Ich bin Linus

Ich bin Linus

Paperback
4.3375
PubertätLgbtqGeschlechtQueer

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Description

Ein Satz, der wie eine Selbstverständlichkeit klingt – «Ich bin Linus» –, doch er teilt sein Leben in ein Davor und Danach. Auf beeindruckende Weise erzählt Linus Giese, warum er einunddreißig Jahre alt werden musste, um laut auszusprechen, dass er ein Mann und trans ist und warum sein Leben heute vielleicht nicht einfacher, aber sehr viel glücklicher ist.
«Wer verstehen will, welche verschlungenen Wege es manchmal sein können, auf denen sich die eigene Identität entdecken lässt, wer verstehen will, wie sich eine Person immer wieder neu finden kann, wer verstehen will, was es heißt, trans zu sein, dass das nicht nur im Singular, sondern im Plural existiert, dass es ein ganzes Spektrum gibt, wie sich als trans Person leben, denken und lieben lässt – all denen sei dieses Buch ans Herz gelegt.» (Carolin Emcke)
Eigentlich ahnt er es seit seinem sechsten Lebensjahr. Doch aus Sorge darüber, wie sein Umfeld reagieren könnte und weil ihm Begriffe wie trans, queer, nicht-binär fehlen, verschweigt Linus lange, wer er wirklich ist. Mit dem Satz «Ich bin Linus» beginnt im Sommer 2017 sein neues Leben, das endlich nicht mehr von Scham, sondern Befreiung geprägt ist. Offen erzählt Linus Giese von seiner zweiten Pubertät, euphorischen Gefühlen in der Herrenabteilung, beklemmenden Arztbesuchen, bürokratischen Hürden, Selbstzweifeln, Freundschaft und Solidarität, von der Macht der Sprache und digitaler Gewalt. Seit seinem Coming-Out engagiert sich Linus für die Rechte von trans Menschen. Vor allem im Netz, aber nicht nur dort, begegnet ihm seither immer wieder Hass. Doch Schweigen ist für ihn keine Option.
«Linus Giese erzählt seine Geschichte so offen, mutig und spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Ich sage das nicht oft, aber: Hören Sie diesem Mann zu.» (Margarete Stokowski)

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Social Media
Format
Paperback
Pages
224
Price
15.50 €

Author Description

Linus Giese ist studierter Germanist und arbeitet seit November 2017 als Blogger, Journalist und Buchhändler in Berlin. Auf buzzaldrins.de schreibt er über Bücher und auf ichbinslinus.de über seine Transition, zudem hat er mehrere Texte für den Tagesspiegel, die taz und das Onlinemagazin VICE veröffentlicht. Twitter: 10.800 Follower*innen.

Posts

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All
5

Endlich eine sinnvolle Schullektüre

Der Pride Month ist vorbei. Aber er ist es auch nicht. Nicht nur in Berlin, steht der CSD noch bevor und bei so manchen politischen Entscheidungen ist es wichtiger denn je, jeden Monat die Regenbogenflagge zu hissen. Auf Linus Giese bin ich durch die 'Briefe an die nächste Generation' aus dem KJONA Verlag gestoßen und habe dann sein erstes autobiografisches Buch entdeckt. "Ich bin Linus' ist 2020 erschienen. In der Bücherei habe ich es heute bei den Jugendromanen gesehen und daraufhin recherchiert, dass es als Unterrichtslektüre verwendet wird. Bravo, bitte mehr solcher Bücher in den Schulen und nicht nur Mann, Shakespeare und Co. "Mit meinem Coming-out verlor ich das Privileg zu den "Normalen" zu gehören- ich war plötzlich anders und davon abhängig, ob ich von anderen immer noch akzeptiert oder gemocht wurde." Linus Giese erzählt von seinem Coming-out als trans Mann und dem Weg seiner Transition. Authentisch und berührend, aber auch schonungslos lässt er uns an seinen Erfahrungen teilhaben. Manches Mal kam mir die Galle hoch, als ich lesen musste, mit welchen Hass Linus Giese konfrontiert wurde und ich Frage mich (nicht nur hier) was Menschen antreibt, andere zu diffamieren, zu bedrohen, ihnen das Leben schwer zu machen, obwohl sie gar nichts mit ihnen zu tun haben. Ich habe keine Ahnung, wie ich wirklich reagieren würde, wenn ein Mensch aus meinem Umfeld mit verkündet, dass sie,er,they trans ist. In meiner Vorstellung hätte ich das vielleicht schon geahnt und das Outing wäre wäre einfach der nächste obligatorische Schritt. 'Ich bin Linus' hat meinen Horizont erweitert, sprachlich und inhaltlich. Dieses Buch vermittelt neben eigenen, erlebten Erfahrungen sehr viel Wissen rund um das Thema trans und Transition und es macht mich aufmerksamer. Linus Giese ist damit für mich nicht nur Autor, sondern auch Botschafter und ich empfehle dieses Buch allen Menschen, denen Empathie wichtig ist. Gebt Hass keine Chance.

5

Ganz toll wie Linus Giese hier seine persönliche Geschichte schildert. Hat mir noch einige Denkanstöße gegeben und mich teils auch sehr berührt! Kann ich auch als Hörbuch sehr empfehlen, der Autor liest es nämlich selbst 😊

4.5

Wir begleiten Linus auf seinem Weg zu sich selbst. Schockierend ehrlich geschrieben, Hindernisse und Hürden werden beschrieben, teilweise unvorstellbar, dass das ein Mensch erleben und durchleiden muss, nur um "ich" sein zu dürfen. Eine klare Leseempfehlung

5

Einfach und schöner Einblick in eine neue Lebenswelt

Ich habe das Buch so gerne gelesen. Einfach, sympathisch und alles genau auf den Punkt gebracht, sodass Menschen außerhalb, einen empathischen Einblick in die Lebenswelt eines trans Mannes in Deutschland bekommen. Schön geschrieben und hat mich toll erreicht!

