Isenhart
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Description
Ein Serienmörder treibt im hohen Mittelalter sein Unwesen. Der junge Schmied Isenhart nimmt die Spur auf – und entdeckt dabei das Geheimnis seiner eigenen Existenz.
Anno Domini 1171. Isenhart stirbt bei der Geburt und wird wieder zum Leben erweckt. Der wissbegierige Junge, der irgendwie »anders« ist, wächst als Sohn eines Schmieds auf der Burg Laurin bei Spira auf. Zusammen mit Konrad, dem Stammhalter des Hauses Laurin, erhält er Zugang zu einem ungeheuren Privileg: Bildung.
Isenharts Welt bricht entzwei, als seine heimliche Liebschaft, die Fürstentochter Anna von Laurin, barbarisch ermordet – und ihr das Herz geraubt – wird. Der Mörder ist schnell gefasst und gerichtet. Doch dann ereignet sich ein weiterer Mord nach identischem Muster.
Isenhart und Konrad machen sich auf, den Serienmörder mit den forensischen Mitteln ihrer Zeit zur Strecke zu bringen. Die Jagd führt sie bis ins ferne Iberien, in den »Basar des Wissens« von Toledo, wo freie Geister aus Morgen- und Abendland sich austauschen. Dann findet Isenhart in einem dunklen Gewölbe nie gesehene anatomische Zeichnungen des menschlichen Herzens …
»Ein knallharter Thriller aus der Zeit der Kreuzzüge« Berliner Zeitung
Book Information
Author Description
Holger Karsten Schmidt, geboren 1965 in Hamburg, ist dreifacher Grimme-Preisträger und seit vielen Jahren einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Deutschlands. Zuletzt wurde der Mehrteiler »Gladbeck«, für den er das Drehbuch geschrieben hat, mit dem Bayerischen und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2011 erschien sein Mittelalterthriller »Isenhart« bei Kiepenheuer & Witsch, ab 2017 folgten unter dem Pseudonym Gil Ribeiro die Bände der »Lost in Fuseta«-Krimireihe, die in Portugal spielt. Holger Karsten Schmidt lebt und arbeitet bei Stuttgart.
Posts
Lesenswerter Mittelalterkrimi
Isenhart - Bastard mysteriösen Ursprungs entwickelt, protegiert von seinem Lehnsherren und dessen Freund, einen zu jener Zeit lebensgefährlichen wachen Geist. Das Buch ist, obwohl über lange Strecken sehr spannend, mehr Sittengemälde als Krimi. Holger Karsten Schmidt lässt ein lebhaftes Bild jener Zeit des Hochmittelalters zwischen Landleben und Kreuzzügen entstehen. Neben der Verfolgung eines Serienmörders wird die Geschichte des Erkenntnisgewinnes erzählt die 500 Jahre vor Beginn der Aufklärung im tödlichen Widerspruch zum herrschenden Kirchendogma steht. Es gibt zum Ende hin Längen und immer wieder kleinere Ungereimtheiten. Darum ein Punkt Abzug.
Gelungene Verbindung von Mittelalter und Krimi
Das Buch war eine Empfehlung meiner Buchhändlerin und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut, auf sie gehört zu haben. Mit Isenhart lässt der Autor Holger-Karsten Schmidt das Mittelalter auferstehen und verbindet dieses gekonnt mit einem Kriminalfall. Dabei ist die Zeit des Mittelalters nicht nur Hintergrund für den Kriminalfall sondern ist mit ihm verwoben. Die Schwerpunkte wechseln in der Geschichte mehrfach zwischen dem Fall und dem Zeitgeschehen und immer, wenn ich gedacht habe, dass der Autor nun doch den Faden verloren hat, kam doch ein neuer Hinweis. Wer allerdings klassische Ermittlungen mit einem „Ermittlerteam“ erwartet, ist hier falsch. Die Protagonisten handeln im Rahmen ihrer Zeit, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Zusätzlich erhält der Lesende tiefe und sehr gut recherchierte Einblicke in das Leben der Menschen um 1200. An der ein oder anderen Stelle war es mir ein wenig gefühlsduselig und es gab mir ein bisschen zu viel Seelenverwandtschaft (deshalb 1 Stern Abzug in der Bewertung), aber das ist ja nun Geschmackssache und tat in meinem Fall dem Lesespaß keinen Abbruch. Isenhart und Konrad sind auf jeden Fall Charaktere, die einem ans Herz wachsen und mit denen ich mitfiebern konnte. Der Autor selbst beschreibt sein Werk im Nachwort als Lebensgeschichte eines hochbegabten Mannes im Mittelalter mit der Rahmenhandlung des Kriminalfalls. Und damit trifft er den Nagel ziemlich gut auf den Kopf.
