Ilias
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Description
Book Information
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Der Kampf rund um Troja ist eine Geschichte die auch heute noch gerne erzählt wird. Homer hat hier etwas niedergeschrieben was Jahrhunderte überdauert hat und auch noch viele weitere wird. Seine Figuren haben Tiefe und halten den Spiegel vor das Gesicht des Lesers. Denn obwohl sie fiktiv sind, sind sie doch auch wie echte Menschen. Eifersucht, Wut, Arroganz aber auch Liebe und Kameradschaft, das alles zeichnet uns aus und Homer hat die Widersprüchlichkeit perfekt eingefangen.
Die Ilias hat mich überrascht: Anfangs tat ich mich schwer, besonders in den ersten drei Gesängen musste ich viel nachschlagen, um der Handlung zu folgen. Doch ab dem vierten Gesang fügten sich die Fäden, und auf einmal war ich völlig drin – fesselnd, spannend und unerwartet klar nachvollziehbar. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel man über die antiken soziokulturellen Strukturen – Bräuche, Riten, Kriegsführung, die Bedeutung von Hybris – erfährt, aber auch über die griechischen Gottheiten, ihr Wirken, ihre Parteinahmen und Verstrickungen. Ich hatte eigentlich bewusst eine deutsche Prosa-Fassung gewählt, um einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zum Text zu erhalten, fernab einer metrischen Sprache. Leider ist die Sprache dieser Übersetzung größtenteils sehr archaisch und manchmal sperrig – aber dadurch auch (ungewollt?) authentisch. Schade ist nach wie vor das Fehlen einer wirklich guten annotierten Ausgabe. Denn beim Lesen wurde noch bewusster, wie frustrierend es ist, dass die anderen Teile der epischen Zyklen nicht vollumfänglich überliefert sind, weder die Vorgeschichte noch der eigentliche Fall Trojas. Durch ausbleibende umfangreiche Annotation bleiben so zentralen Hintergründe wie der Schönheitswettstreit zwischen Athene, Hera und Aphrodite kaum erklärt. Trotzdem: ein unerwartet fesselndes Leseerlebnis. Jetzt freue ich mich umso mehr auf die Odyssee.
Zeitlos und spannend
Statt des anstrengenden Metrums und der schwierigen Sprache der Voß-Übersetzung bietet der Insel Verlag eine klare Übersetzung Homers, der nicht das Metrum übertragen soll, sondern die Sprache Homers vermitteln soll, wie sie war. Und somit liest sich die Ilias wie ein spannender Roman. Generell handelt die Geschichte vom langen Krieg der Trojaner gegen die Archaiier, weil Paris, ein Sohn des trojanischen Königs Priamos, die Ehefrau Menelaos‘ (ein König Archaiier) Helena verschleppt. Nun spitzt sich der Krieg zu auf Grund eines Streites zwischen Achilles und Agamemnon. Sehr sehr spannend, ich will nicht alles Spoilern. Wenn ihr eine coole Version von Homer lesen wollt dann holt euch die Übersetzung von Lempp!
Trotz gehobener Sprache ist diese Prosa Ausgabe der Ilias gut verständlich und wahnsinnig fesselnd. Homer beschreibt den Trojanischen Krieg nicht nur als Schlachtgetümmel zwischen den Griechen und Trojanern sondern auch als mehr als unterhaltsamen Zwiespalt der Götter. Nicht zu Unrecht gilt die Geschichte von dem Krieg um die entführte Helena als zeitloses Epos, das alle folgenden Epochen literarisch geprägt hat.
Ich hatte es mir anders vorgestellt. Vielleicht weil ich die Geschichte durch Nacherzählungen schon kannte, bei denen der Fokus aber ein völlig anderer war. Vielleicht weil ich doch sehr unvorbereitet an dieses Werk heran gegangen bin. Trotzdem mochte ich es und bin froh einmal "das Original" gelesen zu haben.