4.5

Pflichtlektüre 📔📚

Ich finde Menschen, sollten sich mit den Lebensrealitäten aller Menschen auseinandersetzen. Für mehr Empathie und Verständnis. Es zerreißt mir immer wieder das Herz, wie Menschen andere Menschen so hassen können, nur weil sie sind. Lest es und bildet euch weiter 🫶🏻💛Danke Linus

5

Ein wichtiges und berührendes Buch, welches unzählige Aspekte aufzeigt, die für mich bisher unsichtbar waren oder die ich nur erahnen konnte. Sehr augenöffnend!

5

Ein wirklich tolles Buch, das von allen Menschen gelesen werden darf und sollte ❤️

5

Eine Erfahrung zu teilen mit Menschen, die absolut keine Berührungspunkte mit dem jeweiligem Thema haben, ist nicht so ohne! Linus schafft es mit seinem Werk Mikro Aggressionen zu erfassen und zu verdeutlichen wie wichtig es ist hinter sich selbst zu stehen. Habs geliebt. Und mehr kann ich zu diesem Buch nicht sagen. Es sind Erfahrungen, die man teilt und da eine Meinung zu haben, ist super schwierig. Könnte eine Schullektüre sein!

4

Ein sehr persönliches und nahbares Buch über Linus' Vergangenheit und seine Transition. Ich fand es super spannend die Veränderungen in seinem Leben mitzuerleben und zu sehen, wie anstrengend, aufwendig und kräfteraubend dieser Prozess doch ist. Auf jeden Fall habe ich neues Wissen mitgenommen und wurde für das Thema "trans Mann/Frau" weiter sensibilisiert.

5

Ich habe es auch noch als Hörbuch gehört, gelesen von Linus selber, das macht es einzigartig. So gehen Ende gibt es auch noch Empfehlungen von anderen trans- und nicht-binären Menschen. Linus Geschichte ist angenehm ruhig, wie das Leben es schreibt und komplett ohne Hass. Nicht auf alles hat Linus eine Lösung und Antwort, doch es gibt durchaus lehrreiche Stellen. Ich mag dieses Biografische Aufkläungsbuch durchaus, wo ich andere hingegen eher nicht lese…

4

Ein wichtiges Thema gut geschrieben. Zur Aufklärung und zum Verständnis für das Thema wichtig zu lesen.

3.5

Interessantes Hörbuch

Kritik: -> Sprecher/Autor redet sehr sehr langsam -> Teilweise sehr unemotional dafür das es seine eigene Geschichte ist -> Teilweise bisschen verloren, Roter Faden nicht immer ersichtlich -> Teilweise Definition falsch (muss aber noch recherchieren, ob die 2020 anders waren als jz in 2025) -> Chronolgie kaum vorhanden, das hat dem Zuhören Teilweise schwer getan, da man nicht immer direkt zuordnen konnte, was wann war Positives: -> sehr intim -> sehr genau beschrieben -> sehr viele Interessante Gedankengänge und Arten -> Viele Erklärungen & Definition -> gut geeignet für Menschen die sich mit dem Thema Trans* nicht auskennen, aber auch für trans* Menschen & Allys

5

Super wichtiges Thema!

Ein super wichtiges Thema vor allem für viele Jugendliche und Erwachsene. Danke an Linus Giese für seine Arbeit und die Möglichkeit hinter die Kulissen zu blicken, was alles in einen vorgeht.

4.5

📘 Buchbewertung – Ich bin Linus von Linus Giese Autor: Linus Giese Titel: Ich bin Linus – Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war Genre: Autobiografie / Queere Literatur Wertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️✨ (4,5 von 5 Sternen)

Meine Meinung in Stichpunkten: 🏳️‍⚧️ sehr ehrlicher und persönlicher Einblick in Linus’ Leben als trans Mann 🏳️‍⚧️ man merkt, dass der Text direkt aus dem Herzen kommt und keine Schönrederei, keine PR-Masche 🏳️‍⚧️ Ich habe viel gelernt über strukturelle Diskriminierung, Bürokratie, Selbstfindung und Mut 🏳️‍⚧️ besonders stark: die Abschnitte über Social Media, das reale Leben als trans Person in Deutschland, Umgang mit Hate 🏳️‍⚧️ man kann richtig mitfühlen, besonders wenn man selbst queer ist oder über queere Themen reflektiert 🏳️‍⚧️ manchmal etwas sprunghaft erzählt, als ob Linus beim Schreiben mitten im Gedanken neue Gedanken hatte Für wen ist das Buch? ✅ gut geeignet für: ✅️ queere Menschen (v. a. trans & nicht-binäre Leute), die sich verstanden fühlen wollen ✅️ Menschen, die sich mit dem Thema Gender, Transition oder Identität auseinandersetzen ✅️ Allies, die trans Erfahrungen besser verstehen möchten ✅️ Leser*innen ab ca. 14 Jahren, die offen für gesellschaftliche Themen sind ❌ eher nichts für: ❌️ Leute, die einen klassischen Roman mit Handlung, Spannung und Figuren erwarten ❌️ Menschen, die mit autobiografischen oder essayartigen Texten nichts anfangen können