Noch bei der Geburt von der Nabelschnur erwürgt, gleich zweimal für tot erklärt und wundersamerweise ins Leben zurückgekehrt, hat Isenhart alles andere als einen guten Start ins Leben. Der Burgherr beschließt Gnade walten zu lassen und gibt ihn in die Obhut des Schmiedes, verspricht aber dem Retter des Kindes ihm die selbe Bildung zu teil werden zu lassen, wie seinem Sohn. Schon bald stellt Isenharts unstillbarer Wissensdurst seine Umwelt auf eine harte Geduldsprobe und auch seine Lehrer versetzt er in Erstaunen. Durch seine Güte und Loyalität erntet er nicht nur die Aufmerksamkeit und Freundschaft Konrad von Laurins, dem Sohn des Burgherrn, sondern auch die Liebe von dessen Schwester Anna. Als diese dann gewaltsam ermordet im Wald aufgefunden wird, beginnt die Suche nach einem Mörder, denn was bis dahin niemand ahnt, die war lediglich das Gesellenstück eines Seelensammlers, der weitere Morde begehen wird, im Namen der Wissenschaft. Isenhart und Konrad machen sich auf den Tot von Anna zu sühnen und verlassen auf ihrer Jagd schon bald die Grenzen des Abendlandes und der bis dahin geltenden Weltanschauung. Nichts ahnend wie eng all die Geschehnisse mit Isenharts Herkunft verknüpft sind. Ein wahnsinnig toller historischer Roman, in den ein Kriminalfall eingewoben wurde. Detailreich schildert der Autor wie Isenhart durch seinen Wissensdurst mehr als einmal in Gefahr gerät, aber auch wie er sich mit Hilfe seines Verstands immer wieder aus brenzligen Situationen befreit. Erzählt wird die Geschichte von Freundschaft, Rache, Tot aber auch der Suche nach dem göttlichen Wirken. Ich habe jede Seite verschlungen. Kaum hatte ich das Buch geöffnet, nahm mich Isenhart mit in seine Zeit und ich war für Stunden im 13. Jahrhundert verschollen. Holger Karsten Schmidt versteht es die Ursprünge von Sprichworten durch lustige Anekdoten einzuflechten, so das der Leser beim Streifzug durch die Welt Isenharts noch eine Menge dazu lernt, sozusagen im Vorbeigehen. Die Fülle an Details die den Leser erwarten, werden nicht ein einziges mal monoton oder langweilig, vielmehr befindet man sich plötzlich ohne zu ahnen in einem philosophischen Gedankenaustausch, bei dem man beginnt seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen und sie auf Gültigkeit zu überprüfen. Mich hat Isenhart mit seinem Hunger nach Wissen beeindruckt und ich möchte dem Autor für die tollen Lesestunden und die Unterweisungen danken, sowie für den liebevoll gezeichneten Charakter Gwegs, er war mir von allen der Liebste. Ich hoffe bald wieder eins von Herrn Schmidts Büchern in der Hand zu halten und vielleicht auch darin zu erfahren, wie es Hennrick mit seinen Hühnern erging oder dem befreiten Moslem.
