Huck Finn

Huck Finn

Softcover
2.67
Graphic NovelComicAbenteuerHuckleberry Finn

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Description

Jeder kennt die Abenteuer des Huckleberry Finn. Olivia Viewegs Comic-Adaption ermöglicht jetzt eine Wiederbegegnung mit diesem unvergesslichen Rebellen – allerdings eine Wiederbegegnung der besonderen Art, denn bei ihr spielt Hucks Geschichte im Hier und Jetzt, in der deutschen Gegenwart, und zwar in Halle an der Saale. Dort lebt Finn ein wildes Leben mit seinen Kumpels, doch abends muss er immer zurück zu seiner Pflegemutter, einer Witwe, die es gut mit ihm meint und versucht, ihn zu »zivilisieren«. Doch Finn verfolgt andere Ziele, für ihn ist klar, dass er dort nicht mehr lange bleiben wird, zu sehr lockt die Freiheit … Olivia Vieweg, eine der vielversprechendsten jungen Comic-Künstler, legt hier eine eigenständige und moderne Adaption eines der großen Klassiker der Weltliteratur vor: frisch, wild, überraschend.

Book Information

Main Genre
Comics
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
140
Price
24.70 €

Author Description

Olivia Vieweg, 1987 in Jena geboren, studierte Visuelle Kommunikation an der Bauhaus Uni Weimar. Sie war Stipendiatin der Drehbuchwerkstatt München, ihr dort entwickeltes Drehbuch Endzeit wurde in Zusammenarbeit mit ZDF/arte verfilmt. Die gleichnamige Graphic Novel war ein erfolgreicher Webcomic. Weitere bekannte Comicveröffentlichungen sind: Huck Finn (Suhrkamp), Antoinette kehrt zurück (Schwarzer Turm), Schwere See, mein Herz (Suhrkamp) und Antigone (Carlsen/Schwarzer Turm). Ihr Roman Die Stadt der Schattenschläfer (2024) entstand im Rahmen der Akademie für Kindermedien und gewann den Preis der MDM-Filmförderung sowie den Preis des Magellan-Verlags. Olivia Vieweg lebt und arbeitet in Weimar.

Posts

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All
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Irgendwie pointless (enthält Spoiler)

Diese Rezension schreibe ich eigentlich nur, weil ich mich auf einer achstündigen Zugfahrt befinde. Und ich werde high ankommen, weil's im IC nach Gras riecht. ANYWAYS: Als ich das Buch beendet habe, war ich so: Okay. Und jetzt? Es hat mich ohne irgendeine Emotion zurückgelassen, wenn man von leichter Verwirrung absieht. Es ist so viel passiert, so viele Themen angerissen (Zwangsprostitution, Menschenhandel, Blutrache, häusliche Gewalt), aber nichts zu Ende geführt oder irgendwie... eingeordnet. Am Ende haben wir immer noch unsere zwei Protagonisten, die ihrem Ziel kein Stück näher gekommen sind. Aber das ist ihnen auch egal, weil Finns Vater tot und der Zuhälter im Knast ist. Und es ist natürlich nicht schlimm, dass sie zwei obdachlose Jugendliche sind, darunter eine Einwanderin ohne Einreiseerlaubnis. Sie leben ja auf einem Floß, da wird man selten kontrolliert. Aber was sollte das mit dieser Fehde unter den Familien? Nach kurzer Recherche habe ich nichts über deutsche Clans (mit deutschen Wurzeln) gefunden, die sich gegenseitig abknallen. Wahrscheinlich hat die Autorin den Familien deutsche Namen gegeben, damit das nicht rassistisch rüberkommt. Aber kann man das nicht irgendwie anders lösen? Zum Beispiel, indem man einfach nicht Deutschland als Handlungsort nimmt? Ich habe es bei meinem besten Freund gelesen (ich hab's ihm sogar zum Geburtstag geschenkt) und es hat mich unterhalten, aber ich würde es nicht nochmal kaufen. Vor allem habe ich für 24€ ein Hardcover erwartet, kein Taschenbuch. Meine Empfehlung: Schaut mal rein, wenn ihr es irgendwo seht, aber schenkt es nicht eurem besten Freund.

4

Eine Graphic Novel, die Mark Twains berühmte Geschichte ins moderne Deutschland versetzt. Ob das funktionieren kann? Meiner Meinung nach definitiv. Zumindest hat Olivia Vieweg ein eindrückliches Werk vorgelegt, das die Gesellschaftskritik des Originals aufgreift und somit auch für moderne, junge Leser greifbar macht. Bei einigen Szenen fragte ich mich, ob das heutzutage in Deutschland wirklich noch so vonstatten geht - aber eben wahrscheinlich schon. Da ich leider die ursprüngliche Geschichte (noch?) nicht gelesen habe, habe ich mich noch schlau gemacht, inwiefern sich Vieweg wirklich an Twain haltet. Einige Szenen am Ende fallen weg, aber das verträgt die Graphic Novel gut. Ansonsten wäre es auch zu viel geworden, von daher eine gute Entscheidung. Denn auch so ist dieses Werk schon ein starkes Stück Tobak. Die Bilder sind klar gezeichnet, fast schon kindlich. Dies passt zum jungen Erzähler und seinem Bericht, hebt aber auch die sozialkritischen Szenen hervor. Meiner Ansicht nach spiegeln die Zeichnungen Huck Finns Sicht auf die Welt sehr gut und lassen den Leser intensiv an der Handlung teilhaben. Ein überaus gelungenes Projekt somit, das auch auf das Original neugierig zu machen vermag.

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