5

Ich persönlich finde es immer schwierig autobiographische Werke von Menschen zu beurteilen. Trotzdem möchte ich ein paar Worte zu diesem Buch verlieren. Bereits in seinem kurzen Werk "Lieber Jonas oder Der Wunsch nach Selbstbestimmung" wusste ich das ich mehr von Linus Giese lesen möchte. In "Ich bin Linus: Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war" nimmt uns Linus mit auf seine Reise als trans Mann und ist dabei schonungslos ehrlich. Über die schönen und bereichernden Momente. Aber auch über jene die nicht immer ganz einfach waren. Natürlich ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten das dieses Buch eine Momentaufnahme ist und sich jeder Mensch immer und ständig weiterentwickelt. Außerdem kann und will Linus gar nicht für alle trans Menschen sprechen, sondern nur für seine Geschichte. Ich finde es immer wieder schön über das Leben von Menschen zu lesen, welche von unser Gesellschaft immer noch an den Rand gedrängt werden und gerade heutzutage ist es wichtiger denn je diese Stimmen wahr- und Ernstzunehmen. Große Empfehlung meinerseits.

5

Sehr interessantes und gut aufklärendes Buch!

Habe den Weg und die Erzählungen von Linus gerne gelesen und konnte durch sein Buch einiges noch einmal aus einem anderen Blickwinkeln sehen. Viele Menschen sollten dieses Buch lesen und sich allgemein viel mehr mit dem Thema beschäftigen, lernen ist ein Prozess des umdenkens und das ist für uns Menschen immer am schwierigsten aber lohnt, wenn nicht immer für einen selbst dann auf jeden fall immer für andere, die unsere Akzeptanz brauchen genauso wie jeder einzelne Mensch sie braucht. Ich werde dieses Buch auf jeden fall weiter empfehlen und wünsche Linus weiterhin alles gut auf seinem weg 🫶🏼

Sehr interessantes und gut aufklärendes Buch!
5

Trans ist ein Adjektiv- über das Leben als trans Mann und die vielen Erlebnisse auf dem Weg dahin

Ein sehr berührendes Buch. Linus erzählt bewegend von seinem Leben, seinem Selbstfindungsprozess und was trans sein für ihn bedeutet. Jede*r sollte dieses Buch lesen, um die Realität von trans Personen kennenzulernen und zu lernen über die Schwierigkeiten, das Schöne. Linus schreibt aus seiner persönlichen Erfahrungen und es sind sehr bewegende Ereignisse, Begegnungen, Fragen von denen er erzählt.

5

Linus Giese hat ein Buch geschrieben, das von jedem cis Mensch gelesen werden sollte. “Ich bin Linus” hat mir brutal gezeigt, wie es im Leben eines trans Mannes sein kann, wie Dysphorie bei ihm aussieht, wie anstrengend eine Namensänderung ist, und auch wie Menschen sowohl wundervoll, als auch schrecklich sein können. [TW: Transphobie, Mobbing, Stalking, selbstverletztendes Verhalten, Selbsthass, suizidale Gedanken, sexualisierte Gewalt] 4,5 Das Buch ist in viele kurze Kapitel eingeteilt, sodass wir Linus leicht verständlich auf seinem Weg “Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war” begleiten können. Es hat 31 Jahre gedauert bis er “Ich bin Linus” sagen konnte. Danach wurde sein Leben nicht einfacher, aber er definitiv glücklicher. Während dem Lesen haben mich immer wieder Erlebnisse unvorbereitet getroffen und ich musste erstmal kurz aufatmen. So vieles, was Linus widerfahren ist, ist einfach schrecklich gewesen. Ich freue mich für ihn, dass er Solidarität erfahren hat und es ärgert mich ungemein, dass er auch unsolidarische Kolleg*innen hatte. Allerdings war die digitale Gewalt, die er erfuhr bzw. immer noch erfährt, und die Tatsache, dass ihm das auch im analogen Leben heimsucht, vor seiner Wohnung und bei seiner Arbeitsstelle, eines der schlimmsten Dinge, die ich gelesen habe. Sein Leben ist alles andere als einfach gewesen, aber ich bin froh, dass er sich entschieden hat sein “wahres Ich” auszuleben. Eines, was mir große Sorge bereitet hat, ist seine Beschreibung von Sex, den er hatte. Als ich das gelesen habe, habe ich das sofort als Vergewaltigung bzw. sexualisierte Gewalt katalogisiert. Dennoch wurde das nie so genannt. Es wurde lediglich als “Sex” betitelt. Wenn ihr kein Problem mit den möglichen Trigger habt, lest dieses Buch und lernt. Ich habe dank Linus viel gelernt. Der Grund, weshalb ich einen halbe Stern abgezogen habe: es gibt einige Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Zum einen verwendet er häufig englische Zitate, aber es gibt keine deutsche Übersetzung. Häufiger werden einige Sätze wiederholt. Es gibt einen inhaltlichen Fehler: Auf S. 72 steht, dass Chester M. Pierce den Begriff “Mikroagression” geprägt hat und auf S. 112 steht, dass es Derald Wing Sue gewesen wäre. Richtig ist: Pierce hat den Begriff "Mikroaggression" in den 70er geprägt, Sue hat den Begriff 2007 wiederbelebt.

