch erschien vor 5 Jahren und könnte aktueller (leider) nicht sein. Immer wieder musste ich beim lesen darüber nachdenken wie scheiße privilegiert ich bin und wie viel unrecht auf dieser verschissenen Welt existiert, gerade ist so vieles am abfackeln (ja ich war oft wütend beim lesen), dreht sich zurück. Das Recht auf Asyl, Menschenrechte im allgemeinen, Hass und Hetze gegen queere Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte (internationaler Geschichte) sind so stark am polarisieren, nehmen ab und anderweitig zu das ich so wütend werde.
Leben dürfen wie man ist
Es ist die Geschichte zweier junger Männer, beide heißen sie David, doch der eine wächst in Hamburg auf, der andere in Uganda. Beide sind sie schwul, doch während der Hamburger keinen Rückhalt durch die Familie hat aber schwul leben darf, ist es beim Ugander anders herum. Er wird nur überleben können, wenn er flieht. Planetromeo und einige freundliche Menschen helfen. Ohne sie geht es eben nie. Mich hat das Buch sehr berührt, alle Erinnerungen an mein eigenes Schwulsein, Coming-Out etc. kamen wieder hoch. So im Nachhinein merke ich, wie schlimm meine eigene Vergangenheit eigentlich war, auch wenn es mir hier vergönnt war, nicht um mein Leben fürchten zu müssen. Ich werde nie verstehen, warum Menschen in das Persönliche anderer eingreifen wollen. (Den Punktabzug gibt es für die doppelte Ich-Perspektive, abwechselnd Hamburg-David und Uganda-David. Ich mag diese Art nicht.)