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Ein Serienmörder treibt im hohen Mittelalter sein Unwesen. Der junge Schmied Isenhart nimmt die Spur auf – und entdeckt dabei das Geheimnis seiner eigenen Existenz.
Anno Domini 1171. Isenhart stirbt bei der Geburt und wird wieder zum Leben erweckt. Der wissbegierige Junge, der irgendwie »anders« ist, wächst als Sohn eines Schmieds auf der Burg Laurin bei Spira auf. Zusammen mit Konrad, dem Stammhalter des Hauses Laurin, erhält er Zugang zu einem ungeheuren Privileg: Bildung.
Isenharts Welt bricht entzwei, als seine heimliche Liebschaft, die Fürstentochter Anna von Laurin, barbarisch ermordet – und ihr das Herz geraubt – wird. Der Mörder ist schnell gefasst und gerichtet. Doch dann ereignet sich ein weiterer Mord nach identischem Muster.
Isenhart und Konrad machen sich auf, den Serienmörder mit den forensischen Mitteln ihrer Zeit zur Strecke zu bringen. Die Jagd führt sie bis ins ferne Iberien, in den »Basar des Wissens« von Toledo, wo freie Geister aus Morgen- und Abendland sich austauschen. Dann findet Isenhart in einem dunklen Gewölbe nie gesehene anatomische Zeichnungen des menschlichen Herzens …
»Ein knallharter Thriller aus der Zeit der Kreuzzüge« Berliner Zeitung
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Author Description
Holger Karsten Schmidt, geboren 1965 in Hamburg, ist dreifacher Grimme-Preisträger und seit vielen Jahren einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Deutschlands. Zuletzt wurde der Mehrteiler »Gladbeck«, für den er das Drehbuch geschrieben hat, mit dem Bayerischen und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2011 erschien sein Mittelalterthriller »Isenhart« bei Kiepenheuer & Witsch, ab 2017 folgten unter dem Pseudonym Gil Ribeiro die Bände der »Lost in Fuseta«-Krimireihe, die in Portugal spielt. Holger Karsten Schmidt lebt und arbeitet bei Stuttgart.
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Lesenswerter Mittelalterkrimi
Isenhart - Bastard mysteriösen Ursprungs entwickelt, protegiert von seinem Lehnsherren und dessen Freund, einen zu jener Zeit lebensgefährlichen wachen Geist. Das Buch ist, obwohl über lange Strecken sehr spannend, mehr Sittengemälde als Krimi. Holger Karsten Schmidt lässt ein lebhaftes Bild jener Zeit des Hochmittelalters zwischen Landleben und Kreuzzügen entstehen. Neben der Verfolgung eines Serienmörders wird die Geschichte des Erkenntnisgewinnes erzählt die 500 Jahre vor Beginn der Aufklärung im tödlichen Widerspruch zum herrschenden Kirchendogma steht. Es gibt zum Ende hin Längen und immer wieder kleinere Ungereimtheiten. Darum ein Punkt Abzug.
Gelungene Verbindung von Mittelalter und Krimi
Das Buch war eine Empfehlung meiner Buchhändlerin und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut, auf sie gehört zu haben. Mit Isenhart lässt der Autor Holger-Karsten Schmidt das Mittelalter auferstehen und verbindet dieses gekonnt mit einem Kriminalfall. Dabei ist die Zeit des Mittelalters nicht nur Hintergrund für den Kriminalfall sondern ist mit ihm verwoben. Die Schwerpunkte wechseln in der Geschichte mehrfach zwischen dem Fall und dem Zeitgeschehen und immer, wenn ich gedacht habe, dass der Autor nun doch den Faden verloren hat, kam doch ein neuer Hinweis. Wer allerdings klassische Ermittlungen mit einem „Ermittlerteam“ erwartet, ist hier falsch. Die Protagonisten handeln im Rahmen ihrer Zeit, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Zusätzlich erhält der Lesende tiefe und sehr gut recherchierte Einblicke in das Leben der Menschen um 1200. An der ein oder anderen Stelle war es mir ein wenig gefühlsduselig und es gab mir ein bisschen zu viel Seelenverwandtschaft (deshalb 1 Stern Abzug in der Bewertung), aber das ist ja nun Geschmackssache und tat in meinem Fall dem Lesespaß keinen Abbruch. Isenhart und Konrad sind auf jeden Fall Charaktere, die einem ans Herz wachsen und mit denen ich mitfiebern konnte. Der Autor selbst beschreibt sein Werk im Nachwort als Lebensgeschichte eines hochbegabten Mannes im Mittelalter mit der Rahmenhandlung des Kriminalfalls. Und damit trifft er den Nagel ziemlich gut auf den Kopf.