5

Linus Giese hat in dem Buch "Ich bin Linus" seine Geschichte erzählt. Ich wollte das Buch erst lesen, doch habe ich dann gesehen, dass der Autor selber das Hörbuch gesprochen hat und bin dann nach knapp der Hälfte auf das Hörbuch umgestiegen. Es ist sehr informativ und auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich kann es nur jeder Person empfehlen, die sich mit Transsexualität auseinander setzen möchte. Es ist erschreckend zu hören, wie viele transfeindliche Personen es gibt und was diese in Linus Fall gemacht haben. Linus hat mit diesem Buch auf jeden Fall bei der Aufkärungsarbeit weitergeholfen, die so wichtig ist, damit wir hoffentlich bald, ohne queer feindliche Gewalt leben können.

3

„Du musst für dich einstehen, Linus, sonst wird es niemand tun.“

Volle Punktezahl für den Anfang des Buches. Der war so fesselnd und mitreißend und ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, aber dann… Zum Ende hin ging es gefühlt nur noch darum, was cis Menschen zu trans Menschen sagen dürfen/sollten/können/müssen. Aber man sollte niemals das und das sagen, wobei da auch jeder trans Mensch anders drauf reagieren könnte. Und man sollte niemals jenes tun, wobei natürlich jeder trans Mensch auch anders darauf reagieren könnte und und und… Nichts destotrotz fand ich das Buch sehr informativ und wie gesagt den Anfang vom Buch echt klasse. Kann mir auch vorstellen, dass Menschen die in einer ähnlichen Lage wie Linus sind, sehr viel daraus mitnehmen können☺️ Menschen die dem Thema über verschlossen sind, denen würde ich etwas seichtere Kost empfehlen um in die Thematik einzusteigen.

„Du musst für dich einstehen, Linus, sonst wird es niemand tun.“
5

Ein persönlicher Einblick in Linus' Geschichte. Das Buch hat mich nachdenklich, wütend & glücklich gemacht und ich habe auch Einiges dazu gelernt. Ausführliche Rezension folgt demnächst.

5

Danke Linus, du trägst mit diesem Buch viel zur Sichtbarkeit von Transmenschen bei! Mich als Transmann hat dieses Buch sehr motiviert, neue Inspiration gegeben und mir vorallem gezeigt, dass ich nicht alleine bin! Große Empfehlung für jede:n!

4

Linus gibt wunderbar Einblicke in seine eigene Transition. Ich finde es mutig bei all den Hasskommentaren und persönlichen Angriffen dieses Buch herausgegeben zu haben. Und stark, insbesondere stark. Ich wünsche mir, dass dieses Buch viele Menschen eine Hilfe ist, egal ob cis oder trans Personen. Obwohl ich mich lange Zeit in der queeren Szene bewegt habe, habe ich mich nie mit trans Personen auseinander gesetzt. Dieses Buch war für mich mit ein erster Schritt meinen Horizont zu erweitern.

5

Ein so wichtiges und Mut machendes Buch und Lebensgeschichte, das / die mich in dunklen Zeiten umarmt und mir Kraft gibt.

4.5

Persönlich, mutmachend, aber mit kleinen inhaltlichen Schwächen

„Ich bin Linus“ ist ein sehr lesenswertes Buch, das auf persönliche und authentische Weise den individuellen Weg eines trans Mannes beschreibt. Viele Gedanken und Erfahrungen haben mich angesprochen, ich konnte mich in vielem wiederfinden. Besonders für junge trans Personen kann es Mut machen und ein Gefühl von Sichtbarkeit und Stärke vermitteln. Allerdings dient das Buch weniger als Ratgeber. (Soll es auch nicht sein) Einige Informationen, etwa zur Vornamens- und Personenstandsänderung sind nicht mehr aktuell. Zudem ist die Erklärung des Penoidaufbaus stellenweise fehlerhaft, was zur Verwirrung führen kann. Aufgrund dieser inhaltlichen Schwäche ziehe ich einen halben Stern ab. Trotzdem bleibt es ein wichtiges und ehrliches Buch, das einen wertvollen Beitrag zur trans Sichtbarkeit leistet.

5

Da es eine sehr persönliche Geschichte über den Weg, den Linus geht ist, mag ich da nicht weniger als 5 Sterne Geben. Ich finde das Buch wichtig und mutig, freue mich, das Linus immer mehr sich selbst findet und bin sehr dankbar über seine ehrliche Geschichte. Auch wenn ich denn Schreibstil für mich persönlich nicht ganz gelungen fand, so hatte ich das Gefühl, das die Themen gut verständlich aufgebaut waren, sodass auch jemand der nicht so in der Thematik drin ist, sich gut reinfinden kann. Ich habe arg mitgefühlt und finde das Buch deshalb wichtig um sich mal in der Lage einer Trans Person reinzuversetzen. Viele Dinge worüber Linus erzählt hätte ich nie als schwierige Alltags Situation für einen Transmann oder Transfrau wahrgenommen.

5

Ein wundervolles und emotionales Buch über einen starken Mann, der schon immer ein Mann ist. Ich fand es interessant, ihn auf seinem Weg zu begleiten und wie dieser ganze Prozess abläuft. Auch die nicht so schönen Dinge wurden ausführlich erzählt. Ein wirklich starkes Buch!

