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Populärpseudowissenschaftlich
Solange der Historiker Harari sich innerhalb seines Fachgebiets (im weitesten Sinn) bewegt, sind seine Formulierungen klar, verständlich und nachvollziehbar. Begibt er sich auf fremdes Terrain werden die Formulierungen komplizierter und wirrer, die Behauptungen gar abenteuerlich. Das liegt daran, dass er nicht die Definitionen der jeweiligen Wissenschaften verwendet, sondern die eigenen Deutungen, weil sie seinem Narrativ dienen. Seriös ist das nicht. Es bleiben interessante Überlegungen zur zentrale Frage, ob der wissende Mensch (Homo Sapiens) sich zum einem göttlichen Menschen (Homo Deus) entwickelt. Zahlreiche Entwicklungen dienen gleichzeitig als Begründung und Deutung der Überlegungen des Autors. Mit fortschreitendem Text wird der Blickwinkel immer enger, glaubt dem eigenen Narrativ und blendet Alternativen aus. Das ganze als Humbug abzutun wäre dennoch falsch, denn es lohnt sich seine eigene Meinung zu bilden. Ja, es gibt Menschen, die viel Geld und Zeit investieren, um das ewige Leben zu erreichen. Gottesähnliche Wesen sind sie deswegen nicht. Ja, es gibt Firmen, die Unmengen an Daten sammeln und die Menschen damit beeinflussen, vielleicht sogar manipulieren. Das Buch zehn Jahre nach seinem Erscheinen zu lesen, hat einen grossen Vorteil. Man liest alles mit einer gewissen Distanz und einem Wissen, welches der Autor nicht hatte. So sah er COVID-19 nicht kommen und wie die Menschheit darauf reagieren würde. Kriege sind immer noch Kriege um Ressourcen, egal ob der Ukraine-Krieg oder die Trumpschen Kriege und Kriegsandrohungen. Hightechwaffen sind nicht überlegen, wie der Iran bewiesen hat. Und doch beschreibt Harari reelle Tendenzen und es schadet nicht, sich die Frage zu stellen: Was mache ich da?
3 days ago
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Solange der Historiker Harari sich innerhalb seines Fachgebiets (im weitesten Sinn) bewegt, sind seine Formulierungen klar, verständlich und nachvollziehbar. Begibt er sich auf fremdes Terrain werden die Formulierungen komplizierter und wirrer, die Behauptungen gar abenteuerlich. Das liegt daran, dass er nicht die Definitionen der jeweiligen Wissenschaften verwendet, sondern die eigenen Deutungen, weil sie seinem Narrativ dienen. Seriös ist das nicht. Es bleiben interessante Überlegungen zur zentrale Frage, ob der wissende Mensch (Homo Sapiens) sich zum einem göttlichen Menschen (Homo Deus) entwickelt. Zahlreiche Entwicklungen dienen gleichzeitig als Begründung und Deutung der Überlegungen des Autors. Mit fortschreitendem Text wird der Blickwinkel immer enger, glaubt dem eigenen Narrativ und blendet Alternativen aus. Das ganze als Humbug abzutun wäre dennoch falsch, denn es lohnt sich seine eigene Meinung zu bilden. Ja, es gibt Menschen, die viel Geld und Zeit investieren, um das ewige Leben zu erreichen. Gottesähnliche Wesen sind sie deswegen nicht. Ja, es gibt Firmen, die Unmengen an Daten sammeln und die Menschen damit beeinflussen, vielleicht sogar manipulieren. Das Buch zehn Jahre nach seinem Erscheinen zu lesen, hat einen grossen Vorteil. Man liest alles mit einer gewissen Distanz und einem Wissen, welches der Autor nicht hatte. So sah er COVID-19 nicht kommen und wie die Menschheit darauf reagieren würde. Kriege sind immer noch Kriege um Ressourcen, egal ob der Ukraine-Krieg oder die Trumpschen Kriege und Kriegsandrohungen. Hightechwaffen sind nicht überlegen, wie der Iran bewiesen hat. Und doch beschreibt Harari reelle Tendenzen und es schadet nicht, sich die Frage zu stellen: Was mache ich da?
3 days ago