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Der Kampf rund um Troja ist eine Geschichte die auch heute noch gerne erzählt wird. Homer hat hier etwas niedergeschrieben was Jahrhunderte überdauert hat und auch noch viele weitere wird. Seine Figuren haben Tiefe und halten den Spiegel vor das Gesicht des Lesers. Denn obwohl sie fiktiv sind, sind sie doch auch wie echte Menschen. Eifersucht, Wut, Arroganz aber auch Liebe und Kameradschaft, das alles zeichnet uns aus und Homer hat die Widersprüchlichkeit perfekt eingefangen.
Die Ilias hat mich überrascht: Anfangs tat ich mich schwer, besonders in den ersten drei Gesängen musste ich viel nachschlagen, um der Handlung zu folgen. Doch ab dem vierten Gesang fügten sich die Fäden, und auf einmal war ich völlig drin – fesselnd, spannend und unerwartet klar nachvollziehbar. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel man über die antiken soziokulturellen Strukturen – Bräuche, Riten, Kriegsführung, die Bedeutung von Hybris – erfährt, aber auch über die griechischen Gottheiten, ihr Wirken, ihre Parteinahmen und Verstrickungen. Ich hatte eigentlich bewusst eine deutsche Prosa-Fassung gewählt, um einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zum Text zu erhalten, fernab einer metrischen Sprache. Leider ist die Sprache dieser Übersetzung größtenteils sehr archaisch und manchmal sperrig – aber dadurch auch (ungewollt?) authentisch. Schade ist nach wie vor das Fehlen einer wirklich guten annotierten Ausgabe. Denn beim Lesen wurde noch bewusster, wie frustrierend es ist, dass die anderen Teile der epischen Zyklen nicht vollumfänglich überliefert sind, weder die Vorgeschichte noch der eigentliche Fall Trojas. Durch ausbleibende umfangreiche Annotation bleiben so zentralen Hintergründe wie der Schönheitswettstreit zwischen Athene, Hera und Aphrodite kaum erklärt. Trotzdem: ein unerwartet fesselndes Leseerlebnis. Jetzt freue ich mich umso mehr auf die Odyssee.
Zeitlos und spannend
Statt des anstrengenden Metrums und der schwierigen Sprache der Voß-Übersetzung bietet der Insel Verlag eine klare Übersetzung Homers, der nicht das Metrum übertragen soll, sondern die Sprache Homers vermitteln soll, wie sie war. Und somit liest sich die Ilias wie ein spannender Roman. Generell handelt die Geschichte vom langen Krieg der Trojaner gegen die Archaiier, weil Paris, ein Sohn des trojanischen Königs Priamos, die Ehefrau Menelaos‘ (ein König Archaiier) Helena verschleppt. Nun spitzt sich der Krieg zu auf Grund eines Streites zwischen Achilles und Agamemnon. Sehr sehr spannend, ich will nicht alles Spoilern. Wenn ihr eine coole Version von Homer lesen wollt dann holt euch die Übersetzung von Lempp!
Trotz gehobener Sprache ist diese Prosa Ausgabe der Ilias gut verständlich und wahnsinnig fesselnd. Homer beschreibt den Trojanischen Krieg nicht nur als Schlachtgetümmel zwischen den Griechen und Trojanern sondern auch als mehr als unterhaltsamen Zwiespalt der Götter. Nicht zu Unrecht gilt die Geschichte von dem Krieg um die entführte Helena als zeitloses Epos, das alle folgenden Epochen literarisch geprägt hat.
Ich hatte es mir anders vorgestellt. Vielleicht weil ich die Geschichte durch Nacherzählungen schon kannte, bei denen der Fokus aber ein völlig anderer war. Vielleicht weil ich doch sehr unvorbereitet an dieses Werk heran gegangen bin. Trotzdem mochte ich es und bin froh einmal "das Original" gelesen zu haben.