4

Ich bin Linus (2020) von Linus Giese hat mich wegen seiner Offenheit sehr berührt. Linus Giese schreibt über seine Erfahrungen als trans Mann. Es ist erschreckend, aber leider wohl nicht allzu überraschend, wie viel Diskriminierung und Abwertung er in unserer vermeintlich so offenen Gesellschaft erfahren hat und erfährt. Er schreibt, dass trans Personen nicht dafür verantwortlich gemacht werden sollten, cis Personen aufzuklären. Umso dankbarar bin ich dafür, dass er über seine Erfahrungen geschrieben hat. Ich denke, man kann sich selbst sozialisieren, indem man zuhört, wenn andere Menschen über ihre Lebensrealitäten berichten. Und ich kann sagen, dass Ich bin Linus mir sehr dabei geholfen hat.

4

Sehr interessant und mit vielen Denkanstößen für mich. Ich bleibe zurück mit dem Gefühl, dass noch eine Menge zu tun ist in Deutschland, um es trans Menschen leichter zu machen.

3

Ein Buch das ich gerne mehr gemocht hätte, letztendlich aber einfach nicht meins war. Das könnte an der Tatsache liegen, dass ich mich mit einer Biografie an ein neues Genre gewagt habe, das ich vorher noch nie gelesen habe und auf das ich neugierig war, dann durch das lesen aber für mich gemerkt habe, dass das Genre nichts für mich war. Inhaltlich war die Biografie dennoch sehr informativ, ich habe einiges gelernt und einen beeindruckenden Menschen und seine Geschichte kennengelernt. Sprachlich hat die Biografie mich jedoch leider nicht überzeugt, ich habe mich etwas schwer getan beim lesen und hatte dabei nicht das gute Gefühl, das ich mir erhofft hatte. Da waren einige Wiederholungen und Widersprüche, unstrukturierte Zeitsprünge und insgesamt war die Geschichte etwas wirr geschrieben, wodurch ich leider immer wieder rausgekommen bin und mein Lesefluss somit gestört wurde. Auch so musste ich das Buch an einigen Stellen pausieren wegen der sensiblen Themen die angesprochen wurden, von denen ich vorher nicht gewusst hatte. Ich hätte mir hier im Vornherein eine Triggerwarnungen gewünscht, da ich eine sensible Leserin bin und es einigen anderen anderen Menschen bestimmt genauso geht. Die Geschichte war an einigen Stellen bedrückend und erschreckend, aber dennoch stark und hoffnungsvoll. Die Geschichte war sehr persönlich und hierfür gebührt dem Autor ein Lob, dass er diese Geschichte mit der Welt geteilt hat. Es ging in der Geschichte um das Leben als ein andauerndes Coming Out und das andauernde Experimentieren. Es ging darum, dass die eigene Selbstfindung ein Prozess war, der niemals abgeschlossen war und dass man dabei Fehler machen und sich nicht sicher sein durfte. Es ging darum zu lernen Nein zu sagen und um Hilfe zu bitten und wie wichtig beides war, darum die eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Es ging darum die Kontrolle abzugeben und die damit verbundene Leichtigkeit und Freude, um Freiheit und darum Entscheidungen zu treffen. Da waren Schüchternheit und Scham, Selbtszweifel und Hass aber auch Offenheit und Stolz, Dankbarkeit und Unterstützung. Man lernte über Euhphorie und Dysphorie, über die Transition und den Deadname. Das Buch zeigte wie wichtig Solidarität war und wie wichtig Aufklärung. Und das war das Buch auf jeden Fall, eine wichtige Aufklärung, trotzdem wird es bei mir wieder ausziehen.

3.5

Interessant, aber nicht herausragend.

Ein informatives Buch, indem ich mich teilweise wiedererkennen konnte, unter anderem, da ich viele von Linus Ansichten teile. Definitiv als Aufklärungsbuch zu empfehlen.

3

Wichtiges Aufklärungswerk 🌈

Linus Giese beschreibt beeindruckend offen seinen Lebensweg als trans Mann. Das Buch begleitet sowohl sein Outing, seine Transition als auch Dating als trans Mann. Der Autor nimmt auch kein Blatt vor den Mund und schildert die heftige Diskriminierung, die er u.a. am Arbeitsplatz erfahren hat. Ich finde das Buch ist ein guter Einstieg für Menschen, die das Thema transgender nur aus Schlagzeilen kennen und mehr wissen möchten: - Wie sollte man transgender Personen ansprechen, wie nicht? - Welchen Weg müssen trans Menschen durchlaufen, um in Deutschland ihren Personenstand zu ändern? - Wie läuft eine Testosteron-Therapie denn ab? Die einzigen Mängel am Buch würde ich tatsächlich nicht dem Autor, sondern dem Lektorat zuschreiben. Im Buch finden sich vermehrt Fehler, die man hätte vermeiden können und der literarischen Qualität Abbruch tun. Schade, denn Linus Giese kann sich eigentlich sehr eloquent ausdrücken. Da ich selbst in dem Bereich arbeite, kann ich das aber nicht einfach beim Lesen ausblenden.

4

Linus ist trans. Sich das einzugestehen, zu akzeptieren und offen zu leben, war ein weiter und schwerer Weg. Er lässt uns daran teilhaben und berichtet von seiner Kindheit und Jugend, seinem Outing, seiner Transition, seinem Passing und dem Internet-Hate. Wie hat er all das erlebt? Wie haben andere reagiert? Was sind und waren seine Zweifel, Ängste und Hoffnungen? Mit seiner Geschichte betreibt er Aufklärung, sorgt für Verständnis und sensibilisiert für das Thema und den Umgang damit. Er weist auf sprachliche Problematiken hin und erklärt zum Beispiel, wie schnell man (vielleicht auch versehentlich) verletzende Äußerungen von sich geben kann. Ich finde es erschreckend, was Linus erlebt hat und viele trans Personen auch weiterhin erleiden müssen. Ist es nicht egal, wer man ist? Jeder hat das Recht sich in seiner Haut wohl zu fühlen! Jede*r darf er, sie oder they selbst sein, ohne sich zu verstecken! Warum muss man es anderen immer so schwer machen? Sollte es heute nicht mehr Toleranz und Akzeptanz geben? Mensch ist Mensch.