Noch bei der Geburt von der Nabelschnur erwürgt, gleich zweimal für tot erklärt und wundersamerweise ins Leben zurückgekehrt, hat Isenhart alles andere als einen guten Start ins Leben. Der Burgherr beschließt Gnade walten zu lassen und gibt ihn in die Obhut des Schmiedes, verspricht aber dem Retter des Kindes ihm die selbe Bildung zu teil werden zu lassen, wie seinem Sohn. Schon bald stellt Isenharts unstillbarer Wissensdurst seine Umwelt auf eine harte Geduldsprobe und auch seine Lehrer versetzt er in Erstaunen. Durch seine Güte und Loyalität erntet er nicht nur die Aufmerksamkeit und Freundschaft Konrad von Laurins, dem Sohn des Burgherrn, sondern auch die Liebe von dessen Schwester Anna. Als diese dann gewaltsam ermordet im Wald aufgefunden wird, beginnt die Suche nach einem Mörder, denn was bis dahin niemand ahnt, die war lediglich das Gesellenstück eines Seelensammlers, der weitere Morde begehen wird, im Namen der Wissenschaft. Isenhart und Konrad machen sich auf den Tot von Anna zu sühnen und verlassen auf ihrer Jagd schon bald die Grenzen des Abendlandes und der bis dahin geltenden Weltanschauung. Nichts ahnend wie eng all die Geschehnisse mit Isenharts Herkunft verknüpft sind. Ein wahnsinnig toller historischer Roman, in den ein Kriminalfall eingewoben wurde. Detailreich schildert der Autor wie Isenhart durch seinen Wissensdurst mehr als einmal in Gefahr gerät, aber auch wie er sich mit Hilfe seines Verstands immer wieder aus brenzligen Situationen befreit. Erzählt wird die Geschichte von Freundschaft, Rache, Tot aber auch der Suche nach dem göttlichen Wirken. Ich habe jede Seite verschlungen. Kaum hatte ich das Buch geöffnet, nahm mich Isenhart mit in seine Zeit und ich war für Stunden im 13. Jahrhundert verschollen. Holger Karsten Schmidt versteht es die Ursprünge von Sprichworten durch lustige Anekdoten einzuflechten, so das der Leser beim Streifzug durch die Welt Isenharts noch eine Menge dazu lernt, sozusagen im Vorbeigehen. Die Fülle an Details die den Leser erwarten, werden nicht ein einziges mal monoton oder langweilig, vielmehr befindet man sich plötzlich ohne zu ahnen in einem philosophischen Gedankenaustausch, bei dem man beginnt seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen und sie auf Gültigkeit zu überprüfen. Mich hat Isenhart mit seinem Hunger nach Wissen beeindruckt und ich möchte dem Autor für die tollen Lesestunden und die Unterweisungen danken, sowie für den liebevoll gezeichneten Charakter Gwegs, er war mir von allen der Liebste. Ich hoffe bald wieder eins von Herrn Schmidts Büchern in der Hand zu halten und vielleicht auch darin zu erfahren, wie es Hennrick mit seinen Hühnern erging oder dem befreiten Moslem.