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Was ich mir von diesem Buch lernen wollte: - Linus's Perspektive auf seine individuellen Erfahrungen als ein trans Mann in Deutschland (denn jedes Coming-Out hat eine andere Geschichte), - inklusive Sprache auf Deutsch, und ich habe einfach gefunden, was ich erwartet habe. Ich empfehle allen, seine Reise zu lesen.

Kurze Meinung zum Hörbuch: Nachdem ich schon länger kein Hörbuch aus diesem Genre gehört habe musste ich zunächst reinkommen. Sehr toll finde ich, dass der Autor selber liest. Vielleicht ist er kein Profi, was das einlesen von Hörbüchern angeht, aber wer könnte besser seine Lebensgeschichte erzählen als er? Sehr informatives Buch, dass viele Einblicke gewährt und einen wieder an manchen Menschen zweifeln lässt. Stichwort „Hass im Netz“ - für mich ein absolut unnachvollziehbares Phänomen. Menschen die hassen, nur um des Hassens Willen. Ich finde es großartig, dass Linus seine Geschichte so offen teilt und sich für andere einsetzt. Er spricht gegen Ende über Vorbilder und das es auffällig wenige queere Vorbilder im deutschsprachigen Raum gib - hier bin ich sehr froh, dass sich gerade im vergangenen Jahr so viel getan hat und möchte nochmal auf die Aktion #actout hinweisen, bei der sich 185 Schauspielstars geoutet haben. Vielleicht bietet das und natürlich Linus selber, die Möglichkeit für neue Vorbilder. :)

5

Wundervolles Buch und ein guter Einblick in eine trans Welt.

5

Linus Giese ist ein Mann. In diesem Buch beschreibt er anschaulich und einfühlsam von seinem Weg, der Mann zu werden, der er schon immer war. Er erzählt, was er sich tagtäglich anhören muss/musste und wie er damit umgeht und lässt uns an seinem Leben teilhaben. Da ich ja selbst Teil der LGBTQIA+ Community bin, finde ich es umso wichtiger, auch diesen Büchern einen großen Raum zu geben. Es sollten so viel mehr Bücher in diesem Bereich geben, alleine deshalb um Menschen zu zeigen, dass wir nicht anders sind als sie und das wir präsent sein sollten. Wie gerne würde ich mir wünschen, dass dieses Buch ein Teil in Schulen werden würde. Ich finde es so unfassbar wichtig, dass auch die Jugendlichen schon früh lernen, dass es okay ist wie sie sind. Ich bin dafür, dass dieses Buch eine Pflichtlektüre in den Schulen wird, damit Cis und Trans Menschen etwas dazu lernen können. Dieses Buch ist nicht fiktiv, es ist die Wahrheit. Linus zeigt und klar und deutlich, dass Transphobie und Transfeindlichkeit heutzutage immer noch existiert und das wir als Menschen noch viel zu tun haben. Er beschreibt von den Dingen, die er erleben musste und erfahren hat. Außerdem erklärt er uns auch, wie er in diesen Situationen gehandelt und reagiert hat. Und es macht sichtbar, dass viele Menschen nicht helfen. Auch dann nicht, wenn man darum bittet. Ich habe dieses Buch an einem Tag durch gelesen, da es mich total gefesselt hat. Ich war schockiert von den Menschen und wie sie reagiert haben. Und gleichzeitig fasziniert von Linus, dass er gekämpft hat und niemals aufgegeben hat. Linus beschreibt sehr gut wie er sich fühlt und wie schwer dieser Weg ist. Er schreibt sehr einfühlsam und flüssig, sodass man ,,leicht‘‘ durch die Geschichte kommt. Außerdem sensibilisiert er Cis Menschen dafür, wie Trans Menschen sich fühlen und vor allem wie man sie am besten unterstützen kann. Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen, mich hat es komplett überzeugen können. Wir bekommen einen guten Einblick in die Welt von Linus, aber auch in die von vielen anderen Transmenschen. Lieber Linus, vielen Dank für dieses Buch. Es ist so wichtig und lehrreich!

3

Hätte ich das Buch nur bis ca. zum letzten Drittel bewerten müssen, hätte es vielleicht 5 Sterne bekommen. Bis dahin erzählt Linus Giese nämlich seinen ganz persönlichen Weg, wie ihn ein Name auf einem Becher in Starbucks dazu gebracht hat, zu dem Mann zu werden, der er schon immer war. In der Mitte des Buches folgen dann noch sehr eindrücklich seine Schilderungen, wie der anonyme Onlinehass auf ihn einprallt, allein deshalb, weil er transgender ist und in der Öffentlichkeit steht. Dass dieser Hass seine Spuren hinterlässt, steht ausser Frage. Kein Mensch hat solche verletzenden, beleidigenden und auch angsteinflössende Onlinekommentare verdient. Die Folgen zeigen sich dann auch im letzten Drittel des Buches, in dem Linus leider plötzlich einen sehr belehrenden Ton einschlägt und ich ein bisschen das Gefühl hatte, dass er aus einer tiefen Verletzung heraus schreibt, die von Wut verdeckt wird. Leider passiert es ihm dann auch, dass er seine eigenen Erfahrungen verallgemeinert, seien es klare Ansagen, was die Erfahrungen von trans Menschen angeht, als auch leider das Verallgemeinern von cis Menschen, die dadurch geprägt sind, dass letztere die Gruppe ausmachen, die für die Hasskommentare verantwortlich ist. Das heisst aber noch lange nicht, dass sich alle cis Menschen in einen Topf schmeissen lassen. Und es ist schade, dass genau das Linus in diesem Buch passiert. Leider strotzen Linus Aussagen von Widersprüchen, die das Ganze nicht gerade besser machen. An einer Stelle erwähnt er zum Beispiel, dass man nicht von Geschlechtsanpassung, sondern -angleichung sprechen muss - das ist schön und gut, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass er das Wort Geschlechtsanpassung selbst im vorderen Teil verwendet, was seinen Rant ein bisschen unglaubwürdig macht. (Und das ist jetzt nur ein kleines Beispiel von vielen). Am meisten verärgert hat mich letztendlich, dass ich das Buch tatsächlich gelesen habe, weil ich immer bemüht bin, dazuzulernen und dafür Erfahrungsberichten mit Menschen, die Diversität repräsentieren lese oder höre. Doch leider wird man hier als cis Mensch, der*die sich informieren will, von Linus an den Pranger gestellt. Mir ist bewusst, dass er vor allem hervorheben will, dass kein trans Mensch verpflichtet ist, die Fragen von cis Menschen zu beantworten. Da stimme ich ihm voll und ganz zu. Nur leider kommt es so rüber, als wäre es schon verwerflich, überhaupt Fragen an trans Menschen zu stellen, wobei sich Linus fast im gleichen Atemzug darüber aufregt, dass wir cis Menschen dies und jenes gegenüber trans Menschen nicht sagen dürfen und wir das gefälligst wissen sollten. Ja, was denn nun? Woher sollen wir denn das wissen, wenn wir seiner Meinung nach keine trans Menschen mit unseren Fragen belästigen sollen? So hat sich dieser Vorwurf nämlich für mich angefühlt. Das Buch beginnt gut, hat mich dann aber am Ende verloren. Schade. Von den vielen Rechtschreib- und Grammatikfehlern bin ich im Hörbuch aber wenigstens verschont geblieben.

5

Das Buch hat mich sehr bewegt. Linus gibt Einblick in sein Leben und sehr viele Denkanstöße. Für mich so wertvoll. 🫶🏻🏳️‍⚧️ Kann es wirklich nur empfehlen.

4.5

Ein unfassbar lereiches Buch über das Leben eines trans Mannes. Linus schreibt sein Buch unfassbar schön. Beim Lesen kann man die Verzweiflung aber auch die Hoffnung spüren die ihn auf seinen weh begleitet.

5

Sehr wertvolles Buch. Viele interessante Gedankenanstöße.

5

Wow

So nachvollziehbar und ohne Blatt vor dem Mund beschrieben. Habe mich selbst häufig erkannt und mich nicht geschämt, weil mein Weg ebenfalls nicht geradlinig ist.

3.5

Ich glaube, ich konnte den beschriebenen Lebensweg zum Großteil recht gut mitfühlen und es gab nur wenige Stellen, mit denen ich persönlich nicht ganz zufrieden war (z.B. weil sich meiner Meinung nach etwas wiederholte oder widersprach). Innerhalb der letzten Jahre hat sich das ein oder andere geändert, aber das macht die Schilderungen hier nicht weniger relevant. Eher im Gegenteil (siehe aktuell das Selbstbestimmungsrecht). Insgesamt eine kurze und gute Biografie über Scham und Veränderung.

4

Ein wirklich gutes Buch, das den eigenen Horizont erweitert. Lesenswert für alle.

2

Sehr, sehr wichtiges Thema! Wie in den anderen Rezensionen jedoch bereits beschrieben ist es sehr wirr geschrieben, mit unstrukturierten Zeitsprüngen und vielen Widersprüchen. Konnte dadurch eher weniger von diesem Buch mitnehmen. Einfach den Menschen als Individuum sehen ist wohl das Fazit :)

5

Dieses Buch ist super wenn man eine sachliche Meinung und Geschichte zum Thema trans haben will

Ich habe dieses Buch geliebt, ich bin selber ein trans man und habe mich in vielen Punkten wiedergefunden, was das Buch für mich am Ende nur noch besonderer gemacht hat. Es ist auf jeden Fall ein tolles Buch was viele Seiten beleuchtet. Sehr zu empfehlen :)

3

Der Autor schreibt über seine Erfahrungen als Trans-Mann, man begleitet ihn auf seinem Weg. Es geht viel um sein Leben und seine individuellen Erfahrungen. Allerdings geht es auch viel um Geschlechterrollen, um Sprache und Diskriminierungen.

5

Eigentlich keine Bewertung, da persönliche Geschichte

Ein sehr sympathischer Autor, der tiefe Einblicke in sein Leben gibt. Ich habe auch bei diesem Buch wieder sehr viel lernen können und habe mir so einige Zitate aufgeschrieben. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und kann es nur empfehlen!💛

4

Inhalt: „Ich bin Linus“ ist ein Buch über den Umgang mit Identitätsfragen, über transgeschlechtliche Identitätsfindung und die Klaviatur körperlicher Verwandlungen. Eine Autobiografie über einen mühsamen Selbstfindungsprozess, über den steinigen Weg bis zum befreiten Ausleben der eigenen Geschlechternuancen. Ein Werk über die inneren und äußeren Qualen, die Transgender erdulden. Eine Geschichte von inneren Beschädigungen und gesellschaftlicher Ächtung. Die Schilderung von geschlechtsangleichenden Operationen und Hormonbehandlungen. Erst mit einunddreißig Jahren hat Linus sein Coming-out. Danach folgen Gespräche mit Freunden und Bekannten. Linus schreibt sein erstes Buch, er erkundet seinen neuen Körper und kämpft dafür sich in einer Welt, in der eine cis-normative Vorstellung von Geschlecht herrscht, zu behaupten. Oft kommt es ihm vor, als würde er einen Kampf gegen Windmühlen führen. Meinung: In „Ich bin Linus“ berichtet Linus davon, wie schwer sein Coming-out für ihn war. Er berichtet von Höhenflügen von schönen Momenten, aber auch von Rückschritten und Tiefschlägen. Der Leser begleitet Linus über drei Jahre seines Lebens. Linus erzählt von dem Moment, als er das erste Mal seinen neuen Namen gegenüber einem fremden Menschen - einem Barista bei Starbucks – ausgesprochen hat. Es folgen Gespräche mit Freunden und Bekannten. Er berichtet von der inneren Zerissenheit, die er oft empfunden hat. Wie er anfänglich Angst vor Ablehnung und Nachfragen hatte. Er erzählt von den kleinen Schritten, die er machen musste, und die nie einfach waren, aber oft doch sehr befreiend auf ihn gewirkt haben. Ein Coming-out sei wie duschen, erzählt Linus, du musst es fast täglich machen. Es ist nicht dieser eine Moment, sondern es ist ein fortschreibender Prozess. Der Autor berichtet von Reaktionen im Internet, von Hasskommentaren, Ablehnung und Unverständnis. Viele Menschen stellen ihm Fragen. Hierbei wechselt der Ton von interessiert und neugierig, über fordernd bis hin zu beleidigend. Es kommt sogar vor, dass Linus in seinem privaten Umfeld von Menschen bedroht und gestalkt wird. Sehr offen geht der Autor in dem Buch mit dem Thema Sexualität um. Er berichtet, wie er seinen Körper lieben gelernt hat, wie er aber auch immer wieder unsicher war, was Reaktionen aus seinem Umfeld betrifft. Er versucht, über eine Plattform Kontakt zu anderen Menschen zu finden, und gerät dabei an Personen, die ihn niedermachen und missbrauchen. Aber auch in seinem alltäglichen Umfeld stößt Linus oft an seine Grenzen. Doch Linus kämpft, um seinen Traum, endlich als Mann akzeptiert zu werden, verwirklichen zu können. Er berichtet von Behördengängen, von Gängen zum Gynäkologen und der ersten therapeutischen Sitzung. Sehr offen erzählt der Autor über die Veränderungen seines Körpers. Wie er seine Sexualität erforscht hat, über den Wunsch einen Penis zu haben und einen Bart zu tragen. Welche Möglichkeiten gibt es in medizinischer Hinsicht? Auch das erfährt der Leser in „Ich bin Linus“. Fazit: „Ich bin Linus“ ist keine einfache Geschichte, soviel sei vorangestellt. Der Autor Linus Giese lässt den Leser sein sexuelles Coming Out und die folgenden Konflikte intensiv miterleben. Er berichtet von der Respektlosigkeit, die ihm Tag für Tag widerfährt. Er berichtet von Hasskommentaren im Internet, von bewusster und unbewusster Diskriminierung. Das Buch ist eindringlich statt aufdringlich. Auf packende Art und Weise wird der Transgender-Prozess mit allen Problemen und Unsicherheiten geschildert. „Ich bin Linus“ ist ein Buch von Belang, weil es dem Leser Wissen vermittelt und ihm vor Augen führt, welches Wissen er eigentlich haben müsste.

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Das Lesen des Buches hat mir trotz des ernsten Themas Spaß gemacht. Es ist keine einfache Lektüre und auch nichts, das ich als Urlaubslektüre bezeichnen würde, aber es war trotzdem interessant und unterhaltsam von Linus und seiner Geschichte zu erfahren. Ich habe in einigen Rezensionen, die ich mir vor und nach dem Lesen durchgelesen habe, gelesen, dass sich einige eine Triggerwarnung gewünscht hätten und den Wunsch kann ich verstehen, da es in diesem Buch auch um Stalking und Sex geht. Mich persönlich triggert das nicht, da ich bisher nicht davon betroffen war, aber ich kann mir vorstellen, dass es bei anderen Personen anders ist. Der Schreibtstil hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich sehr wohlgefühlt, obwohl ich am Anfang etwas Bedenken hatte, ob mir das Buch so gut gefallen kann aufgrund des Themas. Aber Linus erzählt in einem entspannten Ton von seiner Geschichte und man fühlt sich mehr, als würde man mit ihm in einem Café sitzen und er erzählt seine Geschichte. Das war sehr angenehm und hat den Lesefluss auch verstärkt. Hätte ich das Buch nicht ab und zu zur Seite legen müssen wegen meinem Reallife, hätte ich es wohl in einem Rutsch durchgelesen. Neben seiner Geschichte gibt es auch ein Kapitel über Sprache. Dort findet man Hinweise zum Deadname oder auch zu Begriffen wie cis.

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